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Gany22

Auto hier, Auto da, Auto tritratrallalla....

06.09.2014 14:51    |    Gany22    |    Kommentare (165)    |   Stichworte: 3er, BMW, E46

autogas-sparenautogas-sparen

Autogas - Fluch oder Segen - Sparen oder Ärger?

 

Einleitung/Vorgeschichte:

Als aller Erstes: JA, ich würde es empfehlen!

Aber: Lest lieber erst einmal selbst und macht euch Gedanken ob sich ein Diesel vielleicht nicht eher lohnt!

Für die Lesefauleren, ab Rechnung/Ersparnisse kommt wohl der Interessantere Teil ohne Details meiner Probleme!

 

Meine Einstellung bezüglich Autogas war von Anfang an positiv, ich begrüße Ideen die mir und der Umwelt gut tun und sehe es auch nicht als exotisches und finanzielles Wundermittel. Exotisch fand ich es schon davor nicht, finanziell ist es leider eher eine Enttäuschung gewesen. Nein, es ist nicht schlecht, nur den Milchmädchenrechnungen von Herrn Brem oder anderen Gasumrüstern sollte man nicht glauben, Herrn Brem welchen ich als Umbauer mit einer Note 2- empfehle, will ich nicht schlecht reden, nur gibt es eben zwei Seiten einer Medaille.

 

Als Erstes einmal meine Geschichte, ich fahre wie ihr wissen dürft einen BMW E46 FL 325i als Limousine und bin diesen etwa 3000km nur auf Benzin gefahren, wie er ab Werk eben kommt. Dann folgte die Umrüstung im September 2013, einige Monate nach erhalt des Wagens, finanziell sollte er sparsamer werden, als Student und als Langstreckenwagen sah ich wenig Probleme und dank gutem Umrüster welcher einen guten Eindruck machte nahm ich an es wäre eine problemlose Sache. Die Umrüstung kostete mich exakt 2500€, was als angemessener Preis bekannt ist, auch wenn es, wenn man sich mit der Materie auskennt und jemanden in Polen findet der es gut machen kann, wohl total überteuert ist. Insgesamt ist es leider nicht bei den 2500€ geblieben, auch wenn ich wohl noch nicht an den 3000€ kratze. Dies wäre nur halb so schlimm, wenn es wirklich nur bei 50% des Preises läge, was aber leider einfach nicht der Fall ist.

 

Nun einmal eine kleine Auflistung der Kosten bzgl. Gas:

  1. Umrüstung - 2500€
  2. Zusätzliche Adapter - 70€
  3. Probleme mit dem Steuergerät - 280€ (vielleicht etwa 200€ Rückerstattung in der Zukunft)
  4. Reguläre Kontrolle und Wechsel des Filters - 50€
  5. Umwege und Ärger - Nichts gewaltiges, aber durchaus nervig

 

Probleme/Historie:

Es fängt recht gut an im September, mit dem Gas läuft es erst einmal Prima, gefühlt geht er einen Hauch schlechter, messbar würde ich wohl auf Niveau eines 323i oder 320i tippen, bin aber beide nicht gefahren. Ein 328i fühlt sich spürbar schneller an, aber auch das ist mehr messbar und gefühlt nur ein guter Hauch.

 

Um Weihnachten sind dann mal die Zündkerzen drann, allerdings hatte das wohl nichts mit dem Gas zu tun. Nerviger waren die ständigen angezeigten Motorfehler vom Bordcomputer, so ein bisschen unwohl fühlt man sich da als Autoliebhaber schon, auch wenn der Motor immer astrein lief und es wohl deswegen einfach am geänderten Kraftstoff lag, welcher die Sensoren manchmal etwas verwirrt. Die Abstimmung war auch eher einen Tick zu mager, soweit ich es beurteilen kann, denn nach dem erhöhen des Gemisches, etwas fettere Einstellungen läuft er nun astrein ohne Fehler.

 

Im Januar erwischt es mich dafür richtig übel, zuerst habe ich einen totalen Platten, dank einer auf der Straße liegenden elektronischen Zigarette. Nur um kurz darauf mit der Gasanlage mächtig Probleme zu bekommen. Zylinder 5 läuft nicht auf Benzin, jetzt wird sich jeder denken, wie, was du fährst doch mit Gas, dass hat doch nichts mit der Anlage zu tun?, doch leider schon. Die Elektronik des Prins Steuergerätes ist zwischen geschaltet zwischen das normale Steuergerät und dem Motor und da dort irgendjemand mal gepfuscht hat und das Ding brachial in den Sockel gehämmert hat, waren einige PINs verbogen und das Gerät im Endeffekt im Arsch. Nachdem der Motor warm gelaufen war, Problem weg, aber bis dahin lief er unter Benzin auf 5 Zylindern. Bei Volvo oder Audi sind 5 Zylinder sehr schön, aber in einem R6 von BMW macht es keinen Spaß, wenn er unrund auf nur 5 Zylindern herumruckelt. Nachdem mir die BMW-Werkstatt in der Gegend nicht helfen konnte war das Fehler mit dem örtlichen Gas Meister in England schnell gelöst und nachdem ich etwa 280€ (230 Pfund) ärmer war, war ich dennoch glücklich, dass es nichts ernsteres war. Das Ganze kostete mich viel Zeit und Nerven, und war vom finanziellen Aspekt her eher ein Zuckerschlecken, ich hatte nämlich schon schlimmeres befürchtet.

Wer die Schuld trägt ist hier nicht fest zu legen, leider tippe ich aber auf eine Unachtsamkeit von Herrn Brem, da sonst eigentlich niemand die Gasanlage angefasst haben sollte, beweisen kann ich es aber nicht ob mal jemand da reingeschaut und rumgepfuscht hat in einer anderen Werkstatt bei irgendwelchen Checks oder der Gleichen.

 

Die nächsten 8 Monate verlaufen Problemfrei, bis darauf, dass ich einmal einen Adapter abbreche, weil ich ausversehen auf den Tankschlauch trete, das Ding hatte eine komische Schlaufe gemacht in die ich blöder weise auch reintreten musste. Dumm gelaufen, neuer Adapter - 25€, ärgerlich, aber wirklich banal. Dazu kommt noch die Kontrolle des Filters, welche auch ein wenig kostet, aber zum Glück nur gutes zeigt, dazu das ändern der Einträge im Steuergerät und schwupps läuft der BMW gefühlt etwas runder und die Fehlermeldungen kommen auch seid diesem Sommer nicht mehr. Diese verschwanden interessanter Weise aber schon früher etwa im Juni.

 

Rechnung/Ersparnisse:

Deutlich interessanter dürften allerdings noch die Ersparnisse sein, denn hier liege ich wie schon geschrieben weit weg von den besagten 50%, oder vielleicht 40% und es liegt nich daran, dass ich mit Gas so viel mehr Gas gebe ;)

 

Die Rechnung geht recht einfach, die ersten 3000km auf Benzin sind dokumentiert auf Spritmonitor und der ergebene Verbrauch lag bei 9,62 Litern, für einen 325i mit Stadt, Land und AB Nutzung voll im Durchschnitt. Mit Gas lag der Verbrauch über 18.000km auf 11,60 Litern, dass entspricht nicht versprochenen 10% mehr Verbrauch sondern eben 20%, hier erzählen Gas-Umbauer wie Herr Brem: "Nein es sind definitiv etwa 10%." Selbst wenn meine Hinweise auf Recherchen eher Richtung 20% zeigen. Vorrausgesetzt man fährt viel auf Gas und nicht ständig auch auf Benzin, denn das braucht man auch noch ein wenig, mit etwa 0,68Litern auf 100km kostet das nämlich auch noch fast einen Euro auf 100km, und ist ja auch ein Teil der laufenden Kosten, selbst wenn man mit Gas fährt. Am Ende habe ich davor 15,41€ auf 100km gezahlt, nun aber 9,67€ für Gas und immernoch 1,24€ für Benzin, macht 10,91€, Ersparnis - 4,50€auf 100km.

 

Nimmt man diesen Wert und beachtet, dass das getankte Gas und Benzin in UK meist teuerer war wie in DE, und die Benzin-Vergleichskosten in DE noch gefahren wurden, so kann man es gerne auf 5-6€ aufrunden. In meinem Kopf gibt es aber noch die kleineren Umwege zu Gastankstellen und die dadurch und durch die Probleme entstandenen zusätzlichen Kosten, sowie den Fakt, dass ich zu Beginn des Fahrzeugbesitzes auf Benzin auch oft noch mehr geheizt habe und mit Gas oft sparsamer und auch wegen dem Tempolimit in UK eher langsamer gefahren bin. Im Endeffekt denke ich das 5€ Ersparniss wohl realistisch sind, ich rechne aber lieber mit 4,50€, weil ich das dokumentiert habe und einfach lieber kritisch sehen will, ob und wann ich wirklich was damit gespart habe. Schön reden gibt es bei mir nicht!

 

So, der Wagen hat nun über 100.000km auf dem Tacho, 32.000 davon etwa auf Gas, bei 4,50€ pro 100km macht das eine Ersparnis von 320*4,50€ also 1440€, wenn ich die Ausgaben und Probleme von etwa 2900€ nehme muss ich also etwa 65.000 km fahren bevor ich die Kosten der Anlage nur reingefahren habe. Etwa 85.000km bevor ich wirklich von einer signifikanten Ersparniss reden kann, denn den Ärger den ich mit der Anlage hatte, ist auch nicht Ganz zu vernachlässigen.

 

Die Milchmädchenrechnung/Was man angeblich sparen soll:

Rechne ich mit 50€ Ersparnis und damit 15,41€ / 2 = 7,705€ auf 100km an Einsparungen rentiert sich der Einbau schon deutlich nach etwa 50.000 km, ich bin aber in Realität erst bei 65.000km bei dem Nullpunkt wo es sich anfängt zu rechnen. Hier sieht man schnell wie leicht man die Illusion bekommen könnte, man hätte gespart, wenn man in Realität noch im Minus ist, Probleme und Umwege bezahlt der Umrüster nicht, geringe Mengen Benzin die man zum Warmfahren stehts benötigt berechnet der Umrüster auch nicht. Zusätzliche Kosten für Adapter oder Filterwechsel sind nicht hoch, werden aber auch gerne vernachlässigt, schwupps, die Milchmädchenrechnung ist aufgestellt...

 

 

Gas ist sparsam, aber liegt definitiv nicht bei 50% Einsparungen, rein Rechnerisch liege ich bei 34%, deutlich unter den versprochenen 50%, oder vielleicht mal als absoluten Grenzwert genannten 40%. Je nachdem wie man rechnet kann man hier unterschiedliche Prozente bekommen, sollte jemand hier Kritik haben, erkläre ich gerne meine Angehensweise, jeder der sich gut mit Mathe auskennt dürfte mir aber folgen können.

 

Bis es sich rentiert vergeht viel Zeit und nicht immer fährt man nur auf Gas, vor allem im Urlaub kann man gerne mal keine Tankstelle finden und so schaut es gleich wieder schlechter aus für die Einsparungen. Die Reserveradmulde die man nicht mehr hat ist kein Beinbruch, aber kann durchaus nervig sein und wenn es Ganz schlecht läuft, steht man in der Pampa erst mal ein paar Stunden bevor man irgendwo hin kommt, denn man wollte ja mit Gas sparen und im Kofferraum kein Reserverad liegen haben...

 

Fazit/Empfehlung:

Wer viel fährt, aber keinen Diesel will, darf sich Gas ansehen, es ist kein exotisches Mittelchen mehr, nur für Leute die Spaß an Neuem/Experimentieren haben, darf aber auch nicht als einmal eingebaut und sofort Problemfrei gesehen werden. Nicht umsonst gibt es wenig Gas-Autos ab Werk und die Unterschiede bezüglich einem Diesel sind bei sehr hohen Laufleistung im Jahr wohl kaum exsistent. Wer allerdings wie ich keinen Diesel wollte, bzw. denkt es lohnt sich vielleicht nicht für mich und das Auto dennoch min. für 100.000km behalten und fahren will und für wen sich ein Diesel bei der jährlichen Fahrleistung vielleicht gerade noch nicht lohnt. Bei wem das Auto die nächsten 100.000km wohl auch noch schaffen wird und es Gasfest ist, der kann wie ich mit Gas wirklich Geld sparen, fährt in Steuer sogar noch günstiger wie ein Benziner und ist wohl Kostentechnisch auf oder unter dem Level eines Diesels.

 

 

 

Viele Grüße und ich hoffe ich konnte vielleicht einigen Helfen was ihre Ansicht bzgl. Gas angeht!

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10.09.2014 00:37    |    Taxidiesel

Zitat:

 

Jetzt fantasierst du schon wieder was zusammen. Billigere Bauteile heute als wie vor paar Jahren. So ein Bullshit!!!

Natürlich sind manche Bauteile heute billiger oder weniger hochwertig. Schau mal, was für ein Material in deinem BMW an der B Säule unterhalb der Fensterlinie verbaut ist. Ob es so grobes Hartplastik früher auch gegeben hätte?


10.09.2014 07:02    |    3L-auto-ja

@meehster,

natuerlich haben autos ohne gas im alter auch schaeden. Das meine ich doch. Durch den gasumbau muss das auto lange halten, daher ist man gezwungen dinge zu reparieren die man sonst kaum noch machen wuerde. Das liegt nicht am gas sondern am geld. Wenn jemand ein aelteres auto nochmal frisch lackiert wird er auch hoffen es haelt "ewig" und bereit sein alle reperaturen durchzufuehren die kommen, es bleibt kaum noch eine wahl.

 

Beim neuwagen sehe ich garkeine moeglichkeit fuer gas. Ich bin grade dabei mir einen 3er zu bestellen, als vielfahrer und auch viel autobahn gerne den starken und natuerlich diesel. Die alternative den benziner zu nehmen und auf gas umzuruesten gibt es nicht. Ich nehme an das betrifft alle moderne autos bis auf ein paar sonderlinge. Oder nenne mir doch mal was vergleichbares zu einem 3er kombi mit 300PS welcher "offiziell", mit garantie, auf gas umruestbar ist.

 

Daher wird mir so langsam klar warum es so wenige gasautos gibt.

Die hersteller bieten es nicht an und wenn dann bei kleinen motoren.

Die umruester fassen moderne neuwagen nicht an. (wenn sie denn garantie geben sollen, und zwar richtig, nicht vonwegen ich muss nachweisen es laege am gas und der hersteller sagt nach dem umbau keine garantie- dann fahre ich sehr viel lieber diesel.)

 

hmmm

 

willy


10.09.2014 08:11    |    ICOMworker

In diesem Bericht spiegeln sich verständliche Enttäuschungen wieder.

Geht auch ans Forum und den Empfehlungen, denen der Th aufgesessen ist.

 

Scharlatane gibt es zu Hauf, ob Umrüster, User als auch Kunden.

Viele die sich geschädigt fühlen und sind, posten erst gar nicht, weil Hohn, Spott und das "hab ich schon immer gesagt" sicher ist wie das Amen in der Kirche.

 

Man muss sich auch nicht an Details dieses Berichtes aufhängen, gleich ob stimmig oder unstimmig.

In seiner Gesamtheit ist es eine Retourkutsche und irgendwie verständlich, mit Adresse ans Forum.


10.09.2014 08:18    |    schipplock

Zitat:

Wenn jemand ein aelteres auto nochmal frisch lackiert wird er auch hoffen es haelt "ewig" und bereit sein alle reperaturen durchzufuehren die kommen, es bleibt kaum noch eine wahl.

man hat immer eine Wahl. Du glaubst gar nicht, wie sehr Emotionen diese Wahl beeinflussen koennen. Ich hatte meinen Gaser verkauft, obwohl er einwandfrei lief und ich hatte kurz vorher sogar noch die komplette Bremsanlage neu gemacht...und den Karren dann fuer 600 eur verkauft :P...und wieso? Weil ich darauf keine Lust mehr hatte. So einfach :).


10.09.2014 08:51    |    3L-auto-ja

@schiplock du bist halt ein held, die anderen hier sind sparbroetchen, die machen das nicht.

 

Ich sehe zumindest ein problem in der tatsache:

  • das man neue autos nicht(kaum) umruesten kann, ohne erhebliche risiken einzugehen.
  • alte autos zu sehr alten autos werden muessen damit man den invest wieder reinfahren kann.

 

Natuerlich kann man das auto auch frisch lackieren und sich nicht aergern wenn kurz darauf eine teuere reparatur ansteht. (die man garnicht mehr haette machen lassen wenn man nur nicht grade noch zigtausend investiert haette) Die wenigsten werden das lustig finden und beide moeglichen entscheidungen fallen schwer.

 

Natuerlich wird kaum einer mit so einem fall im forum angeben, hier sind nur leute die hohe 5stellige km zahlen mit gas hinters ich gebracht haben und schon ein vielfaches der umruestung eingespart haben. Das freut mich auch. Es wird aber auch welche geben die nach dem umruesten erstmal nicht ueber den tuev kommen (nicht wegen gas, sondern wegen sonstwas) und welche die neuwagen haben machen lassen und der motor einfach mal so kaputt geht. So wie jeder neuwagen kaputt gehen kann, nur doof wenn der hersteller dann keine garantie gibt (was ich verstehen kann) und der umruester sagt am gas liegts nicht. Stell dir mal vor was fuer ein risiko.


10.09.2014 09:17    |    Xebu

Auto: Superb 1.8T, Atlas-Gasanlage

gekauft mit 170000km, jetzt 220000km

Umgerüstet bei ca. 40000km

 

Gaspreise: 0,69€

Benzin: 1,51€

Der Skoda nimmt bei normalen Überlandfahrten Benzin ca. 9-10l, Gas ca. 10,5-11l.

 

Wie ich es auch schlechtrechne, Einsparung gegebenüber Benzin > 50%.

Bis auf eine durchgescheuerte Druckleitung bisher keine Probleme. (selten mal einen Gemischfehler, kann ich selbst mit einem Smartphone löschen) Da die Gasanlage schon verbaut war hatte ich auch keine Zusatzkosten.

 

Nie wieder ohne.

(Wer sich einen Neuwagen kauft, ist selbst schuld ;-)


11.09.2014 10:37    |    Bleede

170000 Km in denen schon jede Menge kaputt gegangen sein kann :D


11.09.2014 10:51    |    Bleede

@ Meehster deine Beleidigungen sind für deine Intelligenz scheinbar Normalzustand. Ich enthalte mich weiterer Ausführungen dazu.

@ Taxidiesel die Verkleidung der B Säule im BMW und auch im davor gefahrenen A6 4F sowie im davor genutzten A4, Mitsubishi usw. war eh und je Hartplastik. Im BMW und im Audi wenigstens strukturiert. Ich sehe da derzeit keine Verschlechterung sondern eher gleich bleibende Qualität. Mein Opel Kadett war mit 120tkm Technisch und Optisch hinüber. Der Mitsubishi war Optisch im Innenraum und Akkustisch am Fahrwerk hinüber, mit 90tkm. Mein BMW wartet derzeit mit 116tkm praktisch im Neuwagen Zustand auf. Mit dem Smartphone könnte ich zig Püpse im BMW steuern wenn ich wollte....Nein von sinkender Qualität erkenne ich derzeit nichts. Außer dass mal ein Turbo und ne Steuerkette von BMW kostenlos gewechselt wird :D


11.09.2014 11:18    |    Bleede

Zum Bullshit doch noch paar Zeilen.

Wie kann es technisch möglich sein dass Hersteller im Motorenbau Werkstoffe oder Toleranzen herabsetzen wenn gleichzeitig die Anforderungen daran steigen? Sei es durch Innendrücke die steigen oder Verbrennungstemparaturen die steigen?

Um die Feinstaub Belastung in Holland richtig zu erfassen sollte man sich zuallererst mal vergegenwärtigen dass Holland ein einziger Hafen ist. Gemessen an der Infrastruktur gegenüber Deutschland noch der erhöhte Schwerlastverkehr ja mei da wundert mich nix. Das sage ich ohne den Artikel gelesen zu haben. Ich mag nicht alles in Google übersetzen.

Und nun zum Krebsleiden einiger Dieselhasser....Die Moderne Forschung geht mittlerweile davon aus dass jeder Krebs in sich trägt. Der Auslöser sind dann eine Schwächung des Immunsystems oder psychische Erkrankungen. Ich denke in Meehsterhausen ist da Jemand akut gefährdet.

Wenigstens sind die Hypochonder dort schon "Kaserniert".


11.09.2014 12:02    |    meehster

Zitat:

Original xxxxxvon Bleede

Wie kann es technisch möglich sein dass Hersteller im Motorenbau Werkstoffe oder Toleranzen herabsetzen wenn gleichzeitig die Anforderungen daran steigen?

Wenn die Anforderungen wegen leistungfähigerer Technik sinken, steigen sie nicht. Im Gegenteil: Wenn sie sinken, sinken sie.

Absatz entfernt...MT-Moderation

 

Und daß Du mir vorwirfst, Dich zu beleidigen, ist doch wohl ein Scherz. Wer kam denn hier an und meinte, ich würde "Bullshit" schreiben oder limonadesieren (was auch immer das sein soll)?

Ich werde mich aber in Zukunft mehr an eine Regel halten, die mir zugetragen wurde: "Never argue with an idiot. He will drag you down ti his level and beat you by experience." Deswegen ist Bleede ab jetzt aufgrund fortgeschrittener Bildungs- und Denkresistenz und Haß auf alles, was modern ist, auf Igno.


11.09.2014 12:18    |    Gany22

Sorry Leute, ich habe gerade nicht die Zeit alles durchzulesen, werde mich dem aber morgen widmen ;)


12.09.2014 15:51    |    Gany22

So ihr lieben Leute, ich habe vor allem von Bleede, nachdem deine Beiträge teilweise nur einen Satz und keinerlei sinnvollen Beitrag enthielten gelöscht. Ich bitte darum, dass du das hier unterlässt, ich bin auch bei ein paar Anderen Beiträgen schon sehr verlockt gewesen sie zu löschen, bitte geht freundlich miteinander um! Ansonsten freue ich mich über die rege diskussion in meinem Blog! Auch freue ich mich so viel positive Resonanz zu hören.

 

Gas ist und bleibt was tolles :)


13.09.2014 13:23    |    meehster

Ich hab mich ja mal hingesetzt und darüber nachgedacht, welche Vor- und Nachteile in welchen Aspekten welches der gängigen Systeme hat.

 

Das Ergebnis wird vielleicht überraschen: LPG ist in wirklich keinem Punkt der beste Kraftstoff:

 

Bei den Kosten Energiemenge liegt es auf Platz zwei hinter CNG.

Für die Umwelt liegt es auf Platz drei hinter Ökostrom und CNG.

Bei der Reichweite pro Tankvolumen liegt es auf Platz vier hinter Diesel, Benzin und Ethanol.

Bei der Zeit, die das Tanken dauert, ist man mit Stomern deutlich langsamer, mit CNGlern etwas langsamer und mit den anderen Flüssigkraftstoffen (Diesel, Benzin, Ethanol) etwas schneller.

Bei den Anschaffungs- und Umbaukosten ist es zu kompliziert, eindeutige Aussagen zu treffen außer "Benziner ist am günstigsten"

Beim Wirkungsgrad ist der Stromer weit überlegen, die gesammelten Verbrenner liegen im Vergleich zu dem Abstand, die sie auf Stromer haben, praktisch gleich auf. Zumindest nicht so unterschiedlich als daß die Reihenfolge die gesamten Spritkosten anders wird als die der Kosten pro Energie. Nur Stromer sind da so deutlich besser, daß sie die mit Abstand höchsten Kosten pro Energie locker ausgleichen und sich zwischen die anderen schieben.

 

Ich habe mich für LPG entschieden, weil es den für mich besten Kompromiß darstellt.

 

Und: Fast alle Kunden, die ein neues oder fast neues Auto kaufen, geben sowieso einen höheren Betrag für den Wertverlust aus als für Sprit.


13.09.2014 13:32    |    3L-auto-ja

Mein lieber Meehster,

wenn du hier so provokannt falschaussagen zu batterieautos taetigst moechte ich das schon gerne richtigstellen und schwubs sind wir OT.

 

Stromautos fahren generell nicht mit oekostrom.

Sie sind am ehesten zu vergleichen mit der guten alten dampflock und fahren im wesentlichen mit braunkohle und steinkohle. Man koennte auch sagen sie sind atomgetrieben, denn auch davon steckt reichlich im mix. Mehr jedefalls als solar (viel, viel mehr). Wind sieht schon ein bischen besser aus, aber eigentlich braunkohle und steinkole.

 

In allen anderen punkte gebe ich dir recht.

Und biete dir an das thema in einem anderen thread zu vertiefen um diesen hier nicht zu kapern.

 

willy

 

 

edit: an den der fragte ob ich ein F modell fahre (BMW): ja mache ich, bzw bestelle ich grade. Ich sehe bei einem modernen BMW (aber auch anderen herstellern) keine moeglichkeit gas zu fahren. (vergleichbar mit einem 3L diesel, als langstreckenfahrzeug. Nur alte fahrzeuge koennen das und ein paar kleine, moderne neuwagen ist sehr schwer. Das wird auch der grund sein warum es so wenig genutzt wird.)


13.09.2014 13:56    |    Gany22

In einem Land wie Norwegen fahren sie dagegen zu 99% auf Ökostrom, noch dazu ist der Elektroauto-Anteil dort enorm hoch, Tesla Modell S wurde öfters verkauft wie der VW Golf, und Ford hat im gesamten bisherigen 2014 weniger Autos verkauft als Tesla nur Modell S Wägen...

 

Ansonsten hängt es wirklich vom Land ab, Stein- und Braunkohle ist natürlich ein absoluter Müll, so übel verpestet sonst nichts die Welt.

 

LPG stirbt leider ein wenig aus, auch wenn es noch Wägen gibt die es unterstützen, Toyota Prius ist ein interessantes Beispiel, mit flüssigeinspritzender Anlage stelle ich mir das als totale Öko-Karre vor, aber ziemlich cool.

 

Ansonsten ist Meehsters Vergleich gar nicht mal so übel, trocken gesehen ist Gas gar nicht soo gut, aber in Realität ist dann doch wieder vieles anders.


13.09.2014 15:00    |    3L-auto-ja

In norwegen gibt es fast keine autos, aber viel heisses wasser. Das ist bedeutungslos. E-autos fahren wie dampflocks mit stein, braunkohle und atomstrom. Das kommt dann ein bischen aufs land an. Und tesla verkauft lange nicht soviel autos wie du denkst (trotz massiver foerderung) und schon garnicht vergleichbar mit dem golf. (ausser vielleicht im bedeutungsolsen norwegen) Anderfalls bitte ich um zahlen.

Und einen neuen thread, mach den ruhig auf. Wir zerstoeren sonst diesen und das waere schade.


13.09.2014 16:19    |    meehster

@ 3L-auto-ja: Zum Einen würde mein Mann sich ziemlich beschweren, wenn ich ein Lieber wäre ;)

 

Zum Anderen habe ich nichts Falsches behauptet.

Im Gegenteil bhast Du eher fälschlich ausgesagt, daß Elektroautos nicht mit Ökjostrom fahren können. Das können sie aber sehr wohl. Dem einzelnen Gerät ist nämlich völlig egal, wie der Strom erzeugt wurde.

Außerdem beinhaltet Ökostrom im Gegensatz zum allgemeinen Strommix weder Kernkraft noch Kohlestrom. Wenn dem doch so wäre, würde jedes Energieunternehmen, das mir höhere Stromkosten für Ökostrom abknöpft, sich als des Betruges strafbar machen.

 

Übrigens: Der Stromer aus dem allgemeinen Strommix ist im Umweltrankung auf Platz 6 und im Betriebskostenranking sortiert er sich vor dem Ökostromauto direkt hinter den LPGlern ein.

Bei einigen Rankings wie z.B. der Reichweite pro Tankvolumen oder dem Anschaffungspreis habe ich dann Stromer mit allgemeinem Strommix und Ökostrom zusammengefaßt, weil es da keinen Unterschied macht. Den gibt es afaik nur im Umwelt- und im Betriebskostenkapitel.

 

 

@ Gany22: Das, worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist die Tatsache, daß kein Kraftstoff und kein System in jedem Aspekt der beste ist. LPG sogar in ganz keinem Aspekt.

Für mich ist LPG der beste Kompromiß aus den einzelnen Vor- und Nachteilen. Für Dich wahrscheinlich auch.


13.09.2014 16:31    |    3L-auto-ja

@meehster,

ich habe nicht gesagt das sie es nicht koennten sondern das sie es nicht tun.

http://de.wikipedia.org/.../Stromerzeugung?...

 

 

Weiterhin liefert dir dein oekostromabieter garantiert keinen oekostrom, der betrug ist erlaubt und gewollt nur deswegen wird er nicht bestraft.

Allerdings kassiert er von dir auch nicht den preis den oekostrom kosten muesste, das zahlen ja die anderen fuer dich.

 

 

Wie gesagt das geht am thema vorbei, batterieautos sind mehr maerchen als realitaet zumindest wenn man nicht wahrhaben will das die fahren wie ne dampflock, naemlich mit kohle.


13.09.2014 16:50    |    Gany22

Ich sage jetzt einfach nichts mehr dazu, denn ich will hier wie du schon gesagt hast, den Blog-Thread hier nicht töten ;)


13.09.2014 17:13    |    3L-auto-ja

Gany hast ja recht, meehster soll einen batterieauto thread aufmachen, dann klaeren wir das :D

 

Was gas angeht bleibt halt das problem der verfuegbarkeit der motoren. Wie gesagt ich kaufe grade, ich habe wegen deinem beitrag hier auch mal nach gas (statt diesel) geschaut, aber das geht nicht. Das waere wahnsinn sowas zu riskieren. Es gibt keine ausgereifte loesung.


15.09.2014 13:05    |    meehster

Einen eigenen Thread braucht es nicht, sobald 3L-auto-ja endlich begreift, daß ich zwischen Ökostrom und allgemeinem Strommix unterscheide. Viele E-Auto-Besitzer "machen" ihren Strom selbst. Auch einige Leute ohne E-Auto wie z.B. ich. Und daß in meinem Windrad oder meiner Photovoltaikanlage Kohle verbrannt oder Atome gespalten werden, glaube ich nun wirklich nicht ;)

 

Wegen Gas habe ich schon einiges kennengelernt. Die Technik ist ausgereift und wird seit Jahrzehnten eingesetzt. Ich begegne aber immer wieder Vorurteilen und räume mal eben auf:

- "Gas gibt es nur bei untermotorisierten Autos."

Zugegeben: Die mir bekannten Gasautos haben 320 PS oder noch weniger und die eingetragene Vmax liegt bei 270 oder noch weniger km/h. Es ist aber kein Problem auch schnellere und stärkere Autos zu Gasern zu machen.

- "Gas gibt es nur bei alten Autos"

Zugegeben: Die mir bekannten Gasautos sind Baujahr 2014 oder noch älter. Es gibt tatsächlich kein Auto Baujahr 2015 oder noch neuer, das erfolgreich umgerüstet wurde. Wenn man auf den kalender schaut, kommt man vielleicht darauf, warum das so ist.

- "mit Gas hat man wenig Reichweite"

Zugegeben: Ich kenne persönlich keine Gaser, die bei normaler Fahrweise mehr als 1500 km am Stück schaffen. Mein eigener ist dagegen schon lächerlich mit seinen ca. 650 km. Aber so viel weniger als die 600 km eines VW Lupo 3L oder die 300 km eines Smart 450 ist das doch auch nicht.

- "mit Gas ist die Garantie weg"

Dafür gibt es bei vielen Umrüstern Garantieversicherungen, die einspringen, wenn die Werksgarantie nicht mehr greift. Viele Autobesitzer fahren ihre Autos länger als die Garantie dauert. Lustig ist es übrigens, wenn sich BMW-Fahrer über den Garantieverlust durch Gas beschweren. Bei den Kisten ist doch die Garantie grundsätzlich schon vorbei, wenn das Auto vom Band rollt :D

 

Das Taxiunternehmen, in dessen Werkstatt mein Volvo zum Gaser wurde (strenggenommen zum Benzin/LPG-Hybrid) verwendet übrigens viele US-Autos, meist als Sechszylinder. Diese Autos gibt es allerdings oft auch als Achtzylinder. Wäre sicher auch eine Idee gewesen, aber da ich für mich ja Frontantrieb will...


15.09.2014 13:10    |    3L-auto-ja

@mheester, du solltest mir glauben das wir den thread zerstoeren wenn wir dich hier aufklaeren, das muessen wir anderswo machen. Im uebrigen kommen solarzellen im wesentlichen aus china, sind sehr energieaufwaendig und china ist atomstrom land. Selbst in dieser betrachtungsweise ist reichlich atomstrom dabei. Und ich kenne keinen der solarstrom nur fuer den eigenbedarf erzeugt und nicht hochgefoerdert einspeist. Es mag vielleich 2 hansel geben, aber das kann sich doch kein mensch leisten. Es geht nur wenn die anderen zahlen. (bitte lass uns einen anderen thread aufmachen.)


15.09.2014 16:17    |    Bleede

Mit Meehster diskutieren kannst du dir sparen. Die hat ihre Meinung und alles darüber und darunter ist dumm!


15.09.2014 16:22    |    3L-auto-ja

nein wir kennen uns ja schon lang, das geht schon ich will nur den blog hier nicht verzhunzen. Infos ueber batterieautos wuerden bestimmt viele interessieren. Mal abseits von der propaganda....


15.09.2014 16:24    |    Bleede

Mein Beileid ;)


15.09.2014 16:26    |    Gany22

So Leute, ich mache jetzt einen Diskussionsblog für euch auf ;)


15.09.2014 17:19    |    notting

@Gany22: Hat dir jemand Linkverbot erteilt oder bist du einfach zu schüchtern, den Link zu posten? ;-)

 

notting


15.09.2014 17:46    |    meehster

@ 3L-auto-ja: Du wirst mich nicht davon überzeugen können, daß 1=6 ist. Fertig. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Weder hier noch woanders.

Bezeichnend übrigens: In meinem letten Beitrag hatte ich in 88% der Zeilen Gasautos zum Thema. Du hast es nicht einmal auf 1% gebracht.

Und daß Du eine große Off-Topic-"Diskussion" aufmachst, weil Du es nicht verstanden hast, was ich eigentlich sagen wollte.

 

 

Noch einmal zum Mitschreiben:

Die Essenz war, daß es keinen Krafstoff und kein System gibt, das in jedem Punkt das Beste ist und LPG ist es sogar bei keinem.

 

Was man dann nutzt, ist - wie bei allen Sachen - ein Kompromiß aus den jeweiligen Vor-und Nachteilen. Unter Anderem Gany22 und ich haben die Vor- und Nachteile abgewogen und uns für den für uns besten Kompromiß namens LPG entschieden.

 

Für andere kann ein anderes System oder ein anderer Kraftsoff das Optimum sein. Ich weiß auch, daß ich z.B. elektrisch mehr Fahrkomfort hätte als mit einem Otto. Auch mit einem Wankel hätte ich mehr. Mit einem Diesel nicht annähernd so viel.

 

Elektrisch oder mit Diesel und erst recht mit Benzin hätte ich deutlich höhere Spritkosten. Mit CNG hätte ich geringere, dafür aber eine ziemlich beschissene Reichweite und praltisch keinen Kofferraum mehr. Und der Umbau des Autos wäre doppelt so teuer geworden, das hätte ich bis heute nicht rausgespart.

 

 

Bei mir war es schon vor dem Auokauf so, daß ich mich darauf fast festgelegt hatte, daß ich mit LPG fahren möchte.

Ich habe aber erstmal ein Auto gesucht, das überhaupt meine Anforderungen erfüllt (was sehr schwierig war...) und das ich am Besten als Neuwagen kaufen kann. Damals mit einem Budget von 30 k€ bewaffnet schaute ich mich großzügig um. Bis ich feststellte, daß es nicht einmal überhaupt einen Neuwagen gab, der meine hohen Ansprüche an die Ausstattung erfüllt plus den Wohnwagen ziehen kann. Mit gleichem Budget ging es bei den Gebrauchten weiter. Da gab es dann irgendwann immerhin eine fast zweistellige Zahl von Modellen, die in Frage kamen. Zwei davon waren Volvo V40 I: Der 2.0T und der T4. Bis dahin war Gasfestigkeit übrigens noch kein zwingendes Merkmal.

 

Warum wollte ich mit LPG fahren? Nun ja, ich wußte schon, daß ich viel fahren muß. Etwa 30.000 km pro Jahr allein mit dem Alltagsauto.

Ein Diesel kam nicht in Frage, weil ich wegen Umweltzone eine grüne Plakette brauchte (oder ein H-Kennzeichen) und es keinen Diesel mit grüner Plakette gibt, mit dem ich bis nach Hause fahren darf (Direkteinspritzerverbot). Außerdem bei 30.000 km im Jahr ist auch der Komfortnachteil eines Diesels nicht ohne. (Heute wäre die Plakette übrigens egal und der Diesel meines Nachbarn mit roter Plakette ist schon nicht ohne: Rennt seine 200, hat maximales Drehmoment bei 4600/min, es ist ein Reihensechszylinder mit Wirbelkammer - macht schon Laune, das Teil :))

Elektro und CNG fielen raus, weil die Reichweite für meine damals ca. 300 km Pendelstrecke am Stück zweimal die Woche nicht ausreichte. Außerdem weiß man ja nie, ob man irgendwo was zu Tanken bekommt. Zumindest bei CNG kann man eigentlich von Komfortgründen sprechen ;)

Ethanol fiel aus ethischen Gründen raus.

Blieben eigentlich nur Benzin und LPG.

KLar: Ich hätte mir die inzwischen deutlich über 100.000 km, die ich mit dem Volvo gefahren bin, auch locker leisten können, wenn ich 12 Liter Benzin im Schnitt gebraucht und bei der Anschaffung tatsächlich das ganze Budget ausgeschöpft hätte. Ich kann mir "nur" von dem jetzt gesparten Geld ziemlich viel Nippes kaufen :D


15.09.2014 18:52    |    Gany22

Der link (sorry notting, hast ja recht!):

 

http://www.motor-talk.de/.../...enoel-aus-dem-supermarkt-t5055986.html

 

 

 

Danke Meehster für deinen Beitrag, ich finde diese immer wieder interessant zu lesen, auch wenn ich verstehen kann, wie manche dich für "stur" oder so halten. Immerhin kannst du allerdings jedes mal deinen Standpunkt gut verteidigen.


23.09.2014 00:16    |    Papilein_DO

Man muss halt die persönlichen Voraussetzungen schon genau prüfen vor der Entscheidung Gasumrüstung contra Diesel. Ein Auto zu Verkaufen, und dann einen neuen Diesel kaufen? Nicht jeder trennt sich gerne von seinem Vehikelchen.....

Aber zu Deiner Berechnung sei noch angeführt, das im kalten Zustand der Verbrauch locker 1-2 Liter höher liegen kann, was dann Deine Ersparnis noch mehr schmälert. Vielleicht hat Dich ja schon jemand darauf hingewiesen.

Da lobe ich mir doch einen auf meinen Verdampfer: Der springt auch im Winter bei -10 Grad problemlos im Gasbetrieb an, vielleicht macht ja irgendwann wirklich mal die Membran im Verdampfer schlapp, aber aus einen Schrottfahrzeug habe ich für kleines Geld noch einen baugleichen Verdampfer ergattert.

Und das Theater mit Auto verkaufen und Diesel zulegen, das wollte ich mir sparen!!!


17.10.2014 08:36    |    roham2511

Nun, auch von mir meine Erfahrungen:

 

Hyundai Sonata 2005 mit KM- Stand 20 umgebaut, jetzt mit 255.000km verkauft:

Benzinverbrauch 8,5Ltr (1,509€/Ltr.)

Gasverbauch 10Ltr (0,619€/Ltr.)

Umbaukosten 1600€

Wartungskosten im Jahresdurchschnitt 150€ (Filter/GAP)

Neue Ventile, da grad dieser Hyúndai nicht gasfest war 2800€

 

Kosten für Benzin wären ca. 33.000€

Tatsächliche Kosten für Gas: 15475€

Wartungskosten 1500€

Ventile erneuern 2800€

Benzinverbrauch 0,25L/100KM 940€

Differenz: 12285€

 

Somit hatte ich jeden Monat um die 100€ Spareffekt. (mtl. >2000Km Laufleistung)

 

Nächsten Monat wird mein "neuer" umgerüstet. Mercedes C180K Sportcoupe aus 2007.


25.10.2014 12:22    |    ICOMworker

@ roham2511,

Der C180 hat dem M271.xxx Motor.

 

Da kommt es für die Haltbarkeit sehr auf die Gasanlage an.

Dadurch, dass konstruktionsbedingt der Ansaugkrümmer zwischen Kompressor und Luftfilterkasten harmonisch eingepasst ist, gibt es keinen Platz die Gasventile nahe genug zu platzieren.

Dies heißt, es bedarf mit einer Verdampferanlage langer Gasschläuche.

jetzt besteht eh ein Unterschied zwischen eingespritztem Benzin mit Verdunstungskälte und der Zuführung von Gas, das dazu noch vom Verdampfer angewärmt/ausgedünnt ist und sich dazu den Querschnitt des Ansaugkanals mit der Ansaugluft teilen muss.

1 Liter Flüssiggas ergeben 276 Liter an Raumvolumen Gas.

Dies heißt, die zugeführte Menge an Gas will gehändelt sein um in allen Lastbereichen auch der Benzinvorgabe stand zu halten.

 

Gerade bei diesem Motor ist eine flüssig einspritzende Anlage zu empfehlen, denn hier entstehen absolut keine Mankos, auch können die Gasventile, direkt am Krümmer in Höhe der Benzinventile Platz finden.

 

Jetzt ist der C180 nicht gerade ein Leichtgewicht, er braucht also bei diesem kleinen Motor seine volle Leistung, die selbst bei Volllast mit einer flüssig einspritzenden Anlage erhalten bleibt.

Den Test kann man mit einem Vergleichsfahrzeug selbst machen, indem man mit Gas einen Berg fährt und dann auf Benzin umschaltet. Beginnt er mit Benzin zu rennen, wird's die Unterversorgung und somit thermische Belastung für den Motor eindeutig klar.....

Autogas verbrennt normal nicht heißer als Benzin, wenn Einstellungen und Gaskomponenten stimmen.

 

Um klarer zu sehen, hier ein paar erklärende Bilder speziell von diesem Motor.



01.12.2014 10:03    |    GaryK

Zitat:

Die Rechnung geht recht einfach, die ersten 3000km auf Benzin sind dokumentiert auf Spritmonitor und der ergebene Verbrauch lag bei 9,62 Litern, für einen 325i mit Stadt, Land und AB Nutzung voll im Durchschnitt. Mit Gas lag der Verbrauch über 18.000km auf 11,60 Litern, dass entspricht nicht versprochenen 10% mehr Verbrauch sondern eben 20%, hier erzählen Gas-Umbauer wie Herr Brem: "Nein es sind definitiv etwa 10%."

Es ist leider so, dass die wenigsten Gasumrüster mal was von Thermodynamik gehört haben.

 

Heizwert Flüssiggas: 50 MJ/kg, Dichte je nach Mischung etwa 0.54 kg/l. also 27 MJ/l. Heizwert Benzin: 32 MJ/l. Sind 18% Unterschied, die beworbenen 10% kannst du nur schaffen, wenn du das Startbenzin NICHT mitrechnest und statistisch viele kurze Strecken bei kaltem Motor fährst.

 

Fahre seit 200.000 km LPG, beide Wagen hatten recht präzise 20% Mehrverbrauch gegenüber Benzinbetrieb. "Langstrecke" eben, die meisten Fahrten sind ab 20 km aufwärts.

 

LPG rechnet sich trotzdem, siehe http://www.motor-talk.de/.../...tenrechnung-vectra-b-lpg-t2457995.html

 

Vor allem, wenn du die Anlage zuerst vollständig "abschreibst" und dann die Kilometer aufspulst. Bei meinem aktuellen A4 (10.8l Super, 13l LPG) kostete der Umbau 2600€, die hatten sich nach etwa 40.000 km komplett gerechnet. Aktuell habe ich 120.000 km unter LPG. 80.000 km nach "ist bezahlt" mit gemittelt 0.69€/l und Super zu 1.46€/l. Mittelwerte aus dem Spritmonitor, ich trage auch das Startbenzin mit ein. Sind bei 6,80€ Ersparnis je 100 Gaskilometer 5440€. Netter Urlaub. Bzw. mehr, als ich im selben Zeitraum für mein Motorrad (all incl.) ausgegeben habe. Selbst wenn ich mit dem teuren Super (eigentlich will mein Handbuch sogar SuperPlus) nen halben Liter sparsamer gewesen wäre, die Summe hätte ich nicht mit dem Gasfuß alleine kompensieren können. Von den saubereren Abgasen ganz abgesehen.


01.12.2014 10:49    |    Droll84

Meine A Klasse W169 hat jetzt 100tkm auf Gas runter. Es war ein Notkauf (inkl. Gas) da ich doch sehr viel unterwegs bin. Die Gasanlage wurde nach dem Kauf komplett überholt für 150€ und seit dem habe ich keine Probleme gehabt.

(Zumindest mit der Gasanlage)

 

Erst nach dem Kauf sah ich die A Klasse auf der schwarzen Liste der Gassysteme (nicht Gastauglich).

 

Ersparnis über den Daumen gepeilt.... 2160,00€

 

Fazit für mich: Gas gerne wieder aber diesmal mit mehr PS.


03.12.2014 09:21    |    SRT8-AC

Meine "Milchmädchenrechnung" sieht etwas anders aus:

 

Fahrzeug: JEEP Grand Cherokee SRT8, 6,4 l V8, 344 kW, 468 PS, Baujahr 2014

 

Superbenzinverbrauch 19,6 l/100 km * 1,50 € = 29,40 €

Gasverbrauch 22,8 l/100 km * 0,62 € = 14,14 €

Startbenzin bei (wie bei mir) Mindeststrecken von über 50 km eigentlich zu vernachlässigen

aber dennoch gern mit von gany22 eingesetzten 1,00 € bewertet

Verbrauchskostenersparnis somit 14,26 €/100 km oder aber 48,5 %/100 km

 

Kosten meiner INTEC Gasanlage -übrigens die einzige Anlage weltweit, die über einen patentierten Gaserkennungssensor verfügt und daher immer die optimale Leistung im Gasrechner ermittelt und die einzige Anlage die UN/ECE Richtlinie R115 erfüllt- rd. 4.500,00 € für meinem JEEP.

Nach bisher 15.000 km auf Gas beträgt die Ersparnis bereits jetzt 2.139,00 €

Rechne ich noch die von INTEC im Preis inkludierte 1-jährige Vollgarantie auf den Motor hinzu erhöht sich die Ersparnis um weitere rd. 450,00 €. Die diversen Adapter gab es gratis dazu.

 

Probleme? Null!

Fahrspaß? 1000 %tig

 

Leistung auf Gas: 346 kW

Höchstgeschwindgeit auf Gas: 260 km/h

Null auf 100 km/h auf Gas in 4,8 sec.

Alle Werte übertreffen die Werksangaben!!!

 

Noch Fragen???

 

Ich wünsche eine besinnliche Adventszeit und vielleicht liegt ja bei dem ein oder anderen ein schönes Weihnachtsgeschenk unter dem Baum


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