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W 123

Themenstarteram 15. März 2006 um 17:41

Hallo!

Ich mache jetzt bald (6 Monate) den Füherschein für Klasse B und ich wollte fragen, ob es sich für mich lohnt einen W 123 zu kaufen. Ich meine wegen Versicherung, Steuer, Verbrauch usw.. Kann man ihn mir empfehlen oder sollte ich mir lieber ein anders Auto holen?

Gruß

Zündappfahrer

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26 Antworten

Ja nun,

ein W123 ist zwar relativ preiswert fit zu halten, aber nur im Vergleich zu anderen Autos seiner Klasse.

Wieviel hast Du denn übrig

a) für die Anschaffung

b) monatlich für den Unterhalt

und mit welcher monatlichen Fahrleistung rechnest Du ?

 

MfG ZBb5e8

Themenstarteram 15. März 2006 um 21:29

Zu

a) Ich hätte 2000-2500€ für die Anschaffung übrig.

b) Da hätte ich ca. 250€ zur Verfügung.

Ich dachte an eine Monatslaufleistung von ca.1500 km und eine Jahreslaufleistung von ca. 18000 km.

Gruß

Zündappfahrer

ich würde die Idee schnell wieder vergessen. Ein 123er ist noch zu jung für ne Oldiezulassung. Folglich wirst du dich an der Steuer dumm zahlen. Dazu kommt dann noch das hohe Fahrzeugalter. Auch die 123er bleiben nicht von Alterserscheinungen verschont. Das bischen Elektronik, was die an Board haben, gibt auch irgendwann den Geist auf. Und auch wenn die Einzelteile vielleicht gar nicht mal so teuer zu ersetzen sind ist es doch ziemlich nervig, wenn ständig was anderes kaputt geht. Auf Dauer hat man dann auch keine Freude an solch einem Fahrzeug. Natürlich gibt es auch heute noch 123er Exemplare die darstehen, als kämen sie gerade aus der Werkshalle, allerdings sind die schon wieder als Liebhaberfahrzeuge anzusehen und werden dann auch zu entsprechenden Preisen gehandelt, die wohl weit außerhalb deines Budges liegen.

An deiner Stelle würde ich, wenn es denn unbedingt ein Benz sein soll, mal nach einer gebrauchten C-Klasse Typ W202 ausschau halten. Die meisten Benzin-Modelle erfüllen schon die Euro 2 und sind somit auch steuerlich akzeptabel. Und éin C180 bietet für einen Fahranfänger wirklich passable Fahrleistungen bei relativ geringen Benzinverbrauch und ist obendrei auch bei der Versicherung relativ günstig eingestuft.

Alternativ könntest du dich auch mal nach einer A-Klasse W168 umschauen, die inzwischen preislich ebenfalls sehr attraktiv geworden sind.

Hm, mal rechnen.

Diesel, z.B. 240D:

Ich schätze mal grob die Steuer: 1300,- EUR

Versicherung 500,- EUR (Zweitvertrag auf Vater/Mutter/Tante...)

Verbrauch gemischt 9l, macht bei 18.000km knapp 2000,- EUR.

Jährlich 1000,- an Instandhaltung

Das liegt wohl außerhalb der Planung.

Benziner, z.B. 230E:

Steuer 350,- EUR (mit Kat)

Versicherung 500,- EUR, (Zweitvertrag...)

Verbrauch gemischt 11l -> knapp 2600,- EUR

Jährlich 1000,- an Instandhaltung

Paßt etwas besser, aber Problem: Für 2500,- eigentlich nicht ohne zusätzliche Anschaffungskosten (Rep., Kat) zu bekommen.

Fazit:

Dringend zusätzliche Eigenleistung erforderlich.

Nebenjob oder intensive Selbsthilfe am Auto.

Dann könnt´s hinkommen, bleibt aber knapp.

Das potentielle Kaufobjekt sollte sich auch jemand anschauen, der die 123er und ihre Macken kennt.

z.B. mit dem Fahrzeug mal zu Mercedes fahren und einen (ggf. bezahlten) KVA für neuen TÜV erstellen lassen.

Und bitte die Zahlen zu Steuer und Versicherung nochmals selbst recherchieren!

Ich bin nur von Schätzwerten ausgegangen.

Ansonsten: Gute Wahl! :)

 

MfG ZBb5e8

Themenstarteram 16. März 2006 um 10:34

@ Moonstone:

 

Zitat:

Ein 123er ist noch zu jung für ne Oldiezulassung

Man bekootm ihn schon fast als Oldrimer, dauert jetzt gesehen ca. noch ein Jahr.

@ ZBb5e8:

Ich mache jetzt im Sommer einen Ausbildung zum Mechatroniker und habe daheim noch einen alten Gollf II an dem ich "bastel". Auch habe´ich noch ein LKR, an dem ich auch was schraube.

Würde das zum instandhalten reichen?

 

Ich mache B mit dem begleitenen Fahren, weil ich sonst nicht rechtzeitig zur Arbeit kommen würde. Würde sich ein Diesel überhaupt lohnen?

Gruß

Zündappfahrer

Zitat:

Original geschrieben von Zündappfahrer

@ Moonstone:

 

 

Man bekootm ihn schon fast als Oldrimer, dauert jetzt gesehen ca. noch ein Jahr.

Du spielst doch nicht ernsthaft mit dem Gedanken dir ein 1976er Modell zuzulegen?

Themenstarteram 16. März 2006 um 18:52

Nein, die Ältesten waren BJ 77.

Gruß

Zündappfahrer

Zitat:

Original geschrieben von Zündappfahrer

[...]

Würde das zum instandhalten reichen?

[...]

Vielleicht.

Du mußt Dich aber davon verabschieden, daß Du das Auto richtig gut in Schuß gehalten kriegst.

In der Anschaffung reicht´s nur für ein deutlich verbrauchtes Exemplar.

Instandhaltung erfordert umfassende Eigenleistung - Grundkenntnisse vorhanden, Erfahrung muß erst gesammelt werden.

Geld für Ersatzteile ist mehr als knapp.

Nicht gerade die besten Voraussetzungen.

Es kann zu leicht passieren, daß Du Dich nur noch für das Auto lang machst und es trotzdem nicht halten kannst.

Anschließend hast Du dann ruinierte Nerven, kein Geld und kein Auto mehr.

Ich will hier nicht schwarzmalen, aber die Voraussetzungen sind eben nicht die besten, wie gesagt.

Mechanisch sind die 123er zwar völlig unkritisch bis auf das Lenkgetriebe, ein großes Problem ist aber der Rost und ganz ohne Geld geht´s halt auch sonst nicht.

Vielleicht hast Du Glück, aber es wäre ungewöhnlich.

Damit´s gut läuft, müßte es ungefähr so aussehen:

Kaufpreis: 4000,- EUR für ein Exemplar in gutem Zustand

Reserve für nachgelagerte Reparatur- und Ersatzteilkosten: 1500,- EUR

Rücklage für jährliche Instandhaltung, Reifen etc...: 1200,- EUR

Kleinere Instandhaltungs- und Pflegekosten im Wert von 400,- EUR pro Jahr kann man dann durch Eigenleistung sparen sowie vielleicht noch mal Reparaturkosten in Höhe von 500,- EUR jährlich, so daß diese nicht noch oben drauf kommen.

D.h. die Anschaffung wird mit 5500,- EUR incl. Notfallreserve kalkuliert, die jährlichen Unterhaltskosten incl. Versicherung und Steuer mit 3.000,-, wobei auch hier eine Reserve beinhaltet ist, aber noch nicht die Spritkosten.

Werden die Reserven nicht gebraucht, und hast Du reichlich Glück, findest Du auch ein Objekt in der beschriebenen Qualität für 3000,- EUR, hast keine nachgelagerten Reparaturkosten und es geht auch später nichts nennenwertes kaputt, so daß wirklich nur Verschleißteile wie Bremsen, Reifen, Öl etc. nachgekauft werden müssen, dann bist Du mit jährlichen Unterhaltskosten von 2000,- EUR incl. Versicherung und Steuer dabei, aber noch ohne Sprit.

Darauf kannst Du Dich aber keinesfalls verlassen.

Im Gegenteil - je mehr Du darauf angewiesen bist, daß es so läuft, desto sicherer kommt´s anders.

Der W123 bietet auch heute noch Qualitäten mit denen er sich keinesfalls hinter besseren Mittelklassefahrzeugen aktueller Genarationen verstecken muß, lediglich Gimmicks wie Bordcomputer, ABS und Airbags sind ihm (meistens) fremd, aber noch nichtmal prinzipiell ausgeschlossen.

D.h. mit dem Fahrzeug bewegst Du Dich eindeutig über der typischen "Anfängerklasse", was ja einerseits ganz reizvoll sein kann, andererseits aber auch nicht für lau zu haben ist.

Dazu wäre dann auch noch zu sagen, daß ein W123 allmählich zu schade für ganzjährigen Einsatz, auch im winterlichen Salzmatsch ist, was man wirtschaftlich durch einen relativ hohen Wertverlust ausdrücken würde.

D.h. der "Wirkungsgrad" der "gehobenen" Anschaffungskosten und Instandhaltungsaufwände wäre relativ schlecht - der Rost würde auch an einem gut erhaltenen Exemplar geradezu herbeigerufen.

Schlußwort:

Der W123 ist in seiner Klasse eine sehr günstige Option, die Klasse allerdings entspricht einem monatlichen Bruttoeinkommen von mindestens 2500,- EUR wobei durch Eigenleistung nur ein kleiner Teil der Kosten kompensiert werden kann.

Verzichtet man auf alles andere, tut´s auch ein Bruttoeinkommen von gut 1200,- EUR, aber will man das wirklich ?

Mach es, wenn Du von der Idee besessen bist, aber überleg Dir gut, ob Du Dich von der Idee besitzen lassen willst. :)

 

MfG ZBb5e8

Zitat:

Original geschrieben von Zündappfahrer

Nein, die Ältesten waren BJ 77.

Gruß

Zündappfahrer

Reden wir jetzt aneinander vorbei? Willst du etwa ein Coupé oder ein T-Modell, weil du von Baujahr 77 sprichst?

Die Limousinen des W123 wurden im Januar 1976 vorgestellt.

Themenstarteram 17. März 2006 um 14:12

@ ZBb5e8:

Danke für das "Fazit". Ich werde mir das alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

@ Moonstone:

Ebenfalls danke für deine Informationen.

Zitat:

Reden wir jetzt aneinander vorbei? Willst du etwa ein Coupé oder ein T-Modell, weil du von Baujahr 77 sprichst?

Die Limousinen des W123 wurden im Januar 1976 vorgestellt.

Nein, als ich nach dem Limousinen geschaut habe, waren die Ältesten von Baujahr 77.

Gruß

Zündappfahrer

1976 wurden sie vorgestellt.

Aber vor 1977 wohl nicht ausgeliefert.

Ich hatte fast 9 Jahre den 123130 10 000021.

Erstzulassung auf Daimler-Benz AG, Stuttgart-Untertürkheim Ende November 1976.

Unter der Dämmatte unter der Rücksitzbank fand ich einen Zettel "Vorführwagen Presse. Äußerste Sorgfalt !"

Bei der Einführung der Diesel-AU wurde festgelegt, daß sie für alle Fahrzeuge verbindlich ist, die ab dem 1.1.1977 erstzugelassen wurden.

War jedesmal nicht einfach beim TÜV bis der Prüfer endlich reinging und in seinem schlauen Buch nachlas, daß dieser Wagen tatsächlich keine AU benötigt.

Für die Prüfer war klar: "123er braucht AU, /8 nicht."

Und das war vermutlich sogar die Absicht des Gesetzgebers.

Andere PKW-Diesel gab´s ja zu der Zeit nicht bzw. nicht nennenswert.

Das Erstzulassungsjahr 1976 ist für einen 123er jedenfalls absolut ungewöhnlich.

 

MfG ZBb5e8

Hi!

Also ich würde keine solide Erstserie mehr für den Ganzjahreseinsatz verheizen, nur weil der eher auf H geht als späte Exemplare. Die frühen haben keinen nennenswerten Korrosionsschutz. Klar, man kann Mike Sanders bemühen, aber das ganze war ja vom Themenstarter mal als "möglichst preiswert gediegen Benz fahren" ausgeflaggt. Auf mich macht das nicht den Eindruck, daß das hier eine besonders gute Idee ist. Unter den Voraussetzungen, die hier beschrieben wurden würde ich W124, W201 oder W202 empfehlen. Damit bist du unter den Fahranfängern immer noch weit entfernt von 08/15. Da haste noch die Aussicht, regelmäßig zur Arbeit zu kommen ohne dich dabei zu ruinieren. Doch Vorsicht: Von der Steuer abgesehen sind die im eigentlichen Unterhalt ebenso teuer.

Ich will dir das nicht grundsätzlich ausreden, denn für solch fixe Ideen habe ich auch eine Schwäche. Ich gucke immer nach W126er S-Klassen, aber da kenne ich meine Grenze. Ich musste daheim versprechen, daß das nächste Fahrzeug von Teutonia ist....

:-)

Mika

Themenstarteram 18. März 2006 um 16:45

Fazit: Wenn ich mir einen W 123 zulegen möchte, sollte ich bei meinen Preisvorstellungen verhältnissmäßig viel Geld und Zeit in ihn investiern. Dann kommt auch noch das "hohe Alter" dazu der relativ hohe Unterhalt.

Es wäre also besser, wenn ich mir die Idee wieder aus dem Kopf schlage.

Richtig?

Was für eine könnt Ihr mir dann empfehlen, ich meine wegen dem Unterhalt?

Gruß

Zündappfahrer

Vergiss es.

Ich habe mir einen 190er Vergaser Baujahr 83 gekauft unter der Vorstellung er sei günstig.

Ich hab das Auto 3 Monate und habe schon c.a 500€ reingesteckt aber ich habe gleich alles komplett gemacht was am Arsch ist und war also alles altersbedingte, ist ja auch ok.

Die Karre frisst c.a 200€ Sprit im Monat, 350€ Versicherung um Jahr und 310€ Steuern im Jahr.

Daher für dieses Jahr habe ich schon fast so viel Geld dafür ausgegeben als wenn ich mir einen Smart leasen würde.

Wenn du mich fragst, kauf dir einen 190E baujahr 90 rum, Euro 2 mit 150€ Steuern im Jahr und fahr ihn einfach ...

Da zahlst du gut 1/3 weniger als für den 123er sag ich mal.

Aber unterschätz blos die Instandhaltung nicht, Bremsflüssigkeit, Ölwechsel, REIFEN, Sonstige Teile die ständig neu gebraucht werden, auch Kühlwasser, Frosschutzmittel, Waschanlage, Scheibenwischer, Batterie usw. frisst auch seine 100€ Im Jahr

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