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Wie lange dauert es im Schnitt bis die Versicherung zahlt.

Themenstarteram 16. Januar 2020 um 10:05

Hallo Zusammen,

Am 30.12.2019 hatte Ich unverschuldet einen Verkehrsunfall auf einer Landstrasse, jemand hatte mich beim abbiegen übersehen und mir so die Vorfahrt genommen. Laut Polizei hatte Ich keine Chance mehr den Unfall zu vermeiden.

Mein Unfallgegner ist als 01 eingetragen in der Unfallmitteilung und gegen ihn wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet was ebenfalls mit einer TBN nummer in der Unfallmitteilung vermerkt ist. Aussage der Polizistin vor Ort war auch gegenüber meinem Unfallgegner dass es sich nicht wegdiskutieren liesse dass Er den Unfall verursacht hat. Das Bußgeld und die Aussage des Polizisten hat mein Gegenüber auch ohne diskussion hingenommen.

Er beteuerte nur froh zu sein das keiner ernsthaft verletzt ist. Mein Auto war Aufgrund des Unfalls nicht mehr Fahrtüchtig und musste Abgeschleppt werden. Auf anraten der Polizei habe Ich meine Versicherung darüber in Kenntnis gesetzt dass Ich unverschuldet in einen Unfall verwickelt wurde.

Diese hat auch prompt reagiert und mir einen Gutachter geschickt sowie ein Ersatzfahrzeug vermittelt und einen Verkehrsanwalt beauftragt das abzuhandeln. Laut Anwalt ist die ganze Sache eindeutig und lässt keinen Diskussionsspielraum.

In der Zwischenzeit ist eine Ersatzbeschaffung erfolgt was ich auch dem Anwalt gemeldet habe, sowie den Mietwagen am Tag der auslieferung meines neuen Fahrzeugs zurückgegeben habe um die Kosten zu minimieren, stichwort Schadenminderungspflicht.

Der Anwalt meinte das es bis zu 5 Wochen dauern kann bis die gegnerische Versicherung sich meldet bzw. den Schaden reguliert.

Wie sieht das in der Praxis aus, hat hier jemand Erfahrungen, für mich war es der erste Unfall in meinem Leben.

Vielen Dank im Vorraus für alle Antworten.

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13 Antworten

Da Du einen Anwalt mit Deiner Forderung betraut hast und die Schuldfrage ziemlich eindeutig ist, sollte das max. 3 Wochen dauern.

Bisher hast du erst 70 % falsch gemacht.

Bei einem unverschuldeten Unfall beauftragt man selber einen unabhängigen kfz-Sachverständigen und selber einen eigenen Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Niemals überläßt man die Abwicklung und Feststellung der Schadenshöhe der Versicherung, auch wenn es nicht die gegnerische ist. Es gibt den Spruch: "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus" und genau dieser besagt hier alles.

Wie lange die Abwicklung dauert kann dir hier keiner verraten, dass ist immer vom Einzelfall abhängig und welche Fristen dein Anwalt gesetzt hat und ob er diese intensiv verfolgt.

Wobei am 16.01. bei mir noch kein Schaden aus der letzten Dezemberwoche abgerechnet wurde, das dauert noch etwas.

Themenstarteram 16. Januar 2020 um 11:28

Ich habe mich etwas blöd ausgedrückt glaube Ich. Mit meiner Versicherung ist gemeint das Ich meinen Versicherungsmakler angerufen habe.

Der hat mir den Sachverständigen vermittelt und dieser wiederum mir den Anwalt empfohlen, die Summe die dabei rum kam ist durchaus dem Fahrzeug angemessen. Sachverständiger und Anwalt sind von mir via Abtretungserklärung beauftragt, bis auf den abschlepper wird alles direkt mit der gegnerischen Versicherung abgerechnet und den Abschlepper hat der Anwalt bereits eingefordert, wir warten gerade auf die Stellungsnahme der gegnerischen Versicherung.

Also noch mal alles von mir selber beauftragt nur der Kontakt kam über mein Versicherungsbüro zustande, Gutachten ist dem Wert des Fahrzeugs angemessen damit bin ich durchaus zufrieden auch der Anwalt macht auf mich einen erfahrenen und kompetenten Eindruck.

Ich versteh jetzt nicht, was eigntlich deine Frage ist.

Wenn dir dein Anwalt mit seiner Erfahrung schon gesagt hat, dass es bis zu 5 Wochen dauert, was bringt es dir dann, wenn hier welche berichten, dass es bei ihnen 2 Jahre oder 1 Woche gedauert hat?

Zb. 20 Antworten hier im Forum stehen gegen evtl. 1000 Fälle, die der Anwalt bearbeitet hat.

Themenstarteram 16. Januar 2020 um 15:03

Ganz einfach, mich hat halt interessiert wie lange es bei anderen in etwa gedauert hat in der Praxis. Das es Einzelfallangaben sind ist mir schon klar. Grundsätzlich frage Ich gerne nach anderen Erfahrungen wenn mir was unbekannt ist.

Fühle mich bei dem Anwalt gut aufgehoben aber trotzdem interessieren mich die Erfahrungen die andere Menschen damit gemacht haben oder ob es da komplikationen gab.

Aus meiner beruflichen Erfahrung wenige Stunden bis Jahre. Je nach Fall.

Die Antwort hilft dem TE nur überhaupt nicht, wie Boppero schon vollkommen richtig kommentiert hat.

Der RA liegt mit der Antwort aber nicht falsch. :)

Themenstarteram 16. Januar 2020 um 15:19

Zitat:

@germania47 schrieb am 16. Januar 2020 um 15:15:38 Uhr:

Aus meiner beruflichen Erfahrung wenige Stunden bis Jahre. Je nach Fall.

Die Antwort hilft dem TE nur überhaupt nicht, wie Boppero schon vollkommen richtig kommentiert hat.

:D:D:D:D

Ja das ist in der Tat wenig hilfreich, allerdings hat deine Antwort mich zum lachen gebracht, danke dafür.

Nochmals es interessiert mich halt ob einige User hier zeitliche erfahrungen gemacht haben und ob es konsequenzen gab. Ihr könnt euch vorstelen wenn man das zum ersten mal mitmacht ist man auch wenn alles gut läuft etwas unsicher, deswegen dass ich nach euren Erfahrungen fragte. Trotzdem danke für alle antworten soweit.

Mein Unfall war am 20.09.2019, repariert war das Auto am 26.09.2019. Ich hatte eine Anwältin für Verkehrsrecht und einen Gutachter.

Am 11.10.2019 bezahlte die gegnerische Versicherung 50 % des Schadens, mein Gegner hatte sein Talent für Märchenstunden entdeckt und seiner Versicherung mitgeteilt, ich sei ihm bei einem Spurwechsel ins Auto gefahren und nicht andersrum (er hat allerdings keine Ansprüche an meine Versicherung geltend gemacht).

Meine Anwältin hat die gegnerische Versicherung angeschrieben, hat die Unfallmeldung der Polizei (in der mein Gegner Beteiligter zu 1 war und 35 € Verwarngeld zahlen musste) beigefügt und eine Klage angekündigt. Am 23. 10.2019 hatte meine Anwältin die restlichen 50 % zur Verteilung auf ihrem Konto.

TE - Du hast alles richtig gemacht. Der Versicherungsmakler hat Dich gut beraten.

Ganz herzlichen Dank für Deine Antwort! Es tut mal wieder gut endlich zu hören habe alles richtig gemacht weil manchmal, ganz besonders wenn es um Verantwortung geht, hinterfrage ich 1.000 x falls noch notwendig! Es passiert heutzutage sooo viel Betrug plus Rüksichtslosigkeit dass man einfach wie die Italiener agieren muss! Die sagen: Vertrauen gut aber Kontrolle noch besser! und daher bin ich hier bei MotorTalk und bin absolut dankbar für jede Antwort! ;)

quote]

@tomold schrieb am 16. Januar 2020 um 20:00:04 Uhr:

Mein Unfall war am 20.09.2019, repariert war das Auto am 26.09.2019. Ich hatte eine Anwältin für Verkehrsrecht und einen Gutachter.

Am 11.10.2019 bezahlte die gegnerische Versicherung 50 % des Schadens, mein Gegner hatte sein Talent für Märchenstunden entdeckt und seiner Versicherung mitgeteilt, ich sei ihm bei einem Spurwechsel ins Auto gefahren und nicht andersrum (er hat allerdings keine Ansprüche an meine Versicherung geltend gemacht).

Meine Anwältin hat die gegnerische Versicherung angeschrieben, hat die Unfallmeldung der Polizei (in der mein Gegner Beteiligter zu 1 war und 35 € Verwarngeld zahlen musste) beigefügt und eine Klage angekündigt. Am 23. 10.2019 hatte meine Anwältin die restlichen 50 % zur Verteilung auf ihrem Konto.

TE - Du hast alles richtig gemacht. Der Versicherungsmakler hat Dich gut beraten.

Hatte bisher 4 unverschuldete Unfälle.

Regulierung immer ohne Anwalt dauerte 2x 14 Tage, 1 x 3 Wochen, 1x. 4 Wochen.

Die mit den 14 Tagen sind aber schon lange her... 25 Jahre oder so. Schadenschnelldienst bei Allianz..

Hähä, ging schnell, aber vermutlich auch zu billig.

Kann das heute nimmer sagn und tats a nimmer macha.

Glaube mal in den Versicherungsbedingungen gelesen zu haben, dass man nach 4 Wochen einen Anspruch auf zu mindestens einer angemessenen Teilauszahlung hat.

V.G.Flakko

Woher kennst Du die Versicherungsbedinungen deines Unfallgegners?

Wenn der Sachbearbeiter in Mutterschutz, Urlaub oder zur Kur ist, kann das ganze auch schon mal Monate dauern. Alles schon gehabt.

Bei meinem letzten Schaden konnte nicht mal der Anwalt die Versicherung zur Zahlung bewegen. Erst nach Einreichung einer Klage vor Gericht hatte die Versicherung 4 Wochen vor dem Termin plötzlich gezahlt. Angeblich war der Sachbearbeiter nicht mehr so richtig am Fall.

Ich vermute, die Zahlungen werden oft so lange wie möglich rausgezögert. Inzwischen lasse ich jeden Schaden über den Anwalt regeln. Auf diesen Mist habe ich ehrlich gesagt keinen Bock mehr.

Sind alle nötigen Erhebungen zur Feststellung des Versicherungsfalles und des Umfangs der Leistung des Versicherers beendet, dann ist die Geldleistung des Versicherers fällig. So sprach das Amtsgericht Erlangen einem Geschädigten das Recht zu, bei einem einfachen Sachverhalt und eindeutiger Verschuldensfrage bereits nach zwei Wochen Klage auf Ersatz seines Schadens zu erheben (Urteil AG Erlangen, Az.: 1 C 1787/04).

Sind diese Erhebungen nicht bis zum Ablauf eines Monats seit der Anzeige des Versicherungsfalls beendet, kann der Versicherte Abschlagszahlungen in Höhe des Betrags verlangen, den der Versicherer voraussichtlich mindestens zu zahlen hat. Aber der Lauf dieser Frist ist gehemmt, solange die Erhebungen infolge eines Verschuldens des Versicherten nicht beendet werden können.

V.G.Flakko

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