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Wie relevant ist der Beifahrerairbag?

Themenstarteram 6. Februar 2017 um 13:10

Hallo,

beim Fahrerairbag ist die Situation klar: Bei einem Unfall kann das Lenkrad dem Fahrer zu nah kommen und ihn verletzen, da schuetzt der Airbag. Aber wie sieht es mit dem Beifahrerairbag aus? Es gibt keine herausstehenden Teile wie das Lenkrad, auf welche Weise soll ein Airbag da zusaetzlichen Schutz bieten wenn der Passagier angeschnallt ist?

Wenn ein Unfall schwer genug ist dass der Beifahrer trotz Gurt an die Frontscheibe bzw. das Amaturenbrett gedrueckt wird sind die Ueberlebenschancen wahrscheinlich auch mit Airbag gering.

Stimmt diese Logik?

Gruss und Dank

Stefan

Beste Antwort im Thema

Nächster Thread : "Die Airbag-Lüge"... Warum Airbags eigentlich überflüssig, teuer und sinnlos sind... :D

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vertippt.

Themenstarteram 7. Februar 2017 um 17:35

Zitat:

@alexauto321 schrieb am 7. Februar 2017 um 16:06:12 Uhr:

So ganz unberechtigt ist die Frage des Threadstarters nicht. Der Beifahrerairbag bietet angeschnallten Insassen relativ wenig Mehrwert und ist gleichzeitig eine Gefahrenquelle an sich. Eine nicht unerheliche Anzahl an Verletzungen entsteht hier durch sekundär beschleunigte Objekte wie z.B. Handys etc im Auslösebereich.

Ich will nicht sagen, dass der Beifahrerairbag nutzlos ist, aber er bietet weniger zusätzlichen Schutz als gemeinhin angenommen. Anbei die Crashtestdatenblätter eines VW Polo einmal mit und einmal ohne Frontairbags.

Das ist interessant, zumindest bei der graphischen Darstellung scheint es keinerlei Unterschied beim Verletzungsgrad des Beifahrers zu geben. Haette gar nicht gedacht dass solche Crashtests durchgefuehrt werden denn Sicherheitstechnik ist fuer einige bestimmt der Kaufgrund fuer einen Neuwagen.

Weisst Du wie es mit ESP und anderen Systemen aussieht? Werden diese ueberbewertet oder sind diese sinnvoller als ein Beifahrerairbag?

Gruss

Stefan

@dummefrage:

Wenn ich die Wahl hätte zwischen ESP und Beifahrerairbag, würde ich ESP nehmen :D

In der einschlägigen Fachliteratur wird eine Reduzierung der schweren oder tödlichen Unfälle durch ESP von etwa 60 Prozent genannt. Ist somit neben dem Gurt der wichtigste Lebensretter und für Neufahrzeuge seit 2014 in der EU vorgeschrieben.

 

Man muss garnicht wählen. Um sein Leben zu retten, kann man gar nicht genug Sicherheitstechnik im Auto haben.Wenn man bei einem schweren Unfall genau das gebraucht hätte,was man vorher weggelassen hat ,was dann.Die Erleichterung über die Anwesenheit hat man spätestens wenn man genau das benötigte, was einen gerettet hat.Da kann und darf man nichts sparen.

Bei allem Verständnis. Dieser Thread belegt bei der Wahl zum dämlichsten Thema des Jahres wahrscheinlich vordere Plätze.

Zitat:

@alexauto321 schrieb am 7. Februar 2017 um 18:01:46 Uhr:

@dummefrage:

Wenn ich die Wahl hätte zwischen ESP und Beifahrerairbag, würde ich ESP nehmen :D

In der einschlägigen Fachliteratur wird eine Reduzierung der schweren oder tödlichen Unfälle durch ESP von etwa 60 Prozent genannt. Ist somit neben dem Gurt der wichtigste Lebensretter und für Neufahrzeuge seit 2014 in der EU vorgeschrieben.

Wenn ich wählen müsste, würde ich auch den Beifahrerairbag weglassen. Weil ich schließlich der Fahrer bin.

Muss ich aber gsd nicht.

Wo die 60 Prozent herkommen, wüsste ich gern mal. Kann ich mir nicht vorstellen, dass ESP so viel ausmachen soll. Der größte Anteil an tödlichen Unfällen dürfte mit ESP nicht zu verhindern sein (Vorfahrt missachten, Kollisionen im Gegenverkehr auf Landstraßen etc.)

Da gehts wohl um "sicheres ausweichen" und verhindern von Drehern.

Weiche ich aus und drehe mich, fährt der andere mir in die Seite=blöd.

Drehe ich mich in einer Kurve und knalle seitwärts gegen einen Baum=ganz blöd.

Am sichersten sind Autos halt bei einem Frontalaufprall.

ESP arbeitet halt unauffällig im Hintergrund, denke viele wissen garnicht das sie 20 Jahre vorher im Graben gelandet wären bei einem "gutgegangenen" Ausweichmanöver.

@Foghorn

 

Das hört sich logisch an.

Ich denke das da was dran ist.

Gerade auch wenn leute schnell durch nasse kurven fahren.

Ich bin allerdings schon froh, dass aktuell selbst die 500€-Passat 3b die ich mir kaufe schon 4 Airbags drin haben...

Haben ist immer besser als brauchen.

Gut wenn man sie nicht braucht, aber wer kann das wissen?

Zitat:

@birscherl schrieb am 7. Februar 2017 um 14:17:59 Uhr:

Einfach mal selber anschauen, wie groß der Beifahrerairbag wird und welche Kräfte er aufnehmen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=PMje7eigkd0

Macht Sinn, das Ding.

Danke das Video war sehr überzeugend für einen Beifahrerairbag.

Seelze 01

Soviel auch zu "angeschnallte brauchen keinen Airbag mehr"...

Zitat:

@warnkb schrieb am 7. Februar 2017 um 19:14:20 Uhr:

Wo die 60 Prozent herkommen, wüsste ich gern mal. Kann ich mir nicht vorstellen, dass ESP so viel ausmachen soll. Der größte Anteil an tödlichen Unfällen dürfte mit ESP nicht zu verhindern sein (Vorfahrt missachten, Kollisionen im Gegenverkehr auf Landstraßen etc.)

Die typischen Schleuderunfälle haben in den letzten 10 Jahren sehr deutlich abgenommen. Das waren die, die im günstigen Fall auf dem Acker, im ungünstigen Fall vorm Baum (dann sehr oft mit tödlichem Ausgang) endeten.

Nein die Airbags für Baifahrer werden nur eingebaut um dem Endverbraucher Geld aus der Tasche zu ziehen. Genauso wie Kopf, Fuss, Seitenairbags etc.

Sie haben schon ihre Berechtigung, und wenn man das ganze auch so benutzt wie es auf dem Papier angedacht ist, also nicht seinen Einkauf auf den Airbag legt oder nur schnell das Handy oder oder, gibt es auch in der Praxis keine Teile welche ein Airbag durch die Gegend Schleudert.

Genauso sollte bei Kleinskindern, Babysitzen sich an die Herstellervorschriften halten sonst kann der Airbag genau das Gegenteil sein.

Und wer wirklich angeschnallt war bei einem Unfall, der erhält mit oder ohne Airbag einen netten Bluterguss bis hin zu Brüchen je nach schwere des Aufpralles. Aber lieber solche Verletzungen von einem Sicherheitsgurt oder eine gebrochene Nase von einem Airbag als den Rest des Lebens im Rollstuhl. Oder keinen Rest mehr vom Leben.

Bekannter hatte vor über 25 Jahren einen "schweren" Unfall, er war Beifahrer und nicht angeschnallt. Bei dem Aufprall auf dem Baum wurde er durch die Windschutzscheibe raus geschleudert. Der Fahrer verstarb bei dem Aufprall und der Herr auf der Rücksitzbank verblutete an der Unfallstelle. Er konnte nach einer Woche das Krankenhaus verlassen.

Seit diesem Tage weigert er sich sich anzuschnallen, da er sagt wenn er angeschnallt gewesen wäre, wäre er auch tot gewesen. Dem Herren kannst du auch nicht erklären das ein Sicherheitsgurt oder Airbag dazu da sind Leben zu retten.

Und wenn man sich die heutigen aktuellen SRS Systeme anschaut, dann sind das mitlerweilen schon relativ komplexe Systeme geworden, welche nach Art und Stärke des Aufpralles entscheiden welche Sicherheitseinrichtung in welchem Ausmaße anspricht.

ESP und 60%, das glaube ich schon. Wie schon erwähnt bekommen die meisten Fahrer die einfachen ESP Eingriffe gar nicht mit. Wo man früher im Acker stand, fährt man heute einfach weiter, aus diesem Grunde darf auch mein Nachwuchs an Fahrsicherheitstrainigs teilnehmen um einfach mal ein Auto zu erfahren ohne irgendwelche Hilfsmittelchen, und am besten sind immer die Gesichter wenn das Auto das macht wenn es will :D

Dazu gehen wir noch von KFZ zu den leichten NFZ, Ich kann mich selber noch an die Sprinter erinnern, die richtigen konnte man bei Vollmond und zunehmender Sonne, mit 15km Anlauf, ohne Probleme mit Tacho 200km/h über die Bahn jagen, natürlich wenn man den Stauraum genutzt hat und mal wieder die 4T auf die Waage brachte waren es nur noch 190km/h.

Da gabs aber sowas wie ESP nicht, wenn bei der Geschwindigkeit und der Angrifffläche von nem Hochseefrachter ein Windhauch von der Seite gekommen wäre, bezweifele ich das auch der Weltbeste Autofahrer noch eine Chance gehabt hätte das Ding wieder einzufangen, und erst recht nicht der 18 jährige Bubi der seit ner Woche nen Schein hat und das erste mal mit so einem Dingens unterwegs ist.

Es kam dann mal eine Generation von Sprintern welche alle ESP hatten und bei 140 km/h abgeriegelt waren, weiss jetzt aber nicht ob das von MB so ausging oder die die Firma so bestellt hat weil sie keinen Bock mehr hatten jede Woche iwo einen Sprinter von ihnen aus dem Graben holen zu lassen.

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