1. "Lange" Autoreise nach Italien

Hallo zusammen,

meine Freundin und Ich werden Anfang Juni (Samstag) von München nach Ascea fahren.
Einfach beträgt die Strecke 1.250km. (Laut GMaps ca 11:30Std. Wie lange braucht man real dafür?)
Ich habe bereits seit 2019 meinen FS, bin jedoch nie mehr als 600km am Tag in den Urlaub gefahren.
Meine Freundin hat noch nicht ganz ein halbes Jahr ihren FS und ist dementsprechend nie länger als 150km am Stück gefahren bzw. auch noch nicht im Ausland unterwegs gewesen

Wir überlegen im Moment wann wir losfahren sollten (3 Uhr?) und wie oft wir Pausen einlegen sollen.

Wir würden höchstwahrscheinlich mit einem Mini JCW Cabrio fahren und uns natürlich abwechseln.

Wann würdet ihr fahren und wie würdet ihr wechseln bzw. Pause machen?

Hoffe es wird nicht ganz so langweilig 12std mit ACC die Autobahn runterzugleiten.

Vielen Dank für euere Hilfe 😉

Felix

Route
61 Antworten

Wir werden im Sommer rund 1000 km in die Toskana fahren. In jungen Jahren bin ich solche Strecken und auch weiter am Stück (nach Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, England, Schottland) auch durch die Nacht gefahren, denn nachts ist weniger los. Aber der Körper will dann seinen gewohnten Schlaf. Daher fahre ich im nun gesetzteren Alter von 60+ lieber um 6 Uhr in der Früh los und komme am Abend mit entspannten 100-110 km/h Tempomat an.
Aber jeder Körper ist anders. Als junger Fahrer wird man das ein wie das andere ausprobieren müssen, das kann kein Dritter entscheiden.

Zitat:

@ktown schrieb am 17. April 2023 um 13:27:52 Uhr:


Bei 11:30 Stunden Fahrt ist man so oder so gerädert. Bei Abfahrt am Morgen fährst du aber die größte Zeit in der prallen Sonne Italiens und da bist du auch mit Klima trotzdem geschlaucht.

Och, in Spanien hält man das ganz gut aus

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 17. April 2023 um 13:40:54 Uhr:


Nachts kann man bei wenig Verkehr gut Strecke machen. Das lieber am Anfang mit guter Konzentration.

Stimmt, ist ja auch viel besser am Ende dann, bei vollen Straßen, Müde zu sein. 🙄

Zitat:

Wann würdet ihr fahren und wie würdet ihr wechseln bzw. Pause machen?

Pause eigentlich wie empfohlen spätestens alle zwei Stunden. Wenn man nachts fährt, ist halt weniger Möglichkeiten da an Restaurationen oder kurzen Spaziergängen. Wobei z. B. in Frankreich schon sehr oft Fitnissstationen aufgebaut sind, in Katalonien hast noch nicht mal ein WC. Ansonsten immer der, welche gerade fit ist. Wir schlagen uns da eher drum zu fahren, weil wir beide mindestens bis 3 oder 4 Uhr fit sind. (Aber ein Jahr fielen auch schon bei Paderborn (!) die Augen zu). IMMER drauf achten, nicht überschätzen, Sekundenschlaf kann schnell kommen.

Vor Ort. Das lässt sich nicht beschreiben. Siebter Sinn. Dan hat man oder nicht. Am besten "when in rome"

Zitat:

@DerSkiller10k schrieb am 17. April 2023 um 12:37:13 Uhr:


Einfach beträgt die Strecke 1.250km. (Laut GMaps ca 11:30Std. Wie lange braucht man real dafür?)
....
Wir überlegen im Moment wann wir losfahren sollten (3 Uhr?) und wie oft wir Pausen einlegen sollen.

Die Fahrzeit ist ohne Staus realistisch. Etwaige Staus kann man jetzt nicht sinnvoll vorhersagen.

Ich bin ein großer Fan davon, lange Strecken Nachts zu fahren. Daher wäre meine Startzeit eher so 21:00 Uhr.
Gewechselt wird, sobald sich der jeweilige Fahrer müde fühlt. Das setzt natürlich voraus, dass der Beifahrer auch während der Fahrt schlafen kann und das auch tut.

Auf diese Weise fahren wir (zwei Fahrer) problemlos Strecken von 1.750 km nach Mittelschweden am Stück. Dafür brauchen wir rund 17 Stunden und kommen, zwar etwas erschöpft, aber keineswegs kaputt am Zielort an.

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Zitat:

@Emsland666 schrieb am 17. April 2023 um 14:17:50 Uhr:


(Aber ein Jahr fielen auch schon bei Paderborn (!) die Augen zu. IMMER drauf achten, nicht überschätzen, Sekundenschlaf kann schnell kommen.

Für solche Fälle das Auto möglichst so packen, dass man notfalls irgendwo rausfahren kann und 2-3Std schlafen kann. So sind wir mal auf einer 1100km Strecke nach Südwestfrankreich, die im Normalfall gut in einem Rutsch zu zweit zu fahren ist, in Paris in einen gut 4Std. Stau spät abends gekommen, so dass wir hinter Paris erst mal eine Pause mit etwas Schlaf einlegen mussten.

Bei 1250km sollte man auch mal einen Flug plus Leihwagen gegenrechnen. Schließlich fallen neben Sprit und Verschleiß noch ca. 100Euro Maut pro Strecke an. Der Routenplaner sagt gerade realistische 14Std für die Strecke. Mit Pausen ist man schnell bei 16-17 Std... Man sollte beim Fliegen nicht nur die Kosten sehen, sondern auch den Gewinn an Urlaubszeit und -erholung, was umso stärker ins Gewicht fällt, je kürzer der Urlaub ist.

Zitat:

@DB NG-80 schrieb am 17. April 2023 um 13:57:52 Uhr:



Zitat:

@berlin-paul schrieb am 17. April 2023 um 13:40:54 Uhr:


Nachts kann man bei wenig Verkehr gut Strecke machen. Das lieber am Anfang mit guter Konzentration.

Stimmt, ist ja auch viel besser am Ende dann, bei vollen Straßen, Müde zu sein. 🙄

Richtig erkannt, auch wenn du nur sticheln willst. Ausgeruht und halbwegs frisch ist der durch Eintönigkeit geprägte Autobahnanteil eher ohne größere Müdigkeitsmomente zu bewältigen. Wenn dann hintenraus alles etwas belebter wird, dann sorgt das Adrenalin für die Aufmerksamkeit. Andersrum funktioniert es eher sehr schlecht.

Zitat:

@Anselm-M schrieb am 17. April 2023 um 14:43:39 Uhr:



Zitat:

Der Routenplaner sagt gerade realistische 14Std für die Strecke.

Aber nur, wenn man jetzt gerade losfährt und alle Staus mitnimmt.
Versuche mal als Abfahrtzeit 22:00 Uhr und schon sind es eher 12,5 Stunden.

Pausen sind etwas sehr individuelles. Ich persönlich fahre lieber durch und schlafe auf dem Beifahrersitz.

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 17. April 2023 um 13:15:44 Uhr:


Freitag am späten Abend starten.

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 17. April 2023 um 14:52:32 Uhr:


Ausgeruht und halbwegs frisch ist der durch Eintönigkeit geprägte Autobahnanteil eher ohne größere Müdigkeitsmomente zu bewältigen.

Wenn man den Freitag tagsüber nichts anderes getan hat als auszuruhen, ist man abends ausgeruht und halbwegs frisch. Dann ist der Tag aber auch im Eimer, und man hätte gleich tagsüber fahren können mit Übernachtung und im gewohnten Biorhythmus.

Ich jammere nie, wenn wegen Sommer-Winter-Zeitumstellung mal eine Stunde fehlt. Aber eine ausgefallene Nacht (kann man im Mini JCW Cabrio wirklich schlafen?) ist doch was anderes.

Zitat:

@Emsland666 schrieb am 17. April 2023 um 13:42:20 Uhr:


abends gegen 10 Uhr losfahren.

Zitat:

@Emsland666 schrieb am 17. April 2023 um 14:17:50 Uhr:


weil wir beide mindestens bis 3 oder 4 Uhr fit sind

Dir ist aber schon klar, das man bei 12 Stunden fahrt, um 4 Uhr nicht mal bei der Hälfte der Strecke geschafft hat, wenn man alle 2 Stunden Pause macht?

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 17. April 2023 um 14:52:32 Uhr:


Richtig erkannt, auch wenn du nur sticheln willst. Ausgeruht und halbwegs frisch ist der durch Eintönigkeit geprägte Autobahnanteil eher ohne größere Müdigkeitsmomente zu bewältigen. Wenn dann hintenraus alles etwas belebter wird, dann sorgt das Adrenalin für die Aufmerksamkeit. Andersrum funktioniert es eher sehr schlecht.

Was hat das mit sticheln zu tun? Wenn er um 9 Uhr losfährt, dann ist er 22-23 Uhr da, in der Zeit sollte jeder normale Mensch in der Lage sein wach zu bleiben so völlig ohne Tricks.

Bei 1250km sollte man auch mal einen Flug plus Leihwagen gegenrechnen. Schließlich fallen neben Sprit und Verschleiß noch ca. 100Euro Maut pro Strecke an. Der Routenplaner sagt gerade realistische 14Std für die Strecke. Mit Pausen ist man schnell bei 16-17 Std... Man sollte beim Fliegen nicht nur die Kosten sehen, sondern auch den Gewinn an Urlaubszeit und -erholung, was umso stärker ins Gewicht fällt, je kürzer der Urlaub ist.

Das haben wir auch schon geschaut, alleine der Flug für 2 Personen 550€ + 750€ Mietwagen vor Ort + Maut + Tank
Wir zahlen 650€ für Mietwagen in DE + Maut + Tank

In I kann man außerhalb der Hotspots durchaus gut und günstig übernachten. 12+X Std. in einer JCW Knallbüchse? Würde ich mir gut überlegen…
Vorteil ist das es Anfang Juni noch recht ruhig auf Italiens Straßen ist.
Und noch ein paar gut gemeinte Tipps:
1. Kreditkarte für Mautstellen (+Backup Kleingeld)
2. nicht heizen, kann teuer werden!
3. Sistema Tudor! Einlesen!
4. ZTL Zonen, einlesen!
5. je weiter südlich, Spiegeltrick, einlesen!
6. Niemals das gepackte Auto aus den Augen lassen und niemals Wertsachen drin lassen.

Wir wohnen 100 km nördlich von München und fahren in die Toskana so gegen 2 Uhr los. Insofern finde ich 3 Uhr schon eine gute Zeit, es kommt aber auch auf euch an. Es gibt Menschen die weckst du zu jeder Zeit auf und sie „funktionieren“ und es gibt welche wenn du die um 3 Uhr weckst und dann unfähig zu allem sind weil unausgeschlafen 😁.
Ein Tipp noch: In Italien wird auf der linken Spur noch mehr und extremer gedrängelt als bei uns, ich nutze gerne die mittlere oder die rechte wo es drei- oder vierspurig ist.

Zitat:

@DerSkiller10k schrieb am 17. April 2023 um 16:07:55 Uhr:


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Bei 1250km sollte man auch mal einen Flug plus Leihwagen gegenrechnen. Schließlich fallen neben Sprit und Verschleiß noch ca. 100Euro Maut pro Strecke an. Der Routenplaner sagt gerade realistische 14Std für die Strecke. Mit Pausen ist man schnell bei 16-17 Std... Man sollte beim Fliegen nicht nur die Kosten sehen, sondern auch den Gewinn an Urlaubszeit und -erholung, was umso stärker ins Gewicht fällt, je kürzer der Urlaub ist.
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Das haben wir auch schon geschaut, alleine der Flug für 2 Personen 550€ + 750€ Mietwagen vor Ort + Maut + Tank
Wir zahlen 650€ für Mietwagen in DE + Maut + Tank

Ihr mietet den Mini? Warum mietet Ihr Euch nicht einen komfortableren Wagen? Bist Du schon einmal einen Mini JCW gefahren? Das ist eine Schlaglochsuchmaschine, hat aber den Vorteil, dass man keine Chance hat einzuschlafen bei dem Gerumpel....

Da Du ja nach Rat fragst: Ich würde mir einen komfortableren Wagen suchen, wenn Ihr die Möglichkeit habt. Ich würde als unerfahrene Fahrer, wie Ihr es beide seid, auf gar keinen Fall nachts fahren. Das zu raten, halte ich für sehr fragwürdig. Ich würde mogens bei Tagesanbruch losfahren und schauen, wie weit Ihr kommt. Wenn es gar nicht geht, würde ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit schauen. Oder ich würde, wie hier auch schon geraten worden ist, von vornherein nach einem schönen Zwischenziel Ausschau halten.

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 17. April 2023 um 16:52:58 Uhr:


Ich würde mogens bei Tagesanbruch losfahren und schauen, wie weit Ihr kommt.

An einem Samstag im Juni von München Richtung Österreich könnte man bei schönem Wetter beim Start zum Tagesanbruch voll im Ausflugsverkehr festsitzen. Ich fände von daher halb in der Nacht oder Abends noch loszufahren gar nicht so doof. Je nach Wochenende sollte man den Pfingstferienverkehr im Auge haben.

Die Nacht durchfahren würde ich nicht - hab ich früher auch gemacht, 1.400 km am Stück - das Risiko einzuschlafen ist in der Morgendämmerung am Größten. In den letzten Jahren haben wir dann ungefähr nach 900km übernachtet um dann streßfrei am Urlaubsort anzukommen.

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