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Kinixys

Erfahrungen mit den Modellreihen 19e und 35i

28.11.2008 15:48    |    Kinixys    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Jetta, Jetta II (19E), Volkswagen

An dieser Stelle ein paar Details zu den Teilen am Jetta, die ihn mit der Straße verbinden und ihn auf eben dieser zum Stehen bringen sollen... ;)

 

Als ich den Wagen kaufte, war ein Fahrwerk verbaut, das ich bis zuletzt keinem Hersteller zuordnen konnte und für das es auch keine Papiere gab. Da der TÜV anstand, nachdem der Motor wieder lief, wurde kurzerhand ein gebrauchtes KW-Gewindefahrwerk verbaut, mit dem ich dann auch ca. 1,5 Jahre fuhr. Allerdings gefiel mir die Charakteristik des Fahrwerks nicht, unter anderem weil es zu hart war.

 

Durch einen glücklichen Zufall stolperte ich über einen Fichtel&Sachs-Fahrwerk, das zuvor nur wenige Kilometer gelaufen war und erwarb es relativ günstig (Neupreis etwa 400 Euro).

 

 

Im Nachhinein sicherlich nicht das Non Plus Ultra, aber eine akzeptable und für mich wesentlich bessere Lösung als das Gewindefahrwerk. Ich bin generell eher darauf bedacht, den Original-Zustand zu erhalten, bzw. zu verbessern und da ein neues originales Fahrwerk ne ganze Ecke teurer gewesen wäre ein guter Kompromiss, zumal die Tieferlegung nur 25 mm beträgt (zusätzlich zur werksseitigen Tieferlegung).

 

Nachteil bei solchen Fahrwerken mit gleicher Tieferlegung an Vorder- und Hinterachse, speziell beim Jetta, ist der oftmals auftretende "Hängearsch". Auch Golf 2 ist bekannt, dass es oftmals (wenn auch nur optisch) so wirkt, als liege der Wagen hinten tiefer als vorne. Da ich die Lösung mit anderen Federtellern oder Domlagern nicht glücklich finde und auch die ein oder andere schlechte Erfahrung damit von anderen lesen musste, lehne ich diese ab. Leider hat das Fahrwerk keine Nutenverstellung an der Hinterachse, was wohl die beste Lösung wäre, weshalb ich mich nach einigem Hin und Her für das Höherlegungskit von Weitec entschieden habe (Spring Distance Kit). Dieses ist aber noch nicht verbaut, ich werde aber zu gegebener Zeit meine Erfahrungen damit hier mitteilen.

 

Wegen eines anderes Projektes muss ich mich nun wieder mit der Fahrwerksfrage auseinandersetzen und tendiere mittlerweile eher zu Herstellern wie H&R, Bilstein und Koni...

 

Eine nicht weniger wichtige Frage für viele ist die der Felgen...

 

Auch ich habe im Laufe der Jahre mehrere Sätze erstanden, zumeist originale VW-Felgen aus der Epoche des 19e und konnte mich nicht entscheiden. Im vorherigen Eintrag sieht man BBS RX 214 in 7x16 auf dem Jetta, die ich gar nicht so verkehrt fand, allerdings waren mir die Reifen zu teuer. Auch die zweiteiligen BBS RM 012 hatte ich liegen, allerdings waren mir hier die Kreuzspeichen zu klein und so entschied ich mich für die einteiligen BBS in 6,5x15, ET 33 wie sie am G60 bestellt werden konnten, bzw. ab Werk so ausgeliefert wurden.

 

Diese Felgen wurden auch deswegen gewählt, weil die neuen Bremssättel vom G60, die an das Auto wandern sollten, nicht unter jede 15-Zoll-Felge passen. So wurde also Ende letzten Jahres das erwähnte Fahrwerk, die G60-Bremsanlage und die Felgen dem TÜV vorgeführt und anstandslos eingetragen.

 

 

Wie viele wissen, passt die G60-Bremse 1:1 auf die Radlagergehäuse der großen 16v-Bremse. Die Bremsscheibe wächst auf wundersame Weise von 256 auf 280 mm und bremsen lässt sich damit ganz anständig. Als Upgrade habe ich noch Girling-60-Sättel liegen, die über Doppelkolben verfügen und an diversen Audi-Modellen der frühen 90er verbaut wurden. Allgemein ist diese Bremse als S2-Bremse bekannt, allerdings gibt es bei der Anordnung des Bremsschläuche nicht unwesentliche Unterschiede, was mit der Position der Bremssättel an den Radlagergehäusen zusammenhängt und auch beim Umbau auf den Golf 2 von Bedeutung ist.

 

Auch diese Sättel passen problemlos an die Radlagergehäuse des Golf/Jetta 2 16v/G60 mit Girling-54-Bremse, allerdings werden hier dann in den meisten Fällen G60-Bremsscheiben verbaut, die nicht das Optimum darstellen, weil sie im Gegensatz zu den originalen Scheiben für diese Bremse wesentlich dünner sind und eine geringere Wärmespeicherkapazität aufweisen. Es gibt mittlerweile Scheiben, die passend sind, aber auch das Doppelte kosten...

 

Im nächsten Eintrag wird es wohl um Teile gehen, die der Optimierung bzw. Leistungssteigerung des 16v-Motors dienen und über kurz oder lang wohl noch verbaut werden.