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Wie hält der Benziner am längsten?

Themenstarteram 13. Mai 2012 um 20:17

Hallo Autofreunde, :)

was denkt ihr?

Bei welchem Fahrerprofil hält ein Benziner am längsten durch.

Oder anders gesagt- wie sind Eure persönlichen Erfahrungen?

Aufgrund meiner privaten/beruflichen Situation, ist es bei mir z.B. so,

daß ich ca. 65% Kurzstrecke fahre ( Distanz ca. 8km )

20% Mittelstrecke/Landstraße ( Distanz 20-30km )

15% Autobahn ( Distanz ab ca. 50km )

Kurzstrecken werden verhalten gefahren, nur selten mal durchgetreten. :cool:

Mittelstrecken werden von verhalten bis sportlich gefahren. ;)

Autobahn wird bis ans Limit gefahren, wenn es die Geschw. begrenzung zulässt. :D

Seither hatte ich persönlich gute Erfahrungen mit diesem Fahrerprofil/ Fahrstil. Beim letzten Benziner bis 150 000km keine Motorendefekte, bei meinem jetzigen auch nicht. ist aber erst ein starkes Jahr alt und hat 37.000 km erst. :)

Ich benutze durchweg 5W- 30 Öl von Castrol. :)

Gruß Berti

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von OPC

Das ist ja ganz großer Quatsch. Letztens schrieb jemand hier schon, dass bei jedem Motorstart es sich wie bei 300km Fahren verhält, mit dem Verschleiß.

Nö, ist es nicht.

-Beim Start durchlaufen die Gleitlager kurze Phasen der Grenzreibung (kein Schmierfilm vorhanden, nur Randschichten wirken noch reibungsvermindernd) und der Mischreibung (dünner Schmierfilm ist zwar da, die Rauhigkeitsspitzen der Lagerschalen und der Welle berühren sich aber noch), bevor es zur gewünschten Flüssigkeitsreibung kommt (Reibpartner sind vollständig durch Schmierfilm getrennt).

-Das kalte und dadurch zähe Öl braucht einige Umdrehungen, bis alle Stellen des Motors versorgt sind, abhängig von der Motorkonstruktion, der Viskosität des Motoröls bei entsprechender Temperatur.

-mit kaltem und dadurch zähem Öl ist die Versorgung der Zylinnderlaufbahnen kritisch.

-durch Kraftstoffkondensate an den kalten Zylinderwänden wird der Schmierfilm beeinträchtigt.

Reicht das oder sollen wir mehr Fakten anbringen warum der Betrieb in kaltem Zustand (u.U. extrem) verschleißfördernd wirkt?

Zitat:

Ein gutes Beispiel sind da Taxis. Das sind zwar überwiegend Diesel, aber die halten oft auch 500.000km. Und gerade hier wird der Motor zu jeder Jahreszeit gestartet, viel Kurzstrecke. Dann gleich durch die Stadt gejagt.

Wie oft durchleben Taxis richtigen Kaltstart? Sie mögen zwar häufig abgestellt werden, aber bevor der Motor abkühlen kann, geht es oft bereits zum nächsten Einsatz. ;)

Zitat:

Wenn man vorsichtig fährt, ich noch keinen Taxifahrer mit quitschenden Reifen wegfahren sehen, hält der auch mal gerne 300.000km, ein Benziner.

Gut möglich. Bei Taxifahrer sogar ziemlich wahrscheinlich.

Zitat:

Und die heutigen Motoren kühlen gar nicht in der kalten Phase! Der Kühlkreislauf ist unterbrochen, bis der Motor einigermaßen warm ist.

Eine sinnvolle Maßnahme, so ein Thermostat. Trotzdem muß der Motor erst mal einigermaßen warm werden. Und bis es soweit ist, ist eben mit erhöhtem Verschleiß zu rechnen und der Gasfuß entsprechend zu zügeln, wenn der Motor lange leben soll. ;)

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wenn der Motor und das Öl warm ist,

kann man jeden Motor "treten"

 

Viktor

Also meine Erfahrung hat gezeigt, seit ich ruhiger und gelassener fahre habe ich kaum noch Probleme, sogar die intervalle für Verschleissteile ziehen sich in ungeahnte weiten. Denn man bedenke hohe Drehzahlen, betreffen das ganze Fahrzeug, und nicht nur den Motor. Der Motor der höher dreht, hat zwangsläufig einen höheren Verschleiß, wobei ein gelegentlichen schnelles fahren, auch mal notwendig ist, da ja der Kat auch mal richtig heiß ausgeblasen werden muß. Ich kenne Benzinkutschen, die sind durch vernüftige Fahrweise locker weit über 300.000 Km gefahren, und zwar ohne Probleme. Gegen die Kurzstrecken hilft nur, im wöchentlichen Intervall einmal auf die Bahn und mal richtig warm fahren, hilft gegen zu starke Ablagerungen im System. Ansonsten bei viel Kurzstrecken Fahrerei Wärmewert der Zündkerze überprüfen, Info hierzu gibt es im Fachhandel.

Gruß

allifrank 53

Ölwechsel intervall halbieren und auf 0W-40 umsteigen.

Zitat:

Original geschrieben von Berti V.

Hallo Autofreunde, :)

 

Kurzstrecken werden verhalten gefahren, nur selten mal durchgetreten. :cool:

Mittelstrecken werden von verhalten bis sportlich gefahren. ;)

Autobahn wird bis ans Limit gefahren, wenn es die Geschw. begrenzung zulässt. :D

Seither hatte ich persönlich gute Erfahrungen mit diesem Fahrerprofil/ Fahrstil.

Gruß Berti

genau so wie du es bisher gemacht hast war es richtig, deine Erfahrung hat es auch bewiesen, wichtig ist das genügend Öl und Kühlflüssigkeit im Motor sind, der Motor entsprechen Warm gefahren wird bevor man richtig Gas gibt usw.

weiterhin viel Glück

Themenstarteram 14. Mai 2012 um 7:21

Davon geh ich natürlich aus, daß man das richtige Öl, in richtiger Mengen drin hat.

Gruß Berti

Angesichts der Longlife Problematik ist "das richtige Öl" eh ein Thema. Für meinen Audi sind 5W30 (Longlife, 30 tkm) und 0W40 (1Jahr/15tkm) zugelassen. Je kürzer die mittleren Strecken, desto mehr Kondensate im Öl und folglich desto häufiger gehört sich der Ölwechsel.

Wer den Motor längere Zeit "tritt" bzw. eher sportlich fährt, der sollte tendenziell zu einem Öl mit etwas höherer Heißviskosität greifen. Was als "W40" Öl zumindest nach VW Definition kein Longlife sein kann. Bezüglich schnellerer Durchölung ist das "0W" zu begrüßen.

Nach meinem dafürhalten gehört in Benziner (mit gesundem Menschenverstand und ohne Rücksicht auf Herstellerfreigaben) sowohl für Kurzstreckenfahrer wie "Heizer" ein 0W40 und jährlichem bzw. 15 tkm Wechsel. Hauptsache es ist das richtige / angemessene "Ölprofil" für den Motor.

Wer als Außendienstler Kilometer schrubbt kann gerne 5W30 fahren, dort macht das Longlife auch Sinn. Denn die 30 tkm sind ebenfalls in einem Jahr erreicht.

Bei diesen Vielfahrern stellt sich aber wie Frage, wie lange das Auto selbst hält. Fahrwerke, Buchsen und Lager verschleißen ebenfalls, vor allem wenn die Straßen tendenziell lausig sind. Irgendwann klappert die ganze Kiste. Nützt nichts wenn der Motor richtig intakt ist, aber der Rest eine (akustische) Großbaustelle wird. Been there, done that, got T-Shirt.

 

Zitat:

Original geschrieben von allifrank 53

Denn man bedenke hohe Drehzahlen, betreffen das ganze Fahrzeug, und nicht nur den Motor.

Kannst Du das begründen? Ich halte es nämlich für ein Gerücht. Die hohen Drehzahlen bestehen nur im Motor und haben auf andere Teile keine Auswirkung (vom Turbolader vielleicht mal abgesehen).

Hohe Geschwindigkeiten etc. können sich schon auf die anderen Teile auswirken, aber die haben nichts mit hohen Drehzahlen zu tun. Ich kann im ersten Gang am Drehzahllimit fahren und werde dennoch nur ca. 50 km/h fahren. Andererseits fährt mein Wagen im 6. Gang Höchstgeschwindigkeit deutlich unter 4000 UpM. (Ist allerdings in meinem Fall auch ein Diesel, aber hier geht es ja um's Prinzip.)

Kurzstrecken sind für eine möglichst lange Haltbarkeit schon mal Mist, ebenso Vollgas. Am günstigsten ist eine gleichmäßige, mit mittlerer Drehzahl und nicht zu hoher Last, am besten im Dauerbetrieb stattfindende Fahrweise. Ich schätze, bei einer solchen ist jeder aktuelle Sauger - Ottomotor für mindestens eine halbe Million Kilometer gut.

Mhhhh, ich fahre überwiegend Kurzstrecken, aber mein letztes Auto (ein Benziner) hat trotzdem elf Jahre durchgehalten. Und der "Tod" meines Fahrzeugs war letzten Endes nicht durch Motorprobleme oder ähnliches verursacht worden, sondern einzig und allein durch Rost. Der motor war bis zuletzt einwandfrei und hat mir nie Scherereien gemacht. sooooo tragisch scheinen Kurzstrecken also auch nicht zu sein. Sie mögen vielleicht nicht optimal sein, bringen ein Auto aber auch nicht gleich auf den Autofriedhof :-)

Ich habe den Motor übrigens auch nicht besonders gepflegt und auch keinen jährlichen Ölwechsel vornehmen lassen... Ich war da immer etwas nachlässig, was ich nun aber ändern werde. Nicht, wegen schlechter Erfahrungen, sonden weil mein neuer gebrauchter doch etwas mehr Pflege verdient hat :-)

Kurzstrecken kann man kompensieren durch häufigere Ölwechsel.

Was aber auf die Lebensdauer des Motors geht, ist die Anzahl der Kaltstarts, den der Kaltstart tut dem Motor am meisten weh.

Außerdem kommt es darauf an, wie hart man den Motor im kalten Zustand rannimmt.

Früher gab es den Sprüche wie, 'Ein Dreh am Zündschlüssel belasten den kalten Motor so wie 1000km'. Dank moderner Motoröle ist das heute zwar nicht mehr so schlimm, aber dennoch, bei Betrieb im kalten Zustand ist der Verschleiß am höchsten.

Zitat:

Original geschrieben von Kick-Mac

Kurzstrecken kann man kompensieren durch häufigere Ölwechsel.

Was aber auf die Lebensdauer des Motors geht, ist die Anzahl der Kaltstarts, den der Kaltstart tut dem Motor am meisten weh.

Außerdem kommt es darauf an, wie hart man den Motor im kalten Zustand rannimmt.

Früher gab es den Sprüche wie, 'Ein Dreh am Zündschlüssel belasten den kalten Motor so wie 1000km'. Dank moderner Motoröle ist das heute zwar nicht mehr so schlimm, aber dennoch, bei Betrieb im kalten Zustand ist der Verschleiß am höchsten.

Das ist ja ganz großer Quatsch. Letztens schrieb jemand hier schon, dass bei jedem Motorstart es sich wie bei 300km Fahren verhält, mit dem Verschleiß.

Ein gutes Beispiel sind da Taxis. Das sind zwar überwiegend Diesel, aber die halten oft auch 500.000km. Und gerade hier wird der Motor zu jeder Jahreszeit gestartet, viel Kurzstrecke. Dann gleich durch die Stadt gejagt.

Wenn man vorsichtig fährt, ich noch keinen Taxifahrer mit quitschenden Reifen wegfahren sehen, hält der auch mal gerne 300.000km, ein Benziner.

Und die heutigen Motoren kühlen gar nicht in der kalten Phase! Der Kühlkreislauf ist unterbrochen, bis der Motor einigermaßen warm ist.

Ich würde das alles nicht so eng sehen.

Ein Motor fällt ja meist nicht gleich komplett aus, sondern es kündigen sich einfach immer mehr Reparaturen an. Ein typischer Verschleißpunkt bei Taximotoren sind z.B. eingelaufene Nockenwellen oder verschlissene Pleuellager. Bei einem Langstreckenwagen hat man meist noch nach astronomischen Fahrleistungen einen Motor, der innerlich topfit aussieht, nicht verschlammt oder verkokt ist und mit gleichmäßiger Kompression glänzt.

Kilometer sind außerdem nicht Kilometer. Was zählt, sind die Betriebsstunden, davon hat ein Stadtfahrzeug wesentlich mehr als ein Autobahnfahrzeug, bei gleicher Kilometerleistung. Dazu kommt noch die Problematik mit dem Sprit, - und Wassereintrag, die die Bilanz für den Stadtmotor weiter verschlechtert.

Zitat:

Original geschrieben von OPC

 

Das ist ja ganz großer Quatsch. Letztens schrieb jemand hier schon, dass bei jedem Motorstart es sich wie bei 300km Fahren verhält, mit dem Verschleiß.

Ein gutes Beispiel sind da Taxis. Das sind zwar überwiegend Diesel, aber die halten oft auch 500.000km. Und gerade hier wird der Motor zu jeder Jahreszeit gestartet, viel Kurzstrecke. Dann gleich durch die Stadt gejagt.

Wenn man vorsichtig fährt, ich noch keinen Taxifahrer mit quitschenden Reifen wegfahren sehen, hält der auch mal gerne 300.000km, ein Benziner.

Und die heutigen Motoren kühlen gar nicht in der kalten Phase! Der Kühlkreislauf ist unterbrochen, bis der Motor einigermaßen warm ist.

Ich würde das alles nicht so eng sehen.

man bekommt aber nicht mit wieviel die Taxiunternehmen an Reparaturkosten an ihren Fahrzeugen haben, ich kann mir nicht vorstellen das die Taxi Autos ohne Probleme laufen und die normalen Autos Reparaturen haben

Zitat:

Original geschrieben von OPC

Das ist ja ganz großer Quatsch. Letztens schrieb jemand hier schon, dass bei jedem Motorstart es sich wie bei 300km Fahren verhält, mit dem Verschleiß.

Nö, ist es nicht.

-Beim Start durchlaufen die Gleitlager kurze Phasen der Grenzreibung (kein Schmierfilm vorhanden, nur Randschichten wirken noch reibungsvermindernd) und der Mischreibung (dünner Schmierfilm ist zwar da, die Rauhigkeitsspitzen der Lagerschalen und der Welle berühren sich aber noch), bevor es zur gewünschten Flüssigkeitsreibung kommt (Reibpartner sind vollständig durch Schmierfilm getrennt).

-Das kalte und dadurch zähe Öl braucht einige Umdrehungen, bis alle Stellen des Motors versorgt sind, abhängig von der Motorkonstruktion, der Viskosität des Motoröls bei entsprechender Temperatur.

-mit kaltem und dadurch zähem Öl ist die Versorgung der Zylinnderlaufbahnen kritisch.

-durch Kraftstoffkondensate an den kalten Zylinderwänden wird der Schmierfilm beeinträchtigt.

Reicht das oder sollen wir mehr Fakten anbringen warum der Betrieb in kaltem Zustand (u.U. extrem) verschleißfördernd wirkt?

Zitat:

Ein gutes Beispiel sind da Taxis. Das sind zwar überwiegend Diesel, aber die halten oft auch 500.000km. Und gerade hier wird der Motor zu jeder Jahreszeit gestartet, viel Kurzstrecke. Dann gleich durch die Stadt gejagt.

Wie oft durchleben Taxis richtigen Kaltstart? Sie mögen zwar häufig abgestellt werden, aber bevor der Motor abkühlen kann, geht es oft bereits zum nächsten Einsatz. ;)

Zitat:

Wenn man vorsichtig fährt, ich noch keinen Taxifahrer mit quitschenden Reifen wegfahren sehen, hält der auch mal gerne 300.000km, ein Benziner.

Gut möglich. Bei Taxifahrer sogar ziemlich wahrscheinlich.

Zitat:

Und die heutigen Motoren kühlen gar nicht in der kalten Phase! Der Kühlkreislauf ist unterbrochen, bis der Motor einigermaßen warm ist.

Eine sinnvolle Maßnahme, so ein Thermostat. Trotzdem muß der Motor erst mal einigermaßen warm werden. Und bis es soweit ist, ist eben mit erhöhtem Verschleiß zu rechnen und der Gasfuß entsprechend zu zügeln, wenn der Motor lange leben soll. ;)

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