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Was mich bewegt

Themen, die mich bewegen - mit Schwerpunkten und auch bunt gemischt

23.04.2011 11:04    |    notting    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Verschiedenes

Hallo liebe Salzstreuerinnen und Salzstreuer,

hallo liebe Leser,

 

seit schon einigen Jahren grassiert eine Seuche in Deutschland. Im Gegensatz zu vorher und wie es in diversen (wenn nicht gar allen) anderen Sprachen immer noch üblich ist, reicht es nicht mehr, eine geschlechtsgemischte Gruppe mit „Liebe Leser“ oder so anzusprechen ohne quasi von Gesetzeswegen automatisch als Frauen-Diskriminierer zu gelten. Ich kann einigermaßen Englisch. Wenn dort betont werden soll, dass eine Frau irgendwas gemacht hat, wird z. B. „female FBI agent“ geschrieben (wortwörtlich übersetzt: weiblicher FBI-Agent). Obwohl ich nicht wirklich gut Französisch kann weiß ich auch, dass es zwar z. B. für Berufsbezeichnungen immer auch eine weibliche Form gibt (z. B. la mécanicienne (Mechanikerin) und le mécanicien (der Mechaniker)) und auch jeweils eine Pluralform, aber es wurde mir immer beigebracht, dass für geschlechtsgemischte Gruppen die männliche Pluralform verwendet werden muss. Nur im Deutschen, wo es schon früher Wortungetüme wie z. B. „Bundestagsuntersuchungsausschuss“ gab, muss man heutzutage z. B. in einer Anrede „Mechanikerinnen und Mechaniker“ schreiben. Ich verstehe beim besten Willen nicht, was das bringen soll. Vor allen Dingen ist mir auch aufgefallen, dass bei negativen Dingen praktisch immer noch lediglich die männliche Pluralform verwendet wird, auch wenn Frauen mit dabei sind, wie z. B. „Die Straftäter, die in deutschen Gefängnissen einsitzen...“.

 

Lange Zeit hat mich das nicht wirklich tangiert, aber kürzlich habe ich abgefangen, mir Gedanken darüber zu machen. Kann mir jemand von Euch bitte weiterhelfen?

 

Vielen Dank im Voraus!

 

notting


26.04.2011 20:18    |    där kapitän

Das ist der typische Multikulti-Toleranz-Trip, dem sich so ziemlich jedes westliche Land verschrieben hat. Durchgendern, bis der Arzt kommt. Mich nervt es nur noch und echte Frauen ohne Komplexe auch.

 

Demnächst heißt es nicht mehr "der Schuss hatte sich gelöst" in einem Krimi, sondern "die Schüssin hatte sich gelöst".

 

cheerio


26.04.2011 20:22    |    notting

@där kapitän: Also von anderen Ländern habe ich nichts davon mitbekommen. Persönlich kenne ich insb. ein paar Franzosen, mit denen ich hin und wieder über dies und jenes rede.

Aber ich denke auch, dass das sowas an der inneren Einstellung (wo's im Endeffekt drauf ankommt) nichts ändert, sondern max. etwas kaschiert.

 

notting


26.04.2011 20:26    |    där kapitän

Das ist die Grundangst, die man heutzutage hat, man könnte ja irgendeine Randgruppe in ihren Gefühlen verletzen. Und weil Toleranz eine Einbahnstraße ist, haben wir auch mehr und mehr Probleme mit dieser Politik.

Denn wer weiß, dass er ein Echo bekommt, tritt auch niemanden gegen den Kopf, wenn dieser schon am Boden liegt.

Anderes Thema.

 

cheerio


28.04.2011 20:21    |    HerrLehmann1973

Nein, nein, korrekterweise müsste es doch heißen: Bundestagsuntersuchungsausschüssinnen :D

Das ist echt ein Bullshit mit diesen Gender-Geschichten. Am nervigsten finde ich dann immer noch dieses MichanikerInnen (mit großem I aber quasi eigentlich nur Mechanikerin geschrieben).

Das Schönste: für so einen Mumpitz gibts dann noch extra Fördergelder und sogar ein extra Minsiterium - auf Bundes- und bestimmt jeder Landesebene...

Aber wie´s där Kapitän schon sagt: erst wenn alles Geld in deutsch -türkische Teestuben gesteckt, alle Beamte nur noch aufgrund ihres Geschlechts eingestellt sind und die Gerichte nur noch Klagen von diskriminierten Minderheiten bearbeiten, werden wir feststellen, dass man sich von rosa Ideologiewolken keinen Brotaufstrich kaufen kann ;)


Deine Antwort auf "Hallo liebe Salzstreuerinnen und Salzstreuer, ..."