Mehr Schäden durch E-Autos? : Was mich bewegt
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27.08.2022 15:17    |    notting    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: E-Auto, Schäden, Statistik, Verbrenner, Versicherung

Was denkt ihr über die Statistik, um die es im Artikel geht?

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Hallo!

 

Diese Woche geisterte eine Auswertung einer Versicherungsstatistik durch den Medien wo es auch um E-Autos vs. Verbrenner ging. Schauen wir uns das an.

 

Die Axa Unfallforschung hat neben eigenen Crashtests die eigenen Versicherungsstatistiken ausgewertet: https://brandcenter.axa.ch/.../...xa_zahlen_fakten_crashtests_2022.pdf

 

Gleich am Anfang ist mir was aufgefallen. Egal wie genau ich die Pressemeldungen und Unterlagen angeschaut habe, nie wurde konkret gesagt, ob sich die Zahlen nur auf die Schweiz beziehen oder den ganzen Axa-Konzern. Denn eine Pressemeldung auf Axa.de gab’s auch: https://www.axa.de/presse/axa-crashtests-2022

Warum das durchaus wichtig sein kann, ob’s nur um die Schweiz geht oder größere Gebiete, werde ich im Verlauf meines Blog-Artikels erklären.

 

Auch wurde nicht genau erklärt, was mit E-Autos gemeint ist. In einer Umfrage vom Frühling haben die Plugin-Hybride explizit zusätzlich zu E-Autos erwähnt. Also sind offenbar E-Autos BEV, also rein elektrisch.

 

Beim Durchlesen fiel mir bei den ganzen Zahlen auf, dass die offensichtlich nicht relativ zur Fahrleistung der jeweiligen Fahrzeuge sind. Wenn man „nie“ fährt, kann man aber auch keine Unfälle verursachen oder wenn das Auto immer in der heimischen Einzel-/Doppelgarage steht oder im privaten Carport hinterm Haus, kann es kaum durch andere Verkehrsteilnehmer geschädigt werden, wo man dann deren Versicherung belangen möchte, um nicht ggf. die eigene Kasko in Anspruch nehmen zu müssen.

Dazu kommt: Wenn man daheim z. B. mit dem Erstfahrzeug das Zweitfahrzeug beschädigt oder umgekehrt oder die eigenen Kinder die Autos beschädigen, hat man i.d.R. auch keinen Haftpflichtfall, weil es in dem Sinn keine gegnerische Haftpflicht gibt. Das muss man im Hinterkopf behalten, wenn man von einer Versicherungsstatistik z. B. auf Eigenarten Verbrenner vs. E-Autos schließen will.

 

Schon bei Kaskoschäden/Kollisionen Verbrenner vs. E-Auto ist nur eine Frequenz in % angegeben, also nicht im Verhältnis zur Fahrleistung, sondern offenbar zur Anzahl der jeweiligen dort versicherten Fahrzeuge. Möglicherweise gibt’s jetzt schon eine starke Tendenz, dass insb. die Fahrzeuge die häufiger ausgetauscht werden, weil sie viel gefahren werden, eher BEV sind, also BEV höhere Jahresfahrleistungen haben. Z. B. in der Schweiz sind (bei deutlich höherem Einkommen) die Spritpreise pro Liter in absoluten Zahlen auf dem selben Niveau wie in Deutschland (wenn man den aktuellen Wechselkurs und temporäre politische Eingriffe wie den deutschen Tankrabatt berücksichtigt). Aber der Haushaltsstrom ist viel billiger und die Autopreise sind tendenziell wie in Deutschland, bei wie gesagt viel höherem Durchschnittsgehalt.

Gut möglich, dass in der Schweiz in der Hauptsache diejenigen kein BEV kaufen, die sehr wenig fahren (z. B. Ältere), weil man in dieser Situation am ehesten mit einem Verbrenner günstiger fährt als mit einem BEV. Die Förderung von BEV (Anschaffung und Kfz-Steuer) scheint auch nicht so hoch zu sein wie in Deutschland. Zudem scheinen für Privatleute die kantonalen Programme viel relevanter zu sein als in Deutschland die Förderung durch die Länder sind. D.h. BEV dürften effektiv auch deutlich teurer als Verbrenner sein, solange man mit der aktuellen deutschen Förderung vergleicht, die aber in der Zeit als die Daten erhoben wurde noch galt. Sie wurde erst im Jahr 2022 immer weniger nutzbar ist wegen der Lieferzeiten und Abschmelzung der Prämie ab 1.1.23.

 

Außerdem haben ältere Fahrzeuge eher keine Kasko. Soviele ältere BEV gibt’s aber noch nicht. Zudem dürfte das Angebot z. B. an „privaten Bekannten die Autos reparieren“ kleiner sein, die schon BEV vernünftig und kostengünstig reparieren können. Auch das kann dazu führen, dass selbst ältere BEV eher Kasko-versichert sind als gleich alte Verbrenner. Das könnten auch Begründungen dafür sein, dass für BEV eher die Kasko in Anspruch genommen wird.

 

Beim Vergleich der Frequenz der Haftpflicht-Schäden von performanten/teuren Verbrenner mit performanten/teuren BEV kann es auch sein, dass es mehr selten gefahrene oder selten Kasko-versicherte weil ältere Verbrenner dieser Kategorie gibt als bei BEV.

 

Die 50% mehr Kaskoschäden bei BEV als bei Verbrennern werden auch noch aufgedröselt. Beim Ein- und Ausparken gibt bei BEV sogar 56% mehr Kaskofälle als bei Verbrennern. Hier dürfte tatsächlich die an anderer Stelle angesprochene starke Beschleunigung „ganz unten herum“ (bzw. dass man eben beim BEV nicht den Motor hochdrehen lassen und die Kupplung vorsichtig schleifen lassen muss um sehr langsam zu fahren) eine sehr große Rolle spielen.

Weil man wie z. B. in der Heise-Meldung erwähnt zu schnell durch einen Kreisverkehr brettert und dabei einen Alleinunfall verursacht (insg. 45% mehr als bei Verbrennern), halte ich persönlich für eher unwahrscheinlich, dass das in der Praxis einen nennenswerten Unterschied zum Verbrenner macht. Man kann auch mit einem Basisbenziner über eine Landstraße fahren mit in Deutschland typischen Geschwindigkeiten von 70 bis 100km/h und vor dem Kreisverkehr zu wenig bremsen.

Innerorts ist am Kreisverkehr IMHO die Wahrscheinlichkeit noch höher als außerorts, dass man schon alleine weil vor einem am Kreisverkehr schon Fahrzeuge sind, die auf eine Einfahrtmöglichkeit warten, bremsen muss.

 

Bei Glatteis kann ich mir hingehen gut vorstellen, dass viel schneller die Räder durchdrehen und man die Kontrolle verliert. Zumindest im Flachland gibt’s aber kaum noch Glatteis.

 

Bei Auffahrunfällen (30% mehr als bei Verbrennern) kann ich mir gerade auf dem Beschleunigungsstreifen Situationen vorstellen, wo der BEV-Fahrer stark beschleunigen will um seine Geschwindigkeit zügig an die des Verkehrs anzupassen, nach links schaut um nach der Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf der Durchgangsfahrbahn zu schauen bzw. eine Lücke zu finden, aber der Vordermann beschleunigt zu langsam.

Selbst ich mit meinem billigen Basisbenziner mit kaum Beschleunigung muss in Auffahrsituationen immer wieder wegen gut motorisieren Premium-Autos direkt vor mir bremsen, die nicht rechtzeitig anfangen zu beschleunigen, um besser auffahren zu können. Kurz: Mein Vordermann ist in dem Moment dabei mit unangepasster Geschwindigkeit auf den durchgehenden Fahrstreifen aufzufahren.

 

Bei Thema „Häufigkeit Autobrand“ wurde man wieder weder nach Altersklassen noch z. B. nach Brandstiftung oder nicht unterschieden. Je älter ein Auto ist und je schlechter es gewartet wird (weil billiger weil billigere Marke und/oder älter), desto eher fängt es von selbst an zu brennen. Es gibt aber viel mehr ältere Verbrenner als BEV. Und wenn man daheim gut geschützt parken kann bzw. „muss“ weil laden dann komfortabler und billiger ist, werden eher andere Autos Opfer von Brandstiftung.

Außerdem sind von selbst in Flammen aufgehende PKW an sich kein Haftpflichtschaden, sondern nur wenn dabei andere geschädigt werden. Und mit steigender Wahrscheinlichkeit einer Selbstentzündung aufgrund von Alter und/oder schlechter Wartung sinkt in der Praxis auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Auto eine Kasko-Versicherung hat und so der Halter selbst was von seiner Versicherung bekommen kann. D.h. Autos die von selbst in Flammen aufgehen dürften in der Praxis ohnehin eher selten ein Versicherungsfall sein, weil eben keine Kasko mehr existiert.

 

Es wurde auch gesagt, dass es 38x wahrscheinlicher ist einen Marderschaden zu haben als einen Brandschaden. Wie schon gesagt: Brandstiftung oder nicht und wie sieht es in den verschiedenen Altersklasse naus? Und die Haftpflicht bezahlt in beiden Fällen nix bei Schäden am eigenen Auto.

 

Auch die Gewichtsentwicklung wird angesprochen. Ist keine Neuigkeit, dass in den letzten grob 20 Jahren die Autos deutlich schwerer wurden, selbst bevor BEV in nennenswerten Stückzahlen verkauft wurden. Ist u.a. eine Begleiterscheinung, dass die Autos immer sicherer wurden auch hinsichtlich Unfälle mit Bäumen oder Wänden.

Auf der nächsten Folie geht’s aber um was anderes. 10% höhere Schadensaufwände bei einem 2t-Auto vs. 1t-Auto. Hier wird aber auch nicht nach Antriebsart oder Alter unterschieden. Kann mir gut vorstellen, dass der Faktor, dass neuere Autos eher teurer repariert werden weil sie aufgrund ihres geringen Alters viel seltener ein wirtschaftlicher Totalschaden sind stärker mit reinspielt als dass neuere Autos vielleicht nicht so einfach zu reparieren sind und neuere Autos eher größer sind und deswegen mehr Material ausgetauscht werden muss.

 

Bei „Je älter das Fahrzeug, umso mehr Personenschäden“ frage ich mich obwohl mir klar ist, dass neuere Autos tendenziell sicherer sind, was ich schon weiter oben in einem anderen Zusammenhang geschrieben hatte:

  • Wie sieht’s bei älteren Fahrzeugen die einen Personenschaden verursachen mit der Fahrerstatistik aus? Ältere Autos werden IMHO tendenziell eher von älteren Leuten die geistig und körperlich eher abbauen und jungen Fahrern die noch Erfahrungen sammeln müssen gefahren. Oder war gar auch mit gemeint, dass pro Unfall mehr Personen verletzt wurden, weil ältere Leute eher mit dem Ehepartner zusammen fahren (was man i.d.R. nicht tut, wenn man zur Arbeit fährt) oder jüngere mit anderen die kein Auto haben oder saufen wollen gemeinsam in die Disco fahren?
  • Wie groß ist die statistische Ungenauigkeit dieser Wert? Diese 20% zwischen Min- und Max-Wert sind auf der Skala nicht mal 0,1%. D.h. diese 20% könnten in der Hauptsache statistisches Grundrauschen sein.
  • Wie immer auch die Frage wie die Werte im Verhältnis zur jeweiligen Fahrleistung aussehen.

 

BTW: Marderschäden wurden zwar erwähnt, aber nicht auf den Kostenunterschied zwischen Verbrenner und BEV eingegangen. Laut anderer Quellen ist das beim BEV teurer, weil eher der komplette Kabelstrang ausgetauscht werden muss, was recht teuer ist. Das wäre noch eine interessante Zahl gewesen, die eher nicht von der Fahrleistung abhängt, sondern z. B. ob in einer Einzel-/Doppelgarage geparkt wird.

 

Was denkt ihr? Sind solche Statistiken für irgendwas gut außer um das Sommerloch zu füllen oder das zu „begründen“ was man aus dem Bauch heraus meint wie es in der Realität ist? Nehmt bitte an der Abstimmung teil.

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27.08.2022 15:46    |    Dr. Shiwago

Im Juni oder so, gab es ja auch schon mal eine Pressemeldung von den Versicherern zu dem Thema. Als Hauptgrund für die vermehrten Schäden bei Elektroautos wurde die extreme Leistungsentfaltung, praktisch vom Stand weg, und die vergleichsweise hohe PS-Leistung vieler Elektroautos angeführt. Die meisten Umsteiger sind das einfach noch nicht gewohnt. Die meisten Unfälle passieren wohl auch in der Umgewöhnungsphase. Fährt man länger elektrisch, gewöhnt man sich an die spontane Power und passt seinen Fahrstiel an.

29.08.2022 10:31    |    Fabian999

Hallo Leute, ja die Sache mit dem Elo-Auto, wir müssen uns zwingen die zu Akzeptieren, denn die Welt geht unter und nur weil wir es bequem haben wollen, bin schon 78 Jahre und ich wurde bewusst auf grün geschaltet, habe Kinder und es muss auch für sie Reichen. Nun es ist so, wir sind grade am Anfang der e-Mobilität, und das mit dem Verbrenner dröhnt schon mehr als 100 Jahre, und wenn ich mich erinnern was ales gemacht wurde um solche Boliden von heute zuhaben kann ich nur fragen was wird wohl in 100 Jahren sein mit der individuelle Mobilität? Und das alles ohne Verbrenner wohl gemerkt, brumm brumm wird wohl nicht sein, das ist sicher !!

Also Muth zum Wechsel und zu Veränderungen, nur so werden wir eines Tages in eine saubere Welt gesund und munter da sein !!

 

Grüße Euch Fabian999.

01.09.2022 15:04    |    pico24229

These: E-Auto Fahrer sind nie Auto-Enthusiasten denen fehlt die Antenne für Technik und Fahren an sich. Ergo sind es schlechtere Fahrer und bauen öfter Unfälle :P

01.09.2022 16:40    |    Dr. Shiwago

So ein Blödsinn.

01.09.2022 19:13    |    Goify

pico24229, das halte ich für ein sehr gutes Argument. Wenn ich sehe, dass eine Mieterin von mir wirklich eher intuitiv und zufällig das Auto beherrscht, jetzt aktuell mit weit über 400 PS unterwegs ist, wird mir Angst und Bange. Zum Glück ist aber noch nichts passiert. Laut eigener Beschreibung beschleunige ihr Tesla "wie ein Fahrstuhl".

02.09.2022 07:35    |    pico24229

"beschleunigt wie ein Fahrstuhl" -das muss ich mir merken :D

02.09.2022 11:22    |    DPLounge

Also ich denke auch, dass die ungewohnte Leistungsabgabe in Kombination mit den teils absurd hohen Motorleistungen für viele ein Unsicherheitsfaktor ist. Je nachdem, was man bisher gewohnt war...

 

Bei mehr "Schäden durch E-Autos?" habe ich übrigens spontan an etwas ganz anderes gedacht, was bisher überhaupt noch nicht wirklich intensiv diskutiert wurde, was ich persönlich aber schon bedenklich und auch diskussionswürdig finde: Alle E-Autos sind vom Gewicht her ja leider ziemliche Brocken. Je nach Fahrzeugklasse an die zwei Tonnen (VW ID.4 z. B.) oder mehr. Was ist mittelfristig eigentlich mit dem Straßenverschleiß, wenn sich die Schwergewichte wirklich so verbreiten wie es geplant ist? Noch mehr Schäden an den sowieso immer maroderen Straßen werden dann wohl nicht zu vermeiden sein mit den entsprechenden Konsequenzen: Noch mehr ausgefahrene Fahrbahnen (Aquaplaningrisiko), weiter steigende Kosten für die Instandsetzung und noch mehr Baustellen mit entsprechenden Staus. Sooo vorteilhaft ist das alles ja auch nicht für die Umwelt... Um eine Person wie in meinem Fall von 75 kg komfortabel und sicher von A nach B zu bringen (kaum ein Fahrzeug fährt vollbesetzt durch die Gegend, achtet mal drauf), sollte eine Karosserie von max. einer Tonne immer völlig ausreichend sein. Ist auch für die Straßen schonender und also umweltfreundlicher. Oder wie seht ihr das?

 

Neben der Reichweitenoptimierung ist daher aus meiner Sicht eine Gewichtsreduktion bei den E-Autos ein Punkt, an dem noch viel zu verbessern ist. Denn höhere Schäden durch immer schwerere Autos wurde oben ja auch schon angesprochen. Ich sehe da nicht nur Schäden durch Unfälle sondern wie gesagt... wenn tatsächlich 1,5 bis 2,0 Tonnen für einen Pkw demnächst Standard sind, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Der Übergang von Komfort zu Luxus zu Dekadenz ist fließend...

02.09.2022 13:21    |    notting

Zitat:

@DPLounge schrieb am 2. September 2022 um 11:22:10 Uhr:

Bei mehr "Schäden durch E-Autos?" habe ich übrigens spontan an etwas ganz anderes gedacht, was bisher überhaupt noch nicht wirklich intensiv diskutiert wurde, was ich persönlich aber schon bedenklich und auch diskussionswürdig finde: Alle E-Autos sind vom Gewicht her ja leider ziemliche Brocken. Je nach Fahrzeugklasse an die zwei Tonnen (VW ID.4 z. B.) oder mehr. Was ist mittelfristig eigentlich mit dem Straßenverschleiß, [...]

Ein durchaus erwähnenwerter Punkt, auch wenn er hier im Blog-Artikel nicht passt. Allerdings wird das Gewicht auf immer mehr Kontaktfläche zur Straße verteilt, weil die Reifen breiter werden und größere Durchmesser haben.

 

Zitat:

Neben der Reichweitenoptimierung ist daher aus meiner Sicht eine Gewichtsreduktion bei den E-Autos ein Punkt, an dem noch viel zu verbessern ist. Denn höhere Schäden durch immer schwerere Autos wurde oben ja auch schon angesprochen. Ich sehe da nicht nur Schäden durch Unfälle sondern wie gesagt... wenn tatsächlich 1,5 bis 2,0 Tonnen für einen Pkw demnächst Standard sind, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Der Übergang von Komfort zu Luxus zu Dekadenz ist fließend...

Div. Leichtbau-Techniken gehen mit höherem Energieverbrauch in der Produktion (z. B. Alu vs. Stahl(-Schrottverwertung) und höherem Resourcen-Verbrauch bei Reparaturen einher (z. B. irgendwelches Faserzeugs, wo man kaum wieder "geradebiegen" kann weil spröde und deswegen größere Teile ersetzt werden müssen).

Ist auch eine Art von Dekadenz, wenn man den Resourcen-Verbrauch bei Produktion und typ. (Unfall-)Reparaturen ignoriert und sich deswegen pauschal für den Leichtbau-Kram selbst auf die Schulter klopft.

 

notting

02.09.2022 13:41    |    DPLounge

Also ich würde die Optimierungsschraube @notting in Sachen Gewicht jetzt nicht unbedingt bei den üblicherweise verwendeten Werkstoffen für die Karosserie ansetzen. Einmal aus den von dir genannten Gründen (Unfallschäden richten wird bei Superleichtbau schwieriger sein; kann man nachvollziehen). Aber ich finde generell, dass die Fahrzeuge an sich dringend wieder kleiner, und somit automatisch leichter, werden müssen. Vollkommen paradox: Immer mehr Verkehr auf den Straßen aber die Fahrzeuge werden immer größer und schwerer... das ist dann statt Komfort und Luxus, den man heute auch erwarten kann, wirklich nur noch dekadent. Ich bin kein Techniker und weiß nicht, ob und wieviel mittelfristig die Akkus abgespeckt werden können. Dass aber in naher Zukunft nur noch Pkw-Schwergewichte in der Gewichtsklasse von Kleintransportern unterwegs sind, finde ich jedenfalls nicht gerade erstrebenswert.

 

Aber stimmt, passt nicht so richtig zum Thema hier. Wäre aber mal ganz interessant, darüber zu diskutieren bzw. ich finde es bemerkenswert, dass der Punkt Fahrzeuggewicht von E-Autos und die dadurch unvermeidbaren Probleme bisher so völlig untergegangen ist :confused:.

03.09.2022 18:06    |    pcAndre

Morgen...!

Leider Fake News. Mei, muss dass denn immer sein?

 

Nach der Enthüllung durch 24auto.de über manipulierte Fahrzeuge bei einer Crash-Show reagiert die AXA-Versicherung mit einer beschwichtigenden Erklärung. Doch der Image-Schaden für E-Autos ist angerichtet.[1]

 

Hier die Pressemitteilung der AXA. [2]

 

MfG André

 

[1] https://www.24auto.de/.../...siko-elektro-auto-vw-e-golf-91748420.html

[2] https://www.axa.ch/.../...9-crashtests-2022-statement-brand-tesla.html

03.09.2022 18:13    |    notting

Zitat:

@pcAndre schrieb am 3. September 2022 um 18:06:03 Uhr:

Morgen...!

Leider Fake News. Mei, muss dass denn immer sein?

 

Nach der Enthüllung durch 24auto.de über manipulierte Fahrzeuge bei einer Crash-Show reagiert die AXA-Versicherung mit einer beschwichtigenden Erklärung. Doch der Image-Schaden für E-Autos ist angerichtet.[1]

 

Hier die Pressemitteilung der AXA. [2]

 

MfG André

 

[1] https://www.24auto.de/.../...siko-elektro-auto-vw-e-golf-91748420.html

[2] https://www.axa.ch/.../...9-crashtests-2022-statement-brand-tesla.html

Wo soll es hier im Blog-Artikel um Fake-News gehen? Was ist deiner Meinung nach an

Zitat:

Es wurde auch gesagt, dass es 38x wahrscheinlicher ist einen Marderschaden zu haben als einen Brandschaden.

Fake-News?

 

notting

03.09.2022 21:57    |    pcAndre

Morgen...!

Nein, nicht der Blog. Der AXA Link zum Crashtest 2022. Das find ich echt sehr unschön, dass eine Versicherung solch einen schmarrn verzapft.

 

MfG André

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