Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

@foxstream schrieb am 13. November 2016 um 00:05:50 Uhr:



Zitat:

@Andy_oil schrieb am 12. November 2016 um 23:56:46 Uhr:


@Tequila: danke.

@foxstream, glaubst Du, dass es ein Grundöl für Motoren mit kv100 im Bereich SAE60 gibt? Dann zeig bitte es mir.


Was ist kv100?

Kinematische Viskosität bei 100 Grad

Zitat:

@Andy_oil schrieb am 12. November 2016 um 23:58:24 Uhr:



Zitat:

@AcJoker schrieb am 12. November 2016 um 23:51:24 Uhr:


Mir fehlt hier noch eine Antwort.

www.google.de

Die zusätzlichen VI-Polymere sind nicht umsonst zäh wie Knete und müssen erst eingedünnt werden.
Das ist alles in z.B. dem Video von Rowe zu sehen. Zudem im Meguin-Video, mit bereits honig-ähnlicher Fließfähigkeit.

Gäbe es eine Flüssigkeit, diese bei Temperaturen von z.B. 5-20°C flüssig wie Wasser ist, und gleichzeitig die Eigenschaft einer Eindickung ab z.B. 60°C samt Einbindung in Ölen und ohne negative Begleiterscheinungen bereit stellen kann, wären die üblichen VI-Polymere überflüssig.

Es gibt derzeit keinen mir bekannten Stoff, der diese Eigenschaften auf Lager hat.........die Motorenöl-Industrie würde sich über einen Hinweis bestimmt freuen.

Zitat:

@Andy_oil schrieb am 12. November 2016 um 23:26:12 Uhr:


Dynamische Viskosität, die direkt auf kinematische Viskosität aufweist.

… und dabei ist die Basisölart unerheblich?

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 12. November 2016 um 23:14:22 Uhr:



Zitat:

@B207L schrieb am 12. November 2016 um 22:56:49 Uhr:


Was bewegt euch dazu vom CCS Wert auf das Basisiöl zu schließen?
...
Heutzutage wird HC, ESTER, PAO, GTL zur Grundölerstellung gemischt… und ihr wollt wissen, wieviel von was, wo drin ist… anhand des CCS?.

Auf die Basisöldicke, mehr nicht.
Wir haben nie behauptet, allein aus dem CCS-Wert die Basisöl-ARTen bestimmen zu können.

Steht ja nicht da, hier steht vom CCS Wert auf das Basisiöl zu schließen, welches heutzutage aus HC,Ester;PAO;GTL gemischt sein kann, und für die "Dicke" wohl nicht unerheblich, wenn man die VIV im Auge hat. Sind für Tequilla wieder 2 paar Schuhe offenbar.

…oder vielleicht doch nicht? Oder warum soll man drauf achten? Man weis es nicht…

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 12. November 2016 um 11:18:58 Uhr:


Wenn in 0W-20 schon keine Polymere mehr enthalten sein sollen und es sich dabei quasi schon um Einbereichsöle handelt, wie werden denn 0W-8/16 Öle hergestellt?

Das Ravenol Extra Fuel Economy EFE 0W-16 hat z.B. einen CCS von 4550 mPa.s, während sich das Valvoline SynPower 0W-40 bei lediglich 3052 mPa.s aufhält.
Man sollte dabei natürlich immer die Basisölart beachten, das schrieb ich auch direkt zu Anfang.
Dass die 0W-Öle nach unten offen sind, spielt im derzeitigen Stand keine Rolle.

Mir ist noch nie ein Basisöl unterhalb von 2000 mPa.s oder so @ -35°C untergekommen.

… was nu?

naja mir wird die Theorie verschlossen bleiben… auch egal

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 12. November 2016 um 23:40:51 Uhr:


@foxstream

Ich werde Ravenol mal anschreiben und genau nachfragen was es damit aufsich hat.
Danach sehen wir weiter. 🙂
Ist das ok?

Ich weiß nicht wie du darauf kommst ich könnte an einem sachlichen Nachfragen

Zweifel hegen?

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Zitat:

@Tequila009 schrieb am 13. November 2016 um 00:11:45 Uhr:



Zitat:

@Andy_oil schrieb am 12. November 2016 um 23:58:24 Uhr:


www.google.de

Die zusätzlichen VI-Polymere sind nicht umsonst zäh wie Knete und müssen erst eingedünnt werden.
Das ist alles in z.B. dem Video von Rowe zu sehen. Zudem im Meguin-Video, mit bereits honig-ähnlicher Fließfähigkeit.

Gäbe es eine Flüssigkeit, diese bei Temperaturen von z.B. 5-20°C flüssig wie Wasser ist, und gleichzeitig die Eigenschaft einer Eindickung ab z.B. 60°C samt Einbindung in Ölen und ohne negative Begleiterscheinungen bereit stellen kann, wären die üblichen VI-Polymere überflüssig.

Es gibt derzeit keinen mir bekannten Stoff, der diese Eigenschaften auf Lager hat.........die Motorenöl-Industrie würde sich über einen Hinweis bestimmt freuen.

Auch ein mit VIV versetztes 20w60 ist bei 5-20 Grad dicker als bei 60 Grad

Zitat:

@foxstream schrieb am 13. November 2016 um 00:30:53 Uhr:


Auch ein mit VIV versetztes 20w60 ist bei 5-20 Grad dicker als bei 60 Grad

foxstream, ich bitte Dich, erkenne den Zusammenhang bzw. den Kontext.
Es ging um ein Dichtungs-Mittel das flüssig wie Wasser ist und warum sowas nicht auch eine eindickende Funktion in Ölen haben kann.
VI-Polymere haben eine gegensätzliche Aufgabe:
Bei Kälte möglichst dünn, und bei Wärme durch Ausdehnung der Molekülketten möglichst zäh.

@foxstream: Nein, gar nicht!

Vergiss meine Frage. Ich erkläre das, versuche es....
Es geht um Mehrbereichsöl 20w-60. Was regelt 20w? Und was bestimmt SAE60?
Ich antworte. Nach SAE J300:
20w wird vom CCS-Wert geregelt und zwar der Wert soll bei minus 15 Grad weniger als 7000 mPa.s sein.
SAE60 wird vom kv100-Wert bestimmt und zwar kv100 soll zwischen 21,9 und 26,1 cSt liegen.

Ölhersteller nimmt ein dickflüssigstes Grundöl 10cSt (SAE30) mit CCS@-15 < 7000, und führt kv100 bis 21,9 cSt und zwar mit dem VIV. So sieht die Theorie aus.

Realität: Was macht Exxon Mobil? Schau dir bitte Bild im Anhang.
Zeilen SpectraSyn4, SpectraSyn6 und SpectraSyn8 bedeuten jeweils Grundöle 4cSt, 6cSt und 8cSt also kv100.
Zeile Infineum VM bedeutet Viscosity Modifier von Infineum.
Was macht Mobil bei der Herstellung 10w-60?
Konzern nimmt 71,3% vom Grundöl 8cSt (kv100=sae20) mit ccs@-25<7000 (10w) und verdickt das mit 14,4% VIV bis 22,8cSt (SAE60).
Oder 10w-60 = 71,3% 10w20 + 14,4% VIV

Zitat:

@Andy_oil schrieb am 13. November 2016 um 01:21:37 Uhr:


@foxstream: Nein, gar nicht!

Vergiss meine Frage. Ich erkläre das, versuche es....
Es geht um Mehrbereichsöl 20w-60. Was regelt 20w? Und was bestimmt SAE60?
Ich antworte. Nach SAE J300:
20w wird vom CCS-Wert geregelt und zwar der Wert soll bei minus 15 Grad weniger als 7000 mPa.s sein.
SAE60 wird vom kv100-Wert bestimmt und zwar kv100 soll zwischen 21,9 und 26,1 cSt liegen.

Ölhersteller nimmt ein dickflüssigstes Grundöl 10cSt (SAE30) mit CCS@-15 < 7000, und führt kv100 bis 21,9 cSt und zwar mit dem VIV. So sieht die Theorie aus.

Realität: Was macht Exxon Mobil? Schau dir bitte Bild im Anhang.
Zeilen SpectraSyn4, SpectraSyn6 und SpectraSyn8 bedeuten jeweils Grundöle 4cSt, 6cSt und 8cSt also kv100.
Zeile Infineum VM bedeutet Viscosity Modifier von Infineum.
Was macht Mobil bei der Herstellung 10w-60?
Konzern nimmt 71,3% vom Grundöl 8cSt (kv100=sae20) mit ccs@-25<7000 (10w) und verdickt das mit 14,4% VIV bis 22,8cSt (SAE60).
Oder 10w-60 = 71,3% 10w20 + 14,4% VIV

Einen schönen guten Morgen!

Hallo hast du mal auf die Uhr geschaut?

Ich bin einfach eingeschlafen

Nach einem arbeitsreichen Tag und abendlichem Öl Disput ist das auch ganz OK so

will ich meinen.

Danke für die ausführlich Darstellung des Mischvorgangs bei Mobil.

Hab ich dich richtig verstanden drei Grundöle ergeben eine Basis mit kv100?

Was mir noch nicht klar ist wo in deiner Darstellung wird klar das die Ravenol Erklärung für die RHV Zusammensetzung nicht stimmen kann?

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 13. November 2016 um 00:37:50 Uhr:



Zitat:

@foxstream schrieb am 13. November 2016 um 00:30:53 Uhr:


Auch ein mit VIV versetztes 20w60 ist bei 5-20 Grad dicker als bei 60 Grad

foxstream, ich bitte Dich, erkenne den Zusammenhang bzw. den Kontext.
Es ging um ein Dichtungs-Mittel das flüssig wie Wasser ist und warum sowas nicht auch eine eindickende Funktion in Ölen haben kann.
VI-Polymere haben eine gegensätzliche Aufgabe:
Bei Kälte möglichst dünn, und bei Wärme durch Ausdehnung der Molekülketten möglichst zäh.

Nein da muß etwas durcheinander gekommen sein

um ein Dichtungsmittel ging es mir nicht

so etwas würde ich auch nicht zumischen schon gar nicht vorbeugend.

-

Ich erinnere mich VIV pur mal gesehen zu haben

das Zeug ist von eigenartiger Konsistenz

Eigentlich ein Feststoff der sich im dauerhaft kaltverflüssigten Zustand befindet.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 12. November 2016 um 23:40:51 Uhr:


@foxstream

Ich werde Ravenol mal anschreiben und genau nachfragen was es damit aufsich hat.
Danach sehen wir weiter. 🙂
Ist das ok?

JA !

was denn auch sonst?

Da bin ich wirklich seeeehhhhr gespannt

zumal ich das Öl schon mehrfach bei ATO24 telefonisch geordert habe.

Laut Ravenol Pressemitteilung ist das RHV längst bestellbar und hätte Anfang Nov ausgeliefert werden sollen.

Bei meinem letzten Telefonat mit ATO24 am Freitag bin ich nach kurzer Rücksprache von ATO24 mit Ravenol zurückgerufen worden und mir wurde mitgeteilt daß

Ravenol RHV wider Erwarten selbst noch nicht bekommen habe und sich die Auslieferung in die kommende Woche verschieben werde.

Wahrscheinlich jedenfalls.

Auf jeden Fall wird ATO24 das Öl unverzüglich in sein Programm aufnehmen sobald es lieferbar ist

versicherte man mir.

Foxstream, guten Morgen! 🙂

1. ja
2. rhv = xw + viv ist korrekt, so funktioniert gesamte Ölherstellung für Motoröle der Straßenfahrzeuge, aber Formel dient für Verständnis und mathematisch ist nicht beweisbar 🙂

Was die Winterkollektion angeht... Macht sich auf jeden Fall gut, aber irgendwelche Neuancen, wo sich das besser macht als quasi das gleiche von Motul, gibt es nicht.
NewLife scheint irgendwie größtenteils von den 4% Ester zu leben...

Im Mai ist daher wieder Motul dran 🙂

Hat jemand eine Analyse oder Einschätzung vom RedLine 10W60? Angeblich soll es ja einen sehr hohen Esteranteil haben und qualitativ Top sein...
Schwanke zwischen dem RedLine 10W60, dem Motul 300V 15W50 (wobei der Esteranteil dort ja sehr gering sein soll) und dem Castrol 10W60.

Gewechselt wird alle 4 - 5000 Km

@MEbn
Die Amis (die OilFreaks 😉) jubeln irgendwie weder über RedLine noch über RoyalPurple...
Entweder Amsoil oder man kann sich genauso bei Valvoline oder Mobil1 umschauen.

Gibt es denn überhaupt Ölanalysen, die Ester finden können? Dann müßte man ebenfalls nicht mutmaßen, ob NewLife nun 3%, 4% oder 5% Ester hat. Man könnte es feststellen.
Wenn man es bei NewLife genauso wenig wie bei 300V feststellen kann, wer und wo genau gerüchtet denn, 300V enthält kaum nenneswerten Esteranteil?

(wobei mir selbst 300V am Heck vorbei geht)

Zitat:

@Andy_oil schrieb am 13. November 2016 um 10:33:52 Uhr:


Foxstream, guten Morgen! 🙂

2. rhv = xw + viv ist korrekt, so funktioniert gesamte Ölherstellung für Motoröle der Straßenfahrzeuge,

Daraus folgt aber zwingend diese Darstellung von Ravenol

" Es wurde auf Basis einer neuen und verbesserten Formulierung von Estern und Poly-Alpha-Olefinen für Benzinmotoren entwickelt. RAVENOL RHV Racing High Viscosity SAE 20W-60 ist eine reine PAO Ester Formulierung ohne Polymere"

ist unwahr.

-

Na ja wir werden sehen.

-

Hast du es nicht für möglich gehalten 0w20 Öle seien ohne zusätzliche VIV machbar?

Kann aber auch Tequila gewesen sein.

Könnt ihr leicht verständlich und zweifelsfrei offenlegen wie ihr auf diese Grenze kommt.

Also ein 5w30 oder 20w60 nicht ohne Verzicht auf VIV machbar sein sollten?

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