Vorfahrt eines Fahrradfahrers beachten, der die falsche Richtung benutzt

Ist mir heute morgen passiert und habe es mal kurz aufs Papier gebracht.

Ich fahre auf eine Kreuzung zu, die mit einem Stopp-Schild gekennzeichnet ist. Ich stehe also an der Kreuzung, schon fast auf der Fahrbahn zur Hauptstraße. Dann sehe ich rechts von mir eine Fahrradfahrerin (Rentnerin) die auf dem Fahrradweg entgegen der Fahrtrichtung unterwegs war. Sie hatte wenig Geschwindigkeit drauf und ich dachte sie würde anhalten, weil ich ja auch ihre Durchfahrt durch mein halten an der Kreuzung quasi vollkommen unterbunden hatte. Sie wollte aber vor meinem Fahrzeug, praktisch entgegengesetzt zur Hauptstraße an mir vorbeifahren, weil sie ja auch als Rentnerin überhaupt keine Zeit hat. (Ironisch gemeint) Ich hatte sie dann im letzten Moment im Augenwinkel noch gesehen was sie vor hat und sofort wieder angehalten. Es ist nichts passiert, aber sie hat mich dumm angeblökt.

Nun zur Frage.

Wer hätte hier die Schuld gehabt, wenn es zu einem Schaden gekommen wäre ? Oder heißt es, Fahrradfahrer haben immer Recht.

Kreuzung
89 Antworten

Zitat:

@Oetteken schrieb am 28. Januar 2025 um 14:01:32 Uhr:


Sicher darf man auch Fußgänger nicht überfahren.
Allerdings erlebe ich es auch ständig, dass Fußgänger glauben Vorrang zu haben, wenn sie die Fahrbahn kreuzen.
Vorrang haben die aber nur gegenüber Abbiegern auf der querenden Straße.

Das wissen aber auch nur 0,1% aller Fussgänger.

Zur Ausgangsfrage: Will man Recht haben und vielleicht einen Fahrradfaher verletzen?
Pauschal lasse ich immer Fahrradfahrern oder Fussgängern die Vorfahrt. Ich kann mich nicht drauf verlassen, dass sie das StVo-Regelwerk im Kopf haben und auch danach handeln.

Ein Fall aus der Praxis, der zumindest bei mir Kopfschütteln verursacht hat:

Genau dieselbe Situation, nur gibt es dort GAR KEINEN Radweg, sondern der Radler kam unerlaubt auf dem Gehweg an und ist einem jungen Mann in die rechte Fahrzeugseite geknallt.

Der ärmste war noch in der Probezeit und hat das "volle Programm" abgekriegt, inkl. Nachschulung. Und auf dem Schaden an seinem Auto ist er auch noch sitzengeblieben, weil von dem mittellosen Radler nichts zu holen war.

Irgendwie sind Radfahrer im Straßenverkehr "heilig".....

Zitat:

@gardiner schrieb am 28. Januar 2025 um 17:50:57 Uhr:


@Malcolm-zodiac Ich bin sehr sicher, dass die Sache klar und ausschließlich zu Deinen Lasten ausgegangen wäre.
Grüße Gardiner

Ich habe ja meine Schuld eingesehen. Ich bin allerdings davon ausgegangen, da die Fahrradfahrerin eine sehr geringe Geschwindigkeit hatte, daß sie auch abbremsen würde, da ich ja mit meinem PKW im Weg stand. Aber sie bestand auf ihr recht der freien Fahrt für streßgeplagte Rentnerinnen. Zeit ist für Rentner mittlerweile Geld. Das sollte man (ich) wissen. (Ironisch gemeint) Da wird auch das Recht gegen LKW´s durchgekämpft, bis sie dann irgendwann mal zerquetscht auf dem Fahrradweg liegt.

Ich lasse als Fahrradfahrer jedem PKW, erst Recht LKW´s die Vorfahrt, auch wenn ich die Vorfahrt gehabt hätte. Denn......................eine Chance gegen einen LKW oder PKW hat man in der Regel als Fahrradfahrer nicht.

Ich bin erschüttert, wie du hier über die armen Rentner herziehst. Kommst du zu spät, sind die Pfandflaschen alle schon von anderen eingesammelt oder die Angebote bei Aldi ausverkauft.

Und natürlich haben die Rentner weniger Zeit als ein 30-zig Jähriger. Kannst ja mal die noch verbleibende Lebenszeit ausrechen...

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Zitat:

Ich habe ja meine Schuld eingesehen. Ich bin allerdings davon ausgegangen, da die Fahrradfahrerin eine sehr geringe Geschwindigkeit hatte, daß sie auch abbremsen würde, da ich ja mit meinem PKW im Weg stand. Aber sie bestand auf ihr recht der freien Fahrt für streßgeplagte Rentnerinnen. Zeit ist für Rentner mittlerweile Geld. Das sollte man (ich) wissen. (Ironisch gemeint) Da wird auch das Recht gegen LKW´s durchgekämpft, bis sie dann irgendwann mal zerquetscht auf dem Fahrradweg liegt.

Ich lasse als Fahrradfahrer jedem PKW, erst Recht LKW´s die Vorfahrt, auch wenn ich die Vorfahrt gehabt hätte. Denn......................eine Chance gegen einen LKW oder PKW hat man in der Regel als Fahrradfahrer nicht.

Verzichtest du im Auto auch immer auf deine Vorfahrt gegenüber LKW und landw. Maschinen? Mit dem Pkw hat man in der Regel gegen diese keine Chance.

Mit Verlaub Jerry

Zitat:

@Malcolm-zodiac schrieb am 28. Januar 2025 um 20:22:31 Uhr:


Ich lasse als Fahrradfahrer jedem PKW, erst Recht LKW´s die Vorfahrt, auch wenn ich die Vorfahrt gehabt hätte. Denn......................eine Chance gegen einen LKW oder PKW hat man in der Regel als Fahrradfahrer nicht.

Sorry so pauschal geschrieben ist es Quatsch, ganz davon abgesehen das es falsch ist.

Mal sehen wie lange das Rentner Bashing hier nioch stehen bleiben darf. 🙂

Ich Moin,
Hab hier in der Nähe etwas ähnliches, vielleicht sogar verschärftes. Auf jeden Fall ziemlich unübersichtlich für PKW Fahrer. Beim Auffahren auf die B502 im Rechtsbogen kreuzt man den Fahrradweg.
Da gibts dann viel gleichzeitig zu beachten und eine kurze Einfädelungsspur.

+Den fließenden Verkehr (70km/h) auf der B502 von links
+mögliche Fahrradfahrer / Fußgänger von links
+ das Verhalten von vorrausfahrenden Einfädlern beobachten

Das dann nicht nur bei Sonnenschein sondern auch bei Dunkelheit, da werden beim Blick nach links, mögliche Fahrradfahrer in den Scheinwerfern des fließenden Verkehrs von links und unter den Bäumen nahezu unsichtbar.
Wenn dann auch noch Fahrradverkehr von rechts dazukommt wird’s wirklich anspruchsvoll die Situation richtig zu beurteilen.
Auf der rot markierten Fahrradspur ist klar nur EINE Fahrtrichtung mit Fahrradlogo unmissverständlich angegeben.
Trotzdem wird natürlich nicht selten auch der Fahrradweg gegen diese Richtung genutzt und auch diese Radfahrer erkennt man sehr spät, selbst wenn man damit rechnet.

Hab schon selbst mal als PKW Fahrer mit nem Radfahrer, auf dem Logo für die Radrichtung stehend, diskutiert weil ich ihn spät gesehen hatte und zwar gebremst habe aber eben halb auf der Fahrradspur stehend, seine freie Fahrt gegen die Fahrtrichtung behindert habe.
Keine Spur von Einsicht bei dem Typen das er m.M. nach auf dünnem Eis wandelt.

Es kann doch nicht sein das bspw. hier ein Radler völlig unbehelligt bliebe, wenn er mir gegen seine Fahrtrichtung in die Seite donnert. Auf der gegenüberliegenden Seite der 502 führt ein breiter Fahrradweg in die andere Richtung.

Konkret: Ist dieses deutliche Logo auf dem roten Fahrradweg nur als „Vorschlag“ zu bewerten? Zumal es deutlich auf dem zu kreuzenden Bereich des Fahrradwegs prangt und dem PKW Fahrer ja direkt ins Auge sticht.
Welchen Sinn hätte eine solch Boden-Markierung denn sonst, als dem PKW eine Hilfe in dieser Situation zu geben woher mit Radfahrern zu rechnen ist.

A
B
C
+2

Zitat:

Verzichtest du im Auto auch immer auf deine Vorfahrt gegenüber LKW und landw. Maschinen? Mit dem Pkw hat man in der Regel gegen diese keine Chance.

Nein, im PKW ist alles anders. Da verhalte ich mich so wie jeder andere im Straßenverkehr. Als Fahrradfahrer bin ich jedoch vorsichtiger, weil ich möchte nicht versehentlich durch einen unaufmerksamen PKW Fahrer auf die Motorhaube genommen werden.

Komisch, 2 Beiträge fehlen. Ein Beitrag von einem User, auf dem ich geantwortet habe. Sie werden einfach rausgenommen ohne die Teilnehmer zu informieren. Ich dachte Zensur gibt es nur in Nordkorea.

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