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Christoph2605

Blog vonChristoph2605

29.05.2016 08:28    |    Christoph2605    |    Kommentare (18)

Hallo Freunde

Die Nacht im goldenen Lamm war zu kurz ... schaade. Die Dusche ist eine Sensation (erwähnte ich das bereits?) und das Frühstück ist gut. :) Die Datenrate ist für Bilder-up-load eher ungeeignet, aber das ist sie in "Nobel-Hotels" auch meist.... Mit Tethering kann ich mir selbst helfen und meine 5GB Fonic-Pre-paid tut, was sie soll. Apropos hatte ich mal wieder ein EU-Datenpaket gekauft und ich vermute, zumindest mein Geld hat funktioniert. Das EU-Datenpaket hat nicht funktioniert und ich hatte im Ausland niemals ein Netz. :( Was sind Eure Erfahrungen? Bin ich zu blöd, oder ist das Abzocke? :confused:

 

Wir holen den Tudor aus der Garage, verabschieden uns und versprechen: Wir kommen wieder!

Der Preis-Leistungs-Sieger sowie auch der Sieger der Herzen unter den besuchten Hotel in diesem Urlaub: http://www.lamm-harburg.de/

 

Das Navi steht auf "Touristisch" und wir rollen Nord-Ost-Wärts über Wirtschaftswege (zeitweise hinter Traktoren). Alles ist gut - das sind die Strassen, die wir lieben. Genaugenommen ist das wohl die "Romantische-Strasse" die merkwürdigerweise immer nur an den grossen Bundes-Strassen genau auf unserer Reise-Route ausgeschildert ist. NeeeNeee: Romantisch sind die Strassen, auf denen wir fahren! :p

 

Nur wenige Stunden später und überraschend plötzlich wird vom Navi "Offenbach-sur-le-Main" vermeldet. Vornehm-Vornehm. Als Frankfurter muss man das anders sehen und wer kennt ihn nicht, den Welthit vom lieben Thorsten: "Wer Offenbach kennt, findets überall schön".... :) :cool:

 

Wir rollen über den Kaiserlei und die zugehörige Mainbrücke. Zur Umgehung der gefühlt-725 Frankfurter Ampeln (alle-immer-rot) benutzen wir zum ersten Mal in diesem Urlaub ein kurzes Stück Stadt-Autobahn und sind nach kaum 276,3 km an diesem Tag wieder zu Hause.

 

Null Probleme mit dem genialen Auto! Ich habe auf dieser Reise nichtmal den Reifenluftdruck kontrolliert. Aber: Ich werde in den nächsten Tagen hier nochmal eine Nach-Betrachtung dieses Urlaubs veröffentlichen. Das vorab-Fazit wie im letzten Jahr:

 

Was für eine Reise.

Was für ein Abenteuer

WAS FÜR EIN TOLLES AUTO

 

Danke fürs Mitreisen

LG Christoph

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28.05.2016 09:11    |    Christoph2605    |    Kommentare (5)

Hallo Liebe Freunde

 

Wir sind aus nostalgischen Gründen am Achensee gewesen. Zukünftig werden wir den See und auch das Posthotel Achenkirch den Porsche- und Lambo-Fahrern sowie allen "David Nivens" der Gegenwart überlassen.

 

Wir rollen Nordwärts und freuen uns dass das angekündigte schlechte Wetter mal wieder nicht anwesend ist. Wir folgen dem Navi, das uns zunächst auf der 181 fahren läßt. Gerade als ich zweifle dass ich Lust auf diese Strasse habe, sollen wir links auf die 307 und das ist PRIMA! Nach wenigen Kilometern erreichen wir den Sylvenstein-Stausee und parken auf dem Damm um die Umgebung zu genießen. Wir treffen einen SB vom ASC-Bayern (Stefan) und unterhalten uns einige Zeit. Er erzählt uns, dass der Speichersee sehr tief ist und die Isar so puffert, dass es in München keine Überschwemmungen mehr gibt. Seinem Tip folgend fahren wir anschließend über die mautpflichtige Deutsche Alpenstrasse und genießen im ersten Teilstück die prima Aussicht auf Karwendel und Zugspitze.

Im 2. Teilstück rollen wir am Südufer des Walchensee und im Verlauf durch wundervolles Voralpenland. Praktisch vor jedem Bauernhof erwarte ich den Bullen von Tölz zu sehen, aber er ist wohl aktuell auch im Urlaub.

Bald fahren wir wieder nordwärts. Die Landschaft bleibt schön, aber wir entfernen uns von den Bergen. Schade, aber das war abzusehen.

In Landsberg am Lech gibt es schöne Kaffees, aber keinen Parkplatz für uns und wir beschließen "Kilometer zu machen" (was so viel bedeutet wie: Wir wollen schneller als 40km/h fahren). Als es zu Regnen anfängt, suchen wir nach einer Unterkunft für die Nacht und finden bald den Gasthof "Zum goldenen Lamm" in Harburg (Schwaben). 269km waren Heute genug.

 

Das Gasthaus ist klasse . Unser Zimmer 1 hat "seitlichen Burgblick" und in Sichtweite des Gasthauses sind 2 Strassenkaffees zu sehen. Der Fernseher ist groß, das Bett bequem und die Dusche hätten wir zu Hause gerne!

 

Der Ford steht sicher in der extra für uns geräumten Garage und das Abendessen ist prima. Wir setzen uns für einen Absacker in das Gasthaus-eigene Gartenlokal direkt an der Wörnitz.

Es gibt auch ein Ruderboot, das zum Gasthaus gehört. Die beste Ehefrau von allen möchte NICHT von mir um den Brückenpfeiler gerudert werden und ich bin trotzdem glücklich.

 

Morgen gehts nach Hause - Ich werde berichten

 

Liebe Grüße Christoph

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27.05.2016 08:52    |    Christoph2605    |    Kommentare (1)

Hallo Liebe Freunde

 

Wir haben nach einem sehr guten Abendessen eine gute N8 im Hotel Brötz verbracht.

Der Ford stand supersicher in einer separaten leeren Tiefgarage und NUR ICH hatte die Fernbedienung.

So muss ein Wirt dass machen, wenn er will dass ich gerne wiederkomme. GANZ EINFACH!

Wir sind also vom Hotel Brötz aufgebrochen. Der Chef hat uns empfohlen doch die Strasse über den Staller-Sattel zu nehmen, die SEIT HEUTE wieder geöffnet ist. Ja - das wollen wir.

Wir sind spät dran und ich treibe den Ford bergwärts. Das tue ich nicht gerne, aber die Einfahrt in die Strecke Richtung Norden ist nur immer von "Halb" bis "Dreiviertel" geöffnet. Die Einfahrt in die Strecke nach Süden ins immer nur von "Ganz" bis "viertel-Nach" Geöffnet. Wir erreichen um 09:46 die Einfahrstelle und dürfen nicht mehr durch. Genaugenommen hätten wir das nicht gerne getan, weil wir doch sehr langsam sind und wenn wir schon "auf den letzten Drücker" losfahren, dann fühlen wir uns damit nicht wirklich wohl. 45 Minuten wollen wir nicht warten zumal das dann 40 km Umweg sind.

Also beschließen wir, irgendwann wiederzukommen und besinnen wir uns für Heute auf unsere Original-Planung. Wir beschließen, uns an die guten Empfehlungen vom Sascha zu halten und fahren Richtung Westen. Allerdings ist die Einfahrt nach Bruneck wegen hohem Verkehrs-Aufkommen völlig verstopft und so bleiben wir zunächst auf der Hauptstrasse SS49 bzw E66. Die anschließende verkürzte Fahrt über die "Sonnenstrasse" (=SP40) und den Ort Terenten ist wunderschön. Die gefahrene Geschwindigkeit ist besonders an den Gefällestücken niedrig.... scheissegal. Irgendwann müssen wir wieder auf die SS49 und kurz später auf die SS12 in Richtung Norden. Sofort erinnere ich mich an die Strasse, wo ich vor unglaublich vielen Jahren schon mit meiner BMW R26 unterwegs war. Das Motorrad war meine erste BMW. Viele weitere sind gekommen und gegangen, aber die R26 habe ich Heute noch.

Wir machen Mittagspause in einer Fernfahrerkneipe. Wenn man schonmal in einem "Jägerheim" zum Essen einkehrt und dort auch "Gourmet-Ketchup" auf dem Tisch steht, dann ist es praktisch zwingend, dass man das empfohlene VitelloTonnato bestellt. Meine heftigen Bedenken sind unbegründet. Das Essen ist gut.

 

Je weiter wir nach Norden kommen, desto stärker wird der Verkehr. Irgendwann fällt uns auf, dass ja der 26te Mai ein Feiertag ist und jetzt wird klar, warum viel Verkehr ist. An einer Baustellen-Ampel

müssen wir 3 Schaltungen bergwärts auf "grün" warten. In der Folge fahren wir an etwa 25km Stau in Gegenrichtung (Richtung Süden) vorbei. Auch die Brenner-Autobahn Richtung Süden ist ein einziger Stau und da sich mehrere Krankenwagen an den Wartenden vorbeiquälen ist da wohl ein größerer Unfall passiert. Auf der Brenner-Grenz-Station ist NICHTS mehr so wie ich ich in meiner Erinnerung gespeichert habe. Insgesamt haben ich Heute mehr Motorräder gesehen als an irgendeinem anderen Tag bisher. Unfassbar.

 

In Matrei erwischen wir die Abfahrt auf die Strasse nach "Ellbögen", die uns Sascha empfohlen hatte. Auch unser TomTom will da raus und das ist die beste Entscheidung Heute. Ich habe zwar permanent Angst, dass uns in einer Kurve ein öffentlicher Bus oder ein großer Traktor entgegenkommt, aber die Strecke ist DER HAMMER. Kaum Verkehr, oft eine Aussicht auf die Brenner-Autobahn und die alte Brenner-Strasse. Hinter den Bergen links liegt die Axamer Lizum wo ich viele Winter meiner Jugend im Ski-Urlaub verbrachte und wo bei der 76er Olympiade Gold-Rosi vom "Hoadl" herunter die anderen Fahrerinnen deklassierte. Ist das lange her. Ob es die Olympia-Bahn dort noch gibt? Wir unterfahren die Seilbahn des Patscherkofel und fahren direkt an der Olympia-Bob-Bahn vorbei . Rechts hinter den Bergen liegt Hintertux. Die Ski-Urlaube dort sind noch nicht so lange her und auf der "Gletscherzunge an der Lärmstange" fuhr ich schon oft deutlich schneller auf Ski, als unser Ford es auf der Strasse je konnte.

Bei Aldrans will das Tripy2 nochmal rechts abbiegen und auf dieser Strasse geht es noch viele Kilometer oberhalb des Inn-Tals dahin, bis wir bei Volderwald endgültig ins Tal müssen. Wir fahren einige Zeit parallel zur Inn und "auf der anderen Seite" geht es dann bei Jenbach steil aufwärts zum Achensee. Wir erreichen den See und passieren die Dampflock der Zahn-Rad-Bahn. Freundlich erwidert der Lockführer unser Ahooga-Horn mit seiner Dampf-Pfeife - so soll das sein.

Tausende von Menschen und unfassbare Mengen an Porsche, Lambos und sonstigen sogenannten Edel-Karossen. Die Hotels sind mörder-teuer und ausgebucht. Wir haben Mühe ein Hotel zu finden. Weil ich schon den ganzen Tag mit Migräne kämpfe und mit den Kräften am Ende bin, sind 224,5km genug und beziehen wir das Posthotel Achenkirch.

Der Wetterbericht für Morgen ist mal wieder unterirdisch - Ich werde berichten

 

Liebe Grüße Christoph

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26.05.2016 08:25    |    Christoph2605    |    Kommentare (9)

Hallo Freunde .

 

Wir haben gut geschlafen in Feltre im Doriguzzi-Hotel.

Auf Anweisung meiner Holden hatte ich allerdings leise zu schlafen, weil in unserem Zimmer bzw vor unserem Zimmer bzw zwischen Fenster und äusserem Klappladen eine Ratte ähh eine Taube nistet und ein Ei bebrütet (da muss man Rücksicht nehmen). :cool:

Das Ford hat die Nacht in der historischen Garage genossen und wir brechen zeitig auf Richtung Cortina d`Ampezzo . Uns schmerzen die Knochen und es ist sicher, dass das Gestern zu viele Kilometer waren. Wegen unserer gestrigen Erfahrungen mit den kleinen Pass-Strassen und den großen "Wintersperren" beschließen wir, "Querfeldein-Abenteuer" wegzulassen und rollen über Belluno und Ponte Nelle Alpi. Bei Tai di Cadore gehts nach links ins Cadore-Tal und bislang ist nichts Spektakulär oder Alpin.

Dann schlängelt sich die Strasse allerdings Bergwärts und Pünktlich zur Mittagspause erreichen wir Cortina. Große- und kleine-Hotels sind ALLE geschlossen. Der Ort ist eher enttäuschend mittelmäßig und ich bin geschockt von den vielen LKW die da durchbrettern.

Ältere Männer (wie ich) erwarten gehobenen Play-Boy-Charme und David Niven irgendwo beim flanieren mit einer Gruppe junger Hühner.... Eventuell verschiebt sich bei alten Leuten wie mir das im Kino gesehene und mischt sich mit Erinnerungen, bis die Erwartungen an Neues (hier Cortina) nicht mehr erfüllt werden können (Ich muss dringend mal wieder "Eine Leiche zum Dessert" sehen).

Nö - Cortina gefällt uns nicht. Wir machen zwar Pause an einem der wenigen offenen Hotels und essen Toasts die doch etwas besser schmecken als sie aussehen. Jedenfalls fahren wir bald weiter und ich bin betrübt, weil ich doch meiner Frau ein Nobel-Hotel mit Pool versprochen habe. Wir machen unterwegs die üblichen Fotos mit irgendwelchen Seen (Dürrensee und Toblacher-See) und irgendwelchen drei Zinnen, die mir verdächtig nach 2-Zinnen aussehen. Da möchte ich aber nicht zu kleinlich erscheinen.

Bei Toblach biegen wir scharf links ab und rollen Richtung Bruneck.

Die Geschwindigkeit war im Durchschnitt erstaunlich hoch, bis wir in einem Bau-Stau stehen und viel Zeit für die Betrachtung der Gegend haben.

Bei Nieder-Rasen sehe ich im Hintergrund Hotels und so biegen wir in Antholzer-Tal ab wo zunächst Mal ein großes Schild darauf hinweist, dass die Strasse über den Stallersattel natürlich gesperrt ist.

Mist - Da wollt ich eigentlich mal drüber.

Zum Trost mieten wir uns im Hotel Brötz ein - 153,8km sollen Heute mal gereicht haben.

Wir stellen der Ford in eine riesige fast leere Garage (nur 8 weitere Oldtimer) und springen in den Hotel-Pool. Ich erwische mich dabei dass ich "Pool-Nudeln" als Float-Hilfe lustig finde (Mann-o-Mann... im ersten Leben DLRG Rettungsschein und jetzt sowas) An dieser Stelle stellt sich die Frage wie der Film heißt, in dem Jahn Candy als Vertreter von Dusch-Vorhang-Ringen und Pool-Nudeln auftritt? (Wers weiß - bitte melden)

 

Das Wetter soll schlecht werden - Wir sind gespannt.

Morgen werde ich berichten.

Liebe Grüße Christoph

 

Erklärung vom alten Seebären für gut aufpassende Freunde: Der Stander und die Fahne sind ab, weil wir im Ausland sind. Da müsste man höflichkeitshalber die Gastlandfahne zusätzlich "führen". Wenn man einen Fahnenstock (Stander) fährt, sollte die Gastlandfahne größer und oben sein. Das scheitert schonmal an ner kleineren "Adenauer" (Deutschlandfahne), aber auch an passenden Gastlandfahnen (ich werde mich bei der nächsten Fussball-EM eindecken).

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25.05.2016 08:16    |    Christoph2605    |    Kommentare (9)

Hallo Freunde :D

 

Wir sind früh vom Arena Hotel weggefahren. Wie schon früher, waren wir gerne dort. Leider war das Wetter nicht so "poolmäßig". Überhaupt sind die Wetterbedingungen in diesem Jahr (währende der kompletten Reise) eher wechselnd. Da wir die Küstenstrasse des Gardasee wegen der aktuellen Stausituation gerne vermeiden wollen, aber noch nicht genug See sahen, werden beide Navigatoren auf "Anfo" (am Lago D`Idro) eingestellt. Um es besonders gut zu machen, läuft das Tripy2 auf der korrekten Postleitzahl "25070 Brescia" Ich erkenne daran keinen Fehler; Als Frankfurter Stadt-Kind ist man eh gewohnt, dass sich eine Strasse aus mindestens 4 Postleitzahlen zusammensetzt. Warum das ein Fehler ist, sollten wir noch lernen.

 

Die Navis schicken uns nach Osten und wir freuen uns daran, durch kleine Ortschaften zu fahren und die "Bremst-den-Verkehr-Bodenschwellen" mit Minimal-Geschwindigkeit zu überrollen.

Natürlich ist es Grundvorgabe, von den großen Fernstrassen wegzubleiben.

Kurz vor dem Ort Carpeneda führt uns das Tripy2 nach rechts und wir fahren eine steile Bergstrasse hinauf. Die Strasse ist eng und wird immer steiler. Schließlich fahren wir im 1sten Gang mit komplett offener Gemisch-Einstellung und wundern uns über die Routenführung. Eine Harley passiert uns und der Fahrer hat Spaß bei unserem Anblick. Die grober Steigung ist so lange, dass wir irgendwann auch keine Lust mehr auf "wenden" haben. Der Fehler in der Planung lag wohl da, dass sich HIER eine Postleitzahl aus etwa 25 Orten zusammensetzt und unser Tripy2 uns ins Zentrum dieser Postleitzahl (Superzahl?) geleitet hat. Jedenfalls geht die Strasse in eine Achterbahn über. Bei Gefällestrecken müssen wir immer die Gemischanreicherung schliessen. Eigentlich würde der Motor wohl besser bremsen, wenn man die Zündung auf spät stellt, aber die Nachverbrennungen im Auspuff werden dann unerträglich. Wir hatten mehrfach das Gefühl, dass es den Auspuff bei einer der Detonationen wegsprengt. Wir passieren ein paar Ansammlungen von Häusern und dann fahren wir durch eine Kirche. Ja - die Strasse führt unter dem Dach der Kirche, zwischen dem Kirchenschiff und dem Vorderbau mit ein paar Bänken durch. Sehr großes Kino. Die Kirche heisst offiziell "Santuario della Madonna delle Cornelle (sec.XVI)", wird aber wohl "Madonna delle Cornelle" genannt. Wens das interessiert, der kann ein Foto der Kirche im MAPs finden, oder einfach unsere Route nachfahren. :eek:

Nach mörderischen Bergab-Passagen beschließen wir, dass 90% aller PKW niemals solche Steigungen und Gefälle befahren . Bald erreichen wir tatsächlich den Lago d`Idro. Eine Polizeikontrolle läßt uns unbehelligt durchfahren und wir machen Pause in einer Trattoria direkt am See und haben eine wundervolle Aussicht auf den See. (Sorry Sascha - Nicht genug Hunger für Deinen Tip). Nach einer guten Vorspeisenmischung und einem netten Gespräch mit einem netten Heilbronner-Ehepaar fahren wir relaxt weiter. Der Verkehr ist so dass wir "mitschwimmen" können. Wir erkennen Streckenteile, die wir im letzten Jahr schon befuhren. Nachdem wir Trient passiert haben durcheilen wir die Steigungen Richtung Osten :cool:. Wir vertrauen dem Tripy wieder bei der Wahl der schönsten Route, bis wir nach ewigem Gekurve herausfinden dass die gewählte Strasse SP40 hinter Castello Tesino gesperrt ist. Wir müssen ins Tal zurück und die Recherche ergibt, dass wir für 15 Kilometer etwas über 2 Stunden benötigt haben. In Feltre tanken wir und finden ein prima Quartier im dortigen Doriguzzi-Hotel. Empfehlenswert: Das Abendessen im nahegelegenen Ristorante Aurora. Das waren 264,7 km, die mich völlig fertig gemacht haben.

Gute Nacht - Ich brauche Schlaf.

 

Morgen geht es nach Cortina - Ich werde berichten .

Liebe Grüße Christoph

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23.05.2016 21:36    |    Christoph2605    |    Kommentare (2)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Hier unser Bericht zum 6ten Tag = Sonntag 22.05.2016

 

Wir hatten eine gute Nacht im Best-Western "Quid" Nahe dem Venedig Flughafen. So nebenbei wiederhole ich die Hotel-Preis-Frage vom letzten Jahr: Warum muss man als Barista ca 12,5 Jahre lang lernen wie man Kaffee macht, wenn dann in den Hotels die "Braune-Frühstücks-Brühe" aus irgendeinem lustig blinkenden Automaten kommt der eine Melodie spielt sobald er das Lauwarmgetränk zubereitet hat, das er in seinem automatisierten Wahnsinn Kaffee nennt????

 

Das Hotel ist für die kommende Nacht "möglicherweise" ausgebucht; D.H. wenn jemand nicht anreist, könnten wir bleiben. Da wir aber dieses Zimmer sowieso räumen müssen und wir das Auto auf jeden Fall in der Garage stehen lassen dürfen, beschließen wir nach dem Besuch von Venedig weiterzufahren. Die beste Ehefrau von Allen hat Recht - Das Hotel ist neu und sauber, hat aber den Charme von einem original-verpackten IKEA-Küchenschrank.

 

Wir kaufen uns ein Busticket für den "8E" (Hin und Zurück 6,20 Euro)

Der Bus ist pünktlich und bringt uns in 35 Minuten an den Busbahnhof von Venedig.

Wir steigen zunächst in einen "Schnellbus" der Linie 2 (ja - auf dem Wasser).

Irgendwann hinter der Rialto-Brücke steigen wir in die Linie 1 um und fahren weiter bis Lido,

Was ja nun auf der 2ten Insel der 3 Hauptinseln liegt. Die Glas-Insel sparen wir uns Heute.

Lido ist mäßig spannend und wir fahren zurück bis nach "Arsenale" (eine Haltestelle vor San Marco).

Von dort schlagen wir uns durch bis San Marco setzen uns unter ein Sonnenschirmchen und trinken je einen Kaffee (Espresso) :rolleyes:

Als die freundliche Kassiererin pro Espresso 1,50 Euro aufruft, wird uns klar dass das eher nicht der Markusplatz sein kann. Scherz beiseite - Hier der Wettbewerb: Wer ne Kneipe in Venedig kennt, wo man draussen unterm Sonnenschirm sitzend einen billigeren Espresso bekommt, den nenne ich ab sofort "Chef". :D

Wir laufen noch ne Weile planlos herum (Tip - Nen Plan von Venedig "haben" kann hilfreich sein).

Natürlich müssen wir noch "richtig" Mittag machen und am "Campo S.Provolo"; im Ristorante San Provolo unsere "Deutsche-Mittags-Pause" Dort gibt GIBT ES KEINE BEBILDERTE SPEISEKARTE und wir werden freundlich bedient. Wir ersparen uns die "Homemade Pizza" und haben ne gute Zeit. Mein Venedig-Tip : Wer ne gute Pizza möchte, der sollte irgendeine Pizza in Deutschland essen :cool::D

Bevor ich Haue von Italienischen Freunden bekomme, erklären wir die Mittags-Pause für beendet und wir suchen uns eine Gondola. So wie ich alte Autos liebe, so suche ich das "Ursprüngliche" auch bei ner Gondola. Eine aus dem 11ten Jahrhundert zu finden dürfte illusorisch sein; aber nachdem ich alle 600 Gondeln abgesucht habe, finden wir tatsächlich die Gondola mit der Zulassung "001". "Paolo" erläutert, dass er Gondoliere in der 13ten Generation ist. Er ist sehr nett und laut und trotz der bescheidenen 80.- für ne halbe Stunde fahren wir in der Nähe einer Gondola wo der "Gast" das volle Programm mit Klampfespieler und 2 Sängern gebucht hat (Wir schätzen diesen Aufwand auf etwa 400.- ) Obwohl die Gondoliere (Mehrzahl) alle laut sind, ist die Fahrt ein bemerkenswert ruhiges und relaxtes Erlebnis.

Nachdem unsere Taschen jetzt also leer sind, begeben wir und auf den Rückweg ins Hotel, steigen in den Ford und fahren Richtung Norden. Bald biegen wir Richtung Westen (links) ab und fahren auf sehr schlechten Strassen weiter. Hinter Vicenza wird die Strasse gut und wir erreichen unser Ziel in Sirmione nach 168,7 km am späten Nachmittag. Das Arena-Hotel, das wir vom letzten Jahr noch in guter Erinnerung haben, hat ein schönes Zimmer und einen Garagen-Platz für uns - Was will man mehr?

 

Hier unser Bericht zum 7ten Tag = Montag 23.05.2016

 

Nach einem wundervollen Abendessen im benachbarten Hotel Riel sind wir müde ins Bett gefallen. (Einschub: Wir haben in diesem Urlaub noch KEIN EINZIGES Moretti-Bier erhalten. Becks, Warsteiner und Henninger sind kein Problem.... Wir sind traurig und trinken Heineken (die Mutter von Moretti) . Der Montag empfängt uns mit Regen-Geplätscher und so beschliessen wir, hier wieder einen Tag "Urlaub" einzuschieben. Nach dem Frühstück gehen wir einkaufen und dann setzen wir uns in den Ford und fahren die Ostküste des Sees hinauf. Tatsächlich rollen wir, weil extrem viel Verkehr ist und mann niemals "frei" fahren kann. Als wir Mittagshunger verspüren, stoppen wir an einer kleinen Trattoria www.casadarte.net/. Ein schöner Parkplatz unter Oliven-Bäumen vor dem Haus und gutes Essen mit Blick auf den See; Wir haben mal wieder alles Richtig gemacht. :D Hmmmm - Das ist der Text vom letzten Jahr und unsere 2te Enttäuschung. Das Casadarte hat Montags geschlossen ; Dafür beginnt es wieder zu regnen.

Weil wir den Stau auf der Uferstrasse vermeiden wollen biegen wir in die Berge ab und nach einiger Zeit finden wir eine Trattoria, die uns ein paar Vorspeisen verkauft. Als wegen Gewitter die Beleuchtung in der Kneipe ausfällt, bezahlen wir und brechen auf. Nach der Rückfahrt nach Sirmione (IM GEWITTER) gönnen wir uns noch ein Eis, tanken unseren Boliden und fahren ins Hotel zurück (Tages-Strecke = 74,8km) . Schade, den schönen Dach-Pool können wir in diesem Jahr auch nicht benutzen.

 

Morgen WOLLEN wir auf jeden Fall weiter - Ich werde berichten.

Liebe Grüße Christoph

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21.05.2016 23:23    |    Christoph2605    |    Kommentare (13)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Hier unser Bericht zum 5ten Tag = Samstag 21.05.2016

 

Wir haben unser Hotel "Grand-Hotel-Astoria" zeitig verlassen. Uns hat es SEHR gut gefallen dort, aber das Fernweh zieht uns weiter. Ich darf den Ford sogar selbst wieder aus der Garage herausfahren

:D

Wir rollen über den Damm wieder Richtung Festland und wundern uns wie die Reiher, die da Bauch-Tief rechts und links im Wasser stehen, eigentlich wissen wie tief das Wasser ist, in dem sie landen wollen. Die letzten ungeklärten Fragen dieser Welt. :confused:

 

Wir haben uns ja gegen Kroatien entscheiden und ich kann gut mit dieser demokratischen Mehrheits-Entscheidung leben. Also geht es Richtung Venedig. Am Ende des Deiches biegen wir entsprechend nach Westen ab. Es ist viel Verkehr und die anderen Fahrzeuge fahren schnell, wir lassen uns aber nicht hetzen.

 

Im August möchten wir hier nicht abgemahlt sein - Wir vermuten dass das furchtbar ist.

 

Wir biegen nach rechts ab und wollen nach Bibione. Da es schon spät ist, biegen wir doch wieder rechts ab und gehen in eine kleine Kneipe in der Via Fausta 80 in Lugugnana und haben ein geniales Italienisches Mittagessen. SO SOLL DAS SEIN - RESPEKT.

 

Nach der Stärkung fahren wir über Duna Verde nach Lido di Jesolo. Da muss jeder Deutsche in den 1960ern gewesen sein. Wir sind jetzt hier und sind nur mäßig begeistert. Das Ende der Halbinsel erreichen wir bei Punta Sabbioni. Wir trinken Kaffee und schauen nach Venedig.

 

Irgendwann haben wir genug und fahren zum Hotel, was dann doch nochmal 65km sind.

 

Wir haben uns schon von Grado aus das Best-Western "Quid" Nahe dem Venedig Flughafen ausgedeutet. Das "Quid" ist ein neues Hotel mit einer schönen Tiefgarage mit Schranke. Alles sauber, alles Gut - Allerdings: Die beste Ehefrau von Allen mag das Hotel nicht.

Egal - wir werden hier nicht überwintern und wenn man ohne Auto nach Venedig will, dann muss man das Auto halt irgendwo lassen. 200,5 km waren mir Heute sowieso genug. Nach einem guten Abendessen im Hotel gehen wir früh ins Bett (oder so).

 

Morgen WOLLEN wir zeitig nach Venedig - Ich werde berichten.

Liebe Grüße Christoph

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21.05.2016 09:05    |    Christoph2605    |    Kommentare (10)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Hier unser Bericht zum 4ten Tag = Freitag 20.05.2016

 

Das "Kleines Hotel Kärnten" am Faaker See ist natürlich ein Hammer, aber ich dachte kurzfristig, ich hätte das Hotel gekauft. Wir verbuchen einmal mehr: "Man gönnt sich ja sonst nichts", holen den 29er Tudor aus der Garage und verabschieden uns vom schönen See.

 

Der Wetterbericht verspricht: "naja"

Wenigstens regnet es nicht und wir haben unsere Route festgelegt. Man hatte uns beschworen über Leibach (Ljubliana) und ein berühmtes Naturschutz-Tal (im Heutigen Slowenien) zu reisen. Das tun wir nicht weil: -Der alte Mann hat Migräne; -Das Wetter ist nicht sooo prall; -Wir wollen eine leichte und nicht so lange Etappe Heute.

 

Wir folgen der "85" und passieren Villach (nein - da fahren wir nicht mehr rein). Im Verlauf heisst die Strasse "83" und wird hinter Arnoldstein zur SS54, WEIL WIR IN ITALIEN sind. Unser eigener Speed überrascht uns immer wieder (grins). Hinter dem Lago di Predil wird die Strasse zur 902, was daran liegt, dass wir in Slowenien sind. Ausserdem wird die Strassenqualität schlechter was möglicherweise auch daran liegt, dass wir in Slowenien sind.

 

Wir fahren so vor uns hin und irgendwann kommt ein kurzes Tunnel. Ich hupe mit dem Ahooga-Horn, weil das in Tunnels so schön gewaltig klingt. Quasi als Antwort kommt ein Quitschgeräusch das praktisch rhytmisch zur Fahrgeschwindigkeit auftritt. Hinter dem Tunnel wird das Geräusch lauter.

Wir sind Beide sehr erschrocken; Ich reduziere die Geschwindigkeit, das Quitschen wird längsamer und leiser und als ich anhalte ist das Geräusch weg. Ich untersuche "alle Verdächtigen", aber ich kann nichts Auffälliges finden. Wir fahren weiter und wir haben das Geräusch nicht mehr gehört. Preis-Frage: Was war das denn??

 

Die gefahrene Geschwindigkeit hat sich (passend zur Strassenqualität) drastisch reduziert. Unser steinaltes TomTom der ersten Generation zeigt tapfer jede der VIELEN Kurven; Das "Tripy2" zeigt in Slowenien nur die Entfernung zum Ziel. Die Straßenkarten von ex-Jugoslawien sind leider nicht enthalten. In diesem Teil von Slowenien sind die einzigen Autos die man sieht, Touristen die die wilden Bäche und Flüsse mit Wild-Wasser-Kajaks befahren.

 

Als das TomTom endlich einen Abzweig nach rechts nimmt und da auch "Italien" ausgewiesen ist, freuen wir uns. An der Grenze zu Italien wird die Strasse nocheinmal enger! Wir sind von dem Moment an von hunderten Hobby-Rad-Rennfahrern umgeben. An den Steigungen ist das Überholen kein Problem und wir sind superglücklich dass wir sogar die Ambitioniertesten Fahrer locker abhängen. In unserer Anfangszeit mit diesem Auto hatten wir so starke Kühlungs-Probleme, dass an Steigungen JEDER Fahrradfahrer schneller war....JEDER!

 

Bergab wandelt sich das Spiel jeweils und wir zollen unserem schweren Urlaubs-Beladung Tribut.

Ich fahre sehr langsam und rechts, um die deutlich schnelleren Radler vorbeizulassen. Bald verzieren tausende Brutal-Rosa Luftballons die Strassenränder und gerade als wir uns: "HÄ?" fragen, wird uns die Strasse versperrt. Ein Italienischer Bruder von Jack Black erläutert uns dass wir den Motor mal für 2 Stunden abstellen sollen weil da jetzt "Giro" ist. Jetzt kann ich auch die "Giro D`Italia" Schrift auf den Brutal-Rosa Luftballons erkennen. Grundsätzlich haben wir mit der Erklärung noch Glück gehabt. Die ankommenden Hobby-Radler bekommen einen Fingerzeig auf den Strassenrand und die Finale-wie-auch-langatmige-Erklärung: "Basta".

Nach einiger Zeit habe sogar ich verstanden, dass dies hier praktisch der "Einstieg" zur Montemaggiore-Bergprüfung ist (siehe Foto "Monte") und ich versichere Jedem der die Giro mit ihren 3700km mal fahren möchte, dass ich schon diese Bergprüfung auch unter Gewaltandrohung nicht mit dem Fahrrad versuchen würde.

 

Ich unterhalte mich länger mit einem netten Rahmen-Spezialisten vom Merida-Racing-Team über die umfassenden Themen : "Ford-Model-A" und "Renn-Rad-Rahmentechnik", wobei wir Beide zwar Interesse am "anderen Thema" haben, aber im Verlauf nur geringe Überschneidungen finden.

 

Irgendwann wird die Menge an "Ich bin-wichtig-Vornewegfahrern" und tieffliegenden Hubschraubern maximal und dann kommt eine Vorgruppe aus etwa 60 Fahrern und nach 5 Minuten das Hauptfeld mit etwa 130 Fahrern. Alle sind Bergauf unfassbar schnell, vermitteln aber den Eindruck einer Kaffeefahrt. Natürlich kann man nicht 3700km im Kampftempo fahren, aber der Speed und der optisch vermittelte Krafteinsatz passen (für mich) eher nicht zusammen. Nach dem Hauptfeld folgen noch etwa 100 PKW mit je 6 bis 8 Ersatz-Fahrrädern auf dem Dach (!) und schon dürfen wir weiterfahren. Dabei erkennen wir dass diese Bergprüfung eine Schleife ist und das Feld hier in einiger Zeit wieder vorbeikommen wird.

Für die Zuschauer am Strassenrand sind wir als Pausen-Unterhaltung willkommen und die Menge an Fotos von unserem Auto dürfte Heute WEIT überdurchschnittlich sein. Trotzdem sind wir froh, als die Richtungs-Pfeile (Brutal-Rosa) am Strassenrand für die Radler eine andere Richtung weisen als unser Navi für uns.

 

Die Strasse ist plötzlich wieder glatt, die Berge bleiben hinter uns und wir sehen Palmen und freuen uns auf das Meer.

 

Die Strasse wird plötzlich zu einem Damm, rechts und links ist Wasser und weit vor uns können wir Grado erkennen. In Grado sind wir begeistert, wieviele Kanäle den Ort durchziehen und wieviele Jachten mitten im Ort liegen. Wir hatten unser Hotel "Grand-Hotel-Astoria" vorgewählt und müssen erst etwas diskutieren weil der Parkwächter der Tiefgarage angeblich der Einzige ist der einen PKW in der Tiefgarage bewegen darf. Meine Argumentation bezüglich: a) seiner fehlenden Eignung zum Einparken von 87-jährigen Oldtimern und b) seiner mangelnder Beinlänge zum Erreichen der Pedale in diesem Auto führt - zu Diskussionen und zu dem Ergebnis dass ich das Auto einparke. Wie schön - wir können Freunde bleiben. Ein schönes Hotel, 2 prima Pools, gutes Bier und ein Zimmerpreis unter dem Internet-Preis sind doch wirklich starke Argumente.

 

WIR SIND MIT UNSEREM FORD MAL WIEDER AM MITTELMEER - Wir sind glücklich.

 

Morgen WOLLEN wir zeitig weiter - Ich werde berichten.

Liebe Grüße Christoph

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19.05.2016 23:11    |    Christoph2605    |    Kommentare (4)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Hier unser Bericht zum 3ten Tag = 19.05.2016

 

Der Gasthof Hochmoos in St. Martin war prima (AbendEssen gut, Bett gut, Dusche gut, Frühstück gut, Rechnung angemessen). Weil der Wetterbericht UNTERIRDISCH ist, haben wir uns früh wieder in den Tudor gesetzt. Das Wetter ist gut, leichte Wolken, kein Regen. Wir sind soweit zufrieden weil doch der Wetterbericht für den ganzen Tag Regen vorhergesagt hat. Die "311" schlängelt sich gemütlich durchs Salzburger Land und eigentlich warten wir nur bis wir Zell am See passiert haben und die Hinweisschilder "Fusch" bzw "Ferleiten" anzeigen. Hinter Fusch wird die Strasse steiler. Wir haben nochmal kurz getankt, hängen aber jetzt hinter einem Traktor mit Anhänger der mit geschmeidigen 15,3 km/h bergwärts rast.

 

40km nach der Abfahrt im Hotel erreichen wir die Mautstelle. Wir zahlen die fälligen 35.- Euro (autsch) und ich unterhalte mich noch mit dem netten Kassierer. Es kommt wohl nicht jeden Tag vor, dass ein Auto vorfährt, das älter ist als die Pass-Straße und auch älter ist als das erste Auto was je über diese Strasse fuhr (Bitte nachprüfen - Googel wird Euch beraten).

 

Wir starten bergwärts. Kaum zu glauben - wir sind am Großglockner. Versuchsweise schalte ich bis in den 3ten Gang. Das packt der Ford aber nicht. Im 2ten versuche ich bei mittleren Drehzahlen zu bleiben. 1500 Umdr/min sind fein und so kriechen wir mit ca 25km/h bergwärts.

Im 2ten Gang mit mehr Drehzahl würde die vom Motor abgegebene Hitzemenge das Kühlsystem überfordern. Egal - wir sind ja nicht auf der Flucht. Nach einer gefühlten Ewigkeit freuen wir uns auf den Gipfel, aber stattdessen erreichen wir eine Kehre und das Schild dort sagt "Kehre 1".

Ich bin leicht frustriert. Wir sind bei 1200 Meter über Null, die Strasse ist steiler als erwartet und

andere Verkehrsteilnehmer sind lästig (Ein Einschub an dieser Stelle: Wenn "Jemand" an einem Steilen Pass hinter sich einen Oldtimer sieht, DANN IST ES NICHT ZIELFÜHREND HERUNTERZUBREMSEN und den Oldtimer zu einem Überholmanöver zu zwingen und ihn damit in den Gegenverkehr zu schicken. NEIN - man will mit ner 30er-Jahre-Kupplung auch nicht bei 20% Steigung anhalten! Irgendwann werde ich in so einer Situation jemandem mal wehtun müssen).

 

Viele Bauarbeiten an der Strasse und alle Bauarbeiter winken.

Viele Motorradfahrer und Alle winken.

Einige Oldtimerfahrer und Alle winken.

 

Wir raffen mal ne Stunde: keine Bäume mehr, dafür hoher Schnee.

Der Ford fährt unbeeindruckt, als wäre er in der Wetterau unterwegs.

Es ist ARSCHKALT. Wir haben mehrere Jacken übereinander an und der GAV (Zusatz-Sprit-Anreicherung) ist voll offen. Kurz vor dem Abzweig zur Edelweisshütte springt ein "Mankei" (Murmeltier) direkt neben der Strasse herum und trommelt mit seinem Schwanz auf den Boden. Niedlich - das ist ein paar Fotos wert.

 

Natürlich biege ich links ab um auf originalem Strassenbelag bis zur Edelweisshütte zu fahren.

Die Strasse ist eng und steil und die Kurven extrem eng. Die beste Ehefrau von Allen hat die Nerven in der Hand und das Wetter ist hier wirklich ungemütlich. Sogar ich bin froh, als wir endlich auf über 2500m ankommen.

Wir trinken einen Kaffee in der Hütte, machen ein paar Fotos , ich spreche mit ein paar Mopped-Engländern und einem Deutschen, der seine 280SL-Pagode heraufgehievt hat. Mein weiterhin angegriffener Gesundheitszustand zeigt Wirkung und ich bin froh als es endlich weitergeht.

Es beginnt zu schneien und weil es mittlerweile steil abwärts geht, habe ich Angst vor Glätte und bin darum nicht wirklich "häppy". Gestängebremsen an-sich sind schon "anspruchsvoll" und durch den schweren Koffer im Heck des KFZ (mit Werkzeug und Gepäck) wird die Fuhre schon bei feuchten Strassen "hecklastig".

 

Nach etwa 2,5 Stunden am Großglockner erreichen wir Heiligenblut. Gewaltig steht die schlanke hohe Kirche auf ihren Felsen und der Ort versprüht mondänen Charm. Wir halten nicht an und etwa 20km später setzt Regen ein.

In Winklern biegen wir links auf die "105" ab in Richtung Spittal an der Drau.

Die Strasse ist schlecht, ich bin müde und der Regen zu stark.

Irgendwann erreichen wir Spittal und fahren weiter Richtung Villach.

Ist das trostlos... Wir suchen längst nach einem Hotel, aber leider sind Alle geschlossen oder schäbig.

Wir erreichen Villach und da gibt es keine Hotels und kein WLAN. Der Verkehr nervt und da will ich nur noch raus aus der Stadt. An der Stadtgrenze entdecke ich ein Schild Richtung Faaker-See und das ist natürlich unser "Zeichen". Wir umrunden den See, freuen uns dass nur so wenige Harleys cruisen und erreichen das von uns ausgedeutete 5*Hotel "Kleines Hotel Kärnten". Das haben wir uns verdient. Die für uns bereitstehende Einzel-Garage hat einen elektrischen Tor-Lift, im Zimmer finde ich ein Bose Soundsystem mit aktiver Bass-Box, Der Fernseher verdeckt eine Wand und der Ausblick aus dem Bett auf den See ist DER HAMMER. Das Abendessen ist das Beste, wovon ich in letzer Zeit mehrere Portion vernichtet habe. Alles Gut. ICH BIN MÜDE.

 

234 km waren Heute wirklich genug.

Volle Konzentration in den Bergen,

-Schnee,

-VIEL Regen und

-die Hotel-Suche

haben mich geschafft.

 

Morgen WOLLEN wir zeitig weiter - Ich werde berichten.

Liebe Grüße Christoph

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18.05.2016 22:04    |    Christoph2605    |    Kommentare (3)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Hier unser Bericht zum 2ten Tag = 18.05.2016

 

Bad Gögging hatte keine Internet und auch das WLan-gegen-Bezahlung hat nicht funktioniert.

Auf den Pool hatten wir keine Lust mehr und so sind wir zeitig los.

 

Weil ich ohne Internet meine Position nicht tringulieren kann.....

Stop !!!

Das war aus "Nr5 lebt" - das wollt ich garnicht sagen.

Eigentlich wollte ich sagen:

Weil ich ohne Internet garnicht weiß wo ich hinwill (grins) , habe ich dem Navigator mal

"Seeon" vorgegeben und das liegt ja , wie jeder weiß, am oberen Rand vom Chiemsee.

 

Die Strassen sind gut, die Landschaft hügelig und wir haben URLAUB.

Heute fühlen wir das, nachdem wir Gestern durchaus etwas angespannt waren.

Ich bin weiterhin krank und in dem Auto ist praktisch immer irgendeine Luftbewegung.

 

Franken und Bayern sind prima und wir fahren "gemütlich".

 

In "Seeon" wechselt die Fahrtrichtung auf "Chieming".

Narumol und Josef können wir leider nicht finden obwohl die

wohl hier irgendwo leben müssen. Ich bin SEHR betrübt. :D

 

Wo die ST2093 in den Chiemsee fällt ähhh wg Chiemsee links abbiegen muss,

nehmen wir ein sehr gutes Mittagessen im Gasthof Kupferschmiede.

 

Das nächste Ziel das der Navigator vorgeworfen bekommt, heisst "Zell am See"

und liegt schon weit in Österreich. Keine all-zu-große Gefahr, dass wir Zell-am-See-

Preise bezahlen wollen, aber die Vorgaben sind:

-Garage

-Bett ohne Brett am Fußende (weil der Christoph eher in die Kategorie "Groß" gehört)

-gutes WLan.

 

Wir fahren so vor uns hin, sehen mittlerweile hohe Berge und Schnee.

IST DAS SCHÖN !

 

Irgendwann ist wieder Pause angesagt und wir ankern vor dem "oafach Guat"

(oafachguat.at). Sandra und Jörg kümmern sich liebevoll um uns und Jörg

schwingt sich ans Telefon um meine Übernachtungs-vorgaben mit verschiedenen

Hotels abzuklären. Er verfrachtet uns ins wundervolle Gasthof-Bad-Hochmoos in

St.Martin und das ist die perfekte Empfehlung . Vielen Dank für den Tip.

 

243,5 km sind Heute genug.

Der Ford steht in einer Einzelgarage, Das Abendessen ist prima und das Zimmer ist GROSS.

 

Das Wetter soll schlechter werden

Am Großglockner sollten die Strassen aber noch schneefrei sein.

Morgen müssen wir also zeitig weiter - Ich werde berichten.

Liebe Grüße Christoph

.

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