Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Schade, dass dieser eigentlich sehr interessante & informative Thread in den letzten Tagen derart in Richtung Müll abgedriftet ist. Das macht es einem unnötig schwer, die wirklich relevanten Info herauszulesen.
Worum ging es hier nochmal? Man sollte die letzten x Seiten direkt löschen...
hwd63: Das hängt immer vom Individuum selbst ab! Hier, sind auch bald 1-2 User fällig, wenn sie ihre Tonlage nicht in den Griff bekommen. (z.B. der "Ich lese keine PN"-Kandidat!)
Zitat:
@skynetworld schrieb am 22. Februar 2016 um 07:27:09 Uhr:
ich hab noch eine kurze Frage: überprüft die Motorelektronik normalerweise, ob sich das Signal vom Öldruckschalter bei Zündung "ein" vom Signal bei laufendem Motor bzw. 'Öldruck vorhanden' unterscheidet?
Das kannst du doch selber schauen. Die Lampe ist eingeschaltet, wenn du die Zündung aktivierst, weil kein Druck vorliegt. Dann erlischt sie mit dem Motorstart, sobald ausreichend Druck da ist. Warum sollte eine "Elektronik" da noch mal schauen? (Okay, gibt sicher Fahrzeuge die dann noch motzen/piepen! Aber, eigentlich bist du die Kontrolle! Fehlt der Druck, Motor abstellen!)
MfG
Zitat:
@rikki007 schrieb am 22. Februar 2016 um 08:28:23 Uhr:
Zitat:
@Jan0815 schrieb am 22. Februar 2016 um 08:11:28 Uhr:
Hast Du Dir das eigentlich spontan ausgedacht oder ist das das Ergebnis eines länger vor sich hin gärenden Denkprozesses? Der Bullshit hier wird immer schlimmer. Ich erspare mir jetzt die Wortspiele, die mir zum "Zuschlagstoff" einfallen, sonst werde ich direkt gesperrt.
P.S.:
So ist es Sachte.ich würde es natürlich für mich - und natürlich auch für die anderen user hier - unwahrscheinlich hilfreich finden, wenn du mal wieder gesperrt werden würdest. leider ist ja der casey öfter gesperrt, er ist allerdings im Gegensatz zu dir mit seinen Tabellen und Erfahrungswerten in Sachen addinol wirklich eine Bereicherung für dieses tread . . .
falls du die Sache mit dem vermuteten Zuschlagstoff überlesen haben solltest, der hier mit dem Kraftstoff interagieren könnte, dann lies doch am besten noch einmal ein wenig weiter vorn nach . . .
aber sicher macht das nachsehen auf welcher seite es gestanden hat mehr mühe, als hier einfach nur rum zu trollen . . . schade.
viele grüße
Leider ist casey durch seine Ausführungen schon öfter negativ aufgefallen. Zuletzt empfand ich das auch nicht mehr so offensiv, aber in der Vergangenheit hatte das wirklich schon etwas von Marketing-Gewäsch.
Wenn er gute Erfahrungen gemacht hat, darf er das ja auch gerne sagen, nur wenn man Addinol als besser in irgendeiner Art und Weise darstellt als andere Öle von Shell, Aral, Mobil, Total ... dann sollte man das auch belegen können und da reicht es auch nicht, die Werte eines Datenblatts aufzuführen.
Und letztendlich wird es in der Praxis wohl nichts ausmachen, ob HTHS 3,75 oder 3,8 ist oder TBN 10,8 oder 11,25. Viel wichtiger wäre dann, wie sich das Öl über ein Intervall verhält und nicht wie die Qualität in der Dose ist.
Das geht aber nur mit einer größeren Anzahl an Analysen (und nicht einer Analyse eines Fahrzeugs) oder auch mit Bildern des Motor-Inneren (danke übrigens an die User, die diese Bilder hier posten).
Die Tabellen und Links vom casey finde ich aber teils doch sehr informativ. Da sollte man auch so unvoreingenommen sein und das auch anerkennen.
Zitat:
@Hunter123 schrieb am 21. Februar 2016 um 21:38:50 Uhr:
@mdriver, na ja geht im Prinzip schon .
Zwar dann wenn du durch Jahre lange Nutzung minderwertiger öle, total spröde und verhärtete simmerringe hast .
Die Weichmacher der hochwertigen Öle könne dann quellen und dadurch aber mehr reisen und Motor sifft das Öl dann literweise durch.Wenn das aber schon so weit ist hätten die Dichtungen ohne hin nicht mehr lange gehalten.
Gruß Hunter
.
Simmerringe bestehen aus mit Glasfasern verstärkte Kunststoffe. Die Abdichtung unterstützen auf Zug belastete Schlauchfedern. Die Dichtlippe der Simmerringe laufen über die Zeit, am drehenden Teil in die Kontaktzone ein.
https://de.wikipedia.org/.../Wellendichtring?...
Weichmacher die in verhärtete Dichtungen eindiffundieren, lassen die Dichtlippe quellen. Das heißt die Dichtlippe wird größer und verläßt die Einlaufrille. Nun schleift sich die Dichtlippe neu ein.
Die Druckwechsel, bei der Gaspulsation im Kurbelgehäuse wirken auch auf die Dichtlippe können diese dadurch in der Abdichtung schwächen.
Abhilfe bringt nur eine Feinst-Politur (Schnürsenkel mit Zahnpasta) der Einlaufrille, neue Dichtringe, dickeres Grundöl und die sorgfältige Reinigung der Kurbelgehäuseentlüftung. Es ist ratsam sich über die Kurbelgehäuseentluftung sachkundig zu machen, weil diese bei machen Motoren mit leichten Zungenventilen funktioniert. Beläge auf den Zungen verändern den Innendruck.
Undichte Ventildeckeldichtung,
verliert die Ventildeckeldichtung über die Zeit ihre Elastizität, verringert sich die geschraubte Vorspannung.
Auch hier wirkt der Innendruck im Kurbelgehäuse gegen die mechanische Vorspannung der Ventildeckel- Befestigungsschrauben. Der Innendruck will den Ventildeckel abheben.
Abhilfe schaft nur eine Reinigung der Kurbelgehäuseentlüftung mit einer neuen Ventildeckeldichtung.
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Zitat:
@teppich010 schrieb am 22. Februar 2016 um 11:05:43 Uhr:
Wenn er gute Erfahrungen gemacht hat, darf er das ja auch gerne sagen, nur wenn man Addinol als besser in irgendeiner Art und Weise darstellt als andere Öle von Shell, Aral, Mobil, Total ... dann sollte man das auch belegen können
Na ja so einfach ich es nicht Teppich. Da wäre jetzt casey nicht der einzige der ein bestimmtes Öl über Erfahrungen in den Himmel lobt . Die loben Motul und behaupten es ist besser nur weil es zwischen den Finger flutschiger ist als andere was auch keine Aussage Kraft hat .
Demnach müsste man die Hälfte hier sperren die das behaupten inklusive mir da ich bestimmtauch schon mal behauptet habe Öl auf besser wie Öl c und konnte es nicht belegen .
Mittlerweile sehe ich das aber ne Spur lockerer schließlich hat man ja genug Infos um zu wissen was man braucht und für sich haben möchte .
Ich weiß nicht, ob du hier schon aktiv warst, als es so richtig hoch her ging. Das war zwischenzeitlich aber wirklich penetrant mit dem Addinol-Hype.
Von solchen Aussagen wie "flutschig" es zwischen den Fingern ist oder am besten noch nach Geschmack, brauchen wir nicht anfangen 😉
Erfahrungen kann doch jeder posten und das ist auch völlig okay, aber wenn man wirklich darauf besteht, dass Öl XY besser ist als Z, dann sollte man das auch wirklich irgendwie belegen können, oder ?
Es ging rein um die Häufigkeit und Aggressivität, wie getrommelt wurde. Und da wurde über die Strenge geschlagen. Auferlegte Gebote wurden nicht befolgt und die Konsequenz hat der User nun zu tragen. Ich habe ihn das damals lange und oft genug erklärt.
Man kann schreiben Öl A ist besser als Öl B. Auch ohne Belege. (Manche Eindrücke sind subjektiv!) Nur, nicht in jedem 2. Satz und dann patzig werden, wenn andere Kritik äußern. Wenn der Thread nur noch eine Richtung kennt, muss gehandelt werden. Dies ist kein "Beweist mir, dass "A" nicht das beste Öl ist"-Thread.
MfG
Johnes
MT-Moderation
@Laurin-2008
Die Dichtlippe des Wellendichtrings hat sich im System mit der Welle zusammen eingelaufen. Auf der Dichtlippe haben sich Mikrostrukturen ausgebildet, die mitverantwortlich für das Rückfördern des Öls sind. Verlässt der Dichtring diesen Bereich, wird er im Normalfall (erst mal) undicht. Kann nochmal dicht werden, muss aber nicht. Dichtringe können auch durchaus im 1/10mm Bereich in die Welle eingefressen sein. Wenn die Dichtlippe anschließend (nach dem Quellen) so halb noch über dieser Zone hängt und halb auf einer neuen Stelle der Welle, wird der Ring garantiert nicht mehr dicht. Glasfaserverstärkungen sind bei RWDR eher selten.
Das würde dann dafür sprechen nicht ganz so viel Dichtungspflege zu benutzen ( auf einmal) oder es nicht so lange drin zu lassen ( vielleicht so 2kkm). Dann könnte man evtl das ganze etwas pflegen aber nicht kaputt pflegen!
Gutes Öl kann es verlangsamen aber nicht aufhalten.
Ich habe schon 2 Motoren von neu bis 300.000km gefahren und an beiden waren die Wellendichtringe immer dicht.. auch die Ventilschaftdichtungen waren nicht ausgehärtet weil sich der Ölverbrauch in sehr kleinen Bereich abspielte und über die 300.000km nicht wirklich zunahm
Beim Motor der Zahnriemen hatte, habe ich mal den KW Dichtring auf der Riemenseite und die Dichtungen der Nockenwellen getauscht weil das sehr einfach war und nur paar Mark kostete..war aber mehr so daß was gemacht ist ...undicht waren sie nicht..Getriebeseite war immer original
Beim letzten Auto habe ich irgendwann mal so alle 2-3 Ölwechsel gegen Ende des Intervalls eine halbe Dose DIchtungspflege zugegeben... das hatte weder positive noch negative Effekte..ah doch, es beruhigte mich :-) ....aber eigentlich mag ich solche Additive nicht da sie keine Schmierwirkung haben.
Bei meinem jetzigen Motor habe ich deshalb auf 140.000km bisher nichts dazugegeben.
also die Synthetiköle vor 20 Jahren populärer wurden hieß es immer, sie enthielten auch Additive zur aktiven Dichtungspflege um diese vor Versprödung und Schrumpfen zu schützen...davon liest man jetzt komischerweise nichts mehr...es heißt immer nur "neutral gegenüber Dichtungsmaterialien"
Ansonsten hilft es meiner Meinung nach auch den Dichtringen wenn das Öl häufig gewechselt wird ..
erstens bleiben dann die feinen Kanäle in den Dichtungen sauber die das Öl zurückbefordern sollen und zweitens kann altes Öl abrasiv oder abrasiver wirken als neues Öl ... und da die Dichtungen die Wellen minimal berühren reicht da sicher schon minimalster Verschleiß um eine Undichtigkeit auszulösen
Die einzige Dichtung die bei mir suppte war die Korkdichtung vom VDD. Die wurde aber auch immer Steinhart von der Hitze. Da ist jetzt Dirko HT, seit dem ist das trocken.
Wenn Öle die Dichtung zu arg quellen lassen ist auch nicht gut, genauso wenn sie zu arg schrumpfen. D.h. wird ein neutrales verhalten angestrebt. Dichtungen können auch falsch montiert werden, das fällt am Anfang nicht auf weil weil sie noch super elastisch ist und die Vorspannung ausreicht. Irgendwann wird sie halt härter und die Vorspannung sinkt. Wenn sie jetzt ausfällt dann denkt keiner mehr an die Montage.
Ich Wechsel lieber ne Dichtung als ne Steuerkette 😉 Vorallem weil man das viel besser planen kann, ist ja nicht so das man gleich Gläser weise Öl verliert. Fängt ja leicht an und wird dann schlimmer.
Zitat:
Ich Wechsel lieber ne Dichtung als ne Steuerkette
Das ist relativ... bei meinem Auto kostet es mind 2500 Eur den getriebeseitigen Dichtring zu tauschen, Getriebe muß raus, ebenso Vorderachse... und dann Kupplung plus ZMS neu ...
Ist jetzt zwar etwas OT, aber passt grad schön dazu wegen der Diskussion um die quellenden Simmerringe: Bei mir steht demnächst ein Diffölwechsel an, wobei ich etwas von dem LM Getriebeöl-Verlust Stop beimischen wollte, um die Simmerringe prophylaktisch etwas zu pflegen.
Das Diff ist eigentlich dicht, eventuell austretendes Öl lässt sich schwer vom UBS unterscheiden, rumgeschleudert wird nichts.
Sollte man von sowas die Finger lassen? Bzw. die empfohlene Menge etwas reduzieren?
Zitat:
@Laurin-2008 schrieb am 22. Februar 2016 um 11:13:25 Uhr:
Auch hier wirkt der Innendruck im Kurbelgehäuse gegen die mechanische Vorspannung der Ventildeckel- Befestigungsschrauben. Der Innendruck will den Ventildeckel abheben.
Abhilfe schaft nur eine Reinigung der Kurbelgehäuseentlüftung mit einer neuen Ventildeckeldichtung.
Der Innendruck sollte doch aber negativ sein!? Überprüfbar mit Frischhaltefolie statt Öleinfülldeckel. Folie dabei festhalten und nur bei nicht zu heißem Ventildeckel prüfen, sonst wird es peinlich. 😁
@richi8i
Also ich habe bislang mit Dichtungspflegemitteln durchweg gute Erfahrungen gemacht. Ob nun Wynns Ölleckstop für den Motor, das entsprechende für die Servolenkung oder LM Produkte für Differential und Schaltgetriebe. Teils waren es prophylaktische Beigaben und teils wegen tatsächlicher Undichtigkeiten.