14 Jahre alter Polo & Hauptuntersuchung

VW Polo 3 (6N / 6N2)

Hallo,
mein Mann hat sich vor 2 Jahren einen alten Polo gekauft (Zulassung 28.11.94), bzw. ich habe viel zu viel Geld für ein uraltes Auto bezahlt, aber wenn Mama und Papa das Auto schön finden hört der Gatte ja nicht auf seine Frau, auch wenn die es bezahlen muss. Hauptsache es sieht außen toll aus. ....Aber das ist ein anderes Thema. 😉

Seitdem wurde schon einiges repariert, der Auspuff neu gemacht (alles was da unten so dranhängt), der Seitenspiegel wieder festgeschraubt, Hupe war defekt... also haben wir schon so 1000 Euro +Kundendienst reingesteckt.

Jetzt stand leider die Hauptuntersuchung und Kundendienst an. Kundendienst hat natürlich 200 Euro gekostet, aaaber: es muss einiges gemacht werden, damit das Auto durch die Hauptuntersuchung kommt, laut der VW-Werkstatt wirds so 1000 Euro kosten.

Jetzt bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob es sich lohnt, die Reparaturen durchfürhen zu lassen, oder ob wir evtl auch billiger an die Reparaturen kommen, müssen ja keine VW-Teile sein. Wir kennen aber leider keine kleinere Werkstatt, die uns da mal einen alternativen Preis machen kann, werden wir aber sicher versuchen.

Kilometerstand aktuell sind 107789 Kilometer.
Die Mängelliste:
Batterie nicht testfähig - muss ersetzt werden (was heißt das? Bisher null Probleme)
Frontscheibe gesprungen (und zwar richtig, ist uns nicht aufgefallen, sieht man von innen nicht weil es ganz unten ist. Keine Ahnung wie das passiert. Muss also komplett ersetzt werden, das übernimmt aber die Versicherung, oder?)
Reifen hinten links defekt (Nagel im Reifen), soll auch komplett ersetzt werden (beim Wechsel war noch alles ok...)
Achslenker vorne links und rechts unten ausgeschlagen
Federbeinlager rechts ausgeschlagen
Trommelbremse hinten schwergängig, muss zerlegt werden
Spritzdüse Heckwischermotor dreht mit (sowas ist HU-relevant?)

Naja, ich verstehe von vielem nichts und habe keinen blassen Schimmer, ob sich das auch günstiger als 1000 Euro machen lässt, ob sich eine Reparatur überhaupt lohnt...
Aber ein neues Auto ist auch nicht wirklich drin, und nochmal so eine alte Gurke wollen wir nicht.

Bin mir auch nicht so sicher, ob es geschickt war, die HU bei der Werkstatt machen zu lassen, ist ja klar, dass die reparieren wollen. 😉

Über ein paar Tipps oder Ratschläge wäre ich dankbar, was ihr denn so anstellen würdet mit diesem Auto. Leider brauchen wir momentan beide ein Auto für die Arbeit, sonst würden wir einfach auf das alte verzichten.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Zu den Reifen: Eigentlich wären 8 neue Reifen notwendig, wenn das Auto dann nochmal 2 Jahre fährt, fürchte ich. Das wird auch teuer, vor allem da er danach wohl irgendwann doch ersetzt wird.

Na ja, je nachdem, wo Du rumfährst, würden es für die 2 Jahre ja auch vier Ganzjahresreifen als gar nicht mal schlechter Kompromiß tun.

Zitat:

Zur Nr.7: Ja, hat einen rechten Außenspiegel, das heißt ich muss nichts machen lassen?

Meiner Meinung nach ja, nix tun. Das ist Werkstatt-Abzocke. Ich habe noch nie einen TÜV- oder Dekra-Prüfer gesehen, der die Scheibenwaschanlage betätigt hätte. Wenn einer meckert, frag ihn was Du machen sollst, wenn das Auto bis zum Dach beladen ist. Dafür hast Du ja den rechten Spiegel.

Zitat:

Ist es eigentlich in Ordnung, das Zeug beheben zu lassen und dann zu einem anderen Prüfer zu fahren ohne die vorherigen Mängel?

Klar. Prüfgesellschaft und Ort wählst Du selbst. Manchmal ist die Nachprüfung beim Gleichen halt billiger.

Nochmal zur Batterie: Hat der Sachverständige (TÜV/Dekra/GTÜ) gemeckert oder Deine Werkstatt? Ich vermute mal letztere... Bei mir wurde bei der HU noch nie ein Batterietest durchgeführt - das machen aber Autohäuser gerne mal (um neue zu verkaufen). Laß Dich nicht von Denen über den Tisch ziehen!

Und nochmal ganz allgemein: Ich fahre mit unseren Fahrzeugen (Touran, Polo, WoWa) zu einem Prüfer (meist TÜV selbst) und wenn es die Plakette nicht geben sollte (erst einmal passiert), lasse ich gezielt die Mängel über eine Werkstatt beheben (detaillierter Auftrag) und fahre danach wieder zum Prüfen. Das hat sich seit 1986 als die für mich günstigste Lösung erwiesen.

Gruß Walter

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Aus meiner Erfahrung hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, zuerst zum TÜV zu fahren und dann mögliche Mängel zu beheben.

Die Werkstätten möchten gerne alles, was an einem Auto nicht OK ist, reparieren, auch wenn der TÜV es möglicherweise nicht bemängelt.

Bei mir meinte die Werkstatt auch, dass alles gemacht werden müsste. Der TÜV fand es jedoch weniger tragisch. Den TÜV habe ich daher immer beim TÜV machen lassen (nicht in der Werkstatt von externem TÜV). Die waren bisher auch immer sehr nett zu mir und vor allem meinem Polo.

Viel Glück, der TÜV sieht auch nicht alles ;-) und bei der Nachuntersuchung hakt der eher nur die Mängel vom Vorbericht ab.

Eine kleine Werkstatt in der Nähe findest Du über die Branchenbücher oder über Bekannte, die von Ihren Erfahrungen berichten können. Eine zweite Kostenschätzung kann Dich vor sehr teuren Reparaturen bewahren. Manchmal ist die Vertragswerkstatt billiger, manchmal der andere (und beides mal nicht unerheblich)

So, da mir hier nett geholfen wurde, wollte ich noch schnell berichten:
Der Kostenvoranschlag des riesigen VW-Autohauses hier vor Ort damit das Auto durch die Hauptuntersuchung kam lag ja bei 1000 Euro.

Frontscheibe haben wir ersetzt, 135 Euro hat es Selbstbeteiligung gekostet, war an einem Tag erlediht.

Reifen hinten links defekt (Nagel im Reifen): der ist immer noch drin, wird jetzt diese Woche repariert. Wenn das nicht geht mal sehen, es müssen eh neue Winterreifen her... vielleicht kommen die dann gleich drauf. Oder doch Ganzjahresreifen, mal schaun.

Achslenker vorne links und rechts unten ausgeschlagen: hier wurden die Querlenker erneuert.

Am Federbeinlager rechts ausgeschlagen - da war wirklich nichts....

Bremstrommel wurde ausgebaut, und der Bremshebel hing wohl irgendwie - nie bemerkt.

Hat 330 Euro gekostet. HU war dabei, der ist gleich hingefahren... hätten wir aber selbst machen sollen, das hätte nochmal gespart. 😉

Sicherlich gibt es noch günstigere Angebote, aber 465 Euro inklusive bestandener HU ist doch wesentlich besser als 1000 Euro, um durch die HU zu kommen. Werde mir diesen kleinen Betrieb (ich glaube ein Ein-Mann-Betrieb) auf alle Fälle mal merken für die Zukunft. Er meinte, das Auto wäre für seine 14 Jahre gut in Schuss und das müsste es noch einige Jahre tun - 2 wären auf alle Fälle toll, mehr wäre auch nicht schlimm.

Und nochmal vielen Dank allen Schreibern und Antwortern in diesem Thread. :-)

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