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Volvo Verkauf

Themenstarteram 24. Dezember 2009 um 13:48

Hallo an alle Ford fahrer und ein schönes fest. Was haltet ihr von dem Verkauf von Volvo? Ich finde es nicht gut und vorallem was wir mit den Motoren von Volvo.

LG MP

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7 Antworten

Zitat:

h finde es nicht gut und vorallem was wir mit den Motoren von Volvo

Es gab/gibt nur einen ... den 2,5T 5Zyl. ... der wird ab nächstes Jahr nicht mehr verbaut. Der wird durch den neuen 2,0l Eco-Boost Motor ersetzt, 4Zyl. 205PS 300Nm

zB. im S-Max und Mondeo kann man den Motor nur noch ein paar Wochen bestellen, mit dem Facelift im Frühjahr gibt es dann nur noch den neuen.

Im Focus ST wird es ihn Wahrscheinlich noch länger (Sommer/Herbst) geben.

Aus Sicht von Ford ist der Verkauf derzeit sicher richtig, hätte eigentlich schon früher kommen können.

Ford of Europe und Volvo sind innerhalb der Ford Motor Company schon immer getrennte Geschäftseinheiten, d.h. Waren und Dienstleistungen, die untereinander hin- und hergehen werden in Rechnung gestellt. Das heißt, auch bisher hat Ford of Europe die 2.5T Motoren von Volvo gekauft und bezahlt, daran wird sich nichts ändern, wenn Volvo den Besitzer wechselt. Das gleiche gilt ungekehrt für die Motoren, die Volvo von Ford bzw. PSA kauft. D.h solange Volvo physisch noch existiert, kann Ford auch weiterhin solange wie eben nötig Motoren beziehen, das gleiche gilt für die Ersatzteilversorgung. Man kann wohl davon ausgehen, daß das ein fundamentaler Vertragsbestandteil mit dem neuen Eigentümer ist.

Zitat:

Original geschrieben von XLTRanger

Aus Sicht von Ford ist der Verkauf derzeit sicher richtig, hätte eigentlich schon früher kommen können.

Ford of Europe und Volvo sind innerhalb der Ford Motor Company schon immer getrennte Geschäftseinheiten, d.h. Waren und Dienstleistungen, die untereinander hin- und hergehen werden in Rechnung gestellt. Das heißt, auch bisher hat Ford of Europe die 2.5T Motoren von Volvo gekauft und bezahlt, daran wird sich nichts ändern, wenn Volvo den Besitzer wechselt. Das gleiche gilt ungekehrt für die Motoren, die Volvo von Ford bzw. PSA kauft. D.h solange Volvo physisch noch existiert, kann Ford auch weiterhin solange wie eben nötig Motoren beziehen, das gleiche gilt für die Ersatzteilversorgung. Man kann wohl davon ausgehen, daß das ein fundamentaler Vertragsbestandteil mit dem neuen Eigentümer ist.

Hallo...

 

 

ein bischen Off topic...

 

 

Beziehen die Ford-Werker im Werk Saarlouis ihren Lohn aus Köln, oder hat jedes Werk seine eigene Buchhaltung ? Also ich vermute mal, dass sich selbst Ford Köln- Ford Saarlouis untereinander Verbindlichkeiten ausstellen...anders geht es doch gar nicht..

Das VW Werk in Emden bzw. Opel in Eisenach werden doch bestimmt auch unabhängig geführt....oder nicht ?

 

Allerdings wird es kompliziert wenn z.B. der spanische SEAT Toledo in einem belgischen VW Werk produziert wird. Entwickelt bei SEAT in Spanien, produziert in Belgien. Die Entwicklungskosten dürften bei SEAT verbucht sein als Ausgaben und das VW-Werk in Belgien sackt sich das Geld für jeden verkauften SEAT Toledo ein...und hat somit Einnahmen ohne eigentliche Ausgaben...oder geht das Geld nach Wolfsburg ?

 

Würde mich mal interessieren.

 

Gehen die Gelder für die produzierten Fahrzeugeinheiten ( egal ob Ford, VW, Opel, Daimler etc. ) in die jeweiligen Produktionswerke, um dort die Kosten für Arbeitskräfte und benötigte Komponenten zu bezahlen, oder laufen diese Dinge alle über die Konzernzentralen ?

 

 

Sorry.....ein wenig of topic...

 

The Moose

Die Kosten an einem Produkt (egal ob nun ein Auto oder eine Waschmaschine oder ein Ikea Schrank) belaufen sich ja nicht nur auf Produktionskosten, also Einkaufsmaterial und die Werker am Band. Sämtliche Entwicklungskosten werden auf den Produktpreis umgelegt, dazu aber auch sämtliche anderen Fixkosten, d.h. Gebäudeabschreibungen, Instandhaltung, Reinigung, Strom, Wasser, Telefon, Grünanlagenpflege, Fuhrparks, Lehrausbildung, etc. Diese Kosten fallen aber nicht nur in den Produktionsstätten an, sondern natürlich auch in den Entwicklungszentren, Teststrecken oder Komponentenwerken (Motorenwerke z.B.), und auch diese werden natürlich auf's Produkt umgelegt. Desweiteren kommen sämtliche Marketingausgaben, Werbung, Sportsponsoring, etc. dazu - auch das steckt alles im Stückpreis so eines Autos drin. Dazu sämtliche Verwaltungskosten, auch so nebensächliche Dinge wie Managementgehälter, Betriebsrat, Rücklagen für Betriebsrenten, Betriebsambulanz, Kantine, etc. wird natürlich alles aus den Einnahmen eines Unternehmens gespeist, d.h. auf den Produktpreis umgelegt. Und schlußendlich hat auch das eine oder andere Unternehmen das Bestreben, etwas Gewinn zu erwirtschaften. Auch der steckt im Endpreis mit drin. Das bedeutet, in keinem Unternehmen werden die Einnahmen direkt den Produktionsstätten gutgeschrieben, dann würden sämtliche nichtproduzierenden Bereiche ja nur Miese schreiben. Die Einnahmen gehen an die Gesamtgesellschaft, und diese vergibt dann jährlich Budgets für die einzelnen Bereiche, d.h. Forschung & Entwicklung bekommt einen eigenen Topf, Marketing & Sales bekommt einen eigenen Topf, die Fertigung bekommt einen eigenen Topf, etc. Und aus dem Budget, das die Fertigung erhält, muß sie die einzelnen Werke betreiben.

In Großkonzernen werden aber schonmal einzelne Geschäftseinheiten separat bilanziert (die dann finanziell zunächst unabhängig sind, und jeder betreibt seine eigenen Unterbudgets). In der Ford Motor Company sind das Ford Nordamerika, Ford Südamerika, Ford Europa, Ford Asia Pacific, Volvo (früher die Premier Automotive Group) und Ford Credit, im Grunde alles was Du in den Quartals- bzw. Jahresbilanzen separat aufgeführt siehst. Jede dieser Einheiten hat im Grunde seine eigene Geschäftsbilanz, betreibt seine eigenen Werke, Forschung, Marketing, etc. , nur in der Gesamtbilanz des Mutterkonzerns fließt dann alles wieder zusammen, Gewinne genauso wie Verluste. Und jede dieser Geschäftseinheiten verrechnet Waren und Dienstleistungen untereinander. Aber innerhalb einer Geschäftseinheit gibt es eine gemeinsame Bilanz.

Das heißt für Dein Beispiel, die Einnahmen von Autos, die Ford Europa verkauft, gehen zunächst an die Europazentrale in Köln, diese vergibt Budgets an die einzelnen Tochtergesellschaften, von denen diese ihre Kosten bestreiten.

Hallöchen....

 

 

Danke XLTRanger für die aufschlussreiche Erklärung. In meinem Studium hatte ich auch mal mit Buchführung und Accounting zu tun. war aber nicht mein Ding.

 

 

Vielleicht noch mal ein Nachhaken meinerseits... und als Frage einfacher formuliert.

 

Die Mitarbeiter des Ford-Werkes in Saarlouis oder die VW-Mitarbeiter im Passat-Werk in Emden, werden die von Saarlouis bzw. Emden aus bezahlt oder kommt der Monatslohn aus Köln resp. Wolfsburg ?

 

 

Und interessehalber würde ich mich freuen, wenn Du mir zu dem in spanien entwickelten SEAT Toledo, der im belgischen VW-Werk produziert wird, etwas sagen könntest.

 

Meine Vermutung....  Volkswagen hat SEAT eine Entwicklungspauschale gezahlt, um die Entwicklungskosten , die SEAT entstanden sind , auszugleichen.

 

Die SEAT-Händler, die europaweit Bestellungen von Kunden für den SEAT Toledo annehmen, müssen das eingenommene Geld nicht nach Wolfsburg überweisen, sondern das Geld geht an die belgische Volkswagen - Gesellschaft, die dann letztendlich auch die Komponenten für die von den Händlern bestellten SEAT Toledo ordert und bezahlt und den Werksarbeitern den Lohn überweist.

 

Ist immer noch off topic...wenn Du magst, kannst Du mir aber eine PN schicken, damit sich hier niemand auf den Schlips getreten fühlt.

 

 

Grüße

 

The Moose

Ein Mitarbeiter im Ford Werk Saarlouis bekommt auch seinen Lohn vom Ford Werk Saarlouis. Das Ford Werk Saarlouis selbst bekommt aber vermutlich ein jährliches Budget aus der Zentrale in Köln. Davon muß es Teile kaufen (um daraus Autos zu bauen), davon muß es Löhne und Gehölter zahlen, davon muß es aber auch seine Fixkosten für Gebäude, Strom, Wasser, Grünanlagen, Instandhaltung etc. bestreiten. Im Grunde ist es so, daß die Ford Europa Zentrale jedes Jahr soundsoviel Milliarden Euros an Budget's an die einzelnen Bereiche austeilt, diese müssen also im Vorfeld einen Budgetplan erstellen, wieviel sie für das kommende Jahr brauchen. Da gibt es dann einen Chef der Produktentwicklung, der aus seinen Plänen für die zukünftigen Modelle ausrechnet, wieviel er für deen Entwicklung benötigt. Der Marketingchef beantragt ein Budget, diese zu verkaufen, und der Fertigungschef muß ausrechnen, wieviel er im jeweiligen Jahr benötigt, um seine Werke am Laufen zu halten (incl. Investitionen in neue Anlagen). Im Grunde funktioniert das so ähnlich wie im Bundeshaushalt. Nachdem jetzt also der Ford-Europa-Chef von allen seinen Vizepräsidenten die Budgetwünsche eingesammelt hat, wird er zusammenrechnen wieviel da so in Summe zusammenkommt, und dan wird er rechnen, ob er sich das von den zu erwartenden Einnahmen leisten kann, d.h. ob er im kommenden Jahr Gewinn erwirtschafen kann, oder nochmal Verluste schreiben muß. Meist wird dann noch ein paar Runden verhandelt, jeder Bereich wird überprüfen müssen, wo er vielleicht doch nicht soviel ausgeben kann, und am Ende bekommt jeder Bereich sein Budget für's nächste Jahr zugeteilt. Jetzt hat also der Chef der Fertigung soundsoviel Millionen zugeteilt bekommen, mit denen er seine Werke betreiben muß, und der verteilt das jetzt auf seine einzelnen Werke, und die müssen damit ein Jahr lang auskommen. Und am Ende des Jahres wird dann abgerechnet, ob jeder sein Budget getroffen hat, oder überschritten oder unterboten hat.

Bei VW / Seat wird das ähnlich sein, wobei auch Seat im VW Konzern eine eigenständige Geschäftseinheit darstellt.

Seat hat also eine eigene geschäftsbilanz, die zunächst von VW unabhängig wirtschaftet. Wenn Seat Modelle entwickelt, werden sie die Entwicklung aus ihrer eigenen Bilanz bezahlen müssen. Wenn teile der Entwicklung bei VW gemacht werden, wird Seat diese an VW bezahlen müssen. Umgekehrt, wenn Seat Entwicklungen für VW oder Porsche oder Bentley macht, werden diese dafür an Seat zahlen müssen. Wenn Seat Modelle in einem VW Werk gebaut werden, wird Seat dafür einen bestimmten Betrag an VW bezahlen müssen. Wenn also ein VW Werker in Belgien einen Seat zusammenschraubt, wird er seinen Lohn von VW bekommen (vom belgischen Werk), VW wird abr die Kosten für's Zusamenschrauben und das Material seiner Tochter Seat in Rechnung stellen. Damit gehört das Auto dann faktisch Seat, und die können es verkaufen.

Die Seat Händler überweisen ihr eingenommenes Geld nicht ans werk oder Seat direkt, sondern an die jeweilige nationale Vertriebsgesellschaft. Also ein Händler in Deutschland liefert die Kohle an Seat Deutschland ab, ein Händler in Norwegen liefert die Kohle an Seat Norwegen ab, usw. Die nationalen Vetriebsgesellschaften sind dem BereichMarketing&Sales in Seat unterstellt, an den sie die Gelder dann abführen. Das heißt, das Geld für einen irgendwo verkauften Seat landet am Ende auch bei Seat in Spanien. Wenn die Modelle zuvor in einem VW Werk gebaut wurden, hat Seat VW dafür bezahlt.

seat hat also auch seine eigene Geschäftsbilanz, die separat berechnet wird, am Ende dannaber in der Gesamtbilanz des VW Konzerns verrechnet wird, Gewinne genauso wie Verluste.

Hallöchen...

 

nochmals danke für die Erklärung. Das hat dann ein bischen Licht ins Dunkle gebracht.

 

 

Grüße

 

 

The Moose

 

 

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