Zylinderkopfdichtung

Mercedes W201 190er

Hallo Leute,

ich hab ein GROSSES Problem mit dem 190er (201 - 2.0 Ltr, BJ 92)

Ich hab eine defekte Zylinderkopfdichtung - soweit hab ich das schon festgestellt. Jetzt ist der Motor soweit offen, dass auch die Kette bereits vom Steuerrad.

Jetzt hab ich das Problem, dass ich nicht weiß wie ich den Kopf runterbekomme, weil diese doofe Kettenführung rechts im Kopf nicht "beweglich" ist und somit die Kette immer noch am Kopf "fest" dranhängt. Wie krieg ich das Teil rauß??

Muss ich die Kette dazu irgendwie aufmachen? Wie krieg ich diese Kettenführung rauß, weg oder irgendwie beweglich?

Notfalls würde ich auch jemanden anrufen - kann mir irgendjemand einen schnellen und hilfreichen Tip geben?
Ich wohne im Raum AIC/DAH - müßte auch keiner Umsonst vorbeikommen!! BITTÄÄÄÄÄÄ!!! Hillllfffffffffeeeeeee!!!!

Thanks im voraus!

Torsten

20 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von XJPaul


Schau mal da nach.
http://....koenigsnet.rwth-aachen.de/.../index.htm. Unter wokin findest Du nette Bilder.
XJPaul

Gute Seite 😁

Der Einstieg lauter aber eigentlich so:
www.einsachter.de

Alex

Sorry, hatte von meinem Diesel gesprochen. Vielleicht hätte ich das nicht erst zum Schluß schreiben sollen.

Für die 18 Schrauben habe ich 20 Euro bezahlt: Gut, dafür muß man auch jemanden kennen. Selbstverständlich ist der Gang zum örtlichen MB-Vertragspartner mit höheren Kosten verbunden...

Ich denke dem ist von meiner Seite her nichts mehr hinzuzufügen.

Gruß Torsten

Danke Leute für die Tips - aber nur mal zur Info, ich hab eine GUTE Anleitung zur Hand, nicht der Etzold (oder wie das Ding heißt) aber was verdammt gutes.

Na ja, bis auf die Kleinigkeit mit den blöden Bolzen war alles dringestanden. Egal - hier jetzt der Abschluß der ganzen:

Mein Glück war, dass ich lediglich den "oberen" Bolzen übel zugerichtet habe. Nach eurer Information (thanx noch mal an alle hier) hab ich also dann so einen Abzieher gebaut. Es lebe die Physik - ging ohne Anleitung. Schraubgewinde, Schweißgerät, ein paar Muttern und fertig.
Und der untere war dann auch relativ schnell draußen. So, jetzt hatte ich noch den oberen vor mir. Gewinde rein, schrauben und - knacks! - ich hatte immerhin 3 mm von dem Bolzen heraußen - während der Rest noch im Kopf war.

Zu diesem Zeitpunkt war auch schon bereits der Kettenspanner und das Stirnrad drunten. Kette war beweglich.

Und von jetzt an war der Moment, wo es richtig lustig wurde.

Bohren wollte ich nicht (*sfg*) also, hab ich ein Frotteehandtuch genommen - neu und ungebraucht - es unter die Kettenführung geschoben, den Rest von dem "Loch" unter der Kette auch noch mit dem Handtuch zugestopft - fertig.
Schraubenzieher an die Kettenführung angesetzt, kurzer, nicht mal kräftiger Schlag mit einem Hammer und es ward kaputt. Dank dem Handtuch konnte auch nix nach unten fallen. Handstaubsauger rauß, reingesaugt, der Plastikdreck war draußen, die Kettenführung auch. ERGO - noch der Bolzen.
Da der eine Kerbung hatte, wieder der Schraubenzieher und der Hammer. Vorsichtig - und ich meine auch vorsichtig, den in Richtung Öffnung getrieben. Knapp 4 mm gingen, dann war Feierabend. Aber das Stück hat gereicht.
Wasserrohrzange x 2 (eine zum Biegen, eine zum Halten) den Bolzen verbogen. Durch das verbiegen ist das Ding auch schnell abgebrochen. Sauber - ohne Splitter. Dann den Rest durch den Kopf und - èt viola - freie Sicht durch's Bolzenloch.

Der Weg war frei für die Kopfschrauben. Also, exakt nach Plan geöffnet - und siehe da - zwei Stück waren so dermaßen Festgefressen, dass gar nix ging. Das Innengewinde war ab.
Herzlichen Glückwunsch & neuer Kopf? Iwo - noch lange nicht!

Also, zuerst hab ich es mit SCHWEISSEN versucht. Die Nuss auf den Bolzen (ich mein schon die Kopfschraube) festgeschweißt, aber bereist mit 3 kg druck ging nix. Gar nix. Muss dazusagen, bei Audi hat's funktioniert. Aber - hey - Audi is halt ned Benz.
Also weiter. Größere Nuss besorgt, die dann mit einem Hammer überredet in dieser doofen Kopfschraube Platz zu nehmen - und draußen war se. Das selbige mit der zweiten Schraube.
Ich hatte nur noch die Möglichkeit entweder mit Gewalt oder den Kopf zerschlagen, weil die Schrauben nicht mehr gingen. Also, blieb sozusagen nix mehr anderes übrig.

Kopf runter & freie Sicht auf die Dichtung *würg!* - mein Gott, die hat übelst ausgesehen.
So, jetzt war das Problem - wie kriegste den Kopf und den Block sauber? Da dann nochmal - wie bei Audi. Bohrmaschine, eine Reinigungsscheibe (gibt es bei OBI für 12,95) und KEIN WASSER!
Diese Reinigungssscheibe ist wie ein Kratzbelag bei einem Schwamm. Und für alle die sich jetzt an den Kopf langen:

1. Dafür brauchst du mehr als nur ein bischen Gefühl. BITTE ERST MAL AUF EINEM BLOCK ÜBEN (!) - kein Scherz - denn nur ein bischen zuviel und der Kopf oder Block ist wirklich hin.

2. Stellt euch das nicht so einfach vor. ABER immer noch besser als wie manch anderer Wahnsinnige, der dann SCHLEIFPAPIER - und wenn es noch so fein ist - hernimmt.

Das war der Grund warum ich mit einer Reinigungsscheibe drauf ging. Der Dreck geht wirklich runter bis auf das Metal - und nur zur Info - das ist nicht das erste mal, dass ich einen Kopf sooo sauber mache.

Inzwischen läuft der Benz wieder - sauber, brav und ohne Öl im Wasser (des kommt morgen auch nochmal rauß)
Die Kopfdichtung ist ansich bei Benz kein Problem, außer irgendwelche Kopfschrauben sind EINGEROSTET (keine Ahnung wie, aber da war echt ROST dran).

Was ich aber auf KEINEN FALL empfehle - die alten Schrauben wieder herzunehmen. ES SIND DEHNSCHRAUBEN!!!
Die Dinger kosten (24,50 bei mir) nicht die Welt - der komplette Satz bei Mercedes (Reperatursatz 190 Zylinderkopfdichtung) lediglich 80 Euronen INCL. aller Dichtungen und Schrauben.
Das nächste mal wenn mir wieder ein 190er zwischen die Finger kommt werd ich auf alle Fälle den Satz nehmen. Was ich so gesammt bei ATU gezahlt habe, übertrifft die 80 bei weitem.

Egal, der Benz läuft wieder (*saumäßgigrins*) und danke an alle die hier mitgeeifert haben und - natürlich auch für die hilfreichen Informationen hier.

Gruß aus Bayern,

Torsten

*/ OFFTOPIC ON /*

@Mrs. Boogle

??? Fan ? Der Karpatenhund - Ich hab auch noch alle Folgen... 😉

*/ OFFTOPIC OFF /*

Gruß Schwindel

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Zitat:

Original geschrieben von torstenj


Was ich aber auf KEINEN FALL empfehle - die alten Schrauben wieder herzunehmen. ES SIND DEHNSCHRAUBEN!!!

Das wußten doch alle bis auf du selber 😁

P.S.: Ich hab damals trotzdem die alten Schrauben wiedergenommen. Wenn die innerhalb einer gewissen Toleranz liegen besteht kein Grund die zu wechseln.

Dann läuft der Benz ja wieder, gute Fahrt 😉

Schwindel

Tach!

Wenn das mit dem Bolzen nicht drinstand, dann kann es ja mit der Anleitung nicht weit her sein. Egal, manchmal ist es hilfreich die Dinge von verschiedenen Standpunkten aus zu sehen (Büchern/Anleitungen).

Du hast die Reste mit einer Schleifmaschine abgeschmirgelt?? Krass, das hätte ich mich nicht getraut... Eine Art messerscharfer Spachtel hat bei mir die Reststücke wegbekommen - die alte Dichtung war glaube ich noch aus Asbest (alles Natur!!)

Rost an den Schrauben ist wirklich außergewöhnlich. Da ist aber nicht zufälligerweise Kühlmittel drangekommen, das sich durch den Block gefressen hat?? Korrodiertes Alu hab ich bei meiner Reparatur auch gehabt: Anschlußschraube ZK an Krümmer vom Wärmetauscher der Dieselheizung. 2 bis 3 mm sind da kein Problem...

Schön, daß die Sache noch gut für dich ausgegangen ist, war ja keine leichte Geburt!

@Schwindel: Wurde von meiner Freundin mit ??? infiziert. Sie hat 1-64 auf Kassette, den Rest auf CD. Die neuen kann man sich beim Autofahren ganz gut anhören...

Gruß Torsten

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