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Welche Größen sind zum Beschleunigen relevant?

Themenstarteram 6. März 2014 um 17:04

Hallo,

ich bin 18 Jahre, mache zum 1. August eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker und strebe in ferne Zukunft auch ein Studium in dieser Fachrichtung an, da ich mich einfach seit langem für Fahrzeug-und vor allem für Motortechnik interessiere.

Ich habe mich mal etwas intensiver damit befasst, welche Größen eigentlich für die Beschleunigungswerte relevant sind.

Da stößt man natürlich als erstes einmal auf die Getriebe-und Achsübersetzung, jedoch möchte ich diese außen vor lassen und mich auf den Motor konzentrieren. Hier gibt es zwei wesentliche Größen:

1. Das Drehmoment und

2. Die Leistung.

Wobei man aber erwähnen muss, dass sich die Leistung sozusagen aus dem Drehmoment errechnen lässt.

Aus diesem Grund hört man häufig: "je größer das Integral unter einer Drehmomentskurve, desto besser wird das Fahrzeug beschleunigen".

Und man hört häufig: "Nur das Drehmoment ist für die Beschleunigung interessant".

Ich kann das jedoch nicht so ganz nachvollziehen:

Ich habe unten mal eine Drehmoment-und Leistungskurve von meinem C 180 Kompressor W203 eingefügt:

Demnach müsste mein Wagen bei 2.500 Umdrehungen genau so gut ziehen, wie bei 4.000 Touren, was aber nicht stimmt, denn

das Fahrzeug zieht bei 4.000 Umdrehungen besser, weshalb man doch nicht das Drehmoment auf die Beschleunigung pauschalisieren kann, sondern man müsste doch auch eine Abhängigkeit zu den Umdrehungen/min. erstellen.

Und genau deshalb möchte ich hier fragen: Was ist wirklich wichtig für die Beschleunigung?

Allein das Drehmoment kann dafür ja nicht verantwortlich sein, da muss es doch auch noch eine Abhängigkeit von den Umdrehungen geben.

Aber wie sieht diese Abhängigkeit aus?

Mit freundlichen Grüßen

Felix

Lkc180kkh5
Beste Antwort im Thema

Zitat:

Allein das Drehmoment kann dafür ja nicht verantwortlich sein, da muss es doch auch noch eine Abhängigkeit von den Umdrehungen geben.

Aber wie sieht diese Abhängigkeit aus?

Als handliche Zahlenwertgleichung näherungsweise: P[kW]=M[Nm]*n[1/min]/9550. :D

Das, was Dich nach vorne bringt, ist Leistung. Sonst nix. Und die ist ein Produkt aus Drehmoment und Drehzahl.

Das ganze Drehmomentgelaber ist Stammtisch-Schwachsinn. Ein hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl bedeutet nicht anderes als eine vergleichsweise höhere Leistung bei niedriger Drehzahl.

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Leistung=Moment * Winkelgeschwndigkeit

P=M*2*PI*n

damit hast dein Zusammenhang zwischen Moment und Leistung und auch der Drehzahl. Man sollte das Moment also immer zusammen mit der Drehzahl betrachen, oder einfach gleich die Leistung anschauen.

Bei der Beschleunigung eines Fahrzeuges musst dir das Getriebe mit ansehen und deren Übersetzung. Da ist es am besten wenn man sich Radzukraftdiagramme erstellt für die Verschieden Motor und Getriebekombinationen. Dazu gib es hier schon Blog, u.a. für den VW Golf Durchgerechnet und desen Motor/Getriebekombinationen.

Zitat:

Allein das Drehmoment kann dafür ja nicht verantwortlich sein, da muss es doch auch noch eine Abhängigkeit von den Umdrehungen geben.

Aber wie sieht diese Abhängigkeit aus?

Als handliche Zahlenwertgleichung näherungsweise: P[kW]=M[Nm]*n[1/min]/9550. :D

Das, was Dich nach vorne bringt, ist Leistung. Sonst nix. Und die ist ein Produkt aus Drehmoment und Drehzahl.

Das ganze Drehmomentgelaber ist Stammtisch-Schwachsinn. Ein hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl bedeutet nicht anderes als eine vergleichsweise höhere Leistung bei niedriger Drehzahl.

Was oben schon geschrieben wurde, zusatzlich das Fahrzeuggewicht, Masse, und die Massetragheit vom Motor und Getriebe.

Dazu kommen Rollwiederstand, Achsubersetzung, und Tragheit,

Rudiger

am 6. März 2014 um 17:13

Zitat:

Original geschrieben von BENZinblueter

 

Demnach müsste mein Wagen bei 2.500 Umdrehungen genau so gut ziehen, wie bei 4.000 Touren, was aber nicht stimmt, denn

das Fahrzeug zieht bei 4.000 Umdrehungen besser, weshalb man doch nicht das Drehmoment auf die Beschleunigung pauschalisieren kann, sondern man müsste doch auch eine Abhängigkeit zu den Umdrehungen/min. erstellen.

natürlich wird der bei 4000U/min besser beschleunigen als bei 2500U/min,

da hat er ja auch deutlich mehr leistung.

aber wer fährt schon ständig mit 4000U/min durch die gegend?

Zitat:

Original geschrieben von John-Doe1111

aber wer fährt schon ständig mit 4000U/min durch die gegend?

Ich! :D

Zumindest beim beschleunigen, macht die Automatik ganz von selber so... :rolleyes:

am 6. März 2014 um 17:21

Zitat:

Original geschrieben von Powermikey

Zitat:

Original geschrieben von John-Doe1111

aber wer fährt schon ständig mit 4000U/min durch die gegend?

Ich! :D

Zumindest beim beschleunigen, macht die Automatik ganz von selber so... :rolleyes:

soso, deine automatik hält den motor bei jedem beschleunigen immer bei mindestens 4000U/min?

Themenstarteram 6. März 2014 um 17:23

Hallo und danke für die raschen Antworten!

Ich habe hier nämlich auch ein Buch liegen "Basiswissen Verbrennungsmotor", wofür es auch einige Excel-Dateien zum downloaden gibt:

Da kann man einfach die Daten, wie Übersetzung, Drehmoment pro Umdrehung, Gewicht, Cw-Wert usw. usw. eintippen und das Programm errechnet die einzelnen Beschleunigungswerte näherungsweise.

Ich habe mich aber extra nur auf den Motor bezogen und wollte die Abhängigkeiten gerne wissen, da ich immer verwirrt durch das "es zählt nur das Drehmoment"-Gelaber war...

Zitat:

Original geschrieben von John-Doe1111

so, deine automatik hält den motor bei jedem beschleunigen immer bei mindestens 4000U/min?

Das war ein Scherz Du Spaßbremse! Nee, im Ernst, das Dingen schaltet recht spontan runter...und 4000/min sind beim Benziner nun wirklich nix besonderes...oder? Gut, ein Dacia mag sich dabei anhören als ob er gleich auseinanderfällt, das tut mein Statussymbol aber nicht...

Um´s kurz zu machen. Lies Dir diesen Artikel mal durch, da steht schon ´ne ganze Menge an relevanten Informationen drin.

Wie man sich das auch verständlich machen kann.

Es gibt Fahrwiderstände und die musst du mit Leistung kompensieren :D Die Fahrwiderstände werden in W angeben, also einer Leistungseinheit.

So mal ganz einfach erklärt.

Und die Jungs am Stammtisch kannst du eh nicht überzeugen, die würden das eh nicht verstehn wenn denen die Formel auf den Tisch legst.

Wenn denen auch noch den kompletten Weg vonr Motor über Getriebe bis an Rad vorrechnen würdest, hätten sie schon längst ein neue Thema angefangen ;)

Einfach vergessen die Jungs.

Die Getriebeabstufungen und Reibmomente Reifen/Straße sind auch wichtig. z.B. würde eine Sattelzugmaschine ohne Trailer mit 600PS theoretisch schon ganz nett beschleunigen, aber der Fahrer kommt vor lauter Schalten nicht mehr zum fahren und die Reifen drehen auch nur durch.

am 6. März 2014 um 17:31

Zitat:

Original geschrieben von Powermikey

Zitat:

Original geschrieben von John-Doe1111

so, deine automatik hält den motor bei jedem beschleunigen immer bei mindestens 4000U/min?

Das war ein Scherz Du Spaßbremse! Nee, im Ernst, das Dingen schaltet recht spontan runter...und 4000/min sind beim Benziner nun wirklich nix besonderes...oder? Gut, ein Dacia mag sich dabei anhören als ob er gleich auseinanderfällt, das tut mein Statussymbol aber nicht...

unter 4000U/min ist beim saug-benziner meist tote hose.

bei manchen auch über 4000U/min:D

solche drehzahlberiche braucht ein diesel nicht.:cool:

Zitat:

Original geschrieben von John-Doe1111

solche drehzahlberiche braucht ein diesel nicht.:cool:

Solche Drehzahlen kann der Diesel nicht! :D

Und mein Benziner ist zwangsbeatmet...der kann unter und über 4000! :cool:

Zitat:

Original geschrieben von Powermikey

Zitat:

Allein das Drehmoment kann dafür ja nicht verantwortlich sein, da muss es doch auch noch eine Abhängigkeit von den Umdrehungen geben.

Aber wie sieht diese Abhängigkeit aus?

Als handliche Zahlenwertgleichung näherungsweise: P[kW]=M[Nm]*n[1/min]/9550. :D

Das, was Dich nach vorne bringt, ist Leistung. Sonst nix. Und die ist ein Produkt aus Drehmoment und Drehzahl.

Das ganze Drehmomentgelaber ist Stammtisch-Schwachsinn. Ein hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl bedeutet nicht anderes als eine vergleichsweise höhere Leistung bei niedriger Drehzahl.

Wobei die höchsten Radzugkräfte wieder beim Drehmomentmaximum zu finden sind.

Allerdings ist es ganz einfach so, je höher die Drehzahl umso faktisch kürzer die Übersetzung, was im Vergleich wieder die Radzugkraft erhöht. Nur deswegen ist Leistung der springende Punkt.

Für die beste Beschleunigung brauche ich numal immer die in Abhängigkeit von Motorleistungskurve und Getriebe die höchste Radzugkraft.

Zitat:

solche drehzahlberiche braucht ein diesel nicht.:cool:

Für beste Beschleunigung schon, im 1. Gang muss ich meinen TDI dafür bis 4800rpm drehen!

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