120.000 km und schon wieder das Winkelgetriebe...
Hallo,
habe jetzt mit meinem (noch) XC90 nun 120.000 km runter. Beim Service wurde nun (nach meiner bitte auf Überprüfung) festgestellt, dass sich nun zum 2. mal das Winkelgetriebe und somit der Allrad verabschiedet hat.
Ich habe schon seit längerer Zeit das Gefühl gehabt, das hier etwas nicht stimmt. Jetzt die Gewissheit. Habe bei jeder Kurve quitschende und durchdrehende Reifen gehabt (nicht nur beim Kurven räubern auch beim langsam fahren). Kann auch jedem der das Problem mit quitschenden Reifen hat nur raten, den AWD testen zu lassen. Bei mir hat es 2 Reifen vernichtet.
Gruß
Michael
froh, die Möhre bald los zu sein.
29 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Eric L.
die Preise für VolvoPro werden sicher bald steigen 😰
Das mit den unterschiedlichen Profiltiefen verstehe ich nicht ganz... Wenn ich Kurven fahre hat das doch die gleichen Auswirkungen wie unterschiedlich abgefahrene Reifen, oder?
Nicht so ganz: Bei unterschiedlichen Reifen vorn und hinten wird der Elektronik ein Schlupf vorgegaukelt, der dazu führen kann, dass die Haldex versucht, die Hinterachse zu aktivieren. Dann kommt es aber zu Verspannungen im Antriebsstrang, weil beide Achsen auf gleiche Drehzahl gezwungen werden, was aber wegen der unterschiedlichen Reifen nicht passt.
In der Kurve dagegen treten auch noch Differenzen rechts/links auf, die vermutlich von der Haldex-ECU auch zur Kurvenerkennung verwendet werden. Ich nehme stark an, dass unter solchen Bedingungen die Schwelle für die Zuschaltung der HA erhöht wird (ABS/ASR-Systeme arbeiten jedenfalls so).
Außerdem ist eine Kurvenfahrt (normalerweise) ja nur ein kurzfristig auftretender Zustand. Das sollte das Winkelgetriebe dann auch aushalten. Bei achsweise unterschiedlichen Reifen liegen die Verspannungen ständig vor, was vermutlich auf die Dauer den Winkeltrieb zerstört.
Gruß
Jörg
Und, welche Profiltiefendifferenz vorne-hinten würde das System aushalten? Diese entsteht ja schon alleine aufgrund der unterschiedlichen Gewichtsverteilung...., und der AWD-Fahrere müßte alle paar tausend km einen kompletten neuen Reifensatz anschaffen...???
Dazu kann ich mangels eigener Kenntnisse auch nur auf den Beitrag von MikeTDI weiter oben in diesem Thread verweisen, der von 4 mm als zulässiger Differenz spricht.
Gruß
Jörg
Eine Profildifferenz auf einer Achse würde ich ja als Schadensursache noch anerkennen, aber die unterschiedliche Profiltiefe zwischen Vorder- und Hinterachse dürfte m.M. nichts ausmachen. Die Haldex verteilt die Kraft zwischen den Achsen ja eh variabel, da dürfte die unterschiedliche Profiltiefe doch nichts ausmachen.
Was passiert eigentlich, wenn man mit dem Notrad unterwegs ist? Da müsste sich die Haldex eigentlich sofort verabschieden!?
Gruß
Martin
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Profildifferenz auf einer Achse sollte aber primär das Achsdifferential belasten, nicht das Winkelgetriebe. Was unterschiedliche Profile vorne und hinten angeht: Die Haldex verwendet als entscheidende Eingangsgröße die Raddrehzahlen und wenn die aufgrund unterschiedlicher Profiltiefe verschieden sind, dann wird u. U. ein Schlupf an einer Achse vorgegaukelt, der nicht da ist. Verteilen tut die Haldex ohnehin nicht, die kann nur mehr oder weniger Antriebsmoment an die Hinterachse leiten. Verteilen stelle ich mir etwas ausgefeilter vor.
Die Frage mit dem Notrad ist allerdings interessant. Vielleicht (aber das ist nur spekuliert) ist ja die Abweichung der einen Raddrehzahl so groß, dass der Fall "Notrad montiert" auf diese Weise sicher erkannt werden kann und die Haldex als Gegenmaßnahme grundsätzlich öffnet.
Gruß
Jörg
Die Sache mit dem Notrad macht mir Kopfzerbrechen, seit ich das einmal heraußen hatte: Auch wenn Volvo superschlau die Verwendung auf ein Mindestmaß einschränkt, was soll das heißen???
Dennoch, das Differential müßte ja die unterschiedlichen Drehzahlen der Räder einer Achse ausgleichen, bzw. darauf reagieren, die Haldex auf unterschiedlichen Schlupf primär zwischen vorder und Hinterachse....! Wenn ich nun mit höherer Geschwindigkeit über eine schlechte Straße donnere, müßte nach diesem Prinzip jedoch die Sache komplett aus dem Ruder laufen bzw. kollabieren.....was definitiv nicht der Fall ist!
Folglich läuft die Sache anders, sprich das System muß sich aus zig ständig überwachten Parametern die aktuelle Situation zusammenstoppeln und dementsprechend reagieren, wofür ja auch die zahlreichen Meßinstrumente an Bord verbaut sind!
Nun stellt sich mir jedoch die Frage, warum dann eine leichte Abweichung im Raddurchmesser bzw. Ablaufumfang nicht nach kurzer Laufzeit sofort als dauernde Abweichung erkannt und einberechnet wird??? Das ist ein Verfahren, welches jedes simple Überwachungsprogramm implementiert hat bzw. haben muß, egal ob Alarmanlage, Navisystem, etc...
(Sowas ist unabdinglich, wenn man z.B. vermeiden will, daß sich ein System in einer Art Endlosschleife totläuft..., und aufhängt!)
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, daß man ein Auto um zigtausend Eier mit aufwendigster Technik und Elektronik ausrüstet, und dabei auf einen dermaßen simplen Algorithmus vergißt?
Wenn eure Feststellungen dennoch korrek sein sollten, so erschiene mir nur plausibel, daß da irgendwie oder irgendwo die Mechanik nicht mitmacht, die Steuerung würde ich ausschließen....!
Zitat:
- No functional problems with tyres having uneven wear,
- pressure or size (mini spare).
Zitat:
Different tyre wear and pressure conditions
An algorithm in the ECU detects differences in the diameters of the tyres and compensates the characteristics accordingly.
Alles
hiernach zu lesen.
Gruß
Martin
Da hätte ich mich mit meinen Erklärungsversuchen gar nicht so weit aus dem Fenster hängen müssen. Eigentlich hat mich das auch schon gewundert, dass die Haldex diesbezüglich so viel weniger tolerant ist als ein ABS und dass es da keine Funktion "Reifenabgleich" geben sollte. Aber ich hatte mich auf die Info mit den 4 mm Differenz verlassen. Gut, dass wir das mal geklärt haben.
Gruß
Jörg
Hallo
Bei mir wurde bei der 120.000km Inspektion ein abgerissenes Winkelgetriebe festgestellt! Drei Bolzen waren einfach rausgefallen , die letzten zwei waren abgerissen.
Nachdem es wieder angebaut war ist es auch defekt. Es drehen nur noch die Forderräder! Jetzt soll es getauscht werden, da die Buchse und die Welle vom Winkelgetriebe defekt sind. Kulanzantrag ist gestellt.
Gruß Maik
Zitat:
Original geschrieben von v70 2,4T
Hat das MJ 2007 bereits das verstärkte Winkelgetriebe ?
JA !!!
Maik, gib mal Kenntnis über die Kosten!!!!!!!!!!!!!!
Gruß Thomas
...mein zweites Winkelgetriebe hält und hält und hält🙂
Guten Morgen!
Lese mit Interesse die Beiträge zu den wohl nicht immer unproblematischen Winkelgetrieben. Fahre seit 09/07 einen V70 D5 AWD mit EZ 03/06. Ab wann wurde denn das bessere ("verstärkte"😉 Winkelgetriebe verbaut? Hab`ich das schon?
Grüße
Werner
Hi Werner,
die Problematik "Winkelgetriebe" ist vorranig ein XC90-Problem - bei den kleineren AWDs ist das meines Wissens hier noch nicht aufgetaucht. Daher kann ich auch nichts über eine Veränderung des Getriebes beim V70 sagen.
Hast du entsprechende Symptome? Dann ab zum 🙂 - du hast nur noch einen Monat Garantie! 😉
Schönen Gruß
Jürgen
Tach,
also, tut mir leid, aber unterschiedliche Profiltiefen der Reifen können nun definitiv keinen Schaden am AWD verursachen. Jeder Wagen mit AHK müsste (wie auch meiner) nach einer Sommerfahrt auf heisser Strasse in den Süden mit Wohnwagen vor Verspannungen ächzen. Abgesehen davon, dass selbst in der Produktinfo von Volvo steht (XC90), dass ich glaube 1/8 oder 1/7 Radumdrehungen Schlupf- und damit Reaktionszeit benötigt werden um die Antriebskraft zum Teil auf die Hinterachse zu verteilen. Rechnet doch mal diesen Teil des Rades auf den Umfang herunter - so viel Profil hat Euer Reifen nicht!
Wo wäre denn der Sinn des Allrades, wenn er sich gerade aufgrund unterschiedlicher Drehzahlen selbst zerlegen würde???
Die Steuerung wird es schon korrekt hinbekommen, dass sich das W.-Getriebe zerlegt und gerade Bolzen abreissen scheint doch wohl eher die klassische mechanische Fehlberechnung bzgl. der Materialfestigkeit zu sein.
Wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe, so ist es auch eine Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Nach Neuverteilung der Kräfte durch die Steuerung können auch z.B. an der Hinterachse höhere Drehzahlen auftreten.
Trotzdem so ein Ding darf eigentlich nicht (und schon gar nicht nach solche Laufleistung) kaputtgehen.
- Marcus (....wo ist die nächste Wiese?)