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Zulässiger Blitzer oder unzulässige Abzocke?

Themenstarteram 15. Mai 2011 um 21:10

Zulässiger Blitzer oder unzulässige (Schnellfahrer-)Abzocke? - das ist hier die Frage.

Auf der A12 etwa bei km 32 (Höhe Kersdorf / Briesen) ist eine Baustelle mit einer 100er Beschränkung.

Richtung Frankfurt stellte sich das dann heute Mittag folgendermaßen dar:

1) unbeschränkte Autobahn (mit wenig Verkehr)

2) Schild (IIRC links und rechts) mit 100 km/h Beschränkung

3) ca. 300 Meter dahinter ein Blitzer.

- keine Wiederholung des Tempolimits.

- und schon gar kein "Tempo-Tunnel" mit stufenweiser Absenkung der Geschwindigkeit.

Obwohl ich bereits in Sichtweite des Tempolimits nicht ganz zart auf der Bremse stand, war bei Erreichen des Blitzers immer noch mehr als genug Speed übrig.

a) ist diese Form der Verkehrsüberwachung überhaupt zulässig?

b) was soll ich in Zukunft tun?

b1) Richtgeschwindigkeit fahren und hoffen, daß die Bremswege wenigstens dafür ausgelegt sind?

b2) Einfach "den Anker werfen" und hoffen das der nachfolgende Verkehr für eine solch dämliche Aktion gerüstet ist.

Bevor jetzt ein paar Schulmeister auf den Plan treten: Ich will mich nicht herausreden. Ich bin zu schnell gefahren und werde meine Strafe erhobenen Hauptes in Empfang nehmen. Zu Fuß gehen ist gesund und mein Hund freut sich sicher auch darüber.

Mich interessiert nur die Rechtslage.

mfg, Tom

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46 Antworten

Reg dich niemals auf, das irgendwo ein Blitzer steht. Denn nur dort, wo Tempolimmits sind, da sind auch Blitzer anzutreffen. Reg dich lieber auf, warum irgendwo ein "sinnloses" Tempolimmit ist.

Kommt drauf an, warum da Tempo 100 ist. Das wissen meist nur diejenigen, die da blitzen, und die Anwohner. Deshalb kannst hier im Forum du keine genaue Antworten bekommen, außer ein Anwohner liest hier mit..

Zu den anderen Fragen. Es gibt in deutschland kein Tempolimmit. Die Autofahrer haben aber die Pflicht am Tempolimmit-Schild mit ausreichender Verzögerung die angegebene Höchstgeschwindigkeit zu ereichen.

Die Richtgeschwindigkeit beträgt nunmal 130 km/h.

Von 130 auf 100 runterzubremsen ist echt kein Problem.

300 Meter hinterm Schild den Blitzer aufzustellen find ich außerdem sehr nett, denn die könnten den auch direkt hinter dem Schild platzieren und würden somit mehr Geld einnehmen.

Von Abzocke keine Spur

am 15. Mai 2011 um 21:42

Zitat:

Original geschrieben von Tom_444

b2) Einfach "den Anker werfen" und hoffen das der nachfolgende Verkehr für eine solch dämliche Aktion gerüstet ist.

warum solltest du einfach den anker werfen? :rolleyes:

i.d.r. sind gerade auf autobahnen ohne tl solche schilder weithin sichtbar...wo liegt also das problem, sich rechtzeitig auf das tl einzustellen und die geschwindigkeit anzupassen?! :confused:

die anzahl der schilder "roter kreis, weißes innenteil mit schwarzer schrift" mit denen man eine geschwindigkeitsbeschränkung verwechseln könnte, ist nun wirklich sehr gering!

Zitat:

Original geschrieben von popeye174

300 Meter hinterm Schild den Blitzer aufzustellen find ich außerdem sehr nett, denn die könnten den auch direkt hinter dem Schild platzieren und würden somit mehr Geld einnehmen.

Der Blitzer darf nicht direkt am ersten Schild stehen, sondern muss einige Meter dahinter bleiben. Die Mindestentfernung zwischen Schild und Blitzer ist bei den Bundesländern unterschiedlich, und liegt zwischen 100 und 200 Metern. (Stand 1999)

http://www.radarfalle.de/recht/richtlinien/

Themenstarteram 15. Mai 2011 um 22:01

Zitat:

Original geschrieben von MagirusDeutzUlm

Zitat:

Original geschrieben von Tom_444

b2) Einfach "den Anker werfen" und hoffen das der nachfolgende Verkehr für eine solch dämliche Aktion gerüstet ist.

warum solltest du einfach den anker werfen? :rolleyes:

i.d.r. sind gerade auf autobahnen ohne tl solche schilder weithin sichtbar...wo liegt also das problem, sich rechtzeitig auf das tl einzustellen und die geschwindigkeit anzupassen?! :confused:

ich zitier' mich mal selbst:

Zitat:

Obwohl ich bereits in Sichtweite des Tempolimits nicht ganz zart auf der Bremse stand, war bei Erreichen des Blitzers immer noch mehr als genug Speed übrig

Dann werd' ich in Zukunft eben "punktgenau" das TL einhalten - mit reichlich Keramik und allerlei Elektronik ist das kein Problem.

Wer hinter mir fährt und auch etwas schneller reist, hat dann leider Pech gehabt.

mfg, Tom

am 15. Mai 2011 um 22:13

Zitat:

Original geschrieben von Tom_444

Obwohl ich bereits in Sichtweite des Tempolimits nicht ganz zart auf der Bremse stand, war bei Erreichen des Blitzers immer noch mehr als genug Speed übrig

300m bis zum blitzer...und zusätzlich noch die sichtweite des schildes...also mal MINDESTENS 400m...und trotzdem warst du noch so schnell, das du anscheinend ein fahrverbot fürchten musst? :confused:

du solltest schleunigst deine bremsen überprüfen lassen!

oder warst du mit einem schnellzug unterwegs? wobei selbst dieser auf dieser strecke fast bis zum stillstand runterbremsen könnte...

Zitat:

Wer hinter mir fährt und auch etwas schneller reist, hat dann leider Pech gehabt.

fataler irrglaube!

eine unverhältnismäßige vollbremsung von dir kann - selbst einer unterschreitung des vorgeschriebenen sicherheitsabstandes des hintermannes - zu einer teilschuld deinerseits führen...und da du dabei noch oberhalb der richtgeschwindigkeit unterwegs bist, biste eh mit im boot... :eek:

Dir ist schon bekannt, dass du dein Auto in dem Bereich, den du übersehen kannst, zum Stehen bringen können musst? Ist ja auch logisch, wenn du z.B. auf einen Stau zufährst. Wenn du nun stattdessen nur auf 100km/h verlangsamen musst, dann sollte das doch auf normale Art und Weise möglich sein, ohne voll in die Eisen zu steigen. Oder bist du mit Schallgeschwindigkeit unterwegs? Außerdem hast du ja nach eigenen Angaben weitere 300 Meter gehabt zum Verlangsamen. Insofern verstehe ich gerade deine Argumentation nicht.

Rechtlich zulässige Abzocke, wie immer.

Die Bremsung an sich ist ja technisch kein Problem, nur wer tut das schon.

Zitat:

Original geschrieben von MvM

Zitat:

Original geschrieben von popeye174

300 Meter hinterm Schild den Blitzer aufzustellen find ich außerdem sehr nett, denn die könnten den auch direkt hinter dem Schild platzieren und würden somit mehr Geld einnehmen.

Der Blitzer darf nicht direkt am ersten Schild stehen, sondern muss einige Meter dahinter bleiben. Die Mindestentfernung zwischen Schild und Blitzer ist bei den Bundesländern unterschiedlich, und liegt zwischen 100 und 200 Metern. (Stand 1999)

http://www.radarfalle.de/recht/richtlinien/

Richtig, das wollte ich auch gerade sagen. Bei uns sind es 200mtr.

Ich wurde mal ca. 50 mtr. nach dem Ortsschild mit 65 Km/h geblitzt, habe dieses dann angefochten und Recht bekommen. Es ging zwar nur um 20€, allerdings lass ich mir auch nicht alles gefallen.

am 15. Mai 2011 um 22:54

warst du auf lichtgeschwindigkeit?

300m Bremsweg und du hattest über 140?

dann must du bei geschätzten 672 km//h gewesen sein

und die sicht war bei 50m

Hut ab....

Alles unter Kontrolle?

Alex

am 15. Mai 2011 um 22:57

Zitat:

Original geschrieben von Tom_444

Zitat:

Original geschrieben von MagirusDeutzUlm

 

warum solltest du einfach den anker werfen? :rolleyes:

i.d.r. sind gerade auf autobahnen ohne tl solche schilder weithin sichtbar...wo liegt also das problem, sich rechtzeitig auf das tl einzustellen und die geschwindigkeit anzupassen?! :confused:

ich zitier' mich mal selbst:

Zitat:

Original geschrieben von Tom_444

Zitat:

Obwohl ich bereits in Sichtweite des Tempolimits nicht ganz zart auf der Bremse stand, war bei Erreichen des Blitzers immer noch mehr als genug Speed übrig

Dann werd' ich in Zukunft eben "punktgenau" das TL einhalten - mit reichlich Keramik und allerlei Elektronik ist das kein Problem.

Wer hinter mir fährt und auch etwas schneller reist, hat dann leider Pech gehabt.

mfg, Tom

Falsch der hat genug Sicherheitsabstan!

bei 672 km/h auch kein Problem

am 15. Mai 2011 um 22:59

Zitat:

Original geschrieben von Wraithrider

Rechtlich zulässige Abzocke, wie immer.

Die Bremsung an sich ist ja technisch kein Problem, nur wer tut das schon.

normale Menschen?

Normale Menschen lassen sich ausrollen du Held.

Zitat:

Original geschrieben von Tom_444

Mich interessiert nur die Rechtslage.

Im Prinzip ist die Rechtslage eindeutig: Das Limit gilt ab dem Verkehrszeichen und ab da kann eine Geschwindigkeitsübertretung vorgeworfen werden. Zwar gibt es Empfehlungen, die in Abhängikeit von bestimmten Begebenheiten einen gewissen Abstand vorsehen, diese besitzen aber keine rechtlich verbindliche Grundlage.

Davon unabhängig kann es im Einzelfall dennoch zum Erfolg führen, wenn man sich entschließt den Rechtsweg zu beschreiten. Mich hat man vor Jahren mal geblitzt, als nach der Beendigung von Bauarbeiten die Limitschilder einfach ein paar Tage stehen geblieben sind, offensichtlich um einige kostenpflichtige Fotos zu fertigen. Der Richter ist damals meiner Argumentation gefolgt, daß das Limit zu Unrecht bestand und dessen Überwachung daher nicht gerechtfertigt war. Ergebnis war ein reduziertes Bußgeld und ein Verzicht auf das Fahrverbot.

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