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6% Tachoabweichung PriusII

Themenstarteram 4. August 2010 um 8:23

Hallo liebe Priusgemeinschaft,

seit mein Opa 2004 einen Priussparzwang zu entwickeln begann, habe ich mich auch immer für diese etwas schrullige Variante von Energieeffitzienten Vorankommen interessiert.

Nach nun 6 Jahren habe ich meine Frau dazu gebracht sich einen Prius III zu kaufen. Bei einer Probefahrt mit einem Prius II hatte ich wie immer mein TomTom dabei und habe mal die Geschwindigkeitsabweichung untersuchen wollen. Welche ja bei allen Fahrzeugen bis 4% normal ist.

Beim Prius II reden wir aber bei 2 gebrauchten Test Prius II von 6% Tachoabweichung. Ab 10.08.2010 kann ich dann noch dir gemessene Abweichung vom Prius III nachreichen. Diese Abweichung bedeutet jedoch dass hier mal ganz kräftig geschummelt wurde.

Beispiel:

-ein Opelfahrer fährt nach Tacho 100 km/h um zu sparen Verbrauch= 6 Liter

-ein PriusII fährt nach Tacho 100 Km/h = 4,5 Liter

Wenn beide nun Tatsächlich mit 100 km/h unterwegs gewesen wären hätte es bei beiden ca. 0.4 liter mehrverbrauch geben können.

Vermutung:

Man baue ein Prius III nach allen Regeln der bezahlbaren Kunst des Energiesparens und schaut dann welchen Verbrauch er hat. Siehe da es sind 4.3 Liter im Schnitt. Antwort des Superwichtigen Oberingenieur: "wie machen ihn langsamer!" Aaaber Hallo, was für eine Idee - wir lassen die Fahrer denken sie führen 100 Km/h und lassen ihn durch die Tachoabweichung aber nur 94 laufen was uns zu der Wunschzahl 3.9 Liter/100 km bringt.

Nun meine Frage: Habt ihr das auch schon mal bemerkt oder wie ist eure Abweichung? Als Berufskraftfahrer fallen einen immer Opelfahrer auf, d.h. in Baustellen bei 60 Km/h eiern die manchmal genau mit 60 da lang (Tacho) und tatsächlich bremsen sie alle aus weil sie nur 56 fahren - PriusII 54-55 !

Prius ist trotzdem das innovativste was auf dem Weltmarkt an Autos so zu finden ist.

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22 Antworten
Themenstarteram 4. August 2010 um 8:33

Und warum liefern die Jungs den Prius III dann mit 17 Zoll Felgen aus die eine Breite von 7 J haben, d.h. dass der Reifen eigentlich mindestens 215ner Breite haben muss. Eigentlich noch mehr, um die Reifenseitenwand senkrecht laufen zu lassen.

Energie sparen geht mit 175igern (Optisch grauslig) aber wenigstens eine Obergrenze von 195 hätten die lassen können. Dafür braucht man aber eine Felgenbreite von 6J, naja dann sieht der Reifen eben etwas nach Golf II aus. Ihr wisst schon 10J Felgenbreite und nur genehmigung für 225er Reifen.

Laut Gesetz darf ein Tacho (Im Gesetzestext als "Geschwindigkeitsmesser" bezeichnet) niemals zu wenig anzeigen! Er darf aber bis zu +10% + 4Km/H mehr anzeigen (Formel: V2/10 + 4 km/h (V2 ist die tatsächliche Geschwindigkeit))

Das bedeutet, wen du echte (z.B. laut GPS) 90 Km/H fährst + 9 Km/H (10%) + 4 Km/H darf in Summe maximal 103 Km/H auf dem Tacho angezeigt werden.

Zitat aus dem Gesetzestext

"4.4 . Die angezeigte Geschwindigkeit darf nie unter der tatsächlichen Geschwindigkeit liegen . Bei den unter 4.3.5 angegebenen Geschwindigkeiten sowie bei den Zwischenwerten muß zwischen der vom Geschwindigkeitsmesser angezeigten Geschwindigkeit V1 und der tatsächlichen Geschwindigkeit V2 folgende Beziehung bestehen : O * V1 - V2 * V2/10 + 4 km/h ."

Gute Erklärung hier:

http://www.gutefrage.net/frage/abweichung-tacho

Insofern ist das normal.

Man sollte auch an den Abrollumfang neuer Reifen denken! Ein Tacho darf auch nicht zu wenig anzeigen, wenn die Reifen auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe abgefahren sind. Es gibt auch ein paar Km/H Unterschied zwischen neuen und abgefahrenen Reifen selber Größe.

Dazu kommt noch, dass eine Abweichung von max. 1% für das Messgerät zulässig ist, welches die tatsächliche Geschwindigkeit ermittelt (für den "eich Tacho" sozusagen, in unserem Fall wäre das der GPS Tacho).

Zitat aus dem Gesetzestext

"4.3.6 . Die Fehlergrenze des zur Messung der tatsächlichen Geschwindigkeit des Fahrzeugs verwendeten Kontrollgeräts darf nicht grösser sein als mehr oder weniger 1,0 % ."

 

Gruß Taner

Wenn Du ein grundsätzliches Problem mit dem Prius hast, warum kaufst Du dann einen? Zum Rest: informiere Dich einfach, dann muss man auch nichts erfinden.

Zulässige Tachoabweichung nach ECE sind -0 bis +10% +4 km/h bei Geschwindigkeiten bis 120 km/h. Somit ist der Tacho mit 6% Abweichung völlig in Ordnung.

Die Toleranz bei der Geschwindigkeits-Messung mittels GPS beträgt in Mitteleuropa zwischen 3% und 10%, besser als 3% geht mit den handelsüblichen mobilen oder auch fest eingebauten GPS-Geräten und deren Messverfahren überhaupt nicht.

Zuzüglich einer Fehlertoleranz beim Errechnen im GPS-Rechner selber von bis zu 3%, je nach Gerätehersteller, Rechenleistung und Messwerterfassung (Strecke gerade oder leichte Kurve, Höhenunterschiede, Messstreckenlänge, ...)

Nun erkläre mir bitte, warum Du bei zwei vorhandene, aber äußerst ungenauen Messgeräten, beim GPS schon aufgrund der Ermittlung über das Dopplerverfahren, nun einfach eines davon als absolut genau betrachtest?

Auch die Verbrauchsanzeige vom Bordcomputer ist nicht sonderlich genau, dafür gibt es nicht einmal ein vorgegebenes Toleranzfenster, üblicherweise liegen diese Anzeigen etwa 10-15% daneben.

Eine Verbrauchsberechnung über getankte Mengen und gefahrene Strecken ist auch recht ungenau, schaue Dir mal die zulässigen Toleranzen an den Spritsäule an und dann gibt es noch den fahrzeugseitige Wegstreckenzähler, auch Kilometeranzeige genannt, der hat auch eine zulässige Toleranz nach ECE, sind +/- 5%.

Wer sich über irgendwelche Messwerte ereifert, sollte vorher klären, was er überhaupt misst. Nicht ohne Grund sagt der Ingenieur: Wer viel misst, misst Mist.

Du hast keine einzige Geräteschaft, die tatsächlich genau ist und willst hier etwas über betrügerische Abweichungen erzählen - war nichts.

 

Was den Verbrauch im Prospekt angeht, der wird im ECE-Verfahren nach der tatsächlichen Geschwindigkeit des geeichten Rollenprüfstandes ermittelt, nicht nach irgendwelchen fahrzeugseitigen Schätzgeräten.

 

Deine Beschwerden zu der Reifengröße sind ebenso schwer nachzuvollziehen. Auf den 7x17 sind, wie von Dir gefordert und auch in der ETRTO, der ISO und der WdK/DIN vorgegeben, 215er Bereifung vorhanden. Die 195er sind auf einer 6" Felge montiert.

Was willst Du eigentlich?

Zitat:

Original geschrieben von db1nto

Dazu kommt noch, dass eine Abweichung von max. 1% für das Messgerät zulässig ist, welches die tatsächliche Geschwindigkeit ermittelt (für den "eich Tacho" sozusagen, in unserem Fall wäre das der GPS Tacho).

Das hat das GPS-Gerät aber nicht, auch dann nicht, weil es dazu der Einfachheit halber erklärt wird.

Einfach mal bei diversen Autotest-Zeitschriften nachlesen, mit welchen GPS-Testequipment die entsprechenden Werte ermittelt werden, was dieses Zeugs kostet und welche Fehlertoleranz dort immer noch vorhanden ist.

Ganz nebenbei: Die Tachoabweichung wird in der Homologationsausführung gemessen, die war beim Prius III mit 195/65-15. Ein 215/45-17 liefert bereits eine Abweichung von 1,5%, ist um 1,5% kleiner als der 195er, Tacho zeigt 1,5% mehr an.

Zitat:

Original geschrieben von stefanritschl

[...]

Als Berufskraftfahrer fallen einen immer Opelfahrer auf, d.h. in Baustellen bei 60 Km/h eiern die manchmal genau mit 60 da lang (Tacho) und tatsächlich bremsen sie alle aus weil sie nur 56 fahren - PriusII 54-55 !

60km/h ist die Höchstgeschwindigkeit, keine Mindestgeschwindigkeit. Hierbei von "ausbremsen" zu reden hat schon etwas Komisches...

Gruesse, meshua

Zitat:

Original geschrieben von meshua09

 

60km/h ist die Höchstgeschwindigkeit, keine Mindestgeschwindigkeit. Hierbei von "ausbremsen" zu reden hat schon etwas Komisches...

Gruesse, meshua

das müssen aber geister sein! ich habe in einer ab-baustelle noch keinen erlebt, der sich an die geschwindigkeitbegrenzungen hält!

roadrunnerxxl

Jetzt hackt halt nicht so auf ihm rum. Die Frage ist doch legitim, auch wenn sie vermutlich schon beantwortet wurde.

Darf man den eigenen Prius nicht kritisieren? Ich tue das auch und dennoch gefällt mir der Prius, so wie dem Themenstarter auch!

Positiv zu erwähnen ist, daß der Prius fast perfekt den Verbrauch berechnet, was man ganz einfach an der Tanke "nachmessen" kann.

Mal ein bischen trüber mal ein bischen drunter.

Da sind andere Fahrzeuge tendeziell eher optimistisch eingestellt. 0,5-1 Liter ist da eher schon normal.

 

Zitat:

Original geschrieben von roadrunnerxxl

Zitat:

Original geschrieben von meshua09

 

60km/h ist die Höchstgeschwindigkeit, keine Mindestgeschwindigkeit. Hierbei von "ausbremsen" zu reden hat schon etwas Komisches...

Gruesse, meshua

das müssen aber geister sein! ich habe in einer ab-baustelle noch keinen erlebt, der sich an die geschwindigkeitbegrenzungen hält!

roadrunnerxxl

Bin ich dann ein Geist? Schliesslich ist es doch nicht schwer, einen Knopf zu drücken und 10km die Füße zu entspannen. Der Prius (II) ist übrigens ein angenehm zu fahrendes Auto mit dem man auch gut cruisen kann :) Der Bordcomputer arbeitet merklich genauer, als bei anderen Toyotas!

Grüße, meshua

Wer fährt denn bitte schön bei erlaubten 60 Km/h genau diese Geschwindigkeit ??

Man fährt immer was drüber.

Tachoabweichung plus Polizeimesstoleranz sind so viel, dass man gefahrlos die 68 im Tempomat einstellen kann.

Zitat:

Original geschrieben von Qwert Zuiopü300

Darf man den eigenen Prius nicht kritisieren?

Es geht nicht zulässige oder unzulässige Kritik, sondern um das Erfinden von "Problemen", die nicht existieren.

Maulen, dass ein Tacho mit einer Abweichung von 6% "völlig falsch" geht, während man den "Istwert" schon mit einer Fehlergröße von rund 4,5% ermittelt hat, dies aber der Einfachheit halber als absolut genau erklärt?

Wenn die Istwerterfassung schon +/- 4,5% daneben liegen kann, dann ist der Tachofehler irgendwo zwischen 1,5% und 10,5%. Die erregenden +6% sind genauso richtig, wie auch nur 1,5%. Nur hören sich 6% spektakulärer an. Hätte man vorher überlegt, dann hätte man auch mit 10,5% auftrumpfen können, wäre mathematisch genauso richtig und hätte mit der tatsächlichen Realität vermutlich genauso wenig zu tun gehabt, wie jeder andere Wert dazwischen.

Maulen, dass Verbrauchswerte wegen der stark abweichenden Tachoanzeige falsch ermittelt werden, wo der Verbrauch überhaupt nicht mittels Geschwindigkeitssignal ermittelt wird. Verbrauch ist immer noch Liter/Strecke und nicht Liter/Geschwindigkeit - 5 Liter für 100 Kilometer und nicht 5 Liter für 100 km/h.

Maulen, dass auf 7" gefälligst auch 215er drauf gehören, wenn 215er montiert sind.

Allein schon bei der Reifengröße würde doch ein Blick auf die schwarzen Dinger vom eigene Fahrzeug genügen. Wenn man denn tatsächlich eines hätte, was ich bei diesen "Beschwerden" hier stark bezweifle.

 

Zitat:

...plus Polizeimesstoleranz...

Vorsicht, keinen Denkfehler machen.

Diese Messtoleranz von 3%/3km/h bezieht sich nicht auf die Tachoanzeige und bezieht sich nicht auf die Geschwindigkeitsbegrenzung und bezieht sich nicht auf die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit, sondern ausschließlich auf den auf dem Messgerät angezeigten Geschwindigkeitswert.

Diese Geschwindigkeitsmessung und deren Anzeige ist ebenso ungenau, wie jedes andere Messgerät auch. Diese Ungenauigkeit beträgt 3%/3km/h. Der polizeiliche Toleranzabzug ist kein Bonus für den Fahrer, sondern nur ein Korrekturfaktor der Anzeige, damit dem Fahrer nicht mehr vorgeworfen wird, als er tatsächlich gefahren ist.

Ein Tachofehler im eigenen Fahrzeug darf, muss aber nicht vorhanden sein. Mit der entsprechenden Reifengröße und Reifenzustand (größter freigegebener Reifen im Neuzustand) ist es bei vielen Fahrzeugen nichts ungewöhnliches, dass der Tacho auch den Istwert ohne Zuschlag anzeigt.

In der konkreten Situation: Du fährst 68 km/h, was auch 68 km/h sind und das Messgerät zeigt 71 km/h, weil es aufgrund der Aufstellung und Auswertung dies macht und machen darf. 3 km/h kommen als Messtoleranz in Abzug, bleiben völlig korrekte +8 km/h als Tatvorwurf. Nicht teuer aber doch mit Briefchen und Zahlungspflicht.

 

Auch hier gilt das bereits das oben geschriebene: Nicht irgendetwas ausdenken und dann als "gefahrlos" verbreiten, sondern sich tatsächlich schlau machen, wie etwas funktioniert.

Hallo Roadwin,

ich habe eine technische Frage bzgl. GPS Geschwindigkeitsmessung und der Toleranz von 4,5%

Die GPS Geschwindigkeitsmessung beruht doch darauf die Zeit zwischen zwei ermittelten Positionen zu ermitteln.

Das würde aber auch bedeuten, dass die Genauigkeit anhand der Genauigkeit der GPS Position ermittelt werden kann.

Also wenn meine GPS Positionen mit meinem tatsächlichen Standort zu dieser Zeit übereinstimmen, dann sollte doch die daraus resultierende Geschwindigkeit auch relativ genau sein oder?

Ich tracke meine Routen oft mit GPS und schaue mir das später an. Meistens stimmen Positionen sehr genau. Teilweise erkennbar an der Fahrspur, an Abbiegungen usw.

Ich kann mir zwar durchaus vorstellen, dass bei schlechter GPS SIcht und Reflexionen der GSP Satelliten Signale verfälschungen auftreten, aber im "freien" (Autobahn, Landstraße) dürfte die Ungenauigkeit doch nicht so schlecht sein oder?

Natürlich hängt de Toleranz dann auch von der Geschwindigkeit selbst ab. Wenn man sehr schnell fährt legt man zwischen zwei Messpunkten mehr zurück und die Messfehler wirken sich nicht so stark auf das Ergebnis aus wie bei sehr langsamer Geschwindigeit.

Es wäre also auch interessant zu wissen, unter welchen Bedingungen die 4,5% Messfehler zustandekommen.

Danke & Gruß

Taner

Zitat:

Original geschrieben von db1nto

Hallo Roadwin,

ich habe eine technische Frage bzgl. GPS Geschwindigkeitsmessung und der Toleranz von 4,5%

Ich tracke meine Routen oft mit GPS und schaue mir das später an. Meistens stimmen Positionen sehr genau. Teilweise erkennbar an der Fahrspur, an Abbiegungen usw.

 

Danke & Gruß

Taner

das mit den 4,5% kenne ich zwar auch nicht, aber nobody is perfect! das dein navi teilweise sogar die fahrspur erkennt liegt an der intelligenten kartensoftware. der kennt deine position und nimmt an das du dich auf einer strasse bewegst. ergo liegt der getrackte weg immer auf einer strasse. bei optimalen empfangsbedingungen sind genauigkeiten bis zu einem meter möglich (mit gps und egnos).

meistens liegt die präzision aber gröber.

gut zu beobachten bei outdoorgps ohne ortsbezug

 

roadrunnerxxl

Hallo roadrunnerxxl,

den GPS Tracker habe ich selbst gebaut (aus einer Bluetooth GPS Maus und einem ATmega Mikrocontroller). Der korrigiert meine Position 100% NICHT auf die Fahrspur!

Ausserdem liegen auch einige der Messpunkte neben der Fahrspur.

EGNOS KANN soweit ich weis die Position sogar noch viel mehr verfälschen.

Das liegt wohl an den zu wenigen Referenzstationen die die EGNOS Daten aufbereiten.

Mehrere hundert Kilometer von einer solchen Station entfernt und evtl. ein größerer Höhenunterschied und die EGNOS Daten könnten mehr schaden als nutzen (habe ich so gelesen).

 

Ideal wäre natürlich DGPS, aber das kann kein kleiner handelsüblicher Empfänger. Schon gar kein mobiles Navigationsgerät wie TomFritz ;)

Gruß Taner

Zitat:

Original geschrieben von db1nto

Die GPS Geschwindigkeitsmessung beruht doch darauf die Zeit zwischen zwei ermittelten Positionen zu ermitteln.

Nein, die Anzeige der Momentangeschwindigkeit erfolgt nicht über Weg/Zeit sondern über den Dopplereffekt.

Über Weg/Zeit wäre es nicht die Momentangeschwindigkeit, sondern der Durchschnitt der letzten 100 Meter oder wie auch immer die Streckenlänge programmiert wäre.

GPS unterliegt bei der Positionsbestimmung immer gewissen Ungenauigkeiten allein schon beim Empfang des Satellitensignals. Die etwa 3 Meter Abweichung sind auch nicht konstant.

Diese Überlegung, dass diese 3 Meter bei einer Weg/Zeit-Berechnung sich heraus rechnen, weil dieser Fehler der Positionsberechnung immer konstant zB. 3 Meter rechts neben dem Fahrzeug ist, ist auch falsch. Diese 3 Meter sind bei jeder Messung neu und auch ggf. in völlig gegensätzlicher Richtung vorhanden.

Eine Ortsveränderung von nur einem tatsächlichen Meter können auf dem GPS-Gerät 7 Meter sein. Weil die erste Positionsbestimmung mit 3 Meter nach hinten abwich und die zweite Messung drei Meter nach vorn.

Wenn man 1.000 Meter gefahren ist, dann spielt diese Abweichung keine sonderliche Rolle mehr, weil sie nur einen Fehler von max. 6 Promille ausmacht, aber 1.000 Meter haben mit "momentan", also dem hier und jetzt in dieser Sekunde nichts mehr zu tun.

Dieser Messfehler bei der Positionsbestimmung stammt aus der Berechnungsfomel, mit der das GPS-Gerät aus den Satelliten-Signal erst die Position errechnet. In dieser Formel erscheint ua. die Zahl Pi, je kürzer diese Zahl eingerechnet wird, also nur mit 3,14 statt mit 3,1415926..., um so schneller hat man zwar ein Ergebnis, aber um so ungenauer ist dieses Ergebnis.

Dann kommt auch noch die Anzahl der Satelliten dazu, für den jeder einzeln mit dieser Formel gerechnet werden muss. Damit dann eine Positionsbestimmung nicht gnadenlos lange dauert, wird nach ja Nutzung die Formel gekürzt und eine bestimmte Abweichung in Kauf genommen.

3 Meter sind völlig ausreichend für eine Wegführung in einem Fahrzeug, bei einer Landvermessung mit Grenzpunktfestlegung aber nicht. Sieht man zB. sehr schön bei den GPS-Geräten von den Geodäten, die teilweise mehrere Minuten unverändert an einer Stelle verbleiben müssen - rechnen müssen, um dann entsprechend genau die Position zu haben.

In einem Auto bei 160 km/h völlig unmöglich, zwei mal Stillstand für 5 Minuten für eine Positionsbestimmung um dann die Momentangeschwindigkeit in der Genauigkeit berechnen zu können, mit der sie hier angenommen wird, das widerspricht sich.

Eine Genauigkeit von einem km/h bei einer Geschwindigkeit von 200 km/h sind immerhin nur 5 Promille. Bei einer Strecke von einem Meter wären dafür zwei Positionsbestimmungen mit einer Abweichung von maximal jeweils 2,5 Millimeter notwendig, die dann auch noch alle 18 Millisekunden erfolgt. 18 Millisekunden sind ein Meter bei 200 km/h, mit einem mobilen GPS völlig unmöglich.

Momentangeschwindigkeit über Weg/Zeit ist physikalisch völlig ausgeschlossen, da es keinen mobilen Rechner gibt, der alle 18 Millisekunden eine Positionsbestimmung mit 2,5mm Genauigkeit durchführen kann.

 

Bleibt nur der Doppler-Effekt, die Veränderung der Signalgeschwindigkeit weil durch die eigene Geschwindigkeit sich die Geschwindigkeit des Satellitensignals verändert.

Das Satellitensignal kommt mit Lichtgeschwindigkeit und wenn das Ding ganz knapp über dem Horizont direkt hinter mir hängt und ich mich mit 200 km/h von dem Teil weg bewege, dann beträgt die Signalgeschwindigkeit V-Li minus 200 km/h.

Auch hier wieder leicht nachvollziehbar, mit welcher Genauigkeit dafür gerechnet werden muss. Auch hier wird für die Berechnung die entsprechenden Faktoren der Formel eingekürzt, damit auch irgendwann ein Ergebnis erscheint. Nur bringt diese Einkürzung dann wieder eine Abweichung der Berechnung, die nichts anderes ist, als eine Ungenauigkeit im angezeigten Messwert.

Zusätzlich kommt hinzu, dass zwar die Lichtgeschwindigkeit immer konstant ist, aber durch den Eintritt vom Vakuum des Weltall (da hängt der Satellit) in die Erdatmosphäre ein Wechsel der Dichte des Mediums erfolgt und das zu einer Krümmung führt. Der Effekt der Brille, die durch Mediumwechsel (Dichtewechsel) Lichtstrahlen krümmt.

Diese Krümmung verlängert nun aber den Weg, die Gerade zum Satelliten ist keine Gerade mehr. Je flacher der Auftreffwinkel ist, um so größer ist die Ablenkung, um so mehr verlängert sich die Strecke.

Daher kommt dann neben der Berechnungsabweichung eine grundsätzliche Abweichung des Signals noch hinzu. Insgesamt ergibt dies dann eine etwa 4-5% große Abweichung beim Messwert der Geschwindigkeit.

 

Die Geschichte mit dem GPS ist an sich phantastisch, weil man mit ansonsten nicht möglicher Genauigkeit weltweit seine Position auf diesem Planeten ermitteln kann. Aber man darf nicht im Jubel um dieses High-Tech vergessen, dass auch hiermit niemals Absolut-Richtig-Werte dabei herauskommen.

Man kann zwar auf zehn Milliardstel genau etwas messen, aber diese Milliardstel beziehten sich nicht von links nach rechts auf der Schreibtischplatte, sondern auf die Entfernung von dem Satelliten zu meinem Messgerät und das sind 23.000 Kilometer, wenn der genau über einem ist.

 

Der nächste Knaller, den viele bei GPS aus den Augen verlieren:

Fest eingebaute Werksnavis benutzen zur Geschwindigkeitsermittlung überhaupt nicht das GPS-Signal, sondern das Tachosignal vom Getriebegeber.

Diese Navis koppeln ohne Empfang die Strecke weiter, zB. in einem Tunnel oder auch Innenstadtbereiche mit hoher Bebauung, wo Empfangslücken für eine ausreichende Satellitenanzahl existieren.

Da ohnehin das "klassische" Geschwindigkeitssignal permanent verarbeitet wird, weil jederzeit der Satellit wegbrechen kann aber die Routenführung uneingeschränkt weiter gehen muss, wäre eine Geschwindigkeitsberechnung aus dem Sat-Signal nur eine zusätzliche Belastung des Rechners.

Somit wird bei derartigen Geräten darauf komplett verzichtet und die nun nicht benötigte Rechenleistung für eine aufwändige Bildschirmdarstellung auf größeren Monitoren genutzt.

Die Geschwindigkeitsanzeige an einem Festeinbau-Werksnavi ist genauso präzise, wie die Tachoanzeige, nur dass durch die digitale Anzeigeart irgendwelche Schleppfehler eines Zeigers nicht vorhanden sind. Abweichungen durch veränderte Reifendurchmesser oder auch Schlupf an den Rädern, alles vollständig vorhanden.

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