Zur Zeit viele Kombis auf den Schrottplätzen
Hallo
Zur Zeit haben viele Schrotter, die sich auf alte Mercedes spezialisiert haben die Höfe voll mit S124.
Einerseits gut, da es viele Kombi relevante Ersatzteile zu günstigen Tarifen gibt, anderseits schade.
Ist der Kombi rostanfälliger als Limo oder Coupe ?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von MadeInGermany
Zudem: es gibt einfach zu viele 124er, mehr als gebraucht werden.Darum glaube ich nicht dass die Preis anziehen...vielleicht mal in 10-15 Jahren etwas.
Man bekommt doch die 124er aktuell quasi geschenkt...und das wird m.E. immer schlimmer werden in den nächsten Jahren.
Außer ein paar Freaks will die Karren doch keiner mehr....und die meistens auch nur weil sie sich kein teureres Autos leisten wollen / können.
Grüße
Also ich weiß ja nicht wo Du lebst, aber für nen anständigen Kombi zahlst Du ungefähr ab 8000 Euro aufwärts.
Und von 10 Autos sind 9 grundsätzlich erheblich wartungsbedürftig.
Geschenkt gibt es nichts, und schon gar keinen 124er.....Und es gibt auch nicht zu viele davon.
Such mal bundesweit nach nem Mopf 2 mit vernünftiger Laufleistung, 6 Zylinder und in gutem Zustand.
Du findest davon maximal 10 Fahrzeuge. Und davon sind 5 wieder Mist.
Ich kenne ausserdem niemanden der nen W124 aus kostengründen fährt, dafür ist so was nämlich zu teuer im Unterhalt. So Leute fahren Golf 3 oder Ford Ka.
Ich kenne so einiges an Leuten die nen 124er fahren, und der Grund dafür dass sie es tun ist eigentlich immer gleich.
Das Auto hat nen unvergleichbaren Nutzwert. Du kannst hinten in das Auto ne Europalette mit 400 kg reinstellen, und das bei Bedarf mit 220 Km/h über die Autobahn fahren, über nen Feldweg fahren ohne dass das Fahrwerk danach neu muss. Beim rückwärts einparken nimmst Du ausversehen nen Poller mit, musst danach aber nicht zum Lackierer sondern wischt die Betonbrösel von der optimalerweise nicht lackierten Stoßstange.
Anschließend fährst Du nen halben Kindergarten spazieren und hälst zur Reinigung einfach nen Dampfstrahler da rein, lässt trocknen und gut ist. Keine Elektronikprobleme oder Ähnliches.
Dann gehts durch die Waschanlage und am nächsten Tag fährst Du damit bei ner Großkanzlei zum Bewerbungsgespräch, und Dich guckt keiner schief an mit was für nem Auto man da angefahren kommt.
Die Autos sind qualitativ sehr hochwertig, sind einfach unglaublich gut gedacht, es gibt keinerlei Defizite an dem Auto die durch Gedankenlosigkeit der Ingenieure entstanden wäre, man hat nen unglaublichen Nutzwert und trotzdem ein hochmodernes Fahrwerk, was weitesgehend bis heute aktuell ist.
All diese Eigenschaften vereint kein anderes Auto.
Die Leute die sowas haben verkaufen das nicht weil es dafür einfach keinen Grund gibt. Die Autos halten erstmal sehr lange, verschleißen sehr kalkulierbar, und sind dann human in den Reparaturkosten.
Den hat Opa gehabt, dann wurde der vererbt und sollte eigentlich verkauft werden, aber irgendwie hat Enkel dann doch festgestellt der fährt gut und funktioniert, und dann wurden aus 2 Monaten Übergang 10 Jahre.
Dann is da noch der der eigentlich nen W203 kaufen wollte, und dann irgendwie auf den 124er kam weil der nichts schlechter kann.
Am besten sind eigentlich die Eltern von meinem Kumpel.
Die haben 1989 nen 230 TE Sportline mit sehr guter Ausstattung neu erworben. Der wird im Sommer wie im Winter normal benutzt. Ich bin den vorhin gefahren, der hat 380.000 km runter und wurde immer ganz normal gewartet. Und was soll ich sagen? Wenn da immer einer was macht, dann sieht der auch nach nem Vierteljahrhundert so aus wie bei Auslieferung, und fährt auch so.
Da poltert nichts, der sieht nichts ramschig aus, das ist einfach ein normales gutes Auto.
Solche Leute fahren das eben weil es keinen rationalen Grund gibt was anderes zu kaufen.
Man darf sich nur nicht der Illusion hingeben dass das umsonst ist. Nen W124 in Schuss zu halten ist teuer, wenn das Fahrwerk einmal neu kommt dann kostet das grob 5.000 Euro.
Das geben 95% natürlich nicht dafür aus, was bedeutet dass 95% der W und insbesondere S124 da draußen ziemlich weit entfernt von dem Zustand sind in dem sie sein könnten.
Die Wagen fahren grundsätzlich immer, gehen nicht über Nacht kaputt, werfen nie überraschend 4 stellige Werkstattkosten auf.
Wir haben in der Familie ein ganzes Arsenal an Autos zwischen 1988 und 2013, da ist alles mögliceh dabei. Von W164 über nen W463, W211er, F10er BMW, alter Saab, W126, W124, W201.
Und kein Auto davon kommt ohne Reparaturen aus, aber Totalausfälle haben immer nur die neuen.
21 Antworten
also ICH fahre 124er, weil es kaum ein günstigeres Autos gibt in der Größe...
Und Fahrwerk KOMPLETT machen mit GUTEN Teilen kosten ca. 1000 Euro...und da sind dann auch neue Brems- und Niveauleitungen mit drin....und einmal Unterboden grob entrostet und gefettet....und neue Bremsteile.
Habe ich nun zumindest schon öfter so gemacht.
Wenn ich mehr Geld ausgeben wollen würde fürs Fahren, täte ich mir was Modernes holen. Ein W212 z.B. fährt einfach erheblich geiler.
Aber da mich Autofahren nix kosten darf, bleibe ich wohl leider beim 124er...auch besondern weil Typklasse 17 und nicht weiß Gott was....
Ein 211er kosten schon fast 300 Euro mehr Versicherung im Jahr....ein Vermögen.
Das Fahrwerk komplett kostet mit qualitativ vertretbaren Teilen und machen lassen ungefähr 5.000 Euro wenn man das anständig macht.
Der W124 ist im Unterhalt kein billiges Auto, aber sehr leidenfähig bis gar nichts mehr geht. Wer billig ein großes Auto braucht sollte sich einen Volvo kaufe.
Können auch 6 werden, je nach Ausstattung... Und da sind dann noch nicht mal unbedingt Brems und Hydraulikleitungen mit drinnen...
1000€ lächerlich, habe ich für 2 Stoßdämpfer bezahlt...
Es stimmt leider, was wiele im Forum schreiben, der W124 fährt halt auch kurz vor dem Exitus noch gut. Darum sind auch so viele Autos in sehr schlechtem Zustand. Jetzt ist anscheinend gerade die Zeit, wo diese Leute keine Plakette mehr bekommen und sich reparaturen aufgrund des Wartungsstaus nicht mehr lohnen.
Die wollen dann beim Verkauf oft auch noch richtig Geld für die Leichen !
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Ich hab draußen nen 300TE-24V stehen, der hatte noch Farbe drauf, paar Kratzerchen, untenrum hat den mal einer in Wagenfarbe lackiert, das plastik, ...
Die Geschichte ist mir nicht so genau bekannt, das Auto war annähernd voll ausgestattet, Reiserechner und Dachgalerie und Kofferraumsitzbank fehlen, sonst ist im Prinzip alles drin mit nem Neupreis der an der 150.000 Marks Grenze gekratzt haben dürfte. Das Auto fuhr, 330.000km auf der Uhr, neben ner neuen Fensterheberschiene sind sogar 2 neue Zubehörkotflügel drauf gekommen, mit Lack, also irgendeiner hat schon n bisschen was investiert, naja, dann schien der Tüv genau geschaut zu haben...
Im Grunde genommen, auch wenn man es dem Auto von außen kein Stück ansieht, ist die Karosserie tot. Der Tüv hat wohl erst den Schraubendreher und dann den Hammer angelegt, die Hinterachsaufnahmen sind weg, die Radhäuser um alle Gummistopfen rum handflächengroß durchgerostet, alle Wagenheberaufnahmen bestehen genau so aus Luft wie die Schwellerköpfe, die Radhäuser sind durch... Wie gesagt, von außen sah der aus wie n normaler Gebrauchtwagen, nicht richtig lieb gehabt, aber trotzdem immer irgendwie mal in einer Werkstatt gewesen, da haben sich die neuen Kotflügel nicht ausgezahlt, das TÜV-Urteil war endgültig . . . Karosserie Totalschaden.
So sind ettliche Unterwegs, wo es an den Radlaufkanten blüht, die Radhäuser schon durch sind, vorne wie hinten, aber wenn man nicht so richtig genau schaut, dann sieht man das alles nicht. Der Rost rostet unter der Elefantenhaut (PVC Unterbodenschutzt) und wenn man das sieht, ist dahinter schon alles weg...
Mitlerweile ist die Zeit, wo der TÜV dann grade bei den üblicheren äußeren Gebrauchsspuren die son Auto mitnimmt mal genauer hinschaut... Wer son Auto lange fährt, der geht dann irgendwann auch nicht mehr wegen jedem Kratzer zum Lackierer, oder investiert mal 1500€ in die Klimaanlage, oder kauft für 300€ n Holzbrettchen oder n Lenkrad, so nimmt der Zustand idr. eben ab, und irgendwann schaut der TÜV ganz genau, und dann kommt der Rost zum Vorschein. Das ist dann der Punkt, wo auch 124er nach 300.000, 400.000, 500.000 oder mehr KM irgendwann Richtung Schrottplatz geschickt werden...
Wenn dann noch n paar Bremsleitungen, ne Bremse hinten oder n Satz Querlenker auf der Mängelliste stehen, dann ist halt Feierabend...
Zum Thema Rost, ich habe mal ein wenig Gebrauchtpreise verglichen. Meine Meinung nun, dass die Mercedes Fzg. je nach Modell einen Wertverlust auf Briliance Niveau haben. Autos wie Daewoo oder Opel werden häufig rel. höher gehandelt. Schon erstaunlich, bei der daimlermässigen Selbsteinsortierung. Mein Mopf 1 steht so z.B. auch noch erheblich besser da als mein Mopf 2 , der bis auf die Innenkotflügel li u re auch schon kompl durchgeschweisst ist.
Ne, die Mercedes haben heut zu Tage einen Wertverlust auf BMW Niveau, aber um das mit Opel zu vergleichen müsstest du ja vergleichbare Autos haben, die gibts ja nicht :d