ForumW210
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Mercedes
  5. E-Klasse
  6. W210
  7. W210 - ein paar HiFi Fragen

W210 - ein paar HiFi Fragen

Mercedes E-Klasse W210
Themenstarteram 11. November 2020 um 18:39

Hallo.

Ich möchte meinem W210 E200 Kompressor (Mopf, EZ 10-2000) gerne ein wenig pimpen in Sachen Sound.

Momentan ist mein altes Alpine-Radio verbaut, es soll einem Alpine DAB Radio weichen. Hier im Forum habe ich schon eine Umbauanleitung für den originalen Antennenverstärker gefunden, der in Kombi mit einem Splitter für gute Ergebnisse sorgen soll.

Verbaut sind momentan LS in den Türen vorn (mit HT im Spiegeldreieck), in den Türen hinten und unter der Heckablage.

Dazu dann ein paar Fragen, ich hoffe, ihr könnt helfen:

1. Gibt es ein wertiges Set für die Türen vorn mit TT und HT, welches ich leicht in die originalen Einbauplätze montieren kann?

2. Wie sind die Lautsprecher grundsätzlich eigentlich geschaltet? Ich habe drei Paar LS, aber nur vier Ausgänge am Radio.

3. Gibt es Empfehlungen für die Lautsprecher in den Türen hinten und unter der Heckablage?

Die Geschichte darf ruhig ein paar Hundert Euro kosten, sollte aber definitiv 3stellig bleiben.

Es wäre super, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.

Liebe Grüße

Olli

Beste Antwort im Thema

Kennst du das www.HiFi-Forum.de? Sehr kompetente Leute dort. Als ich noch 210er fuhr brachte mich meine "audiophile Reise" auch dorthin.

Meine Lernkurve:

1. Auch mit kleinem Einsatz lässt sich viel bewirken.

2. Das allerwichtigste ist eine stimmige Auslegung. Gute Lautsprecher nützen nichts an einem überforderten Verstärker, umgekehrt ist's fast noch besser.

3. Stabilisierungsmaßnahmen in den Türen bringen viel "Knackizität" im Sound (Alubutyl).

4. Klang ist hochgradig Geschmackssache, allerdings tritt dies mit der absolut gebotenen Qualität zunehmend in den Hintergrund.

5. Beginnen tut der Spaß bei ein paar Hundertern und endet sinnvoll bei ca. 3.000 Euro.

6. Beim Konzert sitzt man nicht ohne Grund mit dem Orchester vor dem Zuhörer. Hintere Lautsprecher bringen in Wahrheit qualitativ nichts. Es ist besser die Ausgaben nur für das Frontsystem konzentriert zu investieren als es über das ganze Auto zu verteilen und dafür nur Mittelmäßiges zu erwerben.

7. Die Laufzeit ist für echtes HiFi im Auto ein Thema. Gute Head-Units können das kompensieren.

8. Passive Weichen bauen -- vor allem im tieferen Tonbereichen -- groß, sind schwer, nicht verlustfrei, bringen Phasenverschiebungen. Gute Head-Units können aktiv (also mittels DSP) die Auftrennung der Lautsprecherkanäle vornehmen, damit entfallen die Weichen ganz (voll-aktiv) oder großteils (teil-aktiv). Viele Verstärker können das inzwischen auch.

9. Sub in der 210er-Limousine ist ein schwieriges Thema, das geht im T-Modell leichter.

Damit Lautsprecher gut aufspielen können müssen sie genau das elektrische Signal bekommen, mit dem sie auch mechanisch noch etwas anfangen können. Die sehr kleinen Serienhochtöner sind echte Piepser und haben auch nur einen simplen Kondensator als "Weiche" -- das ist recht wertlos. Gute Hochtöner haben eine Seidenkalotte von 25 bis 32 mm, spielen damit bis in den Bereich um die 3.200 bis 4.000 Hz herunter. Hochtöner mit Koppelvolumen noch deutlich tiefer, bis 2.500 Hz. Je effizienter (steiler, 12 oder 18 dB statt nur 6 dB) die Weiche die tiefen Töne von den empfindlichen Hochtönern fernhält, desto stärker und tiefer kann man sie bis zu tiefen Frequenzen belasten.

Die Platzierung der Lautsprecher im gängigen PKW der 2000er-Jahre ist etwas unglücklich. Der Großteil der Musik wird vom 16 cm großen Tief-Mitteltöner "auf die Wade" abgestrahlt, das Ohr ist davon weit entfernt. Es bildet sich leicht eine stehende Welle zur Beifahrerseite aus, die den Klang verunstaltet. Der Hochtöner spielt weit entfernt vom Tief-Mitteltöner und ist daher nicht selten ortbar. Zweiwegesysteme haben oft einen schwierigen Mitteltonbereich, genau dort wo Stimmen und Gitarren aufspielen.

Der 210er hat aber am Armaturenbrett Aufnahmen für -- ich glaube mich so zu erinnern -- 8,5-cm-Mitteltöner oder -Breitbandlautsprecher. Das ist ein hervorragender Ansatz und der 210er ist eines der ganz wenigen Autos, das einfach mit einem 3-Wege-System zu einer hervorragenden Lösung führt!

Der eingebaute Verstärker des DIN-Radios kann aus zweierlei Gründen für auch nur etwas lautere Musik nicht ausreichend Leistung liefern: erstens ist die Absicherung zu knapp und zweitens kann er die entstehende Abwärme nicht abführen. Die oft angegebenen 4x 25 W sind in Wahrheit gemessen noch deutlich weniger. Musik in gehobener Lautstärke braucht mindestens 2x 50 W RMS, mit ein bisserl Bums sollten es mindestens 2x 75 W RMS sein. Dazu ist ein externer Verstärker erforderlich. Die meisten etwas besseren Nachrüstradios bieten dafür Low-Level-Anschlüsse (zB Cinch).

Ein sehr empfehlenswertes preiswertes System war das Pioneer TS-E 170 Ci, vielleicht kriegt man das noch irgendwo. Wurde um unter 150 Euro gehandelt und bot einen passablen Tief-Mitteltöner, brauchbare Weiche und einen sehr guten, aber groß bauenden Hochtöner. Den kann man aber beim 210er in die Lautsprechergitter am Armaturenbrett einlassen, sodass das unauffällig gelingt -- und es bleibt mittels neuer Abdeckgitter rückbaubar.

Sehr gute Lautsprechersysteme gibt es zB bei Audiotechnik Fischer mit der Marke "Helix". Ich hatte deren 3-Wege-System RS 6.3. Competition verbaut, das aus einem 25 mm Seidenkalotten-Hochtöner mit Koppelvolumen, einem 50 mm Seidenkalotten-Mitteltöner mit Koppelvolumen und einem guten wie robusten 16 cm Tieftöner besteht. Gab es auch als Zweiwegesystem und kann man unter neuem Namen noch immer kaufen. -- Für mich das Maß der Dinge.

Die Türen und vor allem die Türinnenverkleidungen vibrieren, weil der nach hinten gerichtete Schalldruck dies erzwingt. Damit der Sound "trocken" wird, der Tieftöner "kickt" statt "wummt" muss der Türkörper bedämpft und stabilisiert werden. Erst wenn dieser parasitäre Schall zurückgedrängt wird kann der Sound gut werden!

Das geht am besten mit Alubutyl, welches eine zähe, schwere, klebrige Masse mit auflaminierter Alufolie ist. Damit wird das Außenblech der Tür soweit möglich beklebt, wirkt wie Sperrholz. Und die Innenseite mit ihren Öffnungen wird auch damit mehrlagig zugeklebt, die Öffnungen etwas konkav ausgeformt um diese Stabilität bekommen.

Auch eine Beschwerung der Lautsprecher-Adapterringe hilft, gibt der Lautsprechermembran mehr "dynamisches Gegenlager". Solche fahrzeugspezifischen Ringe braucht man bei Nachrüstlautsprechern immer um den Abstand zwischen dem Tür-Innenblech und der Türinnverkleidung zu überbrücken. Der Lautsprecher sitzt ein paar Zentimeter weiter in Richtung Fahrzeugmitte auf einem Kunststoffzylinder mit fahrzeugspezifischen Befestigungspunkten, das gibt auch dem Magneten genug Raum, damit er der Fensterscheibe nicht in die Quere kommt. Diese Ringe sind zweiwandig und hohl, ich hab sie mit Stahlstiften angefüllt und mit Kunstharz ausgegossen, das Gewicht so verzehnfacht.

Der nötige Verstärker ist heute kein Problem mehr. Die digitalen Versärker ("Class-D") produzieren sehr wenig Abwärme und bauen sehr kompakt. Man kann beruhigt auch gebrauchte Geräte kaufen, solange sie einwandfrei funktionieren. Es gibt immer wen, der das Neueste haben muss ... Und nicht zu vergessen die DSP-Möglichkeiten! Aktive Kanaltrennung per Parametrisierung direkt im Verstärker ... einfacher geht es nicht mehr, schau mal hier: https://www.audiotec-fischer.de/helix/verstaerker/p-six-dsp-mk2

Im Beifahrerfußraum ist unter dem Teppich ein abschraubbares Blech, hinter dieser Fußstütze liegt ein erstaunlich voluminöser Hohlraum. Dort passten bei mir ein Zweikanalverstärker mit 2x 75 RMS und zwei Weichen nebst Kondensatorpaket komfortabel rein.

Für mehr Bums hatte ich unter dem Laderaum des T-Modells einen gebrückten Vierkanal-Verstärker mit Kondensatorpaket, der 2x 125 W RMS lieferte. Der Platz ist nahe der Autobatterie und war frei.

Irgendwann war mir das zu wenig und ich hab mir noch einen audiophilen Sub eingebaut, ein Aliante 12" in einem selbstgebauten, auf den 210er zugeschnittenen geschlossenen Gehäuse, gebaut. Als Verstärker diente eine Steg K.2 mit 600 W RMS, wenn ich ich richtig erinnere.

Als Headunit verwendete ich ein Blaupunkt-Radio MP78, das 5 Kanäle mit aktiven Weichen und Laufzeitkorrektur bot. Gibt es leider nimmer, das Ding war ideal. Ob es bei Alpine, Kenwood oder Pioneer aktuellere Alternativen gibt weiß ich nicht. Immerhin ermöglicht der Doppel-DIN-Schacht im 210er so einiges.

Diesem wirklich, wirklich audiophilen wie gleichzeitig potenten Sound trauere ich heute noch nach.

Im 211er ließ sich der Krempel nicht sinnvoll verbauen, der 213er wird bald gepimpt, ist aber völlig anders konzipiert (20" Tieftöner und 10 cm Mitteltöner, Center) ... da muss ich eh alles neu kaufen.

So genug gelabert, viel Erfolg auf deiner Reise!

 

Und wenn ich mich nicht irre hab ich das Zeug bis auf die Headunit noch im Keller liegen und es sucht eine sinnvolle Betätigung! ETON MA 75.4, ETON MA 125.2, Helix RS 6.3 Competition, 2x Aliante 12" Black Magic, einer davon noch originalverpackt, der andere im GG für das T-Modell ... bei Interesse PN.

3 weitere Antworten
Ähnliche Themen
3 Antworten

Kennst du das www.HiFi-Forum.de? Sehr kompetente Leute dort. Als ich noch 210er fuhr brachte mich meine "audiophile Reise" auch dorthin.

Meine Lernkurve:

1. Auch mit kleinem Einsatz lässt sich viel bewirken.

2. Das allerwichtigste ist eine stimmige Auslegung. Gute Lautsprecher nützen nichts an einem überforderten Verstärker, umgekehrt ist's fast noch besser.

3. Stabilisierungsmaßnahmen in den Türen bringen viel "Knackizität" im Sound (Alubutyl).

4. Klang ist hochgradig Geschmackssache, allerdings tritt dies mit der absolut gebotenen Qualität zunehmend in den Hintergrund.

5. Beginnen tut der Spaß bei ein paar Hundertern und endet sinnvoll bei ca. 3.000 Euro.

6. Beim Konzert sitzt man nicht ohne Grund mit dem Orchester vor dem Zuhörer. Hintere Lautsprecher bringen in Wahrheit qualitativ nichts. Es ist besser die Ausgaben nur für das Frontsystem konzentriert zu investieren als es über das ganze Auto zu verteilen und dafür nur Mittelmäßiges zu erwerben.

7. Die Laufzeit ist für echtes HiFi im Auto ein Thema. Gute Head-Units können das kompensieren.

8. Passive Weichen bauen -- vor allem im tieferen Tonbereichen -- groß, sind schwer, nicht verlustfrei, bringen Phasenverschiebungen. Gute Head-Units können aktiv (also mittels DSP) die Auftrennung der Lautsprecherkanäle vornehmen, damit entfallen die Weichen ganz (voll-aktiv) oder großteils (teil-aktiv). Viele Verstärker können das inzwischen auch.

9. Sub in der 210er-Limousine ist ein schwieriges Thema, das geht im T-Modell leichter.

Damit Lautsprecher gut aufspielen können müssen sie genau das elektrische Signal bekommen, mit dem sie auch mechanisch noch etwas anfangen können. Die sehr kleinen Serienhochtöner sind echte Piepser und haben auch nur einen simplen Kondensator als "Weiche" -- das ist recht wertlos. Gute Hochtöner haben eine Seidenkalotte von 25 bis 32 mm, spielen damit bis in den Bereich um die 3.200 bis 4.000 Hz herunter. Hochtöner mit Koppelvolumen noch deutlich tiefer, bis 2.500 Hz. Je effizienter (steiler, 12 oder 18 dB statt nur 6 dB) die Weiche die tiefen Töne von den empfindlichen Hochtönern fernhält, desto stärker und tiefer kann man sie bis zu tiefen Frequenzen belasten.

Die Platzierung der Lautsprecher im gängigen PKW der 2000er-Jahre ist etwas unglücklich. Der Großteil der Musik wird vom 16 cm großen Tief-Mitteltöner "auf die Wade" abgestrahlt, das Ohr ist davon weit entfernt. Es bildet sich leicht eine stehende Welle zur Beifahrerseite aus, die den Klang verunstaltet. Der Hochtöner spielt weit entfernt vom Tief-Mitteltöner und ist daher nicht selten ortbar. Zweiwegesysteme haben oft einen schwierigen Mitteltonbereich, genau dort wo Stimmen und Gitarren aufspielen.

Der 210er hat aber am Armaturenbrett Aufnahmen für -- ich glaube mich so zu erinnern -- 8,5-cm-Mitteltöner oder -Breitbandlautsprecher. Das ist ein hervorragender Ansatz und der 210er ist eines der ganz wenigen Autos, das einfach mit einem 3-Wege-System zu einer hervorragenden Lösung führt!

Der eingebaute Verstärker des DIN-Radios kann aus zweierlei Gründen für auch nur etwas lautere Musik nicht ausreichend Leistung liefern: erstens ist die Absicherung zu knapp und zweitens kann er die entstehende Abwärme nicht abführen. Die oft angegebenen 4x 25 W sind in Wahrheit gemessen noch deutlich weniger. Musik in gehobener Lautstärke braucht mindestens 2x 50 W RMS, mit ein bisserl Bums sollten es mindestens 2x 75 W RMS sein. Dazu ist ein externer Verstärker erforderlich. Die meisten etwas besseren Nachrüstradios bieten dafür Low-Level-Anschlüsse (zB Cinch).

Ein sehr empfehlenswertes preiswertes System war das Pioneer TS-E 170 Ci, vielleicht kriegt man das noch irgendwo. Wurde um unter 150 Euro gehandelt und bot einen passablen Tief-Mitteltöner, brauchbare Weiche und einen sehr guten, aber groß bauenden Hochtöner. Den kann man aber beim 210er in die Lautsprechergitter am Armaturenbrett einlassen, sodass das unauffällig gelingt -- und es bleibt mittels neuer Abdeckgitter rückbaubar.

Sehr gute Lautsprechersysteme gibt es zB bei Audiotechnik Fischer mit der Marke "Helix". Ich hatte deren 3-Wege-System RS 6.3. Competition verbaut, das aus einem 25 mm Seidenkalotten-Hochtöner mit Koppelvolumen, einem 50 mm Seidenkalotten-Mitteltöner mit Koppelvolumen und einem guten wie robusten 16 cm Tieftöner besteht. Gab es auch als Zweiwegesystem und kann man unter neuem Namen noch immer kaufen. -- Für mich das Maß der Dinge.

Die Türen und vor allem die Türinnenverkleidungen vibrieren, weil der nach hinten gerichtete Schalldruck dies erzwingt. Damit der Sound "trocken" wird, der Tieftöner "kickt" statt "wummt" muss der Türkörper bedämpft und stabilisiert werden. Erst wenn dieser parasitäre Schall zurückgedrängt wird kann der Sound gut werden!

Das geht am besten mit Alubutyl, welches eine zähe, schwere, klebrige Masse mit auflaminierter Alufolie ist. Damit wird das Außenblech der Tür soweit möglich beklebt, wirkt wie Sperrholz. Und die Innenseite mit ihren Öffnungen wird auch damit mehrlagig zugeklebt, die Öffnungen etwas konkav ausgeformt um diese Stabilität bekommen.

Auch eine Beschwerung der Lautsprecher-Adapterringe hilft, gibt der Lautsprechermembran mehr "dynamisches Gegenlager". Solche fahrzeugspezifischen Ringe braucht man bei Nachrüstlautsprechern immer um den Abstand zwischen dem Tür-Innenblech und der Türinnverkleidung zu überbrücken. Der Lautsprecher sitzt ein paar Zentimeter weiter in Richtung Fahrzeugmitte auf einem Kunststoffzylinder mit fahrzeugspezifischen Befestigungspunkten, das gibt auch dem Magneten genug Raum, damit er der Fensterscheibe nicht in die Quere kommt. Diese Ringe sind zweiwandig und hohl, ich hab sie mit Stahlstiften angefüllt und mit Kunstharz ausgegossen, das Gewicht so verzehnfacht.

Der nötige Verstärker ist heute kein Problem mehr. Die digitalen Versärker ("Class-D") produzieren sehr wenig Abwärme und bauen sehr kompakt. Man kann beruhigt auch gebrauchte Geräte kaufen, solange sie einwandfrei funktionieren. Es gibt immer wen, der das Neueste haben muss ... Und nicht zu vergessen die DSP-Möglichkeiten! Aktive Kanaltrennung per Parametrisierung direkt im Verstärker ... einfacher geht es nicht mehr, schau mal hier: https://www.audiotec-fischer.de/helix/verstaerker/p-six-dsp-mk2

Im Beifahrerfußraum ist unter dem Teppich ein abschraubbares Blech, hinter dieser Fußstütze liegt ein erstaunlich voluminöser Hohlraum. Dort passten bei mir ein Zweikanalverstärker mit 2x 75 RMS und zwei Weichen nebst Kondensatorpaket komfortabel rein.

Für mehr Bums hatte ich unter dem Laderaum des T-Modells einen gebrückten Vierkanal-Verstärker mit Kondensatorpaket, der 2x 125 W RMS lieferte. Der Platz ist nahe der Autobatterie und war frei.

Irgendwann war mir das zu wenig und ich hab mir noch einen audiophilen Sub eingebaut, ein Aliante 12" in einem selbstgebauten, auf den 210er zugeschnittenen geschlossenen Gehäuse, gebaut. Als Verstärker diente eine Steg K.2 mit 600 W RMS, wenn ich ich richtig erinnere.

Als Headunit verwendete ich ein Blaupunkt-Radio MP78, das 5 Kanäle mit aktiven Weichen und Laufzeitkorrektur bot. Gibt es leider nimmer, das Ding war ideal. Ob es bei Alpine, Kenwood oder Pioneer aktuellere Alternativen gibt weiß ich nicht. Immerhin ermöglicht der Doppel-DIN-Schacht im 210er so einiges.

Diesem wirklich, wirklich audiophilen wie gleichzeitig potenten Sound trauere ich heute noch nach.

Im 211er ließ sich der Krempel nicht sinnvoll verbauen, der 213er wird bald gepimpt, ist aber völlig anders konzipiert (20" Tieftöner und 10 cm Mitteltöner, Center) ... da muss ich eh alles neu kaufen.

So genug gelabert, viel Erfolg auf deiner Reise!

 

Und wenn ich mich nicht irre hab ich das Zeug bis auf die Headunit noch im Keller liegen und es sucht eine sinnvolle Betätigung! ETON MA 75.4, ETON MA 125.2, Helix RS 6.3 Competition, 2x Aliante 12" Black Magic, einer davon noch originalverpackt, der andere im GG für das T-Modell ... bei Interesse PN.

@Austro-Diesel

Sofort ein danke für deine tolle Ausführungen!

In meinem W210 hat ein Vorbesitzer direkt neben den Original lautsprechern auf der Hutablage Ausschnitte und darunter liegende größere 0815 Systeme mit einer Endstufe montiert.

Und zwar so dass die originalen vom Radio aus weiter versorgt werden - das Klangbild ist dementsprechend schlecht...

Subwoofer Einbau ist leider nicht möglich wie du bereits geschrieben hast, aer das 3 Wege System im Armaturenbrett für vorne klingt sehr spannend!

Können die parallel an die Lautsprecher in den Türen angeschlossen werden?

Also Radio läuft bei mir ein zeitgenössisches Sony mit CD Schacht.

Ich habe mich die letzten vier Jahre nicht an Verbesserung des Klanges gemacht, aber jetzt bin ich ein wenig motivierter ;)

Guten Morgen!

Wie geschrieben ist für einfachere Radios der beste Weg vorn ein gutes Dreiwegesystem mit einem modernen DSP-Verstärker zu verbauen, der das Frequenzsplitting übernimmt und ausreichend Verstärkerkanäle hat. Da gibt es verschiedene gute Namen. Ich habe mit ETON, STEG und Helix sehr gute Erfahrungen gemacht. Zumeist gibt es als Extra ein externes Bedienteil zur Auswahl verschiedener Einstellungen dazu. Diese DSPs muss man vernünftig parametrisieren (das kann man wohl selber, also Trennfrequenzen, Filtersteilheit und grob die Pegel und Laufzeiten einstellen), ideal ist aber eine Equalizer-Vermessung mit Mikrofon. Das kann jede bessere Car-HiFi-Bude. Hat man den Einbau glücklich erwischt muss das Vermessen aber nicht sein, bei mir passte das "nach Gefühl" ganz prima. Es genügt, wenn es gefällt. ;)

Wenn man die Türen gut stabilisiert kriegt man einen sehr, sehr knackigen Kickbass. Gute 16er-Systeme spielen sauber bis 100 Hz herunter. Darunter bewegen sie sich zwar, aber es tut sich akustisch nicht mehr viel weil die Membranfläche einfach zu klein ist. Der Kickbass ist der Frequenzbereich der zB Basstrommel mit dem Fußpedal, also der wichtigste Bereich für moderne Musik.

Für einen druckvollen Tiefbass ist ein Sub nötig. Also für E-Bassgitarre, Kontrabass, Synthesizer-Grooves. Es gibt auch den Ansatz die Ablagen in den Türen zu opfern und dort ein kleines Bassreflexgehäuse aufzubauen, Spaßvögel bauen auch gleich zwei oder drei Tieftöner in jede Tür ... allerdings ist für all das Koppelvolumen dahinter, das Türvolumen, zu klein. Das Volumen hängt auch von der Art des Lautsprechers ab, aber es gibt keine Wunder. Dazu gibt es Formeln zu ein paar Lautsprecher-Parametern.

Ein richtig guter Subwoofer funktioniert in der Limousine eines Wissens nur über ein (recht voluminöses) Bandpass-Gehäuse im Kofferraum und luftdichtem Anschluss seiner Ventilationsöffnung an die vorhandenen Lautsprecher-Aussparungen der Hutablage mit einem Rohrstück oder durch die Skisack-Öffnung. Es gibt als Alternative auch Freischwinger-Woofer, also Lautsprecher die kein dezidiertes Gehäuse benötigen, allerdings meine ich mich zu erinnern, dass die nicht so "mächtig" aufspielen und klanglich eher zweite Wahl darstellen.

Die Subs "für unter den Sitz" kann man auch vergessen. Da lieber zwei 20-cm-Freischwinger unter der Hutablage, weiß aber nicht ob sich das räumlich ausgeht.

 

Wenn man selber nicht mehr der Jüngste ist und das Gehör in den höchsten Frequenzen naturgemäß schon etwas nachgelassen hat, dann sind auch Breitband-Lautsprecher statt eines Hochtöners interessant. So kommt man mit einem Zweiwegesystem durch und hat die Stimmen und Saiteninstrumente "oben" und nicht im Fußraum. Da hat sich in den letzten Jahren viel getan, Teddiebaerchen empfiehlt sie wohl aus gutem Grund immer wieder in seinen HiFi-Optimierungs-Threads.

Wie gesagt, mein Krempel muss weg:

ETON-Verstärker (MA 75.4 mit 4x 75 W RMS an 4 Ohm, MA 125.2 mit 2x 75 RMS an 4 Ohm, gebrückt 130 W RMS an 4 Ohm, kompakt, potent und gut, mit Filter für Sub, aber ohne DSP)

https://www.hifi-jaeger.de/eton-ma%2075-4.htm

STEG K 2.02 (noch einigermaßen kompakt, sehr potent: gebrückt 615 W an 4 Ohm)

http://www.pimpmysound.com/steg-k202.html

Helix RS 6.3 Competition

https://www.just-sound.de/.../a-4693

MacAudio Aliante 12" Black Limited

https://www.testberichte.de/.../...iante_12_black_limited_p105426.html

Viel Erfolg!

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Mercedes
  5. E-Klasse
  6. W210
  7. W210 - ein paar HiFi Fragen