1. "Lange" Autoreise nach Italien

Hallo zusammen,

meine Freundin und Ich werden Anfang Juni (Samstag) von München nach Ascea fahren.
Einfach beträgt die Strecke 1.250km. (Laut GMaps ca 11:30Std. Wie lange braucht man real dafür?)
Ich habe bereits seit 2019 meinen FS, bin jedoch nie mehr als 600km am Tag in den Urlaub gefahren.
Meine Freundin hat noch nicht ganz ein halbes Jahr ihren FS und ist dementsprechend nie länger als 150km am Stück gefahren bzw. auch noch nicht im Ausland unterwegs gewesen

Wir überlegen im Moment wann wir losfahren sollten (3 Uhr?) und wie oft wir Pausen einlegen sollen.

Wir würden höchstwahrscheinlich mit einem Mini JCW Cabrio fahren und uns natürlich abwechseln.

Wann würdet ihr fahren und wie würdet ihr wechseln bzw. Pause machen?

Hoffe es wird nicht ganz so langweilig 12std mit ACC die Autobahn runterzugleiten.

Vielen Dank für euere Hilfe 😉

Felix

Route
61 Antworten

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 17. April 2023 um 16:52:58 Uhr:


Ihr mietet den Mini? Warum mietet Ihr Euch nicht einen komfortableren Wagen? Bist Du schon einmal einen Mini JCW gefahren? Das ist eine Schlaglochsuchmaschine, hat aber den Vorteil, dass man keine Chance hat einzuschlafen bei dem Gerumpel....

Ist der Mini JCW wirklich so schlimm? Ich denke, es kommt eher auf die Qualität der Sitze an. Außerdem sind im Süden die Autobahnen laut meiner Erinnerung recht ordentlich und keine Huckelpisten.

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 17. April 2023 um 16:52:58 Uhr:


Ich würde mogens bei Tagesanbruch losfahren und schauen, wie weit Ihr kommt. Wenn es gar nicht geht, würde ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit schauen.

Nun, wenn die beiden erst bei Tagesanbruch losfahren, ist eine Zwischenübernachtung ein Muss, denn üblicherweise gibt es ja auch eine Uhrzeit zu der spätestens am Ziel angekommen werden muss.

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 17. April 2023 um 16:52:58 Uhr:


Ich würde als unerfahrene Fahrer, wie Ihr es beide seid, auf gar keinen Fall nachts fahren.

Nun ja, die beiden sind jung und junge Menschen habe meist keine Probleme nachts wach zu bleiben (und sind es oft gar gewöhnt 😁). Wenn es doch Probleme mit der Müdigkeit gibt, können die beiden ja eine langen Stopp machen. Ich empfehle aber sowieso auch eine Zwischenübernachtung.

Gruß

Uwe

Ah, meine Hausstrecke...Zumindest bis Rom oder Neapel (in den letzten 25 Jahren ca. 6x/Jahr, Schwiegereltern sind von da).
Nachts losfahren (so gegen 22:00h) hat zwar den Vorteil der freien Strecke. Man kommt aber in der Regel dann in eurem Fall irgendwann nach Mittag an und ist relativ schlafbedürftig. Zudem seit Ihr eher Anfänger in der Disziplin Langstrecke. Da würde ich die Alpendurchfahrt bei Tageslicht bevorzugen.

Ich persönlich fahre so los (~4:30 Start südlich München), dass ich nach Tanken an der Shell Tankstelle Ausfahrt Innsbruck Süd zum Frühstück und 1tem Kaffe am Mc Donald in Schönberg bin (macht um 6:00h auf).
Videomaut und digitale Vignette bei der ASFINAG Webseite online kaufen vermeidet weitere Stillstandzeiten wegen Maut. Später wird es mit jeder Minute spürbar voller.

Am meisten Verkehr hat es zwischen Brenner und Affi (Gardeseeurlauber), danach wird es ruhiger, aber bis Modena auch bolzengerade und bretteben (Poebene). Hinter Carpi geht es weiter auf die A1 Milano-Bologna. Nochmal 30km Langeweile auf 4 Spuren. Hier könnte es wiederum etwas vollere sein. Ab Bologna geht es rechtes rum unter dem Ratshaus zum singenden Hahn "Cantagallo" hindurch in die Hügel Richtung Florenz. Dort kann man wählen: Direttissima (Tunnelstrecke, die 20 minuten spart) oder Panoramica (die alte kurvige Autobahn, Fahrerische Herausforderung und tolle Ausblicke auf den Appenin). Für euch die Direttissima, man will ja ankommen. In It gibt es kein spezielles Tempolimit in Tunnels, Also weiter mit 130km/h.
Nach dem Zusammenfluß der beiden Autobahnvarianten ~20km vor Florenz ist vermutlich der staugefährlichste Abschnitt eurer Tour. Alternativen gibt es aber eh keine (höchstens E45, das muss man aber vor Bologna in die Wege leiten), also bei Stau Geduld.

Rund um Florenz ist inzwischen alles ausgebaut. Wenn die Schnellstrasse nach Siena weg ist, wird es eher ruhiger bis Orte. Da wird es wieder dreispurig (ab da bis Neapel) und die Vorortpendler Rom kommen dazu. An Rom geht es in weitem Bogen vorbei, ohne Beeinträchtigung durch Stadtverkehr. Zwischen Rom und Neapel ist generell viel los, die Autobahn ist aber da auch durchgehend dreispurig.
In Napoli im Landesinneren am Vesuv vorbei (A30) nach Salerno und da enden meine Streckenkennnisse.
Am langsamsten wird es auf eurem letzten Abschnitt über Landstrasse voran gehen, da Ortdumfahrungen in IT seltener sind als in DE und ihr ein gutes Stück kleine Landstrassen vor euch habt..

Übernachten, wenn nötig irgendwo südlich Florenz. Super sehenswert direkt neben der A1 ist z.B. Orvieto.

Blitzer werden immer angekündigt (Schild Polizist), Sistema Tutor ist eine section control. ZTL (verkehrberuhigte zone) gibt es nur in größeren Städten.
Generell im Verkehr in IT (vor allem weiter südlich) mit jeder Blödheit vor einem rechnen und entsprechend reaktionsbereit sein. Dafür kann man den Spiegel eher vernachlässigen. Die Hinterleute passen ihrerseits nach vorne auf.
Den Mini würde ich überdenken. Die Strassenbeläge sind manchmal vergleichweise schlimm.
Viel Spass.

--

Und du bekommst einen Performance Mini Cabrio inkl. aller notwendigen Versicherungen mit dem du auch ins Ausland fahren darfst für 650 gemietet? Respekt!

Zitat:

@pivili schrieb am 17. April 2023 um 17:58:34 Uhr:


Die Strassenbeläge sind manchmal vergleichweise schlimm.

Auch auf den Autobahnen?

Gruß

Uwe

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@pivili

Da kommen wieder Urlaubserinnerungen hoch. Bin letztes Jahr von hier (Aalen in BaWü) nach Amalfi gefahren. Mit Zwischenstopp in Florenz.
Zurück wollten wir eigentlich in Bologna stoppen, aber wir hatten uns beide mit Corona infiziert. Deshalb die 1350 Km in einem Rutsch zurück. Mit einem Häufchen Elend von Ehefrau auf der Rückbank (sie hatte es deutlich schlimmer erwischt als mich)
Fahrzeit waren 16,5 Stunden. Allerdings nicht in einem Mini, sondern in einer E-Klasse mit allen Helferlein.

Zitat:

@Melosine schrieb am 17. April 2023 um 19:42:33 Uhr:


@pivili

Zurück wollten wir eigentlich in Bologna stoppen, aber wir hatten uns beide mit Corona infiziert. Deshalb die 1350 Km in einem Rutsch zurück. Mit einem Häufchen Elend von Ehefrau auf der Rückbank (sie hatte es deutlich schlimmer erwischt als mich)
Fahrzeit waren 16,5 Stunden. Allerdings nicht in einem Mini, sondern in einer E-Klasse mit allen Helferlein.

Man ist in vielen Belangen mit dem PKW flexibler als mit dem Flugzeug.😁

Ich mache solche Fahrten gerne in mehreren Etappen. Allerdings nicht in zwei wie vorgeschlagen, sondern eher in vier und ganz ohne Autobahnen und Schnellstraßen. Muss man aber etwas Zeit dazu haben...
Wenn ich dagegen so eine Reise am Stück machen, und dazu noch ein Auto mieten müsste, würde ich was aus der Passat-Klasse nehmen. Ein harter, zappeliger Mini, der einen rund um die Uhr anbrüllt, macht zwar auf dem Pass einen Heidenspaß, aber auf der Autobahn ist es damit schnell vorbei.

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 17. April 2023 um 18:56:06 Uhr:



Zitat:

@pivili schrieb am 17. April 2023 um 17:58:34 Uhr:


Die Strassenbeläge sind manchmal vergleichweise schlimm.

Auch auf den Autobahnen?

Gruß

Uwe

nein, aber in Ortschaften gibt es z.B. das Killerkopfsteinpflaster. Da ist ein zu kleiner Reifenquerschnitt gleich der Felgentod.

Auf Hauptstrassen geht es machmal auch zur Sache

Auch Schnellstrassen und Stadtautobahnen (vor allem die Auffahrttsrampen) sind oft übel....sowas mit 90 spürst auch im SUV

Die Google Streetview Bilder sind schon ältere und harmloser als in Echt

bye

Fahre 2x im Jahr an die Cotè d'Azur, sind knapp 1400 km. Ausprobiert abend 20:00 h los. Morgens um 10:00 h angekommen. Der Tag ist dann schon gelaufen, Körper gerädert. Bei anderem Mal 3:00 h morgens los. 17:00 h vor Ort, und noch immer Kraft vorhanden für den Abend. So mache ich das jetzt immer. Natürlich abends früher ins Bett vor der Fahrt.

Was sagt denn der Biorhythmus?
Ich bin vor langer Zeit in einem Fiesta gut 1.000km an die Cote d'Azur gefahren. Der Plan war auch, durch die Nacht zu fahren.
Irgendwann gegen zwei oder drei Uhr kam dann die Müdigkeit, denn nachts Autofahren, und das auch noch auf fremden Strecken, ist halt doch anstrengend. Am Ende habe ich irgendwo um Mailand ein wenig im Auto geschlafen. Auf dem Fahrersitz, weil ja alles vollgepackt war. Nicht sehr erholsam, aber notwendig. Am frühen Vormittag kann ich dann an und habe nach dem Einchecken erst Mal den Tag durchgeschlafen.

Was ich damit sagen will: Wenn Du die Nacht durch fährst, ist der nächste Tag ziemlich sicher weg. Den würde ich daher erst Mal nicht dem Urlaub zurechnen...

Zitat:

@Elderian schrieb am 18. April 2023 um 07:16:53 Uhr:


Was ich damit sagen will: Wenn Du die Nacht durch fährst, ist der nächste Tag ziemlich sicher weg. Den würde ich daher erst Mal nicht dem Urlaub zurechnen...

Jeder tickt da anders. Das kann man keineswegs verallgemeinern.

Ich komme gerade vom Osterurlaub in Les Issambres an der Côte d’Azur. Einfache Entfernung über Lyon um die Schweiz herum = 1.400 km. Fahrdauer 12,5 Stunden.
(Über den San Bernardino wäre es zwar deutlich kürzer, man fährt aber rund 3 Stunden länger)

Wir sind hinzu 22:30 Uhr in D losgefahren, kamen ausgeruht in der Provence an und konnten noch den ganze Urlaubstag genießen. Natürlich haben wir zwei Fahrer uns abgewechselt und der Beifahrer hat jeweils geschlafen.
Auf der Rückreise sind wir 8:00 Uhr früh in Frankreich los und kamen 20:30 Uhr Zuhause an. Da bin aber vor allem ich gefahren und da war ich Abends völlig fertig.

@DerSkiller10k
Das eigentliche Problem sehe ich in der fehlenden Fahrpraxis. Wenn ich das richtig verstehe, besitzt du zwar schon eine Weile den Führerschein, fährst aber kaum Auto. Und die Freundin ist völlige Fahranfängerin. Und ihr wollt das mit einem ungewohnten Mietwagen machen.

Der Straßenverkehr in Italien stellt andere Anforderungen an den Fahrer, als der in Deutschland. Die Leute fahren hektischer und riskanter, und das funktioniert nur, wenn alle darauf eingestellt sind. Der Verkehr ist sehr dicht. Die Straßen sind eng und kurvenreich. Die Straßenführung ist an vielen Stellen für uns ungewohnt und damit schwierig zu beherrschen.

Fazit: Das wird schon unabhängig von der Streckenlänge eine eher anstrengende Autoreise.

Je nach Biorythmus würde ich abends oder früh morgens losfahren.

Mir liegt eher der Morgen.
Für Süditalien so um 4 Uhr gemütlich los, gerne auch über Garmisch / Zirler Berg. Kommt auch auf den WOhnort in München an.

Auf dem Parkplatz des Restaurants in der Kurve am Zirler Berg gibt es Mautautomaten für Österreich. Dort kann man mit Kreditkarte bezahlen und die passende Mautklasse auswählen. Kein Aufkleber mehr nötig, das Kennzeichen reicht dann aus. Hier kann auch die extra Gebühr für die Brennermaut, gleich hin und zurück, bezahlt werden. Dann hat man das von der Backe.

Am Mc Donald´s Europabrücke mit schönem Ausblick frühstücken.

Maut in Italien kann man mit der Kreditkarte bezahlen. Das geht an allen Spuren. Empfehlung: eine Spur möglichst weit rechts wählen. Die Deutschen und Österreicher stapeln sich gerne links und fummeln dann ihr Kleingeld heraus.

Eine Mautbox sehe ich persönlich für wenige Fahrten im Jahr nicht.

Tanken nochmal in Österreich an der OMV oben am Brenner.
In Italien ist eine sehr günstige Tankstelle bei der Abfahrt Modena Porto gleich am Kreisverkehr (ca. 3. Ausfahrt).
Das dürfte für den Mini JCW gut passen.
Danach dann in Florenz oder eben an der Autobahn.
Ab Salerno keine Maut mehr.

Zu Zweit denke ich ist diese Strecke in einem Rutsch machbar, wobei ich, je nach Länge des Aufenthalts, ruhig auch einen halben Tag Florenz (da wäre man dann mittags) einlegen würde.
Rechtzeitig ein nettes Hotel in der Innenstadt mit Parkplatz (!!) buchen und die wunderschöne Stadt genießen. Am nächsten Tag dann nach dem Frühstück los und gemütlich nachmittags am Ziel sein.

In Österreich und Italien wird inzwischen viel kontrolliert. Ich würde mich an das Limit (plus 5-10) halten.

Gute Reise!

"Strecke in einem Rutsch machbar"
joo, machbar ist vieles, aber...Gut daß wir schon Rentner sind und beliebig viel Zeit haben. Zum Beispiel unser Plan, München-Norwegen.
Tag 1 bis zum Harz, Hotel in nettem Städtchen, Tag2 bis nach Kiel, Freunde besuchen, Tag 3+Nacht auf der Fähre, Tag 4+5 Oslo angucken, dann in die Natur, Zelten.... zurück wenn das Geld alle ist. Entspannung!

Die beiden sind wohl um die 20 Jahre alt. In diesem Alter schafft man auch München - Ankara zu 2. in einem Rutsch.

Was soll denn im ach so wilden Italien passieren? Die fahren dort viel besser als die Deutschen. Mitschwimmen, nicht pennen, Augen auf. Dann kommt man in Italien wunderbar voran.

Zitat:

@klebi schrieb am 18. April 2023 um 08:36:01 Uhr:



@DerSkiller10k
Das eigentliche Problem sehe ich in der fehlenden Fahrpraxis. Wenn ich das richtig verstehe, besitzt du zwar schon eine Weile den Führerschein, fährst aber kaum Auto. Und die Freundin ist völlige Fahranfängerin. Und ihr wollt das mit einem ungewohnten Mietwagen machen.

Da fährt halt er von Muc nach Trento, sie dann von Trento nach Bologna (flach-geradeaus), er Bolo irgendwo in Umbrien (da ist dann ca. Mittag, größere Pause), sie ab da->Caserta/Napoli und er dann den Rest+Landstrasse.

Zitat:

Der Straßenverkehr in Italien stellt andere Anforderungen an den Fahrer, als der in Deutschland. Die Leute fahren hektischer und riskanter, und das funktioniert nur, wenn alle darauf eingestellt sind. Der Verkehr ist sehr dicht. Die Straßen sind eng und kurvenreich. Die Straßenführung ist an vielen Stellen für uns ungewohnt und damit schwierig zu beherrschen.

Das mag auf den ersten Blick so erscheinen. In Wirklichkeit wird halt gegenüber DE kaum auf die Regeln, aber viel mehr aufeinander geachtet. Man drückt sich langsam in die Vorfahrtstrasse rein, bis einen einer reinläßt. Genauso besteht man selbst nicht auf seinem Vorfahrtsrecht und läßt andere vor. Dafür kann man aber auch trotz Gegenverkehr durch die Mitte überholen, wenn genug Platz ist.

Zitat:

Fazit: Das wird schon unabhängig von der Streckenlänge eine eher anstrengende Autoreise.

Wenn man kein Rennen draus macht, wird das eine Super Erfahrung in einem der schönsten Länder der Welt.

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