125er als Alltagskarre? Kosten?

Moinsen!

Darf ja ab demnächst alles an Zweirädern fahren was der Markt so hergibt, daher die Überlegung meinen jetzigen 50ccm Stadtroller durch eine 125er Kiste zu ersetzen. Verbräuche dürften in etwa identisch sein (da der Roller nicht serie ist) mit ca. 3,5-4l/100km aber mit dem Vorteil, dass es bei der 125er legal wäre und man auch mal auf den Stadtring (Kraftfahrstraße) oder ggf. mal nen kleines Stück Autobahn fahren kann (denke mal so 110-120km/h rum sollte sonen 11kW 125ccm Bike machen?).

Bleiben die Fragen der Kosten, Roller kostet mich aktuell im Jahr 44,40€ Versicherungskennzeichen + Sprit.

125ccm ist eh steuerbefreit oder? Bleibt dann Versicherung, die ich neulich in sonem Onlinerechner auf die Schnelle mit rund 100€ errechnet hatte bei 100% (inwieweit ich da Prozente vom Auto bzw. der 600er dann mit nutzen kann, weiss ich nicht). Alle 2 Jahre TÜV mit rund 60€?
Sonst nur Verschleisskram wie Reifen, Kette, Bremse etc.? Jährliche Fahrleistung würde ich mit allerallerallerhöchstens 5tkm avisieren, realistisch denke ich eher um 3tkm, 99% Innenstadt. (Ja ich bin ne Schönwetter Pussi, wenns regnet nehm ich´s Auto)

Dann noch die Frage der Drosselung, mir geht hier primär nicht um Leistungssteigerung sondern darum dass ein Motor nicht in seinen Möglichkeiten behindert wird. Kenne das vom lesen jetzt nur z.B. von der Aprilia RS, die Serie mit 15PS verkauft wird aber "offen" (was auch immer das heisst?) 34PS stemmt. Sind alle 125er irgendwie gedrosselt oder ist das bei der RS ne Ausnahme? Beim Roller sind die Motoren ja (eigentlich) auch auf 45km/h Vmax gedrosselt (was ich als lebensgefährlich erachte, aber darum geht´s hier nicht) und verbrauchen gedrosselt oft mehr als offen.

Auch schwanke ich noch ein wenig zwischen dann 125er Naked (da kommt die schonmal bäugte Hyosung wieder ins Visier, diesmal halt als 125er statt 650er) und nem Roller. Roller sicherlich praktischer, Hyosung irgendwie aber emotional ansprechender und sicher etwas agiler. Kostenseitig dürfte sich das denke ich mal nicht viel nehmen, ist alles unter 1000€ zu bekommen.

Vielleicht fährt ja jemand hier sonen Hackenwärmer als all day "bring mich zur Arbeit" Gefährt und kann ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Spritpreise werden sicher nicht billiger und mein Auto wird innerstädtisch gern zweistellig im Verbrauch 🙁

Grüße
fate

56 Antworten

Reine Stadtfahrten würde ich auch eher mit dem Fahrrad machen. Das habe ich auch in der Vergangenheit so gehandhabt!
Nur wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, dann mache ich die Einkäufe dann auch (aus Bequemlichkeit, aus Zeitgründen) mit dem Auto, zumal der Motor noch warm ist und die Supermärkte genügend Parkraum bieten.
Bevor ich den Motorradführerschein gemacht habe, kam für mich ein Roller (den ich mit dem Autoführerschein auch fahren gedurft hätte) erst infrage, wenn ich nicht mehr mit dem Fahrrad gekonnt hätte.
Ein richtiges Motorrad ist dann halt eine ganz andere Nummer, die ein gänzlich anderes Fahrprofil nach sich zieht.
Ein Leichtkraftrad liegt so dazwischen, (nur) den A1 nachzumachen, wäre für mich zuviel des Aufwands gewesen.

P.S.: Bewegung führt i.A. zu einer Steigerung der Laune! 🙂

Um A1 "extra zu machen" gehts doch auch gar nicht, hätte ich auch nie gemacht. Ich hab seit 10 Jahren PKW Führerschein und in wenigen Wochen noch A unbeschränkt. Da fällt der "Darfschein"für die 125er ja mit bei ab.
Bis dato hab ich seit 7 Jahren den Roller (fahre auch trotzdem Fahrrad und bin nicht unsportlich) und bin im Prinzip über das Ding zum Zweiradfahren gekommen. Das einzige was halt nervt, ist dass ich nicht auf den Stadtring oder die Stadt umlaufende Autobahnen darf, dadurch brauche ich für "größere" Strecken bis zum Stadtrand mit dem Roller oft deutlich länger als mit dem Auto. Die Spritersparnis bleibt natürlich. Und beide Punkte kombiniert würden mir schon gut gefallen. Zumal es ja auch einfach Spaß macht.

EDIT

Zitat:

P.S.: Bewegung führt i.A. zu einer Steigerung der Laune! 🙂

Aber nicht morgens um 4.30Uhr 😁

Das merke ich auch morgens. Wenn ich dann nach 7km morgens ins Büro geradelt komme, ist meine Laune doch deutlich besser als nach der Autofahrt. Die letzten 2km gehen durch eine Wohnsiedlung ohne nennenswerten Verkehr, das hebt die Laune ungemein.
Da ich aber Regenschisser bin, fahre ich nur mit dem Fahrrad, wenn es auch garantiert nicht regnet. Dafür auch bei Bodenfrost. 😉

Allerdings ist Fahrradfahren deutlich gefährlicher als alles andere. Zumindest, wenn man auf ankommen fährt, d.h. zwischen 20 und 30km/h. Keine Fahrt ohne eine gefährliche Situation. Seien es radwegignorierende Fussgänger oder Autofahrer, denen die Vorfahrt von kreuzenden Radwegen anscheinend vollkommen unbekannt ist. Da hilft das geschulte Motorradfahrerauge für sich anbahnende Gefahrensituationen. 😉

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn


Allerdings ist Fahrradfahren deutlich gefährlicher als alles andere. Zumindest, wenn man auf ankommen fährt, d.h. zwischen 20 und 30km/h. Keine Fahrt ohne eine gefährliche Situation. Seien es radwegignorierende Fussgänger oder Autofahrer, denen die Vorfahrt von kreuzenden Radwegen anscheinend vollkommen unbekannt ist. Da hilft das geschulte Motorradfahrerauge für sich anbahnende Gefahrensituationen. 😉

Inzwischen fahre ich ja nur noch sehr wenig Fahrrad.

Aber wenn ich nicht voll defensiv fahren würde, dann würde ich hier nicht mehr schreiben können. Übersehenwerden ist Standard!

Gefährliche Situationen gibt es bei mir insofern nicht, weil ich die allermeisten durchs eigene Verhalten entschärfe.

Das ist bei Fahrradgeschwindigkeiten natürlich viel einfacher als bei nur Stadttempo mit dem Motorrad.

Früher bin ich auch bei Blitzeis mit dem Fahrrad gefahren und schneller vorangekommen als die Autos.

Da das Fahrrad lange Zeit mein einziges Verkehrsmittel war,

mußte

ich auch damit bei wirklich jedem Wetter fahren.

Hätte es Hunde und Katzen geregnet, dann wäre ich als Gruppe angekommen! 😉

Das ist aber inzwischen lange her (meine Güte WIE lange!), und ich leiste mir heute den Luxus, in strömendem Regen trocken anzukommen.

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Zitat:

Original geschrieben von fate_md


Ist für mich ne Rechenfrage. Die Innova kostet round about 1500€ (mindestens), diverse andere 125er Fön´s gibts problemlos unter 1000€, rechnen wir der Einfachheit halber mit 1000€ glatt.

Vergleichst Du da etwa neu mit gebraucht?

Zitat:

Original geschrieben von fate_md


Verbrauchsvorteil etwa 1,5l/100km, also ca. 2,50€. Ich spare mit der Innova dann also erst nach 20tkm wirklich Geld! Jetzt kann man noch sagen, dass der Sprit noch teurer wird, aber lass es 10tkm sein, also mindestens 2 Jahre fahren bevor ein Spareffekt eintritt. Realistisch betrachtet wahrscheinlich sogar länger.

So ganz überzeugt mich Deine Rechnung nicht, da die Ausgangspreise, auf der sie basiert, sehr willkürlich erscheinen. Gerade die Innova, die schon neu ein sehr günstiges Moped der 125er-Klasse ist, dürfte wesentlich schneller die Sparzone erreichen. Hinzu kommt der Komforteffekt, dass die Karre bei praktisch jeder Temperatur ab Start vernünftig läuft und fahrbar ist. Das Gehampel mit Choke, rappeligem Motorlauf in der Kaltlaufphase und verstopften Vergasern nach längeren Standphasen entfällt komplett.

Gruß
Michael

Seine Rechnung geht auf max. 3000km im Jahr als 2. mopped neben einer grossen Maschine.

Meine Preise bezogen sich auf verfügbare Bikes im Umkreis von 100km. Kann in anderen Ecken Deutschlands natürlich anders aussehen.

Hallo Fate,
bei Deinen Berechnungen ist es auch wichtig zu wissen, wie genau Dein Fahrverhalten aussieht. Von wo nach wo fährst Du am meisten.
Habe auch eine Zeit lang gedacht, Auto und Motorrad sind ganz nett und dazu noch ein flotter 200er Roller um günstig in die Stadt zu fahren, zumal hier in Basel die Preise für Parkhäuser exorbitant hoch sind und andere Parkmöglichkeiten gibt es fast nicht.
Hier in der Schweiz gibt es auch Wechselkennzeichen, somit ist der Roller automatisch mit dem grossen Mopped versichert und versteuert.
Eigentlich spricht alles für den Roller, der sozusagen fast gratis mitläuft.

Soweit die Theorie. Ich wohne etwas ausserhalb und fahre nicht täglich in die Innenstadt. Somit kann ich die meisten Fahrten entweder mit dem "richtigen" Mopped machen (macht mehr Spass und fährt besser) oder ich nehme das Auto (für Einkäufe, etc.).
Meistens kann ich auch oft mit dem Mopped problemlos in die Stadt fahren, zumal das Vehikel bei langsamer Fahrt nicht mehr Benzin verbraucht als der Roller.

Bleiben eigentlich nur seltene Fahrten, bei suboptimalem Wetter, wo der Roller Vorteile hat. Jetzt kommen aber doch fixe Kosten für den Abstellplatz und gelegentliche Kosten für Wartung und Verschleiss dazu. Wenn ich das gegenrechne, dann fahre ich halt bei Regen mit dem Auto in die Stadt und zahle das Parkhaus. In Summe ist das für mich sogar günstiger. Daher werde ich kurz über lang meinen Roller verkaufen, da ich ihn kaum nutze und so gerechnet der Roller, gemessen an den wenigen Kilometern Fahrleistung, sogar teurer kommt.

Die Rechnung kann aber anders aussehen, wenn man z.B. täglich in oder durch die Stadt fahren muss. Ist wohl uncool und passt nicht wirklich in ein Zweiradforum, aber da kann ein Monatsticket günstiger und komfortabler sein (je nach Verbindung).

Ich antworte hier mal gesammelt auf einige Beiträge innerhalb dieses Threads:

Zitat:

Original geschrieben von pibaer


Mit Deinem Budget wird es aber auch bei Gebrauchten wahrscheinlich schwer.

Nicht unbedingt. Meine 750er-Kawasaki hat mich damals auch nur 1€/ccm gekostet! Klar, man kann dann keine Nobelkarosse erwarten, aber das sollte ja klar sein...

Zitat:

Original geschrieben von Ramses297


Einkäufe sind mit dem Pkw auch realistischer als mit meinem Motorrad.

Naja, ich habe kein anderes Fahrzeug und habe keinerlei Probleme beim Einkaufen mit dem Motorrad. Nein, ich habe kein Koffersystem, ich nehme einen 80l-Rucksack und gut ists...

Zitat:

Original geschrieben von Ramses297


Um mit dem Motorrad zum nächsten Briefkasten zu fahren, ist mir schon allein das Anziehen der Schutzkleidung zu aufwändig. Es muß dann schon eine größere Runde sein.

*hust* Die Schutzkleidung sollte man aber auch auf einem Roller oder Leichtkraftrad anziehen, zumal die meisten tödlichen Unfälle nach wie vor in der Stadt passieren. Und: Mal mit "nur" 40km/h mit einer Jeans auf Asphalt langgeschlittert? Eben!

Und zu den Fahrradfahrern: Ihr solltet mal in Freiburg fahren, da sind Fahrradfahrer die Könige der Stadt und jeder neu zugezogene Autofahrer merkt sehr schnell, dass er besser auf Zweiradler achten sollte... Ich als Motorrad- und Fahrradfahrer sehe aber die Parallele nicht wirklich, vor allem, weil man mit dem Fahrrad eine ganz andere Strecke fahren kann (Hinterhöfe, Einbahnstraßen, Fußgängerzonen etc.), während man mit dem Motorrad mehr oder weniger auf die (meist eher dämliche) Straßenführung angewiesen ist...

Zitat:

Original geschrieben von Kawa_GT_750_P



Zitat:

Original geschrieben von Ramses297


Einkäufe sind mit dem Pkw auch realistischer als mit meinem Motorrad.
Naja, ich habe kein anderes Fahrzeug und habe keinerlei Probleme beim Einkaufen mit dem Motorrad. Nein, ich habe kein Koffersystem, ich nehme einen 80l-Rucksack und gut ists...

Zitat:

Original geschrieben von Kawa_GT_750_P



Zitat:

Original geschrieben von Ramses297


Um mit dem Motorrad zum nächsten Briefkasten zu fahren, ist mir schon allein das Anziehen der Schutzkleidung zu aufwändig. Es muß dann schon eine größere Runde sein.
*hust* Die Schutzkleidung sollte man aber auch auf einem Roller oder Leichtkraftrad anziehen, zumal die meisten tödlichen Unfälle nach wie vor in der Stadt passieren. Und: Mal mit "nur" 40km/h mit einer Jeans auf Asphalt langgeschlittert? Eben!

Du hast ein wenig an meinen Argumenten vorbei geschrieben.

Auf meinem Fahrrad kann ich einen großen Apfelkarton draufschnallen, das geht mit dem Motorrad nicht.

Ich habe früher mit dem Fahrrad Einkäufe bewältigt, die man selbst mit einem Megagepäcksystem mit einem Motorrad nicht legal bewerkstelligen könnte.

In mein Auto packe ich auch problemlos mehrere Getränkekästen...

Ich würde mich auch auf ein Leichtkraftrad mit Schutzkleidung setzen, auf das Fahrrad aber nicht.
Briefkasten ist also eher ein Anwärter auf das Fahrrad!

BTW..
wie is das eigentlich- ein Fahrradkorb anstelle vom Top-Case?

Darfdas?

Logisch. Schau Dir die Post-Mopeds an.
Ladungssicherung ist immer ein Thema, das kann mit dem Drahtesel genauso justiziabel werden wie mit dem Stahlroß.

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