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Z10XEP -> Z12XE

Themenstarteram 13. Januar 2008 um 16:24

Hallo! Ich wollte mal fragen, ob man in einen Corsa C mit Z10XEP einen Z12XE einbauen kann, bzw. ob Steuergeräte, Bremsanlage usw. verändert oder ausgetauscht werden müssen.

 

MfG

Vanco

Beste Antwort im Thema

Der Thread ist zwar schon ein paar Tage alt, aber auf der Suche nach Infos bin ich darauf gestoßen und wollte der Nachwelt, oder Leute mit ähnlichen Plänen meine Erfahrungen berichten.

Zu mir: Student, Hobbyschrauber und bevor ich was mache, viel informieren

Die Ausgangslage: Ein 2006er Corsa C Z10XEP mit mehr Öl- und Kühlwasserverbrauch als Kraftstoffverbrauch.

Da ich vor 3 Jahren schonmal Kopfdichtung und Steuerkettengehäusedichtung usw getauscht habe, ging der Spaß von vorn los. Ich hatte definitiv keine Lust das wieder zu machen und dann zu hoffen, dass es wieder ca. 60tkm hält. Also musste eine Alternative her und ich suchte krampfhaft nach einem Unfallauto unter 100tkm und gleichem Motor um den Aufwand gering zu halten und wieder ein paar Jahre Ruhe zu haben. Ein Motor ohne Anbauteile kam aus Kostengründen und der Tatsache, dass man nicht weiß ob und wie er lief, nicht in Frage. Über einen Umbau auf andere Motoren habe ich nachgedacht, aber auf Grund mangelnder Erfahrung wieder verworfen.

Nachdem ich ein zwei gute Gelegenheiten knapp verpasst habe und mir die Zeit zu knapp war noch länger zu warten, rückte die Idee auf den Z12XE (oder besser) umzubauen wieder in den Kopf. Ich fand einen bezahlbaren 2004er Z12XE mit 40tkm und leichtem Überschlagschaden in der Nähe. Nach ein paar Telefonaten stand fest: der wird geholt. Vor Ort haben erstmal alle nur den Kopf geschüttelt, wir wegen dem Auto, der Verkäufer wegen meiner Pläne. Der Motor sprang einwandfrei an, alle Warnlämpchen gingen aus, es war nichts Wichtiges für den geplanten Umbau in Mitleidenschaft gezogen. Also gekauft, aufgeladen, verzurrt und ab nach Hause. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich mit dem Auto richtig Glück gehabt habe, aber später mehr dazu.

Ich bin etliche Male zwischen den zwei Autos hin und hergelaufen und habe verglichen, geguckt, geleuchtet und gemessen. Und immer wieder kam die Frage auf: Was tust du dir hier eigentlich an?! Zwei Ruinen, eine Idee, von der mir ein KFZ-Meister, ein Opel-Schrauber und alle anderen abgeraten haben und ich mittendrin. Alles Zweifeln half jedoch nicht den Umbau zu realisieren, also zwei große Kisten geholt für brauchbare und unbrauchbare Teile. Ich werde jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen, mit welcher Nussgröße man was öffnet. Der Motorausbau hielt sich in Grenzen, Kühlwasser abgelassen, Schläuche entfernt, Benzinleitung ab, Druckleitung zum Bremskraftverstärker ab, Schlauch für Kupplungsbetätigung ab machen und verschließen, Klimakompressor vom Motor getrennt, alle Kabelverbindungen gelöst, Auspuff ab, Querlenker raus, Antriebswellen ab, unteres Motorlager/Drehmomentstütze ab, Stabi lösen, Vorderachsträger ab, Schaltgestänge lösen, Lenkung lösen und gegen „herunterfallen“ sichern und zum Schluss die beiden Motorlager gelöst und den Motor nach unten auf eine Palette abgelassen und gesichert. Herrlicher Anblick in den leeren Motorraum. Das gleiche Lied bei Corsa Nummer 2.

Es folgt das leidige Thema Kabelbaum und Steuergeräte. Es ist alles ein kompletter Kabelstrang, nichts ist einzeln, es geht wirklich vom ABS-Sensor und Blinker auf der Beifahrerseite bis über die Lichter, Hupe, Klima, Lüfter, Außentemperaturfühler über den Pralldämpfer bis zur Verbindung zum Innenraumkabelbaum. Ein echter Spaß die ganzen Clips zu lösen, die eigentlich nur für die einfache und schnelle Montage gedacht sind. Das ist der Punkt wo das Projekt zum Scheitern verurteilt werden kann und wo ich richtig Glück hatte: das Spenderauto sollte nahezu die gleiche Ausstattung haben, wie das eigene, ansonsten hat man im Innenraum zwar den Knopf für die Klima, kann aber den Kompressor und Trockner nicht anstecken. Nach ein paar grauenvollen Stunden und aufgekratzten Händen war es dann geschafft und beide Kabelbäume waren draußen, wo wir wieder zu einem sehr wichtigen Punkt kommen: Thema Wegfahrsperre und Body-Control-Modul. Ich recherchierte wieder in einer schlaflosen Nacht und stellte fest, das ganze sollte vorher für den späteren Gebrauch und die reibungslose Funktion und Kommunikation decodiert werden, ansonsten hat man hochwertigen Elektronikschrott. Also alles wieder notdürftig wieder zusammengebaut und die Stecker- und Masseverbindungen hergestellt, einen fähigen Opel-Spezi herbei gerufen und das ganze bei beiden Fahrzeugen decodiert. Ganz wichtig: es muss von beiden Fahrzeugen der Car-Pass mit dem vier-stelligen Code vorliegen.

In der Zwischenzeit habe ich die von beiden Autos abgebauten Teile verglichen um festzustellen, was ich vom Z10XEP für den Z12XE verwenden kann. In meinem Fall konnte ich folgende Teile übernehmen: beide Antriebswellen, Luftfilterkasten und meiner Meinung nach auch die Abgasanlage (ich habe beide komplette Abgasanlagen nebeneinander gelegt und keinen Unterschied feststellen können, der Vollständigkeit wegen habe ich aber auch die vom Z12XE übernommen. Was man definitiv vom Spenderfahrzeug übernehmen muss: Kabelbaum ab Wasserkasten, Benzinleitung, Druckleitung vom Bremskraftverstärker, Verbindungsrohre mit Sensor vom Luftfilterkasten zur Drosselklappeneinheit, Kühlerschläuche, Motorhalter und Motorlager, in meinem Fall auch die Lüftereinheit (da der Stecker geändert wurde). In dem Zug habe ich aber das komplette Kühlerpaket inkl. Klimakondensator, Klimaleitungen und Kompressor getauscht. Auch beim Klimakompressor habe ich, bis auf die Teilenummer/Hersteller, keine äußerlichen Veränderungen festgestellt. Das Getriebe ist wohl bei beiden Motorisierungen auch das gleiche, was bei mir aber irrelevant war, da ich Motor und Getriebe zusammen übernommen habe.

Es folgt der Einbau in der entsprechenden Reihenfolge. Wichtig: ordentliches Entlüften der Kupplung, da das System offen war, Kühlflüssigkeit nicht vergessen, Lambdasonde sowie ABS-Sensoren nicht vergessen, Spritleitung und Druckleitung anschließen, unter Umständen die Klima neu befüllen.

Nachdem das alles erledigt ist und alles dreimal gecheckt wurde, kommt wieder der Opel-Spezi ins Spiel und darf alles wieder anlernen (Code nicht vergessen). Es folgt der magische Moment, ob und wann der Motor anspringt: er kam sofort, kein rasseln, kein stottern, alle Lämpchen gingen aus und alle haben fett gegrinst. Das vergeht einem aber fast wieder, wenn der Papierkrieg startet: mit beiden KFZ-Briefen ab zu Opel, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (o.ä.) holen, was man bei der Dekra/TÜV vorlegen darf. Es folgt eine Hauptuntersuchung, Abgasuntersuchung und Probefahrt. Wenn alles klappt, tauscht man viele kleine Scheine gegen ein paar große A4 Zettel und darf damit zur Zulassungsstelle und zur Versicherung. In meinem Fall Steuern rauf, Versicherung nahezu unverändert.

Das Ergebnis ist ein robuster Motor von dem man fast nichts Negatives hört, etwas mehr Leistung, Man investiert viel Zeit und Nerven bei sowas. Die Kosten halten sich in Grenzen, aber eine Werkstatt würde so etwas nicht machen, ich wurde fast ausschließlich mit den Worten „wirtschaftlicher Totalschaden“ und dem Tip „Kühlwasser auffüllen und ab zum Exporthändler“ weggeschickt. Ich wollte das Auto ungern aufgeben, da rundum alles was Bremse ist erneuert wurde. Bei der Aktion wurden noch Querlenker und Spurstangenköpfe erneuert. Ich habe den ganzen Umbau nur gemacht, da ich ein nahezu perfektes Spenderauto hatte, von dem ich alles abschauen und abschrauben konnte. Aus freien Stücken empfehle ich ehrlich gesagt niemandem so einen Umbau.

Die Story ist zwar ganz schön lang geworden, aber ich hoffe ich konnte einigermaßen verdeutlichen was so ein Umbau bedeutet.

Aus bekannten Gründen: Alle Angaben sind ohne Gewähr – es handelt jeder eigenverantwortlich und sollte nur das tun, was er für richtig hält. Ich weise jegliche Haftung in diesem Zusammenhang zurück.

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9 Antworten
am 13. Januar 2008 um 17:12

völlig unabhängig davon, ob das passt oder nicht....

meinst du, der aufwand lohnt sich...? ;)

Themenstarteram 13. Januar 2008 um 17:30

so 'n motor ist doch schnell aus und eingebaut ;-)

hab halt nich das geld um mir was anderes zu kaufen, das muss dann halt so gehn

Naja, so gesponnen find ich das nicht.

Gebrauchte Z12XE's bekommt man ja bei Elektrobucht für ein paar wenige grüne Scheine. Die überschaubare Technik sträubt sich auch nicht so sehr gegen den Austausch. Eine gut gefüllte Werkzeugkiste und ein geliehener Motorheber reichen, dazu noch zwei oder vier relativ geschickte Hände, fertig.

Wenn man die restliche Substanz des Autos gut kennt und weiss dass alles in Schuss ist, dann lohnt ein Motortausch wenn der alte den Geist aufgegeben hat. Besser als sich eine andere Kiste zuzulegen für deutlich mehr Geld ohne dass man weiss was da noch auf einen zukommt.

Zum Topic: Bremsen reichen aus, nur das Steuergerät wirst du auch tauschen müssen (3 auf 4 Zylinder!!)

Themenstarteram 14. Januar 2008 um 21:52

Die geschickten Hände und die gut gefüllte Werkzeugkiste hab ich Gott sei dank ;)

Vielen Dank für die schnelle und gute Antwort :)

Gruß, Vanco

am 17. Januar 2008 um 3:38

Aber nicht vergessen den Umbau dem Finanzamt zu melden, sonst

würdest Du ja auch noch Steuern sparen durch den Umbau, denn da

läuft er ja weiter als 1.0 ;)

Böse Zungen würden das dann Steuerhinterziehung nennen:D

Bei der Vers. zahlst Du ohnehin nur weiter für einen 1.0.

am 17. Januar 2008 um 16:14

Also das lohnt sich ja mal meiner Meinung nach garnicht. Spar dir das Geld lieber, verkauf den 1,0er und mit dem Geld + dem gesparten kaufste dir gleich en FERTIGEn größeren Corsa. Weil die 20 PS machen es echt nicht. Zumal es da mit Motortausch nicht getran ist, sondern soweit ich wieß auch die Bremsanlage vom 1,2er Innenbelüftetr SCheiben hat und der 1,0er nur einfache Scheiben.

Bremsens ind die selben,nur die Auspuffanlage ist anders.

Ich bleibe dabei...

...und das deutliche Plus an Laufruhe ist auch nicht zu verachten.

Der Thread ist zwar schon ein paar Tage alt, aber auf der Suche nach Infos bin ich darauf gestoßen und wollte der Nachwelt, oder Leute mit ähnlichen Plänen meine Erfahrungen berichten.

Zu mir: Student, Hobbyschrauber und bevor ich was mache, viel informieren

Die Ausgangslage: Ein 2006er Corsa C Z10XEP mit mehr Öl- und Kühlwasserverbrauch als Kraftstoffverbrauch.

Da ich vor 3 Jahren schonmal Kopfdichtung und Steuerkettengehäusedichtung usw getauscht habe, ging der Spaß von vorn los. Ich hatte definitiv keine Lust das wieder zu machen und dann zu hoffen, dass es wieder ca. 60tkm hält. Also musste eine Alternative her und ich suchte krampfhaft nach einem Unfallauto unter 100tkm und gleichem Motor um den Aufwand gering zu halten und wieder ein paar Jahre Ruhe zu haben. Ein Motor ohne Anbauteile kam aus Kostengründen und der Tatsache, dass man nicht weiß ob und wie er lief, nicht in Frage. Über einen Umbau auf andere Motoren habe ich nachgedacht, aber auf Grund mangelnder Erfahrung wieder verworfen.

Nachdem ich ein zwei gute Gelegenheiten knapp verpasst habe und mir die Zeit zu knapp war noch länger zu warten, rückte die Idee auf den Z12XE (oder besser) umzubauen wieder in den Kopf. Ich fand einen bezahlbaren 2004er Z12XE mit 40tkm und leichtem Überschlagschaden in der Nähe. Nach ein paar Telefonaten stand fest: der wird geholt. Vor Ort haben erstmal alle nur den Kopf geschüttelt, wir wegen dem Auto, der Verkäufer wegen meiner Pläne. Der Motor sprang einwandfrei an, alle Warnlämpchen gingen aus, es war nichts Wichtiges für den geplanten Umbau in Mitleidenschaft gezogen. Also gekauft, aufgeladen, verzurrt und ab nach Hause. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich mit dem Auto richtig Glück gehabt habe, aber später mehr dazu.

Ich bin etliche Male zwischen den zwei Autos hin und hergelaufen und habe verglichen, geguckt, geleuchtet und gemessen. Und immer wieder kam die Frage auf: Was tust du dir hier eigentlich an?! Zwei Ruinen, eine Idee, von der mir ein KFZ-Meister, ein Opel-Schrauber und alle anderen abgeraten haben und ich mittendrin. Alles Zweifeln half jedoch nicht den Umbau zu realisieren, also zwei große Kisten geholt für brauchbare und unbrauchbare Teile. Ich werde jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen, mit welcher Nussgröße man was öffnet. Der Motorausbau hielt sich in Grenzen, Kühlwasser abgelassen, Schläuche entfernt, Benzinleitung ab, Druckleitung zum Bremskraftverstärker ab, Schlauch für Kupplungsbetätigung ab machen und verschließen, Klimakompressor vom Motor getrennt, alle Kabelverbindungen gelöst, Auspuff ab, Querlenker raus, Antriebswellen ab, unteres Motorlager/Drehmomentstütze ab, Stabi lösen, Vorderachsträger ab, Schaltgestänge lösen, Lenkung lösen und gegen „herunterfallen“ sichern und zum Schluss die beiden Motorlager gelöst und den Motor nach unten auf eine Palette abgelassen und gesichert. Herrlicher Anblick in den leeren Motorraum. Das gleiche Lied bei Corsa Nummer 2.

Es folgt das leidige Thema Kabelbaum und Steuergeräte. Es ist alles ein kompletter Kabelstrang, nichts ist einzeln, es geht wirklich vom ABS-Sensor und Blinker auf der Beifahrerseite bis über die Lichter, Hupe, Klima, Lüfter, Außentemperaturfühler über den Pralldämpfer bis zur Verbindung zum Innenraumkabelbaum. Ein echter Spaß die ganzen Clips zu lösen, die eigentlich nur für die einfache und schnelle Montage gedacht sind. Das ist der Punkt wo das Projekt zum Scheitern verurteilt werden kann und wo ich richtig Glück hatte: das Spenderauto sollte nahezu die gleiche Ausstattung haben, wie das eigene, ansonsten hat man im Innenraum zwar den Knopf für die Klima, kann aber den Kompressor und Trockner nicht anstecken. Nach ein paar grauenvollen Stunden und aufgekratzten Händen war es dann geschafft und beide Kabelbäume waren draußen, wo wir wieder zu einem sehr wichtigen Punkt kommen: Thema Wegfahrsperre und Body-Control-Modul. Ich recherchierte wieder in einer schlaflosen Nacht und stellte fest, das ganze sollte vorher für den späteren Gebrauch und die reibungslose Funktion und Kommunikation decodiert werden, ansonsten hat man hochwertigen Elektronikschrott. Also alles wieder notdürftig wieder zusammengebaut und die Stecker- und Masseverbindungen hergestellt, einen fähigen Opel-Spezi herbei gerufen und das ganze bei beiden Fahrzeugen decodiert. Ganz wichtig: es muss von beiden Fahrzeugen der Car-Pass mit dem vier-stelligen Code vorliegen.

In der Zwischenzeit habe ich die von beiden Autos abgebauten Teile verglichen um festzustellen, was ich vom Z10XEP für den Z12XE verwenden kann. In meinem Fall konnte ich folgende Teile übernehmen: beide Antriebswellen, Luftfilterkasten und meiner Meinung nach auch die Abgasanlage (ich habe beide komplette Abgasanlagen nebeneinander gelegt und keinen Unterschied feststellen können, der Vollständigkeit wegen habe ich aber auch die vom Z12XE übernommen. Was man definitiv vom Spenderfahrzeug übernehmen muss: Kabelbaum ab Wasserkasten, Benzinleitung, Druckleitung vom Bremskraftverstärker, Verbindungsrohre mit Sensor vom Luftfilterkasten zur Drosselklappeneinheit, Kühlerschläuche, Motorhalter und Motorlager, in meinem Fall auch die Lüftereinheit (da der Stecker geändert wurde). In dem Zug habe ich aber das komplette Kühlerpaket inkl. Klimakondensator, Klimaleitungen und Kompressor getauscht. Auch beim Klimakompressor habe ich, bis auf die Teilenummer/Hersteller, keine äußerlichen Veränderungen festgestellt. Das Getriebe ist wohl bei beiden Motorisierungen auch das gleiche, was bei mir aber irrelevant war, da ich Motor und Getriebe zusammen übernommen habe.

Es folgt der Einbau in der entsprechenden Reihenfolge. Wichtig: ordentliches Entlüften der Kupplung, da das System offen war, Kühlflüssigkeit nicht vergessen, Lambdasonde sowie ABS-Sensoren nicht vergessen, Spritleitung und Druckleitung anschließen, unter Umständen die Klima neu befüllen.

Nachdem das alles erledigt ist und alles dreimal gecheckt wurde, kommt wieder der Opel-Spezi ins Spiel und darf alles wieder anlernen (Code nicht vergessen). Es folgt der magische Moment, ob und wann der Motor anspringt: er kam sofort, kein rasseln, kein stottern, alle Lämpchen gingen aus und alle haben fett gegrinst. Das vergeht einem aber fast wieder, wenn der Papierkrieg startet: mit beiden KFZ-Briefen ab zu Opel, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (o.ä.) holen, was man bei der Dekra/TÜV vorlegen darf. Es folgt eine Hauptuntersuchung, Abgasuntersuchung und Probefahrt. Wenn alles klappt, tauscht man viele kleine Scheine gegen ein paar große A4 Zettel und darf damit zur Zulassungsstelle und zur Versicherung. In meinem Fall Steuern rauf, Versicherung nahezu unverändert.

Das Ergebnis ist ein robuster Motor von dem man fast nichts Negatives hört, etwas mehr Leistung, Man investiert viel Zeit und Nerven bei sowas. Die Kosten halten sich in Grenzen, aber eine Werkstatt würde so etwas nicht machen, ich wurde fast ausschließlich mit den Worten „wirtschaftlicher Totalschaden“ und dem Tip „Kühlwasser auffüllen und ab zum Exporthändler“ weggeschickt. Ich wollte das Auto ungern aufgeben, da rundum alles was Bremse ist erneuert wurde. Bei der Aktion wurden noch Querlenker und Spurstangenköpfe erneuert. Ich habe den ganzen Umbau nur gemacht, da ich ein nahezu perfektes Spenderauto hatte, von dem ich alles abschauen und abschrauben konnte. Aus freien Stücken empfehle ich ehrlich gesagt niemandem so einen Umbau.

Die Story ist zwar ganz schön lang geworden, aber ich hoffe ich konnte einigermaßen verdeutlichen was so ein Umbau bedeutet.

Aus bekannten Gründen: Alle Angaben sind ohne Gewähr – es handelt jeder eigenverantwortlich und sollte nur das tun, was er für richtig hält. Ich weise jegliche Haftung in diesem Zusammenhang zurück.

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