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03.12.2021 20:29    |    notting    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Förderung, Kommentar, PHEV

Unter welchen auch praktisch gut umsetzbaren Bedingungen findet ihr eine weitere PHEV-Förderung ok?

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Hallo!

 

Die kommende Regierung hat schon ihren Plan zur PHEV-Förderung kundgetan. Warum ich für eine längere PHEV-Förderung bin und so ich aktuell die Probleme sehe, möchte ich in diesem Blog-Artikel beschreiben.

 

„Scheiß Assis, die die PHEV-Förderung abgreifen und wenn das Auto aus dem Leasing zurückkommt, ist das mitgelieferte Ladekabel ungenutzt, weg mit der PHEV-Förderung!“

Derartige Meinungen lese ich in Internet-Foren immer häufiger, auch wenn ich es hier doch sehr überspitzt ausgedrückt habe. Allerdings denken solche Leute IMHO nur von der Tapete bis zur Wand oder nicht einmal soweit.

Bevor Missverständnisse auftreten: Werde mir als nächstes Auto sehr wahrscheinlich ein BEV kaufen.

 

Zunächst einmal hat das ICCT festgestellt, dass PHEV in privater Hand viel mehr mit Strom aus dem Stromnetz gefahren werden als Firmen-PHEV (siehe auch https://www.motor-talk.de/.../...uf-ihrer-realen-nutzung-t6951761.html bzw. ich habe die Studie dort verlinkt).

Einige insb. Privatleute werden noch länger auf PHEV angewiesen sein, denn:

 

1. Nicht jeder kann sich daheim eine Lademöglichkeit einrichten. Z. B. kein fester Stellplatz (zumindest nicht für alle eigenen Autos), die Elektroinstallation wäre umständlich und damit teuer usw.

Habe z. B. Bekannte, in deren Wohngebiet massenhaft Reihenhäuschen hingestellt wurden (von denen sie eines gekauft haben), aber alle Garage sind auf einem separaten Grundstück auf der anderen Straßenseite. D.h. nix mit einfach mal Kabel vom eigenen Stromzähler zum Auto legen. Auf dem Grundstück mit den Garagen ist nicht mal ein Technik-Raum vorgesehen. Eine WEG ist das so wie ich das verstanden habe nicht, also gibt’s keine WEG-artige Instanz bzgl. der Garagen. Und selbst wenn sie auf eigene Faust was machen dürften, wird es teuer weil eigener Hausanschluss nötig was Platz braucht. Zudem gibt’s 2 Hausanschlüsse pro Grundstück nur ausnahmsweise, wenn dann also die nächsten kommen.

Generell gilt: Sobald man das Auto nicht einfach über den Wohnungsstromzähler laden kann, muss man entweder die eine weitere Messstellengebühr und Stromtarif-Grundgebühr bezahlen oder einen Abrechnungsdienstleister bezahlen. Beides macht die Sache teurer.

Insb. an öffentlichen Ladesäulen sind die Tarife oft nicht attraktiv oder wenn doch sind die Ladesäulen ständig belegt. Die Ladesäulen bzw. deren Stromanbindung an denen man eh halten muss bzw. wo man gerade vorbeikommt sind gerade in ländlicheren Gebieten oft schlicht zu schwach um auch wenn man recht viel fährt sinnvoll laden zu können. Mal davon abgesehen, dass viele günstigere BEV nur recht langsam laden können selbst wenn die Ladesäule mehr hergäbe.

 

2. Menschen an Orten mit wackeliger bzw. zu schwacher Stromanbindung. Kenne z. B. Leute im hinteren Schwarzwald, die nur sehr begrenzt Leistung über den Stromanschluss abrufen können, eine dickere Leitung richtig teuer wird. Außerdem fallen immer wieder irgendwelche Bäume auf die Stromleitung, wobei diese reißt. Gerade wenn man so wohnt ist man eher auf’s Auto angewiesen und muss weiter zur Arbeit fahren.

Oder man fährt öfters an Orte mit wackeliger bzw. zu schwacher Stromanbindung. Beispiel Italien-Urlaub: http://www.youtube.com/watch?v=Ny67WJtW4Yw

Ja, das Ladenetz wird immer besser. Allerdings aktuell eher in den Städten und an den Hauptverkehrsrouten.

 

3. Die offizielle Anhängelast (geht hier auch um Garantie und Kulanz, deswegen mag ich Graubereichslösungen nicht) ist bei PHEV tendenziell höher. Z. B. Hyundai Ioniq (der alte, nicht der Ioniq 5) als BEV 0kg und als PHEV 750kg. Ähnl. beim Hyundai Kona, Renault (Clio/)Captur/Zoe (letzterer 0kg und ersterer noch nicht als PHEV verfügbar) und die dicken Premium-Autos insb. von Audi und Mercedes. Das BEV der Klasse M1(G) mit der aktuell mir bekannten höchsten Anhängelast ist der BMW iX mit 2,5t. Gibt aber einige PHEV mit mehr Anhängelast, bis zu 3,5t (größere Anhänger darf man selbst mit dem größten PKW-Führerschein nicht ziehen).

 

Was, wenn es nur noch BEV gäbe?

Was würde z. B. Menschen machen, die defakto ein BEV nehmen müssten weil der Gebrauchtmarkt nichts anderes hergibt und alles andere unterm Strich teurer ist, die aber Probleme mit dem Stromanschluss beim Auto haben und auch nicht sinnvoll genügend öffentlich laden können? Z. B. nicht mal ein Parkplatz auf dem Firmengelände oder wo man auch parkt sind die Ladesäulen immer zu teuer oder belegt?

Bleibt praktisch meist nur ein Stromerzeuger, insb. wenn man tagsüber mit dem Auto auf Arbeit oder sonstwo ist. Einen Stromerzeuger zu benutzen ist mit Sicherheit ineffizienter, da die Energie auf jeden Fall durch den Akku muss, was aber mit Ladeverlusten verbunden ist. Evtl. wird auch mal vergessen ihn rechtzeitig auszuschalten, z. B. wenn der Akku mitten in der Nacht voll ist. Ganz toll, wenn man im Wohngebiet einfach nur weil der Stromanschluss extrem teuer wäre jede Nacht der Lärm und die „unverwehten“ Abgase eines Stromerzeugers hat. Bei einem Auto mit Verbrenner werden die Abgase eher verweht sodass man sie als Außenstehender weniger bemerkt. Bei einem PHEV können Akku und Verbrenner während der Fahrt eher (passend zur Fahrsituation) auf max. mögliche Effizienz optimiert genutzt werden.

Gerade diejenigen die z. B. im Wald wohnen werden ohnehin Stromerzeuger haben und das BEV zur Not auch damit laden.

Achso, Abgase durch Stromerzeuger fallen nicht in die CO2-Statistik des Verkehrssektors, dann ist ja gut :rolleyes:

Übrigens: Stromerzeuger darf man steuerrechtlich betrachtet auch mit viel günstigerem Heizöl betreiben, solange man das nicht während der Fahrt tut. Da bei BEV AFAIK praktisch immer nicht fahren, wenn sie gerade geladen werden, sollte das kein Problem sein. Man muss nur schauen welcher Stromerzeuger auch wirklich längerfristig Heizöl verträgt. Nicht alle Dieselmotoren scheinen das zu vertragen.

 

Woher kommen gebrauchte und damit viel günstigere PHEV?

Dazu kommt: Privatleute kaufen meist Gebrauchte. Und wo kommen die oft her? Richtig, Ex-Firmenwagen. Deswegen finde ich die PHEV-Förderung weiterhin wichtig, selbst wenn sie dort kaum Strom aus dem Stromnetz sehen.

 

Nebenbei: Viele Wallboxen und Ladesäulen haben fest angeschlagene Kabel. Man braucht das mitgelieferte Ladekabel dann überhaupt nicht. Ok, das heißt trotzdem nicht zwangsläufig, dass das PHEV viel mit Strom aus dem Stromnetz gefahren wird.

 

Vorschlag der kommenden Regierung

Der Vorschlag der kommenden Regierung ist, die PHEV-Förderung mittelfristig mit einem Bürokratie-Monster zu verknüpfen, näml. dem Nachweis wieviel das jew. Fahrzeug mit Strom aus dem Stromnetz gefahren ist.

 

Mein Gegenvorschlag

Was könnte man nun tun um es attraktiver zu machen, PHEV mehr zu laden? Ein einfaches Mittel wäre die PHEV-Förderung an die Bedingung zu knüpfen, dass man den Akku mind. mit 7,2kW 2phasig oder je nach Größe auch 11-22kW 3phasig laden kann.

- Keine dieser Lösungen erzeugt höhere Ströme auf einer Phase als es bei 3,6kW 1phasig der Fall ist. D.h. es wird tendenziell weniger/keine Leistung in der Anbindung ans Stromnetz brachliegen gelassen.

- PHEV nerven BEV-Fahrer weniger, weil sie schneller wieder weg sind, auch weil sie eben weniger mögliche elektrische Leistung brachliegen lassen.

- Durch die höhere Ladeleistung macht es mehr Sinn öffentliche Ladesäulen zu nutzen. Insb. in Kombination mit auf die Firma ausgestellten Ladekarten für die Firmenwagen-Fahrer dürfte das deutlich attraktiver sein. Die hohen Spritpreise werden ihr übrigens tun, dass die Leute gerade mit mehr Ladeleistung PHEV eher laden werden.

- Man muss das nur 1x bei Antragsstellung prüfen, kein riesiges Bürokratie-Monster.

 

Deswegen dürfte das ein viel besserer Vorschlag als der der kommenden Regierung sein.

 

Natürlich muss das vom Ausbau des HPC-Ladenetzes flankiert werden. Denke man wird in fast jedem Dorf 1-2 HPC-Ladepunkte brauchen, weil es auch auf dem Dorf Mieter ohne eigenen Stellplatz gibt, die nicht immer sinnvoll dort laden können, wo sie parken oder es auch mal "Notfälle" gibt, wenn es z. B. durch einen Stromausfall in der Nacht Probleme mit dem Laden gab.

 

Unter welchen auch praktisch gut umsetzbaren Bedingungen findet ihr eine weitere PHEV-Förderung ok? Mir geht es um Themen, wo sich hinsichtlich Förderung PHEV von BEV unterscheiden sollen.

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

04.12.2021 09:53    |    Her1bert

Meinen Hybriden kann ich über Verlängerungskabel aus dem Keller laden,

Wallbox nicht möglich, deshalb BEV nicht sinnvoll.

Natürlich lade ich so oft wie möglich, zumal bei den derzeitigen Spritpreisen.

Der Missbrauch bei Dienstwagen ist in der Tat ein Ärgernis und wirft ein

schlechtes Licht auch auf private Hybridfahrer. Unverständlich, dass

Fuhrparkmanager so etwas zulassen - Tankkarte wegnehmen und gut is ...

Deine Idee mit der erhöhten Ladeleistung klingt gut .. vielleicht hat das

tatsächlich einen Einfluss auf die Nutzungsweise.

VG Herbert


04.12.2021 10:01    |    notting

Zitat:

@Her1bert schrieb am 4. Dezember 2021 um 09:53:22 Uhr:

Meinen Hybriden kann ich über Verlängerungskabel aus dem Keller laden,

Wallbox nicht möglich, deshalb BEV nicht sinnvoll.

Natürlich lade ich so oft wie möglich, zumal bei den derzeitigen Spritpreisen.

Klingt so, als wäre es kein CEE16-rot-Verlängerungskabel (oder zumindest CEE16-blau).

 

Ich hoffe du weißt folgendes schon, deswegen als Hinweis für Mitleser:

Selbst 10A sind bei Schukosteckern über Stunden kritisch. Der Sensor im Stecker des EVSE bekommt nicht mit, wenn der Schukostecker der Verlängerungsleitung oder das Kabel der Kabeltrommel (nicht ganz abgewickelt, zu 1mm² statt 1,5mm² verkauft worden etc.) heiß wird und deshalb der Strom nicht gedrosselt wird, wenn's zu heiß wird.

Wenn das mit der Verlängerung sein muss unbedingt _immer_ den Strom drosseln! Leider kann man das auch mal vergessen oder sich die Einstellung verändern... (z. B. unabsichtl. Druck auf dem Knopf).

EDIT: Das mit der Oxidation bzw. dem heißer werden kann jahrelang gut gehen. Irgendwann ist das aber ein selbstbeschleunigender Prozess, weil mehr Wärme -> mehr Oxidation -> mehr Wärme -> ...

Im Zweifel nach 15-30min alle Stecker anfassen bzw. daran riechen und auch kurz nachdem der Ladevorgang beendet ist.

Hatte sowas schon auf LAN-Partys an den Steckern von Mehrfach-Steckdosen selbst erlebt...

 

CEE16-Stecker sind dagegen für 16A Dauerlast ausgelegt.

 

Finde es aber gut, dass du dir die Mühe machst deinen PHEV zu laden, auch wenn's umständlich und noch langsamer als mit einer Wallbox/Ladesäule ist.

 

Zitat:

Der Missbrauch bei Dienstwagen ist in der Tat ein Ärgernis und wirft ein

schlechtes Licht auch auf private Hybridfahrer. Unverständlich, dass

Fuhrparkmanager so etwas zulassen - Tankkarte wegnehmen und gut is ...

Deine Idee mit der erhöhten Ladeleistung klingt gut .. vielleicht hat das

tatsächlich einen Einfluss auf die Nutzungsweise.

VG Herbert

Leider hat die Regierung (noch?) nicht auf mich gehört ;-)

 

notting


04.12.2021 10:06    |    Her1bert

Oh ich wusste es .. hätte ich nur das Verlängerungskabel nicht erwähnt ..

Es ist ein robustes Teil für den outdoor-Einsatz, mit entsprechendem

Querschnitt und idealer Länge,deshalb auch keine Knäuelbildung.

Volladen dauert ca. 4 Std., deshalb beträgt die Ladeleistung wohl

8A x 230V also etwa 1,9 kW, weniger als ein Heizlüfter.

Ich habe schon viele Male geladen, da wird nix heiss, nichtmal warm.

Aber danke für deine Fürsorge!

VG Herbert


06.12.2021 19:39    |    9000H

Ich bin der Meinung es sollten alle Subventionen abgeschafft werden inklusive der Firmenwagen, vielleicht noch wenn ein altes Auto wirklich in die Presse kommt, oder man fördert wenn ein Fahrzeug länger als 7 Jahre oder Laufleistung 200000km + gefahren wird wegen Nachhaltigkeit.


06.12.2021 20:25    |    notting

Zitat:

@9000H schrieb am 6. Dezember 2021 um 19:39:20 Uhr:

Ich bin der Meinung es sollten alle Subventionen abgeschafft werden inklusive der Firmenwagen, vielleicht noch wenn ein altes Auto wirklich in die Presse kommt, oder man fördert wenn ein Fahrzeug länger als 7 Jahre oder Laufleistung 200000km + gefahren wird wegen Nachhaltigkeit.

2009 bei der Abwrackprämie waren sogar 9 Jahre Voraussetzung, allerdings ohne Mindest-Laufleistung bzw. selbst >200Mm in <9 Jahren hat nicht gereicht.

Und wie gesagt, die Firmenwagen-Subventionen sorgen für günstigere Autos für Privatleute mit nicht so großem Geldbeutel bzw. sorgen dafür, dass sich moderne Technik z. B. bzgl. der Abgase schneller durchsetzt (der Wandel zu PHEV und BEV gehört auch dazu). Spätestens solange andere Autos schnell genug kaputtgehen bzw. o.g. Kriterien erfüllen, ist das gem. dieser Definition trotzdem nachhaltig.

 

notting


07.12.2021 08:25    |    -colt-

Die überbordende Förderung (direkt und durch Steuerentlastung) des Neukaufs ist leider nicht nachhaltig, aber Ausdruck der heutigen Wegwerfmentalität. Nachhaltig wäre z.B. die KFZ-Steuer für weitergenutzte Autos abzuschaffen. Wobei die generelle Umlage der KFZ-Steuer auf die Verbrauchskosten (aka Spritpreis) ökologisch und ökonomisch am sinnvollsten wäre. Und das sage ich als Vielfahrer...


08.12.2021 11:12    |    Firesign

Soviel Probleme und keine Lösungen im Artikel.

 

Wenn man will, gibt es immer einen Weg und PHEV sind weder wirtschaftlich noch dienen sie der Umwelt.

 

Folgende Lösungen:

 

Die durchschnittliche Akkugrösse liegt bei BEV inzwischen bei ca. 50 KWh.

 

1. Hat man also zwar keine Wallbox, dafür aber eine Steckdose (die selbstverständlich für längeres Laden Konform gehen muss) - kann man ein BEV auch dort laden. Sagen wir mal, die Steckdose liefert 2 KW - dann kann man innerhalb von 8 Stunden 16 KWh in den den Akku laden. Man muss erstens nicht bis 100 % laden und zweitens nicht den Akku auf 0 % leer fahren. Im Zweifelsfall, war der Akku schon recht leer, lädt man halt 2 mal hintereinander. Die Zyklenzahl nimmt auch nicht ab, wenn man immer zwischen 20-80 % auflädt.

 

2. Inzwischen haben immer mehr Supermärkte auf den Parkplätzen oder nebenan eine Lademöglichkeit. Viele sogar mit CCS-Stecker und 50KW. Man kann also planen wenn ich einkaufen gehe ob ich laden muss oder nicht. Bei 50KW Säulen reichen also locker eine Stunde aus, bei AC Säule kann ich (wenigstens die meisten) 11 KWh nachtanken pro Stunde. Mache ich einen grösseren Einkauf dann sogar 22 KWh.

 

Es gibt hier auch günstige Lösungen - bspw. Jucr.de, falls wieder mal der Preis ausschlaggebend sein sollte.

 

3. Viele Arbeitgeber rüsten derzeit auf (die schlafen auch nicht). Mit denen kann man sich auch mal zusammen setzen.

 

Diese einfachen Möglichkeiten nur, weil man immer vorgibt, dass es keine Lösungen geben soll - die meisten Menschen aber eher nicht aus ihrer Komfortzone raus kommen.


09.12.2021 15:32    |    9000H

na ja einen BEV mit 0 Gramm CO2 zu bewerten ist auch an der Realität vorbei, ist ja nicht so das man keinen Reifenabrieb oder Bremsscheiben/Bremsbacken hat und keine Bremsflüssigkeit benöigt. Wenn ein Getriebe vorhanden ist dann braucht es auch noch ATF.

und vom Strom her na ja

https://www.focus.de/.../...uberer-als-in-deutschland_id_13451710.html

Und jetzt kommen noch die Diskussionen ob man Atomstrom als grünen Strom bewertet, klasse Idee.


09.12.2021 20:50    |    notting

Zitat:

@-colt- schrieb am 7. Dezember 2021 um 08:25:25 Uhr:

Die überbordende Förderung (direkt und durch Steuerentlastung) des Neukaufs ist leider nicht nachhaltig, aber Ausdruck der heutigen Wegwerfmentalität. Nachhaltig wäre z.B. die KFZ-Steuer für weitergenutzte Autos abzuschaffen.

Das wird haufenweise alte Spaßmobile mit alter Abgasnorm am Fahrbahnrand geben.

 

Zitat:

Wobei die generelle Umlage der KFZ-Steuer auf die Verbrauchskosten (aka Spritpreis) ökologisch und ökonomisch am sinnvollsten wäre. Und das sage ich als Vielfahrer...

Nein, weil's dann kein Steuerinstrument z. B. bzgl. der Abgasnorm mehr gibt. Manche Abgas-Geschichten sorgen sogar für einen Mehrverbrauch gem. Messzyklus, d.h. alte Abgasnormen wären attraktiver.

Desweiteren greift dein Vorschlag nicht wenn es z. B. um Strom von der eigenen PV geht, den man lieber selber mit dem Auto verheizt als ihn gem. heutiger Einspeisevergütungen praktisch zu verschenken.

 

Man könnte über die Kfz-Steuer auch Fahrzeuge unattraktiver machen, die z. B. weil sie über Typ2 max. mit <11kW laden oder über CCS von 10->80% mehr als x min brauchen (also "zu niedriger" C-Faktor, d.h. der Akku wird nicht ordentl. genutzt) und damit die Ladesäulen unnötig lange blockieren. Die Strafgebühren oder ein Zeitfaktor vom Beginn an gibt's nur bei recht wenigen Anbietern und zudem kann man trotzdem ohne Zusatzkosten meist 4h die Ladesäule blockieren, obwohl man aufgrund der Akkugröße z. B. 3x so schnell (3,6 -> 11kW) den Ladevorgang hätte abschließen können ohne ihn zu sehr zu stressen.

 

notting


09.12.2021 21:15    |    notting

Zitat:

@Firesign schrieb am 8. Dezember 2021 um 11:12:33 Uhr:

Soviel Probleme und keine Lösungen im Artikel.

Du hast wohl nicht den Artikel zu Ende gelesen, Stichwort "Mein Gegenvorschlag".

 

Zitat:

Wenn man will, gibt es immer einen Weg und PHEV sind weder wirtschaftlich noch dienen sie der Umwelt.

 

Folgende Lösungen:

 

Die durchschnittliche Akkugrösse liegt bei BEV inzwischen bei ca. 50 KWh.

[...]

Du hast den Artikel nicht gelesen. Bitte zwecks sinnvoller Diskussion nachholen. Bzw. wenn's bei dir gut ist mit der Ladesäulen-Versorgung ist das zwar schön, das ist aber nicht überall so und genau darum geht's im Artikel.

Wobei ich merke, dass ich hätte dazuschreiben sollen:

- Viele Arbeitgeber bieten den MA nicht mal Stellplätze.

- Z. B. Jucr.de kündigt, wenn man soviel fährt wie ich vor Corona gefahren bin. Und ich kenne einige, die das alleine wg. der Pendlerstrecke plus die übl. Privatfahren zusammenbekommen, z. T. sogar mehr. http://www.youtube.com/watch?v=wvm_lkoHa84&t=338s

Wenn man es schafft mit der vorhandenen BEV-Reichweite sicher nur 1-2x/Woche laden zu müssen, dürfte auch das Jucr-Angebot für'n Arsch sein. Für 99EUR kriegt man bei EnBW z. B. bei ca. 6EUR/Monat noch fast 240kWh an "Lahm-Ladern" bekommen, die nicht von EnBW (dort etwas billiger) sind. D.h. das Fenster wo sich Jucr lohnt ist recht schmal.

Außerdem gibt's bei EnBW

* auch eine Android-App (gibt's bei Jucr nicht)

* bei der genannten Grundgebühr auch eine Gratis-Ladekarte (gibt's bei Jucr nicht)

* keine autom. Beendigung des Ladevorgangs - wenn z. B. so ein Assi meint sich ausgerechnet an die Ladesäule dranhängen zu müssen wo schon einer lädt statt eine andere zu nutzen wo auch er schneller laden würde. Bei EnBW nur Strafgebühr nach 4h, max. 12EUR.

 

Mal abgesehen davon, dass Jucr noch auf Kundenfang sein dürfte und die ganz schnell die Preise erhöhen oder Pleite gehen dürften.

 

notting


10.12.2021 14:23    |    -colt-

Zitat:

@notting schrieb am 9. Dezember 2021 um 20:50:53 Uhr:

Zitat:

@-colt- schrieb am 7. Dezember 2021 um 08:25:25 Uhr:

Die überbordende Förderung (direkt und durch Steuerentlastung) des Neukaufs ist leider nicht nachhaltig, aber Ausdruck der heutigen Wegwerfmentalität. Nachhaltig wäre z.B. die KFZ-Steuer für weitergenutzte Autos abzuschaffen.

Das wird haufenweise alte Spaßmobile mit alter Abgasnorm am Fahrbahnrand geben.

Das macht nichts, das ist nachhaltiger als wenn da neue Spaßmobile rumstehen. Die Alten werden von alleine aus technischen Gründen und durch Unfälle weniger. Aufbrauchen bis technisch nicht mehr sinnvoll einsetzbar ist sinnvoller als neu produzieren mit großem "Rucksack" an CO2-Ausstoß und Rohstoffverbrauch.

Zitat:

@notting schrieb am 9. Dezember 2021 um 20:50:53 Uhr:

Zitat:

Wobei die generelle Umlage der KFZ-Steuer auf die Verbrauchskosten (aka Spritpreis) ökologisch und ökonomisch am sinnvollsten wäre. Und das sage ich als Vielfahrer...

Nein, weil's dann kein Steuerinstrument z. B. bzgl. der Abgasnorm mehr gibt. Manche Abgas-Geschichten sorgen sogar für einen Mehrverbrauch gem. Messzyklus, d.h. alte Abgasnormen wären attraktiver.

Desweiteren greift dein Vorschlag nicht wenn es z. B. um Strom von der eigenen PV geht, den man lieber selber mit dem Auto verheizt als ihn gem. heutiger Einspeisevergütungen praktisch zu verschenken.

Dein eigen produzierter Strom ist bei höherem Spritpreis doch ein umso größerer Anreiz auf einen Stromer umzusteigen. Das Steuerungselement zu den Abgasnormen hast du durch die Zulassungsverordnungen. Bald werden eh keinen neuen Verbrenner mehr zugelassen und die Exisiterenden werden irgendwann "end of life" sein. Spätestens wenn die Spritpreise hoch genug sind: Zuerst fangen Vielfahrer an auf Stromer umzusteigen, dann sukkzessive mit Verfügbarkeit von Gebrauchtwagen auch Normalfahrer. Die paar Wenigfahrer und Autofreaks (wie mich) die weiterhin Verbrenner fahren fallen da echt nicht mehr ins Gewicht. Ich habe schon immer eine günstige Straßenschlampe für die normalen Fahrten, da muss dann nur der Verbrauch billig sein. Aber für ein Fahrzeug, dass im Jahr nur 1.500-2.000 km bewegt wird KFZ-Steuer zu erheben ist umweltpolitisch sinnlos.


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