300D/91 Atomatik,ich lasse den Wagen oft im Leerlauf bergab rollen - Risiko?

Mercedes E-Klasse W124

Mein 300D funktioniert IA u hat 356.000 km am Buckel. Nun frage ich, ob es das Risiko eines Getriebeschadens gibt, wenn ich bei einem Tempo von ca. 100 km/h mein Auto 3, 5 oder mehr km lang im Leerlauf bergab rollen lasse. Danke - werni883

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seit über 40 jahren gibt es nun schubabschaltung bei mercedes benz fahrzeugen...und keiner weiß es....

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Zitat:

Original geschrieben von ppuluio


Ist schon klar, aber warum geht der Motor nicht aus, wenn kein Kraftstoff eingespritzt wird?

Wenn du im Leerlauf den Sprit austellst, geht er ja auch aus.

Ich habe es doch erklärt.

Der Motor wird durch das sich bewegende Fahrzeug über den Antriebsstrang weiter angetrieben.

Es besteht doch weiterhin der Kraftschluss.

Sobald du Auskuppeln würdest und das Steuergerät das nicht merken würde, würd er natürlich ausgehen.

Aber solange das Auto rollt und ein Gang drin ist, besteht doch der Kraftschluss mit den Rädern.

Wenn Du es so willst, ist der Motor im Schubbetrieb aus aber er bewegt sich weiter (Kurbelwelle, Kolben, Ventiltrieb, Aggregate über Aggregateriemen etc.)

Bock dein Auto mal hinten auf und lege einen Gang ein.
Wenn Du jetzt versuchst, das Rad zu drehen wirst Du merken, dass das nicht funktioniert.
Weil Du eben den Motor bewegen müsstest und gegen die Kompression ankämpfen müsstest.
Und der rollende Wagen mit seinem Gewicht ist eben starkg genug, den Motor trotz Kompression auch ohne Spritzufuhr anzutreiben. (Der Anlasser muss das ja auch schaffen...)

Ja, das habe ich verstanden. Aber warum findet dann ohne Krafstoff eine Verbrennung im Motorraum statt?

Wenn ich einen Motor im Schibebetrieb ausschalte, dann wird man das ja auch sofort merken: der Wagen wird recht fix langsamer werden, so groß ist der Effekt.

Ich muß das wissen, den mein Laster läuft auch komplett ohne Strom, wenn er erst mal an ist.

also sollte das keinen Unterschied machen, daß ich ihn im Schubbetrieb auschalte.

Macht es aber.

Warum? weil nun tatsächlich gar kein Kraftstoff mehr eingespitzt wird, und nicht nur die sogenannte "NUllmenge", die der Menge des Leerlaufs entspricht.

Nullförderung = Nullmenge = Leerlauf.

dein laster hat wohl keine schubabschaltung.

außerdem:

nullförderung heißt NICHT leerlauf-menge, sondern nullförderung ist auch NULL

nogel

Hat er, ich fahre 200td. Die Schubabschaltung funktioniert mechanisch.

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Mein 300D läuft auch ohne Strom - nur mal so nebenbei :-)

Nogel hat Recht - 0 ist 0.
Und in der Schubabschaltung findet auch keine Verbrennung statt.
Ist ja kein Treibstoff da, der verbrannt werden kann.
Lediglich der Motor wird bewegt.

Wenn Du einen Motor ohne Schubabschaltung im Schiebbetrieb abschaltest, dann wird er tatsächlich schneller langsamer. Weil der spritzt tatsächlich im Schiebebetrieb weiter ein. Aber wirklich nur Leerlaufmenge.

Wenn Du einen Motor mit Schubabschaltung im Schiebebtrieb ausschalten würdest, würde dieser nicht noch langsamer werden. Du würdest quasi keinen Unterschied merken.

Bin mir nicht sicher, ob die Vorkammerdiesel im 124er ne Schubabschaltung haben.
Diese müsste dann ja mechanisch geregelt werden, weil ja die RESP mechanisch funktioniert.

du, wir haben schon mal darüber diskutiert, und haben festgestellt, daß Nullförderung beim 200d existiert, mechanisch gesteuert ist und es eine Mindesteinspitzmenge gibt.

Laut WIS haben die OM´s im W124 alle Schubabschaltung. Die Rede ist von "Stopstellung" was eigentlich bedeuten müsste dass wirklich nichts eingespritzt wird.

Zitat:

Original geschrieben von E300TDT


Laut WIS haben die OM´s im W124 alle Schubabschaltung. Die Rede ist von "Stopstellung" was eigentlich bedeuten müsste dass wirklich nichts eingespritzt wird.

Klasse - danke für die Info!

Es würde auch iwie keinen Sinn machen, würde in diesem Betriebszustand weiterhin Kraftstoff eingespritzt werden.

Zitat:

Original geschrieben von ppuluio


Ist schon klar, aber warum geht der Motor nicht aus, wenn kein Kraftstoff eingespritzt wird?

Wenn du im Leerlauf den Sprit austellst, geht er ja auch aus.

Der Motor saugt nur noch reine Luft an, verdichtet und stößt sie anschließend aus. Etwas oberhalb der Leerlaufdrehzahl setzt die Einspritzung wieder ein.

Zitat:

Original geschrieben von Mark-86



Zitat:

dass es Menschen gibt, die sich hartnäckig weigern den Hinweis in der Betriebsanleitung "Die Wählhebelstellung N darf während der Fahrt nicht eingelegt werden" zu befolgen.

Also in meinern steht, das N in Gefahrensituationen (schleudern / ausbrechen des Fahrzeuges) ein zu legen ist.

Das hatten wir schon und ist tatsächlich die einzige Ausnahme. Wahrscheinlich auch der Grund warum N nicht auch wie R während der Fahrt gesperrt ist. Ein Menschenleben steht über dem Getriebeleben. 😉

Habe die "Anweisung" aus der Betriebsanleitung auch schon zu Herzen genommen.
Bei mir im Wohngebiet war "frisches" Glatteis und ich habe es unterschätzt.
Man kann sich garnicht vorstellen, wie doll der Wagen in D ohne Gas zu geben bei 40 km/h noch schiebt. Bremsen hat fast nix gebracht.
Erst in Stufe N liess sich der Wagen den Umständen entsprechend einigermaßen abbremsen...

Zitat:

Original geschrieben von ppuluio


Ja, das habe ich verstanden. Aber warum findet dann ohne Krafstoff eine Verbrennung im Motorraum statt?

Wenn ich einen Motor im Schibebetrieb ausschalte, dann wird man das ja auch sofort merken: der Wagen wird recht fix langsamer werden, so groß ist der Effekt.

Ich muß das wissen, den mein Laster läuft auch komplett ohne Strom, wenn er erst mal an ist.

also sollte das keinen Unterschied machen, daß ich ihn im Schubbetrieb auschalte.

Macht es aber.

Warum? weil nun tatsächlich gar kein Kraftstoff mehr eingespitzt wird, und nicht nur die sogenannte "NUllmenge", die der Menge des Leerlaufs entspricht.

Nullförderung = Nullmenge = Leerlauf.

Ich habe es interesse halber an meinem E250TD (OM605) vorhin ausprobiert. Wenn man den Berg mit eingelegtem Gang runterfährt spürt man es

nicht

wenn man den Motor abstellt. Schubabschaltung und Motor aus ist also das Gleiche. Evtl ist an deinem 200D etwas nicht ganz in Ordnung oder der 4Zylinder verhält sich da anders.

Richtig, gibt keinen Unterschied zwischen Motor aus und Schubabschaltung. Ändert sich ja auch nichts, Motor dreht halt einfach ohne Kraftstoff. Das hatten aber auch schon die ´8 Diesel vor 50 Jaren... Aber bitte den Schlüssel nicht zu weit drehen (Lenkradsperre) und BKV-Unterstützungsausfall beachten!

Nochmal, warum im Leerlauf rollen sparsamer ist:
Weniger Verluste im Getriebe (Panschverluste), Reibung im Motor geringer, da im Leerlauf tuckernd (Ventiltrieb, Kolben, Kurbelwellenlager,...), niedrigere Drehzahl und Verluste der Nebenaggregate (Lenkhilfepumpe, Lima, Klimakompressor, Riementriebverluste, Wasserpumpe,...). Dazu kommt das sinnlose Verdichten der Luft, deswegen bremst der Diesel ja auch mehr. Deswegen würde ich beim Benziner Schubabschaltung nutzen (auch weil der bei Teillast einen schlechteren Wirkungsgrad als ein Diesel hat) und bei Dieseln öfter mal "rollen lassen", zumindest mit SG.

Gruß,
Lasse

Okay,

ich wurde bekehrt, ihr habt wahrscheinlich recht.

Ich konnte mir nur nicht vorstellen, daß man das am Motorklang nicht merken soll, wenn kein Kraftstoff eingespritzt wird.

Außerdem ist das wirklich verwirrend, daß anscheinend nicht gefördert wird bei der Schubabschaltung, BIS die Drehzahl auf die Leerlaufdrehzahl runtergeht.

Ich habe auch von Bosch (oder sowas, jedenfalls von Konrad Reif) ein Buch über Dieselmotoren, da stand es ungefähr so drinne wie ihr erklärt habt.

Aber leider auch nicht detailliert...

Also sorry, ihr habt wahrscheinlich recht ;-)

Also ja, der Wagen wird bei Schubabschaltung langsamer, ist ja auch eben eine halbe Motorbremse wie beim LKW.

Zitat:

Original geschrieben von ppuluio


Ist schon klar, aber warum geht der Motor nicht aus, wenn kein Kraftstoff eingespritzt wird?

Wenn du im Leerlauf den Sprit austellst, geht er ja auch aus.

In deinem Sinne geht der motor “aus“

Es wird kein Kraftstoff gefördert und es findet keine Verbrennung statt , das ist es Ja was das ganze sparsam macht . In dem Moment wird der motor nur mit gedreht von den Rädern.

was ich nicht verstehe, ist, daß sich der Wagen überhaupt nicht anders anhört als wenn er normal im Betrieb ist, also jetzt Schubabschaltung und Normalbetrieb.

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