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Warum habt ihr Teil-/Vollkasko oder warum eben nicht?

Themenstarteram 13. März 2009 um 18:02

Hi,

da ich im April meinen ersten Wagen kriege steh ich jetzt natürlich vor der Versicherungsfrage.

Haftpflicht ist klar, aber was macht sonst noch wann, weshalb Sinn und was weniger? Warum habt ihr euch für eine Vollkaskoversicherung entschieden? ... Grad eine Kaskoversicherung schlägt ja nochmal ordentlich zu buche...

Bin gespannt was ihr so berichtet...

Daten:

26Jahre / Lancia Delta Listenpreis 28.600 + optionals 31900 / Fahrleistung k.Ahnung? ~10000

Danke schonmal für eure Antworten,

.martin

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von adadi2000

Ich spare das Geld leber für den Fall, dass mir wirklich mal was passiert und schone meine Nerven im Falle eines Falles!

Hallo,

wenn das für dich so klappt, ist es ja für dich toll. Nur sollte man nicht vergessen, dass es nicht jedem vergönnt ist, ein konsequenter Sparer zu sein.

Sicher kennen einige den Effekt "Egal wie viel Geld ich verdiene, mein Konto ist am Monatsende immer auf 0"

Bei vielen, die nach deinem Modell spare, passiert es schnell, dass das Geld mal eben für ne andere wichtige Anschaffung angegriffen wird. Frei nach dem Motto "Jetzt ist mir 3 Jahre nix passiert, aber ich brauch noch 500,-€ für ne neue Waschmaschine. Ich nehm mal das Unfall-Geld. Es wird mir schon nichts passieren. Ich bin ja ein umsichtger Fahrer"

Und wie das Leben so spielt, crasht man 1 Woche später durch eine Unachtsamkeit vor die Garagenwand und zerdeppert sich mal eben nen Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht. Und nun?

Abgesehen davon, würden die 500,-€ wahrscheinlich eh icht dafür reichen. Wenn dann noch die Stoßstange ne Macke hat, rechnet sich das ganze vorne und hinten nicht.

Wenn ich nun in meinem Fall 220,-€ im Jahr für die Vollkasko spare, komme ich nach 5 Jahren gerade mal auf 1100,- €. Dafür kann ich mir im Fall des Falles nicht viel reparieren lassen.

MfG Zille1976

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Zitat:

Original geschrieben von adadi2000

Rechne doch mal aus, was du bisher an Beitrag bezahlt hast, und was du für diese beiden Schäden gekriegt hast!

Ungefähr 1:1. Und? Es könnte immer plötzlich etwas passieren und ich stünde womöglich ohne Auto da.

Zitat:

Original geschrieben von adadi2000

Wenn du einen Verlust vonn 1000,- Euro nicht selbst tragen kannst, mag eine Kaskoversicherung vielleicht vorteilhaft sein. Dann solltest du aber am besten überhaupt kein Auto haben, denn eine Reparatur kann viel teurer sein.

Hätte ich lieber zu Hause sitzen bleiben und Sozialhilfe kassieren sollen? Dafür hätte ich vielleicht kein Auto gebraucht. Aber mit Gehbehinderung die 14 km zur Arbeit ohne Anbindung an den ÖPNV und ohne Auto - undenkbar.

Tatsächlich hätte ich die 1000 € mit Ach und Krach stemmen können, aber da hätte ich mich deutlich mehr einschränken müssen als für die 80 € pro Jahr für die Teilkasko - insbesondere, wenn das Auto von damals sowieso kaputtgegangen wäre. Das wäre in beiden Fällen obendrauf gekommen.

Kurz: Ich war damals einfach nicht dumm genug, in dieser (auch finanziellen) Sitouation nicht kaskoversichert zu sein.

Zitat:

Original geschrieben von adadi2000

Meine Rechnung ist langfristig gesehen.

Für das Geld, das ich bisher durch den Verzicht auf Kaskoversicherungen in vielen Jahren gespart habe, könnte ich mir einige Autos kaufen.

Bei mir wäre der Betrag leicht negativ (zweistelig in €) und für einen negativen Betrag gibt es keine Autos zu kaufen, die etwas taugen.

Zitat:

Original geschrieben von adadi2000

Der Vergleich mit Krankenvers., Rentenvers. und Arbeitslosenvers. hinkt. Diese Risiken kann man u.U. nicht selbst abdecken. Eine Krebserkrankung kann beispielsweise Hunderttausende kosten. Beim Auto ist der mögliche Verlust begrenzt auf den Fahrzeugwert.

Natürlich, es ist leicht übertrieben. Aber die Sache ist eben die: Selbst wenn man den Schaden gerade so stemmen könnte, bleiben im Erstfall oft weniger Reserven als wenn man versichert gewesen wäre. Eine Teilkasko ist für mich daher obligatorisch. Vollkasko dagegen ist so eine Sache: Wenn ich meine Kiste selbst kaputtfahre, finde ich es OK, wenn ich mich anderweitig einschränken müßte. Wenn mir aber das Auto oder etwas daraus gestohlen wird, mir ein Hirsch ins selbige rennt oder so, dann bin ich doch besser versichert - auch, weil ich oft in Waldgebieten unterwegs sein muß.

Themenstarteram 18. März 2009 um 8:30

Danke für die Diskussion! :-) Das hilft sehr weiter, da man so die unterschiedlichen Argumente auf sich selbst anwenden kann! :-)

Eigentlich wohne ich in einer sehr guten Gegend. Südtirol, Land, eigenes Grundstück und Garage. Aber die Provinz ist auch ziemlich Wohlhabend, zählt das vielleicht? Den Tipp mit dem Selbstbehalt werd ich mal testen, danke!

meehster: "Wenn ich meine Kiste selbst kaputtfahre, finde ich es OK, wenn ich mich anderweitig einschränken müßte." Das ist ein gutes Argument. Wenn ich es zu Schrott fahren würde, bin ich selbst Schuld, Bestrafung hab ich dann genug... ;-) Im Grunde bin ich ja auch ein sehr umsichtiger Fahrer, hmm, mal sehn... Wenn ich wieder etwas Zeit hab, werd ich weiterrechnen...

Danke euch allen schonmal!

nice day

am 18. März 2009 um 9:06

Also irgendwie Frage ich mich, ob gewisse Beiträge hier ernst gemeint sind.

Der TE will sich ein Auto kaufen welches jenseits der 30.000 Euro liegt und überlegt ernsthaft ob er eine VK mit einbindet..? Entweder schwimmt er im Geld und hat kein Problem 30.000 Euo nochmal hinzu legen, aber dann würde er sich sicherlich ne anderer Karre kaufen... ;)

"..im Grunde bin ich ein sehr umsichtiger Fahrer..."

Sorry, aber wer fährt mit seiner neuen Karre denn nicht umsichtig. Es reicht doch schon, wenn vor Dir ein Wildwechsel stattfindet und Du ausweichst (mal soll dies ja nicht tun, aber in der Realität sieht das anders aus) und Du wickelst die Karre um den Baum.

Glück für das Wild wenn Du es nicht erwischst, Pech für Dich da Du keine VK hast.

Die TK bringt Dir nichts, denn Du hattest keinen Zusammenstoß mit Wild..!

@adadi2000

Deine (Stammtisch)Ansichten in Ehren, aber so einfach ist es in der Tat nicht.

Außerdem verstehe ich die Aufregung nicht wenn es immer heißt "die Versicherung will verdienen".

Natürlich will sie das!!!

Genauso wie der Besitzer vom Rewe-Markt, die Oma vom Tante-Emma-Laden und andere Unternehmen. Es MUSS mehr reinkommen als rausgeht.

Sicherlich gibt es die ein oder anderen schwarzen Schafe, aber man kann die Branche nicht über einen Kamm scheren....

Zitat:

Original geschrieben von adadi2000

Ich spare das Geld leber für den Fall, dass mir wirklich mal was passiert und schone meine Nerven im Falle eines Falles!

Hallo,

wenn das für dich so klappt, ist es ja für dich toll. Nur sollte man nicht vergessen, dass es nicht jedem vergönnt ist, ein konsequenter Sparer zu sein.

Sicher kennen einige den Effekt "Egal wie viel Geld ich verdiene, mein Konto ist am Monatsende immer auf 0"

Bei vielen, die nach deinem Modell spare, passiert es schnell, dass das Geld mal eben für ne andere wichtige Anschaffung angegriffen wird. Frei nach dem Motto "Jetzt ist mir 3 Jahre nix passiert, aber ich brauch noch 500,-€ für ne neue Waschmaschine. Ich nehm mal das Unfall-Geld. Es wird mir schon nichts passieren. Ich bin ja ein umsichtger Fahrer"

Und wie das Leben so spielt, crasht man 1 Woche später durch eine Unachtsamkeit vor die Garagenwand und zerdeppert sich mal eben nen Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht. Und nun?

Abgesehen davon, würden die 500,-€ wahrscheinlich eh icht dafür reichen. Wenn dann noch die Stoßstange ne Macke hat, rechnet sich das ganze vorne und hinten nicht.

Wenn ich nun in meinem Fall 220,-€ im Jahr für die Vollkasko spare, komme ich nach 5 Jahren gerade mal auf 1100,- €. Dafür kann ich mir im Fall des Falles nicht viel reparieren lassen.

MfG Zille1976

Guten Tag!

Bei einem Neufahrzeug würde ich immer eine Vollkaskoversicherung abschließen, unsere sind ebenfalls vollkaskoversichert, da beide Fahrzeuge noch nicht einmal ein Jahr alt sind, und es daher möglich ist, bei einem eventuellen Totalverlust ein adäquates Fahrzeug zu erwerben.

Bei einem älteren Fahrzeug ist eine Vollkaskoversicherung meines Erachtens nicht erforderlich, da ein Fahrzeug nach 3 Jahren nur noch etwa 60 % des Neuwagenpreises wert ist, und sich somit die Relation Versicherungswert zur Prämie erheblich verschlechtert hat. Daher hält sich nach etwa 3 Jahren auch der finanzielle Verlust im Fall eines Totalschadens in Grenzen.

Gruß,

SUV-Fahrer

am 23. März 2009 um 20:37

Ich kann mir einen Totalverlust nicht leisten bzw. nicht "einfach so" ein neues Auto kaufen und wenn ich mal einen selbstverschuldeten Unfall haben sollte, kann ich meine Vollkasko in Anspruch nehmen.

Die Rechnung die hier manche aufstellen muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wenn Du im Jahr 500 Euro für die Kasko bezahlst und hast 10 Jahre keinen Unfall hast Du 5000 Euro "in den Sand gesetzt".

Wenn Dir aber im ersten Jahr die Kiste jemand platt fährt und abhaut (Nachts besoffen und Du findest den Typ nicht) bist Du froh wenn Du ne Vollkasko hast.

Ich sage immer, wenn man die Kohle für ein gleichwertiges nicht so "einfach aus´m Ärmel schütteln kann", dann sollte man eine Vollkasko abschliessen.

Bleibt aber jedem selbst überlassen.......

am 23. März 2009 um 22:19

@adadi2000

Nur mal so eine Rechnung für Mathematikanfänger:

Mein Wagen ist jetzt zwar nur noch ca. 11.000 Wert, aber

bei 350,- VK (SB 350VK/TK0) muss ich nur 31 Jahre Rücklage bilden. So lange wollte ich den eigentlich nicht mehr fahren.

Und wenn ich bedenke dass der bei der Anschaffung als Neuwagen immerhin >35.000 gekostet hat, sinds ja nur 100 Jahre Rücklage...

Da hast du sicherlich recht. Rechnet sich sofort für mich...

Mir haben die mal ein Radio geklaut (wer auch immer das alte Ding wollte). Waren nur 5800DM Fahrzeugschaden. (Delle in der Türfensterpfalz, Scheibe kaputt, Armurenbrett beschädigt und dann noch das Radio dazu).

Also wenn du das gerne selber bezahlen willst. Tu dir keinen Zwang an. Wenigstens können wir der Versicherung ja mitteilen, dass du bei Abschluss einer Kasko wohl einen Betrug planst oder wie die letzte Sau unterwegs bist :D

Gruß

Krypton

Themenstarteram 24. März 2009 um 13:17

Bei euch scheint VK ja extrem günstig zu sein! Bei den Summen würd ich nichtmal nachdenken! Aber die günstigste VK hier ist ca. 900€ teurer als die reine Haftpflicht! Und da kann man dann schonmal überlegen, wie ich finde! Wenn die Vollkasko knapp 200€ mehr kostet dann wär für mich auch klar, dass ich die nehmen würde... :-/

Italien eben... Da hat das Auto nicht den hohen Stellenwert wie in De und damit wirds eben auch wesentlich mehr Schäden geben als in Deutschland--> damit steigen dann auch die Prämien (ist nur eine Theorie meinerseits)

grüße

Zitat:

Original geschrieben von hertob81

Es reicht doch schon, wenn vor Dir ein Wildwechsel stattfindet und Du ausweichst (mal soll dies ja nicht tun, aber in der Realität sieht das anders aus) und Du wickelst die Karre um den Baum.

Glück für das Wild wenn Du es nicht erwischst, Pech für Dich da Du keine VK hast.

Die TK bringt Dir nichts, denn Du hattest keinen Zusammenstoß mit Wild..!

Bin mir jetzt nicht 100%-ig sicher, aber ich meine, da hat sich vor einiger Zeit was geändert: Wenn du sog. Großwild ausweichst und deshalb verunfallst, zahlt die TK sehr wohl. Brauchst dann halt nur nen Zeugen, denke ich mal. Anders sieht's bei Kleinviech (kleiner Hund, Katze, Hase etc.) aus.

Ansonsten ist's wohl wirklich Einstellungssache, ich würd's so machen: Neuwagen bis 3 Jahre alt = Vollkasko, dann bis ca. 8 Jahre alt = Teilkasko und danach nur noch Haftpflicht, es sei denn, der Wagen hat auch nach den 8 Jahren noch einen Wert von über EUR 10.000 oder so.

Die Frage ist natürlich, ob die ganze Diskussion hier dem Themenstarter hilft. So wie ich das rauslese, will er den Wagen ja in Italien versichern und ob die dortigen Versicherungsgesetze mit unseren vergleichbar sind, entzieht sich gänzlich meiner Kenntnis.

Grüße,

Themenstarteram 25. März 2009 um 19:47

Hmm,

es mag nicht alles 1 zu 1 umsetzbar sein, aber ich finde sie durchaus interessant und sie hilft mir bei der Entscheidungsfindung auf alle Fälle weiter...

Von daher: Lasst euch nicht abhalten... ;-)

Danke

am 25. März 2009 um 20:19

Ist halt wirklich rechnungssache. Wenn die schon 900 teurer ist als die Haftpflicht, was kostet dann die VK und was die TK. Aber 30.000 willst du sicherlich nicht verlieren. Böse Zungen würden sagen in Italien fahren die etwas "temperamentvoller" als hier. Also machs besser :)

Gruß

Krypton

Wir haben einen Peugeot 407 5 Jahre alt. Versicherung inkl. VK 300€ SB/TK 150€ SB. Beitrag jährlich 340€. Peugeot 207 neu. Versicherung inkl. VK 300€ SB/TK 150€ SB. Beitrag jährlich 274,60€.

am 30. März 2009 um 16:58

Zitat:

Original geschrieben von Skorrje

Bin mir jetzt nicht 100%-ig sicher, aber ich meine, da hat sich vor einiger Zeit was geändert: Wenn du sog. Großwild ausweichst und deshalb verunfallst, zahlt die TK sehr wohl. Brauchst dann halt nur nen Zeugen, denke ich mal. Anders sieht's bei Kleinviech (kleiner Hund, Katze, Hase etc.) aus.

In diesem Fall musst du immer noch nachweissen das der Schaden durch das Ausweichen geringer ausgefallen ist (definitiv) als der Schaden der entstanden wäre, wenn da das "Großwild" :D niedergefahren hättest. Wie willst du als Geschädigter das in der Realität nachweissen?

Grüße, HarryKF

Das hängt sicher auch ein wenig von der "Kulanz" der gewählten Versicherung ab. Gerade wenn man einen eher geringen Schaden durch das Ausweichen erleidet, schauen die kurz, was Großwildunfälle mit "Feindkontakt" durchschnittlich kosten und zahlen dann sicher auch lieber den geringeren Betrag. Aber du hast recht, je nach Police können die sich auch stur stellen.

For the record: Für meinen Citroen C4, Benziner, 136 PS, EZ 04/2005, zahle ich HP + TK 300 jährlich ca. EUR 450 bei 6 Jahren Unfallfreiheit.

Zur Eingangsfrage: Ich habe VK, weil es vernachlässigbar mehr kostet. Aus reinem Versicherungsgedanken (nur Ereignisse versichern, die existentiell bedrohlichen Schaden hervorrufen) sicher nicht, da ich einen gleichwertigen Ersatzwagen sofort wieder kaufen könnte. Aber bei irgendwas um 50EUR Unterschied im Jahr?

Wenn man den "Bestrafungsgedanken" gut findet, dann kann man natürlich auf VK verzichten. Häufig geschieht aber ein Unfall in unklarer Schuldsituation oder der Richter findet, dass man Schuld ist - man selber nicht. Dann fühlt man sich doppelt bestraft.

Bei Neuwagen, aber auch bei älteren Autos dann, wenn an den Wagen auch das Einkommen (Arbeitsweg o.ä) gebunden ist, kann der Verlust existentiell bedrohlich werden. Dann sollte man in jedem Fall VK wählen.

Amen

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