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Die Pure Unvernunft

Aus dem Alltag eines PS-Junkies

29.06.2018 14:50    |    knolfi    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: 2 (LW), Land Rover, Range Rover Sport

Hallo Bloggemeinde,

 

da sich ja die Auslieferung meines RR weiter hinzieht (aktuell steht der Liefertermin auf Oktober) und ich meinen RRS bereits im März endgültig abgeben musste, bin ich auf Vorführwagen vom Händler zur Langzeitmiete angewiesen.

 

Bis gestern fuhr ich noch einen Range Rover TDV6 HSE als Faceliftmodell, den ich aber wegen des Erreichens der maximalen Kilometer für den Vorführer (in Summe max. 5.000 km) wieder abgeben musste, sonst hätte ich auf der Dienstreise kommende Woche diese Kilometer überschritten.

 

Um weiter mobil zu bleiben, wurde der RR gegen einen RRS getauscht (RR war aktuell leider keiner verfügbar) und somit fahre ich die kommenden 5.000 km oder bis in den Oktober hinein (je nachdem, was zuerst eintritt :D) wieder einen RRS. Diesmal aber das Faceliftmodell.

 

Bei dem Wagen handelt es sich im einen SDV6 HSE Dynamik in Narvik-Black und Leder in Tan. Leider fehlt das dazu passende Fahrprogramm. Der Motor ist aber der "große" SDV6 mit 306 PS, so dass ich nun wieder etwas besser motorisiert bin als im RR mit 258 PS.

 

Der Wagen ist auch besser ausgestattet als der RR: so gehören 22"-Felgen in Gloss-Black, Matrix-LED-SW, Panoramaschiebedach, abgeduunkelte Scheiben, el. Heckklappe (mit Gestensteuerung), el. Tür-Zuziehhilfe sowie das Black-Design-Paket dazu.

Innen sind die Vordersitze klimatisiert (Heizung und und Gott sei Dank auch Kühlung), ein HUD gehört dazu (leider ohne Anzeige des Geschwindigkeitslimits, das wird beim RRS im Tacho-Display angezeigt), 360°-Kameras, Memory-Sitze, Homelink und ein Kühlfach in der Mittelkonsole ebenfalls. Hinten ist zur Freude meiner Kinder das kleine Infotainmentsystem mit den in den Kopfstützen integrierten Monitoren verbaut.

 

Was fehlt? Leider hat der RRS kein Fahrerassistenzpaket. D. h. weder ACC noch der Totwinkelwarner sowie Spurverlassenswarner sind an Bord. Für mich unverständlich, da solche Fahrzeuge ja eher als Reisewagen bestellt werden. Da heißt es sich umgewöhnen, da es auch keine asphärischen Außenspiegelbereich gibt. Immerhin ist ein Tempomat an Bord.

 

Was fällt auf?

 

Bisher bin ich mit dem RRS ja nur 30 km gefahren, aber man merkt, dass der RRS sich deutlich straffer und agiler fährt, als der auf Komfort ausgelegte RR...was natürlich zu Lasten des Federungskomfort geht. Der RRS ist deutlich straffer als der RR, was natürlich auch an den 22"-Felgen liegt. Das macht natürlich auf kurvigen Schwarzwaldstraßen Spaß und auch schnelle Autobahnetappen machen so wieder mehr Laune. Das fehlende Dynamik-Fahrprogramm habe ich bisher nicht vermisst.

 

Optisch macht der RRS ja mächtig auf dicke Hose und auf Gangsta-Rapper-Style. Gott sei Dank hab ich die dezentrere Variante mit dem tan-farbenen Leder erwischt und nicht den Bruder mit dem roten Leder...das wäre mir too much gewesen. Aber meine Frau hat schon gemeckert, wie man sich nur so eine Lederfarbe aussuchen kann.

 

Die Optik sieht auch nach mehr Schein als Sein aus. Mit dem SCV8 würde der Wagen sicherlich auch die Fahrleistungen bieten, nach denen er aussieht. :D

 

Leider musste ich auch schon den ersten Verarbeitungsmangel feststellen: beim Öffnen der el. Heckklappe schleift der Dachkantenspoiler an der Dachkante, so dass hier schon der Lack weg ist und man die Grundierung sieht. Das Ganze wird von einem netten lauten Knarzgeräusch begleitet.

 

Ursache hierfür ist wohl ein Einstellungsfehler der Heckklappe...das Spiel ist zu gering. Hab das natürlich gleich dem Verkäufer mitgeteilt und der meinte, dass ich erstmal etwas Klebeband über die Stelle machen solle. :D Der Werkstattmeister wird sich melden, ob's behoben wird oder nicht....die haben Nerven. :rolleyes: :D

 

 

So long

 

euer knolfi

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25.06.2018 10:23    |    knolfi    |    Kommentare (217)    |   Stichworte: A205 Cabriolet, C-Klasse, Mercedes

A205 C43A205 C43

Hallo Gemeinde,

 

unser C43-Cabrio wird demnächst ein Jahr alt oder besser gesagt, befindet sich dann ein Jahr in meinem Fuhrpark. Das Cabrio wurde ja als reiner Zweitwagen angeschafft und wird überwiegend von meiner Frau gefahren.

 

Der Wagen hat daher auch erst etwas über 12.000 km drauf, wobei er die ersten 5.000 km rel. schnell nach seiner Auslieferung (sechs Wochen nach Zulassung) runter hatte. Der Anlass war damals leider weniger schön: meine Schwiegermutter lag im Krankenhaus und meine Frau ist jedes freie Wochenende 1.100 km gependelt.

 

Erst im September hatte ich die Möglichkeit, den C43 mal über eine längere Strecke selbst zu bewegen. Dabei fiel mir auf, dass bei schnell gefahrenen AB-Kurven (A8 Streckenabschnitt Ulm - München) jenseits der 220 km/h das Heck erstaunlich leicht wurde und der Wagen sich aufschaukelte. Das führte dazu, dass meine Frau, dies sonst keine Probleme mit hohen Geschwindigkeiten hatte, mich bat, langsamer zu fahren...das hat sie bisher in keinen anderen meiner Fahrzeuge gefordert.

 

Die Ursache für das Aufschaukeln kann sich niemand erklären, weder hier im Forum (wo ich mit dieser Beobachtung nicht alleine bin) noch die Werkstatt oder der Händler. Fakt ist aber, dass auch andere C43-Fahrer dieses Problem haben. Offensichtlich betrifft dieses Problem nur bestimmte C43-Modelle...oder wir haben eben ein zu empfindliches Popometer. :D

Das Problem erhöht sich noch durch den Wechsel von Sommerrädern auf Winterrädern mit einer geringeren Dimension...lediglich die Erhöhung des Luftdrucks in den Reifen ergab etwas Abhilfe.

 

Was ich allerdings schon im Vorfeld feststellen konnte, ist, dass das Fahrzeugheck bei schlechten Straßen (Bodenwellen) sehr stark nachwippt...als ob die Stoßdämpfer defekt sind. Das konnte ich sehr schön beobachten, als ich meiner Frau mal hinterher gefahren bin. Das Nachwippen wird besser, wenn man die Dämpferkennung strafft, geht dann aber zu Lasten des Komforts. Manche C43-Fahrer haben deshalb bereits das Serienfahrwerk gegen eines aus dem Tuningzubehör getauscht.

 

Meines Erachtens ein konstruktiver Fehler.

 

Ein weitere konstruktiver Fehler ist die Dachgeometrie. Der Querschnitt an den Dachseiten oberhalb der Seitenscheiben wurde so abgerundet, dass dadurch das Regenwasser, was sich auf dem Verdeck sammelt, beim Öffnen der Tür auf den Fahrersitz ergießt und man sich unweigerlich ins Nasse setzt. Das Ganze wird um so schlimmer, wenn man noch Mitfahrer hat, die auf der Rückbank Platz nehmen müssen. Denn nach dem Öffnen der Tür und Vorklappen der Sitzlehne muss erst der el. Fahrersitz nach vorne fahren (Easy Entry) und nach dem Einsteigen das ganze Schauspiel wieder retour. Das kostet Zeit, in der das Wasser sich seinen Weg sucht.

 

Diese zwei Mängel führten dann zu dem Entschluss, dass wir das Fahrzeug schnellstmöglich wieder loswerden bzw. abgeben wollen .

 

Hinzu kommen weitere Defekte, die einem 12 Monate alten Premiumfahrzeug nicht würdig sind: zum einem war nach 6 Monaten die Batterie kaputt (entladen und ließ sich nicht wieder neu laden), zum anderen ist seit ein paar Tagen der Verdeckkasten defekt. Dieser lässt sich bei geschlossenen Verdeck zwar noch oben klappen, um das Kofferraumvolumen zu vergrößern, fällt aber bei der kleinsten Bodenwelle wieder nach unten.

 

Daher habe ich das Leasing von 36 Monate auf die kürzest mögliche Laufzeit von 18 Monaten verkürzt und wir geben den C43 wieder ab.

 

Was bleibt positiv in Erinnerung? Nun der C43 konnte nicht vieles besser als der ehemalige Audi S5. Die Fahrleistungen waren ebenbürtig, Audi nahm es mit der Vmax-Begrenzung nicht so genau, so dass der S5 subjektiv besser ging als der C43.

 

Die Materialanmutung im sichtbaren Bereich des C43 ist gut, allerdings hatten wir kurzzeitig Knarzgeräusche in der Dekorblende des Amaturenbretts, welche die Werkstatt aber abstellen konnte.

 

Der Motor ist ebenfalls gut. Tolle Leistungsentfaltung bei guten Sound, den man bei Bedarf mittels PAGA noch steigern konnte...aber manchmal auf langen Strecken hat der Sound des Sportauspuffs auch genervt. Irgendwie wirkt er immer künstlich, da war der schöne Sechszylinderklang des S5 angenehmer.

 

Das Design des C43 -Cabrio ist wirklich hübsch, auch wenn mir das Heck zu rundlich geworden ist...die Sahneseiten ist die Front und der Blick von schräg hinten. Die Seitenlinie war beim S5 eleganter.

 

Innen stört das aufgesetzte Navi den ansonsten schön gestalteten Innenraum. Positiv sind die vielen Ablagemöglichkeiten im Inneren.

 

Ebenfalls etwas unverständlich sind die starren Wartungsintervalle von 12 Monaten. Andere Marken bieten hier mittlerweile Long-Life-Intervalle an, die sich entweder nach der Laufleistung richten oder wo die erste Inspektion erst nach zwei Jahren fällig wird.

 

Mein Fazit: ich werde den C43 nicht vermissen, das Verhältnis bleibt ambivalent. Und: mein Ausflug in die MB-Welt ist hiermit beendet. Ich habe mich damals von Bekannten und Mitarbeiteren leiten lassen, die voll des Lobes über die Marke sind, aber m. E. lebt die Marke von einem Nimbus der Zuverlässigkeit und Qualität, den sie schon lange nicht mehr hat.

 

Zwei Dinge möchte ich aber noch positiv erwähnen. Das Dienstleistungsverhalten der MB-Leasingbank ist einfach spitze. Man kann jederzeit und so oft man will seinen Leasingvertrag anpassen lassen. Egal ob Vertragsdauer oder km-Leistungen. Das finde ich fair, wenn man sich bei der km-Leistung verkalkuliert hat oder den Vertrag verkürzen oder verlängern will.

 

Und ebenfalls positiv überrascht hat mich die örtliche Werkstatt, die ich fußläufig erreichen kann und die einen guten Job macht. Dadurch ist man sehr flexibel. Das wird beim Nachfolger nicht mehr so einfach sein.

 

Bis bald

 

euer knolfi

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