0.25 % Versteuerung Geldwertervorteil Firmenwagen

BMW i5 G60

Hallo zusammen,

die Grenze soll angeblich bald auf 95.000 Euro erhöht werden, siehe: https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

Kennt sich jemand mit dem Thema hier aus? Was passiert wenn mein neuer i5 im September zugelassen wird, aber die Grenze bspw. zum 01.10.24 odef 01.01.25 angepasst wird, kann man das dann rückwirkend gelten machen? Bei meinen Arbeitsweg von (55 km einfache Strecke) würde dauerhaft 0,25 % Besteuerung echt ein Segen sein.

LG

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Nur zur Abrundung: Für Verbrenner gibt´s keine Vergünstigung von 0,25:

Zitat:

bei Anschaffung nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2031 nur zu einem Viertel anzusetzen, wenn das Kraftfahrzeug keine Kohlendioxidemission je gefahrenen Kilometer hat und der Bruttolistenpreis des Kraftfahrzeugs nicht mehr als 70 000 Euro beträgt

Für Plugin-Hybride kann man zwar schon heute die 0,5(%) in Anspruch nehmen, dafür muss aber dann die Reichweite im rein-elektrischen Betrieb mit 50km (bei Anschaffung bis 31.12.24) bzw. 80km (bei Anschaffung ab 2025) passen.
Hier kann schon heute zum BMW 550e G6x gegriffen werden, da dieser ja eine rein elektrische Reichweite von 90km aufweist - das ist aber eine andere Baustelle und wohl eine reine Opportunitätsentscheidung, ob ich mir als Firmenfahrzeug den schwächeren 540iX G6x hole oder den noch stärkeren 550e, der einem dann auch noch netto günstiger kommt.

Die Erhöhung des BLP von 70k bis 95k bezieht sich nur auf Fahrzeuge ohne Kohlendioxidemissionen im Betrieb.

Ich bin persönlich gegen für die Abschaffung der Begünstigung für Hybride. Die Hybridisierung ist schon im nichtbegünstigten Mildhybrid meines M340i eine echte Verbesserung und wir brauchen insgesamt Verbesserungen. Aber diese Diskussion will ich an dieser Stelle nicht aufmachen, aber du sagst ja selbst @DerWeise , dass du (heute) privat auch noch keinen BEV holen würdest - und das auch guten Gründen. Und ich sehe auch mittelfristig gerne zumindest Mildhybrid oder Hybride in den Ländern, in denen der Entwicklungsstand heute in weiten Teilen noch so niedrig ist, dass eine vollumfassende Elektrifizierung dort noch gar nicht gedacht werden kann.

Zitat:

@dabiggy schrieb am 17. Januar 2025 um 12:55:50 Uhr:


Nein, über 95 TEUR konfigurieren die wenigsten MA, weil auch die Leasingrate meist zu teuer ist oder die Motorleistung zu hoch ist und deswegen die Fahrzeuge nicht gehen. Der Q6 aber bspw. würde gerade so reinpassen, aber wie gesagt "nackt" unter 70k. Wir haben 500 Personen im Unternehmen, ich habe mit 5 "immer noch" Benzinfahrern gesprochen und 3 davon warten auf die 95k. Das ist natürlich nicht represantativ.

Das habe ich ja in meinen Betrachtungen gar nicht erfasst. Dort sind die Einbußen ja noch wesentlich größer, da man den Benzinern standardmäßig mit 1% (+0,03%, +0,002%) besteuert. Oder anders ausgedrückt müssten die BEV´s dann mindestens 4x so teuer werden, damit das Steueraufkommen gleich bleibt. Hieße im Umkehrschluss, dass die 5 Kollegen aktuell noch nicht einmal einen halbwegs ordentlich motorisierten Opel Corsa fahren dürften (95/4=23,75) [respektive gerade einmal einen günstigen PHEV 95/2=47,5 ].

..die Eigenanteile kommen natürlich hinzu, manchen aber die Betrachtung fast unmöglich, da ein Sachbezug nur dann und insoweit zum zu versteuernden geldwerten Vorteil führt, wenn auch etwas vom Sachbezug verbleibt. Es kommt also dort darauf an, wie hoch die Zuzahlung ist und man muss eigentlich die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auf den Einzelfall abstellen. Aber das habe ich ja irgendwann mal zuvor schon imho ausgeführt.

Ich glaube ich fasse das zuvor Geschriebene einfach mit den Worten zusammen, dass ich euch die 95k BLP-Grenze gönne, aber weiterhin nicht daran glaube. Und ich bin gespannt, ob ich nicht vielleicht doch die nächsten Monate überrascht werde, weil die 95k doch durchgewunken wird. Ich drücke euch die Daumen!

Das mit dem Lohnsteuer Ausfall kann man denke ich nicht gleich setzen. Ich habe noch 40 km Arbeitsweg zu versteuern. Bei 1% müsste ich zwischen 2000 Euro Brutto für einen vergleichbaren Benziner aufbringen.
Dazu wäre ich nicht bereit und würde dann halt wieder Golf/Oktavia fahren

Das habe ich auch jeden Monat, ist mir aber vollkommen egal, da man es ja nur versteuern muss. Wenn ich das Fahrzeug privat fahren würde, wären die Kosten komplett andere als diese 2000 Euro brutto.

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Es gibt aber auch viele (90% aller derer die ich kenne) die nehmen gern das große Auto. Wenn es aber so teuer ist würden sie zum normal günstigen Auto greifen und das Geld lieber ins Haus, Wohnung Urlaub etc investieren.

Klar gibt's immer welche, denen so ein Auto auch viel Geld wert ist aber das ist nicht die Masse der DW Fahrer

Der Steuerausfall durch die generelle Dienstwagenregelung (auch Verbrenner) wird auf grob 10 bis 14 Milliarden EUR pro Jahr taxiert - allerdings großzügig geschätzt.

Da machen die BEV an sich nur einen kleinen Teil aus. Dennoch wäre es im Hochpreis-Segment ein weiterer rechnerischer Steuerausfall, den man sich bei der aktuellen Haushaltslage dann wohl kaum ans Bein binden will.

Aber vielleicht belehrt uns eine neue Regierung ja eines besseren, wenn dann der Multimillionär am Drücker ist und an seine anderen Millionärsfreunde mit Elektro-Firmenwagen denkt. 🙂

Zitat:

@Xentres schrieb am 17. Januar 2025 um 14:28:45 Uhr:


Der Steuerausfall durch die generelle Dienstwagenregelung (auch Verbrenner) wird auf grob 10 bis 14 Milliarden EUR pro Jahr taxiert - allerdings großzügig geschätzt.

Da machen die BEV an sich nur einen kleinen Teil aus. Dennoch wäre es im Hochpreis-Segment ein weiterer rechnerischer Steuerausfall, den man sich bei der aktuellen Haushaltslage dann wohl kaum ans Bein binden will.

Aber vielleicht belehrt uns eine neue Regierung ja eines besseren, wenn dann der Multimillionär am Drücker ist und an seine anderen Millionärsfreunde mit Elektro-Firmenwagen denkt. 🙂

Hier werden Zahlen in den Raum gestellt, die jeder Grundlage entbehren. Eine Quelle wäre toll….

Ist vermutlich wie mit den entstandenen Schäden durch Raubkopien gerechnet, jede Person die eine Software oder Film bezogen oder geschaut hat, hätte ansonsten die selbe Menge zum Vollpreis konsumiert oder bezogen.

So würde sich natürlich jeder Dienstwagenfahrer alle drei Jahre einen neuen mittel- oder oberklasse Neuwagen kaufen, natürlich zum unverhandelten Listenpreis. 😁

Wie gesagt, die hohen Werte sind nicht unumstritten.

"Mit fossilen Brennstoffen betriebene Dienstwagen werden nach einer Studie der nicht unumstrittenen Umweltschutzorganisation Transport & Environment (T&E) allein in Deutschland jährlich mit 13,7 Milliarden Euro staatlich subventioniert."
https://www.autoflotte.de/.../...uro-fuer-verbrenner-jaehrlich-3567352

Es gibt da aber auch niedrigere Berechnungen:

"Laut Berechnungen des Bundesamts beträgt das jährliche Subventionsvolumen mindestens 3,1 Milliarden Euro, weniger konservative Schätzungen kämen auf mehr als fünf Milliarden Euro."

Handelsblatt 2022
https://www.handelsblatt.com/.../28623450.html

"Laut einer Studie fördert der Staat mit bis zu 5,5 Milliarden Euro jährlich überwiegend den Absatz teurer und CO2-intensiver Verbrenner-Autos. Davon profitierten größtenteils die einkommensstärksten zehn Prozent der Bevölkerung mit mehr als 80.000 Euro Bruttojahresgehalt. Dies meldet der Deutscher Caritasverband e.V. Die Studie untersuche mehrere Reformoptionen, mit denen das Dienstwagenprivileg gerechter und klimafreundlicher ausgestaltet werden kann."

https://www.steuerzahler.de/.../?...

Der Steuerzahlerbund betrachtet aber wohl nur die "teuren Fahrzeuge" und rechnet mit 5,5 Milliarden dafür - daher sind die 10 bis 13 Milliarden inklusive auch günstiger Firmenwagen vielleicht nicht ganz so falsch.

Kann sich jeder seinen Teil dazu denken.

Bei einem Bundeshaushalt 2024 von 500 Mrd Euro… Das ist schon nicht unwesentlich. Es sollte gut überlegt sein, ob man ein solches Subventionsprogramm wirklich weiter ausbauen möchte. Von Reduzieren hab ich noch gar nicht gesprochen

Schade, dass keiner der Artikel die Herangehensweise für diese Zahlen skizziert und unter welchen Annahmen sie getroffen wurden, das Szenario wie es in den Annahmen ohne diese Firmenwagen"subvention" laufen würde, würde mich schon interessieren, ohne jetzt mehrere Stunden damit verbringen zu müssen.
Die Firmenwagenfahrer würden vermutlich deutlich öfter wieder Wegstrecken in ihrer Steuererklärung abrechnen, was sie aktuell nicht zu lasten des Staats tun und der Umschlag von häufig hochpreisigen Fahrzeugen würde sich dadurch verringern. Ergo man benötigt weniger Produktions- und Vertriebskapazitäten (Mensch, Maschinen, Immobilien) die wiederum aktuell auch Steuern einbringen.
Auch den Punkt der Ungerechtigkeit sehe ich zwiegespalten und ist natürlich auch immer etwas Fallbasiert, aber das "Privileg" habe ich, weil ich sehr viele Jahre sehr viel Zeit auf der Straße oder in Hotels verbracht habe und das auch jederzeit je nach Kundensituationen wieder so kommen kann. Dieses Leben können sich viele gar nicht vorstellen, immer in einer fremden Umgebung und so viel Zeit unterwegs zu verbringen/verschwenden. Da ist es einfach ein positiver Seiteneffekt, den andere durch ihre Tätigkeiten beispielsweise im Handwerk, als Steuerfachangestellter, Kfzler oder Mitarbeiterrabatte im Einzelhandel ebenso haben. Für mich hat das eher was von leben und leben lassen, aber...

Zitat:

@Feivel schrieb am 18. Januar 2025 um 11:35:10 Uhr:


Auch den Punkt der Ungerechtigkeit sehe ich zwiegespalten und ist natürlich auch immer etwas Fallbasiert, aber das "Privileg" habe ich, weil ich sehr viele Jahre sehr viel Zeit auf der Straße oder in Hotels verbracht habe und das auch jederzeit je nach Kundensituationen wieder so kommen kann. Dieses Leben können sich viele gar nicht vorstellen, immer in einer fremden Umgebung und so viel Zeit unterwegs zu verbringen/verschwenden. Da ist es einfach ein positiver Seiteneffekt, den andere durch ihre Tätigkeiten beispielsweise im Handwerk, als Steuerfachangestellter, Kfzler oder Mitarbeiterrabatte im Einzelhandel ebenso haben. Für mich hat das eher was von leben und leben lassen, aber...

Sorry, das hat gar nichts mit "Leben und Leben lassen" zu tun.
Bitte einfach zurück zum Ursprung denken:
- Wer profitiert davon, dass Du viel Zeit auf der Straße/in Hotels verbringst? Genau, Dein Arbeitgeber (oder Du selbst bei Selbstständigkeit).
- Also muss dann Dein Arbeitgeber für einen annehmbaren Komfort für den Mitarbeiter sorgen, wenn so ein Mitarbeitereinsatz für den Arbeitgeber gewinnbringend ist.
- Die echten Kosten dieses Komforts darf der Arbeitgeber vom Gewinn abziehen und somit von der Steuer abziehen. Das ist fair und genug.

Jegliche weitere Steuergeschenke sind asozial, weil sie die anderen Steuerzahler finanzieren.

Ich bin mir nicht sicher inwieweit wir uns hier noch im Kontext des Threads aufhalten, wenn wir das fortführen.
Aber ich verstehe auch deinen Punkt und der mag auch sehr häufig zutreffen, dass der Firmenwagen in manchen Positionen mehr Goodie als Notwendigkeit ist. Aber was wäre der Umkehrschluss, ich führe Fahrtenbuch, kriege ein dauerhaftes (preiswerteres) Poolfahrzeug dienstlich und allokiere für mich allein dann zwei Fahrzeuge und habe häufig totes Kapital rumstehen, welches noch einen zusätzlichen Stellplatz in der Großstadt blockiert. Privat nehme ich mir dann eher einen ein bis zwei Jahre alten 35k Wagen und den nutze ich 6 Jahre lang.
Da hinkt für mich dann diese "Kluft bei den Steuereinnahmen", die durch die DW-Regelung entsteht, weil der geringste Teil sich genau dieses Dienstfahrzeug alle ~3 Jahre Neu kaufen würde, wodurch die hypothetisch eingenommenen Steuern dann eben in der Realität deutlich geringer ausfallen werden. Weshalb ein Fahrzeug, welches vom AG und AN in Teilen getragen wird, doch per se nichts schlechtes sein muss.

Auch die angehängte Grafik von Faktenfuchs: Dienstwagenbesteuerung bei einem 520D zeigt es sehr schön, auch wenn sie eigentlich damit das Gegenteil untermauern wollen. Verglichen mit einem Neufahrzeug stellt es einen DW Besitzer besser, aber wie gesagt, für mich ist das eine Milchmädchenrechnung den Status Quo zu nehmen, um die potenziell entgangene Steuern zu berechnen, weil ohne die DW Regelung, werden wir ein andere PKW Landschaft in DE vorfinden, die steuerlich nicht mehr so ertragreich ist und dann hat niemand etwas gewonnen. Die deutschen Premium Marken eher noch etwas verloren.

Ich persönlich zahle btw. deutlich mehr als nur die Versteuerung und musste wirklich rechnen, ob ich das noch für das privat genutzte Dienstfahrzeug abgewogen bekomme. Zum einen finanziell und zum anderen ist man bei der Wahl auch nicht so uneingeschränkt wie beim privaten Pkw. Ebenso habe ich die Leasingdauer auf 4 Jahre gestreckt, weil die Rate an der ich mich beteilige in dem Fall geringer ausfällt.

Bei den 0,25% für bis zu 95k BLP, da hatte ich vor ein paar Seiten schon geschrieben, wenn das kommt dann schxxxx der Teufel meiner Meinung nach auf den dicksten Haufen. Bei den 0,5% sehe ich es noch als zu verarguemntieren, weil das E-Fahrzeug eben noch (finanzielle) Nachteile bringt, dass eine Vergünstigung Sinn macht, wenn man die Zulassung von E-Fahrzeugen pushen möchte. Und diese Geschenke gab es ja auch für private E-Fahrzeugkäufer und für PV-Anlagen Käufer usw.. Wo wiederum andere Gruppen ausgeschlossen wurden. Weshalb ich mir bei alldem denke, leben und leben lassen. Mal triffts einen positiv mal negativ und Missgunst haben wir hier schon genug.

Geldwertervorteil 520D

Wie gesagt, die privaten Aspekte von DW dürften rein logisch nicht in Betracht gezogen werden, sobald die Allgemeinheit auch nur mit einem Cent daran beteiligt wird.
Keep it simple: wer den Nutzen hat, der bezahlt. Kein anderer.

So funktioniert der Staat aber nicht. Es zahlen ja auch alle Steuern für alle Anderen.
Du nutzt auch keine Sozialleistungen aber zahlst dafür. Ich nutze auch niemals das Geld was ich für die Krankenkasse oder sonstige Unterstützungen aufwende. Auch werden div. Industriezweige subventioniert die wir alle mit finanzieren.
Und unterm Strich ist die DW Regelung auch eine (vermutlich auch notwendige) Subventionierung der Auto Industrie.

Es werden immer Gruppen vom Staat bedacht und auch alle zahlen dafür. Und es bleibt für mich ein theoretisches Konstrukt, dass der Staat etwas dazu zahlt. Wie oben bereits andere geschrieben haben hätte ich rein privat auch das 35k Auto vom Gebrauchtmarkt.

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