Wie gehe ich vor, wenn die Werkstatt meinen Wagen nicht zum Laufen bekommt?

Hallo,
schon mal Danke für eventuelle Anworten.

Ich habe folgendes Problem:

Ich habe letzte Woche meinen Audi A4 BJ2002, 240.000 in die Werkstatt gebracht. Ich hatte Startschwierigkeiten (Wagen braucht 7-12 Zündvorgänge, bei denen er immer wieder ausgeht) und manchmal Aussetzer während der Fahrt (Motor ging aus, durch Kuppeln sprang er sofort wieder an).
Dieses Fehlerbild habe ich der Werkstatt mitgeteilt, sie sagten, sie müssen erst mal eine Eingangsdiagnose machen, was ich auch beauftragt habe. Nach der Diagnose wurde gesagt, der Fehler liege bei dem Kurbelwellensensor, welchen Sie tauschen wollten. Dieses habe ich telefonisch nach Preisabsprache beauftragt. Dabei fiel auf, das die Steckerverbindung zum Sensor wohl *notdürftig geflickt bzw. verlötet wurde* und man sich die Schaltpläne schicken lassen müsse, um den neuen Sensor korrekt anzuschließen.
Am Donnerstag hieß es dann, der gelieferte Sensor wäre defekt, weil sich das Fehlerbild nicht verändert hat. Freitags war dieser Sensor nach Überprüfung doch wieder in Ordnung, man wolle jetzt die Kabel zwischen Sensor und Steuergerät überprüfen. Aufgrund des späten Nachmittags konnte man mir keinen Mietwagen fürs Wochenende mehr stellen und ich musste notgedrungen in der Stadt B bleiben (ich wohne in Stadt A, arbeite unter der Woche in Stadt B).
Gestern hat man mir dann mitgeteilt, dass der Wagen gar nicht mehr anspringt, was rätselhaft ist, da alle Leitungen wohl in Ordnung sind. Jetzt ist die Vermutung, dass es sich um das Steuergerät handeln könnte. Aufgrund des Alters wolle man versuchen, dieses an einen Reparaturservice zu schicken, der dieses durchcheckt.

Ich möchte diese ganze Angelegenheit einvernehmlich lösen und wollte daher fragen, welche Optionen ich überhaupt habe.
Derzeit befürchte ich, dass ich eventuell ohne Wagen dastehe, weil dieser nicht mehr repariert wird und ich trotzdem die Reparaturkosten tragen soll, also einen doppelten Verlust habe.
Gibt es dort eine Verpflichtung der Werkstatt oder eine Schadensersatzmöglichkeit oder habe ich einfach das Pech, dass der Wagen dann während der Reparatur vollständig kaputt ging?

Beste Antwort im Thema

Wieso Schiedsstelle? Ein alter verbastelter Audi der nicht laeuft wird nicht mal eben fix in Ordnung gebracht. Da ist die Fehlersuche nicht so leicht und Wunder kann eine Werkstatt auch nicht vollbringen.

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KW Sensor ist schnell getauscht.

Das Blöde ist, dass wenn Du an einem nicht konsequent reparierten Auto schraubst, Du Beispielsweise einen Wackelkontakt Dauerunterbrechen kannst oder oder.

Kabel löten ist nicht grundsätzlich schlimm, meist geht's aber dahinter auf Grund der Starrheit und der Vibrationen kaputt. Mehrere solcher Reparaturen führen zum Verbauten, eine solche Reparatur hingegen nicht

Ich würde die Leitungen durchmessen.

@querys Motorleuchte war an, den Fehlercode aus dem Speicher kenne ich leider nicht.
@cementario2: Die Leitungen sind vermessen worden, laut Aussage der Werkstatt sind alle Leitungen in Ordnung. Ich weiß aber nicht, ob die Messung unter Last stattgefunden hat.
Auffällig war wohl, das der Temperatursensor schon beim Sarten hohe Werte (100°C+) angezeigt hat. Kann es sein, dass dadurch weniger Sprit eingespritzt wird und deswegen die Zündung nicht funktioniert?

Zitat:

@Pechnase schrieb am 27. Februar 2018 um 18:35:21 Uhr:


Auffällig war wohl, das der Temperatursensor schon beim Sarten hohe Werte (100°C+) angezeigt hat. Kann es sein, dass dadurch weniger Sprit eingespritzt wird und deswegen die Zündung nicht funktioniert?

Dann kann der Motor nicht richtig laufen, wenn er kalt ist.

So ein Kühlmitteltemperatursensor ist sicherlich für weniger als 10,- € zu bekommen. Wäre nach einem Blick in die Livedaten wohl auch das erste zu wechselnde Teil.

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Ufffff,
Wenn der Sensor defekt ist, dann stimmt das Verhältnis von Luft zu Kraftstoff nicht.

Früher hatten die Vergasermotoren einen Choke für den Kaltstart. Heute geht's elektronisch mit der Ksltstartanhebung. Der Kühlmittelsensor kostet im ebay einen einstelligen Betrag.

Ohne diesen würde ich keine weitere Diagnose oder Reparatur vornehmen.

Sauglufttemeperatursensor ist ebenso eine Kontrolle wert. Falls vorhanden, die elektronische Gaspedalstellung im Vergleich zur Drosselklappenstellung

So lange die Werkstatt fachgerecht bei der Suche vorgeht machen sie alles richtig. Darauf hast Du Anspruch, nicht aber darauf, dass sie den Fehler finden. Bisher sehe ich keinen Grund zu vermuten, dass sie nicht fachgerecht vorgehen.

Im schlimmsten Fall bleiben noch die Autodoktoren.

Trost für Dich: Dein Audi hat keinen Wertverlust mehr, was Dir jeden Monat ungefähr 400.- € einspart. Selbst wenn Du jetzt vier Monate (=1.600.- €) in die Reparatur reinsteckst, bist Du aufs Jahr wieder dicke im Plus. Da sind notfalls noch 400.- € für einen Mietwagen drin.

Ich verstehe nicht, warum die Leute immer alle Neuwagen fahren wollen.

Man hat bei "modernen" (dazu zählt der A4 schon) Fahrzeugen enorme Diagnosemöglichkeiten. Echtzeitwerte praktisch aller Sensoren.
Ich weiß, kaum eine Werkstatt macht sich die Mühe, aber mit ein wenig Hirn sieht man dann recht schnell, warum der Motor tut, was er tut.

Kühlmittelsensor ist möglich, wenn auch unwahrscheinlich für genau dein beschriebenes Szenario. Liefert dieser Sprunghafte Werte, kann der Wagen auch mal Bocken. Ist ein 5-20 Euro Teil und in ungefähr 30 Sekunden gewechselt - wenn man sich Zeit lässt. Also kein finanzielles Risiko.

Zitat:

@IncOtto schrieb am 28. Februar 2018 um 20:28:44 Uhr:


Man hat bei "modernen" (dazu zählt der A4 schon) Fahrzeugen enorme Diagnosemöglichkeiten. Echtzeitwerte praktisch aller Sensoren.
Ich weiß, kaum eine Werkstatt macht sich die Mühe, aber mit ein wenig Hirn sieht man dann recht schnell, warum der Motor tut, was er tut.

Kühlmittelsensor ist möglich, wenn auch unwahrscheinlich für genau dein beschriebenes Szenario. Liefert dieser Sprunghafte Werte, kann der Wagen auch mal Bocken. Ist ein 5-20 Euro Teil und in ungefähr 30 Sekunden gewechselt - wenn man sich Zeit lässt. Also kein finanzielles Risiko.

Das ist so nicht ganz Richtig. Sehr oft wird Ausgelesen und dann werden die Teile gewechselt die die Diagnose ausgespuckt hat. Und dann, Fehler nicht behoben. Oder es tauchen andere Fehler auf die vorher nicht da waren. So einfach wie sich das manche Vorstellen ist das nicht. Schon gar nicht wenn da mal jemand selbst was gemacht hat und noch rumgeloetet hat usw usf.

Zitat:

@querys schrieb am 27. Februar 2018 um 17:28:38 Uhr:


....aber wenn es ein Benziner ist, die sind dafür bekannt, dass die Treiber im Motorsteuergerät für die Zündanlage gerne mal kaputt gehen. Das lässt sich aber glücklicherweise recht gut reparieren.

Und wenn man neue Treiber für die Zündanlage aufspielt?
Oder das Motorsteuergerät neu installiert?

Zitat:

@mattalf schrieb am 1. März 2018 um 05:26:23 Uhr:



Zitat:

@IncOtto schrieb am 28. Februar 2018 um 20:28:44 Uhr:


Man hat bei "modernen" (dazu zählt der A4 schon) Fahrzeugen enorme Diagnosemöglichkeiten. Echtzeitwerte praktisch aller Sensoren.
Ich weiß, kaum eine Werkstatt macht sich die Mühe, aber mit ein wenig Hirn sieht man dann recht schnell, warum der Motor tut, was er tut.

Kühlmittelsensor ist möglich, wenn auch unwahrscheinlich für genau dein beschriebenes Szenario. Liefert dieser Sprunghafte Werte, kann der Wagen auch mal Bocken. Ist ein 5-20 Euro Teil und in ungefähr 30 Sekunden gewechselt - wenn man sich Zeit lässt. Also kein finanzielles Risiko.

Das ist so nicht ganz Richtig. Sehr oft wird Ausgelesen und dann werden die Teile gewechselt die die Diagnose ausgespuckt hat. Und dann, Fehler nicht behoben. Oder es tauchen andere Fehler auf die vorher nicht da waren. So einfach wie sich das manche Vorstellen ist das nicht. Schon gar nicht wenn da mal jemand selbst was gemacht hat und noch rumgeloetet hat usw usf.

Ich stell mir das nicht einfach vor, sondern weiß wie das bei Fahrzeugen, zumindest bei der VAG funktioniert. Ich prüfe generell jeden Fehler im Speicher auf Plausibilität, durch anzeigen der entsprechenden Werte und einer Fahrt. Da sieht man dann auch, ob der Kat wirklich hin ist, und tauscht ihn nicht, wie 99% der Werkstätten einfach auf Verdacht.

Mit entsprechenden Hochpreisigen Diagnosegeräten gibts den Wert jedes Sensors in Echtzeit. Mit ein bisschen Verstand merkt man dann schon, warums hakt.
Bei dem Verdacht auf Verkabelung misst man dann halt mal durch und fertig.

Wenn die Werkstatt keine Ahnung von dem Fahrzeug hat, und keine wirklich praktikablen Geräte, ist es klar, dass es nichts wird. Zudem wird sich (zeitlich) nicht die Mühe gemacht, sich damit auseinanderzusetzen, sondern einfach getauscht.

In dem Fall des TEs könnte man Starthilfespray versuchen. Läuft der Bock dann irgendwie, stimmt der Zündfunke (KW-Sensor i.O.) und Sprit fehlt bzw. ist zu wenig (Tempsensoren).

Zitat:

@servicetool schrieb am 1. März 2018 um 07:10:01 Uhr:



Zitat:

@querys schrieb am 27. Februar 2018 um 17:28:38 Uhr:


....aber wenn es ein Benziner ist, die sind dafür bekannt, dass die Treiber im Motorsteuergerät für die Zündanlage gerne mal kaputt gehen. Das lässt sich aber glücklicherweise recht gut reparieren.

Und wenn man neue Treiber für die Zündanlage aufspielt?
Oder das Motorsteuergerät neu installiert?

Treiber ist hier nicht im Sinne von Software zu verstehen (z.B. einen Windows Gerätetreiber) sondern als elektrisches Bauteil.
Also eher der "Antrieb" für die Magnetventile bzw. Entstufen zur Erzeugung der nötigen Spannung/Stromstärke.

Ich finde es unerhört, wie einige hier argumentieren. Man bringt ein Auto mit Startschwierigkeiten und bekommt ein Auto zurück, das gar nicht mehr läuft. Natürlich ist ein altes Auto ein Risiko - für alle Beteiligten. Aber uns wird hier doch regelmäßig erklärt, dass für den Liter Öl nur deswegen der analoge Goldpreis genommen oder auf Ersatzteile drogenähnliche Aufschläge sondersgleichen genommen werden, damit man genau solche Fälle, in denen die Werkstatt eben mal mehr Aufwand hat, wenn hinterher mehr kaputt ist als vorher, querfinanziert werden.

Das was die Werkstatt hier abgeliefert hat, das hätte ich auch als Hobbyschrauber abliefern können. Nur ich nehme keine 90 EUR die Stunde, wobei ich dann zwei aufschreibe, wenn ich eineinhalb gearbeitet habe und schlage auch nicht das dreifache auf so manche Ersatzteile drauf.

Zitat:

@Natriumdampflampe schrieb am 8. Mai 2018 um 00:18:20 Uhr:



Nur ich nehme keine 90 EUR die Stunde, wobei ich dann zwei aufschreibe, wenn ich eineinhalb gearbeitet habe und schlage auch nicht das dreifache auf so manche Ersatzteile drauf.

Richtig, du nimmst keine 90 Euro sondern 70 Euro? Deine eineinhalb kosten den Kunden dann wieviel wenn du zwei berechnest? Und die eineinhalb in der anderen Werke kosten? 😁

@Pechnase

Bitte teile uns mit, wie die Sache ausgegangen ist.

Gruß

Uwe

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