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1.4, Neuen Anlasser falsch angeschlossen?

VW Lupo 6X/6E
Themenstarteram 7. Februar 2016 um 22:04

Hallo,

ich habe ein Problem mit meinem neuen Anlasser (1.4 AUD 60PS).

Nach dem Einbau muss sich der Anlasser etwas ansträngen, damit der Motor startet.

Die Situation ist vergleichbar als ob die Batterie zu schwach wäre. Beim Startvorgang glimmt auch die ABS-Leuchte. Der neue Anlasser benötigt laut Beschreibung 1,1 kW und der alte 0,9 kW. Ich denke, dass die Batterie einfach schon zu schwach und zu alt für den stärkeren Anlasser ist, oder? Ich habe deswegen heute bereits eine stärkere Batterie bestellt.

Jedenfalls habe ich ein weiteres größeres Problem mit dem Anlasser.

Wenn der Motor gestartet ist, kommen aus dem Motorraum schnelle "Tick, Tick, Tick, Tick, ..."-Geräusche,

die vorher nicht vorhanden waren. Zusätzlich wenn der Motor etwas Warm geworden ist und ich das Auto erneut aus- und einschalte kommt eine Art von leisen Pfeif- oder Quietsch-Geräuschen aus dem Motorraum (fast schon wie eine Art Turbolader :D).

Diese Geräusche reagieren auf die Drehzahl der Motors. Wenn das Auto z.B. ausgeschaltet wird, hört sich das so an, als ob kurz was noch sich dreht und zum stehen kommt.

Kann es sein, das ich den Anlasser falsch angeschlossen habe und die Lima nun ganze Zeit den Anlasser mit Strom versorgt?

Hat jemand vielleicht ein Bild von seinem angeschlossenen Anlasser?

Viele Grüße

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16 Antworten

Hallo,

falsch anschließen kann man einen Anlasser eigentlich nicht.

Es sind doch beim Wechsel nur zwei Kabel zu lösen, die man kaum verwechseln kann.

Aber man kann einen Anlasser falsch einbauen oder sogar einen falschen Anlasser einbauen.

Hast Du dich anhand der Motordaten davon überzeugt, dass der Neue auch zu deinem Motor passt ?

War es überhaupt ein Neuer ? Poste mal den Hersteller und die Teile- oder Artikelnummer.

Warum wurde überhaupt ein neuer Anlasser eingebaut ?

Hatte der alte evtl. nur nicht genug Durchzugskraft ? Das kann auch an schlechtem Massekontakt liegen.

Prüfe mal den Massekabelanschluss am Getriebe in der Nähe des Anlassers.

Ansonsten klingt es nach den von dir beschriebenen Geräuschen ja fast so, als wenn der Anlasser nach dem Motorstart überhaupt nicht ausspurt oder das Ritzel die ganze Zeit vom Schwungrad mit angetrieben wird. :eek:

Der Anlasser wird normalerweise nur dann mit Strom aus der Batterie versorgt, wenn der Magnetschalter in seiner Funktion als Relais in Aktion tritt. Dieses geschieht, indem man per Zündschlüssel den Kontakt im Zündanlassschalter zwischen Batterie und Magnetschalter herstellt. Sobald man den Zündschlüssel los lässt, muss der Anlasser ausspuren.

MfG

Themenstarteram 8. Februar 2016 um 11:02

Es war ein Anlasser aus der Bucht.

Ausgenommen vom Unterschied von 0,9 zu 1,1 kW gab es noch einen Unterschied.

Der aus der Bucht hat diesen Staubschutz. Der alte hatte diesen nicht und der Bolzen an dem das Ritzel befestigt ist, war beim alten etwas länger (am Ende war aber auch eine Hülse montiert, die auf dem Foto nicht zu sehen ist).

Der alte Anlasser ist nach den Frosttagen kaputt gegangen. Dieser schaffte öfters mal nur nach dem zweiten Versuch den Motor zu starten, da er meinte sich in der "Luft" zu drehen. Des Weiteren kamen aus dem Anlasser nach dem Einschalten kurz Geräusche, er lief also nach.

Viele Grüße

Lupo
Anlasser-starter-vw-lupo-6e1polo

Zeige uns bitte Bilder, auf denen die Beschriftungen deutlich lesbar sind. Und zwar vom alten u. vom neuen Anlasser.

Sollte der neue Anlasser keine Beschriftung haben, so mache ein Bild von der Rechnung. Natürlich sollten Deine Anschrift darauf geschwärzt sein.

Zitat:

@ixoal schrieb am 8. Februar 2016 um 11:02:24 Uhr:

Es war ein Anlasser aus der Bucht.

Ausgenommen vom Unterschied von 0,9 zu 1,1 kW gab es noch einen Unterschied.

Der aus der Bucht hat diesen Staubschutz. Der alte hatte diesen nicht und der Bolzen an dem das Ritzel befestigt ist, war beim alten etwas länger (am Ende war aber auch eine Hülse montiert, die auf dem Foto nicht zu sehen ist).

...

Was meinst Du mit der Hülse ? Doch wohl nicht die in die Getriebeglocke gehörende und sich vielleicht gelöste Laufbuchse für die Anlasserwelle (s. Foto) ? Das Versagen des alten Anlassers könnte damit zusammen hängen.

 

Laufbuchse-anlasserwelle
Themenstarteram 8. Februar 2016 um 14:15

Genau diese Hülse. Die ist jetzt nicht verbaut, da ich gedacht habe diese sei eine Art Abstandshalter, da der Bolzen vom alten Anlasser länger war. Diese Hülse war auf diesem Bolzen aufgesteckt.

Teilenummer meines alten Anlassers: 085911023J

Diese Teilenummer ist auch in der Beschreibung des neuen Anlassers vorhanden:

Zitat:

OE Referenzen (nur zu Vergleichszwecken):

036911023Q, 036911023QX, 085911023B, 085911023BX, 085911023E, 085911023J, 085911023JX, 036911023S 036911023SX 036911025B

Vergleichsnummern:

BOSCH:

0986016790, 0986019311, 0986016800, 0001112027, 0001112028, 0001112044, 0001112045, 0001113013, 0001113014, 0001107025, 0001107026, 0001107103, 0001107104

VALEO:

455981, 455728

HÜCO:

CS788, CS880

Technische Parametern:

Leistung - 1,1kW (original Leistung)

Kommentare:

Der Preis gilt für ein Stück.

Die Anlasser sind neu und wurden aus Components der Valeo Firma für QP gebaut.

PASST FÜR VOLKSWAGEN:

Caddy II (Bj. 1995-2004), Golf III (Bj. 1991-1999), Lupo (Bj. 1998-2005), Polo (Bj. 1994-2001), Vento (Bj. 1992-1998) - 1.0 / 1.4 / 1.4 16V / 1.6

Lupo-neu-anlasser

Zitat:

@ixoal schrieb am 8. Februar 2016 um 14:15:40 Uhr:

Genau diese Hülse. Die ist jetzt nicht verbaut, da ich gedacht habe diese sei eine Art Abstandshalter, da der Bolzen vom alten Anlasser länger war. Diese Hülse war auf diesem Bolzen aufgesteckt.

Diese "Hülse" ist beim Ausbau des alten Anlassers auf der Welle hängen geblieben. Von dieser normalerweise in die Getriebeglocke fest eingepressten Laufbuchse wird das Ende der Anlasserwelle aufgenommen.

Durch die Verwendung des anderen Anlassergehäusetyps mit dem "Staubschutz" wie Du ihn genannt hast, wird die Buchse an der bisherigen Stelle nicht benötigt, weil die entsprechende Buchse sich in dem "Staubschutz" befindet. Insofern hast Du unbewusst die Wahl mit dem geringsten Aufwand getroffen, denn sonst hätte eine neue Buchse wieder zuverlässig fest eingepasst werden müssen.

Das Tickern kann auch eine andere Ursache haben, die nichts unmittelbar mit dem Anlasser zu tun haben muss, z.B. Funkenstrecke vom Zündtrafo oder einem Zündkabel. (Müsste man im Dunkeln besser sehen können)

Das "etwas ansträngen" des Anlassers könnte daran liegen, dass der neue evtl. kein Reduktionsgetriebe enthält, wodurch dem alten auch 0,9 kW gereicht haben und die Batterie weniger belastet hat. Auf jeden Fall würde ich nochmal den Massekabelanschluss am Getriebe in der Nähe des Anlassers überprüfen.

Die Pfeif- oder Quietsch-Geräusche aus dem Motorraum solltest Du zunächst einmal versuchen, näher zu lokalisieren.

Kann denn bei dem neuen Anlasser das Ritzel überhaupt genügend tief in die Verzahnung des Schwungrades eintauchen?

Der alte Anlasser ist also dieser:

https://www.google.de/search?...

Hallo quali,

die Frage habe ich mir auch gestellt, aber der vordere Gehäusedeckel scheint ja so flach zu sein, dass er noch gerade genug Platz hat.

Und auf dem Foto des alten Anlassers ist der Weg für das Ritzel bis zum Anschlagring in der Tat nicht sehr groß.

Der Flansch wird ja wohl beim Einbau voll angelegen haben. Und derart daneben liegen können die Chinesen mit der OEM-Nummernliste doch wohl auch nicht ?

MfG

Zitat aus T4-Wiki

Wohl baujahrabhängig oder abhängig vom Getriebetyp wurden Anlasser mit Welle zur Lagerung am Getriebegehäuse oder ohne Welle verbaut. Bei den Anlassern mit Welle steckt diese in einer eingeschrumpften Gleitlagerbuchse im Inneren des Getriebegehäuses und stützt den Anlasser zusätzlich ab. Bei den Anlassern ohne Welle, die auch als "selbsttragend" bezeichnet werden, ist die Mechanik des Anlassers für die Aufnahme der Kräfte ohne Welle konzipiert. Grundsätzlich können Anlasser mit Welle durch einen selbsttragenden ersetzt werden. Dabei sollte jedoch geprüft werden, ob die Lagerbuchse im Getriebegehäuse noch fest sitzt. Tut sie das nicht, sollte sie entfernt werden, damit sie sich nicht 'selbstständig' macht.

> Dabei sollte jedoch geprüft werden, ob die Lagerbuchse im Getriebegehäuse noch fest sitzt. Tut sie das nicht, sollte sie entfernt werden, damit sie sich nicht 'selbstständig' macht.<

Nach meinem Dafürhalten, müsste bei der selbsttragenden Konstruktion, die Lagerung soweit gegen die Getriebeglocke gedrückt werden, so dass die Lagerbuchse ohnehin sich nicht >selbständiig< macvhen könnte.

Natürllich würde man sie entfernen, wenn sie lose ist.

Meine Bedenken sind, dass der Abstand, den ich in das Bild von Tallker1111, eingezeichnet habe, zu gering ist.

 

Laufbuchse-anlasserwelle-5875879306908035486-kopie
Themenstarteram 9. Februar 2016 um 22:50

Hallo Leute,

vielen Dank für eure Antworten.

Der Anlasser scheint vollkommen in Ordnung zu sein.

Das Problem mit den Geräuschen scheint ein ganz anderes zu sein. Ich habe ein manuelles Kupplungsseil.

Es hat sich anscheinend die Kontermutter gelöst und das ganze Seil hat Spiel bekommen. Das ganze konnte durch den Ausbau des Anlassers aus versehen passiert sein.

Jedenfalls habe ich das Kupplungsseil angezogen und das Geräusch ist teilweise leiser geworden und reagiert nun auf das Betätigen des Kupplungspedals. Es verschwindet bzw. wird leiser beim drücken des Kupplungspedals. Wenn der Motor nun kalt ist, kommt das Geräusch nicht. Nach ca. 10 - 15 Minuten fängt es dann an.

Kann es sein dass das Kupplungsseil defekt ist? Ich habe es gerade mal drei bis vier Wochen, also neu.

Davor hatte ich kurzzeitig ein neues automatisches Kupplungsseil, das hat sich aber einmal während der Fahrt selbständig verstellt. Nach paar mal betätigen, hat es sich wieder richtig eingestellt. Deswegen dachte ich, es sei endlich Ruhe mit dem Kupplungsseil, wenn ich mir das Manuelle einbaue.

Das Kupplungsseil ist nun fast auf das Maximum angezogen. Jetzt knackt das Kupplungspedal öfters mal beim betätigen und los lassen, das Geräusch aus dem Motorraum reagiert nun auf das Betätigen des Pedals. Ich werde nun langsam verrückt.

Kann nun das Problem am Kupplungsseil liegen? Also soll ich ein drittes kaufen?

Oder hat sich doch etwas an der Kupplung verabschiedet?

Ahja, die neue Batterie mit 60 Ah (vorher nur 44 Ah und alt gewesen) startet den Anlasser nun ohne Probleme.

Vielen Dank euch nochnmal!

Beim manuellen Kupplungsseil kann so gut, wie nichts kaputt gehen

Du solltest durch eine zweite Person das Kupplungspedal treten lassen und dabei im Motorraum überprüfen, wieviel Spiiel am Ausrückhebel vorhanden ist.

Themenstarteram 10. Februar 2016 um 9:00

Was meinst du genau mit Spiel? Folgendes ist mir gerade auf dem Weg zur Arbeit aufgefallen. Der Start und die Hinfahrt sind normal. Sobald der Motor warm ist und ich ihn aus und einschalte, dann kommt erst das Geräusch, welches auf das Pedal reagiert. Vorher nicht (beim letzten Beitrag schrieb ich etwas anderes, da ich den Motor zu diesem Zeitpunkt öfters an uns aus gemacht habe)

Hallo Leute,

das Problem hat sich nun erledigt. Es war doch der neue Anlasser schuld. Dieser Staubschutz war 1 bis 2 mm zu dick.

Nach dem ich den Anlasser ausgebaut habe, sieht man ganz deutlich dass das Schwungrad sich auf dem Staubschutz des Anlassers verewigt und eine Kerbe hinterlassen hat (siehe Foto).

Ich habe heute den zweiten Anlasser den ich vom Verkäufer erhalten habe eingebaut.

Vorher habe ich allerdings an der gleichen Stelle mit einer Pfeile etwas Material abgetragen.

Nun hat sich das Problem gelöst. Ich habe bei den ersten Startvorgängen noch ein seeeehr minimales Geräusch gehört, welches sich aber wahrscheinlich nach zwei weiteren Startvorgängen in Luft aufflöst.

Das Problem vom drehzahlabhängigen Pfeif- bzw. Drehgeräuschen die auf die Kupplung reagieren sind nun Geschichte. Welch ein Glück! Ich bin mir nämlich Sicher, das nicht nur diese paar mm schuld hatten, sondern das auch der Anlasser schon beim Auspacken defekt war. Da bei Erwärmung des Motors und beim ersten Ein- und Ausschalten das Ritzel nicht vollständig auf seine ursprüngliche Position gesprugen ist und sich immer etwas mit dem Schwungrad gedreht hat.

Ich hoffe das ich mit diesem Beitrag etwas Licht ins Dunkle bringe und anderen Leuten beim gleichen Problem aushelfen kann :)

Man lernt nie aus. Ich wusste z.B. nicht dass sich das Schwungrad minimal unterschiedlich schnell dreht, je nach dem ob die Kupplung gedrückt oder nicht gedrückt wird. Dies ist aber so minimal, dass es am Drehzahlmesser nicht erkennbar ist.

Viele Grüße

Lupo-anlasser-zu-dick

Schön, dass Du uns hier eine Rückmeldung gibst. Hast Du Dir die Verzahnung am Schwungrad angesehen? Waren an der auch schon Schleifspuren zu sehen?

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