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Wie Unterhaltskosten berechnen?

Themenstarteram 2. Januar 2015 um 18:59

Moin Moin,

ich überlege zZt mir ein neues Auto zuzulegen, so in ca. 1 Jahr.

Nun ist mir klar wie ich die Unterhaltskosten berechne:

Versicherung

Steuer

Spritkosten

Inspektionskosten

Will mir aber nun einen Gebrauchten ohne Neuwagen- oder Gebrauchtwagenarantie holen und mich würde mal interessieren was da noch so an Ersatzteilkosten dazu kommt - klar kann man das nie genau sagen, aber was sind die häufigsten und wichtigsten Ersatzteilkosten die man nachschauen und vergleichen sollte?

Bremsen

Kupplung (falls vorhanden)

Reifen

... ?

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5 Antworten

Zitat:

ich überlege zZt mir ein neues Auto zuzulegen, so in ca. 1 Jahr.

Da bist du ja früh dran. :-)

Was du genannt hast, sind die Verschleißteile.

Bremsscheiben + Beläge (nicht Bremsen)

bei alten Möhren (z.B. 10-15 Jahre) noch: Bremssättel (die werden schwergängig)

Kupplung

Reifen

Radlager vorn/hinten

Schwingungsdämpfer gern noch dazu (werden undicht)

und Federn (können brechen)

Querlenkergummis, Stabigummis, (im Fahrwerk die Gummis werden porös), manche Modelle mit komplizierten Radaufhängungen sehr anfällig dagegen

bei schweren Auto: Spurstangenköpfe der Lenkung (bekommen Spiel)

Achsmanschetten (werden undicht)

Zahnriemen und Umlaufrollen (mit Regelintervall), teilweise Steuerkettenspanner mit Regelintervall

bei hoher Laufleistung: Gelenkwellen (bekommen Spiel)

Bremsschläuche

bei viel Autobahn: Scheinwerfer aufarbeiten/Streuscheibe (werden auf der AB quasi sandgestrahlt), oder vergilben, und Windschutzscheibe (Steinschlag im Sichtfeld durch vom Lkw-Reifen aufgewirbelte Steine -> Tausch), manchmal werden auch innen die Reflektoren blind (z.B. bei Wasser drin)

Für Rempler:

Stoßstange vorn und hinten, ggf. lackiert, wenn's schick aussehen soll, sonst halt unlackiert

Räder mit Winterreifen, wenn nicht dabei: also auch die Felgen dazu (wird bei Spezialmaßen teuer)

In den Skat drücke kann man die Inspektionsteile: Glühlampen, Wischer, Motoröl mit Filter, Motorluftfilter, Innenraumluftfilter, Zündkerzen (beim Benziner), Bremsflüssigkeit, Kühlmittel, ATF (Automatik), Servolenkungsöl (wenn hydraulisch). Aber eben: ein V12 will da ungefähr 4 mal so viel ein ein Dreizylinder.

ggf. Xenon-Leuchtmittel (da gibt's aber auch Standards)

Die Autobild zählt typisch noch das Zeug bei Gebrauchtwagen auf, immer mit Arbeitslohn:

Kotflügel vorn, lackiert

Scheinwerfer komplett

Bremsscheiben vorn

Bremsklötze vorn (ein Satz)

Getriebe

Motor ohne Anbauteile

Lichtmaschine (im Austausch)

Anlasser (im Austausch)

Wasserpumpe (im Austausch)

Auspuff (Nachschalldämpfer) - also das letzte Stück vom Auspuff

Für alte Möhren kann man noch den Kat dazunehmen (setzt sich zu) und den Vor- und Mittelschalldämpfer.

Für alte Diesel: Überholung Verteilereinspritzpumpe.

Für Diesel: Dieselpartikelfilter (teilweise mit Tauschintervall), Turbolader, Injektoren, Hochdruckpumpe (bei CR-Dieseln), PD-Elemente (bei Pumpe-Düse-Dieseln).

Für Benziner: Zündspulen (bei Einzelzündung) und -kabel.

Und eine Reserve für Elektronikkram: Relais, Sensoren, Aktoren. Gebrochene Kabel, korrodierte Steckkontakte, Fehlersuche/Diagnose.

Wer sich das einfacher machen will: grob sind diese Kosten abhängig von der Klasse und vom Neupreis. Volumenmodelle etwas günstiger als seltene Modelle.

Es macht halt einen Unterschied, ob man dann von 3-4 jährigen spricht, oder von 20-30 jährigen. So nach 10-15 Jahren kommen dann auch oft Karosseriemaßnahmen (Radläufe, Schweller), Bremsleitungen gammeln, Kraftstoffleitungen gammeln, Motor/Getriebe leckt und will neu abgedichtet werden. Schaltmuffen im Schaltgestänge, Geber/Nehmerzylinder der Kupplung (wenn hydraulisch) und so.

Pffft... das ist sehr schwer, weil so Dinge wie Kupplung, Bremsen, Reifen auch sehr stark vom Vornutzer abhängen.

Ich musste jetzt beim Erwerb eines OKW aus erster Hand erstmal 8 neue Reifen kaufen. Öl, Inspektion hatte der verkaufende Händler (teilweise) gemacht. Die Kupplung und die Bremsen hatte der Erstbesitzer netterweise schon innerhalb der ersten 67000km runter geritten. Vielleicht habe ich da erst mal Ruhe.

Zweites Beispiel: (fast) Neuwagen mit Tageszulassung und mitterweile 84000km drauf. Erste Bremse, erste Reifen, keine Kupplung, ein

ET: Sensor Luftdrucküberachung, eine Garantiesache: ein Querlenker, sonst lediglich Öl und Inspektion und Bremsflüssigkeiten und Filter und Reinigungen. Ganz niedrige KM-Kosten (ohne Wertverlust) EUR 0,15116

Dittes Beispiel: GW aus erster (privater & gepflegter) Hand vom Markenhändler mit 69000km (jetzt 113tkm), Bremsen VA, Reifen einmal neu (GJR), AGM-Batterie, Lichtmaschine, Flexrohr, Steuerkette mit Kurbeltrieb. KM-Kosten (ohne Wertverlust) EUR 0,22649. Wenn ich Lima, Steuerkette, Kurbeltrieb und Flexrohr hätte selbst bezahlen müssen, hätte ich das Teil schon längst angezündet. Jetzt ist er bis auf den DPF einmal durch und darf bleiben...

Das erste Beispiel habe ich erst seit Ende August und es wird als Spaßmobil betrieben. Bsp zwei und drei zeigt auf, wie Unterschiedlich Fahrzeuge im Unterhalt sein können.

Du kannst bei einem GW nicht länger als ein Jahr kalkulieren, ist keine Garantieversicherung vorhanden wird es nochmal schwieriger. ist wie Würfeln....

In meinen Augen eine weise Entscheidung sich rechtzeitig mit der Materie zu beschäfftigen. Bei Autobahnkilometer Fressern sind die Fahrwerspeile weniger belastent als bei Stadtautos die ständig über Bahnschienen, Gullideckel, Bordsteinkanten (beim einparken), Schlaglochkrater usw. mitmachen müssen. In welcher Fahrzeugklasse suchst du denn? Ich habe mich damals auch fast 1Jahr in die Materie eingelesen bevor ich von Kompakt auf obere Mittelklasse umgestiegen bin.

Hängt natürlich auch maßgeblich von deinen zu fahrenden Kilometern sowie dem Fahrprofil ab. Wie hier schon richtig gesagt wurde, leidet ein 'Stadtauto' mehr als ein 'Autobahnauto'. Je mehr Kilometer du in der gleichen Zeit fährst, desto schneller wird die nächste Inspektion fällig, also mehr Geld im Monat zurücklegen. Das selbe gilt natürlich auch für außerplanmäßige Reparaturen.

Moin,

Ralf - dei Beitrag hier ist soviel hilfreich wie andere vorher ... nämlich eigentlich gar nicht. Was bringt es denn bei dieser Frage einfach mal ALLE Teile aufzulisten?! Das schreckt doch eher ab und ist auch nicht sehr zielführend.

Meine Strategie diesbezüglich sieht wie folgt aus (bisher ging sie auch ganz gut auf):

- Prüfe ob ein Zahnriemen verbaut ist, Teilepreise holst du dir aus einem Teileportal. Arbeitszeit dafür schwankt typischerweise (es gibt Ausnahmen) zwischen 1x PS Zahl bis 3x PS Zahl.Du kannst natürlich auch z.B. bei Autoscout mal schauen, was da Angeboten wird und deine Teilekosten abziehen. Andere Möglichkeit wäre hier im Forum zu schauen. Hat das Auto ne Kette kannst den Passus streichen. Jetzt schaust du nach, wie oft er fällig ist und legst das dann entweder per Fahrleistung oder Jahresanzahl auf ein Jahr um (je nachddm was zuerst eintritt)

- Reifen: Ich rechne 1 Sommerreifen und einen Winterreifen pro Jahr. Fährst du weniger als 10.000 km kannst du etwas reduzieren. Aber als Worst Case Annahme passt das, auch weil die Performance des Reifens nach 4 Jahren merklich nachlässt.

- Bremsen: Teilepreise bekommst du auch im Portal - Kosten kannst du auch bei Autoscout bekommen. Ich kalkuliere mit 5 Jahren bei normaler und 3.5 bei sportlicher Fahrweise (Schaltgetriebe) und 4 bzw. 3 bei Automatik (Klassisches AT-Getriebe) - meist halten sie aber etwas länger.

- Kupplung: Kosten wie gehabt - Ich kalkuliere eine Lebensdauer von 150.000 km im Normalfall. Bei drehmomentstarken Fahrzeugen (TDI und Co.) mit 30.000 km weniger, bei heavy Stadtverkehr mit 30.000 km weniger, sportliche Fahrweise mit 10.000 km weniger. Ausreißer lassen sich per Forum finden. Auch hier - meist halten die Teile länger.

Ein Auspuff hält im Schnitt bei den meisten Auto 7-Jahre bei durchschnittlicher Nutzung. Bei Kurzstreckenfahrzeugen 4-5 und bei ein paar Autos auch länger.

Vergiss aber folgende Wartungen nicht: Kühlmittel und Bremsflüssigkeitswechsel (typischerweise alle 4 Jahre) und teilweise Getriebe- und Differentialöl.

Für den Rest der Teile gilt folgendes - suche im Forum raus, welche Reparaturen als Schwachpunkte gelten und oft vorkommen z.B. bei meinem Volvo die vorderen Koppelstangen - die nimmst du in deine Kalkulation mit den Hinweisen aus dem Forum auf. Für alles andere kalkulierst du dir eine Sonderbelastung ein - bei einem Kompakten z.B. 750€ - die du erwirtschaftest und dann auf z.B. ein Sparbuch legst (so dass du es halt nicht einfach ausgeben kannst) - davon bestreitest du den anderen Kram den Ralf so nannte ... immer dann wenn er kommt, denn die Überlebensdauer mancher verschleißteile ist kaum realistisch kalkulierbar. Dann ergänzt du den Betrag wieder. Natürlich kannst du da auch das Geld für die anderen Kostenpunkte schonmal hinlegen, wenn du das Geld über hast.

MfG Kester

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