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Wird das Auto älter, steigt die Typklasse

Hallo,

Eigentlich wollte ich einen Apell an an diejenigen schreiben die sich PS starke Autos kaufen wenn sie 4-5 Jahre alt sind. Ab diesem Alter ungefähr kraxelt die Typklasse unaufhörlich nach oben!

"Fahrt halt nicht wie die Verrückten wenn ihr es nicht könnt! "

Aber Spaß beiseite. Die Einstufungen der Typklasse kann bei diesem Fahrzeugalter eigentlich nicht mehr an Diebstählen liegen. Steigen die Unfallzahlen ab dem 4-5 Fahrzeugjahr wirklich so extrem an? Bei meinem A5 bzw. klettert die Haftpflicht von 15 auf 16, bei der Vollkasko gar von 24 auf 26! War letztes Jahr auch schon so. Wenigstens ist meine Regioklasse um eine Stufe gesunken :-)

Da frage ich mich wie können sich die jungen Heissporne, die für die Steigerungen wohl verantwortlich sind, und eher nicht bei SF 20 sind die Versicherung für so ein Fahrzeug überhaupt leisten? Sieht es bei anderen Marken genauso aus?

Schönen Abende noch, und fahrt vorsichtig!

Gruß BSCom

 

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9 Antworten

Das sind die falschen Rückschlüsse. Ein Kfz hat erst mal nichts mit dem Alter der Fahrer zu tun. Und wenn bei Deinem Kfz die Klassen steigen, hat das noch nichts mit einer allgemeinen Gültigkeit zu tun.

Es liegen statistische und überprüfbare Auswertungen zugrunde. Und bestimmte Marken sind bei Reparaturen besonders teuer.

Und einen A5 fahren die meisten jungen Heißsporne wohl nicht. Man könnte auch anders interpretieren: Je länger ein Fahrer das Auto schon hat, um so reizvoller ist es für ihn, den Geschwindigkeitsrausch auszukosten und als älterer mit den jungen Heißspornen noch malmithalten zu wollen.:D

Steigen die Typklassen, steigt - wie Du richtig erkannst hast - der Schadenbedarf für das Fahrzeug. Warum dies wiederum so ist kann verschiedene Gründe haben.

Eine Ableitung von der Schadenentwicklung auf eine Veränderung von typischen Halter- / Fahrerbevölkerungsgruppen dieser Fahrzeuge zuschließen kann stimmen, muss aber nicht.

Die Klassen werden festgelegt danach, wie hoch der Schadenserstattungsaufwand der Versicherungen im Durchschnitt für so ein Fahrzeug ist.

Also, hat man ein Auto mit hohen Reparaturkosten und hoher Schadensquote (viele Unfälle), dann hohe Haftpflichttypklasse. Hat man ein Auto mit hoher Diebstahlquote und hohem Wert, dann hohe TK Klasse. Etc.

Das führte z.B. mal dazu, dass der Mercedes E250D (W124) im Alter von 13 Jahren das meistgeklauteste Auto Deutschlands war (pro 1000 Fahrzeuge). Trotzdem war die Teilkasko bezahlbar, weil jedes geklaute Auto ja nicht so teuer war.

Das die Haftpflichtklasse steigt, wenn das Auto älter wird, liegt daran dass dann mehr junge Leute sich so ein Auto leisten können. Dieser Effekt kehrt sich aber irgendwann um, was dazu führt, dass die Autos wenn sie alt genug sind, auch wieder sinken.

Zitat:

@Mark-86 schrieb am 26. Oktober 2016 um 20:54:07 Uhr:

Das die Haftpflichtklasse steigt, wenn das Auto älter wird, liegt daran dass dann mehr junge Leute sich so ein Auto leisten können. Dieser Effekt kehrt sich aber irgendwann um, was dazu führt, dass die Autos wenn sie alt genug sind, auch wieder sinken.

das kan man ad absolutum nicht sagen.

Typklasse KH:

10: BMW Z3 2.2 I Roadster 2000-2002

10: BMW M 3.3 Coupe 2001-2002

11: Audi TT 1.8 2002-2005

Nochmal die Typklasse sagt nur aus, wie sich der fahrzeugspezifische Schadenbedarf entwickelt. Wenn sich dieser erhöht muss das nicht unbedingt mit einer Steigerung der Schadenfrequenz zu tun haben. Schließlich ergibt sich der (Gesamt-)schadenbedarf aus Schadenanzahl x Schadenhöhe.

  • Wenn ein Fahrzeugtyp 1000 Haftpflichtschäden im Jahr hat und
  • im Jahr JJJJ diese alle mit Fiat Pandas passieren und
  • im Jahr JJJJ+1 diese alle mit S-Klassen passieren
  • erhöht sich die Typklasse mit Sicherheit auch

Auch wenn die Schadenhäufigkeit steigt, heißt das noch nichts. Das kann 1000de Gründe haben. Z.B. werden Fahrzeuge in Regionen mit stärkerer Verkehrsdichte bewegt oder die Wartung und Pflege von älteren Fahrzeugen nimmt ab und damit die Verkehrssicherheit, oder eben junge Fahrern fahren vemehrt ältere / günstigere Autos oder oder oder.

So kannte ich zum Beispiel zu meiner Abiturzeit nicht einem im 60 köpfigen Jahrgang, der ein Kombi fährt und auch im weiteren Kreis war keiner bekannt.

Diese These, die sich hartnäckig hält, mag vielleicht in Golf - Klasse halbwegs passen, das war es dann aber schon. Wer nicht glaubt, kann gerne mal auf autoampel.de schauen...

Gru´ß

Es liegt bestimmt auch daran, das deutsche Fahrzeuge, wenn sie neu auf den Markt kommen, in recht günstige Typklassen eingestuft werden. Im Laufe der darauffolgenden Jahre, werden die Typklassen, dann dem tatsächlichen Schadensverlauf angepasst.

Je älter ein Auto ist, wenn ich es auf mich zulasse, umso teuer wird die Versicherung

Zitat:

@celica1992 schrieb am 27. Oktober 2016 um 08:51:27 Uhr:

Es liegt bestimmt auch daran, das deutsche Fahrzeuge, wenn sie neu auf den Markt kommen, in recht günstige Typklassen eingestuft werden. Im Laufe der darauffolgenden Jahre, werden die Typklassen, dann dem tatsächlichen Schadensverlauf angepasst.

Je älter ein Auto ist, wenn ich es auf mich zulasse, umso teuer wird die Versicherung

Nö,

http://www.autoampel.de/mercedes-benz-600-sl-0708-444.html

Ich habe dieses Phänomen auch schon oft beobachtet, zuletzt bei unserem A5 und erkläre es mir so:

- Den Neupreis von ca 60TEUR leisten sich durchschnittlich nur etwas ältere gut situierte Menschen (allerdings beim A5 wohl kaum Rentner), diese machen durchschnittlich weniger Unfälle

- Nach drei Jahren kauft den Wagen ein Käufer für 30TEUR. Der Käufer ist immer noch etwas älter und vernünftiger als der Durchschnitt (wer hat schon mit 18 Jahren 30TEUR für ein Auto über).

- Nach weiteren drei Jahren geht das Auto wieder eine Hand weiter (dieses mal für 15 TEUR). In meinem Fall war der Käufer ein 21 Jähriger der gerade mit der Lehre durch war. Diese Zielgruppe verursacht sicher durchschnittlich mehr Unfälle als die beiden Halter zuvor.

-usw

Das muss natürlich nicht immer so sein, aber es kommt ja für die Schadenswahrscheinlichkeit auf den durchscnittlichen Fahrer an.

Vielleicht liegt das nur an den Fahrern. Fahrer von Neuwagen fahren vielleicht etwas rücksichtsvoller, sprich vorsichtiger und belasten die Versicherer nicht so stark.

Oft werden Fahrzeuge geleast. 3 Jahre, dann kommen sie auf den 2. Markt. Jene Käufer sind ein völlig anderes Klientel mit einem anderen Fahrverhalten.

Regional ist das eben sehr unterschiedlich. Beim VW Golf gabe es ehemals riesige Unterschiede der Einstufung zu verschiedenen Motorisierungen, immer das gleiche Auto! Ob das immer noch so ist weiß ich nicht.

Denke das eher nicht, bei A5 und Konsorten sind es doch eh 90 % Gewerbekäufe, da sind dann wohl eher Flottenverträge mit den Versicherern vorhanden, außerdem müssen ja erst Erfahrungswerte/zahlen gesammelt werden, was kostet die ~ Reparatur eines Schadens.. wie beliebt ist der Typ bei Langfingern oder auch nur bestimmte Teile daraus -- was kosten die? u.s.w.

So folgt dann nach einiger Zeit bzw. Jahren die Anpassung der Typenklassen.

Deutsche Klassiker (z.B. 3er, Golf, Passat, A4, C-Klasse...) sind da halt zum Start öfters günstig gestuft, da eine riesige Masse über Leasing oder Mietwagengeschäft schlagartig auf den Markt gepumpt wird.

Pendelt sich dann halt irgendwann ein, einige gehen Steil nach oben, wie die im Ostblock belieben X5 andere gehen runter...

So zumindest meine Theorie

Entfernt Bekannte hat 8 Jahre auf Diplom Mathematik studiert, Sie erstellt jetzt Berechnungsformeln für Lebensversicherungen für die Zürich außschließlich, ist hochbezahlt und macht nichts anderes, das sagt wohl alles.:D:D

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