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Abwrackprämie / Verschrottungspauschale - Fragen

Themenstarteram 13. Januar 2009 um 15:03

Hallo,

für den alten PKW soll es 2500 Euro Verschrottungspauschale geben, allerdings nur beim Neuwagenkauf.

Weiss jemand bereits, ob es diese Pauschale gibt, wenn ich mir einen PKW mit Tageszulassung kaufe?

Ein Neuwagen trotz 0km ist es eigentlich nicht mehr, oder ?

danke für Hinweise.

Gruß

KURT

Beste Antwort im Thema
am 18. Januar 2009 um 2:29

Zitat:

Nichtsdesto trotz geht es darum sofort den Verkauf von Autos in Deutschland anzukurbeln, so dass möglichst die deutschen Autobauer schnell was davon haben.

Da ist jetzt aber ein *kleiner* wenn nicht gar großer Denkfehler drinnen...

 

Erstens sichern auch ausländische Autofirmen Arbeitsplätze in Deutschland (Verwaltung, Vertrieb, Autohäuser, Werkstätten) und zweitens sind die einzigen Autobauer die ja noch wirklich in Deutschland produzieren Mercedes Benz, Audi, BMW (z.T.) und VW (z.T.). Wer ein 10 Jahre altes, verschrottungsreifes Auto fährt und die 2500€ *braucht* ist wohl kaum potenzieller Zielgruppen-Kunde von Premiummarken wie MB/Audi/BMW (und genau denen geht es ja "schlecht"!).

 

Nun rettet man mit Steuergeldern die großen Firmen die immer noch steinreich sind - damit diesen Firmen weiterhin Top-Renditen sicher sind, weil ansonsten würde der Konzern ja Arbeitsplätze abbauen, um die Rendite zu halten/erhöhen - und der Bürger und Staat sind SO ODER SO die dummen. Sklaven und Opfer des Kapitals, eigentlich traurig.

 

Dabei war schon lange solch ein Ende abzusehen - bereits seit nunmehr vielen Jahren hat es sich entwickelt und gefestigt das bei Marken wie Mercedes Benz 2/3 der Neuwagenkäufer und Neuzulassungen durch Firmen! erfolgt ist. Die normale Privatperson, kann und will die im Verhältnis zum stagnierenden/sinkenden Reallohn teuren Neuwagen also schon seit längerem kaum noch bezahlen. An dieser Realität hat man stur vorbeigelebt - ähnlich wie die amerikanischen Autokonzerne, die bis zum Schluss nicht einsehen wollten, dass selbst die patriotischen, eigenen Bürger die großen, übermäßig ineffizienten und spritschluckenden Blechkisten nicht mehr haben wollen.

 

Die Jagd nach immer waghalsigeren, quasi unmöglichen Renditen ist doch das was die großen Banken und  Autokonzerne in die Krise gestürzt hat. Lustigerweise können diese Geldvernichtungsmaschinen als Selbstzweck, bei dieser ganzen Sache ja gar nicht mehr verlieren. Entweder die Rendite steigt und die Pläne gehen auf - oder man gelangt kollektiv in die Krise - und weiß dass ohnehin die Staaten und Bürger, Steuerzahler etc.pp. das richten. Am liebsten wünschte ich die ganzen Konzerne würden 0% staatliche Hilfe erhalten und gnadenlos für eigene Misswirtschaft auch selbst bezahlen, leider sind wir dermaßen von diesem mafiösen Strukturen abhängig, dass es Volkswirtschaftlich nicht zu verantworten wäre.

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Ich hätte es bis dahin nie für möglich gehalten, daß eine solche Aktion in diesem Land durchgeführt werden kann. Da sieht man mal, welche abstrusen Ideen hemmungsloses Profitstreben hervorbringen kann.

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Gebracht hat die Aktion praktisch überhaupt nichts. Da sind nur sinnlos große Werte vernichtet worden.

Na so gang kategorisch würde ich es nicht betrachten. Die Abwrackprämie betrug 2500€. Mein Dreisatz sagt folgendes: 2500/19*119=15657. D.h. mit jedem verkauften Auto, welches mehr als 15657€ brutto kostete hat der Staat mehr am Mehrwertsteuer eingenommen als Abwrackprämie ausgezahlt. Obwohl oft KLeinwagen gekauft wurden, dürfte die Zahl regelmäßig erreicht worden sein. Hinzu kommen noch die Einnahmen von den Werkstättet, da die Autos die nächsten 2-3 Jahre zwangsläufig in die Markenverkstatt müssen. + Einnahmen aus Versicherungssteuer, da Neuwagen eher Vollkasko versichert werden. + Gewerbesteuer der Banken, da viele Leute ein Kredit aufgenommen haben und somit die Banken gut verdienen.

Eines habe ich schon seinerzeit nicht verstanden: wenn ich ein altes, schrottreifes Auto fahre, mache ich es weil kein Geld da ist für etwas anderes, selten aus Überzeugung. Woher dann plötzlich das Geld für die Neuwagen da war, kann ich mir bis heute nicht erklären.

Zitat:

Original geschrieben von diman3

Woher dann plötzlich das Geld für die Neuwagen da war, kann ich mir bis heute nicht erklären.

Überwiegend Finanzierungen...

Zitat:

Original geschrieben von diman3

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Gebracht hat die Aktion praktisch überhaupt nichts. Da sind nur sinnlos große Werte vernichtet worden.

Na so gang kategorisch würde ich es nicht betrachten. Die Abwrackprämie betrug 2500€. Mein Dreisatz sagt folgendes: 2500/19*119=15657. D.h. mit jedem verkauften Auto, welches mehr als 15657€ brutto kostete hat der Staat mehr am Mehrwertsteuer eingenommen als Abwrackprämie ausgezahlt. Obwohl oft KLeinwagen gekauft wurden, dürfte die Zahl regelmäßig erreicht worden sein. Hinzu kommen noch die Einnahmen von den Werkstättet, da die Autos die nächsten 2-3 Jahre zwangsläufig in die Markenverkstatt müssen. + Einnahmen aus Versicherungssteuer, da Neuwagen eher Vollkasko versichert werden. + Gewerbesteuer der Banken, da viele Leute ein Kredit aufgenommen haben und somit die Banken gut verdienen.

Eines habe ich schon seinerzeit nicht verstanden: wenn ich ein altes, schrottreifes Auto fahre, mache ich es weil kein Geld da ist für etwas anderes, selten aus Überzeugung. Woher dann plötzlich das Geld für die Neuwagen da war, kann ich mir bis heute nicht erklären.

Du hast da was mit dem Vernichten von Werten nicht verstanden.:rolleyes:

Du betest dafür den Leitsatz der Kapitalistischen Obsoleszenz perfekt herunter.:o

Zitat:

Original geschrieben von waldfee-2000

 

Du hast da was mit dem Vernichten von Werten nicht verstanden.:rolleyes:

Du betest dafür den Leitsatz der Kapitalistischen Obsoleszenz perfekt herunter.:o

Meine Aussage bezog sich eher auf "nix gebracht" als auf "vernichten der Werte". Ich habe lediglich eine mögliche Sichtweise dargestellt, die für sich betrachtet richtig und nachvollziehbar ist. Sie muss nicht von jedem als richtig betrachtet und akzeptiert werden.

Das mit den "Werten" ist auch so eine Sache. Man kann doch eigentlich kein Wert vernichten oder schaffen. Ist wie beim Energieerhaltungssatz, die Substanz wird nur in eine andere Form überführt. Es ist global gesehen nicht mehr von etwas geworden und nicht weniger. Die Zusammensetzung ist anders. Aus Metallerz und Rohöl ist etwas geworden, was wir Auto nennen. Dieses etwas kann der eine besitzen=dem Zugriff anderer entziehen und der andere nicht.

P.S. ich weiß zwar nicht was "Kapitalistische Obsoleszenz" ist, habe jedoch den leisen Verdacht, dass du "allergisch" auf alles reagierst, was mit Kapitalismus zu tun hat. Da ich als Kind jedoch den Kommunismus am eigenen Leib erleben durfte, ist mir der gemäßigte Kapitalismus in Nordeuropa doch lieber.

 

Zitat:

Original geschrieben von diman3

Na so gang kategorisch würde ich es nicht betrachten. Die Abwrackprämie betrug 2500€. Mein Dreisatz sagt folgendes: 2500/19*119=15657. D.h. mit jedem verkauften Auto, welches mehr als 15657€ brutto kostete hat der Staat mehr am Mehrwertsteuer eingenommen als Abwrackprämie ausgezahlt.

Man kann es auch anders sehen: Der überwiegende Teil der Leute, die sich in diesem Segment ein Auto kaufen, haben nicht die Möglichkeit ein größeres Fahrzeug zu finanzieren. Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Und jeder Euro, der für diese +/- 0 EUR MWSt-Rechnung draufgeht ist woanders eine fehlende Steuereinnahme, denn wer sein ganzes Geld für das Auto raushaut, der spart zwangsläufig woanders.

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