4 Jahre Corolla Verso: Eine nüchterne Bilanz

Toyota Corolla (+Verso, Cross) 1 (KE)

Hallo zusammen,

nachdem ich in einem anderen Beitrag (hier klicken) im Rahmen der dort angestoßenen Qualitätsdiskussion von Toyota bereits meine Unzufriedenheit angesprochen habe, möchte ich hier nun wie bereits angekündigt meine bisherigen Erfahrungen mit Toyota berichten.

Wie gesagt, fahre ich bereits den 2. Corolla Verso. In 2005 war dies der erste Neukauf eines Fahrzeuges für mich und ich habe wirklich intensiv verglichen. Alternativen waren damals der VW Touran und der Renault Scénic. Nach langem hin- und herrechnen bin ich dann beim Corolla Verso (1,8 Sol mit MMT-Getriebe) gelandet. Insbesondere die damals noch zeitweise auftretenden Probleme mit dem Touran haben mich in Richtung Toyota wandern lassen, wo ich mir die erwünschte Qualität erhoffte. Nicht zuletzt wegen seiner Top-Platzierung in den Pannenstatistiken und Kundenzufriedenheitstests. Außerdem wollte ich ein Automatikgetriebe bzw. ein Ersatz hierfür. Dass das MMT-Getriebe nicht einer herkömmlichen Wandlerautomatik entspricht, wurde mir vom Händler gesagt und ich habe mich im Vorfeld auch technisch mit den Hintergründen auseinandergesetzt.
Was ich dann aber nach einiger Zeit mit dem Ding erleben musste war gruselig. Ich frage mich noch heute, was sich Toyota dabei gedacht hat, so eine unter- bzw. fehlentwickelte Technik zu verbauen. Die Bestätigung, dass nicht nur ich sowie andere Forenteilnehmer das so sehen, gibt Toyota selbst, indem nun das Multidrive-S-Getriebe in die neuen Fahrzeuge kommt. Mein Corolla Verso war einige Male deswegen in der Werkstatt, wo man bei der Gelegenheit auch gleich noch versucht hat, andere Ärgernisse wie klappernde und knarzende Deckel von diversen Ablagefächern zu beseitigen.

Ich habe mich dann nach einem Jahr vom ebenfalls neuen D-CAT und dessen gepriesener Motorentechnolgie infizieren lassen und diesen bestellt. Die Karre mit dem MMT habe ich mit einem blauen Auge losbekommen. Warum ich ein zweites Mal Toyota gewählt habe? Ganz einfach: Entsprechend meiner auch sonst üblichen Grundeinstellung finde ich, dass jeder eine zweite Chance verdient hat. So auch Toyota, weshalb ich große Hoffnungen in den neuen setzte und hoffte, dass mit diesem nun alles besser wurde.

Wurde es aber nicht wirklich. Auch wenn der Motor anfangs Freude machte, so störte mich doch gleich zu Beginn der hohe Verbrauch, der im Vergleich zu den Wettbewerbern nicht zeitgemäß ist. Der 320d von BMW beispielsweise lässt sich mit 6,5 l/100 km fahren, und das trotz Wandlerautomatik. Drehmoment und Leistung sind mit dem D-CAT vergleichbar und ich kenne die Daten nicht nur vom Prospekt, sondern aus eigener Erfahrung. Von den übrigen Vorteilen möchte ich hier gar nicht sprechen, denn ein Vergleich wäre aufgrund der Klassenunterschiede auch unfair.

Die Werkstattbesuche blieben auch bei diesem Fahrzeug nicht aus. Beim D-CAT musste die ganze Abdeckung über der Mittelkonsole aufwendig entfernt werden, da darunter ein loser Kabelbaum Knarz- und Klappergeräusche von sich gab. Bei hohen Innentemperaturen, z.B. nach Parken in der Sonne, löst sich außerdem in der rechten Seitentür Gummi, welches dann flüssig wird, unten auf den lackierten Einstiegsbereich fließt und dort als kaum zu entfernender, klebriger Klumpen zurückbleibt. Vor einigen Monaten haben die Vordersitze angefangen zu quietschen. Werde ich demnächst mal in der Werkstatt ansprechen. Ebenso auch das Problem mit dem Kupplungspedal, das seit einigen Wochen Geräusche macht. Eigentlich alles Dinge, die man so von Toyota nicht erwartet.
Was mir aber wirklich Sorgen macht, ist der Motor. Aufgrund Leistungsverlust und Mehrverbrauch war ich mit dem Fahrzeug vor zwei Monaten in der Werkstatt, wo auf Garantie das komplette Abgassystem erneuert wurde, weil Toyota wohl auch hier mit den ersten Fahrzeugen nichts qualitativ und technisch hochwertiges verbaut hat. Beim Blick unter das Auto wird mir auch Angst. Rost an Teilen, wo eigentlich nichts sein sollte bzw. wo man es in dieser Kategorie nicht erwartet. Über die anderen Punkte, die das Fahrzeug allgemein betreffen, möchte ich mich hier nicht auslassen, da das hier schon ausreichend oft diskutiert wurde.

Im Dezember wird der Verso jedenfalls 3 Jahre alt. Und was kommt anschließend? Setzen sich die Werkstattbesuche in dieser Häufigkeit fort, wird das ein teurer Spaß. Theoretisch könnte ich ja nach den 3 Jahren auf den neuen Verso umsteigen, aber wenn ich höre, dass die Verarbeitungsqualität dort noch weiter abgenommen hat, lasse ich lieber die Finger davon. Einmal kann man ja einen Fehler machen, aber zweimal den gleichen geht nun wirklich nicht.

Stutzig macht mich ja auch, dass Toyota wegen der Absatz- und Gewinneinbrüche die Rendite erhöhen möchte. Und da der Markt nicht unerschöpflich ist, geht das nur über Einsparungen in der Produktion. Vermutlich wird Toyota irgendwann wieder aufwachen, aber vermutlich erst wenn es zu spät ist. Bis dahin wird VW Toyota als größten Autoproduzenten überholt haben und das aus gutem Grund. Wer keine Innovationen an den Markt bringt (bis auf die Hybridtechnologie, wo Toyota sicherlich führend ist) und die Kunden mit schlechter Qualität vor den Kopf stößt, der muss sich nicht wundern. Wer´s nicht glaubt soll sich doch einfach mal in einen aktuellen VW setzen und sich an der guten Materialanmutung dort in Verbindung mit dem technisch ausgereiften DSG erfreuen. Als Vergleich dazu bietet sich beispielsweise der von Toyota hoch gepriesene und zum Golf-Rivalen hochgespielte Auris an. Wer mal beide nebeneinander getestet wird, kann da nur lachen. Wer jetzt von den Toyota-Hardcore-Fans kommt und es wieder gleich besser weiß, dem hat wahrscheinlich auch das riesen Marketing-Budget von Toyota das Hirn weichgespült. Oder man will einfach nicht erkennen, dass es andere gibt, die es besser können. Oder um noch ein anderes Beispiel zu nennen: Toyota hat es nicht fertiggebracht, eine Automatik bzw. ein automatisiertes Schaltgetrieben auf den Markt zu bringen, welches auch gut mit den drehmomentstarken Dieseln harmoniert. Mit dieser Technik wäre der D-CAT ein echtes Sahneschnittchen und man müsste sich auch nicht mehr über ein schmales verwertbares Drehzahlband beim Beschleunigen ärgern.

Dass jetzt viele der hier ansässigen Toyota-Jünger toben werden ist mir klar. Macht mir aber auch nichts aus. Ich bin schließlich kein Troll aus anderen Foren, der sich hier herumtreibt, sondern ein betroffener Fahrer, der aus eigenen Erfahrungen berichten kann. Und was hier beschrieben ist, stimmt tatsächlich.

Ich werde jedenfalls mein nächstes Auto von einem der großen deutschen Hersteller kaufen, auch wenn es zunächst einige Euro mehr kosten wird. Welches genau weiß ich aber nicht. Leider ist der Gebrauchtmarkt momentan alles andere als gut für jemanden, der verkaufen möchte. Der Mehrpreis ist es mir jedoch wert. Schließlich möchte ich mich am Fahrzeug freuen und mich nicht ständig über eine unterentwickelte und fehleranfällige Kiste ärgern. Dass natürlich auch mit einem deutschen Fahrzeug (VW/Audi/BMW/Daimler) was sein kann ist klar. Aber mal ehrlich, Leute: Setzt Euch doch mal in eines der aktuellen Modelle, fahrt eine Weile und seht was Sache ist. Gleiches hab ich in der letzten Zeit mit diversen Mietwagen getan. Da fällt es nach einigen Tagen wirklich schwer, wieder in meine japanisch-türkische Gemeinschaftsproduktion zu steigen. Mehr sag ich nicht dazu...

Viele Grüße
Thomas

Beste Antwort im Thema

Hallo zusammen,

nachdem ich in einem anderen Beitrag (hier klicken) im Rahmen der dort angestoßenen Qualitätsdiskussion von Toyota bereits meine Unzufriedenheit angesprochen habe, möchte ich hier nun wie bereits angekündigt meine bisherigen Erfahrungen mit Toyota berichten.

Wie gesagt, fahre ich bereits den 2. Corolla Verso. In 2005 war dies der erste Neukauf eines Fahrzeuges für mich und ich habe wirklich intensiv verglichen. Alternativen waren damals der VW Touran und der Renault Scénic. Nach langem hin- und herrechnen bin ich dann beim Corolla Verso (1,8 Sol mit MMT-Getriebe) gelandet. Insbesondere die damals noch zeitweise auftretenden Probleme mit dem Touran haben mich in Richtung Toyota wandern lassen, wo ich mir die erwünschte Qualität erhoffte. Nicht zuletzt wegen seiner Top-Platzierung in den Pannenstatistiken und Kundenzufriedenheitstests. Außerdem wollte ich ein Automatikgetriebe bzw. ein Ersatz hierfür. Dass das MMT-Getriebe nicht einer herkömmlichen Wandlerautomatik entspricht, wurde mir vom Händler gesagt und ich habe mich im Vorfeld auch technisch mit den Hintergründen auseinandergesetzt.
Was ich dann aber nach einiger Zeit mit dem Ding erleben musste war gruselig. Ich frage mich noch heute, was sich Toyota dabei gedacht hat, so eine unter- bzw. fehlentwickelte Technik zu verbauen. Die Bestätigung, dass nicht nur ich sowie andere Forenteilnehmer das so sehen, gibt Toyota selbst, indem nun das Multidrive-S-Getriebe in die neuen Fahrzeuge kommt. Mein Corolla Verso war einige Male deswegen in der Werkstatt, wo man bei der Gelegenheit auch gleich noch versucht hat, andere Ärgernisse wie klappernde und knarzende Deckel von diversen Ablagefächern zu beseitigen.

Ich habe mich dann nach einem Jahr vom ebenfalls neuen D-CAT und dessen gepriesener Motorentechnolgie infizieren lassen und diesen bestellt. Die Karre mit dem MMT habe ich mit einem blauen Auge losbekommen. Warum ich ein zweites Mal Toyota gewählt habe? Ganz einfach: Entsprechend meiner auch sonst üblichen Grundeinstellung finde ich, dass jeder eine zweite Chance verdient hat. So auch Toyota, weshalb ich große Hoffnungen in den neuen setzte und hoffte, dass mit diesem nun alles besser wurde.

Wurde es aber nicht wirklich. Auch wenn der Motor anfangs Freude machte, so störte mich doch gleich zu Beginn der hohe Verbrauch, der im Vergleich zu den Wettbewerbern nicht zeitgemäß ist. Der 320d von BMW beispielsweise lässt sich mit 6,5 l/100 km fahren, und das trotz Wandlerautomatik. Drehmoment und Leistung sind mit dem D-CAT vergleichbar und ich kenne die Daten nicht nur vom Prospekt, sondern aus eigener Erfahrung. Von den übrigen Vorteilen möchte ich hier gar nicht sprechen, denn ein Vergleich wäre aufgrund der Klassenunterschiede auch unfair.

Die Werkstattbesuche blieben auch bei diesem Fahrzeug nicht aus. Beim D-CAT musste die ganze Abdeckung über der Mittelkonsole aufwendig entfernt werden, da darunter ein loser Kabelbaum Knarz- und Klappergeräusche von sich gab. Bei hohen Innentemperaturen, z.B. nach Parken in der Sonne, löst sich außerdem in der rechten Seitentür Gummi, welches dann flüssig wird, unten auf den lackierten Einstiegsbereich fließt und dort als kaum zu entfernender, klebriger Klumpen zurückbleibt. Vor einigen Monaten haben die Vordersitze angefangen zu quietschen. Werde ich demnächst mal in der Werkstatt ansprechen. Ebenso auch das Problem mit dem Kupplungspedal, das seit einigen Wochen Geräusche macht. Eigentlich alles Dinge, die man so von Toyota nicht erwartet.
Was mir aber wirklich Sorgen macht, ist der Motor. Aufgrund Leistungsverlust und Mehrverbrauch war ich mit dem Fahrzeug vor zwei Monaten in der Werkstatt, wo auf Garantie das komplette Abgassystem erneuert wurde, weil Toyota wohl auch hier mit den ersten Fahrzeugen nichts qualitativ und technisch hochwertiges verbaut hat. Beim Blick unter das Auto wird mir auch Angst. Rost an Teilen, wo eigentlich nichts sein sollte bzw. wo man es in dieser Kategorie nicht erwartet. Über die anderen Punkte, die das Fahrzeug allgemein betreffen, möchte ich mich hier nicht auslassen, da das hier schon ausreichend oft diskutiert wurde.

Im Dezember wird der Verso jedenfalls 3 Jahre alt. Und was kommt anschließend? Setzen sich die Werkstattbesuche in dieser Häufigkeit fort, wird das ein teurer Spaß. Theoretisch könnte ich ja nach den 3 Jahren auf den neuen Verso umsteigen, aber wenn ich höre, dass die Verarbeitungsqualität dort noch weiter abgenommen hat, lasse ich lieber die Finger davon. Einmal kann man ja einen Fehler machen, aber zweimal den gleichen geht nun wirklich nicht.

Stutzig macht mich ja auch, dass Toyota wegen der Absatz- und Gewinneinbrüche die Rendite erhöhen möchte. Und da der Markt nicht unerschöpflich ist, geht das nur über Einsparungen in der Produktion. Vermutlich wird Toyota irgendwann wieder aufwachen, aber vermutlich erst wenn es zu spät ist. Bis dahin wird VW Toyota als größten Autoproduzenten überholt haben und das aus gutem Grund. Wer keine Innovationen an den Markt bringt (bis auf die Hybridtechnologie, wo Toyota sicherlich führend ist) und die Kunden mit schlechter Qualität vor den Kopf stößt, der muss sich nicht wundern. Wer´s nicht glaubt soll sich doch einfach mal in einen aktuellen VW setzen und sich an der guten Materialanmutung dort in Verbindung mit dem technisch ausgereiften DSG erfreuen. Als Vergleich dazu bietet sich beispielsweise der von Toyota hoch gepriesene und zum Golf-Rivalen hochgespielte Auris an. Wer mal beide nebeneinander getestet wird, kann da nur lachen. Wer jetzt von den Toyota-Hardcore-Fans kommt und es wieder gleich besser weiß, dem hat wahrscheinlich auch das riesen Marketing-Budget von Toyota das Hirn weichgespült. Oder man will einfach nicht erkennen, dass es andere gibt, die es besser können. Oder um noch ein anderes Beispiel zu nennen: Toyota hat es nicht fertiggebracht, eine Automatik bzw. ein automatisiertes Schaltgetrieben auf den Markt zu bringen, welches auch gut mit den drehmomentstarken Dieseln harmoniert. Mit dieser Technik wäre der D-CAT ein echtes Sahneschnittchen und man müsste sich auch nicht mehr über ein schmales verwertbares Drehzahlband beim Beschleunigen ärgern.

Dass jetzt viele der hier ansässigen Toyota-Jünger toben werden ist mir klar. Macht mir aber auch nichts aus. Ich bin schließlich kein Troll aus anderen Foren, der sich hier herumtreibt, sondern ein betroffener Fahrer, der aus eigenen Erfahrungen berichten kann. Und was hier beschrieben ist, stimmt tatsächlich.

Ich werde jedenfalls mein nächstes Auto von einem der großen deutschen Hersteller kaufen, auch wenn es zunächst einige Euro mehr kosten wird. Welches genau weiß ich aber nicht. Leider ist der Gebrauchtmarkt momentan alles andere als gut für jemanden, der verkaufen möchte. Der Mehrpreis ist es mir jedoch wert. Schließlich möchte ich mich am Fahrzeug freuen und mich nicht ständig über eine unterentwickelte und fehleranfällige Kiste ärgern. Dass natürlich auch mit einem deutschen Fahrzeug (VW/Audi/BMW/Daimler) was sein kann ist klar. Aber mal ehrlich, Leute: Setzt Euch doch mal in eines der aktuellen Modelle, fahrt eine Weile und seht was Sache ist. Gleiches hab ich in der letzten Zeit mit diversen Mietwagen getan. Da fällt es nach einigen Tagen wirklich schwer, wieder in meine japanisch-türkische Gemeinschaftsproduktion zu steigen. Mehr sag ich nicht dazu...

Viele Grüße
Thomas

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dann geh mal mit 195tkm mit einem VW oder BMW zum Händler und verlang auf Kulanz ein neues Getriebe.....viel Spaß.

Zitat:

@oldwaiter schrieb am 29. April 2015 um 13:29:23 Uhr:


Für mich ist klar: nie wieder einen Toyota ins Haus. Bei VW habe ich da ganz andere freundliche kulante Erfahrungen gemacht.

Weil das Thema VW explizit angesprochen wird:

Falls es interessant ist, hier im VW-Forum einfach mal nach "Steuerkette TSI", Ölverbrauch "TSI" oder "Defekt DSG" suchen.

Dort gewinnt man dann auch gleich einen eindruchsvollen Einblick, wie der Begriff "Kulanz" im Haus VW ausgelegt wird.

Die oben genannten Defekte passieren dort haufenweise innerhalb der ersten 100000km, dennoch ist VW so "kulant" seine Kunden mit mehreren Tausend Euro an den Reparaturen von einkonstruierten Mängeln zu beteiligen, da selbst tausendfach ans Licht tretende Serienmängel als bedauerliche Einzelfälle abgewimmelt werden.

Auch so kann man Umsatz generieren und dafür sorgen, dass das Werkstattnetz gut ausgelastet bleibt.

Sollte zwischendurch mal ein Ölwechsel woanders durchgeführt worden sein, weist VW selbstredend freundlich lächelnd den Weg zur Tür.

In deinem Fall ist es sicherlich bedauerlich, dass dich bei 200000km und fast 10 Jahren Fahrzeugalter ein Getriebeschaden heimgesucht hat, dennoch würde ich deinem Toyota-Ansprechpartner hier Recht geben: Sowas kann bei der Laufleistung und dem Alter halt ganz einfach passieren, ohne dass irgendjemand dafür als "schuldiger" verantwortlich ist.
Ich würe eher nicht davon ausgehen, dass IRGENDEIN anderer Hersteller bei diesem Alter und 200000km ein finanzielles Entgegenkommen zeigt.
Warum auch?

...wie ich bereits geschrieben habe: an dem Auto ist ziemlich alles kaputt, Schaltzug abgerissen, Risse an Einspritzdüsen, Sitz bröselt aus, Plastikteile lösen sich, viel Rost im Motorraum und unten, Cam kaputt, Kennzeichenbeleuchtung hinten durchgerostet, habe für Reparaturen (nicht Kundendienst & Verschleißteile!)
ca. 10.000,- Euro !!!! ausgegeben. Habe eben mit anderen Autos und anderen Herstellern bessere Erfahrungen gemacht.

hört sich jedenfalls nicht gut an. Mein Corolla, liegt schon ein paar Jahre zurück und sagt daher wenig bis nichts über die aktuelle Qualität aus, kam mit rund 200 tkm auf der Uhr ins Haus und durfte mit mit 300 tkm wieder weg. Angefallen waren 4 Stoßdäämpfer und ein Akku, Reifen mal außen vor. Die Käufer haben das Fahrzeug in der Familie herumgereicht und nach 600 tkm - ohne nennenswerte Defekte - kam das Aus durch den Rost am Unterboden. Alle folgenden Toys waren Neufahrzeuge und haben (bis auf einen Avensis 1, der gewandelt werden musste - nicht behebbare Bremsprobleme) allesamt deutlich über 100 km keine wirklichen Probleme gemacht, ein Zündschloss und ein Satz Anlasserkohlen gehen in Ordnung, am Previa war absolut überhaupt nichts.
Die Firmenwagen in der Verwandschaft werden rangenommen und der Wechsel von DB nach Toyota war ein Segen, deren Zuverlässiigkeit war ein absoluter Gewinn nach dem permanenten Frust mit den Premiumschlitten und deren Kulanzgedöns. Nützt nichts, wenn der Kahn nicht läuft und der Kunde nicht aufgesucht werden kann. Die Toy-Flotte schneidet erheblich besser ab, eigentlich nur Service und nichts außer der Reihe. Und jetzt sollen die Toys auf einmal so abgebaut haben? Unsere Auris HSD haben nun 15 tkm und 11 tkm in 6 Monaten runter und natürlich war da auch nichts. Wär ja noch schöner. Ach ja, mein verflossener A6 war in der ersten Woche dreimal beim Händler wegen div. Probs, u.a. einer neuen Einspritzpumpe und der A6 eines Vereinsmitgliedes hatte einen Bremsservoausfall am ersten Tag nach der Zulassung, noch keine 30 km in Kundenhand....

re

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Zitat:

@remanuel schrieb am 4. Mai 2015 um 21:36:19 Uhr:


hört sich jedenfalls nicht gut an. (...) Und jetzt sollen die Toys auf einmal so abgebaut haben?

In der Tat.

Wenn Du jemanden in der Werkstatt persönlich kennst, frage danach!

Zitat:

@VOX DEI schrieb am 5. Mai 2015 um 14:49:10 Uhr:


Wenn Du jemanden in der Werkstatt persönlich kennst, frage danach!

Hab ich gemacht. Konnte er so nicht bestätigen. Beim Corolla Verso beispielsweise gibt es nur mit dem Gummilager an der Achse hinten Probleme bei höherem Alter. Bei meinem Fahrzeug allerdings noch in Ordnung, so wie der Rest auch. In 1-2 Monaten ist die 180.000er Inspektion, da mache ich mal wieder ein paar Bilder auch von unten.

... und ich auch. Es gibt immer Fälle, die ärgerlich sind ...
Hatte schon mal geschrieben: Passat 3B, 3 kompl. VA bis 40TKm, Gummilager an HA, Rost ohne Ende an der Heckklappe, jetzt Turbo (bei der Tochter) - aber bei 200TKM, natürlich große Streitigkeiten damals mit VW - Thema: Kulanz ... Der Junior einen A6, hatte eine Rostkur bekommen von Audi, weil total verrostet, jetzt ebenfalls Turbo, keine 200TKm. Und? Auch in den Premiumklassen gibts Zoff. Dürfte in dieser Preisklasse überhaupt nicht passieren.
Ich mit meinen R1, fast 10 Jahre, zum Glück kein Diesel und kein MMT, Wohnwagenbetrieb, jetzt mal eine Batterie, bei 60TKM die Bremsen vorn und bei 80TKM die Bremsen hinten gemacht. Ich glaube nicht, daß es 'nur' Glück bis hierher war.

Unser R1 hat nun auch 60.000 voll und es musste noch NICHTS gemacht werden. Er kriegt 1 x im Jahr nen Kundendienst, aber nur alle 2 Jahre frisches Öl, da der Wagen jährlich unter 10k km bewegt wird. Beim KD wird die Kupplung (MMT-GetriebE) frisch initialisiert, als Präventivmaßnahme, Probleme gab es bisher keine.

Zitat:

@campyknaus schrieb am 5. Mai 2015 um 18:05:10 Uhr:


Ich glaube nicht, daß es 'nur' Glück bis hierher war.

War es auch nicht. Der CV R1 ist ein grundsolides Auto, was nicht zuletzt die guten Platzierungen bei TÜV und GTÜ erklärt. Mit dem D-CAT gab es anfangs einige Probleme, aber auch das ist mittlerweile im Griff. Mein R1 sieht die Werkstatt nur zum Service, und selbst beim Tank ist Rost noch kein großes Thema (trotz diverser Winter im Odenwald mit hohem Salzeinsatz). Deshalb haben wir ihn auch als Zweitwagen behalten, er läuft und läuft und läuft einfach.

Zitat:

@maier1106 schrieb am 8. September 2009 um 21:32:20 Uhr:



Zitat:

Zitat:
Original geschrieben von maier1106
Bei jeder Fahrt nervt es mich, mit dieser schwerfälligen und undynamischen Karre unterwegs zu sein.

Und hat sich eigentlich noch niemand Gedanken gemacht, warum Toyota ein CD-Radio wie aus dem Tchibo-Shop verbauen konnte?
Das sind aber beides Dinge, die einem bei der Probefahrt bzw. im Schauraum sofort auffallen. Ich hatte den 1.8er ne Woche als Leihwagen und wusste schon bei der ersten Autobahnauffahrt, dass dieser Motor nichts für mich ist. Wenn Dich das stört, warum hast Du die Karre dann besseren Wissens trotzdem gekauft?

Ich rede hier nicht vom 1,8er Motor, sondern vom 2,2 D-CAT! Der D-CAT mag auf der Autobahn seine Berechtigung haben, aber bis er erst mal dort ist, machts wirklich keine Freude.

Und ich meine hier auch betonen zu müssen, dass man bestimmte Dinge nicht unbedingt bei der Probefahrt mitbekommt, sondern sich im Laufe der täglichen Fahrpraxis bemerkbar machen.

Ich gebe zu: Vor 3-4 Jahren war beispielsweise der Touran nicht wirklich eine Alternative, nicht von der Optik und auch nicht von der Qualität. Man wird aber zwischenzeitlich schon etwas neidisch, wie VW die Fahrzeuge mit jedem Modelljahr weiterentwickelt und die aktuellen Modelle mal mit dem technischen Stand von Toyota vergleicht. Oder hat etwa der neue Verso dem Touran MJ 2009 oder 2010 nur ansatzweise etwas entgegenzusetzen??

Für mich ist die Sache klar: Ein Toyota wirds wegen der von mir ausführlichst genannten Punkte NIE wieder. Ich kauf doch nicht für viel Geld ein türkisches Auto, das schon lange nicht mehr die berühmte Toyota-Philosophie beinhaltet, die für mich eigentlich ein Kaufgrund war.

Allen, die es nicht glauben, kann ich es nur nochmal sagen: Toyota wir sowohl als Weltmarktführer in der Produktion, aber auch in der Qualität schon in 1-2 Jahren von VW überholt werden. Auch die Pannenstatistiken und Austin-Powers-Kundenzufriedenheitstests können dann wohl nicht mehr als Marketinghilfsmittel eingesetzt werden. Wir reden in 2 Jahren nochmal darüber...

Ich kann jedenfalls mit gutem Recht behaupten, beide Welten zu kennen: Das eigene Fahrzeug und die von Wettbewerbern während vieler Mietwagenfahrten. Außerdem wird ja im Freundeskreis auch offen darüber diskutiert. Und da bin ich mir sicher, dass auch Probleme mit aktuellen VWs auf den Tisch kämen, wenn Sie denn existieren würden.

Sorry, dass ich die ach so heile Toyota-Welt angekratzt habe, aber es ist nun mal so wie es ist bzw. wie es da oben steht!!!

Viele Grüße
Thomas

Lese den Thread gerade von Anfang an und dieser Beitrag ist aus Sicht 2015 einfach zu witzig. 😁

Was ist daran witzig?

Weil er 2009 davon schrieb das VW Toyota "in 2 Jahren" = 2011 überholen würde, bei den Verkaufszahlen und bei der Qualität. Beides ist bisher nicht eingetroffen und aktuell siehts eher so aus als würde es auch 2015 nicht für VW klappen.

Wie ich der Presse entnehme hat Toyota 2014 ca. 5% weniger Fahrzeuge in Deutschland verkauft, das ist mir eine Genugtuung und werde auch nicht müde von dieser Schrottkarre Toyota Verso 2.2 D Cat zu berichten. Zu all den angeführten Defekten kommt nun hinzu, dass auch die Gurtwickler ihre Funktion aufgegeben haben. Von wegen Qualität, die Verkaufszahlen sprechen eine andere Sprache.
peter

Zitat:

@der_hausmeister schrieb am 26. Mai 2015 um 18:58:51 Uhr:


Weil er 2009 davon schrieb das VW Toyota "in 2 Jahren" = 2011 überholen würde, bei den Verkaufszahlen und bei der Qualität. Beides ist bisher nicht eingetroffen und aktuell siehts eher so aus als würde es auch 2015 nicht für VW klappen.

Aktuell sieht es ja so aus, als ob VW mit allen Mitteln größter Autokonzern werden will. Scheinbar auf Kosten der Qualität. Was aktuelles kommt mir von denen nicht ins Haus. Die Leisten sich ja gerade ein Ding nach dem anderen.

Gab hier noch ein paar andere, die vor wenigen Seiten noch die kommende großartige Qualität von VW beschworen haben. Scheinbar geht in Wolfsburg aktuell Masse vor Klasse.

Zitat:

@oldwaiter schrieb am 26. Mai 2015 um 21:13:12 Uhr:


Von wegen Qualität, die Verkaufszahlen sprechen eine andere Sprache.

Erklärst und belegst Du uns bitte mal den kausalen Zusammenhang zwischen Qualität und Verkaufszahlen? Wie passt das beispielsweise zu Aldi? Sind die etwa Marktführer bei den Discountern, weil sie die beste Qualität anbieten? Oder liegt es vielleicht doch eher an den Preisen? 😉

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