Honda Jazz IMA 2011 Hybrid

Honda Jazz 2 (GE)

Konkrete Infos zum Jazz Hybrid fehlen noch aber ein erstes echtes Bild vom Jazz Hybrid (auch als Fit Hybrid geläufig) ist durchgesickert und gibt schonmal einen Vorgeschmack darauf, wie sich zumindest die Hybridvariante von den Standard Jazz unterscheiden wird:

2010-honda-jazz-hybrid
Beste Antwort im Thema

Es dreht sich alles nur um den CO2 Ausstoß. Die 95g sind ja nur die halbe Wahrheit, diese gelten für ein Fahrzeug mit irgendwas 1350kg. Und entsprechen einen Verbrauch von ca 4,1l Benzin. Leichtere Wagen müssen weniger ausstoßen, sonst tragen sie negativ zur CO2-Bilanz des Herstellers bei. Im Falle des SpaceStar wohl nicht unerheblich bei 4,5l auf knappe 1000kg. Und den unter die Grenze zu bringen (so irgendwo auf 3,1l) wird für diesen Wagen zu teuer. Deshalb darf man gespannt sein, was aus solchen Fahrzeugen wird. Und deshalb gibts den Jazz nicht mit reinem Benziner. Unsere Autowelt wird sich wandeln: schwerer und teurer - für die Umwelt ...

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Ich weiß nicht, ob das bei deinem neuen Jazz noch geht, aber bei meinem alten (Bj. 2002) konnte man sehr gut hinten gerade schlafen, wenn man die vorderen Sitze ganz nach vorne schiebt und nach vorne klappt bis die Kopfstütze das Armaturenbrett berührt.
Dann kann man hinten die Sitze umklappen und hat eine große Fläche und nutzt den vorderen Sitz als Kopfkissen^^.

Bei meinem Civic geht das leider nicht mehr, weil die vorderen Sitze sich nicht mehr so weit nach vorne lehnen lassen.

So, es ist passiert. Jazz Hybrid Probe gefahren und gekauft.

Das Fahrzeug ersetzt nach fast genau drei Jahren meinen Civic FK1 Sport.

Ich muss vorausschicken, dass ich mir den Civic auch nie gekauft hätte, wenn es den Jazz Hybrid damals schon gegeben hätte. Außerdem rissen die Mängel bei dem Fahrzeug einfach nicht ab. Alles Garantie aber es war mir zuviel.

Ich brauchte also ein neues Familien- und Stadttaugliches Auto, Automatik war Pflicht, der Sprung zum Hybrid deswegen fast auch, da er kaum teurer als der normale Jazz ist.

Toyota konnte mich nicht überzeugen, da in allen Fahrzeugen zu wenig Platz war (Kofferraum), die Heizung keinen guten Job macht und ich unbedingt Schaltpaddel wollte. Außerdem hat Honda die schöneren Ausstattungspakte.

Hier erst mal ein kurzer Vergleich zu meinem Civic:

Beide Fahrzeuge sind leistungsmäßig quasi identisch. Hier die Daten:

Civic: 100PS, 1.250 Kilo Gewicht, 127 Nm bei 4.800 Touren, 177 km/h Spitze, 13 Sekunden 0-100 km/h, Verbrauch 5,9 Liter auf 100 km.

Jazz: 98 PS, 1.250 Kilo Gewicht, 167 Nm (weiß nur nicht bei welcher Drehzahl), 175 km/h Spitze, 12 Sekunden 0-100 km/h, Verbrauch 4,5 Liter auf 100 km.

In der Praxis ist anzumerken, dass der Jazz deutlich besser geht als der Civic. Auch durch die Automatik sicherlich. Die Automatik ist stufenlos mit vorgeschaltetem Wandler, hat noch ein Eco-, Sport-, und 7-Gang "Tiptronic" -programm mit Paddeln hinter dem Lenkrad.

Das immer angemahnte Jaulen der CVT beim Beschleunigen ist wohl nur ein Gerücht. Selbst für flotte Beschleunigung braucht man kaum mehr als 3.000 Touren, da ist der Motor noch sehr leise.
Beschleunigt man ganz normal geht der Drehzahlmesser nicht über 1.500 Touren.

Wem das stufenlose nicht gefällt kann ja die sieben simulierten Gänge nutzen. Dann fährt sich der Wagen wie ein Schaltfahrzeug mit entsprechend gewohntem Sound. Ich habe es nur zum Einfädeln auf der Autobahn gebraucht, der Wagen reagiert dann noch spontaner aufs Gas.

Der Wagen läuft immer leise und verbrauchsgünstig im niedrigen Drehzahlbereich, selbst bei 140 km/h auf der Bahn liegt die Drehzahl bei gerade mal 2.800-3.000 Touren.
Beschleunigen tut der Wagen bis 160 km/h unerwartet flott, danach wird es etwas zäher, 180 nach Tacho hatte ich gestern geschafft. Da sind dann aber noch reichlich Drehzahlreserven vorhanden.
Auch an Steigungen tut sich der Wagen nicht schwer, auch ohne den Motor über die Maßen plärren zu lassen geht es flott vorwärts.
Im Vergleich zum Civic ist der Antrieb deutlich leiser, vor allem bei hohem Tempo, der Motor im Civic arbeitet mit viel mehr Drehzahl.
In der Stadt bewegt sich bei normaler Fahrt der Tourenzähler des Jazz ständig im Leerlaufbereich, bis auf Rollgeräusche hört man also quasi nichts.

Start-Stopp arbeitet absolut unauffällig es ist nicht zu spüren oder hören, sobald auch nur ganz leise das Radio läuft. Sobald man die Bremse löst kriecht der Wagen auch schon langsam los, da hat man es nicht mal auf das Gaspedal geschafft. Durch den Wandler lässt sich der Wagen ganz sanft rangieren, schön beim Einparken.
Spurtvermögen ist beachtlich, schnell fährt man mit scharrenden Vorderreifen an. Ich mochte diesmal den Ecomodus (fand ich im CR-Z eher doof), die Kraft lässt sich angenehmer dosieren und es ist leichter rein elektrisch zu fahren.

Ganz richtig, der Wagen kann bis max. 2 Kilometer elektrisch fahren. Laut Händler bei Geschwindigkeiten bis 50, aber der EV-Modus schaltete sich auch bei knapp unter 70 km/h bei mir zu.
Anfahren kann man elektrisch jedoch nicht.

Im Gegensatz zu Toyota ist der Akku eben viel kleiner und auch der E-Motor viel schwächer (14 PS).

Bei Toyota ist die Klima elektrisch funktioniert also auch bei stehendem Motor, das kann der Jazz nicht, trotzdem fächelt er einem auch im Stand eine Weile kalte Luft zu, bevor der Verbrenner wieder anspringt. Funktioniert gut, die Verbrauchswerte oben waren übrigens mit eingeschalteter Klima gemessen. Heizung ist auch schnell und kräftig.

Hier mal die ungefähren Verbrauchswerte laut BC gestern (in Litern auf 100 km):

Vollgas: 10,2
130 Km/h: 6,0
100 km/h: 5,0
Stadt: 4,3

Damit liege ich deutlich unter den Werten des Civic, selbst auf der Autobahn, die ja eigentlich nicht das Revier für Hybriden ist. Hier arbeiten der optimierte Verbrenner und die Automatik phantastisch zusammen.

Der Civic war klar das schönere Reiseauto. Das lag aber nicht an den Fahrleistungen, hier ist der Jazz absolut ebenbürtig und teils deutlich besser.
Aber der Civic lag satter auf der Strasse, Wind und Fahrwerksgeräusche waren kaum vorhanden. Dafür war der Motor immer deutlich mit sportlichem Ton bei der Sache, zumindest bei allem über 120 km/h.
Beim Motor ist der Jazz leiser, Fahrwerk und Wind sind aber deutlicher vernehmbar. Unterm Strich sind sich beide recht ähnlich beim Lärmpegel, nur die Geräusche sind halt andere.

Fahrwerk gefällt mir beim Jazz besser, endlich kann ich wieder rückenschonend über Berlins kaputte Straßen fahren. Schläge sind besser gedämpft und dringen leiser in den Innenraum.

Zudem ist der Jazz anfälliger für Seitenwind, man muss dann mit der doch etwas sehr leichten Lenkung Kurs halten. Merkt man aber auch nur bei Geschwindigkeiten 150 km/h +.

Noch nicht so gefallen hat mir die Bremse, diese spricht extrem giftig an, selbst bei der Rekuperation. Aber wahrscheinlich auch Gewöhnungssache.

So, hier fehlen sicher noch viele Details, aber ich bin gestern nur 2 Stunden gefahren.

Aber letztlich kann ich nur sagen: Sparsamer, flotter, insgesamt leiser, entspannender....warum habe ich das jetzt erst gemacht.

Wenn der Wagen und die viele Technik halten werde ich wohl nicht mehr zu einem "normalen" Wagen zurückkehren, sondern bei den Hybriden bleiben. Tolle Technik ohne erkennbare Nachteile. Selbst der Stauraum ist im Jazz voll reisetauglich und entspricht ungefähr dem eines Golf...bei nur 3,90 Meter Außenlänge wohlbemerkt.

Das war es erst mal, Danke für´s Lesen.🙂

Zitat:

Original geschrieben von hungryeinstein


So, es ist passiert. Jazz Hybrid Probe gefahren und gekauft.

Das Fahrzeug ersetzt nach fast genau drei Jahren meinen Civic FK1 Sport.

Ich muss vorausschicken, dass ich mir den Civic auch nie gekauft hätte, wenn es den Jazz Hybrid damals schon gegeben hätte. Außerdem rissen die Mängel bei dem Fahrzeug einfach nicht ab. Alles Garantie aber es war mir zuviel.

Ich brauchte also ein neues Familien- und Stadttaugliches Auto, Automatik war Pflicht, der Sprung zum Hybrid deswegen fast auch, da er kaum teurer als der normale Jazz ist.

Toyota konnte mich nicht überzeugen, da in allen Fahrzeugen zu wenig Platz war (Kofferraum), die Heizung keinen guten Job macht und ich unbedingt Schaltpaddel wollte. Außerdem hat Honda die schöneren Ausstattungspakte.

Hier erst mal ein kurzer Vergleich zu meinem Civic:

Beide Fahrzeuge sind leistungsmäßig quasi identisch. Hier die Daten:

Civic: 100PS, 1.250 Kilo Gewicht, 127 Nm bei 4.800 Touren, 177 km/h Spitze, 13 Sekunden 0-100 km/h, Verbrauch 5,9 Liter auf 100 km.

Jazz: 98 PS, 1.250 Kilo Gewicht, 167 Nm (weiß nur nicht bei welcher Drehzahl), 175 km/h Spitze, 12 Sekunden 0-100 km/h, Verbrauch 4,5 Liter auf 100 km.

In der Praxis ist anzumerken, dass der Jazz deutlich besser geht als der Civic. Auch durch die Automatik sicherlich. Die Automatik ist stufenlos mit vorgeschaltetem Wandler, hat noch ein Eco-, Sport-, und 7-Gang "Tiptronic" -programm mit Paddeln hinter dem Lenkrad.

Das immer angemahnte Jaulen der CVT beim Beschleunigen ist wohl nur ein Gerücht. Selbst für flotte Beschleunigung braucht man kaum mehr als 3.000 Touren, da ist der Motor noch sehr leise.
Beschleunigt man ganz normal geht der Drehzahlmesser nicht über 1.500 Touren.

Wem das stufenlose nicht gefällt kann ja die sieben simulierten Gänge nutzen. Dann fährt sich der Wagen wie ein Schaltfahrzeug mit entsprechend gewohntem Sound. Ich habe es nur zum Einfädeln auf der Autobahn gebraucht, der Wagen reagiert dann noch spontaner aufs Gas.

Der Wagen läuft immer leise und verbrauchsgünstig im niedrigen Drehzahlbereich, selbst bei 140 km/h auf der Bahn liegt die Drehzahl bei gerade mal 2.800-3.000 Touren.
Beschleunigen tut der Wagen bis 160 km/h unerwartet flott, danach wird es etwas zäher, 180 nach Tacho hatte ich gestern geschafft. Da sind dann aber noch reichlich Drehzahlreserven vorhanden.
Auch an Steigungen tut sich der Wagen nicht schwer, auch ohne den Motor über die Maßen plärren zu lassen geht es flott vorwärts.
Im Vergleich zum Civic ist der Antrieb deutlich leiser, vor allem bei hohem Tempo, der Motor im Civic arbeitet mit viel mehr Drehzahl.
In der Stadt bewegt sich bei normaler Fahrt der Tourenzähler des Jazz ständig im Leerlaufbereich, bis auf Rollgeräusche hört man also quasi nichts.

Start-Stopp arbeitet absolut unauffällig es ist nicht zu spüren oder hören, sobald auch nur ganz leise das Radio läuft. Sobald man die Bremse löst kriecht der Wagen auch schon langsam los, da hat man es nicht mal auf das Gaspedal geschafft. Durch den Wandler lässt sich der Wagen ganz sanft rangieren, schön beim Einparken.
Spurtvermögen ist beachtlich, schnell fährt man mit scharrenden Vorderreifen an. Ich mochte diesmal den Ecomodus (fand ich im CR-Z eher doof), die Kraft lässt sich angenehmer dosieren und es ist leichter rein elektrisch zu fahren.

Ganz richtig, der Wagen kann bis max. 2 Kilometer elektrisch fahren. Laut Händler bei Geschwindigkeiten bis 50, aber der EV-Modus schaltete sich auch bei knapp unter 70 km/h bei mir zu.
Anfahren kann man elektrisch jedoch nicht.

Im Gegensatz zu Toyota ist der Akku eben viel kleiner und auch der E-Motor viel schwächer (14 PS).

Bei Toyota ist die Klima elektrisch funktioniert also auch bei stehendem Motor, das kann der Jazz nicht, trotzdem fächelt er einem auch im Stand eine Weile kalte Luft zu, bevor der Verbrenner wieder anspringt. Funktioniert gut, die Verbrauchswerte oben waren übrigens mit eingeschalteter Klima gemessen. Heizung ist auch schnell und kräftig.

Hier mal die ungefähren Verbrauchswerte laut BC gestern (in Litern auf 100 km):

Vollgas: 10,2
130 Km/h: 6,0
100 km/h: 5,0
Stadt: 4,3

Damit liege ich deutlich unter den Werten des Civic, selbst auf der Autobahn, die ja eigentlich nicht das Revier für Hybriden ist. Hier arbeiten der optimierte Verbrenner und die Automatik phantastisch zusammen.

Der Civic war klar das schönere Reiseauto. Das lag aber nicht an den Fahrleistungen, hier ist der Jazz absolut ebenbürtig und teils deutlich besser.
Aber der Civic lag satter auf der Strasse, Wind und Fahrwerksgeräusche waren kaum vorhanden. Dafür war der Motor immer deutlich mit sportlichem Ton bei der Sache, zumindest bei allem über 120 km/h.
Beim Motor ist der Jazz leiser, Fahrwerk und Wind sind aber deutlicher vernehmbar. Unterm Strich sind sich beide recht ähnlich beim Lärmpegel, nur die Geräusche sind halt andere.

Fahrwerk gefällt mir beim Jazz besser, endlich kann ich wieder rückenschonend über Berlins kaputte Straßen fahren. Schläge sind besser gedämpft und dringen leiser in den Innenraum.

Zudem ist der Jazz anfälliger für Seitenwind, man muss dann mit der doch etwas sehr leichten Lenkung Kurs halten. Merkt man aber auch nur bei Geschwindigkeiten 150 km/h +.

Noch nicht so gefallen hat mir die Bremse, diese spricht extrem giftig an, selbst bei der Rekuperation. Aber wahrscheinlich auch Gewöhnungssache.

So, hier fehlen sicher noch viele Details, aber ich bin gestern nur 2 Stunden gefahren.

Aber letztlich kann ich nur sagen: Sparsamer, flotter, insgesamt leiser, entspannender....warum habe ich das jetzt erst gemacht.

Wenn der Wagen und die viele Technik halten werde ich wohl nicht mehr zu einem "normalen" Wagen zurückkehren, sondern bei den Hybriden bleiben. Tolle Technik ohne erkennbare Nachteile. Selbst der Stauraum ist im Jazz voll reisetauglich und entspricht ungefähr dem eines Golf...bei nur 3,90 Meter Außenlänge wohlbemerkt.

Das war es erst mal, Danke für´s Lesen.🙂

Schöner Bericht!

Ich denke, Du wirst an dem neuen Wagen viel Freude haben. Ich hätte mir auch den Hybridjazz gekauft, wenn es ihn 2009, als für mich die Anschaffung eines neuen Wagens anstand, schon gegeben hätte. So ist es bei mir ein normaler Jazz geworden. Der Jazz ist ein gutes Auto, trotz Kleinwagenformats voll familientauglich, dank der genialen Rückbankkonstruktion fast allen Transportaufgaben gewachsen, sehr sparsam (selbst meiner ohne Hybridantrieb) und meiner Erfahrung nach absolut zuverlässig. Mein Wagen (in Japan gebaut) ist in dreieinhalb Jahren 90.000 gelaufen, Reparaturen /Mängel bisher lediglich:

-drei Glühbirnen ausgetauscht (2x Kennzeichenbeleuchtung, 1x Standlicht)
-kleiner Lackabplatzer (2 mm) an der Kante des hinteren Seitenteils (auf Garantie nachlackiert, als Ersatzwagen bekam ich während der Reparatur einen CR-Z)
- Kunststoffverkleidung innen an der Heckklappe löste sich beim Zuziehen der Heckklappe mit dem Innengriff (Werkstatt hatte die Verkleidung beim Tausch der Glühbirnen abgenommen und ohne Erneuerung der Halteclips wieder eingebaut).

An den Bremsen war noch nichts zu machen. In Kürze muss ich das erste Mal wegen eines Rückrufs (Automatikgetriebe) in die Werkstatt.

Interessant finde ich, dass beim Hybridmodell (oder generell beim Facelift?) anscheinend der Federungskomfort besser geworden ist. Das Fahrwerk bei meinem Jazz finde ich ziemlich unkomfortabel, deutlich schlechter als bei meinem früheren Wagen (Ford Escort).

Gruß I-shifter

So, seit gestern nun gehört der Honda Jazz Hybrid mir und die ersten 600 km sind bereits gefahren. Noch halte ich mich ein wenig zurück. Kickdown und Drehzahlen über 4.000 Touren sind noch tabu.

Vorab: Auf die ganzen Stänkereinen und Diskussionen über Hybrid oder nicht gehe ich nicht ein, das soll hier eine objektive Bewertung sein. Und keine Wiedergabe von (manchmal auch falschen) Presseberichten.

Übergabe verlief perfekt, der Wagen ist sehr sauber verarbeitet, Spaltmaße sauber, alles gut eingepasst, nichts klappert. Also alles das, was ich von meinem Civic so gar nicht kannte.
Flasche Sekt, Blumenstrauß für das Weibchen und einen halben Tank gab es gratis dazu.

Also erst mal ein wenig entspannt gecruised durch die Stadt. Alles geht wunderbar leise und leicht von statten. Dieser Wagen entschleunigt (sorry, aber gibt es einen besseren Begriff für diese Gattung Fahrzeuge?) hervorragend.

Dann bin ich Lampen kaufen gefahren, um die H4-Leuchten gegen hellere auszutauchen. Danach die erste Nachtfahrt. An die H7 aus meinem Civic kam das Licht nicht ganz heran, aber eine herrlich homogene Ausleuchtung, auch in die Breite und hell genug.

Die Innenraumbeleuchtung ist sehr schön. Das Cockpit mit der blauen und je nach Einstellung auch wechselweise grünen Beleuchtung gefällt mir außerordentlich gut. Auch die Audioanlage ist gleichmäßig und schön in weiß beleuchtet.
Leider nicht alle Schalter, bis auf Fahrerseite die vom Fensterheber und die gesammte Spiegelverstellung bleiben im Dunkeln. Wobei ich an Letzterem aber auch fast nie rumfummele.

Tja, dann übermannte mich die Müdigkeit, also das neue Schmuckstück erst mal sicher heim gebracht.

Heute morgen um 5 Uhr aufgeregt aufgewacht und nach einem entschuldigenden Kuss für die Frau schnell zum Wagen und los. Nun also Praxistest. Ich bin nun Strecken gefahren, die ich auch mit meinem bisherigen Fahrzeug tagtäglich nutzte. Natürlich war es morgens noch leerer als sonst, aber unsere Ampeln schlafen fast nie und wollten mich wieder ärgern.
Aber nicht diesmal, Automatik und Start-Stopp sei Dank bin ich nun sehr entspannt. Also 20 km Arbeitsstrecke gefahren und den BC vorher auf null gesetzt. Verbrauch nach der Stadtstrecke mit einem 5 km Anteil mit 100 km/h lag nach Anzeige bei 3,8 Litern (alter Wagen 5,5 Liter). Für ungläubige liefere ich gern ein Bild nach.
Als es später wurde und der Verkehr normale Formen annahm bin ich die Strecke zu meinen Eltern von rund 15 km durch die Stadt gefahren, Baustellen, Ampeln, das Übliche, Verbrauch auf dem Teilstück rund 4,7 Liter (alter Wagen rund 6 Liter).

Dann ab ins Umland. Erst durch die Stadt, dann raus auf die AB mit Tempo 150 (aber nur ca. 20 km insgesamt), Rest Landstraße. Wieder pendelt sich der Verbrauch bei rund 4,5 Litern ein. Das ist auch mein Durchschnittsverbrauch über die ganze Distanz von bisher 600 km (alter Wagen rund 5,8-6,3).

Nun gebe ich zu: Hondas BC lügen gern, leider nie zu eigenen Gunsten. Die tatsächlichen Werte könnten bis zu 0,3 Liter höher liegen. Aber die echten Werte liefe ich selbstverständlich nach. Beim Spritmonitor wäre ich bisher aber schon der Held. 🙂

Frau und Kind sind begeistert. Sohnemann zeigt seine Zuneigung zum Fahrzeug immer durch einschlafen, meine Frau bleib wach und lobte meine Wahl.

Der Wagen ist bis 140 km/h leiser als mein bisheriger Civic, dann nehmen die Windgeräusche zu. Hat einen einfachen Grund: Die immer phantastisch niedrige Drehzahl. Bei 150 km/h (sind übrigens 147 echte) dreht der Motor bei gerade mal 3.500 Touren. Sensationell, normal sind da eher 4.000-4.500 bei den meisten Benzinern (dieser Leistungsklasse).

Der Wagen liegt sehr sicher auf der Landstraße, auch kurvige Stecken sind fix durchlaufen. Die Rückmeldung von Fahrwerk und Lenkung könnte aber besser sein, ich fühle mich ein klein wenig vom Geschehen entkoppelt.

Man sitzt sehr bequem in dem Wagen, die kleine serienmäßige Armlehne rechts am Sitz ist aber zu schmal und kurz. Aber besser als nichts allemal.

Begeistern konnte uns die Audioanlage, ich hatte eine Schlechtere als im Civic erwartet. Aber nein, nun gibt es endlich auch mal Lieder bei denen ich den Bass mal herausnehmen muss. Und die Hochtöner sind nicht so schrecklich schrill, dass es in den Ohren wehtut. Insgesamt sehr ausgewogen im Frequenzgang, definitiv eine der besseren Audioanlagen in der einfachen Serie.

Nun zum CVT-Getriebe. Wer normal beschleunigt bekommt kaum etwas zu hören. Und mit normal meine ich: Tatsächlich so flott, dass alle Verkehrsteilnehmer zufrieden sind. Durch den Schub vom E-Motor und der gut abgestimmten Automatik ist man aber eh meist vorn mit dabei. Dafür braucht es maximal 3.000 leise Touren, weniger reicht fast immer zum Mitschwimmen.

Mit nur 4.000 U/min beschleunigt man völlig ohne Zugkraftunterbrechung bis über 150 km/h, bis 120 sogar flotter als ein Großteil der anderen Verkehrsteilnehmer. Über höhere Drehzahlen darüber kann ich noch nichts sagen, kann mich nur an den Testwagen erinnern, da geht noch was. Meine Frau wollte mir indes kaum glauben, dass da noch mehr rauszuholen ist, da der Jazz schon mit meiner selbstauferlegten Begrenzung meinem alten Civic (mit 100 Benzin-PS) absolut ebenbürtig, in der Stadt und auf der Landstraße eher überlegen ist.

Und jeder, der CVT-Automatiken laut findet kann mir glauben, der Civic als Sechsgangschalter war bei ähnlichem Leistungsabruf ein Brüllkäfer (der Wagen wurde beim ADAC damals als recht leise getestet, kann ich nicht nachvollziehen). Wie gesagt, ein 2009er Modell aus der Kompaktklasse.

Ja, bei Leistungseinsatz schnellt beim CVT die Drehzahl hoch und bleibt auf einem hohen Wert, mit entsprechender Lärmentwicklung. Und zwar genau so lange, bis ich meine Geschwindigkeit erreicht habe, danach ist Ruhe, denn die Drehzahl geht weit nach unten, um das Tempo zu halten. Weiter als bei den "normalen" Fahrzeugen". Zudem ist der Motor beim Jazz gar nicht schlecht gedämmt und eh schon recht leise, ab 3.500 Touren wird er etwas sportlicher (Unwissende nennen das Dröhnen 😉 )

Insgesamt ist bei normaler Beschleunigung und Fahrt die Geräuschkulisse sehr schön. Keine ständige Änderungen der Frequenzen und Lautstärke wie bei Schaltern oder Stufenautomatiken. Einfach gleichmäßig und beruhigend.

Wie man das alles nicht genießen kann ist mir echt ein Rätsel.

Verzichten kann man meiner Meinung nach getrost auf das Glasdach, sieht geil aus und alle kommen aus dem Staunen nicht heraus. Ich fänd es auch geil, wenn ich regelmäßig im Auto schlafen würde und der Himmel sternenklar ist. Aber ansonsten hat man als Fahrer nicht viel davon, das Glasdach liegt quasi außerhalb des Sichtfeldes. Aber mein Sohn liebt es.

Egal, es war mit drin, genau wie alles andere, z. B. Klimaautomatik, Licht-Regensensor, elektr. anklappbare Spiegel und, und, und. Guckt einfach auf der Honda-Homepage, wenn es Ecuh interessiert, der kleine Wagen ist echt Luxus pur.

Und alles funktioniert, das ist das Beste. *freu*

So, bei Fragen fragen. Gern ergänze ich noch bei Interesse. Das waren die ersten echten Eindrücke, hoffe es war nicht zu durcheinander. Wollte es schnell aufschreiben, solange es noch frisch ist. 🙂

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Hallo hungryeinstein,
ich finde deinen Bericht mal echt toll, besonders süß finde ich den Kuss für die Frau um 5 uhr morgens! 😉
Endlich mal kein PS- oder Zehntelsekunden-Gesülze, sondern ein erfrischender Bericht eines glücklichen Neuwagenbesitzers.
Ach, waren das Zeiten als 2006 mein Civic neu in der Garage stand - da bekommt man wieder richtig Lust auf einen Neuwagen...

Viel Spaß und Freude weiterhin. 

Danke Mike.

Ja, so ein Neuwagen hat irgendwie was. Nur die Angst vor der ersten Beule oder dem ersten Kratzer ist groß, das hatte ich mit dem Civic alles schon hinter mir.

Seit heute habe ich den ersten Durchschnittsverbrauch. Es sind glatte 5 Liter auf 100 km geworden, der BC sagte 4,6.
Also...es ist ein Honda, er lügt mich an. 😁

Denke der Verbrauch sinkt noch nach der Einfahrphase und wenn mein Spieltrieb mit dem CVT-Getriebe nachlässt.

Auf der Strecke war alles dabei. Berufsverkehr, Landstraßen und Autobahn bis max. 150 km/h. Das Ganze fast ausschließlich mit Klimaanlage. Der Civic hätte da bei rund 6,2 Litern gelegen.

Bin sehr zufrieden, meine Erwartungen wurden sogar etwas übertroffen.

Die ersten 1.000 km habe ich heute vollendet, Zeit für ein kleines Resümee.

Normalerweise fahre ich diese Strecke nicht innerhalb einer knappen Woche, aber natürlich bin ich noch ganz heiß auf dieses tolle Neuwagengefühl und fange ja gerade erst an alle Eigenheiten des Wagens neu zu entdecken.

Mein Motorrad wartet derweil geduldig unter seiner Plane, es hat jetzt starke Konkurrenz bekommen. War es bisher Spaß- UND Sparmobil, fällt Letzteres nun weg. Denn der neue Vierradler verbraucht kaum mehr. Nun ja, den Funfaktor eines Moppeds ersetzt der Jazz nun doch noch nicht ganz. 😉

Ich fange mal wegen DEM Thema an, dem Hybridantrieb und was er aus mir macht.

Das ist schnell erzählt, er macht gar nichts aus mir. Ich fahre ganz genauso wie vorher auch, nur das selbst Schalten fällt weg. Ich passe die Beschleunigung an das Verkehrsgeschehen an ohne ausschließlich den Ökogedanken zu hegen. So habe ich die Farbwechselei im Tacho abgestellt, die mir bei ökonomischer Fahrweise helfen soll. Die gleichmäßig blaue Beleuchtung macht mich mehr an, und ich brauche auch keinen Ecoguide, bin ich doch ein mündiger Fahrer und mag mich auch so fühlen.
Aber Halt, so mündig bin ich dann wohl doch nicht, Automatik, Benziner, E-Motor und das ganze Strommanagement machen doch irgendwie was sie wollen. Und alle zusammen lassen mich im Großen und Ganzen im Unklaren darüber was für ein Spiel die da treiben.

Sehen kann ich nur das Ergebnis...und dieses überzeugt.

Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich den BC wieder auf „0“ setze um immer wieder neue Gegebenheiten zu testen und dabei den Verbrauch zu beobachten. Am Ende dümpel ich immer wieder am gleichen Wert rum. Sei es nun eine Strecke mit auch mal schnellerem Autobahnanteil (mit Rückweg über Stadt und Land), ein Landstraßenversuch oder die Rushhour in der City. Bin ich dann mit meiner Strecke am Ende finde ich Verbrauchswerte von 3,9-4,6 Liter auf der Anzeige wieder. Diese schalte ich vorher immer extra ab, um mich nicht weiter beeinflussen zu lassen.

Somit ist gut erkennbar, dass der Wagen seinen angegebenen Normverbrauch ohne spezielle Kniffe des Fahrers schaffen kann. Ich fahre somit nicht ständig P&G, habe keine Teile des Kühlers verklebt und auch die Reifen nicht mit reichlich Überdruck versorgt. Ich fahre einfach normal und natürlich wie immer vorausschauend.

Wenn ich dann doch mal versucht habe betont sparsam zu fahren, war tatsächlich noch knapp ein halber Liter weniger möglich, aber das Fahren erfordert dann zu viel Aufmerksamkeit und der Spaß am Fahren bleibt auch etwas auf der Strecke. Immerhin habe ich auch damit die anderen Verkehrsteilnehmer nicht belästigt.

Erstaunlich früh schaltet sich Start-Stop hinzu. Heute bei 14 Grad Außentemperatur ging der Spaß schon nach 500 m und rund 1,5 Minuten Fahrt los. Die Wassertemparatur hatte gerade erst die 50 Grad überschritten. Finde ich ja doch recht früh. Klar, macht er nicht, wenn ich Klima oder Heizung laufen lasse.

Letzte Worte zum Antrieb. Er ist wie gesagt sehr schön leise, bei normaler Fahrt passt das CVT die Drehzahl sehr gut an das Fahrgeschehen an. Keine wirklich unnatürlichen Laute dringen an mein Ohr.

Aber der Wagen kann auch anders, nämlich wenn ich ihn richtig fordere. Dann ist die Drehzahl schnell bei 4.000 Touren, ein bißchen Gas mehr und er springt auf 5.000 Touren. Ja, dann ist Leben in der Bude, es ist schon recht laut. Das aber nur für kurze Zeit, denn der Wagen beschleunigt dann sehr ordentlich und man kann wieder entspannt sein anvisiertes Tempo halten. Die Drehzahl sackt stark in den Keller (bei jeder Geschwindigkeit) und schon ist wieder Ruhe, Windgeräusche übernehmen die tonale Untermalung. Aber auch diese sind sehr erträglich. Für mich ein klarer Fortschritt, der Jazz ist der leiseste je von mir gefahrene Wagen.

Das Raumgefühl ist weiterhin einfach großartig, hinten wie vorne sitzt man sehr gut, hinten auch Große. Über den phantastischen Stauraum lasse ich mich nicht weiter aus, hier hat der Jazz nun mal ein Alleinstellungsmerkmal.

Auch das Fahrwerk überzeugt mich, es dämpft gut und vor allem leise, bleibt dabei recht komfortabel. Vor allem habe ich nicht das Gefühl in einem Kleinwagen zu sitzen. Der Wagen federt ausreichend „erwachsen“.

So, bevor nun jemand denkt ich würde hier den Wagen krampfhaft in den Himmel loben wollen, es gibt auch Kritik.

Die Lenkung ist doch ein bißchen sehr leicht und etwas rückmeldungsarm. Sie ist überaus präzise, so ist es nicht, aber dieses leicht entkoppelte Gefühl bleibt.

Dann noch die Bremse. Sie packt kräftig zu, das ABS regelt super, gefühlt reiße ich beim Bremsen den Asphalt auf. Jedoch ist der Übergang vom elektrischen zum mechanischen Bremsen immer spürbar und irritiert mich noch immer etwas. Zumal der E-Motor oft kurz vor dem Übergang den Generator noch mal richtig raushängen lässt und die Bremswirkung erhöht. Somit ist mein Bremsvorgang zuweilen noch leicht unharmonisch. Zudem ist es echt schwer die Beläge und Scheiben richtig einlaufen zu lassen, da die reguläre Bremsanlage kaum gebraucht wird. Ich hätte nie vermutet, dass nur der Generator allein ein so starkes Bremsmoment erzeugen kann.

Was noch etwas negativ auffiel: Die Konservierung des Wagens ist verbesserungswürdig, viele überlappende Bleche, die gerade mal einen Hauch von Grundierung abbekommen haben, auch der Unterboden, obwohl größtenteils verkleidet, wurde von mir schon nachbehandelt. Zudem sind alle Bleche bei dem Wagen extrem dünn, die Klopfprobe lässt das Ganze nicht so wertig wirken.
Wobei ich feststellen muss...viele Fahrzeuge stehen ganz genauso da, es wird halt gespart an allen Ecken und Enden. Aber man wird das Gefühl nicht los, dass einen der Autohändler auch wirklich nach spätestens 10 Jahren wiedersehen will. 😉

Ansonsten ist die Verarbeitung sehr ordentlich, alle Klappen und Türen schließen leicht und sauber, die Spaltmaße erfreuen mein Auge und auch auf Kopfsteinpflaster ist dem Innenraum nichts Fieses zu entlocken. Eine reine Wohltat nach meinem Reinfall mit dem Honda Civic davor.

Jetzt mag ich nur hoffen, dass meine Zufriedenheit bleibt und gern auch wächst. Das Wichtigste jedoch erst mal: Ich habe meinen Fahrzeugwechsel nicht bereut.

Weitere Eindrücke werden sicher noch folgen, aber für heute war es das erst mal.

Nun muss ich auch mal zu Wort melden.
Gratuliere dir zu deiner Errungenschaft, kann die Freude verstehen und wünsche allzeit gute Fahrt.
Ich hatte Anfang der Woche meinen Honda Civic Hybrid in der Werkstatt und der Meister bot mir verschiedene Varianten als Werkstattwagen an.
Aus technischem Interesse entschied ich mich für den Laubfrosch Honda Jazz Hybrid Elegance versehen mit witzigen Seitenaufklebern. Fiel mit seiner lustigen frischen Farbe überall auf und auf jedem Großparkplatz findet man ihn schnell wieder. Er leuchtete schön und ist ein Exot in der Menge.

Ich fuhr damit ca 150 km in Berlin und Umland bei etwa 35° Außentemperatur, mit Klimaautomatik auf 23° und meistens mit Econ ein.
Bei der Abgabe standen 4,2 l auf dem BC. Der Meister freute sich und meinte: Man merkt - Hybridfahrer. Es kämen welche oft mit 6,5 l wieder rein.
Ich glaube man kann im Schnitt mit echten 4 l hinkommen, denn man hat ja doch etwas gespielt mit Gaspedal und Schaltwippen und...

Ich kann deinen letzten Bericht voll unterstreichen. Ich war von dem Konzept angenehm überrascht und verglich natürlich mit meinem Civic Hybrid.
Auch hier muss man sagen das ganze Gelabere der „Fachjournalisten“ über CVT und laut, zäh und... ist totaler Quatsch. Kenne ich aber schon vom Civic.

Das Wägelchen ist geräumig, geniales Kofferraumkonzept, man sitzt recht bequem, er ist recht flott unterwegs (auch mit Econ schafft man es meist als erster von der Ampel) und sparsam mit weniger technischem Aufwand als bei Toyota (lass dich im Priusforum nicht verheizen!), sehr gut ausgestattet (wenn manches auch Spielerei ist – aber wer es braucht).
Was mir besonders gefiel war der leichte Übergang in den EV-Modus, teilweise sogar bei 60 – 70 kmh. „Aber die Hondas können ja nicht elektrisch fahren „ sagen die Ahnungslosen. Das konnte er besser als der Civic Hybrid. Da braucht man doch ein sensibles Füßchen. Hier ging alles von selbst und unbemerkt.
Nicht so gut fand ich die etwas „schwitzigen“ Sitzbezüge, weil die Klimaautomatik im Stand die Leistung spürbar zurück nimmt. Bei 25 ° draußen sicherlich auch nicht so wild.
Mir fehlten auch die Mittelarmstützen beim Beifahrer, zumal auch die in den Türen zu tief sitzen.
Völlig daneben ist der auch unter Berücksichtigung der sehr guten Ausstattung hohe Preis. Da kann man sich auch noch woanders umsehen, denn andere Mütter haben auch schöne Töchter. Selbst mein Meister meinte, für das Geld bekomme man auch einen erwachsenen Wagen (die führen u.a. auch Renault, Kia, Hyundai)
Als ich wieder in meinem Civic Hybrid saß, war mir die besser regelnde Klimautomatik, die besseren Sitze und das bessere Abrollen auf etwas schlechteren Straßen wieder angenehm.
Alles in allem war es eine interessante Erfahrung mit einem durchaus zu empfehlenden Honda. Ich würde die Ausstattungsvariante mit Ledersitzen bevorzugen, aus eigener Erfahrung angenehmer in Sommer und Winter.
Viele Grüße und gute Fahrt
hymax

Schön, noch ein Hybridfahrer. 🙂

Ja, der EV-Modus funktioniert auch außerhalb der von Honda angegebenen Werte. Beim Ausrollen schaltet er sich teilweise schon bei 90 km/h dazu, jedoch lässt sich die Geschwindigkeit dann nicht halten, aber man kann den Ausrollweg verlängern. Und er schaltet sich bei genau Tacho 20 km/h hinzu, wie ich heute im Stau auf dem Stadtring feststellen durfte.
Die Klimaautomatik arbeitet sehr gut, man muss aber den Eco-Modus rausnehmen. Dann wird die Priorität auf die Belange des Fahrers gelegt.

Der Preis ist happig, für meine Tageszulassung lag er aber im Rahmen. Aber immer noch teurer als ein vergleichbarer Yaris Hybrid.
Aber der kann vieles nicht so gut wie der Jazz, beim Sparen ist der Toyota allerdings einsame Spitze.

Wie lange hast Du denn Deinen Hybriden schon? Bisher irgendwelche Probleme?

Manchmal sehe ich einen auf dem Stadtring in diesem schönen hellen Blau. Wäre ein Wagen für mich gewesen, wenn die Rückbank umklappbar wäre. Ansonsten eine klassische Schönheit.

Ja, im Priusforum sind einige seltsam, die meisten aber sehr nett. Und sie freuen sich über Berichte anderer Fahrzeuge mit Hybridantrieb.

Doppelpost

Zitat:

Original geschrieben von hungryeinstein



Wie lange hast Du denn Deinen Hybriden schon? Bisher irgendwelche Probleme?
Manchmal sehe ich einen auf dem Stadtring in diesem schönen hellen Blau. Wäre ein Wagen für mich gewesen, wenn die Rückbank umklappbar wäre. Ansonsten eine klassische Schönheit.

Fahre ihn in silbermetallic und der "Lederausstattung" seit Anfang 2007. Hatte vorher einen Toyta Corolla mit immer wiederkehrendem Rost, obwohl ein Japaner. Werkstatt war tadellos und wollte mich damals zum Prius bewegen. 

Habe vor dem Kauf beide in umfangreichen Probefahrten verglichen.

Am Prius gefielen mir nicht: die Form, die Sitze und die etwas plüschige Innenausstattung, das "synthetische" Fahrverhalten und der Preis.

Der Civic Hybrid war damals mit seiner Ausstattung  auch preislich attraktiver. Der Mehrverbrauch des Honda wird durch den geringeren Preis mehr als kompensiert. Der Fahrkomfort war auch angenehmer und sportlicher.

Wir sind nur zu zweit und da reicht der Kofferraum allemal. Die Langläufer im Winter kommen hinten schräg hinein. Auch eine Teppichrolle läßt sich schon mal transportieren. Im Jazz natürlich eleganter.
In der letzten Zeit wurden die Reisen mit dem Auto weniger, deshalb nur etwa bisher 45 tkm. Bisher ohne Probleme die auf das Auto geschoben werden können. Die 12 V-Batterie wurde nach einem Jahr auf Garantie erneuert, ein Softwareupdate soll die Hybridakku-Lebensdauer erhöhen (damals noch 8 Jahre oder  160 tkm). Seitdem geht Start-Stopp früher rein und EV istleichter zu erreichen.
Ansonsten nur zwei Schäden durch Deppen verursacht (Einbruchversuch an Hintertür mit Glasschaden und Scheinwerfer angebrochen mit Fahrerflucht). hat ja mit der Qualität des Autos nichts zu tun. 
Die Hybride kommen alle noch aus Japan ( Identnr: JHM......S.....).
Beim Jazz würde ich mir überlegen eine Unterbodenbehandlung zu machen bzw. machen zu lassen, eventuell mit Hohlräumen.
Gegenüber meinem Civic sah der Unterboden beim Jazz spärlich aus.
Du hast ja auch schon einige der Spielereien abgeschaltet, die Priusfans so lieben und um letzte Zehntel feilschen. Würde ich auch tun. In meinem Hybrid gibts zwei Anzeigen fürs IMA-System: Laden und Elektromotor im Rennen oder nicht. Reicht völlig aus.
Ich verstehe auch nicht warum in vielen Testberichten steht: Bedienelemente der Klimaanlage zu tief. Einmal auf Automatik eingestellt und gut ists. Wozu Automatik und dann daran fummeln?
Ist ja auch im Jazz gut gelöst.
Auch den Radiobetrieb mit 6 Lautsprechern fand ich gut. CD könnte man sich sparen. USB rein und man hat fast seine ganze CD-Sammlung drauf.

Ich verstehe die Honda-Politik in Deutschland ohnehin nicht.
Der Civic Hybrid (eigentlich ein Ableger vom Acura) wird ja noch produziert- sogar jetzt mit Lion und besserem Gepäckraum.
Interessant sind auch die Civic 4-Türer mit Benziner oder Gas.

Aber ein Deutscher fährt halt deutsche Autos, z.B. Audi mit Motor aus Ungarn, Touran aus Bratislava (Slowakei) und...

Das mit der Versiegelung ist teilweise schon passiert. Habe bereits etwas Konservierung in die Türen geblasen und überall wo ich rankam die überlappenden Bleche mit Wachs behandelt. Teile des Unterbodens haben auch schon Unterbodenschutz erhalten.
Aber für das volle Programm muss er auf die Hebebühne.

Ich habe mit dem Wagen gar nicht unbedingt vor um das letzte Zehntel zu feilschen. Ich habe den Hybrid eher aus anderen Gründen gekauft.

Einen Jazz wollte ich eh, genauso wie die Automatik und der Wagen sollte auf keinen Fall mehr verbrauchen als sein Vorgänger. Zudem wollte ich mich mit der Ausstattung gegenüber meinem Civic nicht unbedingt verschlechtern.
Die Wahl war schnell gefallen, der Hybrid kostet nicht soviel mehr wie der vergleichbare Standard-Jazz.

Und der zweite Punkt war das kräftige Drehmoment. Es ist herrlich wie entspannt und kräftig sich der Wagen in Bewegung setzt. Dafür musst Du sonst aber gut Drehzahl machen und reichlich im Getriebe rühren.

Der Hybrid ist für mich weniger Sparmobil, die Technik fördert ganz klar den Fahrspaß, darauf kam es mir in erster Linie an. 🙂

Würde er jetzt also wie sein Vorgänger rund 6 Liter Sprit auf 100 km verbrauchen, ich hätte ihn trotzdem gekauft.

Es ist echt kaum zu glauben, mehr Komfort, weniger Lärm, mehr Entspannung, mehr Power...und dann auch noch ein herrlich niedriger Verbrauch. Einfach toll. 🙂

Super Bericht,

Frage:
im I-net sind Videos von JH Fahrern,die voll elektrisch bis ca 50kmh anfahren.
Hast du das schon mal probiert?
Leider sieht man nicht ob es bergauf,gerade oder bergab geht.
Zum Yaris Hybrid.
Vorteile sehe ich nur im Preis, im ca. 0,5 Liter niedrigeren Verbrauch und der Geräuschdämmung speziell in den Radkästen.
Beim Jazz einfach "grauenvoll".Wenns regnet denkt man hinten das Fenster ist offen.
Könnte man aber zumindest hinten mit Dämmmat. unter den Verkleidungen lösen.
Und ja,zumindest Chinajazz haben an bestimmten Stellen schon nach einem halben Jahr Rost.
(Deiner kommt aber aus Japan)
Selber an einem Leihwagen schon gesehen.
Ansonsten kann bei allen anderen Eigenschaften bei Toyota nur der Verso S mit dem Jazz mithalten.
Den gibt es aber nicht als Hybrid und er verbraucht mit 100PS ca 2 Liter mehr wie der JH.
Was aber leider nicht so schön ist,man bekommt auf ein deutsches Bestellfahrzeug max 19% Rabatt und beim normalen Jazz aber 28%.Beim Yaris Hybrid sind es 21%.

@kehra27p9
Hast du ein Link zu einem Video?

@hungryeinstein
Unsere beiden Autos sehen sich ziemlich ähnlich ;-)

Viele Grüße
Stephan

@ kehra27p9

Also ein elektrisches Anfahren bis 50 km/h ist meiner Meinung nach nicht möglich. Sobald man von der Bremse geht ist der Benziner an. Das elektrische Fahren funktioniert bei mir erst ab 20 km/h, ein Beschleunigen bis 50 km/h würde zumindest sehr lange dauern, wenn man nicht zumindest ein leichtes Gefälle hat.

Bin bisher noch nicht bei Regen gefahren, mal schauen ob es wirklich so laut ist, dann werde ich die Radkästen mit Bitumen ausstreichen.

Ja, Rabatt beim Hybrid ist nicht so dolle, aber ich war am Ende zufrieden.

@ StepAlp

Ja, der neue und der alte Jazz sehen sich tatsächlich sehr ähnlich. Eine Bekannte von mir fährt auch das Vorgängermodell in blau, schönes Bild, wenn die ab und an nebeneinander auf dem Parkplatz stehen. 🙂

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