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06.12.2012 15:07    |    plaustri20    |    Kommentare (68)

FahranfängerFahranfänger

Hallo lieber Leser,

da ich jetzt den Schein doch schon fast 2 Monate habe, möchte ich euch ein wenig von meinem Wahnsinn auf Deutschlands Bayerns Straßen erzählen.

Doch zuerst mal zu einem Fahrzeug das mich mehr geprägt hat als ich dachte: Meinen Fahrschulauto!

So nervt mich beim VW z.B. das Sportlenkrad (ist größer als im BMW), das Fahrwerk (ziemlich komfortabel), das fehlende Xenonlicht,... Immerhin hat er aber Klimaautomatik, 6-Gang-Getriebe, fast die gleiche Leistung. All das hat der Wagen meiner Mutter (Opel Astra von 2003 mit wackeren 75PS) nicht. Deswegen hasse ich dieses Auto, kann sein das auch die Farbe (Uni-Rot) da mit reinspielt. Blöderweise war er erst dieses Jahr wieder beim TÜV und hat die Plakette für weitere 2 Jahre bekommen... *Ironie*

 

Jetzt aber ein paar Anekdoten!

 

Der 2te Gang

Ich bin mit meinem Vater als Begleiter gerade auf dem Weg in die nahegelegene Stadt zum tanken. Natürlich komme ich an der Kreuzung zur Bundestraße vorbei - anders kommt man aus meinem Wohnort nicht raus. An dieser Kreuzung bin ich logischerweise mein ganzes "Auto-Leben" immerwieder vorbei gekommen. In der Fahrschule, Privat, mit dem Fahrrad einfach Immer.

Komischerweise musste ich mit einem Auto dort aber nie halt halten - paradoxerweise ist dort aber viel Verkehr. Naja, des hieß: 2ten Gang rein, um die "Kurve" rum und wieder beschleunigen.

Das natürlich an besagtem Tag auch, ABER da kam ein anderes Fahrzeug. Also in die voll in die Eisen latschen (für die Kritiker: Es war nicht knapp, man fährt ja immer um stoppen zu können!). Nachdem der Citroen Berlingo vorbei ist wieder los, "aber irgendwie zieht der heute überhaupt nicht" dachte ich mir. Bis zu dem Punkt, bei dem ich den zweiten Gang einlegen wollte, war ich mir keiner Schuld bewusst, aber der 2te war ja schon drin?! "Du brauchst nicht schalten, du bist mit dem Zweiten losgefahren" meinte mein Vater nur...

 

 

Der Spiegel

Unsere Garage liegt circa 20m entfernt von der Straße, leider parallel zu dieser. Das heißt man muss im Hof wenden und Rückwärts zu parken. (Vorwärts gestaltet sich besonders im Winter recht schwierig, da zwischen Garage und Straße noch eine Steigung von gefühlten 15% bewältigt werden muss!)

Auf jedenfall wurde ich nach meiner ersten Fahrt mit dem Mütterlichen Opel ins kalte Wasser geschmissen und musst wenden + rückwärts in die Garage.

Das sich das Ganze im doch recht engen Hof und ohne meine geliebten Parkpiepser Vorne+Hinten & Rückfahrkamera aus dem BMW schwierig gestalten könne, kann sich bestimmt jeder denken. Gewendet hab ich mit dem, zugegeben kompakten und übersichtlichen (!) Astra, ganz gut. Dann kam aber die Königs-Disziplin: In die Garage...

Ums kurz zu machen: Ich hab mich verschätzt und den (zum Glück) klappbaren Spiegel einfach umgeklappt. Hab das "Gestänge" vom Tor nur ganz leicht touchiert - was auch sehr schwierig ist - und den Spiegel nur nach hinten geklappt. Wie das funktioniert hat: Keine Ahnung. War ´ne Menge Glück dabei.

 

 

Der 3te Gang

Ich fahre mit dem Opel und meiner Mutter von der Autobahn, es schneit mal wieder ziemlich stark (so wie immer eigentlich seit einer Woche). An der Stelle, an der sich Abfahrt und Landstraße kreuzen ist ein Stop-Schild. Ich rolle mit 60km/h im Dritten Gang darauf zu. Bleibe stehen und dann wieder Fahrschule: Kupplung kommen lassen, Gas geben und die Kupplung weiter kommen lassen.

Das ganze haut aber an der (leichten) Steigung nicht hin - Mensch Mutti, der Opel ist einfach zu schwach! Der Motor quält sich, die Kupplung schleift und Plaustri wundert sich. Bis seine Begleitung fragt "Was machst du denn????" "Das ist der 3te Gang!". In meiner Erinnerung hab ich dann nur ein entkräftetes "Uuups..." von mir gegeben und zurück geschaltet auf den Zweiten (Ich hab schon auf 20-25km/h beschleunigt^^). Da reichten auch die 75PS um vom Fleck zu kommen....

 

Danke für´s lesen

plaustri


06.12.2012 16:04    |    italeri1947

Danke für diesen netten Artikel; habe ihn gern gelesen. Ich denke, gerade die Erfahrungen, die man mit dem ersten selbst gefahrenen Wagen macht, sind für das spätere Leben und auch die spätere Auto-Karriere maßgeblich.

 

Zitat:

All das hat der Wagen meiner Mutter (Opel Astra von 2003 mit wackeren 75PS) nicht. Deswegen hasse ich dieses Auto, kann sein das auch die Farbe (Uni-Rot) da mit reinspielt. Blöderweise war er erst dieses Jahr wieder beim TÜV und hat die Plakette für weitere 2 Jahre bekommen...

Ist das der selten verkaufte 1.2-Liter-Motor?

An sich ist der Astra G ein zuverlässiger und haltbarer Kompaktwagen, der eigentlich nie ernsthafte Probleme kriegen sollte, aber er ist eben auch sehr nüchtern. Ich kann mir vorstellen, dass er dir als BMW-Fan nicht allzu sehr gefällt.

 

Freue mich auf weitere Artikel von dir, und wünsche von Herzen "gute Fahrt".


06.12.2012 16:04    |    bnutzinger

Naja, man kann das ganze auch Positiv sehen. Wenn du im 2./3. anfährst und nicht den Motor abwürgst scheinst du ein gutes Gefühl für die Kupplung zu haben ;)

Passiert mir auch hin und wieder mal, dass ich im falschen Gang anfahren möchte, manchmal träumt man eben. Bei meinem 170ps Diesel ist Anfahren im 2. Gang aber auch wirklich keine Kunst. Der Kupplung zu liebe sollte man sich das jedoch nicht zur Gewohnheit machen :)

 

Tja und was deine unfreiwillige Begegnung mit der Garage betrifft. Von der Sorte wirst du wohl noch einige haben. Ist normal, dass man als Fahranfänger mal nen Kratzer irgendwo rein macht. Besonders schick nach dem ersten Jahr, wenn man glaubt "Man kanns ja" :)

Ist unnötig und man ärgert sich natürlich. Aber ich sag immer: Solang's nur Blech ist, ists halb so wild.


06.12.2012 16:11    |    plaustri20

Hans, es ist genauso wie du sagst. Der Astra ist zuverlässig, war noch nie in der Werkstatt (nur Service), aber langsam kommt der Rost... Emotionen erweckt er trotzdem nicht!

 

bnutzinger, genau das hat mir mein Fahrlehrer auch gesagt als ich mit dem 1er bei ca.11km/h und dem Dritten Gang (ich war der Meinung es wäre der Zwote) beschleunigt habe.

Solange es nur solche kleinen Dinge wie der Spiegel oder ein Kratzer sind, ist das nicht sooo schlimm. Passiert halt (und ist sicher jedem schon mal passiert - Shit happens:p)


06.12.2012 16:13    |    Linux_TDCi

Schöner Artikel, das mit dem zweiten Gang und dem dadurch "fehlende" Durchzug kommt mir bekannt vor. ;) Ist mir in der B17-Zeit auch hin- und wieder mal passiert.

 

Ich würde es toll finden, wenn du weiter über deine B17-Zeit bloggen würdest, also wenn du neue spannende Erfahrungen machst. Vielleicht blogge ich da auch mal etwas drüber, momentan ist bei mir eher still --> keine Zeit.


06.12.2012 16:18    |    plaustri20

Linux, ich hatte das eigentlich schon vor. Bin mir ziemlich sicher das es da noch die ein oder andere Geschichte zum schmunzeln geben wird:D


06.12.2012 16:43    |    Linux_TDCi

Wenn ich an meine B17-Zeit nachdenke, gab es eigentlich nichts besonderes. Vielleicht auch besser so?

 

Ich kann ja mal am Wochende mal ein Blogartikel über mein Autofahrerleben (1 3/4 Jahr) :D zusammenbauen und wenns gut ist, veröffentlichen.


06.12.2012 16:56    |    carisim

Na dann wünsch ich mal eine schlitterfreie Zeit! Bei uns ist es gerade sehr glatt, heute Morgen lag an einem Berg Matsch und auf der Spitze des Berges steht eine Ampel. Ich stand zum Glück nicht vorne aber als ich dann langefahren bin musste man auch sehr gefühlvoll mitm Gas sein..


06.12.2012 16:58    |    VentusGL

Nett nett, aber sei froh, dass du überhaupt ein Auto zum fahren hast. Xenon kannst du dir irgendwann selbst kaufen..


06.12.2012 17:11    |    plaustri20

Super Idee, Linux:cool:

 

carisim, ist bei uns auch ganz schlimm. Es schneit seit einer Woche eigentlich jeden Tag -> 25cm Schnee. Dazu noch bisschen Tauwetter die letzten Tage und Abend dann wieder Minusgrade. Heute hatte wir den ganzen Tag -4 und meistens ´ne geschlossene Schneedecke auf den Straßen:rolleyes:

 

Ventus, klar bin ich froh. Man(n) ist hat trotzdem anspruchsvoll:D


06.12.2012 17:23    |    Rockport1911

Ich hab auch laut gamault als mich mein Vater mich im Fox über unser Privatgrundstück fahren ließ.

Der Anlasser hat auf den ersten paar Metern mehr gedreht als die Kurbelwelle :). Der 1.2er ist schwach, also kann mal nicht eben wie im TDI locker mit halbherzig rausgelassener Kupplung anfahren, da ist Drehzahl und sanftes Einkuppeln gefragt. Dazu kam dann noch ein sehr ungenauer Schleifpunkt.

Im Polo hab Ich nie wirklich lernen müssen wie man anfährt, Ich hab mich reingesetzt, und bin einfach losgefahren. Da kommt viel mehr Rückmeldung wenn der Schleifpunkt anliegt oder der Motor kurz vorm absterben ist.


06.12.2012 17:26    |    backbone23

Zitat:

All das hat der Wagen meiner Mutter (Opel Astra von 2003 mit wackeren 75PS) nicht. Deswegen hasse ich dieses Auto, kann sein das auch die Farbe (Uni-Rot) da mit reinspielt. Blöderweise war er erst dieses Jahr wieder beim TÜV und hat die Plakette für weitere 2 Jahre bekommen...

Sei doch froh dass deine Eltern überhaupt zwei Autos besitzen und du beide fahren darfst. Und wenn der Hass wirklich so groß ist, dann fahr doch einfach nicht damit.

 

Zitat:

Das sich das Ganze im doch recht engen Hof und ohne meine geliebten Parkpiepser Vorne+Hinten & Rückfahrkamera aus dem BMW schwierig gestalten könne, kann sich bestimmt jeder denken.

Hast du diese Helfer immer während den Parkübungen genutzt? In der Prüfung auch? :confused:


06.12.2012 17:36    |    plaustri20

Backbone, da war viel Ironie dabei;) Und ja, man kann diese Helferlein auch während der Prüfung nutzen.


06.12.2012 17:43    |    plaustri20

Rockport, die Fahrten im Bora genieße ich immer: viel Durchzug, schaltfaul zu fahren, schwierig abzuwürgen, etc. TDI ist cool:p

Mittlerweile vertrage ich mich aber auch mit dem Opel immer besser...


06.12.2012 18:05    |    xHeftix

Daran erkennt man auch warum es einige auch Jahre nach der Prüfung nicht einschaffen rückwärts einzuparken. Wers nie gelernt hat ... :D Gut das mein Fahrschulauto sowas nicht hatte.


06.12.2012 18:21    |    Shibi_

Zitat:

Ist normal, dass man als Fahranfänger mal nen Kratzer irgendwo rein macht.

Das halte ich jetzt für ein Gerücht. Ich hab in meinem ganzen Autofahrerleben noch keinen einzigen Kratzer selbst verschuldet. Und da ist die Zeit in der ich Fahranfänger war inbegriffen.

Man darf nur nicht nach dem Motto fahren: Das passt schon. Das passt schon? Das muss passen! Ups... Wenn man sich nicht sicher ist lieber ein mal mehr rangieren als das Auto zu beschädigen.

 

Warum Fahrschulautos Rückfahrpiepser und eine rückfahrkamera haben verstehe ich beim besten Willen nicht. Was bringt es wenn der Fahrschüler lernt, dass er nur auf das Kamerabild und das Gepiepse achten muss wenn er das später nicht mehr hat? Natürlich macht das dem Fahrlehrer die Arbeit leichter, aber der Fahrschüler lernt nie ohne die Helferlein einzuparken. Und dann geht es ins erste eigene Auto, dass in den meisten Fällen ein etwas älteres Modell ohne so viel Technik ist...

Mein Fahrschulauto hatte auch Parkpiepser, aber der Fahrlehrer hatte sie deaktiviert. Nur bei den allerersten Einparkversuchen waren sie an und er meinte, für die ersten Versuche gibt es eine kleine Hilfe, danach nicht mehr. Und ich bin froh darüber, dass ich gelernt habe ohne so etwas auszukommen.


06.12.2012 18:29    |    el lucero orgulloso

Hübscher Artikel, Plaustri! :)

 

Ich hatte irgendwie nicht viele so arg interessante Erlebnisse, als das ich sie in einen Blog packen würde. Gut, das mit dem 3. Gang ist mir in unserem E 200 T ein Mal passiert, merkwürdigerweise ist aber ein sehr sanftes und völlig rückfreies Anfahrmanöver draus geworden. :D

 

Ein wenig hart war meine erste begleitete Fahrt, ebenfalls mit dem E 200 T (mein Fahrschulwagen war ein Peugeot 207). Das Auto war so groß, ließ sich so satt fahren und die Lenkung war ungewohnt indirekt. Auch die Kupplung ist bei dem Auto sehr gewöhnungsbedürftig, man hat am Anfang meiner Autofahrerkarriere gemerkt, dass ich noch lernen musste, mit dem Auto gescheit anzufahren und zu schalten. In der C-Klasse war erst kürzlich eine neue Kupplung verbaut worden, weshalb's da ganz entspannt zuging (der W202 hat diesbezüglich auch feiner bzw. bedienerfreundlicher abgestimmte Komponenten).

 

Was ich mich ganz zu Beginn auch nicht getraut habe, war, mit dem E 200 T (schon das dritte Mal dass der Kombi die Hauptrolle spielt! :rolleyes: ) rückwärts auf seinen oft angefahrenen Stellplatz zu fahren. Auf diesem Bild kann man ihn ganz gut erkennen, da geht's auch recht steil hoch und man muss mit der Kupplung feinfühlig den Antrieb dosieren, um die Lücke zwischen der Nachbarshecke und der eigenen Hauswand anfahren zu können. Ich hab's mittlerweile ganz gut drauf, da "nach Spiegeln" zu fahren und absolut keine Scheu mehr vor der Übung.

 

Ich wünsche dir, Plaustri, und allen anderen Fahranfängern noch viele spaßige und gefahrenlose Kilometer! :)


06.12.2012 18:37    |    Linux_TDCi

Zitat:

Warum Fahrschulautos Rückfahrpiepser und eine rückfahrkamera haben verstehe ich beim besten Willen nicht.

Genau, Rückfahrpiepser und Kamera halte ich im FS-Wagen für überflüssig bzw. nicht förderlich fürs lernen.

 

"Mein" Fahrschulgolf hatte zwar Parkpiepser, aber ich habe diese immer ignoriert und habe nach Spiegel/Schulterblick eingeparkt und habe mit Parken absolut keine Probleme. Dafür kann ich gut Spiegelparken und zirkel ein relativ unübersichtlichen Fiesta Mk7 in noch so kleine bzw. enge Auffahrten o.ä. rein. Ehrlich gesagt, liebe ich diese Herrausforderungen :D


06.12.2012 18:41    |    Wimbowambo

Ich habe das Parken in der Fahrschule auch mit Einparkhilfen gelernt. Als ich dann zunächst das Auto meiner Eltern gefahren bin, habe ich mir ziemlich schnell angewöhnt über die beiden Aussenspiegel einzuparken. Und das klappt bei mir auch wirklich hervorragend und vorallem ohne Schäden ;) Man darf sich nur nicht überschätzen, lieber eine etwas größere Lücke suchen, als irgendwo gegen zu fahren.

 

Und ich weiß ja das du sehr anspruchsvoll bei deiner Autosuche bist, aber dafür kann ja kleine G nichts... Er möchte genauso geliebt werden wie alle anderen Autos auch ;)


06.12.2012 19:07    |    backbone23

Zitat:

Und ja, man kann diese Helferlein auch während der Prüfung nutzen.

:eek: :rolleyes:


06.12.2012 19:36    |    TuningStylerMen

Hachja. Die Hupkonzerte kenne ich auch noch, als ich den Wagen mal abgewürgt habe. RuckRuckRuckRuck...Knall. Aus. Autsch. Naja gut, auf ein neues, denke ich mir - Huuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuup! Tröööööööööööööööööööööööööööööt! Mööööööööööööööp! :D

Den deutschen Autofahrer bringt so schnell nichts zur Ruhe. Wenn da vor ihm ein Auto an der Ampel steht, das nicht gerade einen Ampelsprint hingelegt hat, wird erstmal ordentlich auf die Hupe gehauen. Wenn ich nur noch an die Zeit auf dem Übungsplatz denke...2. Fahrstunde. Ich soll anfahren, natürlich im 1. Gang. Was passiert: RuckRuckRuckRuck...Knall. Aus. Autsch. Und nochmal. RuckRuckRuckRuck...Wieder Knall. Wieder Aus. Schon wieder Autsch. Beim dritten mal war ich mir dann todsicher, dass ich es jetzt schaffen würde: KnallRuck. Fahrlehrer ist kein schöner Beruf :D. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn irgend so ein Halbstarker meine Karre für 30.000 € im 20sec-Takt abwürgen würde :eek:.

 

Den Blick vom Fahrlehrer einer anderen Fahrschule auf dem selben Übungsplatz habe ich noch in Errinerung...die waren auch gerade beim anfahren :D. Fahrlehrer sind schon bedauernswerte Menschen.

 

Mein Fahrlehrer hat mich am Anfang extra nicht darauf hingewiesen, wenn ich in einem falschen Gang anfahren wollte. Meistens war ich dann gemütlich auf die Ampel zugerollt und hatte mir das Schalten in den Leerlauf gespart. Jo...dann wurde die Ampel eben grün. Und ich rot :D.

 

Besonders anfahren am Berg habe ich gehasst wie kein zweiter! Dieses Kupplung-kommen-lassen, Gas Geben und gleichzeitig Handbremse-lösen hat mich einfach überfordert :D.


06.12.2012 19:51    |    el lucero orgulloso

Zitat:

Huuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuup! Tröööööööööööööööööööööööööööööt! Mööööööööööööööp!

Als ich mal im Fahrschulauto angehupt wurde, hatte mein Fahrlehrer ganz gewaltig was dagegen. Dabei fuhr ich gerade in einer Kolonne auf einen Kreisverkehr zu, großartig schneller hätte ich gar nicht fahren können und außerdem wurde mir in der Fahrschule nunmal das besonders vorsichtige Ranfahren an Kreisverkehre beigebracht.

Der Fahrlehrer sagte mir auch, dass ich auch für "normale" Verhältnisse nicht mehr wirklich langsam fahre, sondern halt normal (ich war vor allem am Anfang gerne etwas ZU vorsichtig, was den Fahrlehrern teilweise nicht wirklich gefiel. Die hätten es gerne gesehen, wenn ich schneller gefahren wäre.)

In jenem Fall stieg der Fahrlehrer aus und plauderte mit dem Hupenden. Als der nicht sehr große, aber recht muskulöse Mann ihm vorschlug, die Sache da hinten im Wald zu klären, war die Sache gegessen.

 

Zitat:

Meistens war ich dann gemütlich auf die Ampel zugerollt und hatte mir das Schalten in den Leerlauf gespart. Jo...dann wurde die Ampel eben grün. Und ich rot .

Ein einziges Mal bin ich im 207er im 2. Gang angefahren. Ansonsten hat man mir aber beigebracht, immer schon im 1. Gang und getretener Kupplung auf die Grünphase zu warten. Das war im Peugeot auch nicht so anstrengend, da ich den Sitz für meine Körpergröße eh nicht weit genug zurückstellen konnte, allerdings habe ich mir das bei unseren Autos schnell abgewöhnt (ist ja auch nicht gut für die Kupplung).

 

Zitat:

Besonders anfahren am Berg habe ich gehasst wie kein zweiter! Dieses Kupplung-kommen-lassen, Gas Geben und gleichzeitig Handbremse-lösen hat mich einfach überfordert :D.

Das habe ich am Anfang im E 200 T gehasst (Moment, das Auto hatten wir doch schonmal?). Im Peugeot ging's immer, obwohl ich gerne die Sicherheitslösung mit Handbremse wählte. In den Mercedes mache ich's (natürlich) immer ohne Handbremse, zum einen weil da das Lösen mit der linken Hand am Hebel ziemlich doof ist und zum anderen weil's ohne einfach bequemer geht. ;)

Geht auch so ganz einfach und unkompliziert. :)


06.12.2012 21:26    |    plaustri20

Abwürgen ist beim 1er ganz bequem: Die Start/Stop-Automatik startet sobald der Diesel aus ist sofort wieder. DAS war eine wirklich gute "Erfindung" - hat mir viel Knöpfchen drücken erspart:D


06.12.2012 21:43    |    TuningStylerMen

Zitat:

Abwürgen ist beim 1er ganz bequem: Die Start/Stop-Automatik startet sobald der Diesel aus ist sofort wieder. DAS war eine wirklich gute "Erfindung" - hat mir viel Knöpfchen drücken erspart:D

Da habe ich auch noch eine schöne Anekdote auf Lager :D:D:D:

 

Wir parken ein. Der Fahrschul-Benz verfügte auch über eine Start/Stopautomatik, die also immer dann den Motor ausschaltete, wenn man in den Leerlauf schaltete und somit auch den Fuß von der Kupplung nahm.

Wir parken also ein, nach gefühlten 10-Bandscheibenvorfällen wegen der vielen hektischen und unsicheren Schulterblicke stehe ich dann auch endlich in der Lücke. Der Rest war Routine: Leerlauf, (elektrische Parkbremse) Handbremse anziehen, Motor aus und fertig. Das tolle am Benz war, dass der also den Motor immer schon dann ausschaltete, wenn ich in den Leerlauf geschaltet hatte, obwohl ich das Handbremse-anziehen noch vor mir hatte. Ich stehe also in der Lücke, habe in den Leerlauf geschaltet und das Auto ist aus. Gedanklich arbeitete ich also nun meine Checkliste ab: Licht aus ? Ok. Handbremse ran ? Ok. Dann raus. Tür auf - brrrrrrrwumm. Schwupps, ist der Motor wieder an :D. Dank der Start/Stop Automatik vergas ich immer wieder, den Schlüssel abzuziehen, weil mein Unterbewusstsein mir sagte: Motor ist aus, alles erledigt :D:D:D. Ihr wisst garnicht, wie ich geguckt habe, also plötzlich der Motor wieder ansprang, als ich die Tür aufgemacht habe :p.


06.12.2012 21:45    |    OpaHildegard

Zu den Assistenzsystemen sagte mein Onkel (Fahrlehrer) mal: Was im Fahrzeug verbaut ist, darf auch verwendet werden. war auch verwundert darüber, aber ist wohl so. Ich selbst habe noch auf dem ersten 1er den Führerschein gemacht, der hatte nur hinten Piepser.

Gerade beim Einparken gibt es nur eine Lösung: Üben, üben, üben. Viele Leute machen einfach den Fehler und haben Angst davor, rückwärts einzuparken, vor allem parallel zur Straße. Ich hatte immer Spaß dran auszuprobieren und habe mir immer wenn Zeit war kleinere Lücken gesucht und in Ruhe eingeparkt, nach einer Zeit klappt es nun ziemlich perfekt, auch mit fremden Autos. Die richtige Blicktechnik ist alles.

 

Und zum Fahrzeug....Sei glücklich mit dem Opel ;) Was du da so schreibst ist alles normal für einen Fahranfänger, aber genau dafür ist so ein Auto gut. Man kann damit gut lernen, ohne bei einer kleinen Unachtsamkeit gleich vierstellige Schäden verursacht zu haben.

Außerdem wäre ein 30.000 € Gefährt zu "schade" um darauf zu lernen meiner Meinung nach. Von "fahren können" kann man vielleicht nach 5 Jahren und vielen 1000 km reden, aber nicht nach ein paar Monaten.


06.12.2012 21:51    |    plaustri20

TSM, sowas ähnliches hab ich auch mal vollbracht: Die Fahrstunde ist zu Ende, ich fahre nach Hause und rolle die letzten Meter im 2ten auf den Parkplatz. Gang raus, Kupplung losgelassen (keine Ahnung warum...) Motor aus. 1ten rein, Motor an - aber Kupplung losgelassen. BMW fängt an zu bocken also schnell Kupplung getreten und Gang raus. Motor aus. 1ten rein, BMW fängt wieder an zu bocken.... Kupplung treten, Handbremse anziehen und Gang raus -> Motor aus...

Ich hatte KEINE Ahnung wer von uns beiden wen verarscht, das war mir zu kompliziert:D


06.12.2012 21:55    |    TuningStylerMen

Mittlerweile lege ich immer den 1. Gang ein und ziehe zusätzlich noch die Handbremse an. In der Fahrschule habe ich zwar gelernt, nur die Handbremse anzuziehen und an Steigungen zusätzlich den 1. Gang zu benutzen, allerdings habe ich nie nach dem Sinn und Zweck gefragt und sichere den Wagen halt lieber doppelt als einfach.


06.12.2012 21:57    |    plaustri20

Ich hab auch in der Fahrschule gelernt den 1ten Gang + Handbremse zu benutzen.


06.12.2012 21:58    |    el lucero orgulloso

Mache ich auch so! Ist irgendwie sicherer und naja, für mich auch logischer ;)

Zudem lege ich beim Halten immer den Gang ein, der voraussichtlich beim Losfahren wieder gebraucht wird, also beispielsweise bei uns in der Garage auch den Rückwärtsgang (eine unschöne Folge, falls man den Rückwärtsgang mal vergessen sollte, wäre ein unschöner Kontakt mit unserem E 320, denn der steht immer vorne in der Garage).


06.12.2012 22:02    |    Wimbowambo

Ich parke nur mit 1. Gang, gerade im Winter könnte ja sonst die Bremse einfrieren...


06.12.2012 22:12    |    el lucero orgulloso

Wie soll denn 'ne Bremse einfrieren?

Und selbst wenn... Irgendwie auf's Gas latschen und sie wieder lose bekommen ist für 'nen echten Mann immernoch drin :D


06.12.2012 22:14    |    plaustri20

Sagt mein Dad auch immer, Lucero;)

Nie im Winter die Handbremse anziehen, ich machs deswegen nicht - ansonsten wäre es mir egal (?)


06.12.2012 22:23    |    el lucero orgulloso

Vielleicht ist das aber auch nur ein Problem der "Nicht-Benz-Fahrer"... :D

 

Mercedes hat sich nämlich auch bei der Handbremse mal wieder Gedanken gemacht. ;)


07.12.2012 03:37    |    _RGTech

Nö, das Problem ist universell. Vor allem im salzigen Winter rosten die Feststellbremsen gerne an, und da machen auch die Daimlerschen Trommelbremsen-in-der-Scheibenbremse (die Art der Betätigung macht hier keinen Unterschied!) keine Ausnahme :D

 

Will heißen, außer an spür- und sichtbaren Steigungen belasse ich's beim 1. Gang oder Stufe P, und das reicht. Nicht den Rückwärtsgang, da dessen Entriegelungsfeder sonst unnötig dauerbelastet würde.

 

 

Die Startstopperei wär für mich auch nichts, wenn ich den Motor nicht mehr höre weiß ich dass er aus ist und rechne doch nicht damit, dass er wieder angeht!


07.12.2012 07:50    |    metacircle

Als Fahrschulauto ein F20, was ein Traum.

Vor 9 Jahren, als ich meinen Führerschein gemacht habe, durfte ich dort einen absolut abgelatschten Golf IV fahren. Das Kupplungspedal hat auf dem ganzen Pedalweg gequietscht. Nunja, kurz nach meiner Prüfung hat sich mein Fahrlehrer dann auch einen Golf V zugelegt.

Die einzig blöde Situation an die ich mich erinnere als Fahranfänger, war das allererste mal alleine im Auto in der Garage losfahren wollen. Aufgeregt wie ich war hab ich vergessen die Kupplung zu treten beim Anlassen. Zum Glück war noch vorne genug Platz und es ist nichts passiert :D Das war mir dann auch eine Lehre und es ist nie wieder passiert.


07.12.2012 08:42    |    Pingback

Kommentiert auf: Community Magazin: Fahrschule – Mein Leben als Fahranfänger | Forum 99


07.12.2012 17:12    |    Shibi_

Zitat:

Wenn ich nur noch an die Zeit auf dem Übungsplatz denke...2. Fahrstunde. Ich soll anfahren, natürlich im 1. Gang. Was passiert: RuckRuckRuckRuck...Knall. Aus. Autsch. Und nochmal. RuckRuckRuckRuck...Wieder Knall. Wieder Aus. Schon wieder Autsch. Beim dritten mal war ich mir dann todsicher, dass ich es jetzt schaffen würde: KnallRuck. Fahrlehrer ist kein schöner Beruf

Ich glaube Fahrschulauto zu sein ist noch schlimmer als Fahrlehrer. ^^


07.12.2012 17:52    |    Al Bundy II.

Hachja, wenn ich mir das so durchlese, schwelge ich selbst in meinen Erinnerungen an meine ersten automobilen Erfahrungen vor ein paar Jährchen...;) Das waren noch Sachen, ich hatte Glück, dass ich als Mercedes-Fan als Fahrschulauto eine nigelnagelneue C-Klasse mit äußerst respektabler Ausstattung fahren durfte - so machte das Fahren lernen gleich doppelt soviel Spaß! :D Die erste Zeit danach als Fahranfänger mit dem Polo 9N war reinste Folter! Mit der Scheißkiste mit mickrigen 64 PS kam ich hier auf dem Land mit vielen extremen Steigungen echt an meine Grenzen (als Fahranfänger) :eek:...aber auch diese Zeit hab ich rumgebracht...und genieße jetzt meine neue A-Klasse! ;) Viel Spaß und allzeit gute Fahrt (auch wenn du anfangs vielleicht noch ein etwas ungeliebteres Fahrzeug verwenden musst...ich kann aus Erfahrung sprechen :p)!


07.12.2012 19:49    |    plaustri20

Endlich einer der mich versteht:D

Ist echt schlimm wenn man von 184PS/143PS (3er und 1er) auf 75PS umsteigen muss. Ich wohne übrigens im extrem flachen und ebenen Bayern....

 

Shibi, wenn mein Fahrlehrer immer meint "Quäle den BMW doch nicht so!" meinte ich immer nur "Er ist doch Fahrschulauto geworden, selber schuld.";)


07.12.2012 21:35    |    Al Bundy II.

Zitat:

Shibi, wenn mein Fahrlehrer immer meint "Quäle den BMW doch nicht so!" meinte ich immer nur "Er ist doch Fahrschulauto geworden, selber schuld.";)

:D Tja, manche Autos (wie die C-Klasse und der 1er) suchen sich die unmöglichsten Berufe aus...:D


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