Abschleppen - Sachen gibt's!

Lkw mit Kleinwagen abgeschleppt
Fahrer des Lkw hat nie einen Führerschein besessen

Mönchenglabach-Speick - 19.08.2008 - 16:08 - Hundeführer der Mönchengladbacher Polizei hielten heute auf der Kabelstraße ein nicht alltägliches Gespann an:
Vornweg ein VW Polo, gelenkt von einer 55-jährigen Mönchengladbacherin. Dahinter ein defekter, mit Schrott vollgeladener Pritschen-Lastwagen mit 3,5 Tonnen Gewicht. Die Fahrzeuge waren mit zusammen geknoteten Spanngurten verbunden.
Die Hundeführer riefen die Fachleute der Verkehrsüberwachung zu Rate. Diese stellten fest, dass die Anhängelast des Polos um über 260 Prozent überschritten wurde.
Die bedeutet für die Fahrerin des Polo ein Bußgeld in Höhe von mindestens 225 Euro.
Für den Fahrer des Lkw, einem 43-jährigen Mönchengladbacher, würde für den Verstoß ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro fällig. Da der Mann aber nie einen Führerschein besessen hat, erwartet ihn nun zusätzlich ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Ja, soweit ich weiß spielt doch beim Abschleppen die Anhängelast doch gar keine Rolle. Oder wurde das inzwischen geändert?

Und braucht der Lenker des abgeschleppten Wagens eine passende Fahrerlaubnis?

Weiß man bei der Polizei überhaupt Bescheid?

Beste Antwort im Thema

Unglaublich, was sich die Polizei nach dem Motto "erstmal austeilen, dann sehen wir weiter" alles leistet. Schon alleine, dass die Überschreitung der Anhängelast herangezogen wird... . Das Fahren ohne Fahrerlaubnis - vielleicht finden sie ja einen Richter, der ihnen den "Anscheinbeweis" abnimmt. Glaubt man dem Poliziebericht gab es - nach der aktuell gültigen STVO - nichts zu beanstanden.

Das einzige was ein Eingreifen gerechtfertigt hätte (steht da aber nicht) wäre ein Defekt der Bremsen am LKW oder ein "Spazierenfahren" statt Nothilfe: Ansonsten gehört diesen Polizisten die Hammelbeine langgezogen - 6 setzen!

Das Schlimmste daran ist jedoch: Wahrscheinlich wissen sie es WIRKLICH nicht besser. Willkommen in PISA-Land! So etwas höhlt leider die Glaubwürdigkeit der Polizei als ganzes aus - mit den entsprechenden Folgen.

Alex

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Unwissenhiet und/oder Schikane von Polizisten kenne ich leider selbst zur Genüge. Irgendetwas läuft da seit einiger Zeit sehr falsch bei denen.
Wenn die beiden Insassen hier sich nicht selbst beschuldigt hatten, dann können die wohl ganz beruhigt das Verfahren abwarten. Spätestens wenn die Ermittlungen eröffnet werden, gibt es eben eine Anzeige gegen die Polizisten wegen falscher Verdächtigung und die werden dann hoffentlich aus dem Verkehr gezogen.
Habe ich hier schon mal in einem anderen thread beschrieben: ich habe gerade erreicht dass die StA Siegen gegen zwei Polizistinnen wegen falscher Verdächtigung ermittelt - die hatten mich grundlos und vollkommen ohne Beweis wegen Verstoß gegen das KUG angezeigt, einfach weil die meinten, dass sie es könnten. Die von mir ebenfalls eingereichte Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde wurde eingestellt, kein Fehlverhalten erkennbar: die hacken sich eben gegenseitig kein Auge aus. Wird Zeit, dass es endlich eine unabhängige Aufsichtsbehörde für diese außer Kontrolle geratene Polizei gibt.

10 Jahre, 3 Monate und 1 Tag.

Zitat:

@Schubbie schrieb am 30. November 2018 um 20:34:45 Uhr:


10 Jahre, 3 Monate und 1 Tag.

Ist heute erst Halloween? Überall sind Untote unterwegs! 😉

Grüße vom Ostelch

Solch eine Lebenserwartung hätte ich Koi-Karpfen gar nicht zugetraut....😁

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Boah - jetzt hab ich alles gelesen und wäre sooo neugierig, wie das seinerzeit ausging ...

Dann tust du ihn rufen:
@opelkadett

Zitat:

@FighterOne schrieb am 20. August 2008 um 23:56:56 Uhr:


Anders gefragt... wo sollte der Typ auf einmal herkommen? LKW hat ne Panne und die Firma schickt jemand anderen hin, der den echten Fahrer abholt und einen ohne Führerschein am LKW lässt 🙄 na das will ich sehen. Das wird auch das gericht nicht viel anders sehen bei den Umständen, auch wenn ihn keiner beim Fahren gesehen hat.

Beide, fuhren mit dem 3,5 Tonner, der 53 Jährige war Fahrzeugführer. Der Fahrer holte nach der Panne den Polo (Zu Fuß, per ÖPNV, etc.) und beide schleppten dann den 3,5 Tonner ab.

10 Jahre, 3 Monate und 11 Tage. Die Beteiligten sind sicher in der Zeit zu Hause angekommen oder liegen bereits unter der Erde.

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