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W211 220 CDI - Brummen bei 2 Szenarien - hängen die Probleme zusammen?

Mercedes E-Klasse W211
Themenstarteram 12. Februar 2015 um 15:01

Hallo,

habe eine E-Klasse W211 220CDI Baujahr 2005 (240TKM)

Mit dem Wagen habe ich 2 Probleme und kann nicht feststellen ob diese miteinenader zusammenhängen.

1. Problem - Brummen bei genau 1600 U/min

Immer wenn ich bei 1600 U/min bin brummt der Wagen. Sobald ich diesen Drehzahlbereich verlasse ist alles ok.

Sauber schalten tut das Getriebe auch.

Getriebespülung nach TE-Methode wurde bei 210TKM gemacht.

Erster Mechaniker sagt: Eindeutig der Wandler

Wandler ca. 950 Euro und Einbau ca. 450 Euro.

Zweiter Mechaniker (Mercedes) bezweifelt nach einer längeren Probefahrt das der Fehler vom Wandler kommt. WÜG bzw. KÜB wurde auch ausgeschlossen. Radlager scheinen auch OK zu sein.

Von Motorlager bzw. Getriebelager über Servolenkung wurde alles mögliche aufgezählt.

Seine Empfhelung --> Fehleranalyse in der Werkstatt (Kosten 1 bis 3 Arbeitsstunden)

Ich bin gerne bereit Geld in die Hand zu nehmen wenn die Ursache eindeutig bekannt ist.

Aber 1400 Euro auf Verdacht auszugeben ist mir ehrlich gesagt nicht ganz vernünftig.

2. Problem - Brummen und wackeln ab 160 km/h

Sobald ich die 160 km/h erreiche wackelt und brummt der ganze Wagen. Macht echt keinen Sapß damit zu fahren.

Dieses Phänomen ist Drehzahlunabhängig.

Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht. Würde mich freuen auf euer Feedback.

Beste Antwort im Thema
am 13. Februar 2015 um 7:15

Ausschließen würde ich den Wandler nicht, aber ich würde versuchen, zunächst einmal die möglichen (billigeren) Ursachen abzuprüfen. Und das Wahrscheinlichste (und billigste) sind die Motorlager. Die offizielle Vorgehensweise habe ich dir unten reinkopiert.

Abhilfe

Triebstrang entspannen

Beim Entspannen des Triebstranges ist darauf zu achten, dass das Fahrzeug mit allen vier Rädern auf dem Boden steht.

 

Vordere Motorlager:

1. Sichtprüfung der Positionierung Motorlager vorne, diese müssen korrekt im Motorträger sitzen.

2. Schrauben herausdrehen, das Gewinde im Motorlager muss mit der Bohrung im Integralträger übereinstimmen.

3. Sollte dies nicht der Fall sein, den Motor-Getriebe-Verbund um ca. 10 mm anheben und wieder absenken. Hinweis: Gewinde im Motorlager müssen mit den Bohrungen im Integralträger übereinstimmen.

4. Sollte ein Verkanten der Schraube auftreten, so ist die obere Verschraubung des Motorlagers am Motorträger zu lösen und beide Motorlager so zu positionieren, dass die Gewinde im Motorlager mit der Bohrung im Integralträger übereinstimmen.

5. Untere Befestigungsschrauben mit Nenndrehmoment anziehen, Motor auf Motorlager absetzen und Schrauben mit Nenndrehmoment anziehen.

 

Hinteres Motorlager entspannen:

1. Verschraubung Motorlager hinten zum Motorträger lösen

2. Getriebehalter Abgasanlage am Abgasanlage-Rohr und im Bereich des Motorträgers lösen und auf Verspannungen achten! (z.B. nach oben rutschen der Abgasanlage).

3. Motorgetriebeverband im Bereich Getriebe anheben, sodass das hintere Motorlager vom Motorträger abhebt. Anschließend Motorlager hinten auf Motorträger absenken. Gewinde im Motorlager muss mit Bohrungen im Motorträger übereinstimmen (analog Motorlager vorne). Ist dies nicht der Fall weiter mit Arbeitsschritt 4

4. Befestigungsschrauben Motorträger hinten an der Karosserie lösen und Motorträger hinten in Längs-Querachse so ausrichten, dass die Bohrungen im Motorträger und Lager übereinstimmen. Anschließend in folgender Reihenfolge die Schrauben auf Nenndrehmoment anziehen: a) Motorträger an Karosserie b) Motorlager an Motorträger c) Getriebehalter der Abgasanlage im Bereich des Motorlagers hinten und am Abgasanlage-Rohr (Getriebehalter im Bereich Abgasanlage-Rohr-Befestigungsbolzen darf nicht verkanten, reiben).

 

Überprüfung Verschraubungen der Gelenkwelle:

1. Sind alle Schrauben vorhanden?

2. Sind alle Schrauben gleich lang?

3. Haben alle Verschraubungen Unterlegscheiben?

4. Anzugsmoment überprüfen (siehe WIS)

 

Änderung der Positionierung des Hinterachsgetriebeflansches zur Gelenkwelle:

dreiarmiger Flansch: verdrehen um 120 Grad

vierarmiger Flansch: verdrehen um 90 Grad

 

Entspannen der Abgasanlage, Gelenkscheibe und Gelenkwellenzwischenlager

Gelenkscheibe auf Risse überprüfen und ggf. erneuern

 

Gelenkwellenzwischenlager entspannen: Bei gelösten Schrauben am Gelenkwellenzwischenlager Fahrzeug vor- und zurückschieben oder die Gelenkwelle durch drehende Bewegungen "einrütteln". Anschließend die Schrauben wieder mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen (AR41.10-P-100CW).

 

Gelenkwellenflucht mit elektronischem Gelenkwellen-Knickwinkelmessgerät messen, ggf. korrigieren. (s. WIS)

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Bei der Laufleistung ist alles vom Motor bis zu der Hinterachse nimmer neu, das Fahrwerk vermutlich auch überholungsreif ... kann also gut alles Mögliche sein oder sogar mehrere Dinge, die sich gegenseitig "fördern".

Den Wandler kann man vorübergehend deaktivieren, wenn das Brummen dann weg ist ist's der Wandler. Wurde das Getriebe regelmäßig gewartet?

Auch wenn's nicht gern gehört wird: Will man den Wagen noch lange fahren, dann lohnt sich die teure Generalsanierung von Fahrwerk und Antriebsstrang. Ansonsten weg damit, dazwischen wird's doch nur Flickwerk.

Also Motor- und Getriebelager neu, Kardanwelle überholen (Hardyscheiben, Passhülsen und Mittellager neu, Längenausgleich prüfen), alle Fahrwerksgelenke, Spurstangengelenke, Stabigummis, Hinterachsschemel-Gummilager, Federn und Dämpfer. Dann ist die nächsten 200.000 km Ruhe im Karton.

am 12. Februar 2015 um 16:35

Wenn du mir mal deine Fahrgestellnr. durchgibst, kann ich im "TIPS" schauen...

Brummen/Dröhnen ist bei höheren Laufleistungen meist auf einen verspannten Triebstrang zurück zu führen. Als erstes würde ich die Motorlager überprüfen lassen.

Themenstarteram 12. Februar 2015 um 17:38

Getriebelager gleich mit?

Immer.

Wobei das Brummen aus dem Antriebsstrang üblicherweise nicht auf eine bestimmte Drehzahl beschränkt ist, sondern eher auf einen Geschwindigkeitsbereich.

Auch mal die Auspuffanlage prüfen.

Alte Motorlager setzen sich, dadurch stimmt der Winkel zwischen Getriebeausgang und Kardanwelle nicht mehr, hat mir mein :) erzählt. Nebenbei werden die Motorvibrationen auch weniger gedämpft, im Extremfall bewegt sich der ganze Motor beim Lastwechsel hin und her.

Themenstarteram 12. Februar 2015 um 20:08

Euren Antworten zu Folge schließt ihr den Wandler auch aus?

Nein, nicht wenn das nicht geprüft wurde.

Ich schließe gar nichts aus, ich kenne dein Auto nicht.

Themenstarteram 12. Februar 2015 um 21:03

Okay danke für euer Feedback. Kann sowas auch von zu wenig Getriebeöl kommen? Irgendwie ein Leck?

Ich meine, da neigen die Automaten eher zum Rutschen, kein Kraftschluss, immer bei kaltem Getriebe.

Themenstarteram 12. Februar 2015 um 21:29

Dann wohl ab zum 3. Mechaniker. Vielleicht können die ja kurz die WüK ausschalten. Kann man die Motorlager auch per Sicht prüfen oder muss man was abschrauben?

Ein Kenner sollte es sehen, ob sich der Motor schon gesenkt hat, auch die Lastwechselbewegung kann man bei offener Motorhabe beim Schalten von D auf R und zurück beobachten und mit einwandfreien Autos vergleichen.

am 13. Februar 2015 um 7:15

Ausschließen würde ich den Wandler nicht, aber ich würde versuchen, zunächst einmal die möglichen (billigeren) Ursachen abzuprüfen. Und das Wahrscheinlichste (und billigste) sind die Motorlager. Die offizielle Vorgehensweise habe ich dir unten reinkopiert.

Abhilfe

Triebstrang entspannen

Beim Entspannen des Triebstranges ist darauf zu achten, dass das Fahrzeug mit allen vier Rädern auf dem Boden steht.

 

Vordere Motorlager:

1. Sichtprüfung der Positionierung Motorlager vorne, diese müssen korrekt im Motorträger sitzen.

2. Schrauben herausdrehen, das Gewinde im Motorlager muss mit der Bohrung im Integralträger übereinstimmen.

3. Sollte dies nicht der Fall sein, den Motor-Getriebe-Verbund um ca. 10 mm anheben und wieder absenken. Hinweis: Gewinde im Motorlager müssen mit den Bohrungen im Integralträger übereinstimmen.

4. Sollte ein Verkanten der Schraube auftreten, so ist die obere Verschraubung des Motorlagers am Motorträger zu lösen und beide Motorlager so zu positionieren, dass die Gewinde im Motorlager mit der Bohrung im Integralträger übereinstimmen.

5. Untere Befestigungsschrauben mit Nenndrehmoment anziehen, Motor auf Motorlager absetzen und Schrauben mit Nenndrehmoment anziehen.

 

Hinteres Motorlager entspannen:

1. Verschraubung Motorlager hinten zum Motorträger lösen

2. Getriebehalter Abgasanlage am Abgasanlage-Rohr und im Bereich des Motorträgers lösen und auf Verspannungen achten! (z.B. nach oben rutschen der Abgasanlage).

3. Motorgetriebeverband im Bereich Getriebe anheben, sodass das hintere Motorlager vom Motorträger abhebt. Anschließend Motorlager hinten auf Motorträger absenken. Gewinde im Motorlager muss mit Bohrungen im Motorträger übereinstimmen (analog Motorlager vorne). Ist dies nicht der Fall weiter mit Arbeitsschritt 4

4. Befestigungsschrauben Motorträger hinten an der Karosserie lösen und Motorträger hinten in Längs-Querachse so ausrichten, dass die Bohrungen im Motorträger und Lager übereinstimmen. Anschließend in folgender Reihenfolge die Schrauben auf Nenndrehmoment anziehen: a) Motorträger an Karosserie b) Motorlager an Motorträger c) Getriebehalter der Abgasanlage im Bereich des Motorlagers hinten und am Abgasanlage-Rohr (Getriebehalter im Bereich Abgasanlage-Rohr-Befestigungsbolzen darf nicht verkanten, reiben).

 

Überprüfung Verschraubungen der Gelenkwelle:

1. Sind alle Schrauben vorhanden?

2. Sind alle Schrauben gleich lang?

3. Haben alle Verschraubungen Unterlegscheiben?

4. Anzugsmoment überprüfen (siehe WIS)

 

Änderung der Positionierung des Hinterachsgetriebeflansches zur Gelenkwelle:

dreiarmiger Flansch: verdrehen um 120 Grad

vierarmiger Flansch: verdrehen um 90 Grad

 

Entspannen der Abgasanlage, Gelenkscheibe und Gelenkwellenzwischenlager

Gelenkscheibe auf Risse überprüfen und ggf. erneuern

 

Gelenkwellenzwischenlager entspannen: Bei gelösten Schrauben am Gelenkwellenzwischenlager Fahrzeug vor- und zurückschieben oder die Gelenkwelle durch drehende Bewegungen "einrütteln". Anschließend die Schrauben wieder mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen (AR41.10-P-100CW).

 

Gelenkwellenflucht mit elektronischem Gelenkwellen-Knickwinkelmessgerät messen, ggf. korrigieren. (s. WIS)

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