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Wirtschaftlicher Totalschaden...mal wieder :-)

Themenstarteram 21. Juli 2020 um 17:45

Hallo Kommuniti,

habe mir schon nen Wolf gelesen, aber steige irgendwie nicht

so richtig durch bei dem Thema Wirtschaftlicher Totalschaden (WT).

Brauche es ganz einfach erklärt. :-)

Fall:

Mir ist einer hinten seitlich reingefahren. Blechschaden. Ich schuldlos.

Gutachten etc. alles erstellt.

Auto ist betriebs- und verkehrssicher. Keine Einschränkungen.

Versicherung sagt WT. Ist mir soweit klar da Reparatur höher als WBW-RW.

WBW = 7000,-

RW = 3000,-

Reparatur = 6000,-

Ich möchte mein Auto weiterhin fahren,

da es (bis auf den Blechschaden jetzt) technisch und optisch

einwandfrei und gepflegt ist.

Die Beulen & Schrammen sind zwar da, aber fallen nicht großartig auf.

Nun meine Fragen:

Was würde ich von der Versicherung in diesem Falle ausgezahlt bekommen?

Muss ich die Beulen reparieren lassen / selbst reparieren?

Kann ich es trotzdem reparieren lassen aufgrund des Gutachtens,

falls mir die Summe von der Versicherung nicht "gefällt"?

Danke sehr.

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@PeterBH schrieb am 21. Juli 2020 um 17:53:07 Uhr:

4.000,- € - aber die Versicherung wird dir noch mitteilen, dass die Firma XY-Gaunerei aus Dummsdorf dein Fahrzeug für 4.950,- € aufkaufen möchte und du damit nur noch einen Schaden von 2.050,- € hast. Vielleicht ist der WBW auch nur 6.000,- €, denn da sind kleinere, unrep. Vorschäden und die Versicherung zahlt nur 1.050,- €.

Zwingt dich keiner zur Reparatur. Ohne Rep.-Nachweis wirst du bei einem Folgeunfall Probleme bekommen.

Gibt eine 130% Grenze, Ersatz der Rep.-Kosten bis zu 130% des WBW (google mal nach "Integritätsinteresse).

Alles Nähere würde ich an deiner Stelle mit dem Anwalt deines Vertrauens besprechen.

Du behauptest doch, Anwalt zu sein und Unfallregulierung zu praktizieren.

Wenn das tatsächlich stimmt, bist Du der schlechteste Anwalt, der mir in meinem Leben untergekommen ist!

Bei Dir würde Dein Mandant in diesem Fall mindestens 1.200,- € zu wenig bekommen...:(

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Ich zitiere nochmal aus dem Link:

https://www.advogarant.de/.../totalschaden

„ 1. Kategorie: Reparaturkosten < 100 Prozent

In unserem Beispiel fällt der Totalschaden in die erste Kategorie. In diesen Fällen ist die Abrechnung des Schadens auf Gutachtenbasis (also ohne eine Reparatur) ohne weiteres möglich. Es werden die vollen Reparaturkosten ersetzt, wenn das Fahrzeug im verkehrssicheren und fahrbereiten Zustand über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten weiter genutzt wird. Wenn man das Fahrzeug dagegen sofort nach dem Unfall verkauft, entschädigt die Versicherung hier nur den Wiederbeschaffungsaufwand. ...“

Das ist doch wohl klar und deutlich, daher würde ich das dem Anwalt zuleiten, wenn der das anders sehen sollte.

Themenstarteram 22. Juli 2020 um 14:29

Zitat:

@rrwraith schrieb am 22. Juli 2020 um 09:19:44 Uhr:

Anhand der hier gemachten Angaben

Zitat:

@rrwraith schrieb am 22. Juli 2020 um 09:19:44 Uhr:

Zitat:

Auto ist betriebs- und verkehrssicher. Keine Einschränkungen, und reparieren wollte ich es eh nicht.

Fakt ist, dass ich das Auto weiterfahren will. Auch noch länger als 6 Monate.

sind zu zahlen:

Sachschaden: Nettoreparaturkosten aus GA

Nutzungsausfall: entfällt

Kostenpauschale: 25,- 30,- €

GA-Kosten: lt. Rechnung

RA-Kosten: lt. Rechnung

In diesem Fall kann die Versicherung aber, wie ich gelesen habe :-) ,

eine andere Werkstatt als mein Markenwerkstatt mit günstigeren Arbeitslöhnen etc.

als Berechnung ansetzen, oder?

Da komme ich dann wahrscheinlich so ziemlich auf´s selbe raus.

hatte ich schon mal hier eingestellt, bn aber jetzt zu faul zum suchen.

Nun aber...........

Zitat:

@Opelaner67er schrieb am 22. Juli 2020 um 14:09:56 Uhr:

Denke aber, dass die Versicherung auf Totalschadenbasis abrechnen will,

Was die Versicherung will, ist ohne jede Bedeutung!

Hier nochmal der Grundsatz des Bundesgerichtshofs:

"BGB § 249 Hb

Der Geschädigte kann zum Ausgleich des durch einen Unfall verursachten Fahrzeugschadens, der den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigt, die vom Sachverständigen geschätzten Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts ohne Abzug des Restwerts verlangen, wenn er das Fahrzeug - gegebenenfalls unrepariert - mindestens sechs Monate nach dem Unfall weiter nutzt (Fortführung von BGHZ 154, 395 ff.)."

Zitat:

@Opelaner67er schrieb am 22. Juli 2020 um 14:29:44 Uhr:

In diesem Fall kann die Versicherung aber, wie ich gelesen habe :-) ,

eine andere Werkstatt als mein Markenwerkstatt mit günstigeren Arbeitslöhnen etc.

als Berechnung ansetzen, oder?

Da komme ich dann wahrscheinlich so ziemlich auf´s selbe raus.

Reparieren lassen kannst du ja immer noch, wenn dir die Auszahlung der Versicherung nicht passt.

Ob die Löhne bei fiktiver Abrechnung zu kürzen sind, hängt davon ab, wie alt dein Auto ist, wie es bisher gewartet wurde und welche Löhne dein Gutachter herangezogen hat.

Du wirst jetzt erstmal eine Abrechnung auf Totalschadenbasis bekommen.

Wenn du dann nach 6 Monaten nachweist, dass du das Auto immer noch fährst, muss nachreguliert werden.

Siehe BGH VI ZR 35/10

Moin,

 

ich musste hier ein paar Beiträge entfernen, nachdem gegen unsere NUB bzw die Beitragsregeln verstoßen wurde.

 

Grüße

Steini

Zitat:

immer geil, wie rrwraith sich selber die Likes gibt. Fällt ja gar nicht auf :D

Vielleicht kriege ich ja dann auch ein Like von seinem Zweitaccount hier :D

waren ein paar likes zu viel. ;) Irgendwann fällt es halt auf. :D

Es ist halt nur blöd, wenn man sich mit dem Zweitaccount die flaschen Aussagen liked und auch noch bestätigt. Dann fällts halt irgendwann mal auf, dass man sich ständig die Likes selber gibt.

Dumm gelaufen für dich. Leb damit, mach es in Zukunft nicht so auffällig und alles wird wieder gut.

Kannst die Schnappatmung wieder einstellen. ;)

Dazu Beiträge, die den Fragesteller in die Irre führen.

All dies sind tatsächliche Verstöße gegen NUB und Beitragsregeln! Interessiert den Moderator aber nicht.

Aber wenn ich dann nach den Beweggründen für dieses Verhalten frage, werde ich zu Unrecht des Verstoßes gegen NUB und Beitragsregeln beschuldigt und mein Beitrag wird grundlos wegzensiert!

So richtet man als Moderator den Sinn eines solchen Forums zu Grunde und leistet denjenigen Vorschub, die zwar kein Fachwissen, dafür aber Lust an Provokation und Verwirrung stiften haben.

Das musste mal gesagt werden.

Auch wenn ich hier viel auf die Fachleute halte, wenn diese anfangen zu beleidigen, dann ist eine Grenze überschritten.

 

In dem von dir zitierten Beitrag sind keine Beleidigungen vorhanden, nur eine Unterstellung. In dem entfernten Beitrag jedoch schon.

 

Ich bitte jetzt dringend zurück zum Thema zu kommen.

 

Wenn noch Bedarf besteht, gerne per PN.

 

Grüße

Steini

Zitat:

@Opelaner67er schrieb am 22. Juli 2020 um 14:29:44 Uhr:

In diesem Fall kann die Versicherung aber, wie ich gelesen habe :-) ,

eine andere Werkstatt als mein Markenwerkstatt mit günstigeren Arbeitslöhnen etc.

als Berechnung ansetzen, oder?

Da komme ich dann wahrscheinlich so ziemlich auf´s selbe raus.

Kann passieren.

Wie alt ist dein Auto und wo hast du es bisher immer Warten und Reparieren lassen?

Themenstarteram 23. Juli 2020 um 8:37

Hallo.

Ist ein 2011er.

Wartung und Reparatur ausschliesslich und regelmäßig beim FOH.

Letztes Jahr habe ich allerdings das erste Mal die Inspektion ausgesetzt,

da ich es nicht (mehr) einsehe, bei den 5TKM Fahrleistung im Jahr immer

einen exorbitant teuren Ölwechsel vorgesetzt zu bekommen :-).

Nun. Wie schon weiter oben geschrieben.

Lass einfach mal nach Gutachten abrechnen.

Du siehst dann schon, wie die gegnerische Versicherung reagiert.

Wenn du das machst, versperrst du dir ja keine Wege damit.

Du hast danach immer noch alle Optionen offen.

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