80er - 90er 911er. Beratung benötigt.
Hallo zusammen,
ich denke aktuell über den Kauf eines Porsche 911 nach. Bj. zwischen 1980 und 1990. Vorab habe ich aber noch jede Menge offene Fragen, da Porsche für mich neu ist. Worauf muss ich bei den Wagen achten? Rost - wo ist es kritisch? KM - was darf so ein Wagen maximal runter haben? Welche Verschleißteile gilt es zu beachten? Was darf z.b. ein 89er oder 90er 964er kosten?
Ich würde mich über ein paar Tips freuen! Gerne auch Infos über meine Fragen hinaus.
Viele Grüße und herzlichen Dank,
Jochen
19 Antworten
Moin,
Porsche selbst bietet nach meinem Kenntnisstand keinen Nachrüstkat an. Den 930/20 (3,2 l, 170 KW) gab es ab Werk auch nie mit Kat, nur den 930/21 mit reduzierter Verdichtung, dadurch auch reduzierter Leistung mit 152 KW.
Zu Lenz kann ich nichts sagen, zu Cargraphic schon. Hier handelt es sich um einen Metallkat, die Leistung ist sogar auf 174 KW erhöht.
Ein Leistungsverlust ist also nicht zu erwarten, eher das Gegenteil. Obwohl ich in der Praxis von den 4 KW mehr nicht wirklich etwas bemerkt habe.
Da der 86er 911 schon ein vorgerüstetes Steuergerät hat, ist der Einbau denkbar einfach:
Vorschalldämpfer tauschen, Kabel der Lamdasonde anschließen (werksseitig liegt schon ein Kabel im Motorraum), Unterdruckdose unter dem Fahrersitz abklemmen, fertig.
Nachteil ist der mit knapp 1.500 € doch schon recht hohe Preis und der etwas "holperige" Lauf im unteren Drehzahlbereich.
Wegen Letzterem habe ich auch die Lambda-Regelung wieder abgeklemmt. (Aber nicht weitersagen 😉 )
Schön wäre es auch, wenn das angepeilte Objekt Deiner Begierde schon nach der Modellumstellung 1986 gefertigt wurde.
Erkennbar am H in der Fahrgestellnummer (WPOZZZ91ZH....).
Dann hätte er schon das G50-Getriebe, das sich besser schalten lässt, als das ältere 915-Getriebe, das 915 ist manchmal schon recht hakelig zu schalten, speziell beim Einlegen des ersten Gangs.
Gruß
Frank
nix gegen mein 0915 getriebe ;-) und ne servo habe ich auch nicht ;-))
ansonsten danke für deine ausführungen
cu
xen
Hallo
Für sämtliche 3,2L Motore und Modeljahre gabs bei Porsche Nachrüstkatsätze (930 113 911 0X).
Teileumfang und Einbauaufwand abhängig vom Modeljahr
Vor 86 war Motor-Kabelsatz mit zu erneuern und die Aktivkohlefilteranlage fehlte auch noch.
(Nicht im Nachrüstsatz).
Man bekommt den Serien Keramikkat und hat daher weniger Leistung.
In Stuttgart gibts das PZ am Flughafen bzw du rufst im WerkI bei Classic an wegen aktueller
Teileverfügbarkeit und Preise.
Aber für ähnliches Geld gibts einen Metallkat und da rate ich zuerst mal bei den "Erfindern"
Lenz und Wurm anzufragen.
http://www.lenz.de/fileadmin/user_upload/PDF/Porsche-911-C1_AB_D.pdf
Im Zweifelsfall die verbauende Werkstatt ist fast wichtiger als der Hersteller des Nachrüstkats.
Im Grossraum Stuttgart gibt es einige auf alte 911 spezialsierte Werkstätten.
Grüsse
Hallo zusammen,
hier besprochen der Status zum Fahrzeug: Aufrufpreis lag bei 22k€.
Der Wagen wurde nun aber anderweitig verkauft, ich kam also nicht zum Stich. :-(
Ich werde also artig weiter suchen - ggf. aber auch einen 964er ...
Viele Grüße und herzlichen Dank bis hierher für den zahlreichen Input. Gerne könnt ihr auch das Thema 911 Carrera 3.2 vs. 964 noch ein bisschen diskutieren... ;-)
Jochen
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964er mit 4-Rad-Antrieb ist eine Klasse für sich: Fahrsicherheit und Straßenlage pur, der war damals den anderen Kfz Jahre voraus. Auch die Motorleistung ist mit geregeltem Kat (EURO II durch Änderung der Schlüsselung ohne Umbau möglich) deutlich leistungsstärker und schneller als der 3,2er Carrera (5,9 sec. von 0-100, Vmax ca. 270 km/h). Das Fahrzeug fährt sich "reifer" als ein 3,2 l und braucht weniger Sprit.
Nachteil: Der 964er ist ein "Elektronik-Overkill" mit unglaublich vielen Leitungen, Steuergeräten und Sensoren. All dieses Zeug könnte (!) im Alter anfangen zu spinnen und dann ist Ersatz teuer und kompliziert (mein 1991 hat diese Probs allerdings noch nicht). Laufleistungen über 300 tkm sind möglich bei entsprechender Pflege (die allerdings sauteuer ist): Öl sorgfältig warmfahren, Zündkerzen (12 Stück) regelmäßig wechseln, Services machen lassen (kleiner: ca. 800 €, großer ca. 1200 €).