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Was ist es, was euch auf die Straße zieht?

Themenstarteram 10. November 2012 um 20:38

Hey Leute...

Mich Interresiert es was euch auf die Straße zieht bzw. gezogen hat. Aus welchen Gründen ihr euch fürs fahren entschieden habt? Was gibt euch de rJob um den Tag rumzubekommen, ohne Famillie? Wie schaft ihr es ne Woche von Zuhause weg zu sein? usw. usw.

Ich bin im Nahverkehr tätig, allerdings kribbelt es seit einiger Zeit ind en Fingern was anderes, größeres, weiteres zu machen. Fahre Verteilerverkehr mit nem 12t Kühllaster. Habe zwar Frau ud Kind (fast 3) zuhause, trotz allem glaub ich das ich irgndetwas verpasse oder so in der Art. Ich kann das schlecht in Worte fassen. Ich weiß ja auch wie schwer die Zeiten geworden sind aus Erzählungen von Kollegen die im FV tätig waren. Aber irgendwie will ich mehr. Aufn Sattel oder Hängerzug...mal paar Tage weg...Was Sehen...herum kommen usw. Fahre im moment im Durchschnitt 300km am Tag. Und jedes mal das selbe. Es wird eben Langweilig.

Also her mit euren Erzählungen was es bei euch war.

Allzeit gut Fahrt

Beste Antwort im Thema

Astrafreak,

bei mir wars ne lange Geschichte, war als Kind bei ner im Ort ansäßigen Kipperspedition die damals noch NAhverkehr gefahren ist immer mal wieder mit gefahren, war Samstags da aufm Platz mitgeholfen beim Waschen un sowas alles, dann mit 14 oder 15 andere Interessen gehabt, Lehre als KFZ.Mech. gemacht, nach bestandener Prüfung auf Montage im Industrieanlagenbau gewesen, iwann in der Heimat als Schlosser geschafft, da war dann Ende, in ner Zeitarbeitsbude angefangen.

Dann rief mich iwann en Ex Klassen Kamerad aus der Berufschule an ob ich net bei denen fahren wollte, hmm naja Lohn usw. einig geworden, Zeitarbeitsbude gekündigt auf Vollzeit in 2 Wochen den Führerschein gemacht und dann bei der Firma auf nem Abrollkipper 2Jahre im NAhverkehr gefahren, iwann wurde ein Auto mit Bett in der Firma frei das geschnappt damit ab un an Über Nacht weg gewesen, das war mein 3tes Jahr, anschliessend kam ein neuer Großvolumen Kipperzug den hab ich bekommen damit dann ein JAhr im Westerwald, Eifel, Sauerland und den Raum Gütersloh, Paderborn unsicher gemacht. Da kam mir dann der Gedanke das die Welt doch noch ne ganze Ecke größer ist also wieder bei meinem Kindheitstraum angerufen weil ich hörte das da ein Platz frei wurde jou also ab zum Baldus da fahr ich jetzt ne DAF XF 105 Space Cab Kippsattel, bin damit unterwegs in Deutschland, Belgien, Holland, Luxemburg, Schweiz, Östereich, Spanien und sehr viel in Frankreich.

Muss ganz ehrlich sagen bin froh das ich den Schritt in den FV gemacht habe, hab hier jetzt iwie noch das Gefühl von Freiheit, sehe was von der Welt, wesentlich mehr Ruhe wie im Nahverkehr, ne Ecke mehr Geld, kaum noch Zoff mit der Freundin und zudem nur noch 200Meter aufs Büro bzw. 300Meter zum LKW :-)

Gruss Roman

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Ich fahr Baustoffe mit nen 40 Tonnen Kranzug im bereich bayern und angrenzendes Österreich. Fahr im durchschnitt so 400-500 km am tag hast so gut wie nie die selben abladestellen (außer es ist ne riesen baustelle) man kommt rum (bis wien,Bodensee, Kulmbach usw ) und bin trotzdem jeden tag zu hause. Kann mal vorkommen das wir 1 bis 2 mal im monat auswärts bleiben müssen ist aber selten.

Bin durch zufall dazu gekommen da mich als neuling damals keine andere firma haben wollte und meine jetztige firma auch neulingen eine chance geben wollte.

Zum LKW fahren bin ich durch meinen Vater gekommen da er mich schon von kleinauf immer wieder mal mitgenommen hat. war von dem her schon immer mein traum und hat zum glück geklappt.

Zitat:

Original geschrieben von AstrafreakKL

... allerdings kribbelt es seit einiger Zeit in den Fingern ... Ich kann das schlecht in Worte fassen. ...

Genau das ist es, also probiere es aus.

 

Themenstarteram 11. November 2012 um 19:42

Wie wenn das so einfach wäre. Hab Frau und Kind und ein Haus will bezahlt werden. Da kann ich doch nicht herum experimentieren wie mit 17 oder 18. Bin zwar noch keine 30, hab also noch Zeit, aber es ist ein großes Risiko mal ausprobieren.

Ich entschied mich 1995 für Fernverkehr. Damals war ich im Nahverkehr tätig. Da es zu der Zeit mit den Sozialvorschriften nicht so genau genommen wurde, kam es nicht selten vor, dass ich Abends nach Hause kam und meine Frau schon schlief. Als sie morgens um 6.00 Uhr wach wurde, war ich schon wieder weg, so wollte ich auf keinen Fall weiter leben. Als sich ein Angebot für Fernverkehr in Dänemark ergab, griff ich zu. Die Sozialvorschriften mussten strickt eingehalten werden und der Monatslohn hat sich verdoppelt. Seit dem bin ich unterwegs in Schweden, Benelux, Frankreich,Tschechien, Slowakei, Ungarn, Österreich, Kroatien, Slowenien, Schweiz und Italien. Inzwischen fahre ich nur noch Deutschland und angrenzende Länder. Die weiten Touren fahren die Fahrer aus dem Ostblock für einen Bruchteil des Lohns, leider!

Also ich bin seit 88 auf der Strasse aber mit nem kleinen Kind würde ich niemals in den FV gehen oder möchtest du das dein Kind irgentwann sagt Mama was ist das für ein Onkel der ab und an mal am WE bei uns ist?

Ich selber habe 88 im FV angefangen aber als die Kids kamen habe ich fast 15 Jahre nur NV gefahren jetzt sind sie gross und ich bin wieder fast die ganze Woche weg.

Astrafreak,

bei mir wars ne lange Geschichte, war als Kind bei ner im Ort ansäßigen Kipperspedition die damals noch NAhverkehr gefahren ist immer mal wieder mit gefahren, war Samstags da aufm Platz mitgeholfen beim Waschen un sowas alles, dann mit 14 oder 15 andere Interessen gehabt, Lehre als KFZ.Mech. gemacht, nach bestandener Prüfung auf Montage im Industrieanlagenbau gewesen, iwann in der Heimat als Schlosser geschafft, da war dann Ende, in ner Zeitarbeitsbude angefangen.

Dann rief mich iwann en Ex Klassen Kamerad aus der Berufschule an ob ich net bei denen fahren wollte, hmm naja Lohn usw. einig geworden, Zeitarbeitsbude gekündigt auf Vollzeit in 2 Wochen den Führerschein gemacht und dann bei der Firma auf nem Abrollkipper 2Jahre im NAhverkehr gefahren, iwann wurde ein Auto mit Bett in der Firma frei das geschnappt damit ab un an Über Nacht weg gewesen, das war mein 3tes Jahr, anschliessend kam ein neuer Großvolumen Kipperzug den hab ich bekommen damit dann ein JAhr im Westerwald, Eifel, Sauerland und den Raum Gütersloh, Paderborn unsicher gemacht. Da kam mir dann der Gedanke das die Welt doch noch ne ganze Ecke größer ist also wieder bei meinem Kindheitstraum angerufen weil ich hörte das da ein Platz frei wurde jou also ab zum Baldus da fahr ich jetzt ne DAF XF 105 Space Cab Kippsattel, bin damit unterwegs in Deutschland, Belgien, Holland, Luxemburg, Schweiz, Östereich, Spanien und sehr viel in Frankreich.

Muss ganz ehrlich sagen bin froh das ich den Schritt in den FV gemacht habe, hab hier jetzt iwie noch das Gefühl von Freiheit, sehe was von der Welt, wesentlich mehr Ruhe wie im Nahverkehr, ne Ecke mehr Geld, kaum noch Zoff mit der Freundin und zudem nur noch 200Meter aufs Büro bzw. 300Meter zum LKW :-)

Gruss Roman

Themenstarteram 17. November 2012 um 21:32

Musste in 7 Tagen erfahren, das anscheinend der Markt, wo LKW Fahrer die fahren möchten, nicht gefördert werden. Das ist sehr Schade. Bin 27 und bis jetzt hab ich bei ein paar Speditionen angerufen. aber jder will mit Erfahrung. Aber alle heulen es kommt kein Nachwuchs nach.

Wer Nachwuchs will, der muss ihn fördern.

Aber ich werd da schon was passendes finden. Ist ja nicht so das ich was dringend benötige, ich hab ja was festes und Laaaangweiliges. :)

Ich bin seit einigen Jahren als selbstständiger Europa-Kurier unterwegs. Das Arbeitsleben im Transporter ist natürlich nichtso angenehm wie im Lkw. Habe mal Tagestouren, mal bin ich 5,6 Tage weg. Habe es mir aber selbst ausgesucht, und natürlich hasst man manchmal seinen Job. Aber es gibt auch schöne Touren, z.B. Skandinavien. Dann sage ich mir, andere bezahlen dafür, das zu sehen. Ich bekomme noch was dafür.

War vorher 15 Jahre auf dem Bau, ich geh nicht mehr zurück.

Zitat:

Original geschrieben von AstrafreakKL

Musste in 7 Tagen erfahren, das anscheinend der Markt, wo LKW Fahrer die fahren möchten, nicht gefördert werden. Das ist sehr Schade. Bin 27 und bis jetzt hab ich bei ein paar Speditionen angerufen. aber jder will mit Erfahrung. Aber alle heulen es kommt kein Nachwuchs nach.

Wer Nachwuchs will, der muss ihn fördern.

Aber ich werd da schon was passendes finden. Ist ja nicht so das ich was dringend benötige, ich hab ja was festes und Laaaangweiliges. :)

Nicht aufgeben. Stell dich persönlich vor, biete an, mal mit zu fahren als Beifahrer etc.

Und immer dran denken: Als Anfänger lieber 10 x aussteigen und gucken als 1 x zu wenig.

 

@Spaenche:Kipper im europäischen FV, entspannter geht es nicht mehr ! Meinen Neid hast du.

Beim Planenzug die Seite auf und zu und LaSi, beim Kühler die Scheiß Arbeitszeiten (Nacht fahren, tagsüber pennen) und die eiskalten Lager. Das hast du alles nicht. Was fährt man eigentlich mit nem Kipper quer durch Europa. Frage mich immer, wie das lohnt. Ne Ladung Rindenmulch ist ja fast günstiger im Preis als der Transport.

Zitat:

Original geschrieben von 18.430

Was fährt man eigentlich mit nem Kipper quer durch Europa. Frage mich immer, wie das lohnt. Ne Ladung Rindenmulch ist ja fast günstiger im Preis als der Transport.

Das ist doch einiges was mit diesen Fahrzeugen transportiert wird:

 

Fängt an mit Streusalz, Getreide, verschiedene Arten von Viehfutter z.B. Rübenschnitzel, verschiedene Arten von geschreddertem Schrott, verschiedene Baustoffe etc.

Man kann ja mit dem Kipper als Rückladung auch z.B. Stabstahl laden. Machen viele in Italien als Ladung für Deutschland. Marmorkies ist auch eine beliebte Rückladung aus Italien.

 

Gruß Michi 

Ich komme ursprünglich aus einem ganz anderem Bereich (Gesundheitswesen).Habe dann lange auf'm Flughafen gearbeitet. Nebenbei bin ich bei einem Kurierunternehmen mit einem Sprinter gefahren.Das war allerdings auch der pure Stress. Klasse 2 hatte ich ja schon seit ewigen Jahren. Durch Zufall bin ich an ein Unternehmen geraten welche ausschließlich Sonderfahrten mit 12 Tonnern bis zum Sattel anbieten. Das heißt ich lade irgendwo und bringe die Ware Europaweit zum Kunden.Ich habe immer nur eine Lade und Abladestelle. Es handelt sich zwar um Terminfracht aber Dank der Personalvorschriften welche bei uns strikt eingehalten werden hat man dementsprechend wenig Stress. Bei Besonders eiliger Ware fahren wir mit einem 2 Mann.Jeder Fahrer hat sein eigenes Fahrzeug im Urlaub bleibt das Auto halt stehen. Und beim Kauf wird jeder Fahrer eingebunden.

Wir fahren vom Nordkap bis zum Südlichsten Punkt in Europa.

Was mich an der ganzen Sache gereizt hat war das ich mein eigener Herr bin und mir keiner rein redet.

Ich bin zwar verheiratet und Gott sei Dank steht meine Frau voll und ganz hinter mir. Sonst würde so etwas gar nicht gehen. Es kann vorkommen das ich auch mal 3 Wochen nicht zu Hause bin.

Fahre erst mal als Beifahrer irgendwo mit und schaue mal ob es dir Spass macht bzw. ob es dir liegt.

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