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Warnung Reifendruck-Kontrollsystem

Hallo zusammen,

ich habe eine Verständnisfrage,, die ich nur habe, weil mein HYUNDAI Kona über ein Reifendruck-Kontrollsystem verfügt.

Der Wagen war neu, Reifendruck war bei 2,7 bar, ist innerhalb einer Woche runter und hat sich bei allen Reifen konstant bei 2.5 bar eingependelt. Zwischendurch war auch mal ein reifen 2,6 und die anderen 2,5, immer mal so oder so, aber überwiegend alle auf 2.5 bar.

Seitdem es draußen kälter ist, liegt der Druck bei allen Reifen gleich bei 2,4 bar.

Heute kam eine Warnung, einer der hinteren Reifen hätte zu wenig Druck. Mein Kontrollsystem zeigte aber immer noch bei allen Reifen 2,4 bar an. Ich konnte also gar nicht erkennen, um wieviel der Druck gesunken ist. Dennoch wurde der eine hintere Reifen gelb markiert und eine Warnung wurde angezeigt.

Nach ein paar Minuten ist die Warnung wieder verschwunden.

Laut Hersteller des Autos soll der Druck - so wie ich jetzt leer fahre, bei 2,3 bar liegen.

Ich frage mich, wie ich mit dem Reifendruck-Kontrollsystem umgehen soll. Was bringt mir die Warnung, wenn auf allen 4 Reifen der Druck über dem Sollwert angezeigt wird ? An der nächsten Tankstelle hätte ich das Problem nicht lösen können...

Sind diese Systeme "bekannt" für Anfälligkeiten? Fehlern? Kennt das Reifendruck-Kontrollsystem den Sollwert? Bei Auslieferung lag der Druck mit 2,7 bar ja eigentlich auch viel zu hoch... aber keine Warnung.

Oder wird nur gewarnt, wenn 1 Reifen Druck verliert? Dann verstehe ich nicht warum ich schon öfters variierende Werte - ohne Warnung hatte. Zumal mir ja nun auch bei allen 2,4 bar angezeigt wurde...

Vielleicht kann mir ja jemand was dazu erklären....

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15 Antworten

@iWilko Was sagt das Handbuch zum Reifendruck-Kontrollsystem? Normalerweise kann es per Knopfdruck bzw. über den BC neu abgespeichert werden, so dass keine Fehlermeldung mehr bei dem jetzigen Reifendruck erscheinen sollte.

Bei einem Reifenwechsel muss der Reifendruck auch wieder neu bestätigt werden.

Der Reifendruck ist von der Temperatur abhängig. Bei 2,7 bar Ausgangsdruck ändert sich der Druck um 0,14 bar je 10°C Temperaturänderung.

Wie armin-g bereits geschrieben hat, muss bei vielen Reifendruckkontrollsytemen ein Reset durchgeführt werden, wenn der Reifendruck geändert wurde. Der Reset führt dazu, dass der eingefüllte Druck als Solldruck gespeichert wird. Du hast nun das Fahrzeug mit 2,7 bar übernommen, also wird dieser wohl als Solldruck gespeichert sein. Daher ist es durchaus möglich, dass bei 2,4 bar die Meldung kommt.

Daher fülle die Reifen mit dem richtigen Druck und führe eine Reset aus.

 

Gruß

Uwe

Jo….könnte sein das du im Cockpit die genannten 2,4 bar, quasi aufgerundet siehst, Systemintern aber vielleicht 2,39bar verarbeitet werden. Die Hundertstel Stelle unterschreitet dabei dann eine aktuelle Warngrenze von 2,40bar und es kommt zur Warnung.

Den anderen Argumenten oben kann ich nur zustimmen.

Vermutlich hat Hyundai die Systemwarngrenze für LANGSAMEN Druckverlust 0,3bar unter dem abgespeicherten Solldruck festgelegt.

Der Fahrer sollte ja schon den LANGSAMEN Druckverlust auf dem „Weg dahin“ bemerken und früher tätig werden. Tut er‘s nicht gibts dann irgendwann die Warnung.

Einige Systeme unterscheiden zwischen „schleichendem“ Druckverlust und „schnellem“ Druckverlust und warnen dann früher.

Und jaa….bei „plötzlichem“ Druckverlust braucht man eigentlich kein RDKS:D, den wird man sowieso bemerken.

Ich meine hier vielleicht Zeitraumunterschiede von „Tag/Tagen“ zu „Stunden“ zwischen „schleichend“ und „schnell“.

Aber da sollte dir deine BA Auskunft geben können.

Sind eigentlich die Drücke bakannt mit denen das System zu anfangs kalibriert wurde?

Dass nur hinten rechts eine Fehlermeldung kommt und das obwohl alle vier Reifen den identischen Druck haben, würde ja bedeuten, dass mit unterschiedlichen Drücken kalibriert wurde.

Z. B. VL+VR+HL 2,8 bar und HR 2,9 bar. Dann wäre auch klar, wieso für HR die Fehlermeldung bereits bei 2,4 bar.

Zitat:

@Der Autoversteher schrieb am 18. September 2022 um 10:34:03 Uhr:

Dass nur hinten rechts eine Fehlermeldung kommt und das obwohl alle vier Reifen den identischen Druck haben, würde ja bedeuten, dass mit unterschiedlichen Drücken kalibriert wurde.

Nein, siehe den Beitrag zuvor von kasemattenede, denn er hat das gut erklärt.

 

Gruß

Uwe

Ist aber nichts anderes als eine Hypothese. Wer weiß, ob die Sensoren wirklich bis auf zwei Stellen hinterm Komma messen.

Ich fahre zwar kein Hundeei, aber bei Mercedes wird gewarnt, sobald der Ist-Wert mehr als 20% vom Soll-Wert abweicht.

Wenn auf einer Achse unterschiedliche Drücke für links und rechts als Soll-Wert festgelegt wurden, erklärt das zumindest wieso bei Druckverlust bei einem dieser Reifen die Fehlermeldung kommt und beim anderen net.

Achsenweise unterschiedliche Sollwerte ist noch nachvollziehbar, aber deine Hypothese seitenweise unterschiedliche Sollwerte bezweifle ich dann doch.

 

Gruß

Uwe

@iWilko Hast du mittlerweile herausgefunden wie der Reifendruck neu kalibriert wird?

Ihr schmeißt hier einiges durcheinander.

Ein System mit Druckanzeige ist ein aktives System mit Sensoren und die kalibriert man nicht. Die arbeiten mit festen Sollwerten, die der Hersteller hinterlegt hat.

Indirekte Systeme ohne Sensoren müssen kalibiriert werden.

Ich schließe mich der These an, dass hier eine ungünstige Warnschwelle und Sensor-/Anzeigeungenauigkeiten aufgrund von Rundungsfehlern zu dem beschriebenen Problem führen.

Unter dem Strich - Luft auffüllen und alles ist gut. Dass der Druck um 1-2 Zehntel sinkt, wenn es 10-20° C kälter ist, ist physikalisch bedingt normal.

Zitat:

@MacV8 schrieb am 24. September 2022 um 08:19:49 Uhr:

Ihr schmeißt hier einiges durcheinander.

Ein System mit Druckanzeige ist ein aktives System mit Sensoren und die kalibriert man nicht. Die arbeiten mit festen Sollwerten, die der Hersteller hinterlegt hat.

Indirekte Systeme ohne Sensoren müssen kalibiriert werden.

Es gibt auch aktive Systeme, die resetet werden, wie z.B. bei meinem Auto. Durch den Reset übernehmen das RKDS dann die aktuellen Werte als Sollwerte.

So macht das auch Sinn, weil nicht jeder die Werte nimmt, die der Autohersteller für die Reifen angibt und dann gibt es oft Ärger mit RKDS, weil das RKDS zu früh oder zu spät anspricht.

Tatsächlich muss bei meinem Auto auch noch eine Kalibrierfahrt durchgeführt werden. Auch das macht Sinn aber weniger für das RKDS, sondern für ESP und Co, so dass diese Systeme exakter regeln können.

 

Gruß

Uwe

Ja, es gibt einige sehr wenige (!) Hersteller, die auch bei aktive Systemen Sollwerte setzen lassen. Andere lösen das z.B. damit, dass sie dem Kunden die Möglichkeit geben die Reifendimension auszuwählen und damit die korrekten Sollwerte vorgeben.

Bei Hyundai ist das aber nach meiner Kenntnis nicht der Fall, also hilft es dem TE auch nicht weiter.

ESP und Co. haben generell Lerner implementiert, bei allen Herstellern. Das hat aber überhaupt nichts mit RDKS Kalibrierfahrten zu tun. Das wäre sogar eher übel, wenn das ESC nach jeder Reifendruckkalibririerung resetted wird und dann erstmal lernt und schlechter regelt. So etwas findet ab km 1 permanent im Hintergrund statt.

Auch beim aktiven RDKS der BMW UKL übernimmt man mittels Reset (nicht Kalibration, da wurde nur der falsche Ausdruck gewählt) den aktuellen Druck als Solldruck, und bei Unterschreitung um 0.4 bar kommt eine Warnung. Ist das Massenprodukt BMW damit eine der wenigen Ausnahmen, oder habe ich dich falsch verstanden?

Eine Auswahl der montierten Reifendimension mit zugehörigen Drücken aus einem Menü im BC (welche Hersteller haben das?) wäre natürlich komfortabler, würde aber immer noch manche Fahrer überfordern. Und ist wenigen flexibel, wenn es in 10 Jahren vielleicht nicht mehr exakt den Reifen gibt, der im BC angeboten wird.

VW hat so etwas im Menü und ja, BMW und Audi sind z.B. seltene Ausnahmen.

Bei VW ist es anders und ich kenne persönlich auch kein einziges ausländisches Fabrikat, bei dem aktive RDKS neu angelernt werden müssen (warum auch da technisch nicht notwendig).

Rechtlich auch spannend, da ich dem Kunden ggf. die Möglichkeit gebe auf falsche, nicht konforme Drücke anzulernen.

Das wird dann in der Regel über untere Warnschwellen abgefangen und dann bräuchte ich streng genommen auch nicht mehr anlernen.

...und wie erkennt dein mit festen Werten arbeitendes, mehrheitlich verwendetes RDKS-System den gewollt herbeigeführten Wechsel der Reifendrücke bei unterschiedlichen Betriebsarten des Fahrzeugs? Also z.B. komfortbetonter Stadtverkehr bei niedrigen Geschwindigkeiten und leerem Fahrzeug gegenüber voll beladen und schneller Autobahnfahrt? Ein System (aktiv oder nicht) bei dem der Solldruck nicht einstellbar ist, halte ich für idiotisch weswegen es wohl auch einige 'Ausnahmen' geben wird.

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