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Was tun? - Reperatur in Werkstatt behebt das Problem nicht und verursacht größeren Schaden.

Themenstarteram 1. April 2016 um 11:49

Hallo zusammen,

folgende Frage und Sachverhalt habe ich für euch:

Vor ca. 3 Wochen habe ich meine A-Klasse (Baujahr 2001) in einer Werkstatt abgegeben mit der Bitte diese zu reparieren. Das Problem waren Geräusche die sich mit der Motordrehzahl veränderten. Ich hab mich gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Werkstatt in das Auto gesetzt, und das Problem gezeigt und beschrieben. Die Geräusche traten zwar nicht immer auf, aber machten mir Sorgen. Feststellung der Werkstatt: Es liegt am Keilriemen und dieser muss gewechselt werden - Kosten ca. 150€. Dies wurde dann auch gemacht und ich holte den Wagen ab. Auf der Rückfahrt war das Geräusch nicht zu hören und ich war überzeugt, dass das Problem behoben ist. Nun habe ich den Wagen danach kaum bewegt jedoch einmal Zwischendurch das Gefühl gehabt, dass ich kurz wieder was gehört habe.

Dann habe ich Ostern die erste "längere" Fahrt gemacht (ca. 100 km; relativ laut Musik gehört) als während der Fahrt die Servolenkung nicht mehr funktionierte. Paar Sekunden blinkten viele Lichter am Armaturenbrett auf und noch ein paar Sekunden später kam Rauch aus dem Auspuff. Ich bin sofort rangefahren, ADAC gerufen und dieser stellt fest, dass der gewechselte Keilriemen wieder verschlißen und runter war, die Batterie leer war, dadurch die Wasserpumpe nicht mehr funktionierte und deshalb der Motor angefangen hat zu rauchen. Der Mann von ADAC hat mir geraten mich an die Wertkstatt zu wenden, da ich mit dem Problem bei der Werkstatt war und diese das Problem eigentlich beheben sollte.

Gesagt getan, Wagen wurde von der Werkstatt bei mir zuhause abgeholt (nachdem der ADAC den Wagen zu mir nach Hause gebracht hat) und überprüft. Die Werkstatt hat festgestellt, dass wieder Verschleißerscheinungen am Keilriemen zu sehen sind und es anscheinend nicht am Keilriemen liegt (welchen Sie als Fehlerquelle identifiziert haben), sondern ein Lager an den Geräuschen und letztlich an dem Schaden verantwortlich ist. Es ist noch nicht festgestellt, ob der Motor ein Schaden genommen hat, da die Wasserpumpe nicht funktioniert und der Wagen nicht in Betrieb genommen werden kann. Um das festzustellen muss die Werkstatt erstmal dieses Lager austauschen und dies soll mich ca. 500€ kosten. Ich bin leicht verärgert, da ich mit der Repatatur genau dies verhindern wollte und ich 150€ bezahlt habe und der Wagen jetzt noch ein größeren Schaden hat, weil der Fehler nicht behoben wurde. Die Werkstatt behauptet zudem, dass Sie das Problem ja behoben haben und der ein neues Problem sei. Und, dass ich ja bis dahin nichts gemerkt hatte.

Frage: Was soll ich jetzt tun? Soll ich die 500€ bezahlen um zu sehen was mit dem Motor ist? Soll ich von der Werkstatt verlangen, dass Sie für den Schaden aufkommen? Schiedsstelle? Trifft die Werkstatt hier keine Schuld?

Über eine fachliche Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Besten Gruß

Robert

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Spargel1 schrieb am 4. April 2016 um 10:45:03 Uhr:

Die Werkstatt hat auf die Handwerksleistung 1/2 Jahr Garantie (nicht Gewährleistung) zu geben.

Käse, Garantie ist immer freiwillig.

1 Jahr Gewährleistung mit Beweislastumkehr nach 6 Monaten.

Gruß Metalhead

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Am besten zum Anwalt gehen,der sich mit so was auskennt.

Zuallererst kannst und darfst du hier keine Rechtsberatung erwarten. Andererseits testet jeder normale Mechaniker nach der Abnahme des Riemens, warum er fertig ist. Das muss ja irgendeinen Grund haben. Das würde also schonmal versäumt oder dir die Wahrheit verheimlicht.

Wenn der neue Riemen so schnell wieder durch ist, muss er zwangsläufig über ein kaputtes Lager laufen.

 

mfg

Im Moment komme ich noch nicht ganz mit der ADAC-Analyse klar. Der neue Keiliriemen zeigt schon wieder Verschleiß-Spuren, OK. Ist er denn gerissen? Ich frage, weil es sich mir nicht ganz erschließt, wieso die Batterie leer sein sollte. Und wie steht die leere Batterie in Zusammenhang mit der Wasserpumpe? Hat dein Wagen eine elektrische wasserpumpe?

Vielleicht magst du es nochmal präzisieren. Dann kann vielleicht auch jemand hier etwas dazu sagen, anstatt dich plump zum Anwalt zu schicken.

Grüße

Spyderryder

Hallo ,

genau den Vorgang kenne ich auch von einer Bekannten solange mit dem A trotz Geräuschen gefahren bis sich das Lager aufgelöst hat die Rolle ist weggeflogen der Riemen runter. Da man ja am Zielort ankommen wollte halt noch ein paar KM weitergefahren das war es dann mit der ZKD somit ist der A ein Totalschaden...

Ja auch mein Tip such dir bevor du irgendwas jetzt zu der Werkstatt sagst oder weiter in Auftrag gibst einen Anwalt hierfür.

Mich würde mal interessieren welches Lager im Riementrieb 500,- kosten soll.

Sehe ich das richtig, daß die Wapu über den Riemen läuft?

Gruß Mealhead

500 Euro kann schon sein.

2 Rollen a 47 Euro.

Spannmechanik 270 Euro

Keilrippenriemen 35 Euro

 

Orginalpreise DB /Dieselmotoren.

Bopp19

Zitat:

@Bopp19 schrieb am 1. April 2016 um 19:44:26 Uhr:

Spannmechanik 270 Euro

Ist die aus Gold?

Wer geht mit 'nem 15 Jahre alten Auto in die Vertragswerkstatt?

Gruß Metalhead

Gibst natürlich auch von "SKZ" für 147 Dinger incl. Rollen.

Bopp19

Metalhead schreibt:

Wer geht mit 'nem 15 Jahre alten Auto in die Vertragswerkstatt?

Gruß Metalhead

Antwort dazu

Ich gehe mit meinem Auto 9 Jahre alt, in die Vertragswerkstatt.

Die montieren mir meine mitgebrachten Teile ohne mullen und knullen ein.

Und der Einbaupreis ist nicht teurer wie in einer freien Werkstatt.

gruß jens

Einen Keilriemen, der wegen eines blockierten Lagers "stehenblieb" hatte ich auch schon. Allerdings hat meine Kühlmitteltemperaturanzeige mich rechtzeitig gewarnt bzw. ich sah die erhöhte Kühlwassertemperatur, bevor die Christbaumlichter angingen.

Wenn der Motor "raucht", denke ich, dass er wegen der antriebslosen Wasserpumpe überhitzte und deshalb die Zylinderkopfdichtung nun defekt ist.

Dass die Batterie leer ist, erklärt sich dadurch, dass an der Lichtmaschine der gleiche Effekt wie an der Wasserpumpe auftrat.

Ich würde sofort, noch bevor die Werkstatt eine Schraube dreht, zur Kfz-Schiedsstelle gehen (ist kostenlos), die Du über die örtliche Handwerkskammer erreichst. M. E. liegt hier ein klarer Werkstattfehler vor, sodass Dich die Behebung des Folgeschadens keinen Cent kosten darf.

Kfz-Schiedsstelle

Bei Streitigkeiten von Kunden mit ihrer Kfz-Werkstatt besteht die Möglichkeit, die Kfz-Schiedsstelle anzurufen, die im Auftrag der Kfz-Innungen für ihre Mitglieder bei der Handwerkskammer geschäftsführend eingerichtet ist.

 

Die Schiedsstelle kann also nur tätig werden, wenn der Kfz-Betrieb Mitglied der Innung des Kfz-Handwerks ist. Zu beachten ist auch, dass die Schiedsstelle unverzüglich nach Entstehen einer Streitigkeit anzurufen ist, um tätig werden zu können.

am 2. April 2016 um 15:51

Hallo!

Schwieriger Fall!Ich vermute Lager defekt irgendwo im Riementrieb,Lima,Spannrolle etc.

Eigentlich muss die Werkstatt so etwas feststellen und nicht einfach nur den Keilriemen wechseln.Dieses hat man wohl versäumt.

Ich würde auf Garantie bestehen,da die Werkstatt den Riementrieb ja kontrolliert hat als der Keilriemen gewechselt wurde.

Das Fahrzeug wurde nach der Endkontrolle durch den Meister inkl.Probefahrt nach der Reparatur freigegeben.

Nun ist ein größerer Schaden entstanden durch einen Defekt der schon vorlag als das FZG zur Reparatur gegeben wurde.

Auf den neuen Keilriemen und auf die geleistete Arbeit der Werkstatt besteht Garantie.

Würde sagen das die Werkstatt für den neuen Schaden durch alten nicht erkannten Defekt aufkommen muss.

Da die sich wohl wehren muss das wohl ein Anwalt klären.

Gruß

Habe bei meinem Auto die selbe Erfahrung gemacht... Die Werkstatt hat den Fehler nicht behoben, aber das Geld kassiert. Daraufhin hat mein Fahrzeug einen Motorschaden erlitten und ich habe mich beschwert. Bin zum Anwalt und selbst der meinte, ich kann nichts nachweisen, wenn die Probleme nicht direkt danach auftreten. Meine Erfahrung ist, die Werkstatt gewinnt immer...

Zitat:

@tristania77 schrieb am 2. April 2016 um 15:51:45 Uhr:

Ich würde auf Garantie bestehen,

Wenn du auf Garantie bestehen würdest, kannst du uns ja sicherlich auch erklären, warum deiner Meinung nach hier "Garantie" besteht...

Btt: Der Schaden an dem Lager kann auch durch den neuen Keilriemen bzw. dessen höhere Spannung und damit Krafteinwirkung auf das altersschwache Lager entstanden sein - der muss nicht zwangsläufig schon beim Austausch dies Riemens (war vermutlich noch der Erste montiert?) bemerkbar gewesen sein...

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