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Wie hoch sind die Unterhaltungskosten für Oldtimer?

Themenstarteram 11. März 2010 um 15:46

Hi, :) mich würd mal interessieren ob sich ein Oldtimer als Gebrauchsgegenstand lohnt.

Also der Kostenfaktor verglichen mit einem Fahrzeug aus diesen Jahrtausend. (Versicherung, Kraftstoff, Steuern, etc.)

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11 Antworten
am 11. März 2010 um 16:07

Also so pauschal kann man das nicht sagen. Es kommt auf die Fahrzeuggröße und Typ an, darauf, in welchem Zustand das Fahrzeug ist, ob er H-Kennzeichen oder Saisonkennzeichen hat . . . Bei meinem Käfer rechne ich ca. 150 Euro Steuer, 100 Euro Versicherung (Saisonkennzeichen von Mai bis Ende Oktober). Spritverbrauch (Normalbenzin) liegt bei ca. 8,5 LLiter/100 km. Und dann kommen da natürlich noch Reparatur- und Pflegekosten hinzu. Diese Zahlen können aber bei anderen Oldies erheblich abweichen.

Das ist eine schwierige Frage:D

Von der Versicherungs- und Steuerseite betrachtet sind die Fixkosten relativ gering. Mit H- Kennzeichen € 191 Steuern, egal wieviel Hubraum. Unter 1000 Kubik lohnt es sich nicht. Versicherungsbeiträge sind i.d.R. niedriger als vergleichbare Normaltarife. Es wird aber auch davon ausgegangen, dass es nicht ein Alltagsfahrzeug ist, sondern selten benutzt wird. Viele Gesellschaften wollen daher den Nachweis für ein Alttagsfahrzeug. Ich habe € 400 feste Kosten pro Jahr.

Beim Unterhalt kommt es stark auf Alter und den Zustand des Fahrzeuges an. Manchmal ist es besser beim Kauf oder Restauration gleich mehr zu investieren, als sich Stück für Stück durchzuarbeiten. Das hängt dann mit den persönliche Fähigkeiten und Möglichkeiten zusammen. Selber schrauben mit eigenem Werkzeug und Platz dafür oder wegen jeder Kleinigkeit in die Werkstatt. Ersatzteile können rasch ins Geld gehen.

Ich habe mehr Geld investiert und es nicht bereut. Mein Oldtimer läuft wie meine neuen Autos. In vier Jahren bin einmal hängen geblieben und das war mit Kontaktspray auf den Anlassermagneten behoben.

Verbrauch ist natürlich ein und manchmal sehr hoher Kostenbereich. Mit gut eingestelltem Motor ist der Verbrauch vergleichbar mit den heutigen Autos. Nur, wer den Bleifuss mag, der zahlt Zuschlag. Das liegt eben an der Motorentechnik. Vergasermotoren gehen halt nicht so sparsam mit dem Benzin um wie Einspritzer mit Schubabschaltung und anderen Gimmicks. Die kürzeren Inspektionsintervalle sind auch je nach Kilometerausbeute pro Jahr auch ein Kostenfaktor. Meiner möchte alle 5.000 Km eine Durchsicht. Würde ich ihn als Alltagsfahrzeug benutzen, müsste ich alle drei Wochen zur Inspektion. Der Ölwechsel vor der Winterpause ist obligatorisch.

Ja und dann kommt da noch der Kostenbereich der ganz persönlich ist. Wie soll der Oldtimer da stehen, aus dem Ei gepellt oder mit Patina. Darf man ihm das Alter ansehen und werden nur die Originalteil aufbereitet oder repariert. Oder das ganze Gegenteil, soll das Auto wie frisch aus dem Laden da stehen. Aber da scheiden sich die die Geister. Für die einen muss man die Gebrauchsjahre und -spuren an einem Oldtimer sehen oder will ich ein hochglanz Ausstellungsstück über viele Jahre haben.

Das bedeutet dann so Spielchen wie, der Schlingenteppich ist noch in Ordnung, aber neu soll nun ein Velourteppisch eingebaut werden. Das natürlich mit einem Unterbau wie er heute verwendet wird, also mit Akkustikmatten, Unterbauvlies und gehobener Qualität. Oder der Scheibenchrom hat eine schöne Patina und ist voll funktionsfähig, trotzdem wird er gegen neue Originalteile getauscht.

Da ich die Kosten über mehrere Jahre protokolliert habe kann ich bei 5.000 Kilometern im Jahr mit Kosten in Höhe von € 1.000 - 1.200 ausgehen für Versicherung, Steuer, Inspektion und Benzin. Für die erwähnten Spielereien gebe ich ca. € 2.500 - 3.000 aus. Wobei da aber die Kosten für die Aufbereitung der Altteil dabei sind. Verchromte Bauteile z.B. werden neu verchromt und liegen dann im persönlichen Ersatzteillager. Ich könnte aber auch das Erscheinungsbild des Autos komplett verändern. Alle Chromteile liegen auch schwarz eloxiert im Regal. Wie gesagt Spielereien.

Für mich ist es halt Hobby und Ausgleich für den Alltag. Andere gehen Abends in den Ausgang und/oder in eine Muckibude. Ich habe eben meinen Käfer.

ami 56

Wenn Du eine günstige Oldtimerversicherung in Anspruch nehmen möchtest, ist die jährliche Fahrleistung in der Regel auf 5000km limitiert.

Mir würde das nicht reichen und mein Oldie wäre auf die Dauer wohl auch nicht wirtschaftlich genug.

Ausserdem ist der Zugriff auf einen Daily Driver für die Versicherungen oftmals Voraussetzung. Sonst gibts nix.

Als Altagsfahrzeug lohnt sich kein Oldtimer.

Die heutigen Fahrzeuge haben zwar dünnes Blech, sind aber verzinkt. Oldies dagegen rosten mit der Zeit, wenn man sie bei jedem Wetter nutzt. Hier ist dann viel Pflege angesagt. Aber wer will das schon bei einem Alltagsfahrzeug?

Steuern sind sowieso viel günstiger als bei Oldies mit H-Kennzeichen. Bei der Versicherung tut sich da auch nicht viel. Ich habe meine Oldies bei einer Oldieversicherung angemeldet gehabt und auch bei normalen Versicherungen. Die Haftpflichtversicherung ist bei normalen Versicherungen oft günstiger.

Einen Oldtimer sollte man als Zweitfahrzeug nutzen und mehr bei gutem Wetter fahren.  

Durch meine jahrelange Erfahrung kann ich von einem Oldtimer als Alltagsfahrzeug abraten. Die künftigen Oldtimer wären als Alltagsfahrzeuge geeignet.

Gruß

VW Classic

Hi,

trotz angeblicher Verzinkung,auch moderne Fahrzeuge rosten. Die Hersteller sparen wo sie nur können,hauptsache es sieht Premium aus. Wie es dahinter aussieht merkt eh fast kein Kunde.

Aufgrund es etwas einfacheren Aufbaus kann man bei entsprechendem Pflegeaufwand einen Oldie vom Zustand her gut erhalten.

Wenn man einen Oldie mit einem Neuwagen verglicht schneidet er finanziell gesehen recht gut ab,denn die Oldies haben nicht so einen exorbitanten Wertverlust. Das macht den höheren Wartungs,Pflege und Reparaturaufwand deutlich wett.

Für den Alltag würde ich allerdings einen Youngtimer aus den 80er Jahren empfehlen. Vorzugsweise mit G-Kat,womöglich sogar mit Umrüstung auf Euro 2.

Was die technik angeht sind die Fahrzeuge aus den 80er Jahren oft besonders solide und langlebig. In den 90er Jahren wurde schon wieder angefangen zu sparen und übertrieben Spielereien einzubauen die auf lange Sicht nur ärger machen.

Mit einem solchen Youngtimer fährt man auch heute noch locker im Alltag mit,Ersatzteile sind (meistens) kein Problem. Und bei entsprechender Pflege verlieren die Fahrzeuge keinen Wert,im gegenteil wenn sie die Hürde zu H-zulassung absolviert haben ist sogar eine Wertsteigerung drin.

Gruß Tobias

Zitat:

Original geschrieben von VW Classic

Als Altagsfahrzeug lohnt sich kein Oldtimer.

Die heutigen Fahrzeuge haben zwar dünnes Blech, sind aber verzinkt. Oldies dagegen rosten mit der Zeit, wenn man sie bei jedem Wetter nutzt. Hier ist dann viel Pflege angesagt. Aber wer will das schon bei einem Alltagsfahrzeug?

Steuern sind sowieso viel günstiger als bei Oldies mit H-Kennzeichen. Bei der Versicherung tut sich da auch nicht viel. Ich habe meine Oldies bei einer Oldieversicherung angemeldet gehabt und auch bei normalen Versicherungen. Die Haftpflichtversicherung ist bei normalen Versicherungen oft günstiger.

Einen Oldtimer sollte man als Zweitfahrzeug nutzen und mehr bei gutem Wetter fahren.  

Durch meine jahrelange Erfahrung kann ich von einem Oldtimer als Alltagsfahrzeug abraten. Die künftigen Oldtimer wären als Alltagsfahrzeuge geeignet.

Gruß

VW Classic

Warum sollte man Deiner Ansicht nach beispielsweise keinen Golf I als Alltagsfahrzeug einsetzen? Von dem Ding gibt es noch jede Menge, zuverlässig ist das Teil auch und die Ersatzteilversorgung für die Kiste ist ebenfalls gewährleistet. Die Fixkosten sind auch absolut überschaubar, liegt doch der Steuersatz mit der von Dir so gehassten H-Zulassung bei € 191,70, mit regulärer Zulassung (Euro 1, 1.600 ccm Ottomotor) bei € 242,- bzw. € 456,- (Euro 1, 1.600 ccm Dieselmotor). Der Versicherungsbeitrag (nur Haftpflicht) beträgt im Oldtimertarif pauschal € 77,50 p.a. (Zürich Versicherung).

Kaufen kann man so eine Karre in gutem und unverbasteltem Zustand ab € 3.500,-. Vergleichbare aktuelle Fahrzeug im ähnlichen Preisrahmen sind in den Fixkosten immer teurer!

Ich bin jetzt aber wirklich auf Deine Stellungnahme gespannt, oder kneifst Du wieder wie in dem von Dir gestarteten Kat-Ausbau Thread?

Grüsse

Norske

Es kommt immer drauf an, für welchen Wagen man sich entscheidet.

Butter und Brot Auto als Oldie oder etwas höherwertiges?

Ersatzteilpreise kommen halt auf das Fahrzeug an und wenn man nicht selbst schrauben kann, dann können da ganz schöne Kosten auf einen zukommen mit nem Oldie!

Ausserdem spielt der Faktor "Sicherheit" auch eine große Rolle, wie ich finde.

191€ Steuer für nen Oldie find ich jetzt nicht wenig! Angesichts der Fahrleistung und bei kleineren Motoren lohnt sich das meist nicht so wirklich.

gruß woita

Zitat:

Original geschrieben von Woita85

Ersatzteilpreise kommen halt auf das Fahrzeug an und wenn man nicht selbst schrauben kann, dann können da ganz schöne Kosten auf einen zukommen mit nem Oldie!

Erklärst Du bitte kurz, warum unter gleichen Voraussetzungen ("nicht schrauben können") die Reparaturkosten für ein modernes Auto geringer sind? Die Ersatzteilpreise für aktuelle Fahrzeuge sind im übrigen auch recht gesalzen. Für den Preis eines Rücklichts eines Golf V kann ich mir sicher 10 Rücklichtgläser für meinen Ford kaufen.

Zitat:

Original geschrieben von Woita85

Ausserdem spielt der Faktor "Sicherheit" auch eine große Rolle, wie ich finde.

Genau, deswegen sind auch alle Fahrer von Autos ohne ABS, ESP und Airbags tödlich verunglückt…

Nein, ernsthaft, sicher ein nicht zu vernachlässigender Aspekt. Nur, wenn man sich dieser Tatsache bewusst ist und dementsprechend fährt, dann sollte hieraus kein Problem entstehen.

Zitat:

Original geschrieben von Woita85

191€ Steuer für nen Oldie find ich jetzt nicht wenig! Angesichts der Fahrleistung und bei kleineren Motoren lohnt sich das meist nicht so wirklich.

Die H-Zulassung rechnet sich bei Oldtimern ohne Euro Einstufung ab 700 ccm Hubraum. Hinzu kommt die Möglichkeit, ohne Probleme in den immer mehr werdenden Umweltzonen zu fahren.

Grüsse

Norske

Wenn ich mir einen ca 30 Jahre alten Wagen zulege, dann muss ich davon ausgehen, dass hier Lager, Gummis, Zierteile etc. bei Zeiten mal ausgetauscht werden müssen.

Bei einem Alltagswagen, mit vllt. 4-5 Jahren sehe ich noch keinen so akuten Handlungsbedarf.

Zudem sind nicht alle Ersatzteile bei lokalen Werkstätten erhältlich und man muss sich selbst um diese kümmern. Und eine Werkstatt musst du auch noch finden.

Ich brauch auch kein ABS und ESP, weil ich auch ohne fahren kann.

Sicherheit umfasst aber meiner Meinung nach mehr als nur elektrische Helferlein.

Und ich kann noch so gut um umsichtig fahren, kommt ein Depp und rauscht mir rein, nützt mir das auch nix mehr! Und je mehr ich mit nem Oldie unterwegs bin, desto eher die wahrscheinlichkeit dass so etwas passieren könnte.

Wenn man bedenkt, dass der Großteil der Oldies im Winter nicht bewegt werden, dann lohnt sich das nicht schon bei 700ccm! Die Umweltzonen werden auch nicht immer mehr!

Einige haben ihre Grenzen nicht verschärft!

Und wer sich bei der Entscheidung nur auf Fixkosten verlässt, ist selbst Schuld!

Unverhofft kommt oft und je nach Laufleistung p.a. kommt ein Oldie halt doch nicht umbedingt immer mit.

Zitat:

Original geschrieben von Woita85

 

Wenn man bedenkt, dass der Großteil der Oldies im Winter nicht bewegt werden, dann lohnt sich das nicht schon bei 700ccm! Die Umweltzonen werden auch nicht immer mehr!

Einige haben ihre Grenzen nicht verschärft!

Umweltzonen werden nicht mehr? Hmm, erst im Januar 2010 sind die Umweltzonen in Bonn, Freiburg i. Br., Heidelberg, Münster, Osnabrück und Pfinztal dazu gekommen. Seit 1. März gilt die Umweltzone in Neuss, Leipzig folgt im Januar 2011, die Umweltzone in Neu-Ulm wurde am 1. November 2009 aktiviert, die in Augsburg am 1. Juli 2009… Es mag ja sein dass Du das anders siehst, aber für mich werden es mehr.

 

Zitat:

Original geschrieben von Woita85

Und wer sich bei der Entscheidung nur auf Fixkosten verlässt, ist selbst Schuld!

Die Fixkosten sind aber die einzigen, die ich direkt vergleichen kann.

Um z.B. Ersatzteilpreise zu vergleichen, brauche ich entsprechende Kataloge. Wenn Du welche zu Hause hast, dann sag mir doch mal die aktuellen VK Preise von den Original VW-Teilen für:

  • Scheinwerfer Golf I und Golf V
  • Stoßstange vorne Golf I und Golf V
  • Rücklicht Golf I und Golf V
  • Kotflügel vorne links Golf I und Golf V
  • Bremsscheibensatz Golf I und Golf V

Grüsse

Norske

Zitat:

Original geschrieben von norske

 

Umweltzonen werden nicht mehr? Hmm, erst im Januar 2010 sind die Umweltzonen in Bonn, Freiburg i. Br., Heidelberg, Münster, Osnabrück und Pfinztal dazu gekommen. Seit 1. März gilt die Umweltzone in Neuss, Leipzig folgt im Januar 2011, die Umweltzone in Neu-Ulm wurde am 1. November 2009 aktiviert, die in Augsburg am 1. Juli 2009… Es mag ja sein dass Du das anders siehst, aber für mich werden es mehr.

Ja das ist gerade eine neue in der nächsten Zeit. Damit kann ich leben.

Zitat:

Original geschrieben von norske

 

Die Fixkosten sind aber die einzigen, die ich direkt vergleichen kann.

Um z.B. Ersatzteilpreise zu vergleichen, brauche ich entsprechende Kataloge. Wenn Du welche zu Hause hast, dann sag mir doch mal die aktuellen VK Preise von den Original VW-Teilen für:

  • Scheinwerfer Golf I und Golf V
  • Stoßstange vorne Golf I und Golf V
  • Rücklicht Golf I und Golf V
  • Kotflügel vorne links Golf I und Golf V
  • Bremsscheibensatz Golf I und Golf V

Grüsse

Norske

Ich habe keine Preislisten vom Golf daheim, brauch ich nicht, interessiert mich auch nicht!

Ausserdem kann man das auch wieder nicht pauschalisieren.

Teils gibts nur noch Reproteile, die einfach billiger sind, aber nicht die Lebensdauer haben.

Man kann da einfach nicht alles über einen Kamm scheren.

Und bevor du weiter Beiträge auseinanderpflückst, sollten wir einfach mal warten, was der Threadersteller eigentlich für eine Vorstellung hat. Dann kann man da konkretere Aussagen machen.

gruß woita

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