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Gany22

Auto hier, Auto da, Auto tritratrallalla....

06.09.2014 14:51    |    Gany22    |    Kommentare (165)    |   Stichworte: 3er, BMW, E46

autogas-sparenautogas-sparen

Autogas - Fluch oder Segen - Sparen oder Ärger?

 

Einleitung/Vorgeschichte:

Als aller Erstes: JA, ich würde es empfehlen!

Aber: Lest lieber erst einmal selbst und macht euch Gedanken ob sich ein Diesel vielleicht nicht eher lohnt!

Für die Lesefauleren, ab Rechnung/Ersparnisse kommt wohl der Interessantere Teil ohne Details meiner Probleme!

 

Meine Einstellung bezüglich Autogas war von Anfang an positiv, ich begrüße Ideen die mir und der Umwelt gut tun und sehe es auch nicht als exotisches und finanzielles Wundermittel. Exotisch fand ich es schon davor nicht, finanziell ist es leider eher eine Enttäuschung gewesen. Nein, es ist nicht schlecht, nur den Milchmädchenrechnungen von Herrn Brem oder anderen Gasumrüstern sollte man nicht glauben, Herrn Brem welchen ich als Umbauer mit einer Note 2- empfehle, will ich nicht schlecht reden, nur gibt es eben zwei Seiten einer Medaille.

 

Als Erstes einmal meine Geschichte, ich fahre wie ihr wissen dürft einen BMW E46 FL 325i als Limousine und bin diesen etwa 3000km nur auf Benzin gefahren, wie er ab Werk eben kommt. Dann folgte die Umrüstung im September 2013, einige Monate nach erhalt des Wagens, finanziell sollte er sparsamer werden, als Student und als Langstreckenwagen sah ich wenig Probleme und dank gutem Umrüster welcher einen guten Eindruck machte nahm ich an es wäre eine problemlose Sache. Die Umrüstung kostete mich exakt 2500€, was als angemessener Preis bekannt ist, auch wenn es, wenn man sich mit der Materie auskennt und jemanden in Polen findet der es gut machen kann, wohl total überteuert ist. Insgesamt ist es leider nicht bei den 2500€ geblieben, auch wenn ich wohl noch nicht an den 3000€ kratze. Dies wäre nur halb so schlimm, wenn es wirklich nur bei 50% des Preises läge, was aber leider einfach nicht der Fall ist.

 

Nun einmal eine kleine Auflistung der Kosten bzgl. Gas:

  1. Umrüstung - 2500€
  2. Zusätzliche Adapter - 70€
  3. Probleme mit dem Steuergerät - 280€ (vielleicht etwa 200€ Rückerstattung in der Zukunft)
  4. Reguläre Kontrolle und Wechsel des Filters - 50€
  5. Umwege und Ärger - Nichts gewaltiges, aber durchaus nervig

 

Probleme/Historie:

Es fängt recht gut an im September, mit dem Gas läuft es erst einmal Prima, gefühlt geht er einen Hauch schlechter, messbar würde ich wohl auf Niveau eines 323i oder 320i tippen, bin aber beide nicht gefahren. Ein 328i fühlt sich spürbar schneller an, aber auch das ist mehr messbar und gefühlt nur ein guter Hauch.

 

Um Weihnachten sind dann mal die Zündkerzen drann, allerdings hatte das wohl nichts mit dem Gas zu tun. Nerviger waren die ständigen angezeigten Motorfehler vom Bordcomputer, so ein bisschen unwohl fühlt man sich da als Autoliebhaber schon, auch wenn der Motor immer astrein lief und es wohl deswegen einfach am geänderten Kraftstoff lag, welcher die Sensoren manchmal etwas verwirrt. Die Abstimmung war auch eher einen Tick zu mager, soweit ich es beurteilen kann, denn nach dem erhöhen des Gemisches, etwas fettere Einstellungen läuft er nun astrein ohne Fehler.

 

Im Januar erwischt es mich dafür richtig übel, zuerst habe ich einen totalen Platten, dank einer auf der Straße liegenden elektronischen Zigarette. Nur um kurz darauf mit der Gasanlage mächtig Probleme zu bekommen. Zylinder 5 läuft nicht auf Benzin, jetzt wird sich jeder denken, wie, was du fährst doch mit Gas, dass hat doch nichts mit der Anlage zu tun?, doch leider schon. Die Elektronik des Prins Steuergerätes ist zwischen geschaltet zwischen das normale Steuergerät und dem Motor und da dort irgendjemand mal gepfuscht hat und das Ding brachial in den Sockel gehämmert hat, waren einige PINs verbogen und das Gerät im Endeffekt im Arsch. Nachdem der Motor warm gelaufen war, Problem weg, aber bis dahin lief er unter Benzin auf 5 Zylindern. Bei Volvo oder Audi sind 5 Zylinder sehr schön, aber in einem R6 von BMW macht es keinen Spaß, wenn er unrund auf nur 5 Zylindern herumruckelt. Nachdem mir die BMW-Werkstatt in der Gegend nicht helfen konnte war das Fehler mit dem örtlichen Gas Meister in England schnell gelöst und nachdem ich etwa 280€ (230 Pfund) ärmer war, war ich dennoch glücklich, dass es nichts ernsteres war. Das Ganze kostete mich viel Zeit und Nerven, und war vom finanziellen Aspekt her eher ein Zuckerschlecken, ich hatte nämlich schon schlimmeres befürchtet.

Wer die Schuld trägt ist hier nicht fest zu legen, leider tippe ich aber auf eine Unachtsamkeit von Herrn Brem, da sonst eigentlich niemand die Gasanlage angefasst haben sollte, beweisen kann ich es aber nicht ob mal jemand da reingeschaut und rumgepfuscht hat in einer anderen Werkstatt bei irgendwelchen Checks oder der Gleichen.

 

Die nächsten 8 Monate verlaufen Problemfrei, bis darauf, dass ich einmal einen Adapter abbreche, weil ich ausversehen auf den Tankschlauch trete, das Ding hatte eine komische Schlaufe gemacht in die ich blöder weise auch reintreten musste. Dumm gelaufen, neuer Adapter - 25€, ärgerlich, aber wirklich banal. Dazu kommt noch die Kontrolle des Filters, welche auch ein wenig kostet, aber zum Glück nur gutes zeigt, dazu das ändern der Einträge im Steuergerät und schwupps läuft der BMW gefühlt etwas runder und die Fehlermeldungen kommen auch seid diesem Sommer nicht mehr. Diese verschwanden interessanter Weise aber schon früher etwa im Juni.

 

Rechnung/Ersparnisse:

Deutlich interessanter dürften allerdings noch die Ersparnisse sein, denn hier liege ich wie schon geschrieben weit weg von den besagten 50%, oder vielleicht 40% und es liegt nich daran, dass ich mit Gas so viel mehr Gas gebe ;)

 

Die Rechnung geht recht einfach, die ersten 3000km auf Benzin sind dokumentiert auf Spritmonitor und der ergebene Verbrauch lag bei 9,62 Litern, für einen 325i mit Stadt, Land und AB Nutzung voll im Durchschnitt. Mit Gas lag der Verbrauch über 18.000km auf 11,60 Litern, dass entspricht nicht versprochenen 10% mehr Verbrauch sondern eben 20%, hier erzählen Gas-Umbauer wie Herr Brem: "Nein es sind definitiv etwa 10%." Selbst wenn meine Hinweise auf Recherchen eher Richtung 20% zeigen. Vorrausgesetzt man fährt viel auf Gas und nicht ständig auch auf Benzin, denn das braucht man auch noch ein wenig, mit etwa 0,68Litern auf 100km kostet das nämlich auch noch fast einen Euro auf 100km, und ist ja auch ein Teil der laufenden Kosten, selbst wenn man mit Gas fährt. Am Ende habe ich davor 15,41€ auf 100km gezahlt, nun aber 9,67€ für Gas und immernoch 1,24€ für Benzin, macht 10,91€, Ersparnis - 4,50€auf 100km.

 

Nimmt man diesen Wert und beachtet, dass das getankte Gas und Benzin in UK meist teuerer war wie in DE, und die Benzin-Vergleichskosten in DE noch gefahren wurden, so kann man es gerne auf 5-6€ aufrunden. In meinem Kopf gibt es aber noch die kleineren Umwege zu Gastankstellen und die dadurch und durch die Probleme entstandenen zusätzlichen Kosten, sowie den Fakt, dass ich zu Beginn des Fahrzeugbesitzes auf Benzin auch oft noch mehr geheizt habe und mit Gas oft sparsamer und auch wegen dem Tempolimit in UK eher langsamer gefahren bin. Im Endeffekt denke ich das 5€ Ersparniss wohl realistisch sind, ich rechne aber lieber mit 4,50€, weil ich das dokumentiert habe und einfach lieber kritisch sehen will, ob und wann ich wirklich was damit gespart habe. Schön reden gibt es bei mir nicht!

 

So, der Wagen hat nun über 100.000km auf dem Tacho, 32.000 davon etwa auf Gas, bei 4,50€ pro 100km macht das eine Ersparnis von 320*4,50€ also 1440€, wenn ich die Ausgaben und Probleme von etwa 2900€ nehme muss ich also etwa 65.000 km fahren bevor ich die Kosten der Anlage nur reingefahren habe. Etwa 85.000km bevor ich wirklich von einer signifikanten Ersparniss reden kann, denn den Ärger den ich mit der Anlage hatte, ist auch nicht Ganz zu vernachlässigen.

 

Die Milchmädchenrechnung/Was man angeblich sparen soll:

Rechne ich mit 50€ Ersparnis und damit 15,41€ / 2 = 7,705€ auf 100km an Einsparungen rentiert sich der Einbau schon deutlich nach etwa 50.000 km, ich bin aber in Realität erst bei 65.000km bei dem Nullpunkt wo es sich anfängt zu rechnen. Hier sieht man schnell wie leicht man die Illusion bekommen könnte, man hätte gespart, wenn man in Realität noch im Minus ist, Probleme und Umwege bezahlt der Umrüster nicht, geringe Mengen Benzin die man zum Warmfahren stehts benötigt berechnet der Umrüster auch nicht. Zusätzliche Kosten für Adapter oder Filterwechsel sind nicht hoch, werden aber auch gerne vernachlässigt, schwupps, die Milchmädchenrechnung ist aufgestellt...

 

 

Gas ist sparsam, aber liegt definitiv nicht bei 50% Einsparungen, rein Rechnerisch liege ich bei 34%, deutlich unter den versprochenen 50%, oder vielleicht mal als absoluten Grenzwert genannten 40%. Je nachdem wie man rechnet kann man hier unterschiedliche Prozente bekommen, sollte jemand hier Kritik haben, erkläre ich gerne meine Angehensweise, jeder der sich gut mit Mathe auskennt dürfte mir aber folgen können.

 

Bis es sich rentiert vergeht viel Zeit und nicht immer fährt man nur auf Gas, vor allem im Urlaub kann man gerne mal keine Tankstelle finden und so schaut es gleich wieder schlechter aus für die Einsparungen. Die Reserveradmulde die man nicht mehr hat ist kein Beinbruch, aber kann durchaus nervig sein und wenn es Ganz schlecht läuft, steht man in der Pampa erst mal ein paar Stunden bevor man irgendwo hin kommt, denn man wollte ja mit Gas sparen und im Kofferraum kein Reserverad liegen haben...

 

Fazit/Empfehlung:

Wer viel fährt, aber keinen Diesel will, darf sich Gas ansehen, es ist kein exotisches Mittelchen mehr, nur für Leute die Spaß an Neuem/Experimentieren haben, darf aber auch nicht als einmal eingebaut und sofort Problemfrei gesehen werden. Nicht umsonst gibt es wenig Gas-Autos ab Werk und die Unterschiede bezüglich einem Diesel sind bei sehr hohen Laufleistung im Jahr wohl kaum exsistent. Wer allerdings wie ich keinen Diesel wollte, bzw. denkt es lohnt sich vielleicht nicht für mich und das Auto dennoch min. für 100.000km behalten und fahren will und für wen sich ein Diesel bei der jährlichen Fahrleistung vielleicht gerade noch nicht lohnt. Bei wem das Auto die nächsten 100.000km wohl auch noch schaffen wird und es Gasfest ist, der kann wie ich mit Gas wirklich Geld sparen, fährt in Steuer sogar noch günstiger wie ein Benziner und ist wohl Kostentechnisch auf oder unter dem Level eines Diesels.

 

 

 

Viele Grüße und ich hoffe ich konnte vielleicht einigen Helfen was ihre Ansicht bzgl. Gas angeht!

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04.12.2014 10:20    |    pmboss

Da kann ich mithalten. 2012er Dodge Charger SRT8 ebenfalls mit dem 6,4er-Motor und einer Vialle-Anlage mit parallelem 2-Tank-System.

 

Angegebene Motorleistung: 477PS

Gemessene Motorleistung im Gasbetrieb: 514PS

Gemessene Motorleistung im Benzinbetrieb: 502PS

(Nach Angaben des Prüfstandbetreibers sind beide Angaben um ca. 1-2% zu hoch)

Höchstgeschwindigkeit mit LPG (GPS gemessen): 297 km/h

Höchstgeschwindigkeit mit Benzin: Nie gemessen. Ist mir zu teuer ;-)!

KEIN Motortuning außer einer anderen Auspuffanlage!

 

Der Motor ist mit dieser Anlage eher etwas spritziger als mit Benzin. Negative Auswirkungen? NULL!

Der Verbrauch ist etwas niedriger (ca. 18-20 l LPG/100km) und die Einsparung ist sehr ähnlich wie beim Jeep.

Wenn man es wissen will, dann kann man, wie bei jedem vergleichbaren Motor, natürlich auch >30l/100km durchquetschen. Aber sowas geht auf unseren vollen Autobahnen bei verantwortungsvoller Fahrweise so gut wie gar nicht mehr.

 

Da es sich nicht um eine Verdampferanlage handelt, schaltet diese sehr viel schneller nach dem Anlassen des Motors auf LPG um. Sie braucht zum Umschalten keine Motorwärme, sondern eine blasenfreie Ringleitung. Das spart auch noch deutlich an Startbenzin. Davon brauche ich fast nichts mehr. Auf jeden Fall < 0,3l/100km.

 

Die Anlage kostet in dieser Form ca. 4.800,-€ - 5.000,-€ und es braucht einen fähigen Umrüster dazu. Das ist für einen problemlosen Gaseinbau IMMER der wichtigste Faktor überhaupt.

 

Zuvor bin ich 280.000 km einen Chrysler 300C SRT8 (6,1l) mit LPG gefahren. Über diese lange Laufzeit hat der Gasbetrieb gut und gerne 30.000€ eingespart.

 

Ich bin daher überzeugter Wiederholungstäter und werde das auch immer wieder tun.


04.12.2014 15:23    |    SRT8-AC

Da sind wir uns doch mal einig!

 

Und in Deiner Antwort findet sich ebenfalls ein ganz wichtiger Hinweis. Der Umbau benötigt ein absolut fähigen Umrüster.

Damit steht und fällt das ganze Vorhaben. Fahrzeuge der neusten Generation mit unheimlich viel Elektronik und Technik sauber umzubauen, so dass sie anschließend einwandfrei laufen, ist die große Kunst.

 

Daher Dir noch viele entspannte und stressfreie Kilometer. Und viel Spass beim Sparen!!! :-)


26.02.2015 17:39    |    Gany22

Mein BMW läuft weiterhin einwandfrei auf Gas, es stehen etwa 10.000 km mehr auf dem Tacho und die Gasanlage macht keine Probleme, ich bin nun langsam in einem Bereich wo man schon sagen kann, die Anlage hat sich selbst finanziert.

 

Einen Chrysler 300C SRT8 finde ich auch echt schön, leider wird mir für die nächsten Jahre noch etwas das Geld fehlen für so ein Teil, und wenn dann gibt es auch Alternativen die ebenso lecker sind, oder das Motorrad.


01.03.2015 22:02    |    Wteckel

Ich fahre ein E46 320 Ci Cabrio. Da ist ein 2,2 Liter Motor mit 170 PS - genau der M54B22 verbaut. Nach 170.000 Km ließ ich ihn auf Gas umrüsten. Verbaut wurde eine Vialle LPI 7, mit einem 62 Liter Radmuldentank.

Und dieser Tank ist auch das einzige, was ich bedaure! Heute würde ich lieber die Radmulde rausflexen und einen größeren Tank verbauen! Bezahlt habe ich damals 2600 €! Mittlerweile bin ich genau 70.000 Km gefahren. Völlig ohne Probleme. Die Vialle ist keine Verdampferanlage sondern es erfolgt eine Einspritzung in flüssigem Zustand in der Ansaugbrücke, kurz vor den originalen Benzineinspritzdüsen.

Einen Leistungsverlust habe ich nicht! Sowohl auf Benzin, als auch auf Gas erreicht der Wagen mit genügend Anlauf seine 226 Km/h (laut Navi). Da BMW Motoren wie für Gas gemacht sind, fahre ich auch schon mal längere Zeit Vollgas - ohne mir Sorgen zu machen. In der Regel bin ich aber zwischen 120 und 160 Km/h und Tempomat unterwegs. Mein Streckenprofil sind 20 Km Landstrasse und 80 Km Autobahn. Dank des Gas fahre ich den Wagen mit 8,5 € auf 100 Km. Viele aus dem BMW Forum fahren eine Prins Verdampferanlage und haben einen deutlich geringeren Verbrauch. Ich würde aber wieder zu einer Vialle greifen. Ich denke auch, dass die Probleme des TE auf den Umrüster oder einfach auf Pech zurück zu führen sind...

 

Gruß Teckel


02.03.2015 11:11    |    Gany22

Schön :)

Freut mich, dass du so problemlos fährst, mit dem Tank, ichhabe zum Glück einen klein wenig größeren Tank ;) Dadurch ist zwar die Ladefläche nicht mehr ganz eben, aber damit kann ich gut leben, liege dann bei etwa 55-60Liter nutzbarem Gas, was ziemlich genau den 80% entspricht.

Dein leicht erhöhter Verbrauch ist doch voll in Ordnung, wenn du bedenkst, dass wir Gaseinspritzer noch ein wenig Benzin fürs Warmfahren benötigen, was du idR. weglassen kannst. Auch deine Laufleistung von 70t km klingt sehr gut und kein Leistungsverlust ist doch auch was. Auf meine 5km/h Unterschied kann ich aber auch pfeifen, jetzt im Winter sind mehr wie 200km/h eh nicht wirklich drinn. Im Sommer fahre ich im Top-Bereich dann aber meistens doch auf Benzin, was ja eh nicht oft vorkommt, macht aber einfach mehr Spaß und ich habe ein besseres Gefühl, glaube nicht, dass es dem Motor wirklich was ausmachen wird.


02.03.2015 15:12    |    CentaXx

Wie genau muss man ein Auto mit Gas denn warm fahren? Stehe vor der Entscheidung (plane schon alles durch), in mein nächstes Auto eine Landi Renzo Anlage mit Verdampfer einbauen zu lassen. Grund, es ist ALLES da und günstig verfügbar, da ein Freund ein sehr ähnliches Auto mit identischem Motor gekauft hat. Da war die Anlage drin, er selber will sie jedoch nicht behalten.. Einen Großteil könnte man sogar selber einbauen, Ansaugbrücke, Steuergerät und Leitungen,... Die Anlage würde mich incl Einbau, Abnahme und Nachjustierung (fuhr 250.000km mit dem identischen Motor, sollte also passen) ca 800€ kosten, schätze ich. Damit wäre sie schnell amortisiert. Der Wagen wird ca 10,5 Liter Super / 12 Liter LPG brauchen, denke ich. Da ich einen Großteil meiner Kilometer auf der Stadtautobahn abspule bei konstanten 90km/h, allerdings auch viel Stadtverkehr und sehr wenig Langstrecke fahre, stellt sich trotzdem die Frage nach der Kostenrechnung..

 

Wie lang brauch ich das Starterbenzin? 500m fahren, dann ist umschalten möglich? Oder muss ich tatsächlich warten, bis der Motor auf Betriebstemperatur ist?

 

Im Worst Case wäre die Anlage nach 12 Monaten amortisiert und danach könnte ich mit den selben oder niedrigeren Treibstoffkosten fahren als mit meinem jetzigen Diesel, deshalb sehr interessant..


02.03.2015 16:00    |    Gany22

Also warm fahren heißt idR. bis die Kühlwassertemperatur 45° hat, da gibt es einen Sensor, welcher dann automatisch umschaltet. Mit Metern brauchst du da nicht anfangen, dass ist mehr von Außentemperatur und Fahrstil abhängig, drehst du hoch, wird er natürlich schneller warm.

Das Umschalten geht automatisch und mein Umrüster fährt tatsächlich auch ohne warmfahren damit, nur für den Start noch ein paar Sekunden, bis das Steuergerät umschaltet, er hat einen 520i glaube ich, hat schon etwas mehr gelaufen und hat gemeint, er hat damit keine Probleme. Ist denke ich einfach ein Temperatursensor, da stellst du dann in der Software ein, welche Temperatur es haben soll fürs Umschalten.

Bei 10,5 Litern Benzin kannst du mit 12,6 Litern LPG rechnen, 20% ist eine verdammt gute Rechnung, mit weniger würde ich nich rechnen, da bist du am Ende höchstens enttäuscht.

 

Ich bin von LPG sehr überzeugt inzwischen, es macht einfach Spaß, tanken ist günsig und ein wenig Tankstellensuche ist auch halb so wild, man gewöhnt sich daran und zur Not ist ja immer noch ein wenig Benzin im Tank ;)


02.03.2015 16:14    |    CentaXx

Meter waren dann doch eher bildlich ;) aber auch 45° wären okay und sehr schnell erreicht. LPG stand ich ja eher kritisch gegenüber, wenn ich jetzt aber an der Tanke um die Ecke für 53ct (!) pro Liter LPG tanken könnte - wobei ich da noch die Zusammensetzung in Erfahrung bringen muss - und mir für die schönen Stunden bei einer anderen Tankstelle V-Power zum E5-Preis in den Tank füllen kann (ist seit 2 Jahren so - gäbe wohl nen Defekt bei den E-Säulen, macht das Fahren mit Sicherheit viel Spaß. Beide Tankstellen sind unter 2km entfernt, in Berlin hat man mit sowas auch keine Probleme. Ein Nachteil wäre nur, dass der vorhandene LPG-Tank nur 40-45 Liter fasst und ich damit wöchentlich an der Tanke stehen muss, aber gut.. Das müsste ich dann wohl in Kauf nehmen. Viel mehr Platz für einen Tank wäre auch nicht vorhanden. Alles in allem siehts so aus, als würde ich den LPG-Umbau wagen.. ;)


02.03.2015 22:25    |    Gany22

Ach ja, fast vergessen, beim Umbau bitte erwähnen oder selbst machen, so dass der Schlauch vom Einfüllstutzen/gewinde zum Tank bitte MEHR! wie 8mm betragen soll, ich habe 8mm verbaut, und stehe mir immer die Beine in den Bauch, wenn ich tanke, da es mit LPG einfach ein wenig länger dauert. Hast du hier 10mm oder noch mehr, denke ich beschleunigt das den Tankvorgang schon bedeutend kann ich mir vorstellen, den 8mm bekommt man halt einfacher überall verlegt, deswegen wenn der noch verbaut ist am besten wechseln.

 

Schön und gut, wenn du dir den Umbau selbst zutraust, denke auch mit etwas erfahrung ist das halb so wild, aber lass bitte alles überprüfen und suche dir vielleicht einen Umrüster, der nicht nur die Schultern zuckt, sondern bei dem du auch zur Not einen Hunderter oder so da lässt, damit alles wirklich richtig sauber gemacht ist. Die Probleme von zu kurzen/langen Schläuchen über sonst noch was sind vielseitig und ich denke du weißt es ja selbst, du willst keine haben, denn falsch eingebaut kann so ne Anlage verdammt viel kaputt machen.

Wenn ich es an sich richtig verstanden habe, ist es aber elektronisch halb so wild, die Anlage wird halt zwischen das eigentliche Steuergerät und die Zündkerzen bzw. Benzinpumpe usw. geschalten und regelt das ja dann alles selber. Ist verdammt viel dreckige Lötarbeit, gehört aber nun mal dazu.

 

Ich war LPG auch eher kritisch gegenüber gestellt, aber mein Gott, du sparst halt einfach soo verdammt viel Geld damit! Wenn der Wagen noch 100t km laufen soll, kann man einfach nicht so viel falsch machen, wenn man nicht sich vom Hinterhoffritzen irgendwas für nen tausender verbauen lässt (allgemein gesagt, nicht auf dich bezogen).

 

Würde mich über einen Blog oder auch eine PN freuen, würde u.U. gerne beim Umbau dabei sein, bzw. mithelfen aus Interesse. Wenn du nicht zu weit weg bist. ;)


03.03.2015 00:04    |    CentaXx

Danke für den Tipp mit dem Schlauch vom Einfüllstutzen.. Wenn man eh schon an allem dran ist, kann man da auch für den Komfort nochmal Hand anlegen :) also geplant wäre eh, dass die Anlage größtenteils von uns eingebaut wird, das wäre nicht unbedingt das Problem.. Danach würde ich nochmal zu nem Umrüster, der sich die Arbeit nochmal genau anguckt und die Anlage ggf. neu justiert. Das geniale ist in dem Fall wirklich, dass die Anlage zu 95% Plug and play passen wird, da der Motor identisch ist.. Auch der Unterboden müsste nahezu identisch sein. Das macht ja nur noch einfacher. Ausgebaut wurde die Anlage auch schon..

 

Ich komme aus Berlin, mithelfen sieht aber eher schlecht aus, dafür ist die Halle zu klein und eigl genug Erfahrung/Fachwissen von anderen vorhanden. Denke mal, der Einbau der Anlage kommt in meinen Blog ;) bis dahin wird aber einige Zeit ins Land ziehen, vorher muss ich meinen jetzigen los werden und den Nachfolger kaufen..


03.03.2015 16:12    |    Gany22

Okay, ja Berlin ist eh zu weit weg.

So wünsche ich dann auf jeden Fall noch viel Erfolg und freue mich dir geholfen zu haben!

Auch über eine kleine Erinnerung hier oder per PN, wenn du umrüstest ;)


05.04.2015 11:49    |    majestro_g

Danke für den interessanten Bericht.

 

Ich persönlich fahre beruflich ca. 120 - 150 tkm im Jahr und fahre liebe den souveränen V8 Motor in meinem Wagen.

 

Ein gravierender Vorteil bei gasfesten Benzinmotoren ist noch:

 

- geringere Versicherung

- geringere Steuern

- geringere Anschaffungskosten des Fhz (dies relativiert die Umbaukosten normalerweise)

- i.d. Regel geringere Wartungskosten

- geringere Defektmöglichkeiten wie z.B. Turbos, Injektoren ...

 

Die einfachste Rechnung ist relativ simple:

 

Wer viel fährt und keinen Diesel mag für den kann sich ein gasfestes Fahrzeug lohnen.

 

Beste Grüße


05.04.2015 13:12    |    Gany22

Bitteschön :)

Vielleicht bringe ich ihn mal auf neuesten Stand, bin ja doch wieder einiges gefahren!

 

Deine Liste ist durchaus berechtigt, allerdings weiß ich nicht, Versicherung ist bei Benzinern doch nicht automatisch günstiger? Vor allem wenn sie viele PS oder V8 haben :P

Der Rest ist allerdings tatsächlich wahr, Wartungskosten und defekte sind relativ gering, auch wenn hier durchaus potentielle Probleme durch die Umrüstung kommen können.

 

Ich habe ehrlich gesagt nichts gegen Diesel, allerdings wenn ich den R6 Motor so höre, dann vergeht mir tatsächlich jegliche Lust auf alles unter 6 Zylindern, selbst 4 Zylinder Benziner kommen mir vor wie totale Unruhestifter.

 

Dir auch gute und problemlose Fahrt mit deinem Diesel, äääh LPG :D !

 

Beste Grüße!


05.04.2015 18:40    |    meehster

Anfang des Jahres habe ich mir wegen des immensen Antriebskomfort einen Toyota Prius III gegönnt und mit dem Fahrzeugwechsel bin ich noch nicht fertig: Der Gasvolvo geht in 3 Wochen an meine Tochter. Bis dahin habe ich zwei Alltagsautos ;)

Ich überlege ernsthaft, den Prius mit einer LPG-Anlage auszurüsten.


05.04.2015 20:34    |    Bayernlover

Macht man damit am Ende noch Gewinn? :D


10.04.2015 10:32    |    Gany22

Der Prius ist einer der wenigen, die wirklich solide auf Gas gehen!

Wenn man wirklich viel fährt und auch mal Langstrecke (wo der Prius eher so lala ist) dann lohnt es sich durchaus! Ist sowas wie Ultrasparen.

 

Wenn man den lange behält und viel fährt lohnt es sich durchaus auch bei einem Prius, auch wenn hier die Ersparniss eher gering ist wie bei einem 5Liter V8 wo man bei jeder Tankfüllung gleich mal 50Euro spart und eh schon so einen halben Tanklaster im Kofferraum verbaut hat :D


10.04.2015 11:48    |    meehster

Ich will den jetzt auf jeden Fall erst einmal lange behalten. Jetzt hat er knapp 40.000 runter und verzehnfachen kann man es sicher locker.

Aber: Nichts Genaues weiß man vorher.

 

Meinen Volvo hatte ich eigentlich bis 300.000 km fest als mein Alltagsauto eingeplant, jetzt hat der gerade heute die 180.000 vollgemacht und soll in gut 2 Wochen an meine Tochter gehen, die wird 18. Bis dahin wird er dann wohl 181.000 haben.

 

Wenn ich den Prius umrüsten lasse, sollte ich mich eigentlich bis spätestens Ende nächster Woche entschieden haben. Dann habe ich noch eine Woche meinen Volvo, mit dem ich den Alltag fahren kann.

Mein alltägliches Fahrprofil hat sich nicht großartig geändert: gut 40 km pro Richtung zur Arbeit (ca. 2/3 Autobahn, 1/4 Landstraße, der Rest Stadt) und dort noch ein paar Fahrten für die Arbeit.


11.06.2015 06:20    |    Bernie99

Also ich habe reichlich Erfahrung mit Autogas. Der aktuelle wird sehr wahrscheinlich der Letzte. Soviel

Rennerei wie in den letzten 6! Wochen hatte ich noch nie. Dabei ist der Fall vordergründig ganz

einfach. Seit der Gasanlage habe ich die MKL. Aktuell steht er das 3 mal in der Werkstatt.

Das Ganze hat mir eine Woche Urlaub ein verlängertes Wochenende verhagelt und endlos viel

Zeit gekostet. Und der Fall ist ja noch nicht gelöst. Alles wurde geprüft. Es bleibt die Gasananlage.

Deren Steuergerät oder ein Fehler beim Anschliessen. Letzteres kann aber gar nicht sein, weil der Umrüster

ist unfehlbar. Ich habe seit 6 Wochen nen Hals. Selbst wenn ich den Wagen noch 200tkm auf Gas fahre

kann die Ersparnis nicht so groß sein als das sich das lohnt.Leistungsverlust ist auch noch erheblich, aber das kann noch an den Einstellungen liegen. Ach ja noch mindestens 3 Termine. Wagen abholen (hoffentlich heute)

Einstellfahrt (wenn er tatsächlich fährt) plus einmal zur Zustellung.Mein Fazit lieber nen 6 Zylinder Diesel.


11.06.2015 10:42    |    Gany22

Schade, aber ich durfte am Anfang auch ein paar mal herumrennen, nur zum Glück nicht 6 Wochen lang :P

Hoffe, dass das Thema sich für dich endlich löst und du dann zumindestens den Wagen noch mit etwas Einsparung fahren kannst, ob sich es dann noch rechnet weißt ja nur du. Drücke dir auf jeden Fall mal die Daumen!

 

Würde mich auch interessieren, was es dann am Ende gewesen ist.


14.06.2015 12:00    |    apo99

Hallo Leute,

 

um auf die Basis-Frage des "Lohnens" zurück zu kommen - eines vergesst ihr dabei.

 

Mit Autogas fahre ich einen BENZINER, keinen DIESEL. Natürlich hat ein Diesel einen guten Drehmoment, aber der ist von der Spritzigkeit und der Fahrfreude eines Benziners immer noch weit entfernt. Ich bin im Augenblick auch am Überlegen, meinen ML auszutauschen, überlege, wieder auf einen Benziner zu gehen oder umzusteigen. Aber ein Test kürzlich mit einem Diesel, hmmm, der hat mich schwer enttäuscht. So ein lahmes Ansprechverhalten des Gaspedals.

 

Reine Kosten sind das Eine, aber das Empfinden dabei, der Spaß (fahren) am Notwendigen (von A nach B zu kommen), das ist nicht in Zahlen aufzuwiegen.

 

Probleme, Ärger, gibt es überall. In meinem Benz C 270er CDI, den ich als Firmenwagen hatte, war ich 7 Mal zum Getriebeausbau (teilweise Tausch) in der Niederlassung, bis sie es im Griff hatten, dass ich sicher fahren konnte, ohne dass der erste Gang raus gesprungen ist.


14.06.2015 15:24    |    Gany22

@apo99 :

 

Natürlich ist es an dich sehr subjektiv was man fahren will, der eine verbindet Fahrspaß mit einem Benziner, für den anderen ist es Diesel. Bei Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, sonst würden wir ja alle die selben Autos und die selben Frauen und die selben Häuser haben :D

 

Das mit dem C270 CDI kann Pech sein, es kann acuh eine schlechte Niederlassung sein, oder eine Kombination, es ist natürlich schade, und klar, dass ein Getriebe bei einem Diesel mehr aushalten muss wie bei einem Benziner. Dennoch, wenn ich den Wagen wegen ein und dem selben Problem zum Händler bringen muss, dann erwarte ich eine angemessene Entschädigung dafür, welche es mir sichert, dass ich wieder zu dem Händler komme, weil er selbst im schlechtesten Fall mir bewiesen hat, dass ich wieder zu ihm kommen will.


14.06.2015 15:41    |    schipplock

Zitat:

Aber ein Test kürzlich mit einem Diesel, hmmm, der hat mich schwer enttäuscht. So ein lahmes Ansprechverhalten des Gaspedals.

Turbo halt. Beim GLE 250 d ruppt der Turbo eben erst ab 1600rpm an. Das empfinde auch ich als "Latenz" bzw. unharmonisch.


14.06.2015 17:30    |    Gany22

Gut, mag für dich ein Argument für Gas und gegen Diesel sein, empfinde es dennoch als relativ schwaches Argument sich über die Motorcharakteristik zu beschweren. Die Lautstärke des Diesels lasse ich mir ja vielleicht noch durchgehen, aber eigentlich sind das alles Dinge die man bei der Probefahrt empfindet, es gibt ja auch Diesel die noch harmonischer funktionieren.

 

Versteht mich jetzt nicht falsch, ich bin kein Fan von Diesel, einfach weil die Emissionen (nicht nur das recht aussageschwache CO2 sondern besonders andere Giftstoffe) deutlich höher sind wie beim Benziner oder gar Autogas, aber ich kann Leute verstehen, die Firmenwägen haben, Taxi fahren oder einfach schlechte Erfahrungen mit dem Gas gemacht haben. Gas ist eben zu einem gewissen Grad ein großer Eingriff in die Elektronik/Maschinerie des Autos. Dazu gibt es das schöne IT-Sprichwort: "Never touch a running system!" frei nach dem Argument haben alle Kraftstoffe ihre Daseinsberechtigung.


14.06.2015 18:58    |    apo99

Gany22:

Die Ansage mit dem Getriebe soll nur aussagen - Probleme gibt es immer und überall, nicht weil das ein Diesel war. Ich kann nicht Gas verteufeln, nur weil ich einen Umrüster oder eine Anlage habe, die nicht in Griff zu bekommen ist. Das gibt es halt. Ist Käse, hat aber nichts mit dem Prinzip zu tun.

 

Natürlich hat der Diesel eine Daseinsberechtigung. Es gibt verschiedene Geschmäcker. Und so viele trielige Autofahrer, wie ich heute wieder auf der Strasse erlebt habe, die merken gar keinen Unterschied. Die könnten auch mit 500 KW unter de Haube nicht zügig fahren.

 

Diesel oder Benziner, Gas oder kein Gas, LPG oder Erdgas, das sind alles Philosophien. Da gibt es nicht schwarz oder weiss. Und deshalb muss man das bei "kritischen Empfehlungen" berücksichtigen. Ich finde eben, das ist auch ein Kriterium, und nicht nur, ob sich etwas "rechnet" und ob es sich nach 20.000 oder 25.000 km amortisiert.

 

Außerdem - wenn zu viele LPG fahren würden, was würde dann mit den Gaspreisen passieren :-), das würde Begehrlichkeiten in verschiedensten Bereichen wecken.


14.06.2015 21:19    |    schipplock

kannst ja mal googlen, wo das LPG herkommt ;).


14.06.2015 21:25    |    meehster

Heute in der Bibiothek der Sachgeschichten haben sie Erdöl destilliert. Da war das LPG zwar das fürs Feuerzeug, aber das ist ja der gleiche Fusel.


15.06.2015 14:16    |    harrry

Kurz meine Erahrungen:

E36

316i

1994

 

Einbau Gaslanlage (Gebrauchtanlage aus Unfallfahrzeug) bei 200tkm

derzeit 335000km

Probleme: keine

neuer Verdampfer bei 320000km, da der Alte leckte. Kosten: 80.- Euro.

 

Verbrauch im Schnitt: 9.5l Gas

 

Jaehrliche Fahrleistung: ca. 70tkm

 

Fazit: immer wieder, billiger fahren ist nahezu unmoeglich


15.06.2015 14:37    |    Gany22

@apo99 :

Du sprichst mir förmlich aus der Seele, genau das wollte ich ja auch sagen, bzw. zum ausdruck bringen.

 

@schipplock :

Größtenteils ist es ja ein Nebenprodukt/Abfallprodukt, welches sich stark entwickelt hat. Es wird hauptsächlich bei der Verarbeitung von Öl gewonnen. Auch super ist, dass unsere LPG Quellen recht unabhängig sind, d.h. wir werden kaum jemals Probleme bekommen können weil das meiste in der EU selbst produziert wird.

 

@meehster :

Kannte den Begriff "Bibliothek der Sachgeschichten" gar nicht, bzw. nur unter "Die Sendung mit der Maus". Sollte ich vielleicht öfters schauen :D

 

@harrry :

Sehr schön zu hören :)

Der 4-Zylinder im E36 gehört ja auch noch zu den solidesten die es auf dem Markt gibt, bin ja fast gespannt wie viel der Wagen noch mitmacht? Kupplung noch die Erste? Hauptsählich Langstrecke denke ich mal bei 70t km? Filter auch schon mal getauscht, oder? Verwendest du eine Prins, oder?


11.09.2015 10:11    |    gert2230

Ich verwende ausschlieslich Prins Anlagen. Ich habe sie sowohl in meinem 99er Touring, als auch in meiner 97er Limo. An letzterem ist die Anlage seit Einbau 2008 und mehr als 200t km unangetastet! Am Touring mit EInbau 2007 hab ich jetzt mal den Verdampfer tauschen müssen da Gas ins Kühlwasser gedrückt hat (typischer Fehler früher Prins Verdampfer). Ansonsten bin ich echt zufrieden und würde Gas jedem empfehlen der Geld sparen will. Nach Rausrechnung aller Mehrverbräuche usw. habe ich auf den letzten 120t km mit meiner limo ca. 7000€ rein(!) gespart.


06.02.2016 13:48    |    Bernie99

Ich fahr nen 330i E90 auf Gas mit Prins VSI 2 (Verdampfer). Der Wagen läuft auf Gas so gut wie es eben geht. Die Trims

sind perfekt. Das Steuergerät fettet wg. Wintergas leicht an (+3.9). Auf Langstrecke fährt man auch bei den aktuellen Benzinpreisen noch für die Hälfte (rechne 11Liter Superplus gegen 13 Liter Gas).Leider hat der Wagen auf Gas deutlich weniger Biss und das nicht nur in höheren Drehzahlbereichen sonder auch in der Mitte. Das Gas nimmt dem Wagen die Spritzigkeit. Dazu ein riesiger Tank im Kofferraum. Ich würde es nicht mehr machen. Trotzdem der Umbau sehr sehr günstig war. Was bleibt? Einfach mit Benzin fahren.Diesel ab Euro 5 rechnen sich nicht mehr (wg. hohem Verbrauch und DPF). Anders sieht es natürlich aus, wenn Super wieder bei 1.60 liegt.


06.02.2016 19:50    |    harrry

Zwischenstand jetzt: 370000km. Weiterhin keine Probleme - zumindest keine, die vom Gas her rühren. Im Leerlauf (bis 2t rpm, lastfrei) klackert der Motor (M43) aus dem Bereich der Ölwanne (auf Bühne deutlich hörbar). Kein Ölverbrauch, kein Wasserverlust, kein Leistungseinbruch, kein erhöhter Verbrauch. Wahrgenommen bei etwa 340tkm.

Pleuellager sind es nicht. Ziehe ich die Kerzenstecker nacheinander, ist das Geräusch bei fehlendem 3. Zylinder weg. Deshalb schließe ich auf Kolbenkipper.

Maßnahmen, die ich ergreife: keine.

Wer er verreckt, kommt ein anderer M43 rein. Bekommt man nachgeschmissen.


16.07.2016 06:24    |    leuchtturm86

Ich kann nicht meckern, der opel corsa c lauft seid ca 200000 km mit der GAS Anlage. Umkosten gleich Null seid dem Einbau. Es wurde nur die Normalen Wartungen Tüv Gebühren bezahlt. Und das War es.kein Filter oder sonst etwas da zu gegeben. Und er lauft immer noch.

 

mfg


16.07.2016 19:55    |    Pro-Blemos

Man kann hier viel schreiben, aber es ist bei solchen Berechnungen immer der Gaspreis wichtig und da gibt es große Unterschiede innerhalb Deutschlands. Nach meiner Erfahrung ist der Gaspreis im Ruhrgebiet am günstigsten. Je weiter man z.B. nach Süddeutschland kommt, desto teurer wird's. Also muß man immer sehen, wo man wohnt. Hier in MG und Umgebung kann man für 39,9 ct/L Gas tanken und das sind nur 1/3 des Preises für Benzin. Wenn man in Gegenden mit Gaspreisen um 60ct/L wohnt, ist das 1/2 des Preises für Benzin. Da fallen die Berechnungen der Ersparnis doch sehr unterschiedlich aus. Auf der Internetseite www.gas-tankstellen.de liegt der Preis für LPG zwischen 36,9 ct/L Billigste und 85,9 ct/L Teuerste. Das sollte immer beachtet werden bei der Kostenrechnung.


23.08.2016 23:21    |    där kapitän

Mein Astra G 1.8 läuft seit km 71.000 mit einer Prins VSI (Juli 2011). Aktuell 218.000 km.

Bis auf drei Filterwechsel (200 Euro) und eine Magnetspule am Verdampfer (17 Euro) sowie zwei Mal die GAP zur HU extra (38 Euro) keine Probleme. Läuft super.

Bei meinem Vectra B seit 90.000 km eine Stargas Polaris (August 2007). Aktuell 244.000 km.

Verdampfer wurde neu abgedichtet für 170 Euro. Filterwechsel insgesamt 250 Euro seit 2007. Auch hier läuft die Anlage gut. Fahrzeug fährt jetzt auf Saison.

 

Einbaukosten: Vectra B 2007 für 2.300 Euro / Vierzylinder

Astra G 2011 für 2.000 Euro glatt / auch Vierzylinder

 

Wird sich wohl mehr als amortisiert haben.

 

cheerio


24.08.2016 05:47    |    leuchtturm86

opel corsa c 1,0 -- 60 PS / 44 KW - 3 Zylinder BJ 2003

 

ca 2000 € mit allen ein und Umtragungen .

 

Einbau bei ca 10000 KM

 

Inmoment ca 240000 km und neuen TÜV .

 

Erneuert wie jedes mal 2 st Kopelstangen ,Reifen 2 st und eine Lamda Sonde und Tüv 140€ ,

 

mal Ebend mit Einbau und teile 500€ Gasanlage ohne Mängel ,ASU über der Gas Anlage.

 

mfg fritz


24.08.2016 18:48    |    Gany22

@där kapitän @leuchtturm86

 

Super!!! Klingt ja echt tiptop! Ich bin ja leider inzwischen Firmenwagendieselfahrer. Ich hätte gerne den BMW weiter bewegt, dieser wird aber jetzt wohl gut vom nächsten Besitzer gepflegt und viel gefahren! Ich werde ihn mal im Auge behalten!

 

MfG

Phil


26.08.2016 19:30    |    meehster

@ Gany22: Herzliches Beileid.

 

Ich habe es beim Prius doch gemacht, nachdem ich mit der Entscheidung gerungen habe.


15.12.2016 14:59    |    Benzfahrer91

Mercedes Benz E220 Baureihe 124: M111er Motor mit simpler und einfacher KME Verdampferanlage. In 2011 selbst eingebaut (war lange nicht so schwer wie befürchtet - total simpel!). Einbaudauer etwa 4 Wochen wenn man sich Zeit lässt. Heute mache ich das in einer Woche. Gesamtkosten mit Eintragung=1100€ (auch hier kann man noch etwa 400€ rausholen indem man bei Megapol direkt in Polen bestellt). Die Anlage hat sich längst gerechnet, fahre schon seit 32tkm mit LPG und immer Vollgas. Verbrauch bei normaler Fahrt etwa 10,5L, bei Vollgas etwa 12L, mehr hatte ich noch nie errechnet. Radmuldentank mit brutto 71L=56L netto. Kofferaumboden um ca. 5cm angehoben mittels Styroporplatten. Reichweite damit ca. 584km (zwei mal getestet).

Bis jetzt keine Probleme mit dem Motor oder der Gasanlage. Auch keine Einbußen bei der Heizleistung im Winter, wegen dem Verdampfer.

 

Kann ich nur empfehlen! Werde auch in Zukunft mit LPG fahren, überlege sogar den R4 Motor gegen einen Vortec 5300 zu tauschen...


15.12.2016 21:25    |    meehster

Ich habe mir jetzt noch einen Gebrauchten mit Gasanlage zugelegt.

Allerdings wird das kein Alltagsauto, das ist schon ein richtiger Youngtimer, ein 1991er Porsche 928 S4 in tahoeblau mit etwas über 200 tkm (davon ca. 100 mit LPG) und in gutem Zustand. Der Vorbesitzer hat den anfangs im Alltag gefahren, aber er sagt er kommt da immer schlechter raus. Er ist auch schon etwas älter.

Verbaut ist da auch eine Verdampferanlage, in diesem Fall von Prins.

 

Jetzt sind 60% der Autos in meinem Haushalt Gaser :) Mein Alltagsprius, Töchterleins Volvo T4 und eben der Porsche. Die beiden Nichtgaser haben auch ihren Grund, warum sie keine Gaser sind. Der Daihatsu meines Mannes ist nicht gasfest und braucht eh unter 5 Litern Benzin und mein Mazda bleibt 100% original.


26.05.2018 09:45    |    Bernie99

ich aktualisiere mal. stand 05.2018. fuhr 3 jahre ca 100000km einen 330i mit 258ps also den e90.

über die laufzeit keine probleme. zusätzliche kostem der anlage im betrieb vernachlässigbar.

einbau bei billigumrüster 1800eu. der hat mich zu sehr genervt. deshalb umbau meines 125i coupe mit dem gleichen motor bei teurerem umrüster. umrüstung in details schöner. der wagen läuft auf gas besser als auf benzin wohl wg. 4 grad mehr frühzündung die eingestellt sind. bei 1.50 für benzin und 0.6eu für gas,werde ich die anlage vermutlich zügig raus haben.beim n52 motor kann man nix mehr anfetten oder abmagern,weil der bis ganz oben geregelt ist. fazit so macht autofahren fast wieder spass. gerade werden erste dieselfahrverbote umgesetzt,der preis für sprit steigt. schön.


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