Welcher Reifendruck denn nun? Vorgabe vom Fahrzeughersteller oder vom Reifenhersteller folgen?

Hallo,

Ich brauche Eure Rat, denn ich bin ein wenig verwirrt, welchen Druck ich fahren soll.

Fiat macht folgende Herstellervorgaben zum Reifendruck meines Wagens (laut Fiat Croma Handbuch):

Teillast:
2,4 vorne
2,4 hinten

Volllast:
2,7 vorne
2,6 hinten

Ich hatte vor, auf diesen Wert nochmal 0,2-0,3 bar draufzuschlagen.

Interessehalber habe ich mich nochmal bei der Save/Goodyear Hotline gemeldet. Ich gab meine Fahrzeugdaten und die Angaben zum Reifenmodell (Sava UHP 2 215/50 17 Y95 XL) durch. Und bekam folgende Auskunft:

Teillast:
2,2 vorne
2,1 hinten

Volllast:
2,4 vorne
2,1 hinten

Das seien die computerberechneten Werte für die Kombination Fahrzeugmodell und Reifen. Es seinen die Mindestdrücke wohlgemerkt.

Woran soll ich mich nun halten?

Beste Antwort im Thema

Den „richtigen“ Luftdruck muß jeder für sich selbst, unter Berücksichtigung der Auslastung und seinen persönlichen Vorlieben herausfinden. Die Luftdruckangaben der Fahrzeughersteller lassen hier ja reichlich Spielraum.

Die Angaben zum Mindest-Luftdruck sollten dabei nicht unterschritten werden.

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was für eine Debatte..
richtig, die Werte der Hersteller sind Kompromisswerte (Fahrverhalten/Komfort).
Ich bin zB jemand, der eher komfortbetont fahren möchte - daher:
Werte des Frzg-Herstellers + 0,2 Bar, wenn man möchte (Beladung, eigener Fahrstil).
Hatte noch nie Probleme damit - meine Reifen auch nicht.
Hauptsache man unterschreitet die Werte nicht.
Ich merke aber, wenn nach dem Reifenwechsel (Sommer/Winter) deutlich mehr Druck im Reifen ist, als vorher, allein am Abrollgeräusch.

Zitat:

@audijazzer schrieb am 09. Juli 2020 um 09:59:21 Uhr:


Ich merke aber, wenn nach dem Reifenwechsel (Sommer/Winter) deutlich mehr Druck im Reifen ist, als vorher, allein am Abrollgeräusch.

Weil du mehr Druck bei der Einlagerung drin hast und dann erst wieder absenkem musst?

Komisch, mehr Druck führt bei mir eher zu weniger Geräusch.

Da ich Rad/ Reifen in Seriengröße fahre, ist mein Anhaltspunkt,
die Angabe des Herstellers, die ich aber nach meinem Gefühl
abwandele. Mit bis zu 0,5 bar über dieser Angabe, habe ich
gute Erfahrungen gemacht. Reifen nutzen sich dabei noch gleichmäßig
ab , so das der Verschleiss als normal zu bezeichnen ist.

0,5 mehr ist aber schon ne Hausnummer. Wäre mir eindeutig zu hart.

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Zitat:

@gromi schrieb am 9. Juli 2020 um 11:44:05 Uhr:



Zitat:

@audijazzer schrieb am 09. Juli 2020 um 09:59:21 Uhr:


Ich merke aber, wenn nach dem Reifenwechsel (Sommer/Winter) deutlich mehr Druck im Reifen ist, als vorher, allein am Abrollgeräusch.

Weil du mehr Druck bei der Einlagerung drin hast und dann erst wieder absenkem musst?
Komisch, mehr Druck führt bei mir eher zu weniger Geräusch.

der Reifendienst pumpt gerne etwas mehr rein. Das merke ich sofort.

Der Reifendruck ist ein Konstruktionsmerkmal und dient auch dazu, ein bestimmtes, sicheres Fahrverhalten zu garantieren. Deshalb sind die Angaben des Fahrzeugherstellers bindend und nicht irgendwelche Laien-Empfehlungen wie "Ich mach da immer 3,07 bar mehr drauf".

Die Angaben des Fahrzeugherstellers sind garantiert NICHT bindend!

Vielmehr sind die Angaben des REIFENherstellers bindend!

"Bindend" (zumindest für den normalen Straßenbetrieb) sind eigentlich nur der
-- Minimaldruck des Fahrzeugherstellers (bei den entsprechenden Lasten + Geschwindigkeiten)
und der
-- Maximaldruck, der auf dem Reifen vermerkt ist.
. . . dazwischen kann sich das immer noch jeder selber raussuchen und einstellen, wie er's gern haben möchte.

Drunter oder drüber liegt dann in der eigenen Verantwortung des Fahrers.

Vermutlich greifen beide auf die gleichen Grundlagen zurück und die Abweichungen sind abhängig von der Schwerpunktsetzung (Komfort, Handling, ...).
Ihr habt beide recht. 😉

Wieso sollte der Fahrzeughersteller besser über den notwendigen Mindest-Luftdruck Bescheid wissen als der Reifenhersteller?

(Wir gehen hier mal nur vom "bindenden" Wert aus. Also der Wert, der auf keinen Fall unterschritten werden darf).

Schließlich steht auch der max. Reifendruck AUF dem Reifen und nicht auf dem Aufkleber in der Türe....

. . . ihr macht's aber auch echt kompliziert ;-)

Glaub ja nicht, daß ein Reifenhersteller Fahrversuche mit ALLEN möglichen Fahrzeug-Modellen macht, auf die der Reifen draufpassen würde ;-)
Da wird der Fahrzeughersteller schon eher Bescheid wissen . . . der das aber wiederum auch nicht mit ALLEN möglichen Reifen-Fabrikaten durchtesten wird . . .
---> man darf also auch immer noch selber denken + handeln ;-)

Minimaldruck ist immer auch vom Fahrzeuggewicht abhängig . . . soll das der Reifenhersteller für alle Achslasen auch noch mit draufschreiben ?

Letztendlich zw. min + max entscheiden darf/muß das der Fahrer immer noch selber, in Stein gemeißelt für alle Ewigkeiten is da gar nix ;-)

Nachtrag/Antwort zu unten :
Klar kann der Reifenhersteller dir nett antworten, aber ob der wirklich echte Fahrversuche mit jedem Fahrzeug gemacht hat ?
Und was für Werte sind das dann, die du da bekommst ?
Für den Komfort-Bevorzuger ? Oder für den Kurvenräuber ? Oder doch nur irgendein Kompromiß dazwischen ?
Ich bleib bei meinen 3,0 bar ringsrum auf'm E30, von leer bis beladen. Damit fühl ich micht wohl, mit weniger fühl ich mich weniger wohl. Und ohne Servo isses eh einfacher mit viel Druck drin, da brauch ich dann gar keine Servo mehr ;-)
Wer will, kann das genauso machen, und wer nicht, der macht's eben anders ;-)

Sonst müßt man ja auch Tieferlegungen und andere Zoll-Größen soooo streng sehen . . . verändern ja auch das Fahrverhalten . . . dem einen gefällt's, dem anderen wieder weniger . . . was ist da jetzt "besser" ?

Wenn man dem Reifenhersteller eine Mail schreibt in der man ihm sein Auto, die Reifengröße und das Reifenmodell nennt, dann schickt einem dieser eine nette Antwort mit den Infos zum Mindest-Kaltluftdruck 😉

Und genau darauf beziehe ich mich.

Mein Fahrzeughersteller gibt z.B. genau einen Wert an. Dieser ist für volle Beladung und bis Vmax zulässig und beträgt an der HA 2,7 bar.
Mein Reifenhersteller gibt schon mal 2 Werte an. Einmal bei Betrieb mit voller Zuladung und bis 180km/h (HA 1,8 bar) und einmal bei Betrieb mit voller Zuladung und bis Vmax (HA 2,5 bar).

Wieso sollte ich also auf den Hersteller hören, wenn ich nicht schneller als 180km/h fahre? So ein hoher Kaltluftdruck sorgt nur dafür, dass der Reifen unnötig hart ist und weniger Grip bietet (vor allem, wenn der Reifen warm ist).

Und klar kann man selbst denken und handeln. Daher fahre ich kalt 2,1 bar an der HA. Hat sich für mich nach mehreren Tests als guter Luftdruck rausgestellt.

Und btw: zwischen 2,4 und 2,1 bar kalt ist der Grip-Unterschied sehr deutlich spürbar. Hätte ich selbst nicht erwartet.

Beitrag editiert, Bezug wurde entfernt, Zimpalazumpala, MT-Moderator

@E30-Fahrer: der Reifenhersteller gibt den Mindestkalt-Luftdruck an. Das ist somit die untere Grenze. Alles darüber bis hin zum max. Luftdruck kann man dann natürlich selbst entscheiden.

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