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Wie könnt ihr euch so teure Autos kaufen (nicht provokant gefragt)

Themenstarteram 15. September 2020 um 22:47

Hallo zusammen,

 

seid Jahren interessiert mich es, wie ihr euch so teure Wägen leisten könnt. Von 30k -60k ist alles dabei -sei es gebraucht oder Neuwagen.

 

Ist auf keinen Fall negativ gemeint ! Ich möchte es nur verstehen, eventuell denke oder mache ich was falsch. Kurz zu mir - ich bin 24 Jahre und komme auf ca. 2,6k netto im Monat und finde doch, dass bereits Autos ab 30k Euro sehr viel für mich sind.

 

Wenn die meisten hier ein Leasing durchführen, habt ihr keine Angst, dass Unfälle (muss ja nicht selbst verursacht sein) oder Kratzer von fremden an euren geleasten Autos aufkommen und ihr entweder sehr viel zahlen müsst oder gar das Auto abkaufen müsst? Selbst wenn das Auto abgegeben wird, sind für 3-4 Jahre ca. fast die Hälfte des Kaufpreises flöten gegangen und das nur für das Mieten eines Fahrzeugs.

 

Ich selbst habe mit 19 ein 24k Auto finanziert (mit nur 2,5k Anzahlung), bei dem ich monatlich ca. 280 Euro gezahlt habe und noch eine Schlussrate von 10k übrig hatte. Das war sehr viel Geld.

 

Ich möchte verstehen, ob ich irgendetwas falsch mache bzw. an das Thema anders vorgehen muss. Ich würde nämlich sehr gerne ein CLA / A Klasse fahren ohne mit den Gedanken zu spielen das 30k sehr sehr viel Geld sind oder auf viel Ausstattung sparen muss.

 

Ich hoffe, ihr könnt das etwas nachvollziehen und mich belehren.

 

Danke euch und schönen Abend

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88 Antworten

Dies ist ein Auto-Forum, somit sind hier neben einfach autointeressierten Nutzern wie meiner Wenigkeit auch solche stärker als im normalen Bevölkerungsschnitt vertreten, welche eine so starke Passion für ihre Fahrzeuge haben oder entwickeln, dass sie sich in ihrem sonstigen Leben zugunsten des Fahrens eines tollen Autos einschränken. Dort wird einfach ein hoher 3-stelliger, sicherlich auch mal 4-stelliger Betrag im Monat fürs KFZ investiert - voila: Schönes Premiumauto bei „normalem“ Gehalt wie deinem.

Allgemein musst du immer daran denken, dass du „nur“ den Wertverlust des jeweligen Autos zahlst und nicht die Gesamtsumme die auf dem Kaufvertrag steht. (Außer du fährst das Auto bis es wirklich 0€ Wert ist). Als kleines Beispiel: VW Golf 1.6TDi, 8 Jahre alt, 100.000Tkm 6500€. Restwert nach 4 Jahren und 60 Tkm dazu: 2000€

Macht einen Wertverlust von 4500€

Oder ein A45 2-3 Jahre, 30.000Tkm, 40.000€ Restwert nach 4 Jahren und 60.000km: 28.000€

Wertverlust von 12.000€

Anstatt einer Differenz bei der Finanzierung (wenn beide Autos über 48 Monaten abbezahlt werden) von ca 698€, bleiben bei der Differenz des monatlichen Wertverlustes „nur“ 156€. Die zusätzlichen Kosten (mehr Kraftstoff, Versicherung usw.) musst du auch berücksichtigen, kann ich aber nicht abschätzen.

Eine längere Finanzierung mit Sondertilgungsoption, ist auch eine Möglichkeit, solange du mehr als den monatlichen Wertverlust + Zinsen abbezahlst.

Beim Leasing hat man ja häufig eine GAP-Versicherung mit dabei, wo man bei einem Totalschaden abgesichert ist. Bei Kratzern geht es im Zweifel auf die VK. Aber ich gehe nicht davon aus, dass man hier mit wirklich vielen Schadensereignissen im Schritt rechnen muss. Wobei vieles im Leasing von den Herstellern selbst gem. standardisierter Schadenskataloge als Gebrauchsspur durchgeht (bestimmte Kratzer oder Steinschläge).

Durchschnitt in DE übrigens sind 34T € für Neuwagen, und knapp 20T € für Gebrauchtwagen. Also bist Du jetzt mit 30T € nicht krass außerhalb der Reihe.

Ich würde sagen, dass man für Neuwagenkäufe einfach länger spart und den Wagen dann auch entsprechend lange fährt. Einen jungen Gebrauchten um 20T € kriegt man da schneller zusammen. Mit Deinem heutigen Gehalt wäre Deine vorherige Finanzierung auch einfacher gewesen oder? Mit Mitte 30 sehe es bei Dir auch noch mal sicher anders aus.

Der Markt für Neufahrzeuge über 60T € wird m.E. viel im geschäftlichen Leasing sein. Besonders Selbstständige können sich die sehr teuren Autos somit leisten ohne sie umständlich kaufen und verkaufen zu müssen. Dazu hast Du halt noch die Leute die noch solventer sind, die können halt auch auf ein 40-50T€ (oder mehr) Auto hinsparen, wenn man es denn so will (stell Dir einfach das doppelte Gehalt von Dir vor z.B., oder ein Doppelverdiener Ehepaar ohne Kinder).

Also um Deine Frage kurz zu beantworten, wie man sich so teure Autos leisten kann: A) Länger sparen B) Mehr verdienen oder C) (Geschäftlich) leasen ;)

Oder D auf gewisse andere Dinge verzichten. Ich kenne den ein oder anderen, da gibts ab Mitte des Monats nur Pellkartoffeln mit Quark oder Reis mit Ei, beim Treff am MCDrive wird sich an einer Coke festgehalten, gegrillt wird die billigste abgepackte Bratwurst aus Haltung 1 für 1,49 im 8er Pack, Klamotten gibts von KiK

Und mach dir keinen Stress, mit 19 oder Mitte 20 ist für Viele auch nur die geschenkte Gurke von Omma als Studentenhobel angesagt. Und auch als schon berufstätiger ist’s eher die Zeit des Vermögensaufbau und nicht des Rausfeuerns... und mit 19 schon ein 20k-Auto finanziert zu haben - puhhh da bist du schon weit vorne dabei!

Mit 24 bist du noch relativ jung, mit mitte 30 sieht das schon anders aus. Da verdienst du mehr Geld und hast schon etwas angespart.

Und wie schon oben geschrieben ist dieses Forum nicht repräsentativ. Schau mal auf die Mehrzahl der Autos auf den Straßen. Bei einem Kleinwagen bist du mit 20.000 Euro schon gut dabei und mit 25.000 ist auch ein Kompakter gut zu bekommen.

Bei Leasing zahlst du nur den Wertverlust. Das Auto ist nach den paar Jahren längst nicht abbezahlt. Bei Leasing ist übrigens meist Vollkasko Pflicht das Problem der Parkplatzrempler ist somit auf den Selbstbehalt beschränkt. Bei Kreditfinanzierung ist es meist ähnlich.

Und sei mal ehrlich: wss ust häufiger zu sehen, Porsche Macan oder Dacia Duster? Ich rede nicht von Westerland auf Sylt sondern von einer normalen Stadt.

Oder man verdient entsprechend und kann es sich einfach leisten.

Ich habe bisher alle meine Fahrzeuge direkt bar bezahlt oder innerhalb weniger Jahre komplett abbezahlt.

Mehr als 19t€ habe ich noch nie für einen Wagen bezahlt und den habe ich nach 2 jahren (und 4500€ wertverlust) wieder gegen einen 5000€ Wagen eingetauscht. Den 5000€ Wagen bin ich dann viele Jahre gefahren und habe ihn noch für 1000€ verkauft, also 4000€ Wertverlust über 6-7 Jahre statt 2

Trotz Vollkasko macht es mir einfach keinen Spaß mit einem teuren Fahrzeug durch die Gegend zu fahren. Außerdem habe ich bei Leasing immer das Gefühl das ist nicht mein auto sondern nur ein Mietwagen ( was ja auch so ist)

Leasing oder Firmenwagen ermöglichen viel. Derjenige der sich privat ein teures Auto neu kauft ist normalerweise geldig und alt. Gönn es Ihnen. Soviel Zeit haben Sie nicht mehr.

Du verdienst noch wenig mit 24. Mit 45 verdienst du locker das doppelte plus Mieteinnahmen und Dividenden. Deine Frau verdient auch noch zusätzlich gut oder aber hat schon geerbt. Dann ist ein Auto für 50TEur kein großer Akt.

Der Durchschnittspreis für NEUE PKW liegt in Deutschland bei 34k €:

 

https://de.statista.com/.../

 

Nimmt man jetzt den Gebrauchtwagenmarkt dazu, wird man bei dem Durchschnittspreis für ein 2919 angeschafftes Fahrzeug bei unter 20k € landen.

 

Also sind wir statistisch betrachtet weit von der Kaufpreisspanne entfernt, den der/die TE erwähnt.

 

Mein erstes Auto kostete mich übrigens einen Monatsnettolohn, den ich als Student während der Semesterferien verdiente.

Das 2. Auto wurde ebenfalls von dann 2,5 Monatslöhnen bezahlt, die ich als Student verdiente

Beim 3. Auto hatte ich mit 26 Jahren bereits meine erste feste Arbeitsstelle und mit dem Verkaufserlös des Vorgängerfahrzeugs und einer Zuzahlung in Höhe eines monatlichen Nettolohnes stand 1985 das erste Neufahrzeug (VW Passat) in meiner Garage. Über die nächsten Jahre habe ich mich dann in die gehobene Mittelklasse hochgeschaukelt, wobei alle Folge- Fahrzeuge ohne Finanzierung gekauft wurden. Die letzte Neuanschaffung (Volvo V70 T5) kostete mich nach Abzug von knapp 20% Neuwagenrabatt immerhin noch 43k €.

 

Da ich später aber feststellte, dass schon seit ca.10-14 Jahren die Wertverluste, die ein Neufahrzeug mit 15-25 tkm p.a. in den ersten 4-5 Jahren erleidet, bis zu 70% betragen können, bin ich vom Neukauf weg. Stattdessen wurde nach dem Volvo T5 ein Jahreswagen (BMW 330d Touring, ehem. BLP 68k €) für deutlich unter 40k € und ein 3-Jahres-Leasingrückläufer (Audi A1 1.4 TFSI Sportback, ehem. BLP 31k €) für deutlich unter 20k € gekauft .

 

Meine beiden jeweils für unter 20k € gebraucht gekauften Hobby-Cabrios (Mercedes 300 SL von 1987 und SL 500 von 1998) finanzieren sich dagegen quasi von selbst. Sie werden allerdings nur von März bis Oktober ca. 2-5tkm p.a. gefahren . Der 300 SL ist aktuell ca. 75 % mehr Wert als beim Kauf vor gut 15 Jahren und beim SL 500 lag der Wertzuwachs in den letzten 5 Jahren bei 25-30 %. Die bisherigen Betriebskosten und Reparaturen der beiden Benze liegen unter dem Wertzuwachs in den genannten Zeiträumen.

Themenstarteram 16. September 2020 um 0:20

Ich habe Mal was ausgerechnet..

 

Damals vor 5 Jahren habe ich meine Tageszulassung für 24k finanziert. Wenn ich mein Unfallwagen verkaufe, inklusive fettem Kratzer bekomme ich 13-14k Euro. Das bedeutet, ich bin in 5 Jahren (60 Monate) das neue Auto für 11.000 Euro gefahren (183 Euro im Monat). Das ist doch eigentlich echt ganz gut, oder nicht ?

 

Ich denke dasselbe mach ich wohl mit dem nächsten Auto. 14k zahle ich an, lass die Finanzierung 4 Jahre laufen, bezahle den Restbetrag ab und verkaufe den Wagen nach 4 Jahren. Mit Glück bekomme ich für den cla250/220 oder a220/250 mit ca. 60k Kilometern noch 17-19k. Das würde bedeuten, ich bin das Auto erneut für 11-13k gefahren.

Zitat:

@CarLiver007 schrieb am 16. September 2020 um 00:20:56 Uhr:

Ich denke dasselbe mach ich wohl mit dem nächsten Auto. 14k zahle ich an, lass die Finanzierung 4 Jahre laufen, bezahle den Restbetrag ab und verkaufe den Wagen nach 4 Jahren. Mit Glück bekomme ich für den cla250/220 oder a220/250 mit ca. 60k Kilometern noch 17-19k. Das würde bedeuten, ich bin das Auto erneut für 11-13k gefahren.

Kann man so machen, Dir ist ja schon mal der Wertverlust in Deiner Rechnung transparent. Das Restwertrisiko liegt natürlich voll bei Dir. Für die 250-270 € wirst Du allerdings auch nur schwer ein Leasing für einen CLA 220 aufwärts bekommen (auch wenn das natürlich ein Neuwagen und kein junger Gebrauchter wäre). Beim Leasing kannst Du, wenn Du modell- und markenoffen suchst, aber auch ab und zu sehr gute Deals finden (z.B. besondere Angebote durch Herstellerpromotionen).

Zitat:

@CarLiver007 schrieb am 16. September 2020 um 00:20:56 Uhr:

Ich habe Mal was ausgerechnet..

 

Damals vor 5 Jahren habe ich meine Tageszulassung für 24k finanziert. Wenn ich mein Unfallwagen verkaufe, inklusive fettem Kratzer bekomme ich 13-14k Euro. ......

Also, über 5 Jahre alter Seat Leon als reparierter Unfallwagen aus 2. Hd. bringt möglicherweise nur noch 10-12k € im Verkauf ....., und schon stimmt die Rechnung bei weitem nicht mehr.

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