50ccm Roller und Zustelltätigkeit
Guten Abend,
welcher 50ccm Roller ist für eine Tätigkeit als Zusteller von Abo-Zeitungen am ehesten geeignet? Das allnächtlich zu transportierende Gewicht liegt derzeit bei maximal ca. 140 kg, und ein Pkw scheidet aufgrund der Anschaffungs- und Folgekosten aus. Da der Job auf Stückpreisbasis durchgeführt wird, führt auch nur eine motorisierte Unterstützung zu höheren Einnahmen; das bisherige Bewältigen per Fahrrad ist ausgereizt, da geht nix mehr. Der Untergrund der Gesamtstrecke von ca. 27km schwankt von Asphalt bis leichte Schüttelpiste. (Vom Arbeitgeber wird kein Fahrzeug gestellt).
Welche Roller kämen evtl. für beständig Stop&Go und Ganzjahreseinsatz bei jedem Wetter in Frage?
Schönen Abend
Wauhoo
Beste Antwort im Thema
Aha, einer der "VIP Kunden", die sich die Zeitung von unterbezahlten armen Kerlen an die Tür bringen lassen und sich dann über die Anwesenheit des Boten echauffieren.
Die Müllabfuhr kann auch gleich ihre V8 Dieselboliden mit 15l Hubraum vor dem Ort parken und die ganzen Tonnen rausschieben.
1606 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von goofy783
Im mittleren Bereich der Geschwindigkeit liegen die
Drehzahlen gleichauf zu den normalen Rollen und bei hohem Tempo
ist eine Drehzahlreduzierung festzustellen, was auch einem Schongang
mit Benzineinsparung gleich kommt.
Anzumerken ist, dass sich dieser Effekt nicht bei jedem Roller (leider) einstellt.
Für den Einsatzzweck des TE wäre evtl. eine Hit-Kupplung empfehlenswert, welche mehr Leistung (schneller) ans Hinterrad bringt. Bemängelt wird ja in erster Linie der "schwache" Start bei heißer Kupplung (wenn's tatsächlich ein Kupplungsproblem ist), in solch einem Fall helfen auch die Gleitrollen nicht wirklich.
Laut Aussage des TE ist sein Roller noch in der Garantiezeit, weshalb er nicht dran rumschrauben will.
Zitat:
Original geschrieben von goofy783
> ups <
Hab' noch gelesen, was Du geschrieben hattest, und von >ups< war das doch deutlich entfernt.
Die Ape wäre nie in Betracht gekommen, und die Ludix war angedacht, aber mangels Händler-Vorrätigkeit verworfen worden, was im Nachhinein auch gut so war. Zeitungstaschen und hinterer Ludixträger sind nicht kompatibel.
Die Kisbee ist schon eine sehr gute Wahl und durchaus tauglich als Scooter für Lasten.
Zitat:
Original geschrieben von wolfi__123
(wenn's tatsächlich ein Kupplungsproblem ist)
Lt. Monteur ist die Kupplungsglocke bereits verfärbt; der Roller ist aktuell ca. 3 Monate jung und hat per heute 5213 km auf dem Tacho.
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Zitat:
Original geschrieben von Wauhoo
Lt. Monteur ist die Kupplungsglocke bereits verfärbt; der Roller ist aktuell ca. 3 Monate jung und hat per heute 5213 km auf dem Tacho.
Sprich doch mal den Monteur auf die Option weicherer Kupplungsfedern an, wodurch die Einkuppeldrehzahl niedriger ausfällt. Und falls es Dir nicht auf maximale Topspeed ankommt, wäre die Verkürzung der Anfahrübersetzung mittels Spacer ja auch kein Problem.
Die Peugeot/Sym Modelle haben einen Motor mit folgenden Abmessungen :Bohrung/Hub: 37mm x 46mm
Der Motor ist als Langhuber ausgelegt und bringt im unteren Drehzahlbereich mehr Drehmoment.
Die üblichen Chinamotoren haben eine größere Bohrung und eine kürzeren Hub und sind für den oberen Drehzahlbereich Optimiert.
Zitat:
Original geschrieben von Ruedi1952
Der Motor ist als Langhuber ausgelegt und bringt im unteren Drehzahlbereich mehr Drehmoment.
Dann bringen härtere Kupplungsfedern doch gar nix, da die ja erst im hohen Drehzahlbereich einsetzen? Und gerade im Anfahrtmoment ist die Drehzahl doch noch niedrig? Seit der vorgezogenen 5.000er Wartung hat es übrigens diese Totalaussetzer nicht mehr gegeben; ruckeln tut er aber noch deutlich und hörbar. Richtig greifen tut die Kupplung im Anfahrmoment also noch nicht.
Mal zur Vervollständigung:
Per heute ist Tachostand 5262,1 km;
per heute wurden 196,21 Liter Super bzw. E10 verfahren;
per heute wurden 317,86 Euro für Treibstoff ausgegeben;
per heute wurden 303 Euro an Reparatur- und Wartungskosten aufgewendet;
per heute gab es 2 Garantiefälle; undichter Simmerring, defekter Geschwindigkeitssensor;
Bei der derzeitigen fast genauen 3-monatigen beruflichen Nutzungsdauer sind das etwa 200 Euro, die der Roller je Monat kostet. (Dann ist nur noch rollerspezifische Arbeitskleidung dazuzurechnen, die vom AG nicht gestellt wird, da dessen Arbeitskleidung dafür weder vorgesehen noch tauglich ist).
Mit 'nem Auto wäre das ganz dann wohl noch erheblich teurer geworden, da Steuer und Co noch dazukämen.
Die vom AG gestellten, für das Fahrrad vorgesehen Zeitungstaschen sind zwar auch bei Rollernutzung hinreichend stabil, die ganzen Klettverschlüsse sind jedoch M**t, oft gehen die Taschen während der Fahrt auf; 'ne Lösung mit Schnallen wäre hier besser und wird beim neuen Taschenpaar auch umgesetzt. Die Taschen halten locker je 20kg, auch auf Rüttelstrecken; das Nutzungsvolumen ist unbekannt und auch unwichtig. (Ich versteh eh nicht, wieso bei Taschen immer nur das Volumen angegeben ist und nicht jenes, was wichtig ist; ich glaub' kaum, daß jemand Flüssigkeiten in seine Taschen füllt).
Die Gesamtbreite; (Tasche, Sitzbank, Tasche), bei voller Taschenbeladung liegt im noch zulässigen Bereich und ist mit 95 cm knapp unter 1 Meter.
Ich versuche es mal so zu erklären. Kein Motor bringt bei Leerlaufdrehzal oder knapp darüber das volle Drehmoment (ausnahmen alte großvolumige Amimotoren).
Gehen wir mal davon aus bei ca. 4000 U/min bringt der Motor sein volles Drehmoment, dann sollte die Einkuppelphase schon bei über 2500 U/min liegen. Die Drehzalgrenze liegt bei ca. 7200 U/min für den Motor.
Kuppelt der Motor bei einer niedrigen Drehzahl ein dann liegt er weit unterhalb seines max. Drehmoment und muss sich erst Quälen bis er auf Touren kommt.
Mit den verschiedenen Kuplungsfedern kann man sich stufenweise an das Optimun ranarbeiten.
Wenn ich mit einem leeren Auto losfahre reicht z.b. auch die Lehrlaufdrehzahl habe ich aber ein Auto vollgeladen oder einen Hänger hinter braucht es da auch mehr Drehzahl um vom Fleck zu kommen.
Zitat:
Original geschrieben von Ruedi1952
Kein Motor bringt bei Leerlaufdrehzal oder knapp darüber das volle Drehmoment ...
Deshalb besitzen ja nahezu alle Verbrennungsmotoren ein Getriebe, durch die Untersetzung wird schließlich das Drehmoment erhöht. Im Gegenzug reduziert sich dabei allerdings die Geschwindigkeit.
Das ist ja ein Endlos Thread
Rudie1952 hat es doch auf den Punkt gebracht: Die Kupplung will schließen obwohl für die Last zu geringe Drehzahl vorliegt.
Hinzu kann kommen, dass die ganze Kupplung nichts taugt. Hört sich ja so an, wenn das Ding die Hitze nicht verträgt. Oder wenn es so heiß wird, weil die Backen nciht abschließen.
Bevor ich mich da jetzt ewig ärgern würde: Ne neue Kupplung, mit ner Glocke die Temperatur ableitet einbauen und dann mit einem Federset abstimmen. Wenn man sich ein Race-Teil holt muss man wechere Federn mitbestellen.
So ein Ding kostet 50 bis 70 Euro ohne Einbau und wenn man sonst nichts am Roller macht, wirkt es auch nicht leistungssteigernd. Ich würde aber kein Geld für den Einbau des gleichen Originalteils ausgeben. Sokange du den Monteur bezahlen musst, lohnt rumbosseln nicht, Austausch ist besser.
Lieber eine SportKupplung, die auf mehr PS ausgelegt ist, und die ultraharten Federn durch moderat harte ersetzen. Bei vielen Sportkupplungen kann man die Backenstellung auch verändern.
Aber im kern wie Ruedi: Der Roller muss bei 2500 bis 3000 Umdrehungen los, sonst kommt er nicht in den Quark - und die Kupplung ist der einfachste Weg und vermutlich der richtige, denn es hört sich an, als wäre das Teil nicht in Ordnung
@krakz
Wir kommen der Lösung doch allmählich näher; Sportkupplung und im Falle des Falles weichere Federn als es die Originalfedern in der Originalkupplung sind? Ein "Problem" bleibt letztlich aber doch; wie kann ich die Drehzahl ermitteln? Die Kisbee hat ja keine Anzeige dafür.
Und übrigens: weißt Du, wieviele "Endlos"-Themen es hier schon gibt, mit mehr als 1.000 Seiten? Da kommt es auf eines mehr auch nicht an.
also ich glaube, du brauchst härtere Federn als du jetzt hast. Die härteren Federn halten die Backen länger zurück, die springen dann erst bei mehr Drahzahl raus und schließen die Kupplung.
Aber da ich verute, dass deien Kupplung ohnehin hin ist, würde ich sie halt gegen eine austasuchen, die mehr aushält. Und ne Racekuuplung muss nun auch mal 15 bis 20 PS und entprechende Abwärme aushalten können
Wenn du aber eine Sportkupplung kaufst, können da bereits ultraharte Federn eingebaut sein - weil die echten Rennzylinder erts bei sehr hohen Drehzahlen Power haben. Da kommt der Stahdrad Zylinder gar nicht hin
Im Vergleich zu denen müsstest du etwas weichere haben.
Ist wegen der Garantie halt blöd, so ein Set mit Federn kostet keine 20 Euro
Wir Menschen habe Sinne und die Kraftfahrer haben zusätzlich den Popometer (spürt was unter ihm vorgeht).
Ohren die hören, Fußsohlen die Spüren (z.b. Vibrationen).
Man braucht nicht für jedes ein Messgerät, Motoren habe ich mein Leben lang nach Gehör eingestellt und war nie weit weg vom Sollwert.
Genauso die Kupplung bei meinem Kisbee man merkt schon wann die richtigen Federn drinnen sind im Anfahrverhalten.
Kraks hat es doch super einfach erklärt und der Mechaniker in deiner Werkstatt soll mal seinen Grips anstrengen und nicht nach Verfahren 0815 handeln.
Kleines Update:
Aktueller Tachostand: ca. 9.418 km;
Derzeit aufgezogene Reifen: Heidenau K58 mit Winterkennung M+S;
Bin bisher absolut zufrieden damit; auf nassem Laub muß man aber trotzdem aufpassen; sonst ist die Griffigkeit auf Asphalt bei Nässe wie auch leichtem Bodenfrost, (den wir hier schon hatten), gut bis sehr gut. Über die Reifenhaftfähigkeit bei richtigen Minusgraden kann ich noch keine Aussage treffen.
Keilriemen:
Der Originalkeilriemen ist den Anforderungen nicht gewachsen; derzeit ist bereits der 3. Antriebsriemen montiert, diesmal ein kevalverstärkter von Malossi.
Variorollen:
Evtl. die Originalausführung; sie wurden mit jedem Keilriemenwechsel händlerseitig erneuert.
Bremsbeläge:
Die von der Trommelbremse sind noch ok; die von der Scheibenbremse sind hinüber, so daß hier bereits der 2. Satz montiert ist.
Garantiefälle:
1 Simmerring gleich zu Beginn der Nutzung, (also nix Neues);
1 Blinkerschalter;
1 Tachowelle wegen Bruch der Hülle;
1 Tankfüllstandsgeber; (warum auch immer, der zeigt nur noch leer an, auch wenn der Tank gerade vollbetankt worden ist);
1 Hydraulikschlauch wegen Abscheuerns der Schlauchummantelung auf Höhe des Abstandshalters, den es bei der Kisbee an der Vordergabel gibt. (Wieso sich dort was abscheuert, ist mir aber rätselhaft).
Die wartungsfreie Bleigelbatterie funzt bisher tadellos und ausfallfrei; die Nutzung des Kickstarters war noch nicht ein einziges Mal nötig. (Wegen den Zustelltaschen käme ich da auch relativ schlecht 'ran).
Den Originalsplint des Hauptständers hatte es "zerrieben", so daß die Achse des Hauptständers bereits auf einer Seite aus ihrer Führung verrutscht war; glücklicherweise wurde sie durch die Spannfeder auf der anderen Seite vom weiteren Herausrutschen abgehalten und alles rechtzeitig bemerkt. Die Achse dreht sich mit jedem Auf- und Abbocken des Rollers. Der stärkere Ersatzsplint hält noch.
Die Beschleunigung mit dem Malossi-Kevlarriemen ist im niedrigen Geschwindigkeitsbereich gut bzw. für meine Zwecke ausreichend, da überwiegend eh bloß 30er Zone. Mit Beladung braucht der Roller nun aber schon länger, um über 30 km/h hinaus seine Endgeschwindigkeit zu erreichen.
Das Kunstleder der Sitzbank hat einen ersten, oberflächlichen Riß. (Das Gewebe darunter ist nicht betroffen).
Gefahren wird übrigens schon monatelang nur noch mit E10.
Die Kontrolle des Motorölstandes erfolgt weiterhin vor jeder Nutzung; also durchaus mehrmals täglich.
Kleines Update für alle Interessierten:
Der Roller ist jetzt fast exakt 6 Monate im Dauereinsatz, hat nun per heute ca. 11.630 km Tachostand.
Ausgefallen ist 1x der radseitige Tachoantrieb, auch hier, wie beim Hauptständer, war der Sicherungsstift plötzlich weg, so daß man ohne was abzuschrauben die Tachowelle einfach herausziehen konnte; nun ist da eine Schraube drin und zusätzlich gesichert.
Die Reifen zeigen noch kaum Abnutzung.
Der Verbrauch von E10 ist, evtl. witterungsbedingt, nun etwas höher und beträgt ca. 3,32 l je 100 km.